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Das startet am 11. Januar 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 11. Januar 2018, an dem Liam Neeson in seiner Paraderolle des bewaffneten Rächers den besten Start erwischen dürfte. Doch auch der zweimalig als Event gestartete Anime „Your Name“ könnte sich aufgrund einer recht großen Anime-Community als Erfolg erweisen. Der neue Woody Allen dürfte aufgrund schlechter Publicity und miserabler Mundpropaganda dagegen kaum etwas reißen. Alles in allem ein recht schwächer Starttag. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

YOUR NAME  | Regie: Makoto Shinkai | JP 2016

Mitsuha lebt gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Yotsuha bei ihrer Großmutter in einer ländlichen Kleinstadt Japans. Insgeheim beklagt sie ihr abgeschiedenes Dasein in der Provinz und wünscht sich ein aufregendes Leben in der Großstadt. Taki würde sich freuen, so beschaulich aufzuwachsen, denn er wohnt in der Millionen-Metropole Tokio, verbringt viel Zeit mit seinen Freunden und jobbt neben der Schule in einem italienischen Restaurant. Eines Tages scheint Mitsuha einen Traum zu haben, in dem sie sich als Junge in Tokio wiederfindet. Parallel macht Taki eine ähnliche Erfahrung: Er findet sich als Mädchen in einer Kleinstadt in den Bergen wieder, wo er noch nie zuvor war. Doch wie kommt es zu dieser schicksalhaften Verstrickung und welches Geheimnis verbirgt sich wirklich hinter den Träumen der beiden Teenager? 

„Your Name“ ist eine regelrechte Wundertüte an kreativen Einfällen, die so unverhohlen auf das Publikum losgelassen werden, dass am Ende kaum ein Augen trocken bleiben dürfte.


THE COMMUTER | Regie: Jaume Collet-Serra | UK/USA 2018

Seit 10 Jahren pendelt der Versicherungsmakler Michael MacCauley (Liam Neeson) jeden Tag aus seinem beschaulichen Vorort nach Manhattan und zurück. Doch als er nach einem harten Tag mal wieder in den ewig gleichen Zug einsteigt, ist alles anders. Die Fremde Joanna (Vera Farmiga) setzt sich zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas sehr Wertvolles zu transportieren scheint. Michael erhält nur zwei Hinweise: Einen falschen Namen und den Zielbahnhof des Unbekannten. Als er zögert, macht Joanna ihm unmissverständlich klar: Sie hat nicht nur das Leben der Passagiere in ihrer Hand, sondern auch das von Michaels Familie. Michael ist Teil einer kriminellen Verschwörung geworden. Er kann nur mitspielen, oder einen Ausweg finden – und ihm bleibt nur eine Stunde Zeit.

Nicht innovativ, aber effektiv – Mit „The Commuter“ setzt Jaume Collet-Serra die Konstanz innerhalb seiner Arbeit fort und liefert einen zwar weitgehend generischen, dafür unterhaltsamen Actionthriller mit einem charismatisch aufspielenden Liam Neeson, einigen hübschen Twists, diversen falschen Fährten und einer chicen Optik.


WONDER WHEEL  | Regie: Woody Allen | USA 2017

Die emotional instabile Ex-Schauspielerin Ginny (Kate Winslet) jobbt in einem Meeresfrüchte-Imbiss und ist unglücklich mit Humpty (Jim Belushi) verheiratet, der auf Coney Island ein Karussell betreibt. Der attraktive junge Rettungsschwimmer Mickey (Justin Timberlake) träumt derweil von einer Karriere als Bühnenautor, während sich Humptys seit Langem getrennt lebende Tochter Carolina (Juno Temple) bei ihm vor einer Gangsterbande versteckt. Ginnys und Mickeys Wege kreuzen sich eines Tages, als die traurige Frau am Strand die Aufmerksamkeit des smarten Verführers auf sich zieht. Doch während er leidenschaftlich für Ginny schwärmt und die beiden sogar eine Affäre beginnen, hat Carolina ein Auge auf Mickey geworfen, der sich dem Charme der jungen Frau nur schwer entziehen kann… 

Woody Allen bräuchte nicht einmal den Skandal um seine Person, um negative Resonanz zu seinem neuesten Werk zu erhalten. Die theaterhafte Tragikomödie „Wonder Wheel“ ist trotz der berauschenden Kulisse eine redselige Schlaftablette.


