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Verlosung: Amelie rennt

Regisseur Tobias Wiemann lässt in AMELIE RENNT ein Mädchen gegen sich selbst und ihre Krankheit kämpfen – und bleibt dabei trotzdem sympathisch. Ein Drahtseilakt zwischen Betroffenheitsstudie und aufbegehrendem Abenteuer, das ab dem 20. April auch fürs Heimkino erhältlich ist. Zu diesem Anlass verlosen wir in Kooperation mit farbfilm Home Entertainment einmal die DVD und einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Amelie (Mia Kasalo) ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern (Susanne Bormann und Denis Moschitto), die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart (Samuel Girardi). Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht.

„Amelie rennt“ ist ein mit viel Fingerspitzengefühl inszeniertes Abenteuerdrama rund um eine junge Frau, die es sich und ihrer Umwelt beweisen will. Dabei nimmt Regisseur Tobias Wiemann nicht bloß seine Hauptfigur sowie ihr privates Umfeld zu jedem Zeitpunkt ernst, sondern macht aus kleinen Beobachtungen Momente größter Emotionen. Ein wahrhaftiger, ehrlicher und ehrlich optimistischer Film.

Ihr wollt ihn Euch „Amelie rennt“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 29. April 2018 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht und ihr habt bei der nächsten Verlosung wieder eine neue Chance, zu gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Ready Player One

Steven Spielbergs Zweiter in diesem Jahr hat mit seinem durchschnittlichen Journalistendrama „Die Verlegerin“ nichts mehr zu tun. Das Science-Fiction-Abenteuer READY PLAYER ONE will einfach nur Spaß machen – und das tut es trotz einiger inhaltlicher Schwächen auch. Warum, das verrate ich in meiner Kritik.

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Das startet am 29. März 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 29. März, an dem es so scheint, als hätten die Verleiher Respekt vor „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“, der im Anbetracht des immensen Marketingaufwands als erster Anwärter auf einen der erfolgreichsten Filme des Jahres gehandelt werden dürfte. Das Restangebot gestaltet sich qualitativ übersichtlich, während der Bülent-Ceylan-Kinofilm „Verpiss Dich, Schneewittchen!“ der Presse noch nicht gezeigt wurde und somit bislang kein Urteil möglich ist.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JIM KNOPF & LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER  | Regie:  Dennis Gansel | DE 2018

Eines Tages bringt der Postbote ein großes Paket auf die Insel Lummerland, eine kleine Insel mitten im Ozean. Die vier Bewohner Frau Waas, Herr Ärmel, König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte und Lukas der Lokomotivführer trauen ihren Augen nicht, als sie das Paket öffnen: Ein kleiner dunkelhäutiger Junge strahlt sie mit großen Kulleraugen an. Frau Waas beschließt, den kurzerhand auf den Namen Jim getauften Säugling bei sich aufzunehmen. Als Jim älter wird, schließt er auch mit dem Rest der Inselbewohner bald Freundschaft – besonders in Lukas hat er einen Zuhörer gefunden, mit dem er regelmäßig in seiner geliebten Lokomotive Emma quer über die Insel kurvt. Doch je älter Jim wird, desto mehr sehnt er sich nach der Antwort auf die Frage, wo er eigentlich herkommt…

„Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ ist ein mit viel Liebe zum Detail inszeniertes, handwerklich astreines Vergnügen für große und kleine Liebhaber der Vorlage, die sich inszenatorisch auf dem Niveau internationaler Großproduktionen befindet.


UNSANE – AUSGELIEFERT | Regie: Steven Soderbergh | USA 2018

Sawyer Valentini (Claire Foy) ist eine junge, erfolgreiche Frau, die nach einem unangenehmen Vorfall ihre Heimatstadt verlässt. In der Fremde will sie ihre belastende Vergangenheit ein für alle Mal hinter sich lassen, einen neuen Job beginnen, glücklich sein. Nach wie vor unter Angstzuständen leidend, nimmt sie eines Tages die Dienste einer Therapeutin in Anspruch. Kurz darauf wird sie gegen ihren Willen in einer psychiatrischen Einrichtung festgehalten und mit ihrer größten Angst konfrontiert – aber ist sie real oder nur ihre Einbildung? Da anscheinend niemand bereit ist, ihr zu glauben und die Behörden ihr nicht helfen können oder wollen, muss sie sich mit ihren Ängsten direkt auseinandersetzen. Doch je tiefer Sawyer kramt, desto schlimmer wird es für sie…

Style-over-Substance in Reinkultur – das technische Konzept hinter Steven Soderberghs mit einem iPhone gedrehten Psychothriller „Unsane – Ausgeliefert“ ist beispielhaft und sorgt genau für die Beklemmung, die in diesem Szenario angebracht ist. Schade, dass hinter der Geschichte nicht dieselbe Cleverness steckt.

