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Filmgedacht, Folge 24: Fällt er oder fällt er nicht?

Herzlich willkommen bei FILMGEDACHT. Filmgedacht: So wie „nachgedacht“. Nur mit Film! In diesem Podcast aus dem FredCarpet-Universum sprechen Filmkritikerin Antje Wessels und ihr Kollege Sidney Schering ab sofort wöchentlich über – wenig überraschend – Filme. Doch anstatt sich über „Flop oder Top“ zu streiten, versuchen die beiden bei FILMGEDACHT, auf kurzweilige Weise Irrtümer aus dem Weg zu schaffen, filmpositiv zu denken und Sinn zu ergrübeln.

Diese Woche neu: Fällt er oder fällt er nicht, der Inception-Kreisel?
Und gibt es dringendere Fragen?

Der Kreis schließt sich: Das Filmgedacht-Jahr begann mit Christopher Nolan, und es wird mit Christopher Nolan enden! Kurz und knackig gehen Antje und Sidney der Frage nach, was am Ende von „Inception“ passiert und welche Hinweise man beachten muss.

Inception (UK/USA 2010) | Regie: Christopher Nolan | mit Leonardo DiCaprio und Joseph Gordon-Levitt 

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Filmgedacht, Folge 20: Willkommen im Encanto der Familie Madrigal!

Herzlich willkommen bei FILMGEDACHT. Filmgedacht: So wie „nachgedacht“. Nur mit Film! In diesem Podcast aus dem FredCarpet-Universum sprechen Filmkritikerin Antje Wessels und ihr Kollege Sidney Schering ab sofort wöchentlich über – wenig überraschend – Filme. Doch anstatt sich über „Flop oder Top“ zu streiten, versuchen die beiden bei FILMGEDACHT, auf kurzweilige Weise Irrtümer aus dem Weg zu schaffen, filmpositiv zu denken und Sinn zu ergrübeln.

Diese Woche neu: Willkommen im Encanto der Familie Madrigal!
Live aus Kolumbien herbeigefunkt: Ein Interview-Podcast!

Im Kino verzaubert das neue Disney-Animations-Musical ENCANTO die Familien. Und was macht Filmgedacht? Dieser Podcast probiert zum Monatsbeginn etwas Neues: Antje Wessels und Sidney Schering mischen die bisherige Formel ihres Podcast auf und vereinen Interview mit Kritik. Disney-Fan Sidney macht einen auf Reporter, bringt seiner Kollegin brandheiße Clips von einem Interview-Termin mit – und zusammen ordnen sie ein, was sie von den Talenten gelernt haben, die uns in ein kunterbuntes Kolumbien voller unterschiedlicher Tonqualitäten entführen.

Encanto (USA 2021) | Regie: Jared Bush, Byron Howard | mit den Stimmen von Stephanie Beatriz und Mauro Castillo

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Filmgedacht, Folge 19: Die branchenüblichen Regeln werden alle befolgt

Herzlich willkommen bei FILMGEDACHT. Filmgedacht: So wie „nachgedacht“. Nur mit Film! In diesem Podcast aus dem FredCarpet-Universum sprechen Filmkritikerin Antje Wessels und ihr Kollege Sidney Schering ab sofort wöchentlich über – wenig überraschend – Filme. Doch anstatt sich über „Flop oder Top“ zu streiten, versuchen die beiden bei FILMGEDACHT, auf kurzweilige Weise Irrtümer aus dem Weg zu schaffen, filmpositiv zu denken und Sinn zu ergrübeln.

Diese Woche neu: Die branchenüblichen Regeln werden alle befolgt
oder: Wenn es in Jude Laws Nest moralisch wird

Eine gleichermaßen aufgedonnerte wie galant gekleidete Jessica Chastain verspricht mit verhängnisvollem Unterton, dass alle branchenüblichen Regeln befolgt werden, während Oscar Isaac gutmütig und doch ignorant dreinblickt? Wir müssen uns in A MOST VIOLENT YEAR befinden! Carrie Coon nimmt genervt einen Zug an ihrer Zigarette, während Jude Law charmant Lügen in den Raum sülzt? Wir sind wohl in THE NEST gelandet!

