Kategorie-Archiv: Videoabend

Videoabend: Imperium

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich der US-amerikanischen Thrillerproduktion „Imperium“, die seit dem 9. Dezember auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

Imperium

Der ehrgeizige Nate Foster (Daniel Radcliffe) ist trotz seines jungen Alters ein gerissener FBI-Agent. Einer der besten, wie seine noch viel ehrgeizigere, für neue Ermittlungswege empfängliche Chefin Angela (Toni Collette) behauptet. Doch sein neuer Auftrag entpuppt sich als höllisch gefährlicher Drahtseilakt. Kahlrasiert, mit gefährlichen Informationen ausgestattet und mit irrem Funkeln in den Augen taucht der Jungspund in die Gefilde einer ultrarechten Neonazi-Organisation ab, um einen drohenden Anschlag mit einer schmutzigen Bombe zu verhindern. Allein unter tollwütigen Wölfen, bleibt Nate nichts anderes übrig, als mit dem Rudel zu heulen. Dabei gerät er bald in einen mörderischen Sog aus Gewalt und Verbrechen. Nur Angela kennt seine wahre Identität und versucht verzweifelt, ihren Schützling am Leben zu halten, bis sein Auftrag erfüllt ist. Doch von einer Sekunde auf die andere überschlagen sich die Ereignisse und Nate gerät in tödliche Gefahr, aus der er alleine nicht mehr herauskommt…

Kritik

Seit die „Harry Potter“-Saga beendet wurde, ist Hauptdarsteller Daniel Radcliffe aktiv dabei, zu spielen, wonach ihm gerade der Sinn steht. Dabei macht er vor Genre-Produktionen („Horns“, „Victor Frankenstein“) ebenso wenig Halt, wie vor leichter Kost („The F-Word“) oder experimentellem Arthouse-Kino („Swiss Army Man“). Der Mann kann einfach alles und deshalb ist es auch überhaupt kein Wunder, dass es ihm mit dem hierzulande lediglich auf dem Fantasy Filmfest zu sehenden Thrillerdrama „Imperium“ erneut gelingt, eine Produktion vollständig auf seinen Schultern zu tragen. Weshalb Daniel Ragussis‘ auf wahren Ereignissen beruhender Film hierzulande nicht regulär in den Kinos zu sehen war, obwohl es eigentlich kein besseres Jahr für die Veröffentlichung einer Geschichte gegeben hätte, in welcher der Wahn, Irrsinn und die Gefahr der Nazi-Szene im Fokus stehen, weiß wohl keiner so richtig. Darüber hinaus ist „Imperium“ trotz einiger inszenatorischer Schwächen ein handwerklich absolut hochwertiger Film, der Leinwandausmaße besitzt und dessen Inhalt die Spannungsschraube über 108 Minuten konsequent anzieht, bis dem Film lediglich im Finale ein wenig zu unspektakulär die Puste ausgeht.

Daniel Ragussis ist sichtbar darauf aus, die Ereignisse in „Imperium“ möglichst bodenständig und lebensnah zu zeichnen. Auf inszenatorische Überhöhungen verzichtet er dabei. Lediglich vereinzelte Bildmontagen, in denen anhand von Einzelszenen die schockierende Vielfalt des Nazi-Kultes veranschaulicht wird, setzen gezielte Akzente in einem ansonsten recht traditionell aufgezogenen Crime-Thriller. Der Regisseur und Autor begibt sich dabei so nah an seinen Protagonisten, dass die seelischen Veränderungen des Ermittlers Nate Foster als klarer Mittelpunkt der Geschichte erkennbar sind. Radcliffe geht dabei derart subtil und nuanciert vor, dass die Tarnung seiner Figur innerhalb der Nazi-Szene mehr als einmal den Gedanken aufkommen lässt, ob der charismatische Cop nicht doch irgendwann Gefallen an dem Kult finden könnte. Die immer wieder eingestreuten Lagebesprechungen mit Polizeichefin Angela bremsen den Drive der Geschichte zwar hier und da aus, rücken das sukzessive bröckelnde Bild seiner tadellosen Figur jedoch in den richtigen Momenten immer wieder gerade. Die Undercover-Ermittlungen Nates gestalten sich indes besonders spannend. Ohne auf karikatureske Zuspitzung zurückgreifen zu müssen, lässt Ragussis die irren Ideologien seiner Antagonisten für sich sprechen – und schafft es in ausgewählten Szenen, so etwas wie eine unterschwellige Menschlichkeit hervorzukitzeln. So ist „Imperium“ keine bloße Abrechnung, sondern dringt viel tiefer in diesen gefährlichen Kosmos ein, indem die Macher es schaffen, hinter die Masken aus Hass und Fremdenfeindlichkeit zu blicken, was die Manie dahinter in letzter Instanz nur noch viel schlimmer macht.