TAD JONES UND DAS GEHEIMNIS VON KÖNIG MIDAS  | Regie: Enrique Gato | ESP 2017

Der liebenswerte Tad Stones verdient seine Brötchen als Bauarbeiter, träumt aber seit seiner Kindheit davon, als Archäologe und Schatzjäger die Welt zu erkunden. Die Aufregung ist groß, als ihn eines Tages die renommierte Archäologin und sein heimlicher Schwarm Sara Lavroff bittet, ihr bei der Lösung des geheimnisvollen Rätsels um die Halskette von König Midas zu helfen. Doch dann wird während der Mission Sara plötzlich vor Tads Augen von dem zwielichtigen Millionär Jack Rackham entführt, der mit ihrer Hilfe in den Besitz der rätselhaften Kette kommen möchte.

Mit vereinten Kräften treten Tad, sein Hund Jeff, Saras Assistentin Tiffany und die tollpatschige Mumie den Wettlauf gegen die Zeit an und begeben sich auf eine spannende Verfolgungsjagd, um Sara und die Halskette aus den Händen von Fiesling Rackham zu befreien …


EIN WEG  | Regie: Chris Miera | DE 2017

Ein kleiner beschaulicher Ort in Thüringen. Andreas‘ Tischlerwerkstatt läuft wieder gut und Martin ist beruflich nicht mehr so viel unterwegs wie früher. Sohn Max ist aus dem Haus. Endlich haben die beiden wieder mehr Zeit für sich und fahren im November an die Ostsee – wie sie es früher immer gemacht haben. Doch Martin ist unzufrieden: Das Wetter ist schlecht und er wäre doch lieber zu Hause geblieben. Andreas reißt sich die Kleider vom Leib und schmeißt sich in das kalte Meer. Voller Sorge versucht Martin, ihn zurückzuziehen und schluckt das salzige Wasser, als er stolpert. Zurück in ihrem Ferienhaus ist die Stimmung von den unterschiedlichen Erwartungen gestört. Eine behutsame Annäherung an die Spuren einer langen Beziehung.

„Ein Weg“ erzählt die Liebe zweier Menschen. Nicht wie sie zusammen kommen, nicht eine Phase, die sie durchleben, sondern all ihre gemeinsame Zeit.


JULIAN SCHNABEL – A PRIVATE PORTRAIT  | Regie: Pappi Corsicato | USA/IT 2017

Extravaganz, Provokation und Genie sind nur einige der Schlagworte, die immer wieder im Zusammenhang mit Julian Schnabel fallen. Pappi Corsicato blickt in seinem Porträt hinter die Fassade des prominenten Malers und Filmemachers und offenbart den Menschen hinter dem Künstler. Schnabel öffnet sein privates Archiv, spricht über seine Anfänge als Künstler, die skandalträchtige New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre und über künstlerische wie persönliche Krisen wie den Tod seines engen Freundes Lou Reed. Auch Schnabels Familie, Freunde und langjährige Wegbegleiter wie Al Pacino, Willem Dafoe, Bono und Emmanuelle Seigner kommen zu Wort.

„Julian Schnabel – A Private Portrait“ zeigt dem Zuschauer einen Menschen, der mehr ist als das oft beschworene Enfant terrible: Krisengerüttelter Künstler.


