Schlagwort-Archiv: Guy Ritchie

Das startet am 26. September 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 26. November, der zwar keine Blockbuster-Starts bietet, qualitativ aber zu den besten Kinowochen 2019 gehört. Unter anderem dank Ari Asters neuestem Streich „Midsommer“. Oder den vollkommen unterschiedlichen Animationsfilmen „Shaun das Schaf 2“ sowie „Everest“. Oder der Horrorcomedy „Ready Or Not“. Oder, oder, oder. Nur ein Kandidat sticht aufgrund des verschenkten Potenzials heraus: Die Romanverfilmung „Der Distelfink“ ist zwar ein guter Film, hätte allerdings auch ein sehr guter sein können. Und das ist irgendwie ganz schön schade… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MIDSOMMAR | Regie: Ari Aster | USA/SWE/HUN 2019

Obwohl ihre Beziehung kriselt, schließt sich Dani (Florence Pugh) ihrem Freund Christian (Jack Reynor) auf einen Sommertrip in einen kleinen Ort in Schweden an. Dani muss seit einiger Zeit einen schlimmen Schicksalsschlag in ihrer Familie verarbeiten und erhofft sich, in der Ferne zur Ruhe zu kommen. Gemeinsam mit Christians Clique sind sie zu einem einmaligen Mittsommerfestival eingeladen. Einer schwedischen Tradition. Doch der anfänglich idyllische Eindruck der abgelegenen Gemeinschaft trügt, die freundlichen Dorfbewohner verhalten sich nach und nach merkwürdiger: Sie bereiten sich auf ein besonderes Mittsommer-Ritual vor, das nur alle 90 Jahre zelebriert wird. Was als puritanisches Fest der Liebe und Glückseligkeit beginnt, nimmt bald eine unheimliche Wendung, die das sonnengeflutete Paradies bis in die Eingeweide erschüttert.

„Midsommar“ ist nach „Hereditary“ das zweite Horror-Meisterwerk von Regisseur Ari Aster, das seine Stärken noch mehr im erzählerischen Subtext als in den gleichwohl bemerkenswert arrangierten Schauerbildern hat. Der Regisseur ist keine Alltagsfliege – und „Midsommar“ kein Genre-Fast-Food, sondern ein Film, auf dessen einzigartige Atmosphäre man sich einlassen muss. Fans von leicht konsumierbarem Jumpscare-Horror werden hiermit allerdings nicht viel anfangen können.


EVEREST – EIN YETI WILL HOCH HINAUS | Regie: Jill Culton | USA 2019

Ein kleiner Yeti ist aus einem Versuchslabor in Shanghai entkommen und sucht Zuflucht auf den Dächern der Millionenstadt. Dort begegnet er ausgerechnet dem neugierigen Teenager-Mädchen Yi (deutsche Stimme: Nilam Farooq) und ihren Freunden Jin (deutsche Stimme: Julien Bam) und Peng. Schnell wird klar, dass das Trio den kleinen Yeti, den sie kurzerhand auf den Namen „Everest“ taufen, nur vor dem finsteren Laborleiter Burnish und der Zoologin Dr. Zara retten können, wenn sie ihn zurück in seine Heimat – den Mount Everest – bringen.  Gemeinsam begeben sich die Freunde auf eine faszinierende Reise durch sagenhafte Landschaften Asiens, wunderliche Ereignisse und magische Momente, um Everest am höchsten Punkt der Erde wieder mit seiner Familie zu vereinen. Doch an jeder Ecke lauern Gefahren, die die Reise jederzeit beenden könnten…

Ein charmant erzählter und wunderschön bebildeter Animationsfilm, der Themen wie Trauer und Trauerarbeit kindgerecht verhandelt und trotzdem eine bemerkenswerte Reife an den Tag legt. Gerade das bittersüße Ende dürfte selbst bei einem älteren Publikum für die ein oder andere Träne gut sein.


DER DISTELFINK | Regie: John Crowley  | USA 2019

Der 13-jährige Theo Decker (als Kind: Oakes Fegley) sah seine Mutter das letzte Mal, als sie in einen anderen Ausstellungsraum des Metropolitan Museum of Art ging. Sekunden später explodierte eine Terrorbombe, die unbezahlbare Kunstwerke zerstört und auch Theos Leben für immer erschüttert. Die Tragödie verändert seinen Lebensweg und zieht eine ergreifende Odyssee zwischen Trauer und Schuld, Neuanfang und Erlösung, Freundschaft und sogar Liebe nach sich. Im Laufe dieser turbulenten Jahre als Jugendlicher bis hin ins Erwachsenenalter klammert sich der immer noch einsame Theo (als Erwachsener: Ansel Elgort) heimlich an ein kostbares Objekt, das seine einzige greifbare Verbindung zu seiner Mutter ist, die er an jenem entsetzlichen Tag verloren hat – das Gemälde eines winzigen Vogels, festgekettet an seiner Stange: der Distelfink.