Was J.C. Chandors eisig-spannendes Drama von 2014 und Sean Durkins im Horrorgewand gekleideten Gefühls-Thriller über ein Familiendrama eint? Genau das diskutieren Antje Wessels und Sidney Schering in einer Podcast-Folge, in der auch Kant, Pablo Larraín und zwei Wixxer angeschnitten werden. Alltag halt bei Filmgedacht!

The Nest – Alles zu haben ist nie genug (UK/CAN 2020) | Regie: Sean Durkin | mit Jude Law und Carrie Coon
A Most Violent Year (USA/ARE 2014) | Regie: J.C. Chandor | mit Oscar Isaac, Jessica Chastain und David Oyelowo

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29. Juli 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 29. Juli 2021, der wie kaum ein anderer aufzeigen könnte, dass nicht nur die Zeiten des Lockdowns (zumindest vorerst), sondern auch die Fußball-Europameisterschaft vorbei ist. Die Masse an Neustarts spricht für sich. Und neben einem Indie-Geheimtipp wie „The Green Knight“ gibt’s in den kommenden Tagen nun eben auch großbudgetiertes Blockbusterkino à la „Jungle Cruise“ zu sehen; Neben dem neuen Guy Ritchie, dem neuen M. Night Shyamalan und – natürlich – „Ostwind 5“. Ihr habt also die Qual der Wahl!

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

THE GREEN KNIGHT | Regie: David Lowery | IE/CAN/USA/UK 2021

Wir befinden uns am Hofe des legendären König Artus (Sean Harris). Es ist Winter. Der junge Sir Gawain (Dev Patel), Neffe von König Artus, begibt sich am Weihnachtsabend auf den Weg nach Schloss Camelot, um an den Feierlichkeiten teilzuhaben. Doch diese nehmen ein jähes Ende, als plötzlich eine bedrohliche Gestalt hoch zu Ross den Thronsaal betritt. Ein gigantischer Grüner Ritter (Ralph Ineson) erweist dem König zunächst höflich seine Ehrerbietung, bevor er ihm ein schauriges Spiel vorschlägt: wer von seinen Rittern den Mut aufbringe, der dürfe an Ort und Stelle einen Schlag gegen ihn führen. Die einzige Bedingung: sollte er diesen überleben, dann müsse sich der tapfere Kämpfer genau ein Jahr später in der Grünen Kapelle einfinden, wo der Grüne Ritter seinerseits den Schlag erwidern dürfe. Sir Gawain ergreift die Gelegenheit und nimmt leichten Mutes die Herausforderung an. Ein Fehler…

David Lowerys allegorische Mittelaltersaga „The Green Knight“ ist nicht nur eine Veranschaulichung dessen, wie Lars von Trier einen Film wie „King Arthur“ bebildert hätte. Er ist darüber hinaus eine bissig-süffisante Abrechnung mit den Begriffen Ehre und Männlichkeit. Eben nicht im Gewand eines trockenen Aufklärungsfilms, sondern als mit Motiven des Horrorkinos angereichertes Fantasyspektakel, dem Dev Patel zu einer immensen Traurigkeit verhilft.


GENERATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG | Regie: Helena Hufnagel | DE 2021

Tim (Frederick Lau) ist der Autor eines recht erfolgreichen Buches über das Leben zwischen Mann und Frau. Im Privatleben sieht es bei ihm allerdings alles andere als rosig aus. Denn wie die meisten Singles seiner Generation hat er ein „Problem“: Er ist angeblich beziehungsunfähig. Doch diesen Status benutzt er nur zur Rechtfertigung seines zwanglosen Lebensstils. Nach Dates meldet er sich nicht mehr und swipt lieber zur nächsten Frau, die hoffentlich auch so wie auf ihrem Profilfoto aussieht. Doch als er sich in sein weibliches Spiegelbild Ghost (Luise Heyer) verliebt, befindet er sich auf einmal auf der anderen Seite der Dating-Hölle, denn Ghost geht die Dating-Sache genauso locker an wie Tim, dabei könnte ausgerechnet der sich langsam mehr vorstellen. Und während Tim noch glaubt, er stelle sich mit seinen Annäherungsversuchen extrem smart an, ist er schon längst von ihr geghostet worden. Denn Ghost hat leider so gar keine Lust auf einen romantischen Tim. 