IMPERIUM stammt von Daniel Ragussis, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. Der Cast besteht unter anderem aus Daniel Radcliffe, Toni Collette, Tracy Letts, Sam Trammell, Nestor Carbonell, Chris Sullivan, Seth Numrich und Pawel Szajda. Bei dem Film handelt es sich um ein Thrillerdrama, produziert in den USA aus dem Jahr 2016. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD und Blu-ray erhältlich und ab 16 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 109 Minuten.

Fazit

Es macht einfach Spaß, dabei zuzusehen, wie sich der ehemalige „Harry Potter“-Darsteller Daniel Radcliffe in immer neuen Rollen probiert, ohne dabei den Anspruch zu haben, bewusst gegen sein Kinderstar-Image anzuspielen. „Imperium“ steht und fällt mit seiner grandiosen Leistung und gibt trotz dramaturgischer Holprigkeiten einen Einblick in eine Szene, den wir uns gerade in heutiger Zeit alle einmal zu Gemüte führen sollten.

Mein Tipp: kann man kaufen!

Videoabend: Die Horror Pary

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich dem Horrorfilm „Die Horror Party“, der auf DVD im Handel erhältlich ist.

Die Horror Party

Die wohlsituierte High-School-Absolventin Buffy (Deborah Foreman) lädt ihre Freunde Rob (Ken Olandt), Kit (Amy Steel), Harvey (Jay Baker), Nikki (Deborah Goodrich), Skip (Griffin O’Neal), Nan (Leah Pinsent), Chaz (Clayton Rohner) und Arch (Thomas F. Wilson) in das noble Luxusanwesen ihrer verstorbenen Mutter ein. Auf einer einsamen Insel gelegen, will es die Clique nach ihrem erfolgreichen Abschluss noch einmal richtig krachen lassen, ehe in wenigen Wochen der Ernst des Lebens auf sie wartet. Während die Einen darauf hoffen, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen, genießen die Anderen die Ruhe in der Abgeschiedenheit. Dabei haben die Freunde die Rechnung ohne ihre Gastgeberin gemacht, die sie nach allen Regeln der Kunst in den April schickt. Doch bei angesägten Holzstühlen, sich selbstständig machenden Stromkreisen und dem Einsatz von Pupskissen soll es nicht bleiben. Ein Killer scheint auf der Insel sein Unwesen zu treiben, dem nach und nach ein Teenie nach dem anderen zum Opfer fällt…

