Schlagwort-Archiv: Romanze

Das startet am 5. Dezember 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 5. Dezember, die sich sehr übersichtlich gestaltet. Mit „Auerhaus“ kommt eine sehr sehenswerte Romanverfilmung in die Kinos, mit „A rainy Day in New York“ der neue Woody Allen und der neuste Streifen der „Ziemlich beste Freunde“-Macher. Ob irgendeiner der drei Filme ein größerer Erfolg wird, ist allerdings fraglich. Aktuell dominieren nun mal die Eiskönigin und Smartphonenutzer das deutsche Kinogeschehen… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

AUERHAUS | Regie: Neele Leana Vollmar  | DE 2019

Vier Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht langweilig werden. Darum beschließen Höppner (Damian Hardung), Frieder (Max von der Groeben), Vera (Luna Wedler) und Cäcilia (Devrim Lingnau) einfach mal alles anders zu machen, als man es in der Provinz sonst so macht: Sie ziehen gemeinsam ins Auerhaus und gründen, unter den missbilligenden Blicken der Dorfbewohner, eine WG. Um den Moment zu feiern, alle Regeln zu brechen – und vor allem, um ihren Kumpel Frieder vor sich selbst zu retten. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll. Und deshalb hat er vor einer Weile versucht, sich das Leben zu nehmen. Mit dem Versprechen, auf ihn aufzupassen, holen ihn seine Freunde aus der Psychoklinik und mit ins Auerhaus. Doch wie lange können die Mauern des Auerhauses den Zauber dieser Gemeinschaft beschützen?

Eine Geschichte über den Tod und das Leben damit: Neele Leana Vollmar beweist ein weiteres Mal ihr erzählerisches Fingerspitzengefühl beim Porträtieren junger Menschen, ihrer Ängste, Sehnsüchte und Träume. Ihre Tragikomödie „Auerhaus“ ist der Beweis, dass das Leben auch ohne dramatische Zuspitzungen jederzeit erzählenswert ist.


ALLES AUSSER GEWÖHNLICH | Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache | FR 2019

Bei ihrer Arbeit mit autistischen jungen Menschen und ihren Betreuern vollbringen der aufopferungsvolle Bruno (Vincent Cassel) und sein Kollege Malik (Reda Kateb) tagtäglich kleine Wunder: Mit viel Engagement, Feingefühl und Humor versuchen sie, aus vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten eine Gemeinschaft zu formen, in der jeder Einzelne die Chance bekommt, über sich hinaus zu wachsen. Doch dieses Vorhaben droht, zu scheitern. Das Problem: Offiziell besitzt die von den beiden Männern betriebene Einrichtung für geistig behinderte Menschen keine Zulassung. Nun soll sich die zuständige Abteilung des Gesundheitsministeriums der Sache annehmen. Doch sollte man die Einrichtung schließen, würde das bedeuten, dass von heute auf morgen knapp 40 Jugendliche und Erwachsene mit schwerem Autismus auf der Straße sitzen würden. Bruno und Malik geben alles, um für ihre Schützlinge zu kämpfen.

„Alles außer gewöhnlich“ geht nicht ernst genug mit seinem sich selbst auferlegten Thema um und nutzt Humor mitunter zu ungelenk, um ein authentisches Hoffnungsgefühl auszustrahlen. Damit fällt der neueste Film der „Ziemlich beste Freunde“-Macher zwischen die Stühle eines zu seichten Dramas und einer zu unlustigen Komödie.


A RAINY DAY IN NEW YORK | Regie: Woody Allen | USA 2019

Mit seiner College-Liebe Ashleigh plant Gatsby ein romantisches Wochenende in New York. Ashleigh soll für die College-Zeitung den berühmten Regisseur Roland Pollard interviewen, in der verbleibenden Zeit möchte Gatsby ihr seine Stadt zeigen – und das ist vor allem das alte New York mit Klassikern wie der Bemelmans Bar und einer Kutschfahrt durch den Central Park. Doch Ashleigh wird von Roland Pollard nach dem Interview zu einem Screening seines neuesten Films eingeladen. Während sie mit ihm, seinem Drehbuchautor Ted Davidoff und dem gefeierten Filmstar Francisco Vega von einer unerwarteten Situation in die nächste schlittert, muss sie Gatsby immer wieder vertrösten. Auf sich allein gestellt lässt dieser sich durch New York treiben. Und trifft dabei nicht nur auf Chan, die schlagfertige jüngere Schwester seiner Ex-Freundin…

Egal ob Woody Allen sein neuestes Werk „A rainy Day in New York“ als filmischen Rundumschlag gegenüber seiner Kritiker angelegt hat, oder ob es einfach nur verdammt deutlich danach aussieht: Diesen Film hat in dieser Form keiner gebraucht.


ROTSCHÜHCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE | Regie: Sungho Hong  | KOR 2019

Was wäre, wenn die berühmten Märchenfiguren Schneewittchen und die sieben Zwerge gar nicht so aussehen, wie wir sie alle kennen? Rotschühchen und die sieben Zwerge erzählt das Grimmsche Märchen Schneewittchen aus einer ganz neuen Perspektive und stellt damit klassische Schönheitsideale in Frage. Im Mittelpunkt des Films steht die beliebte Märchenprinzessin, die ein Paar magische rote Schuhe findet, die sie in eine klassische Schönheit verwandeln. Sie trifft auf die sieben verzweifelten Zwerge, die eigentlich gar keine Zwerge sind, aber durch einen Fluch in einem fremden Körper gefangen sind. Nur durch den Kuss der schönsten Frau der Welt können sie von diesem befreit werden. Weder die sieben Zwerge noch die Märchenprinzessin fühlen sich in ihren neuen Körpern wohl. Schließlich erkennen alle die wahre Bedeutung von Schönheit, die letztlich nicht von Kleidergrößen abhängt…


Heimkinotipp: VERACHTUNG | Regie: Christoffer Boe | DK/DE 2018

Carl Mørck und sein Assistent Assad werden mit einem besonders schaurigen Tatort konfrontiert: In einem verlassenen Apartment haben Handwerker drei mumifizierte Leichen gefunden – sie sitzen an einem gedeckten Tisch, an dem ein vierter freier Platz auf einen weiteren Gast wartet. Wer sind die Toten, und für wen ist der Platz bestimmt? Die Spur führt Mørck und Assad zu einer Frauenklinik auf einer verlassenen Insel vor der Küste Dänemarks. Die grausamen Experimente, die hier an den Patientinnen durchgeführt wurden, sind ein dunkles Kapitel der Geschichte, das bislang als abgeschlossen galt. Doch Mørck und Assad finden Hinweise, dass die Täter von damals immer noch am Werk sind – und sie haben nicht viel Zeit, um weitere Morde zu verhindern…

„Verachtung“ ist als vierter und vermutlich letzter „Sonderdezernat Q“-Film mit dieser Besetzung noch einmal ein starker Thriller, der durch seinen Realitätsbezug auf eines der dunkelsten Kapitel dänischer Geschichte besonders beklemmend.

Das startet am 28. November 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 28. November, in der die Verleiher auf die ganz großem Starts verzichten – kein Wunder, eine Woche nach dem Start von „Die Eiskönigin II“. Das bedeutet aber auch, dass es einige Perlen zu entdecken gibt, für die sich der Gang ins Programmkino lohnt. Allen voran den deutschen Beitrag „Mein Ende. Dein Anfang.“ sowie die spaßig-melancholische Gaunerinnenkomödie „Hustlers“. Für wen es noch ein wenig experimenteller sein darf, der begibt sich vielleicht mit Willem Dafoe und Robert Pattinson in Robert Eggers‘ „Leuchtturm“ oder blickt auf „Die schönste Zeit unseres Lebens“. Allesamt sehr sehenswerte Filme, die man gern entdecken darf.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MEIN ENDE. DEIN ANFANG. | Regie: Mariko Minoguchi  | USA 2019

Für Nora (Saskia Rosendahl) bricht eine Welt zusammen, als ihr Freund (Julius Feldmeier) bei einem Banküberfall ums Leben kommt. Zunächst versucht sie die Tragödie zu verdrängen. Doch nach und nach brechen die Gefühle aus ihr heraus und sie beginnt notgedrungen, den Verlust zu verarbeiten. Dazu schwelgt sie in Erinnerungen an ihr gemeinsames Kennenlernen, ihre große Liebe und all die Träume, die das glückliche Paar hatte und nun doch nie umsetzen können wird. Irgendwo in einer anderen Ecke der Stadt hat Natan (Edin Hasanovic) ein ähnliches Problem, das ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Seine kleine Tochter ist schwerkrank und benötigt dringend eine teure Behandlung, die für Natan jedoch unbezahlbar wird, als er durch eigenes Verschulden seinen Job verliert. Die Wege von Natan und Nora kreuzen sich eines Nachts, denn die beiden scheinen überraschend viel gemeinsam zu haben…

Ganz großes Deutsches Kino, irgendwo zwischen der Experimentierfreudigkeit eines Christopher Nolan und der Intimität eines Mikhaël Hers liegt Mariko Minoguchis Liebesdrama „Mein Ende. Dein Anfang“. So geht selbstbewusster Stilbruch auf der Leinwand!