Auf den ersten Blick passt vieles in „Generation Beziehungsunfähig“ nicht zusammen, doch interessanterweise ist das einer der großen Reizpunkte dieses ambitionierten Filmprojekts. Wenn Helena Hufnagels fantastische Beobachtungsgabe und intime Erzählweise auf großgedachtes, deutsches Mainstreamkino prallen, muss eine Seite zwangsläufig Abstriche machen. Gott sei Dank hat sich Hufnagel klar durchgesetzt und profitiert obendrein von zwei hervorragenden Hauptdarsteller:innen.


OLD | Regie: M. Night Shyamalan | DE 2021

Eigentlich sollte es ein paradiesischer Familienurlaub werden. Doch als das Elternpaar Guy und Prisca (Gael García Bernal, Vicky Krieps) mit seinen beiden Kindern Trent und Maddox sich auf Empfehlung des Hoteldirektors an einem einsamen Strand erholen will, geraten sie in den Bann eines schockierenden Phänomens: Sie werden rasend schnell alt. In wenigen Minuten altern sie mehrere Jahre. Und mit ihnen auch die zahlreichen anderen Besucherinnen und Besucher dieses abgeschiedenen Ortes. Während sich innerhalb der Gruppe langsam, aber sicher der Wahnsinn breit macht, bis es niemand mehr wagt, dem Anderen zu vertrauen, versuchen ein paar von ihnen dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dazu müssen sie erst einmal herausfinden, weshalb gerade sie ausgewählt wurden. Zufall? Schicksal? Mit der Zeit erkennen die Gefangenen Gemeinsamkeiten in ihrer Lebensgeschichte. Doch der Ursprung all dessen ist viel schockierender, als sie ahnen könnten…

Der neue Shyamalan ist eine echte Herausforderung. Twist ja, aber mit einem völlig anderen Zweck als gewohnt. Ein Film, der straight und kompromisslos, aber auch zurückhaltend sein Ziel verfolgt – und im Kern doch ziemlich traurig ist. Herr-der-Fliegen-Vibes und einige ansehnliche Bodyhorror-Spitzen gibt’s on top.


CENSOR | Regie: Prano Bailey-Bond  | UK 2021

Das Jahr 1985 in Großbritannien: Konservative Stimmen sind in Hysterie. Denn laut ihnen verdirbt eine neue Welle der mitunter direkt auf Video erscheinenden, ultrabrutalen (Billig-)Horrorfilme die Gesellschaft. Daher wird die Belegschaft des British Board Of Classification (BBFC) dazu angehalten, neu eingereichte Filme besonders streng zu beäugen und selbst für die höchste Altersfreigabe großzügige Zensurschnitte zu fordern. Für Enid Baines (Niamh Algar) ist das ein Leichtes: Sie schaut selbst die härtesten Filme gelangweilt runter und notiert sich dabei weitreichend Passagen, die sie als amoralisch und abscheulich einstuft und daher zensieren lässt. Doch als ihre Eltern ein noch nicht überkommenes Traum wachrütteln, indem sie Enid an das spurlose Verschwinden ihrer Schwester erinnern, gerät Enids Leben ins Schlingern. In den Horrorfilmen, die sie sichten muss, erkennt sie immer mehr von ihrem Leben wieder. Und ihr Leben erinnert sie immer mehr an Horrorfilme.