Die erlesen bebilderte Romanverfilmung „Der Distelfink“ hat alle Zutaten für ein episch-gefühlvolles Drama und ist das über weite Strecken auch. Doch das gleichermaßen vorlagentreue wie heillos konstruierte Schlussdrittel fügt sich nicht recht in den Rest des Films, was auch damit zu tun hat, dass Ansel Elgort als erwachsene Hauptfigur hier nicht so souverän aufspielt wie sonst – und sein deutlich jüngerer Kollege Oakes Fegley als Kind. Was bleibt ist ein wirklich guter Film, aber auch einer, der weit hinter seinem Potenzial zurückbleibt.


READY OR NOT – AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, TOT | Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett |USA 2019

Mit Brettspielen hat die exzentrische Familie, die an ihren altehrwürdigen Traditionen eisern festhält, ihr Vermögen gemacht. „Die Reichen sind wirklich anders”, warnt Daniel, der Bruder von Alex, dessen zukünftige Ehefrau Grace noch wenige Stunden vor der Hochzeit, doch da ist das Ehegelübde auch schon gesprochen. Die Hochzeit verläuft planmäßig. Aber sie hält auch noch eine Überraschung für die Braut bereit. Arglos schließt sich Grace ihrem Gatten und ihrer Neu-Familie für ein mitternächtliches Spiel an – ein Spiel, das in der Familie Tradition hat. Als neues Mitglied der Le Domas’ muss sie aus einem Stapel eine Karte ziehen, die bestimmt, was gespielt werden soll. Ohne zu wissen, dass Gefahr in der Luft liegt, wählt sie die Versteckspielkarte. Bald wird Grace zu ihrem Entsetzen klar, dass sie im Zuge eines tödlichen Spiels gejagt wird.

Mit „Ready Or Not – Auf die Plätze, fertig, tot“ gelingt Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett ein weiteres Mal das große Kunststück, eine gleichermaßen ungeheuer spaßige wie nicht minder blutige und nebenbei auch noch ziemlich unheimliche Horrorcomedy zu inszenieren, mit der sich Samara Weaving als ‚Bloody Bride‘ endgültig für ganz große Rollen qualifiziert.


GELOBT SEI GOTT | Regie: François Ozon | FR/BEL 2018

Im Jahr 2014 in Lyon fasst Banker und Familienvater Alexandre den Entschluss, sich seinen stets wieder aufbrechenden Traumata zu stellen. Der streng gläubige Katholik wurde in den Achtzigern von einem Pater über drei Jahre lang immer wieder sexuell missbraucht. Um den Täter zur Rechenschaft zu ziehen, das ihn schützende System aufzubrechen, aber auch, um seine Kinder vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren, bittet Alexandre beim zuständigen Kardinal um ein Gespräch – und findet zwar Gehör, aber keine Hilfe. Zu allem Überfluss erfährt er sogar, dass der ihn einst missbrauchende Pater, der sich im Zusammenhang mit den Anschuldigungen als Pädophiliekranker schuldig bekannt hat, noch im Amt ist und mit Kindern arbeitet. Daraufhin erstattet er Anzeige und begibt sich auf die Suche nach weiteren Missbrauchsopfern…

Das französische Drama „Gelobt sei Gott“ ist alles andere als leicht verdaulich, aber er macht es dem Zuschauer leicht, einen Zugang zu ihm zu finden. Ein starkes, wichtiges Stück großes Kino, wie es auch schon „Spotlight“ war.


