Schlagwort-Archiv: Animationsfilm

Das startet am 6. Juli 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 6. Juli, der mit einigen starken Neustarts aufwarten kann, die gleichermaßen in kleineren wie größeren Kopienanzahlen auf den Markt kommen. „Die Erfindung der Wahrheit“ und „Ihre beste Stunde“ erzählen fein inszenierte, anspruchsvolle Geschichten mit starken Frauenfiguren in der Hauptrolle. Die Massen werden indes in den dritten Teil der Animationsreihe „Ich – Einfach unverbesserlich“ sowie die Buchverfilmung „Das Pubertier“ rennen. Letzterem traue ich sogar eine Art Überraschungserfolg zu, denn das Buch war ein deutschlandweiter Erfolg, das Thema deckt sämtliche Zielgruppen ab und der Cast ist geschickt gewählt, da auch hier für jeden Geschmack etwas dabei ist. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit dürften indes „Ein Chanson für Dich“ und „Der Duellist“ laufen, während „Small Town Killers“ am besten gar keiner guckt. Und weshalb „Casino Undercover“ vom Verleih komplett PR-los ins Rennen geschickt wird – er wurde nicht einmal der Presse gezeigt – erschließt sich mir so gar nicht. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT  | Regie: John Madden | FR/USA 2016

Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) der Star der Branche. Die brillante, selbstsichere, völlig skrupellose Lobbyistin der alteingesessenen Kanzlei George Dupont ist berüchtigt für ihr einzigartiges Talent, ihre Rücksichtslosigkeit und ihre zahllosen Erfolge. Um ans Ziel zu kommen, tut sie alles. Für die mächtige Waffenlobby ist sie die Frau der Stunde, um ein neues unliebsames Waffengesetz zu verhindern. Doch Sloane verfolgt ihre eigenen Ziele und wechselt nach einem Streit mit Dupont überraschend die Seiten. Die Waffenlobby sieht sich plötzlich einer unberechenbaren Gegnerin gegenüber. Sloane nimmt den härtesten Kampf ihrer Karriere in Angriff und beginnt zu ahnen, dass der Preis für ihren Erfolg etwas zu hoch sein könnte.

„Die Erfindung der Wahrheit“ ermöglicht dem Zuschauer einen hochbrisanten Blick hinter die Kulissen des US-amerikanischen Lobbyismus, den nicht bloß die wendungsreich inszenierte, absolut kurzweilige Story so sehenswert macht, sondern allen voran die kraftvolle Performance von Jessica Chastain.


IHRE BESTE STUNDE  | Regie: Lone Scherfig | UK/SWE 2016

London 1940. Catrin Cole braucht einen Job, um sich und ihren Mann, der Künstler Ellis Cole, über Wasser zu halten. Sie heuert beim Informationsministerium an. Dessen Filme sollen der Nation in Kriegszeiten wieder Mut und Hoffnung geben. Catrins Aufgabe als Drehbuchautorin ist es, einem der Skripte eine ‚weiblichere Note‘ zu verleihen. Dabei trifft sie auf den ebenso brillanten wie zynischen Drehbuchautor Tom Buckley. Und während in London die Bomben fallen, machen sich Catrin und ihr wild zusammengewürfeltes Team rund um die inzwischen ein wenig in die Jahre gekommene Schauspielerlegende Ambrose Hilliard daran, einen herzerwärmenden und zugleich ermutigenden Film zu drehen. Allerdings wird sie bald herausfinden, dass sich hinter der Kamera mindestens genauso viel an Komödie, Drama und Leidenschaft abspielt wie davor…

Lone Scherfig legt mit „Ihre beste Stunde“  den nächsten herausragenden Film ihrer bislang astreinen Vita vor, in dem sie ein ruhiges Kriegsdrama mit jeder Menge Romantik und erstaunlich viel Witz kombiniert. Dem Charme dieses toll ausgestatteten Films sind nicht nur die feinen Darsteller erlegen, sondern auch die Zuschauer. Von solchen Filmen dürfte es gern mehr geben!