OSTWIND – DER GROSSE ORKAN | Regie: Lea Schmidbauer  | DE 2021

Ein heftiger Sommersturm treibt eine reisende Pferde-Zirkus-Show nach Kaltenbach. Ari (Luna Paiano), die sich mittlerweile gut auf dem Gestüt eingelebt hat, wird von der faszinierenden Welt des Kunstreitens magisch angezogen. Auch der Zirkusbetreiber Yiri (Gedeon Burkhard) erkennt das große Talent des wilden, ungezähmten Mädchens, hat allerdings ein Geheimnis. Den vierbeinigen Stars seiner Show geht es hinter den Kulissen alles andere als gut. Gemeinsam mit dem Zirkusjungen Carlo (Matteo Miska) und Ostwinds Hilfe will sie einem alten Showpferd helfen. Doch als der fanatische Zirkusdirektor  ihren waghalsigen Plan enttarnt, gerät Ostwind in Gefahr. Im letzten Moment kehrt Mika (Hanna Binke) aus Kanada zurück, denn nur mit vereinten Kräften kann es Mika und Ari gelingen, ihren geliebten Ostwind zu retten…

Die mittlerweile fünf Filme umfassende „Ostwind“-Reihe geht auf einem soliden Niveau zu Ende. Insbesondere der Tierschutzaspekt nimmt in dem Familienabenteuer einen angemessenen Raum ein und sensibilisiert schon die aller Kleinsten für das Thema artgerechte Tierhaltung. Doch auch der Abenteueraspekt kommt hier nicht zu kurz. Lediglich die Schauspielleistungen bleiben wie schon im vorherigen Teil bisweilen holprig.

22. Juli 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 22. Juli 2021 – ein Starttag, auf den wir zugegebenermaßen extrem hingefiebert haben, denn mit „Der Rausch“ startet endlich einer der besten Filme des Jahres in den Kinos. Etwas, was wir auch von Jon M. Chus Musical „In the Heights“ erwartet hätten, doch leider kann dieser seinen Vorschusslorbeeren so gar nicht gerecht werden. Dafür überrascht das Animationsfilmabenteuer „Spirit – Frei und ungezähmt“ mit toller Optik und einem Appell an Naturverbundenheit und Freiheit. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DER RAUSCH | Regie: Thomas Vinterberg | DK/SWE/NED 2020

Martins beste Zeiten sind vorbei. Der Gymnasiallehrer geht seinen Schüler:innen mit einschläferndem Unterricht, seiner Ehefrau mit ständiger Abwesenheit und sich selbst mit seinem Selbstmitleid auf den Geist. Eines Abends, es ist der 40. Geburtstag eines guten Freundes, werden sich Martin sowie seine Freunde und Lehrerkollegen Tommy, Nikolaj und Peter ihre eintönigen Lebens bewusst – und fassen Hals über Kopf einen Entschluss: Getreu des norwegischen Philosophen Finn Skarderund, der vor rund 20 Jahren die umstrittene These aufstellte, dass jeder Mensch mit 0,5 Promille zu wenig Alkohol im Blut zur Welt kommt – ein solcher Alkoholwert also dem Idealzustand entspricht – wollen sie diese gewagte Äußerung auf ihre Realitätstauglichkeit testen und ihren Promillepegel fortan konstant auf 0,5 halten. Zunächst scheint sich dieses Wagnis für Martin zu rentieren. Doch der kontrollierte Exzess hat auch seine Schattenseiten…

Thomas Vinterberg wollte mit seinem neuen Film „Der Rausch“ eine Ode an den Alkohol erzählen und inszenieren. Das Endergebnis ist – auch aufgrund seiner tragischen Hintergrundgeschichte – nun weder ein Lobgesang noch eine Verunglimpfung des hochprozentigen Gesöffs, sondern eine gleichermaßen komplexe wie faszinierende Studie darüber, wie Alkoholkonsum die Probleme unserer Gesellschaft widerspiegelt.