SHAUN DAS SCHAF – UFO ALARM | Regie: Richard Phelan, Will Becher | UK/FR/USA 2019

Seit Neuestem tauchen immer häufiger seltsame Lichter über dem verschlafenen Städtchen Mossingham auf. Ob sie ein Hinweis auf außerirdisches Leben sind? Tatsächlich kündigen sie die Ankunft eines geheimnisvollen Besuchers aus einer fernen Galaxie an. Aber auf der nahe gelegenen Mossy Bottom Farm hat Shaun ganz andere Dinge im Kopf, denn ständig werden seine verrückten Streiche von einem entnervten Bitzer vereitelt. Doch als plötzlich ein ebenso lustiges wie bezauberndes Außerirdischen-Mädchen mit erstaunlichen Kräften in der Nähe der Farm bruchlandet, erkennt Shaun sofort die einmalige Chance: mit Hilfe der Außerirdischen kann er jede Menge neue Späße und Abenteuer anstellen! Gleichzeitig ist es aber auch der Beginn einer Mission, die Außerirdische wieder sicher nach Hause zu bringen…

Der wollige Knetfilm-Held Shaun kehrt zum zweiten Mal auf die große Leinwand zurück und hat einen weiteren amüsanten Stop-Motion-Hit im Gepäck, der mehr noch als der erste Spielfilm als zusammenhängende Geschichte funktioniert, ohne dabei an Sketch-Charakter einzubüßen. Und insbesondere für Erwachsene gibt’s auch noch viele, viele smarte Popkultur-Verweise aus der Welt des Sci-Fi-Kinos obendrauf.


GET LUCKY – SEX VERÄNDERT ALLES | Regie: Ziska Riemann | DE 2019

Sommerferien am Strand mit den besten Freunden: Für die Teenager Aaron (Bjarne Meisel), Julia (Emma-Katharina Suthe), ihre kleine Schwester Emma (Lilly Terzic), Hannah (Luissa Cara Hansen), David (Belly Opoku-Arthur) und Mehmet (Jascha Baum) ist es der aller erste Urlaub ohne ihre Eltern, bei dem sie tun und lassen können, was sie wollen. Doch jeder von ihnen hat aktuell mit einem emotionalen, sexuellen oder körperlichen Problem zu käämpfen. Die Clique verbringt ihre Tage am Meer, feiert am Strand und lernt neue Leute kennen. Die Gefühle spielen verrückt.  Mittendrin im Hormonchaos steht Ellen (Palina Rojinski), die Tante von Julia und Emma, bei der alle untergebracht sind. Im Laufe des Sommers ist nicht nur die coole Tante gefragt, denn als Sexualberaterin antwortet sie auch mal auf Fragen, die ein Jugendlicher seinen Eltern wohl eher nicht stellen würde.

Die Idee, sich Teenagerproblemen mit unverklemmtem Sextalk zu nähern und dadurch aufklären zu wollen, ist aller Ehren wert. Ein guter Film ist dabei aber nicht entstanden, da der Humor in „Get Lucky“ oft nicht zündet, die Jungdarsteller allesamt verkrampft aufspielen und das Drehbuch irgendwann völlig ausfranst.


NUREJEW – THE WHITE CROW | Regie: Ralph Fiennes | UK/FR/SRB 2018

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew (Oleg Ivenko). Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen (Nacht-)Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint (Adèle Exarchopoulos) streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm permanent auf den Fersen sind. Doch Rudolf Nureyew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt, an dessen Ende es nur einen Gewinner geben kann…


Heimkinotipp: ALADDIN | Regie: Guy Ritchie | USA 2019

Aladdin ist ein Straßenjunge, der an der Seite seines treuen Affen Abu die Straßen der Stadt Agrabah unsicher macht. Mit ihren Bazaren, Palästen und fliegenden Teppichen ist sie wie gemacht für einen Träumer wie Aladdin, der eines Tages plötzlich die Liebe seines Lebens kennenlernt. Die schöne Prinzessin Jasmin, die als Straßenmädchen verkleidet für einen Moment versucht, den strengen Gesetzen innerhalb der Palastmauern zu entkommen. Für Aladdin ist die Sache klar: Er muss das Mädchen wiedersehen. Doch der der böse Jafar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Dieser schickt den ahnungslosen jungen Mann in eine Höhle mitten in der Wüste und verspricht ihm Reichtum gegen eine Wunderlampe. Doch die Sache geht schief und die Höhle stürzt zusammen. Wie gut, dass der blaue Flaschengeist Genie Aladdin in sein Herz schließt…

Die Neuverfilmung von „Aladdin“ ist lieb- und lebloses Musicaltheater in dem jeder Song gleich klingt und Settings wie Disneyland-Kulissen aussehen. Ein Glück, dass Will Smith im Mittelteil ein wenig Zeit bekommt, den Film durch seine alleinige Anwesenheit zu retten.

