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Lara Croft geht in die nächste Runde

1996 erschien das erste Spiel der „Tomb Raider“-Reihe. Seither ist Lara Croft zu einer regelrechten Kultfigur in Gaming und Kino geworden. Die tapfere Heldin kämpft sich nun schon seit 25 Jahren über unsere Bildschirme und hat in dieser Zeit keinen Funken an Relevanz verloren. Die Spiele rund um die Grabräuberin sind beliebter denn je und auch die Filme mit Starbesetzung sorgen für ordentliche Boxoffice-Zahlen. Nun wurde der vierte Film über die Powerfrau angekündigt. Die Hauptrolle übernimmt erneut Alicia Vikander, die damit bereits zum zweiten Mal zu Lara Croft werden darf. Vor ihr verkörperte bereits Schauspiellegende Angelina Jolie die Kämpfernatur. Bei uns gibt es alle Infos, die bereits über den Film veröffentlich wurden!

Alicia Vikander konnte bereits einmal als Lara Croft punkten: In Tomb Raider aus 2018.

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Die zehn besten Casino-Filme aller Zeiten

Wir lieben sie, obwohl es Gangster sind – die Helden der Filme, die in ihren eleganten Anzügen Casinos ausrauben oder Millionengewinne mit nach Hause nehmen. Doch es gibt auch andere Motive in Casino-Filmen, die für Spannung sorgen können. Heute kann jeder im Casino online spielen oder aber sich Casino-Filme über zahlreiche Streaming-Anbieter direkt ins heimische Wohnzimmer holen. Doch welches sind eigentlich die besten Casino-Filme aller Zeiten? Wir stellen sie euch in unseren kleinen Filmkritiken vor! Weiterlesen

Black Jack im Film – Von Kartenzählern, Affären und spät entdeckter Bruderliebe

Mit seinem einfachen Spielprinzip und den hohen Gewinnmöglichkeiten zieht Black Jack die Menschen in seinen Bann, seit es das Spiel gibt. Während die Gewinner ihr Geld mit vollen Händen ausgeben können, spielen sich rund um die Verlierer nicht selten menschliche Dramen ab. Kein Wunder, dass das Spiel mit all seinen Facetten drum herum auch immer wieder filmisch verarbeitet wurde. Es lohnt sich daher mal einen Blick auf die drei spannendsten Black-Jack-Filme der letzten Jahrzehnte zu schauen.

The Last Casino

In der kanadischen Produktion „The Last Casino“ aus dem Jahr 2004 macht Regisseur Pierre Gill das berühmte „Kartenzählen“ zum ersten Mal zu einem großen Thema. Der Film beginnt damit, dass der Mathematik-Professor Doug Barnes von vielen Casinos auf die „Schwarze Liste“ gesetzt wurde, nachdem er beim Zählen der Karten beim Black Jack erwischt wurde. Durch das Kartenzählen wird die Wahrscheinlichkeit dafür bestimmt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die nächste zu ziehende Karte einen hohen oder eher einen niedrigeren Wert besitzt. Hier mehr zu den verschiedenen Spielvarianten und den Regeln beim Black Jack Spiel.

Da Professor Barnes einem Kredithai 40.000 Dollar schuldet und nun in vielen Häusern nicht mehr selbst um Geld spielen kann, beschließt er kurzerhand einen „Kartenzählverein“ an seiner Universität zu gründen. In diesen lädt er die begabtesten Studenten aus seinen Vorlesungen ein, um sie in der Technik des Kartenzählens zu trainieren. Alsbald soll das Erlernte auch in echten Casinos ausprobiert werden. Nach ersten Erfolgen mit hohen Gewinnen kommt es jedoch zu Verwicklungen. Zum einen fordert der offensichtlich spielsüchtige Barnes immer mehr Gewinne von seinen Studenten ein und zwingt diese, dadurch immer mehr Risiken einzugehen, was wiederum vermehrt zu verlorenen Spielen führt. Zum anderen kommt die Casinoleitung dem Team nach und nach auf die Schliche und zwingt Barnes die bereits gezahlten Gewinne zurückzuzahlen.