DAS PUBERTIER  | Regie: Leander Haußmann | DE 2017

Gerade war sie doch noch so lieb, so niedlich. Doch kurz vor ihrem 14. Geburtstag mutiert Papas kleine Prinzessin plötzlich zum bockigen Pubertier. Der Journalist Hannes Wenger nimmt sich eine Auszeit, um seine Tochter Carla in dieser schwierigen Lebensphase zu erziehen und von Alkohol, Jungs und anderen Verlockungen fernzuhalten. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn seine Frau Sara geht wieder arbeiten und Hannes ist als Vater maßlos überfordert. Ob Party, Zeltlager oder Carlas erstes Mal: Hannes tritt zielsicher in jedes Fettnäpfchen. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass auch andere Jugendliche peinliche Väter haben: Hannes’ bester Freund, der taffe Kriegsreporter Holger, lässt sich lieber im Nahen Osten beschießen als sich daheim von seinem grunzenden Pubertier in den Wahnsinn treiben zu lassen.

Leander Haußmanns „Das Pubertier“ gewinnt den Zuschauer erst über den Respekt für Eltern und Teenager und lässt dann ganz unverblümt Wahnsinn auf der Leinwand walten. Liebevoll, absurd und wirklich hinreißend – von diesem Film haben alle was.


ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH 3  | Regie: Kyle Balda, Pierre Coffin, Eric Guillon | USA 2017

Mittlerweile führt Gru (deutsche Stimme: Oliver Rohrbeck) ein beschauliches Leben mit seiner Freundin Lucy (deutsche Stimme: Martina Hill), den drei Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes und nicht zu vergessen, den berühmt-berüchtigten Minions. Eines Tages bekommt es Gru mit seinem bisher unbekannten Zwillingsbruder Dru (ebenfalls Oliver Rohrbeck) zu tun. Blöd nur, dass der nicht nur besser aussieht und mehr Haare hat, sondern auch erfolgreicher ist als Gru. Die beiden Zwillingsbrüder könnten unterschiedlicher nicht sein, doch als Superschurke Balthazar Bratt (deutsche Stimme: Joko Winterscheidt) mit Vokuhila, großen Schulterpolstern und einem teuflischen Plan auftaucht, müssen Gru und Dru sich zusammen raufen…  

„Ich – Einfach unverbesserlich 3“ hat neben einer gewohnt starken Optik wieder einmal alles, was ein kurzweilig-amüsantes Kinoerlebnis ausmacht. Kultige Minions, einen exzentrischen Bösewicht, eine liebevolle Familiengeschichte und die drei süßesten Adoptivkinder der Animationsfilmgeschichte. Da sind kleine Längen schnell vergessen.


EIN CHANSON FÜR DICH  | Regie: Bavo Dafurne | BEL/LUX/FR 2016

Liliane (Isabelle Huppert) arbeitet in einer Pasteten-Fabrik und führt ein eintöniges Leben zwischen Arbeit und dem allabendlichen Fernsehprogram aus Quizshows und Verkaufssendungen. Die Zeiten, in denen sie als Chanson-Sängerin „Laura“ noch große Erfolge feierte, sind längst vergessen und vorbei. Nur noch wenige Menschen erkennen die einstige Beinahe-Siegerin des Eurovison Song Contest, die sich einst von der Kultband ABBA geschlagen geben musste. Doch als sie Jean (Kévin Azaïs), einen 22-jährigen Boxer, kennenlernt, ändert sich alles. Er verliebt sich in Liliane und überzeugt sie, dass es an der Zeit ist, ins Rampenlicht zurückzukehren. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, aus der, aller Skepsis zum Trotz, sogar Liebe wird. 

„Ein Chanson für Dich“ ist eine betont unkonventionelle Erzählung über eine alternde Gesangsdiva, die sich im besten Alter ein Comeback erhofft. Dafurne balanciert zwischen treffsicher beobachtetem Drama und willkürlichem Surrealismus – am Ende weiß man nicht, was das Ganze eigentlich sollte, obwohl es doch überraschend amüsant war.