Aladdin

Einige der kürzlich neuverfilmten Disney-Klassiker konnten sich auch im Realfilmgewand sehen lassen. Dass ausgerechnet Guy Ritchie seine ALADDIN-Neuverfilmung gegen die Wand fahren würde, überrascht – aber dann auch wieder nicht. Denn dass hier der Mann mit der sonst so energetischen Handschrift Regie geführt hat, lässt sich nicht einmal mehr erahnen. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik. Weiterlesen

Das startet am 23. Mai 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 23. Mai, der exakt zwei große Starts mit sich bringt – und nur über einen dürfen wir bereits schreiben. Das macht aber nix, denn so wisst ihr jetzt schon, dass „John Wick: Kapitel 3“ ein absolutes Must-See ist. Und was es mit „Aladdin“ auf sich hat, erfahrt ihr an dieser Stelle am Mittwoch um 18:00 Uhr.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JOHN WICK: KAPITEL 3 | Regie: Chad Stahelski | USA 2019

Unmittelbar nach dem explosiven Hochstart tickt für John Wick (Keanu Reeves) die Uhr. Der aus dem vorzeitigen Ruhestand geholte Super-Auftragskiller befindet sich kurz davor, excommunicado erklärt zu werden – die Hohe Kammer, die geheime weltweite Vereinigung von Verbrecherorganisationen, die den Code der Auftragskiller durchsetzt, entzieht ihm sämtliche Schutzdienste. 14 Millionen Dollar sind auf seinen Kopf ausgesetzt: Nicht einmal ein Mann wie Wick war jemals mit so vielen parallelen Bedrohungen konfrontiert, die es allesamt darauf angelegt haben, ihm das Licht auszuknipsen, ein und für alle Mal. Die Feinde lauern überall – und sie sind bis an die Zähne bewaffnet. Für John Wick bedeutet das, dass er bis ans Ende der Welt reisen muss, um seinen ganz persönlichen Tag der Abrechnung zu haben…

„John Wick: Kapitel 3“ ist der beste Teil der Reihe. Dafür sorgen der bemerkenswerte Gewaltgrad, die spektakulären Kampfchoreographien, der Ideenreichtum und die Optik, auch wenn sich die 130 Minuten abseits der Actionszenen schon mal ein wenig lang anfühlen können.


ALL MY LOVING | Regie:  Edward Berger | DE 2019

Der gut aussehende Stefan (Lars Eidinger) ist Pilot, hat eine große Wohnung, ein schnelles Auto und viele Geliebte. Als er sein Gehör verliert und nicht mehr arbeiten kann, klammert er sich an sein altes Leben: Also zieht sich Stefan die Pilotenuniform an und reißt in Hotelbars Frauen auf. Julia (Nele Mueller-Stöfen) und ihr Mann Christian (Godehard Giese) verbringen ein langes Wochenende in Turin. Als das Paar einen verletzten Straßenhund findet, kümmert sich Julia nur noch um seine Genesung. Bei einem Abendessen mit Freunden kommt es zum Eklat. Tobias (Hans Löw) schmeißt den Haushalt und versorgt die drei Kinder, während Maren (Christine Schorn) für den Unterhalt der Familie sorgt. Das wurmt ihn, so dass die Kinder immer wieder als Ausrede für sein stagnierendes Studium herhalten. Dann erkrankt sein Vater, und Tobias stellt fest, dass das Leben für seine Eltern so nicht weitergehen kann.

Auf den ersten Blick ist „All My Loving“ nur die Nachstellung von Alltag. Auf den zweiten hebt Regisseur Edward Berger allerdings das Besondere daran hervor und erweist sich dabei als herausragender Beobachter emotionaler Ausnahmezustände.


JONATHAN | Regie: Bill Oliver | USA 2019

Jonathan (Ansel Elgort) ist ein Wunderkind, das halbtagsin einem Architekturbüro aushilft und sich die andere Hälfte des Tages um einen kranken Verwandten kümmert. Das behauptet er zumindest, doch in Wirklichkeit trägt er ein Geheimnis mit sich herum: Er teilt sich seinen Körper mit seinem Zwillingsbruder John. John besitzt nicht ansatzweise so viel Talent wie Jonathan, aber die enge Bindung zwischen den beiden hat das bislang nicht erschüttert. Mithilfe eines hinter dem Ohr installierten Time-Splitters können die Brüder den Aufenthalt in ihrem Körper aufteilen. Das hat immer gut geklappt, da sie sich an strenge Regeln halten. Doch als sich John eines Tages in Elena (Suki Waterhouse) verliebt, möchte er die Beziehung zu der jungen Frau festigen, was sein Verhältnis zu Jonathan unweigerlich komplizierter macht…

„Jonathan“ ist ein melancholisches Sci-Fi-Drama über zwei Brüder, die sich einen Körper teilen. Diese Thematik eröffnet vielfältige Diskussionsebenen, die einen persönlichen Blickwinkel auf eine eigentlich bekannte Genre-Prämisse zulassen. Das entschädigt aber nur zum Teil für das sehr behäbige Tempo und Ansel Elgorts lange Zeit eindimensionales Spiel.