Heimkinotipp: KILLER’S BODYGUARD  | Regie: Patrick Hughes | NED/CN/BG/USA 2017

Michael Bryce ist der weltbeste Sicherheitsagent und Personenschützer und wird als solcher ausgerechnet dafür engagiert, den berühmt-berüchtigten Auftragskiller Darius Kincaid zu beschützen, mit dem er bereits mehr als einmal beruflich zu tun hatte. Kincaid soll vor einem internationalen Gerichtshof gegen den verbrecherischen, osteuropäischen Diktator Vladislav Dukhovich (Gary Oldman) aussagen. Doch dazu muss er rechtzeitig und unversehrt dort eintreffen, was Dukhovich natürlich mit allen Mitteln verhindern will. Die beiden Männer waren zwar jahrelang Feinde und haben unzählige Male versucht, sich gegenseitig zu töten, aber jetzt müssen sie wohl oder übel zusammenarbeiten, um innerhalb von 24 Stunden zu der Gerichtsverhandlung zu kommen. Der Beginn eines haarsträubenden Abenteuers…

Die Idee hinter „Killer’s Bodyguard“ ist clever, die beiden perfekt aufeinander eingespielten Hauptdarsteller machen Spaß und die Action punktet größtenteils mit Kreativität und Einfallsreichtum. Inhaltlich bietet die Actionkomödie jedoch nicht allzu viel Neues, während die hier und da hervorstechenden Mängel in der technischen Ausfertigung schon stark irritieren.

2017 – Die Plätze 10 bis 1

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde ich mit den Top 10 meiner Lieblingsfilme 2017 nun endgültig mit dem vergangenen Jahr abschließen. Ein kurzes Abschlussfazit: Ich habe so viele Filme wie noch nie gesehen und habe mich erstmals auch ein wenig ausführlicher mit Produktionen auseinandergesetzt, die nicht regulär ins Kino gekommen sind. Dabei habe ich dann tatsächlich eine Handvoll Perlen entdeckt und ärgere mich etwas, dass ich Direct-to-DVD-Produktionen erst jetzt in meinen Jahrescharts berücksichtige. Unter allen Filmen, die ich gesehen habe, waren diesmal doch ein paar mehr Graupen dabei, als zuletzt. Wobei sich diese mitnichten bloß im Mainstreamkino ausmachen lassen. Es nervt mich, dass Big-Budget-Filme immer stärker von oben herab betrachtet werden, auch wenn sich manch ein Film nicht wundern braucht, wenn er das Image des Blockbusters nachhaltig schädigt. Trotzdem gibt es in absolut jedem Genre und jeder Produktionsgröße starke und schwache Filme. 2017 war für mich aber vor allem das Jahr des Horrorfilms. Als Genrefan freut mich das ganz besonders, genauso wie ich an dieser Stelle gern (mal wieder) eine Lanze für das deutsche Kino brechen möchte, das dieses Jahr wirklich stark aufgestellt war. Nun aber genug in der Vergangenheit geschwelgt – Zeit, für die letzten ehrenwerten Nennungen:

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2017 – Die Plätze 20 bis 11

Vor einigen Tagen eröffnete ich an dieser Stelle meine Jahrescharts 2017. Was sich auf den Plätzen 40 bis 31 sowie 30 bis 21 findet, könnt ihr in den jeweiligen Blog-Beiträgen nachlesen. Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun mit den nächsten zehn Platzierungen weiter. Vorab jedoch ein bisschen Statistik: Ich habe vom 01. Januar bis zum 31. 12. 2017 exakt 269 Kinovorstellungen besucht. 23 mal besuchte ich reguläre Vorführungen, 246 mal waren diese ausschließlich für die Presse. Dabei habe ich insgesamt 249 unterschiedliche Filme gesehen. 58 Filme habe ich im Kino verpasst und mussten von mir auf DVD oder via Pressestream/-screener nachgeholt werden. Hinzu kommen 11 Filme, die direkt im Heimkino erschienen sind und keine reguläre Kinoauswertung erhalten haben. Für meine Top 40 zur Auswahl standen insgesamt also 318 verschiedene Kinofilme.

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