HUSTLERS | Regie: Lorene Scafaria | USA 2019

New York, kurz vor dem großen Finanz-Crash. Abend für Abend strömen die Männer der Wall Street in den angesagtesten Stripclub der Stadt. Ramona ist der Star des Clubs, keine kann ihr in diesem Job das Wasser reichen, sie kennt jede Pose, jeden Trick, jeden Kniff – und sie weiß, wie sie den reichen Gästen auch noch den letzten Dollar aus der Tasche zieht. Als die unerfahrene Destiny neu ins eingeschworene Team kommt, nimmt Ramona sie unter ihre Fittiche: Und gemeinsam starten sie richtig durch. Sie nehmen mehr Geld ein, als sie sich jemals hätten träumen lassen. Dann kommt der große Crash von 2008 und lässt von einem Tag auf den anderen alles zusammenstürzen. Der Club bleibt leer. Doch Ramona und Destiny sind nicht bereit, die von gierigen Bankern ausgelöste Krise auszubaden. In einer Welt, in der die einen das Geld haben und die anderen dafür tanzen, wollen die beiden nun selbst die Regeln vorgeben…

Mit „Hustlers“ hat Lorene Scafaria einen regelrechten Geniestreich abgeliefert: Dieser Stripperinnenfilm ist gewitzt, ein spannender Wirtschafts- und Gesellschaftskommentar und hinter all dem Gepose, Lug und Trug schlummert zudem die gefühlvoll gespielte Geschichte einer empfindlichen Freundschaft. Eine abbsolute Kinoempfehlung.


DER LEUCHTTURM | Regie: Robert Eggers | USA/CAN 2019

Ein entlegener Leuchtturm-Außenposten an der Küste Neuenglands wird zum Schauplatz eines archaischen Duells zweier dem Wahnsinn nahen Männer. Thomas Wake (Willem Dafoe) und Efraim Winslow (Robert Pattinson) kennen sich nicht, werden jedoch als Arbeitskollegen gemeinsam auf eine einsame Insel gesandt, um eine marode Leuchtturmanlage zu warten und in Betrieb zu halten. Zur Zeit der Jahrhundertwende an der rauen Atlantikküste ist das eine wichtige Aufgabe, die sich mehr und mehr in einen Überlebenskampf verwandelt, denn nicht nur das raue Wetter vor den Fenstern des Leuchtturms erfordert Durchhaltevermögen. Die zwei extrem unterschiedlichen Charaktere prallen ungebremst aufeinander und als ein nicht enden wollender Sturm über sie hinwegzieht, wird aus psychologischen Sticheleien schon bald ein brutaler Nervenkrieg.

Wer sich auf den herausragend fotografierten „Der Leuchtturm“ einlassen will, sollte sich sicher sein, dass er nicht den nächsten Horrorreißer erwartet, sondern ein beklemmend-unheimliches Psychogramm der Einsamkeit, in dem sich zwei wahnsinnige Schauspieler gegenseitig um den Verstand spielen.


DIE SCHÖNSTE ZEIT UNSERES LEBENS | Regie: Nicolas Bedos  | FR 2019

„So kann es mit den Eltern einfach nicht weitergehen!“, denkt sich Maxime . Sein Vater Victor wird zunehmend zu einer Nervensäge, die mit sich, der Welt und dem Alter über Kreuz liegt. Seine Frau Marianne ist das genaue Gegenteil. Victors ewige schlechte Laune wird ihr schließlich zu viel. Sie setzt ihn kurzerhand vor die Tür. Victor braucht defi nitiv Hilfe! Und Maxime hat eine Idee. Sein Freund Antoine hat eine Firma, „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffi niert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. Und die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt…

Lustig, anrührend und ganz schön nostalgisch – in „Die schönste Zeit unseres Lebens“ reißt die Hauptfigur zurück in die Zeit ihrer Jugend und verliebt sich erneut in seiner entfremdete Ehefrau. Trotz einer gehörigen Portion Kitsch eine aufrichtige Liebeserklärung an die Liebe in ihren besten und schlechtesten Zeiten.