ALADDIN | Regie: Guy Ritchie | USA 2019

Aladdin (ist ein Straßenjunge, der an der Seite seines treuen Affen Abu die Straßen der Stadt Agrabah unsicher macht. Mit ihren Bazaren, Palästen und fliegenden Teppichen ist sie wie gemacht für einen Träumer wie Aladdin, der eines Tages plötzlich die Liebe seines Lebens kennenlernt. Die schöne Prinzessin Jasmin, die als Straßenmädchen verkleidet für einen Moment versucht, den strengen Gesetzen innerhalb der Palastmauern zu entkommen. Für Aladdin ist die Sache klar: Er muss das Mädchen wiedersehen. Doch der der böse Jafar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Dieser schickt den ahnungslosen jungen Mann in eine Höhle mitten in der Wüste und verspricht ihm Reichtum gegen eine Wunderlampe. Doch die Sache geht schief und die Höhle stürzt zusammen. Wie gut, dass der blaue Flaschengeist Genie Aladdin in sein Herz schließt…

Die Neuverfilmung von „Aladdin“ ist lieb- und lebloses Musicaltheater in dem jeder Song gleich klingt und Settings wie Disneyland-Kulissen aussehen. Ein Glück, dass Will Smith im Mittelteil ein wenig Zeit bekommt, den Film durch seine alleinige Anwesenheit zu retten.


EDIE – FÜR TRÄUME IST ES NIE ZU SPÄT | Regie: Simon Hunter | USA 2019

Die in die Jahre gekommene Edie (Sheily Hancock) hat sich ihr Leben lang nach den Bedürfnissen anderer gerichtet. Als ihre Tochter Nancy (Wendy Morgan) sie in ein Altersheim stecken will, beschließt die 83-Jährige, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich einen fast vergessenen Traum zu erfüllen: den Berg Suilven in den schottischen Highlands zu erklimmen. Mit ihrer angestaubten Wanderausrüstung wagt sie das Abenteuer ihres Lebens und engagiert den jungen Jonny (Kevin Guthrie), um sie für den herausfordernden Aufstieg vorzubereiten. Dieser lernt schnell ihren Dickkopf kennen und einzuschätzen, erfährt aber auch immer mehr über ihre Geschichte – und Edie beginnt allmählich, anderen und sich selbst zu vertrauen und auf die letzten Meter ihres Lebens endlich glücklich zu sein. So stolpern beide unverhofft in eine Freundschaft, die ihr Leben wunderbar auf den Kopf stellt.


Heimkinotipp: CAPERNAUM – STADT DER HOFFNUNG | Regie: Nadine Labaki | LBN/USA 2018

Zain (Zain Al Rafeea) ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt, denn wann genau er geboren ist, weiß niemand. Der Junge hat auch keine Papiere und die Familie weiß auch selbst nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht. Er soll in seinen jungen Jahren bereits versucht haben, einen Menschen zu ermorden. Doch vor Ort wendet sich das Blatt: Er verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er daraufhin seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem kleinen Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste.

Keine Gefühlsduselei sondern harte Realität – „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ ist ein hochemotionales Drama über Armut, für das die Regisseurin in Gänze auf falschverstandene Sentimentalität verzichtet. Stattdessen hinterfragt sie ein ganzes System, wofür sie auf die klare Einordnung in gut, böse, Opfer und Täter verzichtet. Und gerade dadurch geht der Film besonders zu Herzen.

2017 – Die Plätze 20 bis 11

Vor einigen Tagen eröffnete ich an dieser Stelle meine Jahrescharts 2017. Was sich auf den Plätzen 40 bis 31 sowie 30 bis 21 findet, könnt ihr in den jeweiligen Blog-Beiträgen nachlesen. Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun mit den nächsten zehn Platzierungen weiter. Vorab jedoch ein bisschen Statistik: Ich habe vom 01. Januar bis zum 31. 12. 2017 exakt 269 Kinovorstellungen besucht. 23 mal besuchte ich reguläre Vorführungen, 246 mal waren diese ausschließlich für die Presse. Dabei habe ich insgesamt 249 unterschiedliche Filme gesehen. 58 Filme habe ich im Kino verpasst und mussten von mir auf DVD oder via Pressestream/-screener nachgeholt werden. Hinzu kommen 11 Filme, die direkt im Heimkino erschienen sind und keine reguläre Kinoauswertung erhalten haben. Für meine Top 40 zur Auswahl standen insgesamt also 318 verschiedene Kinofilme.