Nach und nach stellt sich jedoch heraus, dass Barnes nicht ehrlich mit seinen Studenten umgeht und die Konflikte innerhalb der Gruppe sowie mit der Leitung in den verschiedenen Casinos verstärken sich zunehmend. Der Film beleuchtet vor allem die persönlichen Schicksale und Motive der Gruppenmitglieder, die zuletzt feststellen müssen, dass sie mit dem Kartenzählen auf Dauer keinen Erfolg haben können. Der Stoff aus „The Last Casino“ wurde später im Film „21“ von Robert Luketic aus dem Jahr 2008 noch einmal aufgenommen und erfolgreich verfilmt. Hier ist es Mathematikprofessor Micky Rosa vom Bostoner M.I.T, der sich mit einer Gruppe begabter Studenten aufmacht, mit dem Kartenzählen die Casinos von Las Vegas um ein paar Millionen leichter zu machen.

Stacy‘s Knights

In dem von Jim Wilson 1983 inszeniertej Film „Stacy’s Knights“ wird die Geschichte der leidenschaftlichen Black-Jack-Spielerin Stacy Lancaster erzählt, die, wenn es nicht ums Spiel geht, sonst eher schüchtern ist. Eines Tages wird Wil Bonner im Casino auf sie aufmerksam, der ihr Talent erkennt. Dieser überredet sie sich von ihm zu einer professionellen Kartenspielerin ausbilden zu lassen. Es knistert zwischen den beiden und sie beginnen eine leidenschaftliche Beziehung.

Als Stacy dann über 20.000 Dollar gewinnt, wird sie vom kriminellen Casinobetreiber und seinen Schlägern gestoppt und des Hauses verwiesen. Wil, der den Casinobetreiber bedroht, wird später von einem Schlägertrupp überfallen und stirbt, als er von einer Brücke geworfen wird. Stacy kann jedoch nicht vom Spielen lassen, sinnt aber auf Rache – auf ihre Art. Sie stellt ein Team von professionellen Kartenspielern zusammen, das ihr bei ihrem Plan helfen soll. Eines Abends wird sie mit ihrem Team zuschlagen. Um den Casinobesitzer abzulenken, setzt sie eine Prostituierte auf ihn an, sodass er die Geschehnisse an den Spieltischen nicht beobachten kann. Währenddessen erspielt sie mit ihrem Team mehr als 660.000 Dollar und schafft es, dem zwischenzeitlich alarmierten Casinoboss und seinen Schergen zu entkommen.

Rain Man

In Barry Levinsons mit insgesamt vier Oscars prämierten Drama aus dem Jahr 1988 dreht sich zwar nicht alles um Black Jack, jedoch wurden die außergewöhnlichen Fähigkeiten des autistischen Protagonisten Raymond, gespielt von Dustin Hofmann, immer wieder thematisiert. Unter den professionellen Kartenspielern begrüßt man sich beispielsweise nicht selten mit „Hello Rain Man“.

Kurz zur Handlung des Films: Nach dem Tod des eher ungeliebten Vaters erfährt Charlie Babbit, gespielt von Tom Cruise, dass er noch einen älteren Bruder namens Raymond hat. Dieser wurde von seinem Vater als Alleinerbe eines Drei-Millionen-Dollar-Vermögens bestimmt. Raymond lebt als Autist in einem Heim für Menschen mit Behinderungen. Charlie indes arbeitet als Autohändler und steckt in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Er sieht nur einen Ausweg: Er will seinen Bruder entführen und so an die drei Millionen Dollar kommen. Es beginnt ein wahrlich mitreißender Road-Trip. Als Charlie das außerordentliche Talent seines Bruders erkennt, sich Dinge und vor allen Zahlen zu merken, beschließt er ihn Black Jack lernen zu lassen. Und tatsächlich: Raymond schafft es im Casino viel Geld zu gewinnen. Charlie kann nun alle seine Schulden begleichen.