DER DUELLIST  | Regie: Alexei Mizguirev | RUS 2017

Sankt Petersburg, 1860. Der im Ruhestand lebende Offizier Yakovlev (Pyotr Fyodorov) ist ein mysteriöser und unbesiegbarer Berufsduellist, der gegen eine Gebühr für all jene kämpft, welche zu schwach, untrainiert oder verängstigt sind um ihre Duelle selbst auszutragen. Aber er hat ein dunkles Geheimnis: Der mächtige Graf Beklemishev beschuldigte ihn eines Verbrechens, welches er nicht begangen hatte, nahm ihm seinen Titel und schickte ihn zum Sterben ins Exil. Aber Yakovlev überlebte. Unter neuer Identität kehrt er nach St Petersburg zurück um Rache zu nehmen. Dabei verliebt er sich in die junge Fürstin Martha (Yuliya Khlynina). Um diese Liebe zu retten und seine Rache zu bekommen, muss Yakovlev seine Identität enthüllen und Graf Beklemishev (Vladimir Mashkov) gegenübertreten. 

Alexei Mizguirev gelingt mit „Der Duellist“ ein brutales, dabei jedoch nicht minder elegantes Geschichtsepos, das mit seiner verschachtelten Erzählweise bisweilen anstrengt, dafür mit großen Schauwerten und einer angemessenen Konsequenz punktet. Durch das komplexe Geflecht an Intrigen und Figuren muss man allerdings erst einmal durchsteigen.


IMMIGRATION GAME  | Regie: Krystof Zlatnik | DE 2017

Wir befinden uns in einem alternativen Jahr 2016. Deutschland nimmt keine Flüchtlinge mehr auf. Die einzige Möglichkeit, um an eine Staatsbürgerschaft zu gelangen, ist die Teilnahme an der populären Fernsehshow „Immigration Game“, die seit Wochen die Schlagzeilen beherrscht. Wer als „Runner“ mitmacht, wird am Berliner Stadtrand ausgesetzt und muss sich seinen lebensgefährlichen Weg bis zum Fernsehturm bahnen. Dabei kann jeder deutsche Bürger für ein Preisgeld Jagd auf die Flüchtlinge machen und sie vollkommen straffrei töten. Der sympathische Geschäftsmann Joe (Mathis Landwehr) wird eines Nachts durch Zufall ins Spiel miteinbezogen, als er einem Flüchtling auf offener Straße Hilfe vor Verfolgern anbietet – und muss fortan selbst am Spiel teilnehmen. Eine tödliche Hetzjagd durch Berlin beginnt…

Das schmale Budget sieht man „Immigration Game“ zwar an, gleichzeitig entsteht dadurch aber auch ein unmittelbares Gefühl für die allgegenwärtige Anspannung. Die apokalyptische Menschenjagd hätte gern mehr Background vertragen. So gelingt Krystof Zlatnik und seinem Team eine zeitlose Vorführung dessen, wie blinder Hass aussieht – nämlich ganz schön brutal!


SMALL TOWN KILLERS  | Regie: Ole Bornedal | DK 2017

Die Ehen der beiden Handwerker Ib (Nicolas Bro) und Edward (Ulrich Thomsen) haben schon bessere Zeiten gesehen. Ihre Frauen Ingrid (Lene Maria Christensen) und Gritt (Mia Lyhne)  halten ihre Männer nur für Witzfiguren, flirten ständig mit dem Tanzlehrer und schlafen lieber auf dem Sofa als mit dem Gatten. Ein Neuanfang muss her, doch die Männer sitzen auf so viel Schwarzgeld, dass eine Scheidung sie bettelarm machen könnte. Ein Auftragskiller soll die ungeliebten Ehefrauen loswerden. Doch die Damen haben längst Wind von dem Plan der Männer bekommen und sich eine eigene britische Profikillerin besorgt.  Mit der Idylle im dänischen Hinterland ist es vorbei… 

Was der Regisseur des Kultthrillers „Nightwatch“ hier geschaffen hat, geht auf keine Kuhhaut. Die bemüht skurril-schrullige, dänische Komödie „Small Town Killers“ ist weder lustig, noch sind der an den Tag gelegte Sexismus, die offensive Schwulen- und Behindertenfeindlichkeit irgendwie subversiv auszulegen.