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Das startet am 12. Oktober 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 12. Oktober, der vermutlich noch stark mit den großen Starts der vergangenen Wochen zu kämpfen haben wird. Gegen „Es“ und „Blade Runner“ werden sich selbst die größeren Produktionen dieser Woche kaum durchsetzen können. Qualitativ führt an dem metahumoristiscen Animationsfilm „Captain Underpants“ kein Weg vorbei, während sich die Cineasten den neuesten Haneke-Film „Happy End“ nicht entgehen lassen werden – auch wenn dieser nicht mit seinen bisherigen Werken mithalten kann. Ansonsten traue ich dem Low-Budget-Sci-Fi-Film „What Happened to Monday“ einen kleinen Überraschungserfolg zu.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

CAPTAIN UNDERPANTS  | Regie: David Soren | USA 2017

George Beard und Harold Hutchins sind beste Freunde und gehen in die vierte Klasse der Jerome Horowitz Grundschule in Piqua, Ohio. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, Comics zu zeichnen und den Anderen in der Schule Streiche zu spielen. Dabei müssen sie jedoch sehr aufpassen, um sich von ihrem fiesen Schuldirektor Mr. Krupp nicht erwischen zu lassen. Da haben die beiden eine total abgefahrene Idee: George und Harold beschließen, den grimmigen Mr. Krupp mittels Hypnose in den Lieblingshelden ihrer selbst gemachten Comics zu verwandeln: den tollpatschigen Captain Underpants. Das Experiment gelingt tatsächlich! Und nun ist der gemeine Lehrer plötzlich ein kinderliebender Held, der in Unterhosen und rotem Cape für Gerechtigkeit sorgt. Gemeinsam stürzen sich die drei in herrlich aufregende Abenteuer und treffen unter anderem auch auf den gefährlich-verrückten Wissenschaftler Professor Poopypants. 

Für kleine Kinder nur bedingt geeignet, besitzt der irre Meta-Spaß „Captain Underpants – Der supertolle erste Film“ das anarchische Flair einer „Circus HalliGalli“-Folge und kombiniert es mit der selbstreferenziellen Cleverness der Sitcom „Community“. Am Ende sorgt vor allem die hohe Schlagzahl fast ausschließlich gelungener Gags und Ideen für Lachtränen.


WHAT HAPPENED TO MONDAY?  | Regie: Tommy Wirkola | UK/FR/BEL/USA 2017

In einer nahen Zukunft haben Überbevölkerung und Hungersnot zu einer drastischen Ein-Kind-Politik geführt. Dadurch sind sieben identisch aussehende Schwestern (Noomi Rapace) zu einem Versteckspiel gezwungen, um der Verfolgung durch das „Child Allocation Bureau“ unter Leitung der unerbittlichen Nicolette Cayman (Glenn Close) zu entkommen. Um zu überleben, müssen Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday, wie die Frauen von ihrem Großvater (Willem Dafoe) genannt wurden, die Identität einer fiktiven Person annehmen – Karen Settman. Einmal pro Woche darf jede der Schwestern am Wochentag, dessen Namen sie trägt, an die Öffentlichkeit und am Leben teilnehmen, während die restlichen sechs in der gemeinsamen Wohnung gefangen sind. Das geht so lange gut, bis Monday eines Tages nicht mehr nach Hause zurückkehrt… 

Das Drehbuch zu “What Happened to Monday?” ist bisweilen hanebüchener Unsinn, doch die siebenfache Noomi Rapace fasziniert ebenso, wie Tommy Wirkolas erzählerische Konsequenz und die hinter dem Szenario steckende Ideologie. Und trotz des geringen Budgets macht der dystopische Sci-Fi-Film auch optisch richtig was her.