Kritik

Von den späten Siebziger- bis hin zu den frühen Achtzigerjahren erlebte das Horror-Subgenre des Slasherfilms seine Hochphase. Nicht nur Schlitzerikonen wie Michael Meyers und Jason Vorhees wurden zu dieser Zeit etabliert, auch sämtliche Feiertage ließen sich in diesen zwei Jahrzehnten wiederholt zweckentfremden. Von Weihnachten („Silent Night, Deadly Night“) über den Valentinstag („My Bloody Valentine“) bis hin zu eher behelfsmäßig gewählten Daten wie dem Muttertag („Mothers Day“) oder, noch vager, dem Geburtstag („Bloody Birthday“) – wo es etwas zu feiern gab, da war der Mörder nicht weit. All diese Filme einte neben den äußerst brutal inszenierten und stets direkt vor der Kamera festgehaltenen Gewalttaten auch eine gewisse Freizügigkeit. Gerade in dieser Hinsicht hebt sich der 1986 von „When a Stranger Calls“-Regisseur Fred Walton inszenierte Feiertags-Slasher „Die Horror-Party“ angenehm und überraschend von sämtlichen anderen Genrebeiträgen dieser Dekade ab. Kurz bevor der Slasherfilm seinen eigenen Erfolgszenit überschreiten und ganze acht Jahre bevor Wes Craven diese Filmgattung schließlich mit „Scream“ wiederbeleben sollte, sich dieser im Original „April Fool’s Day“ betitelte Horrorschocker an der Tradition des gegenseitigen sich in den April Schickens. Da er dieses Vorhaben sogleich auch auf eine Meta-Ebene überträgt, kann sich das Publikum nie sicher sein, wo Waltons Werk nun ein „echter“ Slasher ist und wo es den Zuschauer an der Nase herumführt. Trotzdem steht fest: „Die Horror-Party“ ist trotz der einst äußerst zwiespältigen Publikumsreaktionen ein erfrischend unkonventioneller Genrebeitrag, dem zu Unrecht nicht ebenjene Aufmerksamkeit zuteil wurde, wie seinen vielen Wegbereitern, die heute Kultstatus besitzen.

Zu Beginn von „Die Horror-Party“ wähnt man sich fast in einem frühen Vertreter des Found-Footage-Films. Wenngleich es für den fortwährenden Verlauf von Geschichte und Inszenierung keinerlei Bewandtnis hat, dürfen sich die Protagonisten in Form eines selbstgedrehten Homevideos dem Zuschauer vorstellen. Das beleuchtet die Figuren direkt von ihrer wohl persönlichsten Seite, hat mit der ansonsten sehr konventionellen technischen Aufmachung allerdings wenig zu tun. Kameramann Charles Minsky („Happy New Year“) verzichtet bei seiner Arbeit auf allzu feine Raffinessen und konzentriert sich lieber auf schlichte Bildkompositionen. Er ergötzt sich weder an den nur vereinzelt auftretenden und äußerst zurückhaltend inszenierten Gewaltszenen, noch macht er seine Arbeit zum ausschlaggebenden Faktor für die Entstehung von Atmosphäre. Die Story erweckt trotz eines frühen Zwischenfalls, durch den einer der Cliquenmitglieder auf seinen Besuch auf der Insel verzichten muss, lange Zeit eher den Eindruck einer Coming-of-Age-Komödie. Das Skript von Danilo Bach („Beverly Hills Cop“) macht sich die äußerst authentische Chemie innerhalb des Casts zunutze und lässt die Schauspieler mit viel Esprit und Charme vor der Kamera agieren. So dauert es nicht lange, bis der Zuschauer das Gefühl bekommt, es in «Die Horror-Party» mit echten Menschen und nicht mit bloßen Abziehbildern einer Generation zu tun zu haben.

Die meisten Slasherfilme der Siebziger und Achtziger stehen und fallen mit ihrem Antagonisten respektive mit der Art, wie er seine Opfer meuchelt. Auch hier hat «Die Horror-Party» wenig mit seinen Vorbildern gemein. Nicht nur im Hinblick auf nackte Haut ist Waltons Regiearbeit handzahm, auch die Morde geschehen nie vor laufender Kamera. Dieses vermeintliche Slasher-No-Go disqualifiziert automatisch im Rennen um den brutalsten Genrebeitrag der damaligen Dekade, gleichzeitig hebt es aber auch den Alleinstellungswert des Films hervor. Neben dem hohen Wortwitz in den Dialogen und den nach erstaunlich hohen Logikmaßstäben handelnden Figuren steht in „Die Horror-Party“ nicht der Thrill durch den Kill im Mittelpunkt, sondern die Umstände danach. Regiert im Slashergenre normalerweise die „Der Weg ist das Ziel“-Prämisse, so ist hier tatsächlich die Auflösung der größte Coup. Dass diese jedem gefällt, da war sich schon das Publikum während der Kinoveröffentlichung 1986 uneins – aber es ist definitiv eine, die man gesehen haben sollte, erst recht, wenn man das Genre liebt.