CASINO UNDERCOVER  | Regie: Andrew Jay Cohen | USA 2017

Als Scott und Kate Johansens (Will Ferrell und Amy Poehler) Tochter Alex die Zulassung zum College ihrer Wahl bekommt, ist das ein Grund zum Feiern – doch nur so lange, bis sie erfahren, dass Alex nicht mit dem fest eingeplanten Stipendium rechnen kann. Denn die Studiengebühren können sich die Johansens keinesfalls leisten. Deswegen beschließen die Eltern, mithilfe ihres ebenso klammen Nachbarn Frank (Jason Mantzoukas) in ihrem Haus ein illegales Casino einzurichten: Sie setzen alles für eine Cash-Orgie à la Las Vegas aufs Spiel, bei der man seine Hemmungen an der Garderobe abgibt und nichts unmöglich scheint.

In der Komödie „Casino Undercover“ sind Will Ferrell und Amy Poehler erstmals gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. Weitere Rollen übernehmen Jason Mantzoukas, Nick Kroll  und Oscar®-Kandidat Jeremy Renner.


Heimkinotipp: THE LEGO BATMAN MOVIE  | Regie: Chris McKay | USA 2017

Als sich der Joker (deutsche Stimme: Gronkh) und sämtliche Superschurken des DC-Universums freiwillig stellen, sind Bewohner und Polizei begeistert, doch Batman wird hellhörig. Er vermutet einen weitreichenden Plan – und soll Recht behalten. Doch wenn er verhindern will, dass sich der Joker die Stadt durch eine feindliche Übernahme einverleibt, muss er vielleicht endlich einmal sein Image vom einsamen Rächer revidieren und die Unterstützung anderer annehmen. Außerdem könnte es ihm auch nicht schaden, wenn er alles etwas lockerer sehen würde. So nimmt er notgedrungen seinen aus Versehen adoptierten Sohn Robin (deutsche Stimme: Luke Mockridge) unter seine Fittiche und rettet, was zu retten ist. Und vielleicht gelingt es ihm mit Robins Hilfe sogar, aus seiner selbst gewählten Einsamkeit auszubrechen.

Der rasant inszenierte „The LEGO Batman Movie“ ist ein tricktechnisch spektakuläres Animationsabenteuer mit viel (Meta-)Humor und vielen kreativen Ideen, das sich nicht scheut, die eigene DC-Historie kritisch zu hinterfragen. Zeitweise ruhen sich die Macher zu sehr auf den unzähligen Anspielungen aus, dafür überzeugen die Sprecherleistungen ebenso wie die überraschend emotionale Komponente.

Verlosung: Ballerina

Die französisch-kanadische Animationsproduktion BALLERINA erzählt eine altbekannte „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichte vor der Kulisse Frankreichs im 19. Jahrhundert. Zum Heimkinostart am 9. Juni verlose ich in Kooperation mit Universum Film Home Entertainment einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um diesen Preis abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Félicies Füße wollen einfach nicht still stehen: Das 12-jährige Mädchen träumt von nichts anderem als Tänzerin zu werden. Doch in dem Waisenhaus, in dem sie aufwächst, hält man ihren tollpatschigen Bewegungsdrang für Unfug. Einzig der gleichaltrige Victor (Max von der Groeben), dessen Traum ein berühmter Erfinder zu werden ebenfalls belächelt wird, glaubt an die zukünftige Ballerina. Natürlich hat Victor auch schon einen genialen Fluchtplan entwickelt, der die beiden auf turbulente Weise direkt in die Stadt katapultiert, in der ihren Träumen nichts mehr im Weg stehen soll: Paris – die Stadt der Lichter und Entstehungsort einer futuristischen Stahlkonstruktion namens Eiffelturm. In der quirligen Metropole werden die beiden schon bald getrennt und Félicie (Maria Ehrich), allein auf sich gestellt, macht sich auf die Suche nach dem Pariser Opernhaus. Was sie dort sieht, verschlägt ihr glatt den Atem und bestärkt sie in ihrem Entschluss: Sie will auf dieser Bühne tanzen! Doch einen Platz in der elitären Ausbildungsstätte zu ergattern ist für ein Waisenmädchen vom Lande eine schier unüberwindbare Hürde. Félicie ist auf Hilfe angewiesen – und auf ein paar kleine Tricks…

