Schlagwort-Archiv: Abenteuer

Black Beauty

26 Jahre nach der wohl bekanntesten Verfilmung des Abenteuerklassikers BLACK BEAUTY wagte man sich für den Streamingdienst Disney+ an eine weitere, moderne Neuninterpretation und nahm für diese einige grundlegende Änderungen vor. Welche das sind und ob sie dem Film guttun, das verraten wir in unserer Kritik.

OT: Black Beauty (USA/UK/ZAF/DE/FR 2020)

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Das startet am 29. Oktober 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 29. Oktober, an dem gleich zwei Filme mit Hexenthematik in die Kinos kommen. Robert Zemeckis‘ „Hexen hexen“ ist ein gelungenes Remake des Roald-Dahl-Klassikers, „Der Hexenclub“ dagegen wurde der Presse vorab nicht gezeigt. Der erste „Yakari“-Kinofilm dagegen schon – und der ist genauso sehenswert wie Julia von Heinz‘ Antifa-Drama „Und morgen die ganze Welt“. Ziemlich viel Stoff also, den es in dieser Woche zu entdecken gilt. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

HEXEN HEXEN | Regie: Robert Zemeckis | USA 2020

Robert Zemeckis’ visuell innovativer Film ist eine Neubearbeitung von Roald Dahls beliebter Geschichte „The Witches“ für ein modernes Publikum und erzählt die schwarzhumorige und herzerwärmende Geschichte eines jungen Waisenjungen (Jahzir Bruno), der Ende 1967 zu seiner liebevollen Großmutter (Octavia Spencer) in die ländliche Stadt Demopolis in Alabama zieht. Als der Junge und seine Großmutter auf einige trügerisch glamouröse, aber durch und durch teuflische Hexen treffen, verfrachtet diese unseren jungen Helden klugerweise in ein opulentes Seebad. Bedauerlicherweise kommen sie genau zur selben Zeit an, zu der die Hoch-Großmeisterhexe der Welt (Anne Hathaway) ihre Weggefährtinnen aus allen Teilen des Erdballs – unter falscher Identität – versammelt hat, um ihre ruchlosen Pläne zu verwirklichen.

Wo früher die handgemachten Masken und gruseligen Make-Up-Fratzen für Gänsehaut sorgten, sind es im Jahr 2020 natürlich vor allem Schockeffekte aus dem Computer. Doch Robert Zemeckis weiß diese stimmungsvoll einzusetzen und liefert einen angenehm kantigen Fantasy-Grusler ab, gerade richtig als Horroreinstieg und Roald-Dahl-typisch gleichermaßen komisch wie bitterböse.


YAKARI – DER KINOFILM | Regie: Toby Genkel, Xavier Giacometti  | BEL/FR/DE 2020


UND MORGEN DIE GANZE WELT | Regie: Julia von Heinz  | DE/FR 2020

Das startet am 1. Oktober 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 1. Oktober, an dem vor allem das deutsche Kino brilliert. Mit „Enfant Terrible“ kommt einer der besten Filme des Jahres in die Kinos. Dennis Gansel präsentiert mit „Jim Knopf und die Wilde 13“ seinen zweiten „Jim Knopf“-Realfilm und setzt auf den ersten Teil noch eines drauf – in vielerlei Hinsicht. Ab dem 27. September, 17:00 Uhr dürfen wir mehr verraten. Darüber hinaus ist auch „Die Misswahl“ sehenswert – nicht nur wegen Keira Knightley, sondern wegen der gleichermaßen spannenden wie herzensguten Geschichte über weibliche Selbstbestimmung. Und sogar Til Schweiger kann sich in „Gott, du kannst ein Arsch sein“ endlich mal wieder als Darsteller sehen lassen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ENFANT TERRIBLE | Regie: Oskar Roehler | DE 2020

Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder (Oliver Masucci) 1967 die Bühne des Antiteaters in München stürmt und kurzerhand die Inszenierung an sich reißt, ahnt niemand der Anwesenden, dass dieser dreiste Typ einmal der bedeutendste Filmemacher Deutschlands werden wird. Schnell schart der einnehmende wie fordernde Mann zahlreiche Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Liebhaber um sich und baut sich eine Gruppe aus Weggefährten auf, mit denen er in den Folgejahren viele Projekte ins Leben rufen. Er dreht einen Film nach dem nächsten, die auf den Festivals in Berlin und Cannes für Furore sorgen. Der junge Regisseur polarisiert: beruflich wie privat. Aber die Arbeitswut, die körperliche Selbstausbeutung aller Beteiligten und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald ihre ersten Opfer.

Mit „Enfant Terrible“ gelingt Oskar Roehler ein Biopic über die Regielegende Rainer Werner Fassbinder, das mit einer außergewöhnlichen Inszenierung besticht und in dem Oliver Masucci als ebenjene Regielegende brilliert. Einer der besten deutschen Filme des Jahres!


DIE MISSWAHL | Regie: Philippa Lowthorpe  | UK/FR 2020

Mulan

Disneys lange Liste der Remakes wird um einen Eintrag länger – wenngleich in Deutschland nur auf Disney+ zu sehen, nachdem die Corona-Krise die Kinobranche durcheinandergewirbelt hat. Ob MULAN ins Lichtspielhaus gehört hätte, erfahrt ihr in unserer Kritik.