DIE HORROR PARTY stammt von Fred Walton, das Drehbuch schrieb Danilo Bach. Der Cast besteht unter anderem aus Deborah Foreman, Griffin O’Neal, Clayton Rohner, Jay Baker, Pat Barlow, Lloyd Berry, Tom Heaton und Amy Steel. Bei dem Film handelt es sich um einen Horrorfilm, produziert in den USA und Kanada aus dem Jahr 1986. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD erhältlich und ab 16 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 89 Minuten.

Fazit

„Die Horror-Party“ ist ein überraschend unblutiger Beitrag des späten Teenslasher-Zeitalters, der gekonnt die Regeln des Genres zu variieren weiß. Pfiffige Twists und Ideen sowie ein angenehm routiniert aufspielendes Ensemble können darüber hinweg täuschen, dass Regisseur Fred Walton nicht viel an einer klassischen Grusel-Atmosphäre gelegen ist. An der kontroversen Auflösung werden sich jedoch auch heute noch, knapp 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung, die Geister scheiden.

Mein Tipp: kann man kaufen!

Videoabend: Gefällt mir

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich dem deutschen Low-Budget-Horrorfilm „Gefällt mir“, der seit dem 2. Dezember 2016 auf DVD im Handel erhältlich ist.

Gefällt mir

In der norddeutschen Kleinstadt Heide treibt ein berüchtigter Serienmörder sein Unwesen. Da er von seinen Opfern stets eine Hand als Trophäe stielt, die er anschließend in den sozialen Netzwerken zur Schau stellt, wurde er vom deutschen Volk „Fleischer“ getauft. Als die beste Freundin der jungen, hitzköpfigen Natascha (Isabella Vinet) ermordet wird, findet er in der durchtrainierten Kampsportlerin die optimale Gegnerin. Sie erklärt dem Fleischer, der seine Taten bei Facebook ankündigt und sich anschließend damit brüstet, den Krieg. Es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, das nicht bloß immer mehr Opfer fordert, sondern schon bald auch die gesamte Gesellschaft mit in die Geschichte einbezieht. Als ein Täter gefasst zu sein scheint, nehmen die Ereignisse eine ebenso dramatische wie unerwartete Wendung, die alle Beteiligten vor den Kopf stößt…

Der Verleih bewirbt ihn wie folgt:

Der erste Social-Media-Thriller endlich auf DVD!

Kritik

Das Horrorprojekt „Gefällt mir“ von den Geschwistern Michael David (Regie, Drehbuch und Produktion) und Miguel Angelo Pate (Produktion) hat eine bewegte Entstehungsgeschichte hinter sich. Inspiriert von der Aktualität der Themen Selbstjustiz, weltweite Vernetzung und den allgegenwertigen Gefahren der modernen Medien sowie dem kurz vor Entstehung des Films stattgefundenen, beeindruckenden Talkshow-Auftritt von Til Schweiger, der klare Worte zum Umgang mit Sexualstraftätern fand, verfasste Pate ein Skript, um es mithilfe seines von der Idee ebenfalls begeisterten Bruders unabhängig von gängigen Filmschmieden selbst zu produzieren. Ähnlich des Trends der Schwarmfinanzierung fanden sich aufgrund erster gedrehter Szenen, einer pfiffigen PR-Strategie und eines sich sukzessive entwickelnden Hypes immer mehr Financiers, sodass «Gefällt mir» von einer Produktion mit Minimalbudget zu stattlicher Größe heranwuchs und gar namhafte, deutsche Schauspielgrößen von seiner Qualität überzeugen konnte. „Gefällt mir“ kann mit einer tollen, gerade aufgrund des noch nicht allzu hohen Bekanntheitsgrades so authentischen Besetzung aufwarten. Neben Newcomerin Isabella Vinet („Die vierte Macht“) in der weiblichen Hauptrolle sowie Tobias Schenke („Harte Jungs“) als männliches Gegenstück sind unter anderem die Synchron-Koryphäe Santiago Ziesmer (die deutsche Stimme von u.a. Steve Buscemi) und Udo Schenk („Kleine Morde“) in kleineren Nebenrollen zu sehen.