Optisch wie erzählerisch kann der 3D-Animationsfilm „Ballerina“ längst nicht mit den Produktionen der großen Frontrunner-Studios mithalten. Doch obwohl die Geschichte über ein Waisenmädchen, das gern eine Ballerina wäre, in weitestgehend schematischen Bahnen verläuft, verhelfen ihr die soliden Sprecherleistungen, die schnörkellose Botschaft und der poppige Soundtrack zu einer immer noch durchschnittlichen Wertung.

Ihr wollt Euch „Ballerina“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn!

Nach Teilnahmeschluss am 11. Juni 2017 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt und an einen anderen Teilnehmer gilt. Nach Abschluss werden selbtverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Das startet am 11. Mai 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 11. Mai, der mit „King Arthur“ lediglich einen großen Start zu bieten hat, über den ich allerdings noch nicht sprechen darf. Der Rest ist weder qualitativ der Rede wert, noch wird er in den Kinos viel zu sagen haben. Dafür ist das Kinoevent „Embrace“ thematisch einen Blick wert. Eine Dokumentation, die sich damit befasst, weshalb Frauen auf aller Welt Probleme mit ihrem Körper haben (produziert unter anderem von Nora Tschirner) verdient mehr Aufmerksamkeit, als einen limitierten Kinostart. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD  | Regie: Guy Ritchie | USA 2017

Arthur (Charlie Hunnam) hat einen schweren Start ins Leben. Schon in jungen Jahren wird er Zeuge des Mordes an seinem Vater, dem weisen König Uther (Eric Bana), der im Auftrag des machtgierigen Tyrannen Vortigern (Jude Law) grausam hingerichtet wird. Doch nur so gelingt es Vortigern, die Thronfolge anzutreten und fortan das Land unter brutalem Regiment zu regieren. Von all dem ahnt der mittlerweile zum jungen Mann herangewachsene Arthur nichts, bis sich sein Weg eines Tages mit dem verzauberten Schwert Excalibur kreuzt. Der Legende nach könne es nur dem rechtmäßigen König von England gelingen, das Schwert aus seinem Stein zu ziehen – was Arthur dann auch prompt tut. Die Folge: Der stattliche Ritter wird fortan von finsteren Visionen heimgesucht, die sich immer mehr dazu verdichten, den König in spe über seine Vergangenheit aufzuklären. Nur so kann sich seine Berufung erfüllen… 

„King Arthur: Legend of the Sword“ ist moderne Fantasyaction vor spektakulärer Kulisse, die mit einem starken Cast, einer kurzweiligen Geschichte und dem typischen Guy-Ritchie-Drive zu überzeugen weiß. Mehr davon!


EMBRACE | Regie: Taryn Brumfitt | AT/CAN/DOM/DE/USA/UK/FR 2016

Medien, Werbung und Gesellschaft geben ein Körperbild vor, nach dem wir uns selbst und andere immer wieder bewerten und verurteilen. Die australische Fotografin und dreifache Mutter Taryn Brumfitt wollte das nicht mehr hinnehmen. Sie postete ein ungewöhnliches Vorher/Nachher-Foto ihres fast nackten Körpers auf Facebook und löste damit einen Begeisterungssturm aus. Durch ihren Post, der über 100 Millionen Mal in den sozialen Netzwerken angesehen wurde, rückte sie das Thema Body Image in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Gleichzeitig befreite sie sich selbst von dem ungesunden Streben nach dem „perfekten“ Körper. Mit ihrem Dokumentarfilm möchte Brumfitt allen, die unter den vermeintlichen Schönheitsidealen leiden, einen Gegenentwurf vorstellen: EMBRACE! Taryn Brumfitt begibt sich auf eine Reise um den Globus, um herauszufinden, warum so viele Frauen ihren Körper nicht so mögen, wie er ist. 