SPIRIT – FREI UND UNGEZÄHMT | Regie: Elaine Bogan, Ennio Torresan | USA 2021

Die junge Lucky wächst bei ihrer Tante Cora an der Ostküste auf, nachdem ihre Mutter
gestorben ist, als Lucky noch klein war. Das quirlige Mädchen ist ein echter Wirbelwind, und nach ihrem neuesten Streich bringt Tante Cora sie schließlich zu ihrem Vater Jim in das Prärie-Städtchen Miradero. Anfangs ist Lucky so gar nicht begeistert von dem verschlafenen Nest. Das ändert sich, als sie die Reitermädchen Abigail und Pru und deren Pferde Chica Linda und Boomerang kennenlernt und sich mit ihnen anfreundet. Doch Lucky ist besonders fasziniert von Spirit, einem wilden Mustang, der in einem Stall in der Nähe gefangen gehalten wird. Beide verbindet ein großer Freiheitsdrang und schnell auch eine ganz besondere Freundschaft. Als eine Gruppe von Banditen plant, Spirit und seine Herde zu verkaufen, kann Lucky das natürlich auf keinen Fall zulassen. Gemeinsam mit ihren neuen Freundinnen reitet das mutige Mädchen in das spannendste Abenteuer ihres Lebens.

Visuell orientiert sich „Spirit – Frei und ungezähmt“ am Stil der infolge des Zeichentrickabenteuers „Spirit – Der wilde Mustang“ erschienenen Animationsserie, punktet allerdings schon hier mit einem deutlich höheren Productionvalue. Inhaltlich konkurriert der Film mit zahlreichen Pferde-Mädchen-Abenteuern, das allerdings weder besser noch schlechter funktioniert als alle anderen und obendrein ein Verständnis für die Lebensumstände und Bedürfnisse von Wildpferden schafft.


IN THE HEIGHTS | Regie: Jon M. Chu  | USA 2021

Die Lichter gehen an in Washington Heights… Gleich außerhalb der U-Bahn-Station 181st Street liegt der Duft eines Cafecito Caliente in der Luft, dort, wo ein Kaleidoskop von Träumen diese lebendige und eng verbundene Gemeinschaft versammelt. Der Mittelpunkt des Ganzen ist der sympathische, charismatische Bodega-Besitzer Usnavi (Anthony Ramos), der jeden Cent aus dem Alltragstrott spart, während er hofft, träumt und von einem besseren Leben singt. Er kennt jeden Bewohner seines Viertels und erlebt sämtliche Dramen, Romanzen und Abenteuer seiner Freundinnen und Freunde am eigenen Leib. Etwa jenes von Nina (Leslie Grace), die überraschend früh vom College zurück in ihre Heimat kehrt. Oder Vanessa (Melissa Barrera), die exzentrische Betreiberin eines Friseursalons. Die alternde Abuela Claudia (Olga Merediz) hält all das zusammen und verfolgt, genauso wie Usnavi, tagtäglich das bunte Treiben in Washington Heights, bis es zu einem gigantischen Stromausfall kommt…


DIE OLCHIS – WILLKOMMEN IN SCHMUDDELFING | Regie: Jens Møller, Toby Genkel  | DE 2021

Als die Olchi-Familie ein neues Zuhause sucht, landet sie mit ihrem fliegenden Drachen Feuerstuhl in Schmuddelfing, einem hübsch-beschaulichen Örtchen – jedoch mit einer großen, stinkenden Müllhalde. Hier tüftelt der elfjährige Max gemeinsam mit dem genial-verrückten Professor Brausewein und dessen Nichte Lotta an einer Maschine, dem Destinkomaten, der den Müllgestank aufsaugen und neutralisieren soll – aber noch nicht so richtig gut funktioniert. Als Max die Olchis auf der Müllhalde trifft, wird ihm sofort klar, dass sie die perfekte Lösung sind: Sie essen Müll! Und für die Olchis ist die Müllhalde von Schmuddelfing das am herrlichsten stinkende Örtchen, das sie je gesehen und gerochen haben! Alles wäre in Ordnung, wenn es nicht noch die Pläne des skrupellosen Bauunternehmers Hammer gäbe: Er will die Müllhalde durch einen Wellness-Tempel ersetzen. Müssen die Olchis nun wieder weiterziehen? Kurzerhand tun Max und Lotta sich mit den Olchi-Kindern zusammen und schmieden einen Plan, um den Bösewicht aufzuhalten…

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