Die schnörkellose Story über die Jugendliche Natascha, die einen Serienkiller im Rahmen einer TV-Show zu einem Duell herausfordert, kombiniert geschickt die Grundsätze des klassischen Slasher-Films mit den Mechanismen der modernen Gesellschaftskritik. Der schlichten Kameraarbeit von Florian Geiss wird durch punktgenau platzierte Einblendungen von Statusupdates, Facebook-Nachrichten und Mail-Ankündigungen ein Meta-Touchbeigefügt, der dem Publikum ihr eigenes Online-Verhalten wie einen Spiegel vors Gesicht hält. Das ist in seiner Konsequenz manchmal regelrecht penetrant, erfüllt aber seinen Zweck; die „Generation Facebook“ wird sich in diesem Film besser wiedererkennen, als es ihr lieb sein wird. Und als sich gen Ende hin die Ereignisse auf eine Art und Weise zuspitzen, bei der es nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis Hollywood diesen Plottwist für seine Zwecke nutzt, wird klar: Das deutsche Genrekino lebt!

GEFÄLLT MIR stammt von Michael Pate, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. Der Cast besteht unter anderem aus Isabella Vinet, Gedeon Burkhard, David Gant, Sebastian Hülk, Michael Epp, Nasia Jansen, Tobias Schenke, Udo Schenk, Santiago Ziesmer, Charles Rettinghaus und Ronald Nitschke. Bei dem Film handelt es sich um einen Horrorfilm, produziert in Deutschland aus dem Jahr 2014. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD erhältlich und ab 16 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 97 Minuten.

Fazit

„Gefällt mir“ ist trotz ihres Status als Low-Budget-Projekt der beste Beweis dafür, dass ein Film eben nicht ausschließlich von hohen Produktionsstandards lebt, sondern eine gute Geschichte eben auch dann überzeugt, wenn man sich als Macher ausschließlich darauf konzentriert. Die einfallsreiche Horrorsatire und die richtig fiese Pointe entfalten sich eben auch dann, wenn man nur wenig Geld für die Inszenierung derselben zur Verfügung hat. Wenn das mal kein Geheimtipp ist!

Mein Tipp: kann man kaufen!

Videoabend: Mutter muss weg

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich der deutsche Komödie „Mutter muss weg“, die seit dem 12. Oktober 2012 auf DVD im Handel erhältlich ist.

Mutter muss weg

Tristan (Bastian Pastewka) ist ein Träumer. Selbst mit Mitte 30 ist es ihm noch nicht gelungen, sich aus den Fängen seiner außergewöhnlich dominanten Mutter (Judy Winter) zu lösen. Mit Hilfe seiner Therapeutin versucht Tristan ziemlich erfolglos, seine diversen Ängste zu überwinden, die scheinbar aus dem übersexualisierten Umfeld resultieren, das ihn seit frühester Kindheit geprägt hat. Anstelle der Sexspielzeuge, die seine Mutter in ihrem Unternehmen seit vielen Jahren sehr erfolgreich herstellt und vertreibt, würde er gerne Puppenhäuser produzieren. Aber seine resolute Mutter verbucht seine Ideen als pubertäre Fantastereien. Als seine Mutter die Diagnose einer schweren Krankheit erhält, wächst in Tristan die Hoffnung, dass er in absehbarer Zeit die Leitung des Unternehmens könnte. Er blüht auf. Aber der Traum währt nur kurz, denn es stellt sich heraus, dass seine Mutter eine Fehldiagnose bekommen hat – sie erfreut sich bester Gesundheit und wird wohl noch viele Jahre über ihn bestimmen. Tristan ist am Boden zerstört, aber immerhin ist ihm eines klar geworden: Mutter muss weg!