Als Charlie seine Ex-Geliebte Susanna wieder trifft, bemerkt sie, wie rührend er mit seinem hilfsbedürftigen Bruder umgeht, ohne die ursprünglich dahinter steckenden Absichten zu erahnen. Susanna hatte sich wegen Charlies offensichtlicher Kaltherzigkeit zwischenzeitlich von ihm getrennt. Doch Charlie hat sich in der Zwischenzeit geändert. Das Schicksal seines Bruders liegt ihm mittlerweile am Herzen. Er will sogar die Vormundschaft für Raymond beantragen, muss sich jedoch irgendwann eingestehen, dass er Raymond nicht dauerhaft in seine Obhut nehmen kann. Schweren Herzens bringt er ihn zurück in sein Heim nach Wallbrook, nachdem auch die Bemühungen um die Vormundschaft gescheitert sind.

29. Juli 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 29. Juli 2021, der wie kaum ein anderer aufzeigen könnte, dass nicht nur die Zeiten des Lockdowns (zumindest vorerst), sondern auch die Fußball-Europameisterschaft vorbei ist. Die Masse an Neustarts spricht für sich. Und neben einem Indie-Geheimtipp wie „The Green Knight“ gibt’s in den kommenden Tagen nun eben auch großbudgetiertes Blockbusterkino à la „Jungle Cruise“ zu sehen; Neben dem neuen Guy Ritchie, dem neuen M. Night Shyamalan und – natürlich – „Ostwind 5“. Ihr habt also die Qual der Wahl!

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

THE GREEN KNIGHT | Regie: David Lowery | IE/CAN/USA/UK 2021

Wir befinden uns am Hofe des legendären König Artus (Sean Harris). Es ist Winter. Der junge Sir Gawain (Dev Patel), Neffe von König Artus, begibt sich am Weihnachtsabend auf den Weg nach Schloss Camelot, um an den Feierlichkeiten teilzuhaben. Doch diese nehmen ein jähes Ende, als plötzlich eine bedrohliche Gestalt hoch zu Ross den Thronsaal betritt. Ein gigantischer Grüner Ritter (Ralph Ineson) erweist dem König zunächst höflich seine Ehrerbietung, bevor er ihm ein schauriges Spiel vorschlägt: wer von seinen Rittern den Mut aufbringe, der dürfe an Ort und Stelle einen Schlag gegen ihn führen. Die einzige Bedingung: sollte er diesen überleben, dann müsse sich der tapfere Kämpfer genau ein Jahr später in der Grünen Kapelle einfinden, wo der Grüne Ritter seinerseits den Schlag erwidern dürfe. Sir Gawain ergreift die Gelegenheit und nimmt leichten Mutes die Herausforderung an. Ein Fehler…

David Lowerys allegorische Mittelaltersaga „The Green Knight“ ist nicht nur eine Veranschaulichung dessen, wie Lars von Trier einen Film wie „King Arthur“ bebildert hätte. Er ist darüber hinaus eine bissig-süffisante Abrechnung mit den Begriffen Ehre und Männlichkeit. Eben nicht im Gewand eines trockenen Aufklärungsfilms, sondern als mit Motiven des Horrorkinos angereichertes Fantasyspektakel, dem Dev Patel zu einer immensen Traurigkeit verhilft.


GENERATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG | Regie: Helena Hufnagel | DE 2021

Tim (Frederick Lau) ist der Autor eines recht erfolgreichen Buches über das Leben zwischen Mann und Frau. Im Privatleben sieht es bei ihm allerdings alles andere als rosig aus. Denn wie die meisten Singles seiner Generation hat er ein „Problem“: Er ist angeblich beziehungsunfähig. Doch diesen Status benutzt er nur zur Rechtfertigung seines zwanglosen Lebensstils. Nach Dates meldet er sich nicht mehr und swipt lieber zur nächsten Frau, die hoffentlich auch so wie auf ihrem Profilfoto aussieht. Doch als er sich in sein weibliches Spiegelbild Ghost (Luise Heyer) verliebt, befindet er sich auf einmal auf der anderen Seite der Dating-Hölle, denn Ghost geht die Dating-Sache genauso locker an wie Tim, dabei könnte ausgerechnet der sich langsam mehr vorstellen. Und während Tim noch glaubt, er stelle sich mit seinen Annäherungsversuchen extrem smart an, ist er schon längst von ihr geghostet worden. Denn Ghost hat leider so gar keine Lust auf einen romantischen Tim. 