THE WAILING – DIE BESESSENEN  | Regie: Na Hong-Jin | KOR/USA 2017

Eine Reihe von bestialischen Übergriffen und grausamen Morden erschüttert ein kleines Dorf in den abgelegenen Bergen von Südkorea. Scheinbar ohne jeglichen Grund greifen sich bislang unbescholtene Nachbarn in brutalster Weise an. Der Dorfpolizist Jong-goo (Kwak Do-Won) bemüht sich um eine schnelle Aufklärung, doch es gibt keine erkennbare Erklärung für die Welle an Gewalt. Umso schneller kochen die Gerüchte und Schuldzuweisungen innerhhalb der Dorfgemeinschaft hoch. Es heißt, ein japanischer Einsiedler, der seit kurzem in einer Hütte im Wald haust, stecke hinter der Mordserie. Die Lage droht zu eskalieren, als eine dämonische Macht von der Tochter des Polizisten Besitz ergreift. Um sie zu retten, setzt Jong-goo auf die Hilfe eines Schamanen und entfesselt dabei die wahre Macht des Bösen… 

Der südkoreanische Horrorthriller „The Wailing – Die Besessenen“ ist ein visuell äußerst ansprechender, sehr düsterer Horrorthriller, der vornehmlich durch Spannung und Atmosphäre überzeugt und weniger mit interessanten Figuren.


HAPPY END  | Regie: Michael Haneke | FR/AT/DE 2017

Für die Familie Laurent läuft es bestens: Der einflussreiche Clan betreibt eine erfolgreiche Baufirma im französischen Calais, hat Geld im Überfluss und lebt auf der Sonnenseite des Lebens. An der Spitze des Clans steht die toughe Geschäftsführerin Anne, die eine Beziehung zu dem nicht minder angesehenen Anwalt Lawrence. Kriseln tut es stattdessen zwischen Anne und ihrem Sohn Pierre: Nachdem er unrühmlich bewiesen hat, nichts mit der Firma seiner Mutter zu tun haben zu wollen, haben sich die beiden fortwährend voneinander entfernt. Doch als wäre das nicht das einzige Problem innerhalb der Laurent-Familie, begeht Annes Schwägerin einen Selbstmordversuch, was dazu führt, dass ihre Nichte Eve in dem altehrwürdigen Anwesen der Laurents einzieht; gemeinsam mit ihrem Vater Thomas, der sich allerdings kaum für seine Tochter interessiert. 

„Happy End“ ist die eisige Entmystifizierung der Oberschicht, die Michael Haneke mit der nötigen Grimmigkeit versieht, dabei jedoch überraschend wenig Biss an den Tag legt. Am Ende glaubt man als Zuschauer kaum mehr an das Gute im Menschen, wohl aber an hohe Schauspielkunst.


VORWÄRTS IMMER!  | Regie: Franziska Meletzky  | DE 2017

Berlin, Oktober 1989. Anne lebt mit ihrem Vater, dem Schauspieler Otto Wolf, ein bekannter DDR-Staatsschauspieler und begnadeter Honecker- Imitator, allein in Ost-Berlin – ihre Mutter ist in den Westen gegangen. Auch Anne hat große Pläne als Schauspielerin, kann sich das aber nicht mehr in der politischen Enge der DDR vorstellen. Ihr Plan steht fest. Mit einem gefälschten Westpass will sie auch „rübermachen“. Und: sie ist schwanger, ausgerechnet von Matti, dem Sohn von Ottos ärgstem Feind und Schauspielerkollegen Harry Stein. Als Anne mit dem revolutionären August nach Leipzig zur Demonstration fährt, um sich den Pass zu besorgen, entschließt schließt sich Otto, als Erich Honecker verkleidet, ins Zentralkomitee zu gehen und den Befehl zum Rückzug der Panzer in Leipzig zu geben. Durch unglückliche Umstände landet er in Wandlitz bei Margot… 

Vom Produktionsaufwand her eher einer Fernsehproduktion entsprechend, hangelt sich die Verwechslungskomödie „Vorwärts immer!“ beständig von einem gelungenen zu einem weniger gelungenen Gag. Dank starker Darsteller ein trotzdem solides Filmerlebnis, an dem sich Zuschauer, die in dieser Zeit aufgewachsen sind, sicher noch mehr erfreuen werden.


AMERICAN ASSASSIN  | Regie: Michael Cuesta | USA 2017

Nach dem tödlichen Attentat auf seine Verlobte sinnt Mitch Rapp (Dylan O’Brien) auf Rache. Beim CIA lässt er sich von dem berüchtigten Kriegs-Veteranen Stan Hurley (Michael Keaton) zum Elite-Agenten ausbilden. Schnell erhalten die beiden ihren ersten, folgenschweren Auftrag: Es gilt, die Hintergründe einer Reihe scheinbar willkürlicher Anschläge auf sowohl militärische als auch zivile Ziele zu überprüfen. Bald entdecken sie, dass alle Attentate Parallelen aufweisen. Gemeinsam mit einer geheimen Spezialeinheit begeben sie sich auf eine hochriskante Mission: Es gilt, den äußerst gefährlichen Drahtzieher (Taylor Kitsch) hinter einer großangelegten Verschwörung zu stoppen. Doch dieser hat nicht vor, sich von seinen todbringenden Plänen abbringen zu lassen und scheint stets einen Schritt voraus. Eine erbarmungslose Jagd beginnt… 