Kritik

Schon der erste Blick auf die Besetzungsliste verrät, dass sich das Publikum bei einer derartigen Darstellerkonstellation auf ein Aufeinandertreffen kauziger Figuren freuen kann. Komiker Bastian Pastewka als träumerischer Sohn der großen Judy Winter: Das verspricht neben hohem Comedy-Potential vor allem einen gewissen Anspruch. Eine anspruchsvolle Komödie also. Genau als solche präsentiert sich „Mutter muss weg“, trotz ihres tiefschwarzen Plots. Die Story ist indes gar nicht so neu. Da gibt es den stillen Träumer, der unter der strengen Hand seiner Mutter zu leiden hat. Dabei verzichteten die Macher von „Mutter muss weg“ darauf, diesen Teil der Thematik den Umständen entsprechend ernst darzustellen. Ansonsten hätte das strikte Mutter-Sohn-Verhältnis vielmehr die Basis für ein klassisches Drama gebildet, denn für eine Screwball-Komödie der hier dargebotenen Art. Sogar für den Horrorbereich hätte der Plotbeginn einen guten Nährboden bilden können: Sah man doch in Hitchcocks „Psycho“, wohin krankhafte, innerfamiliäre Verhältnisse führen können. So aber nutzt man eine bekannte Ausgangssituation und führt sie ad absurdum, indem man sie als Basis für verschiedene Komiktypen nutzt. Dabei reiht sich Slapstick an Dialogwitz und macht dabei nur den Weg frei für pfiffige und intelligente Pointen mit Überraschungseffekt.

Verantwortlich hierfür ist ein zu weiten Teilen stimmiges Drehbuch, verfasst von niemand Geringerem als Marc Terjung, der unter anderem auch für die Bücher von Serien wie „Edel und Starck“ und „Danni Lowinski“ zuständig war. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sich komische und tragische Elemente die Waage halten. So ist auch „Mutter muss weg“ durch und durch eine Komödie, die in entscheidenden Momenten eine glaubwürdige Ernsthaftigkeit erreicht. Im Gegensatz zu diesem gelungenen Genrevertreter schaffen es viele andere nicht, ernste Momente ohne Holzhammereffekt zu präsentieren. Stattdessen wird gern die Moralkeule geschwungen, um augenscheinlich weniger anspruchsvollen Filmen auf Biegen und Brechen eine Sinnhaftigkeit zu verleihen. Dankenswerterweise löst Regisseur Edward Berger diesen Konflikt intelligenter, indem er alle ernsten Momente nicht erst in der letzten Viertelstunde unterbringt, sondern schon zu Beginn das doch dramatische Potential offenbart, das sich ganz leicht durch die gesamte Laufzeit windet. Dies tut den komischen Momenten jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Wie auch eine Prise Salz im Kuchen den süßen Geschmack noch mehr hervorhebt, verstärkt die unterschwellige Dramatik auch hier die wohlplatzierten Comedyeinlagen. Vor allem Dank eines hervorragend aufgelegten und wie immer absolut liebenswerten Bastian Pastewka, der ohne großes Zutun aus seiner Rolle das Optimum an Sympathie herausholt, vergisst man zu keinem Zeitpunkt, in welchem Genre man sich befindet. Er schafft es sogar mal wieder, einen zu überraschen. Zeigt er doch als Mann ohne den von der Gesellschaft vorgegebenen, typischen Traumkörper, dass eine Liebesszene ohne diesen noch viel sinnlicher und natürlicher anzusehen ist. Auch Judy Winter, die neben ihren Engagements in TV-Filmen vor allem auf der Theaterbühne und als Synchronsprecherin in Jugendhörspielserien brilliert, merkt man ihren Spaß an der Rolle, die ihr wie auf den Leib geschneidert scheint, an.