Auf den ersten Blick passt vieles in „Generation Beziehungsunfähig“ nicht zusammen, doch interessanterweise ist das einer der großen Reizpunkte dieses ambitionierten Filmprojekts. Wenn Helena Hufnagels fantastische Beobachtungsgabe und intime Erzählweise auf großgedachtes, deutsches Mainstreamkino prallen, muss eine Seite zwangsläufig Abstriche machen. Gott sei Dank hat sich Hufnagel klar durchgesetzt und profitiert obendrein von zwei hervorragenden Hauptdarsteller:innen.


OLD | Regie: M. Night Shyamalan | DE 2021

Eigentlich sollte es ein paradiesischer Familienurlaub werden. Doch als das Elternpaar Guy und Prisca (Gael García Bernal, Vicky Krieps) mit seinen beiden Kindern Trent und Maddox sich auf Empfehlung des Hoteldirektors an einem einsamen Strand erholen will, geraten sie in den Bann eines schockierenden Phänomens: Sie werden rasend schnell alt. In wenigen Minuten altern sie mehrere Jahre. Und mit ihnen auch die zahlreichen anderen Besucherinnen und Besucher dieses abgeschiedenen Ortes. Während sich innerhalb der Gruppe langsam, aber sicher der Wahnsinn breit macht, bis es niemand mehr wagt, dem Anderen zu vertrauen, versuchen ein paar von ihnen dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dazu müssen sie erst einmal herausfinden, weshalb gerade sie ausgewählt wurden. Zufall? Schicksal? Mit der Zeit erkennen die Gefangenen Gemeinsamkeiten in ihrer Lebensgeschichte. Doch der Ursprung all dessen ist viel schockierender, als sie ahnen könnten…

Der neue Shyamalan ist eine echte Herausforderung. Twist ja, aber mit einem völlig anderen Zweck als gewohnt. Ein Film, der straight und kompromisslos, aber auch zurückhaltend sein Ziel verfolgt – und im Kern doch ziemlich traurig ist. Herr-der-Fliegen-Vibes und einige ansehnliche Bodyhorror-Spitzen gibt’s on top.


CENSOR | Regie: Prano Bailey-Bond  | UK 2021

Das Jahr 1985 in Großbritannien: Konservative Stimmen sind in Hysterie. Denn laut ihnen verdirbt eine neue Welle der mitunter direkt auf Video erscheinenden, ultrabrutalen (Billig-)Horrorfilme die Gesellschaft. Daher wird die Belegschaft des British Board Of Classification (BBFC) dazu angehalten, neu eingereichte Filme besonders streng zu beäugen und selbst für die höchste Altersfreigabe großzügige Zensurschnitte zu fordern. Für Enid Baines (Niamh Algar) ist das ein Leichtes: Sie schaut selbst die härtesten Filme gelangweilt runter und notiert sich dabei weitreichend Passagen, die sie als amoralisch und abscheulich einstuft und daher zensieren lässt. Doch als ihre Eltern ein noch nicht überkommenes Traum wachrütteln, indem sie Enid an das spurlose Verschwinden ihrer Schwester erinnern, gerät Enids Leben ins Schlingern. In den Horrorfilmen, die sie sichten muss, erkennt sie immer mehr von ihrem Leben wieder. Und ihr Leben erinnert sie immer mehr an Horrorfilme.