OT: Mulan (USA/CAN/HKG 2020)

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Das startet am 3. September 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 3. September, an dem mit dem Romanzen-Sequel „After Truth“ ein Film in die Kinos kommt, der durchaus gut performen dürfte, wenn man bedenkt, dass der erste Teil hierzulande ein echter Erfolg war. Wie er geworden ist, erfahrt ihr an dieser Stelle ab Mittwoch. Und bis dahin empfehlen wir euch, „The Hunt“ endlich im Heimkino zu genießen (also mit „endlich“ meinen wir: auf Blu-ray!) und darüber nachzudenken, ob man nicht ein Kinoticket für das bezaubernde Familienabenteuer „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ löst. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MEINE WUNDERBAR SELTSAME WOCHE MIT TESS | Regie: Steven Wouterlood | UK/USA 2020

Sam (Sonny Coops Van Utteren) verbringt mit seiner Familie den Urlaub auf der niederländischen Insel Terschelling und direkt bricht sich sein älterer Bruder das Bein. Das ist zwar doof für ihn, aber gut für Sam. Denn das brüderliche Missgeschick führt dazu, dass Sam der eigensinnigen Tess (Josephine Arendsen) begegnet, einem wilden Jungspund. Ihre unbändige Energie zieht Sam direkt in den Bann, und ihre unverblümte Art, Sam direkt in all ihre Tätigkeiten einzubinden, sorgt zudem dafür, dass Sam seine eigenen Abenteuer im Urlaub erlebt, fernab seiner Eltern und seines Bruders. Daher ist Sam nun hin- und hergerissen. Eigentlich wollte er doch endlich das Alleinsein üben – so für den Fall der Fälle… Tess wiederum ist wie besessen davon, einem jungen Pärchen den perfekten Urlaub in einer strandnahen Ferienwohnung zu verschaffen…

Ein Sommer voll gewollter Wehmut wird zu einem Sommer der Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse – Steven Wouterloods  niederländische Regiearbeit „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ ist angenehmes Familienkino mit Herz und wenig Hektik.


CORPUS CHRISTI | Regie: Jan Komasa | CHN/FR 2019

Jan Komasas „Corpus Christi“ ist die Geschichte des 20-jährigen Daniel (Bartosz Bielena), der während seines Aufenthalts in einem Jugendgefängnis eine spirituelle Transformation erlebt. Fortan möchte er Priester werden, weiß aber, dass dieser Plan mit vielen Hürden gesäumt ist. Aufgrund seiner Vorstrafen ist es ihm nämlich nahezu unmöglich, diese vermeintliche Berufung anzutreten. Doch dann kommt plötzlich alles anders: Als er zur Arbeit in eine kleinen Stadt geschickt wird, verkleidet er sich bei seiner Ankunft spontan als Priester und übernimmt versehentlich die örtliche Gemeinde. Durch die Ankunft des jungen, charismatischen Predigers verändert sich die Gemeinde zum Positiven und Daniel sieht sich in seiner vermeintlichen Bestimmung bestätigt. Doch dieses Täuschungsmanöver hat verheerende Folgen…

„Corpus Christi“ erzählt eine schon vielfach dagewesene Geschichte über einen Hochstapler, stützt sie hier allerdings auf wahre Ereignisse und konzentriert sich ganz auf den Druck, dem sich die hochstapelnde Person ausgesetzt sieht. Leider wirkt der Film hin und wieder zu bedeutungsschwanger für die inhaltlich sehr leicht zu durchschauende Geschichte.


AFTER TRUTH | Regie: Roger Kumble  | USA 2020


DER FLÜSSIGE SPIEGEL | Regie: Stéphane Batut  | FR 2019

Juste streift fast unbemerkt durch die Straßen von Paris. Menschen die ihn sehen können bittet er ihm eine Erinnerung an ihr Leben zu erzählen, dann hilft er ihnen ins Jenseits. Eines Tages wird Agathe, eine junge Frau auf ihn aufmerksam. Sie glaubt ihn wiederzuerkennen. Sie gehört zu seinem alten Leben. Wieso kann sie ihn sehen? Sie lebt und er ist ein Geist. Bekommen sie beide eine zweite Chance? Agathe sieht Juste und weiß, das muss Guillaumes sein, ihre große Liebe, die vor ein paar Jahren von einem auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwunden ist. Juste ahnt, dass er Agathe von früher kennt. Juste weiß, wenn Menschen ihn sehen können, dann muss er sie nach einer Erinnerung fragen und sie danach mit ihrer Erinnerung in die andere Welt begleiten. Dass er in Agathes Erinnerung ist, darauf hat man ihn nicht vorbereitet. Darf er sich in Agathe verlieben?


Heimkinotipp: THE HUNT | Regie: Craig Zobel  | USA 2020

Zwölf Fremde wachen auf einer Waldlichtung auf. Niemand von ihnen weiß, wo sie sich befinden und wie sie dort hingekommen sind. Ebenso wenig wissen sie, dass jeder und jede von ihnen ausgewählt wurde, und zwar für einen ganz speziellen Zweck: die Jagd. Im Schatten einer düsteren Internet-Verschwörungstheorie versammelt sich eine elitäre Gruppe erstmals auf einem abgelegenen Anwesen, um ganz normale Amerikaner und Amerikanerinnen zum Spaß zu jagen. Doch ihr perfider Plan fällt schnell in sich zusammen, denn eine der Gejagten, Crystal (Betty Giplin), beherrscht das grausame Spiel der selbst ernannten Elite besser als sie selbst. Sie dreht den Spieß um und schaltet einen der Killer nach dem anderen aus, bis sie schließlich vor der rätselhaften Frau (Hilary Swank) steht, bei der alle Fäden zusammenlaufen…

„The Hunt“ ist ein im besten Sinne abgefuckter, bitterböser, mit fiesem Humor, Unmengen an Twists und spektakulären Kills angereicherter Mix aus Politkommentar und Survival-Horror, der von der ersten bis zur letzten Sekunde, vor allem aber dank zwei hervorragend aufgelegten Hauptdarstellerinnen enorm viel Spaß macht.

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