Bastian Pastewka und Judy Winter als dysfunktionales Mutter-Sohn-Gespann

Bastian Pastewka und Judy Winter als dysfunktionales Mutter-Sohn-Gespann

Sogar in andere Genres wagt man sich kurzzeitig vor. Etwa wenn die Verhandlungen mit dem Auftragskiller in einer versifften Kneipe an eine Passage aus einem klassischen Gangsterfilm erinnert, oder der Film einen gen Ende hin fast wieder an den bereits erwähnten Hitchcock-Klassiker denken lässt. Doch nicht nur in diesen kleineren Momenten kann sich der Streifen aus seinem augenscheinlichen Komödien-Korsett befreien. Mutter muss weg“ entwickelt mit jeder Minute eine immer spürbarere und immer bedrohlichere Sogkraft. Der Zuschauer mag dies schnell realisieren, die Gründe dahinter jedoch erst in Erfahrung bringen, wenn das abstruse, jedoch nicht minder geniale Finale über ihn hereinbricht. Im Stil schwarzer, britischer Komödien wird einem das ganze Ausmaß der Boshaftigkeit erst während des Abspannes bewusst, womit der Streifen einer der wenigen ist, der hierzulande so in der Art keinen ebenbürtigen Genrekollegen vorweisen kann. Zumindest optisch traut sich „Mutter muss weg“ allerdings dann doch nicht allzu viel. Im Gegenteil: Das Hotel, dass die gesamte Laufzeit über die Kulisse bildet, erinnert ein wenig an typisches Traumhaus-Flair britischer Kitsch-Schmonzetten. Zu diesem „Heile Welt“-Empfinden trägt auch die doch relativ lahme Musikuntermalung bei, sowie eine reichlich dröge Kameraführung und Schnitttechnik. Hierbei mag zu keinem Zeitpunkt ein wirklich hohes Tempo aufkommen. Das führt unweigerlich zu Längen und dazu, dass sich der Gedanke einstellt, dass man – hätten die Macher auch nur ein klein wenig mehr aufs Gas gedrückt – noch mehr Witz im Film hätte unterbringen können, ohne den Streifen dabei zu überladen. Dass sich das Tempo zum dramaturgisch notwendigen Höhepunkt Richtung Ende des Films doch noch steigert, ist dagegen natürlich üblich, passend, wäre aber ohne den nahezu bahnbrechenden Plottwist nicht sonderlich revolutionär. Storytechnisch ist das Finale jedoch äußerst pfiffig und wartet mit einem, im wahrsten Sinne des Wortes, Mörder-Twist auf, der seinen Schwerpunkt im Psycho-Bereich findet und auf dieser Ebene selbst für erfahrene Zuschauer wohl kaum zu erahnen war.

MUTTER MUSS WEG stammt von Edward Berger, das Drehbuch schrieb Marc Terjung. Der Cast besteht unter anderem aus Bastian Pastewka, Judy Winter, Karoline Eichhorn, Rosalie Thomass und Götz Schubert. Bei dem Film handelt es sich um schwarze Komödie, produziert in Deutschland aus dem Jahr 2012. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD erhältlich und ab 12 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 90 Minuten.

Fazit

Zusammengefasst ist „Mutter muss weg“ auf den ersten Blick unterhaltsame Komödienunterhaltung. Erst mit dem Abspann jedoch offenbart sich der wahre Charakter dieses unvergleichlichen Psycho-Films mit Mund-offen-Garantie. Vor allem Dank der Darsteller – allen voran natürlich Bastian Pastewka und Judy Winter als sich hassliebendes Mutter-Sohn-Gespann – kann der Streifen ohne jeden Zweifel als absolut gelungen bezeichnet werden, und wird in jedem Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mein Tipp: kann man kaufen!

Videoabend: Sleeping With Other People

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich der US-amerikanischen Komödie  „Sleeping With Other People“, das seit dem 14. November 2016 auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

Sleeping With Other People

Bekommen zwei, die in ihrem Leben noch nie einem Partner treu sein konnten, zu zweit eine zweite Chance auf die Liebe? Diese Frage stellt sich zwei eigentlich ganz glücklichen Singles, denen das Schicksal eine zweite Chance zu geben scheint. Nach einem gemeinsamen One-Night-Stand im College treffen die beiden New Yorker Lainey (Alison Brie) und Jake (Jason Sudeikis) zwölf Jahre später zufällig aufeinander und entdecken, dass sie beide dasselbe Problem teilen: Monogamie ist eine zu große Herausforderung, keiner von beiden hatte je eine längere Partnerschaft. Sie sind entschlossen, für immer Freunde zu bleiben und dem Sex trotz der spürbaren Anziehung keine Chance mehr zu geben. Ein Pakt der leichter ausgesprochen als einzuhalten ist, doch zunächst arrangieren sich die beiden gut damit. Bis eine Reihe von unvorhersehbaren Ereignissen die Freundschaft und vielleicht auch Liebe der beiden auf eine harte Probe stellt…