OSTWIND – DER GROSSE ORKAN | Regie: Lea Schmidbauer  | DE 2021

Ein heftiger Sommersturm treibt eine reisende Pferde-Zirkus-Show nach Kaltenbach. Ari (Luna Paiano), die sich mittlerweile gut auf dem Gestüt eingelebt hat, wird von der faszinierenden Welt des Kunstreitens magisch angezogen. Auch der Zirkusbetreiber Yiri (Gedeon Burkhard) erkennt das große Talent des wilden, ungezähmten Mädchens, hat allerdings ein Geheimnis. Den vierbeinigen Stars seiner Show geht es hinter den Kulissen alles andere als gut. Gemeinsam mit dem Zirkusjungen Carlo (Matteo Miska) und Ostwinds Hilfe will sie einem alten Showpferd helfen. Doch als der fanatische Zirkusdirektor  ihren waghalsigen Plan enttarnt, gerät Ostwind in Gefahr. Im letzten Moment kehrt Mika (Hanna Binke) aus Kanada zurück, denn nur mit vereinten Kräften kann es Mika und Ari gelingen, ihren geliebten Ostwind zu retten…

Die mittlerweile fünf Filme umfassende „Ostwind“-Reihe geht auf einem soliden Niveau zu Ende. Insbesondere der Tierschutzaspekt nimmt in dem Familienabenteuer einen angemessenen Raum ein und sensibilisiert schon die aller Kleinsten für das Thema artgerechte Tierhaltung. Doch auch der Abenteueraspekt kommt hier nicht zu kurz. Lediglich die Schauspielleistungen bleiben wie schon im vorherigen Teil bisweilen holprig.

22. Juli 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 22. Juli 2021 – ein Starttag, auf den wir zugegebenermaßen extrem hingefiebert haben, denn mit „Der Rausch“ startet endlich einer der besten Filme des Jahres in den Kinos. Etwas, was wir auch von Jon M. Chus Musical „In the Heights“ erwartet hätten, doch leider kann dieser seinen Vorschusslorbeeren so gar nicht gerecht werden. Dafür überrascht das Animationsfilmabenteuer „Spirit – Frei und ungezähmt“ mit toller Optik und einem Appell an Naturverbundenheit und Freiheit. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DER RAUSCH | Regie: Thomas Vinterberg | DK/SWE/NED 2020

Martins beste Zeiten sind vorbei. Der Gymnasiallehrer geht seinen Schüler:innen mit einschläferndem Unterricht, seiner Ehefrau mit ständiger Abwesenheit und sich selbst mit seinem Selbstmitleid auf den Geist. Eines Abends, es ist der 40. Geburtstag eines guten Freundes, werden sich Martin sowie seine Freunde und Lehrerkollegen Tommy, Nikolaj und Peter ihre eintönigen Lebens bewusst – und fassen Hals über Kopf einen Entschluss: Getreu des norwegischen Philosophen Finn Skarderund, der vor rund 20 Jahren die umstrittene These aufstellte, dass jeder Mensch mit 0,5 Promille zu wenig Alkohol im Blut zur Welt kommt – ein solcher Alkoholwert also dem Idealzustand entspricht – wollen sie diese gewagte Äußerung auf ihre Realitätstauglichkeit testen und ihren Promillepegel fortan konstant auf 0,5 halten. Zunächst scheint sich dieses Wagnis für Martin zu rentieren. Doch der kontrollierte Exzess hat auch seine Schattenseiten…

Thomas Vinterberg wollte mit seinem neuen Film „Der Rausch“ eine Ode an den Alkohol erzählen und inszenieren. Das Endergebnis ist – auch aufgrund seiner tragischen Hintergrundgeschichte – nun weder ein Lobgesang noch eine Verunglimpfung des hochprozentigen Gesöffs, sondern eine gleichermaßen komplexe wie faszinierende Studie darüber, wie Alkoholkonsum die Probleme unserer Gesellschaft widerspiegelt.