Der am 11. Mai einmalig in den Kinos ausgestrahlte Dokumentarfilm „Embrace“ ist ein leidenschaftliches Statement für die Vielfalt weiblicher Schönheit und unterfüttert interessante Einzelschicksale mit erschreckenden Statistiken darüber, wie Frauen ihren Körper wahrnehmen.


 RÜCKKEHR NACH MONTAUK  | Regie: Volker Schlöndorff | DE 2017

Es gibt eine Liebe im Leben, die du nie vergisst. Der Schriftsteller Max Zorn kommt zu seiner Buchpremiere nach New York. Seine junge Lebensgefährtin Clara ist ihm vorausgereist, um an der US-Veröffentlichung mitzuarbeiten. In seinem Roman schreibt Max vom Scheitern einer Liebe in dieser Stadt. Nicht ganz zufällig trifft er Rebecca wieder, die Frau von damals. Sie ist inzwischen eine sehr erfolgreiche Anwältin, ursprünglich aus Ostdeutschland und seit 20 Jahren in New York. Sie beschließen, noch einmal ein Wochenende miteinander zu verbringen. Es ist Winter in Montauk, dem kleinen Fischerhafen mit dem berühmten Leuchtturm am Ende von Long Island. Zwei Strandstühle am windgepeitschten Meer. Sie warten auf zwei Menschen, die einander für lange Zeit verloren hatten. Nun kehren sie zurück, voller Trauer um das versäumte Leben und Hoffnung auf die Zukunft.

Eigentlich bemüht Volker Schlöndorffs melancholische, gerade zu Beginn zähe Liebesgeschichte „Rückkehr nach Montauk“ viel zu oft den Holzhammer, um dem Zuschauer seine Botschaften einzutrichtern. Doch gleichzeitig ist der Regisseur so genau und detailliert in seinen Beobachtungen, dass man das Gezeigte trotzdem als wahrhaftig empfindet.


ÜBERFLIEGER – KLEINE VÖGEL, GROSSES GEKLAPPER | Regie: Toby Genkel | DE/BEL/LUX/NOR 2017

Der verwaiste Spatz Richard wird liebevoll von einer Storchenfamilie aufgezogen. Ihm würde nicht im Traum einfallen, dass er selbst kein Storch ist. Als sich seine Eltern und sein Bruder im Herbst für den langen Flug ins warme Afrika rüsten, offenbaren sie ihm die Wahrheit: Ein kleiner Spatz ist nicht geschaffen für eine Reise wie diese und sie müssen ihn schweren Herzens zurücklassen. Für Richard ist das kein Grund, den Kopf in die Federn zu stecken. Auf eigene Faust macht er sich auf den Weg nach Afrika, um allen zu beweisen, dass er doch einer von ihnen ist! Zum Glück kommen ihm dabei Olga, die zu groß geratene Zwergeule und ihr imaginärer Freund Oleg zu Hilfe. Als sie Kiki, einen selbstverliebten Karaoke-Wellensittich mit Höhenangst, aus seinem Käfig befreien, beginnt ein turbulentes Abenteuer, das die drei Überflieger über sich hinauswachsen lässt!

Licht und Schatten liegen bei „Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper“ nah beieinander. Die Macher beweisen Fingerspitzengefühl in den ruhigen, emotionalen Momenten, greifen bei den Gags jedoch mehrmals daneben. Dafür bleibt die Botschaft angenehm bodenständig und mit Ausnahme manch einer Figur sieht der Film auch recht passabel aus. Eher was für die Kleinen.


DAS ENDE IST ERST DER ANFANG | Regie: Bouli Lanners | BEL/FR 2016

Als Kopfgeldjäger reisen die beiden grundverschiedenen Männer Coschise (Albert Dupontel) und Gilou (Bouli Lanners) durch endlose, windumtoste Landschaften. Auf ihrer Suche nach einem gestohlenen Handy, das sensible Informationen enthält, kreuzen sich ihre Wege mit denen von Esther (Aurore Broutin) und Willy (David Murgia). Ein Paar, das nicht nur verliebt ist, sondern auch auf der Flucht. Ist der Ort, in dem Cochise und Gilou landen, das Ende der Welt? Diese gottverlassene kleine Stadt, in der jeder so scheint, als wäre er nur aus Versehen angespült worden? Werden sie hier das Beste im Menschen entdecken? Sie scheinen dort draußen die letzten Menschen zu sein. Aber unterscheiden sie sich wirklich so sehr von den ersten?