Kritik

Leslye Headlands ebenso derbe wie hinreißende Hochzeitskomödie „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ gehört in ihrer spitzfindigen Beobachtung und der durch und durch bodenständigen „Lasst jeden einfach so glücklich sein, wie er es will!“-Message zu den meist unterschätzten US-Comedies aktueller Dekade. Entsprechend schade ist es auch, dass es wohl auch vor allem der eher negativen Resonanz zu „verdanken“ ist, dass ihr neuester Film „Sleeping With Other People“ trotz unbestreitbarer Vorzüge gar nicht erst in die deutschen Kinos kam. Und wenn man ganz ehrlich ist: Mit Stars kann man nicht punkten (Jason Sudeikis und „Community“-Schnuckelchen Alison Brie sind zwar keine Unbekannten, aber auch keine der einschlägigen Namen, mit denen sich gut werben lässt), der Humor entfaltet sich trotz des schlüpfrigen Themas vorzugsweise über die Dialoge und die Umsetzung einer Geschichte über zwei Polygamisten, die erst durch den jeweils anderen das Glück an der Zweisamkeit entdecken, wird hier so reif und bittersüß dargeboten, dass man „Sleeping With Other People“ kaum als klassisch-niedliche RomCom vermarkten könnte. Dafür ergibt sich für aufgeschlossene ZuschauerInnen eine absolut stilsichere, kluge und mit viel Situationskomik ausgestattete Betrachtung individueller Lebens- und Liebesweisen, eingebettet in eine Liebeserklärung an die ebenso facettenreiche Stadt New York.

Stilistisch erinnert auch „Sleeping With Other People“ stark an das Gros handelsüblicher Hollywoodkomödien. Doch anders als in jenen steht hier nicht etwa bloß im Raum, ob sich zwei Personen am Ende kriegen, oder nicht. Stattdessen geht es vielmehr darum, im besten „Before“-Stil (ergo: der Charme entwickelt sich hauptsächlich über den Austausch der tiefsten Gedanken) sein Gegenüber und vielleicht auch sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen. Dabei macht Leslye Headland, die hier zugleich als Regisseurin und Drehbuchautorin fungiert, eine entscheidende Sache richtig: Sie lässt die Figuren so bleiben, wie sie sind und stellt diese Tatsache als besonders wichtigen Aspekt heraus. Die beiden Protagonisten Lainey und Jake wollen einander nicht ändern. Vielmehr geben sie sich seelische Schützenhilfe und agieren tatsächlich lange Zeit vollkommen entgegen des RomCom-Klischees, dass sich Gegensätze anziehen. So kommt es, dass man die Freundschaft des Duos tatsächlich nachempfinden wann – und die Hoffnung, dass aus den beiden ein Paar wird, weicht dem aufopferungsvollen Willen, dass es vollkommen egal ist, ob es beide vor den Traualtar schaffen.

SLEEPING WITH OTHER PEOPLE stammt von Leslye Headland, die auch das Drehbuch zum Film schrieb. Der Cast besteht unter anderem aus Alison Brie, Jason Sudeikis, Adam Brody, Amanda Peet, Andrea Savage. Bei dem Film handelt es sich um Romantikkomödie, produziert in den USA aus dem Jahr 2015. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich und ab 12 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 101 Minuten.

Fazit

„Sleeping With Other People“ ist deshalb so hinreißend, weil Leslye Headland in den 100 Minuten ihrer Komödie nicht einmal die Frage nach einem Richtig und einem Falsch aufwirft. Sie vertraut den emotionalen Facetten ihrer Figuren so sehr, dass das Szenario um sie herum überhaupt nicht spektakulär sein muss, um auf den Zuschauer trotzdem interessant und an vielen Stellen auch amüsant zu wirken. Alison Brie und Jason Sudeikis spielen begnadet und am Ende erkennen wir, dass Individualität viel wichtiger ist, als die Existenz eines Happy-Ends. Auch, wenn es vielleicht doch eines gibt…

Mein Tipp: kann man kaufen!

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