ALS ICH MAL GROSS WAR | Regie: Lilly Engel, Philipp Fleischmann  | DE 2019

Lucas, Marius und Renée – drei beste Freunde, kurz vor der Pubertät. Das Regie-Duo Lilly Engel und Philipp Fleischmann nutzt diesen spannenden Lebensabschnitt 2014, um ein halbdokumentarisches Spielfilmprojekt zu beginnen. Von 2014 bis 2019 begleitet die Kamera die zwei Jungen und das Mädchen regelmäßig in ihrem Alltag und lauscht dabei gespannt den Zukunftsvisionen des Trios – und eben auch, wie sich diese über die Jahre verändern. Nachgestellt werden die Vorstellungen der drei von den Schauspielern Constantin von Jascheroff, Sebastian Schwarz und Isabell Polak. Sie schlüpfen in Feuerwehrkluften, Angelmontur und Designerklamotten und agieren genau so, wie es sich ihre „jüngeren Ichs“ während ihrer unterschiedlichen Lebensabschnitte eben vorstellen. Ein spannendes Filmexperiment, das zeigt, wie genau sich schon die Jüngsten ihr Leben in vielen Jahren ausmalen…

Die Kombination aus Dokumentar- und Spielfilm entpuppt sich dank der grundehrlichen Protagonisten und einem clever ausgewählten Erzählzeitraum als gleichermaßen amüsant wie melancholisch und ist durch seine 82 Minuten Laufzeit auch noch extrem kurzweilig.


THE GOOD LIAR – DAS ALTE BÖSE | Regie: Bill Condon | USA 2019

Der souveräne Berufsbetrüger Roy Courtnay (Ian McKellen) hat sein neuestes Ziel im Visier: die millionenschwere, seit Kurzem verwitwete Betty McLeish (Helen Mirren), die ein prall gefülltes Bankkonto ihr Eigen nennt. Und Roy beabsichtigt, sich das alles zu nehmen. Von ihrem ersten Treffen an beginnt Roy, Betty mit seinen bewährten Manipulationen zu umgarnen, und Betty, die von ihm sehr angetan zu sein scheint, lässt sich rasch auf ihn ein. Zwischen den beiden entspinnt sich scheinbar eine romantisch-freundschaftliche Beziehung. Doch dieses Mal eskaliert das eigentlich simple Täuschungsmanöver in einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem alles auf dem Spiel steht – und weitere perfide Machenschaften enthüllt, die sie beide durch ein Minenfeld von Gefahr, Intrigen und Verrat führen wird. Wer hintergeht hier eigentlich wen?

„The Good Liar – Das alte Böse“ ist Rentner-Romanze, Betrügerkrimi und Komödie in einem – und noch sehr viel mehr, was sich allerdings erst im twistreichen Finale offenbart. Damit riskiert Bill Condon viel, verliert aber umso mehr, obwohl seine hochkarätige Besetzung die hanebüchenen Skriptentwicklungen immerhin noch halbwegs solide stemmen kann.


Heimkinotipp: ROADS | Regie: Sebastian Schipper | DE 2017

Der aus wohlhabenden Verhältnissen stammende, 18-jährige Gyllen (Fionn Whitehead) aus London hat das Wohnmobil seines Stiefvaters entwendet und ist dem Familienurlaub in Marokko entflohen, als er zufällig auf den gleichaltrigen William (Stéphane Bak) aus dem Kongo trifft, der versucht, die Grenze nach Europa zu überwinden, um dort seinen verschollenen Bruder zu suchen. In diesem Moment größter Verlorenheit beschließen die beiden Verbündete zu werden: Angetrieben von jugendlicher Abenteuerlust bahnt sich das ungleiche Paar seinen Weg durch Marokko, Spanien und Frankreich bis nach Calais. Während die Freundschaft und das Vertrauen der jungen Männer zueinander mit jedem Tag wächst, werden sie mit Entscheidungen konfrontiert, die nicht nur ihr eigenes Leben nachhaltig beeinflussen, denn früher oder später müssen sich die beiden ihrer ganz eigenen Realität stellen…

Nach seinem einmaligen One-Shot-Trip „Victoria“ zieht es Regisseur Sebastian Schipper mit „Roads“ wieder in konventionellere Gefilde. Dabei hangelt er sich keineswegs an den klassischen Etappen eines Roadmovies entlang; im Gegenteil! Seine ganz eigene Version davon lebt von einer unberechenbaren Atmosphäre und davon, dass er die Augen nie vor der Realität verschließt.

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