SPIRIT – FREI UND UNGEZÄHMT | Regie: Elaine Bogan, Ennio Torresan | USA 2021

Die junge Lucky wächst bei ihrer Tante Cora an der Ostküste auf, nachdem ihre Mutter
gestorben ist, als Lucky noch klein war. Das quirlige Mädchen ist ein echter Wirbelwind, und nach ihrem neuesten Streich bringt Tante Cora sie schließlich zu ihrem Vater Jim in das Prärie-Städtchen Miradero. Anfangs ist Lucky so gar nicht begeistert von dem verschlafenen Nest. Das ändert sich, als sie die Reitermädchen Abigail und Pru und deren Pferde Chica Linda und Boomerang kennenlernt und sich mit ihnen anfreundet. Doch Lucky ist besonders fasziniert von Spirit, einem wilden Mustang, der in einem Stall in der Nähe gefangen gehalten wird. Beide verbindet ein großer Freiheitsdrang und schnell auch eine ganz besondere Freundschaft. Als eine Gruppe von Banditen plant, Spirit und seine Herde zu verkaufen, kann Lucky das natürlich auf keinen Fall zulassen. Gemeinsam mit ihren neuen Freundinnen reitet das mutige Mädchen in das spannendste Abenteuer ihres Lebens.

Visuell orientiert sich „Spirit – Frei und ungezähmt“ am Stil der infolge des Zeichentrickabenteuers „Spirit – Der wilde Mustang“ erschienenen Animationsserie, punktet allerdings schon hier mit einem deutlich höheren Productionvalue. Inhaltlich konkurriert der Film mit zahlreichen Pferde-Mädchen-Abenteuern, das allerdings weder besser noch schlechter funktioniert als alle anderen und obendrein ein Verständnis für die Lebensumstände und Bedürfnisse von Wildpferden schafft.


IN THE HEIGHTS | Regie: Jon M. Chu  | USA 2021

Die Lichter gehen an in Washington Heights… Gleich außerhalb der U-Bahn-Station 181st Street liegt der Duft eines Cafecito Caliente in der Luft, dort, wo ein Kaleidoskop von Träumen diese lebendige und eng verbundene Gemeinschaft versammelt. Der Mittelpunkt des Ganzen ist der sympathische, charismatische Bodega-Besitzer Usnavi (Anthony Ramos), der jeden Cent aus dem Alltragstrott spart, während er hofft, träumt und von einem besseren Leben singt. Er kennt jeden Bewohner seines Viertels und erlebt sämtliche Dramen, Romanzen und Abenteuer seiner Freundinnen und Freunde am eigenen Leib. Etwa jenes von Nina (Leslie Grace), die überraschend früh vom College zurück in ihre Heimat kehrt. Oder Vanessa (Melissa Barrera), die exzentrische Betreiberin eines Friseursalons. Die alternde Abuela Claudia (Olga Merediz) hält all das zusammen und verfolgt, genauso wie Usnavi, tagtäglich das bunte Treiben in Washington Heights, bis es zu einem gigantischen Stromausfall kommt…


DIE OLCHIS – WILLKOMMEN IN SCHMUDDELFING | Regie: Jens Møller, Toby Genkel  | DE 2021

Als die Olchi-Familie ein neues Zuhause sucht, landet sie mit ihrem fliegenden Drachen Feuerstuhl in Schmuddelfing, einem hübsch-beschaulichen Örtchen – jedoch mit einer großen, stinkenden Müllhalde. Hier tüftelt der elfjährige Max gemeinsam mit dem genial-verrückten Professor Brausewein und dessen Nichte Lotta an einer Maschine, dem Destinkomaten, der den Müllgestank aufsaugen und neutralisieren soll – aber noch nicht so richtig gut funktioniert. Als Max die Olchis auf der Müllhalde trifft, wird ihm sofort klar, dass sie die perfekte Lösung sind: Sie essen Müll! Und für die Olchis ist die Müllhalde von Schmuddelfing das am herrlichsten stinkende Örtchen, das sie je gesehen und gerochen haben! Alles wäre in Ordnung, wenn es nicht noch die Pläne des skrupellosen Bauunternehmers Hammer gäbe: Er will die Müllhalde durch einen Wellness-Tempel ersetzen. Müssen die Olchis nun wieder weiterziehen? Kurzerhand tun Max und Lotta sich mit den Olchi-Kindern zusammen und schmieden einen Plan, um den Bösewicht aufzuhalten…

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