„Das Ende ist erst der Anfang“ kombiniert den rauen Charme düsterer Schwedenkrimis mit um Kult bemühten Dialogen und einer Geschichte, die viel zu sehr darauf ausgelegt ist, den Zuschauer in ihrer Skurrilität zu überraschen. Da bleibt nicht nur der Anspruch auf der Strecke, sondern auch der Spaß.


EIN TAG WIE KEIN ANDERER |  Regie: Asaph Polonsky | ISR 2016

Vor sieben Tagen haben Eyal (Shai Avivi) und Vicky (Evgenia Dodina) ihren 25-jährigen Sohn beerdigt. Die Shiva, das jüdische Trauerritual, ist nun beendet, die Besuche und Beileidsbekundungen ebben ab. Die Eltern versuchen auf unterschiedliche Weise, den frühen Tod ihres Kindes zu verarbeiten. Während Vicky schnellstmöglich zur Normalität eines geregelten Lebens zurückkehren möchte, geht Eyal den entgegensetzten Weg und konserviert seinen momentanen Ausnahmezustand mit allen Mitteln: Er freundet er sich mit dem Nachbarsohn an, der ihn an seinen eigenen Sohn erinnert. Zusammen verbringen sie einen unvergesslichen Tag voller absurder Situationen und finden gemeinsam einen Weg aus der Trauer. Doch Vicky kann das Handeln ihres Mannes nicht sofort nachvollziehen. Streit liegt in der Luft, doch der Zeitpunkt dafür ist alles andere als ideal. Kann ihre Liebe das überstehen?


Heimkinotipp ALLIED – VERTRAUTE FREMDE  |  Regie: Robert Zemeckis | UK/USA 2016

Der englische Geheimdienstoffiziers Max Vatan (Brad Pitt) und die französische Résistance-Kämpferin Marianne Beausejour (Marion Cotillard) lernen sich in einem geheimen Auftrag der Alliierten in Casablanca kennen und lieben. Gemeinsam bringen sie einen wichtigen Auftrag zu Ende und beschließen, auch nach den gefährlichen Ereignissen zusammen zu bleiben. In London wiedervereint, wird ihre Liebe allerdings auf eine harte Probe gestellt, als Marianne verdächtigt wird, für den Feind zu spionieren. Für Max bricht eine Welt zusammen. Gefangen in einem undurchsichtigen Netz aus Verdächtigungen und Lügen, versucht er verzweifelt herauszufinden, ob Mariannes Liebe und ihr gemeinsames Leben auf wahren Gefühlen basieren.

Robert Zemeckis gelingt mit seinem mächtigen Liebesdrama „Allied – Vertraute Fremde“ eine Hollywoodromanze alter Schule, in der lediglich einige zu abgehoben inszenierte Einzelszenen vom phänomenalen Spiel der beiden Hauptdarsteller ablenken. Lange hat man mit der Liebe eines Filmpaares nicht mehr so mitgelitten, wie hier. „Allied“ ist bis zum bitteren Ende ein durch und durch intensives Filmerlebnis.

Zehn Filme, die mir die Welt bedeuten

Anlässlich des Kinostarts von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, welche Filme mich – aus welchem Grund auch immer – nachhaltig geprägt haben. Das müssen nicht immer besondere Ereignisse sein. In erster Linie geht es um Geschichten, die mir etwas mit auf den Weg gegeben haben, die für mich eine besondere Wichtigkeit haben, oder die ich in manchen Momenten einfach brauche, weil es mir mit ihnen besser geht als ohne. Insofern besteht an dieser Stelle gar nicht unbedingt der Wille nach Diskussion, denn ich behaupte nicht, dass die kommenden zehn Filme alle großartig sind. Aber es sind ZEHN FILME, DIE MIR DIE WELT BEDEUTEN – und an diesen lasse ich Euch gern teilhaben. Viel Spaß!

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