„American Assassin“ ist ein technisch sehenswerter Actionthriller, dessen grimmige Prämisse jedoch nicht zur abgehobenen Inszenierung passt. Am Ende profitiert von dem Film vor allem Dylan O’Brien, der hiermit den Sprung ins Erwachsenenbusiness geschafft hat, doch der Zuschauer erhält kaum die Möglichkeit, mit seiner Figur oder der Geschichte zu connecten.


DARKLAND  | Regie: Fenar Ahmad | DK 2017

Zaid (Dar Salim), ein erfolgreicher Chirurg, hat ein erfülltes Leben und wohnt zusammen mit seiner hochschwangeren Frau Stine (Stine Fischer Christensen) in einer schicken Wohnung in Kopenhagens Innenstadt. Eines Nachts klopft sein jüngerer Bruder Yasin (Anis Alobaidi) an der Tür und bittet Zaid um Geld – doch er weigert sich, ihm zu helfen. Ein paar Tage später wird Yasin tot aufgefunden – er wurde brutal zugerichtet und ermordet. Da die Polizei sich nicht sehr kooperativ gibt und den Fall schnell zu den Akten legen will, fühlt sich Zaid gezwungen, selbst herauszufinden, wer seinen Bruder auf so brutale Art umgebracht hat und begibt sich auf eine Mission in die Unterwelt Kopenhagens, um die kriminelle Bande zu beseitigen. Doch Zaids anhaltender Rachefeldzug hat ernsthafte Konsequenzen für ihn und seine Familie und er muss sich bald entscheiden, wie weit er bereit ist, zu gehen…


MALEIKA  | Regie: Matto Barfuss | DE 2016/2017

Die Gepardin Maleika hat sechs Junge zur Welt gebracht: Martha, Malte, Mirelèe, Marlo, der so gern klettert, Mia und Tollpatsch Majet. Mit ihrer struppigen Nackenmähne sehen sie aus wie Punks, und mit jedem Tag werden die Kleinen frecher und mutiger. Noch ist das Leben für die jungen Geparden ein Spiel und sie werden von ihrer Mutter Maleika beschützt. Jede neue Herausforderung bringt die Gepardenkinder ein Stück weiter in Richtung Selbstständigkeit. Doch die Wildnis birgt auch für die schnellsten Jäger der Erde viele Gefahren. Jedes Abenteuer könnte das letzte sein. Wir sind dabei, während die Rasselbande heranwächst, begleiten sie bei ihrem ersten Ausflug mit ihrer Mutter, der aufregenden Ausbildung zu Jägern und auf ihrem Weg zu neuen Abenteuern. „Maleika“ offenbart Momente großer Freude, zeigt aber auch, dass das Leben in der freien Wildnis nicht immer einfach ist, sogar manchmal ohne Ausweg zu sein scheint…


Heimkinotipp: KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD  | Regie: Guy Ritchie | USA 2017

Arthur (Charlie Hunnam) hat einen schweren Start ins Leben. Schon in jungen Jahren wird er Zeuge des Mordes an seinem Vater, dem weisen König Uther (Eric Bana), der im Auftrag des machtgierigen Tyrannen Vortigern (Jude Law) grausam hingerichtet wird. Doch nur so gelingt es Vortigern, die Thronfolge anzutreten und fortan das Land unter brutalem Regiment zu regieren. Von all dem ahnt der mittlerweile zum jungen Mann herangewachsene Arthur nichts, bis sich sein Weg eines Tages mit dem verzauberten Schwert Excalibur kreuzt. Der Legende nach könne es nur dem rechtmäßigen König von England gelingen, das Schwert aus seinem Stein zu ziehen – was Arthur dann auch prompt tut. Die Folge: Der stattliche Ritter wird fortan von finsteren Visionen heimgesucht, die sich immer mehr dazu verdichten, den König in spe über seine Vergangenheit aufzuklären. Nur so kann sich seine Berufung erfüllen… 4 von 5

„King Arthur: Legend of the Sword“ ist moderne Fantasyaction vor spektakulärer Kulisse, die mit einem starken Cast, einer kurzweiligen Geschichte und dem typischen Guy-Ritchie-Drive zu überzeugen weiß. Mehr davon!

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