VOR UNS DAS MEER  | Regie: James Marsh | UK 2018

1968 im englischen Teignmouth: Donald Crowhurst (Colin Firth) ist ein wohlsituierter Familienvater und Hobbysegler, der seiner Familie die Probleme in der Firma bislang verschweigen konnte. Um seine Geldsorgen loszuwerden, nimmt er eines Tages beim Sunday Times Golden Globe Race teil. um der schnellste Mensch zu werden, der allein und ohne Zwischenstopp die Welt umsegelt. Mit seinem unfertigen, selbst entworfenen Boot und im Glauben, sich das für so eine Reise notwendige Fachwissen während der Fahrt selbst anzueignen, sticht Crowhurst schließlich in See. Seine Frau Clare (Rachel Weisz) und die gemeinsamen Kinder lässt er an Land zurück und begibt sich Hals über Kopf in ein gefährliches Abenteuer, das Geschichte schreiben wird. Ob aufgrund eines Sieges oder durch seinen Tod, steht dabei allerdings noch in den Sternen… 

„Vor uns das Meer“ ist ein unaufgeregtes Abenteuerdrama über einen Mann, dessen Scheitern vorbestimmt war. Colin Firth erweckt diesen Mann zum Leben und kann erzählerische Defizite weitestgehend ausgleichen. Trotzdem überzeugt die stilsichere Inszenierung mehr, als die Geschichte selbst, die letztlich zu viel behauptet und zu wenig zeigt.


IM ZWEIFEL GLÜCKLICH | Regie: Mike White | USA 2017

Eigentlich hat Brad (Ben Stiller) alles, um glücklich zu sein: Eine liebende Ehefrau (Jenna Fischer), eine erfüllende Arbeit und einen talentierten Sohn (Austin Abrams). Trotzdem beschleicht ihn ständig das Gefühl, nicht genug erreicht zu haben – im Gegensatz zu seinen früheren Studienfreunden, deren erfolgreiche Karrieren er neidisch aus der Ferne verfolgt. Als er mit seinem Sohn mögliche Colleges an der Ostküste besichtigt, ist eine Begegnung mit einem alten Freund unvermeidlich. Craig (Michael Sheen) ist inzwischen ein gefeierter Buchautor, wodurch Brad sein Mittelklassestatus umso schmerzhafter bewusst wird. Bis er bemerkt, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem erfolgreichem Leben und einem glücklichen. Auf der Reise mit seinem Sohn findet er langsam aber sicher zu sich selbst…

Ein Fazit zu „Im Zweifel glücklich“ fällt uns ebenso schwer, wie Ben Stiller in diesem Film das Glücklichsein. Einerseits gelingt Mike White mit seiner Tragikomödie eine sehenswerte Erzählung darüber, wie leicht es ist, sich selbst im Weg zu stehen. Andererseits fehlt es Skript und Inszenierung aber auch oft an Feinschliff, sodass der Film letztlich schwerfälliger daherkommt, als er müsste.


THE DEATH OF STALIN | Regie: Armando Iannucci | UK/USA/FR/BEL 2017

Moskau am 2. März 1953. Ein Mann liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Bald wird er das Zeitliche segnen – und wer es jetzt richtig anstellt, kann seinen Platz einnehmen. Der sterbende Mann heißt Josef Stalin (Adrian McLoughlin): Generalsekretär der UdSSR, Diktator, Tyrann und Massenmörder – und Musikliebhaber, was ihm an diesem Tag zum Verhängnis wird. Die folgenden Tage zwischen seinem unrühmlichen Ableben und seiner pompösen Beerdigung werden zu Tagen, in denen die Mitglieder des Politbüros mit allen Mitteln darum kämpfen, die Macht zu übernehmen. Tage, in denen sich der ganze Wahnsinn, die Verkommenheit und die alltägliche Unmenschlichkeit des Totalitarismus in allen Facetten offenbaren. Doch hinter dem Wahnsinn stecken Mord, Verfolgung und schwere Verbrechen an der Gesellschaft…

Eigentlich wollte Armando Iannucci eine satirische Komödie mit bösen Dramaeinschüben drehen, doch am Ende hat er zwei Filme gedreht: eine Comedy und ein hartes Kriegsdrama. Und das beides unter einen Hut zu bringen, ist ihm nicht ganz gelungen.


VERPISS DICH, SCHNEEWITTCHEN!  | Regie: Cüneyt Kaya | DE 2018

In seinen Träumen ist Sammy (Bülent Ceylan) ein Rockstar. Doch in der Realität jobbt und schrubbt er im Hamam seines Bruders Momo (Kida Khodr Ramadan). Plötzlich gibt ihm ein Musiklabel die Chance, bei einer Castingshow berühmt zu werden. Unter einer Bedingung: Der Solomusiker muss eine Band gründen. So wird aus Sammy, seiner Schwester Jessi (Josefine Preuß), dem alten Aushilfsmasseur Wolle (Paul Faßnacht) und dem dicken Mahmut (Özgür Karadeniz) kurzerhand die Gruppe „Hamam Hardrock“, eine unkonventionelle Truppe mit einem guten Gespür für Musik. Das Publikum feiert die originellen Newcomer, doch Labelchefin Thomaschewsky (Sabrina Setlur) will den Siegeszug der Multikulti-Rocker mit allen Mitteln verhindern.

„Verpiss dich, Schneewittchen!“ ist nicht die Vollkatastrophe, die sich anhand der Trailer erahnen ließ. Sie liegt in ihrem Anspruch, eine richtige Geschichte zu erzählen, sogar weit über diversen Filmen von Bülent Ceylans Comedykollegen. Doch als solcher ist die mit Nazikritik angereicherte Castingodysse leider weder Fisch noch Fleisch – nicht wirklich lustig und erst recht nicht ernsthaft dramatisch.


1000 ARTEN, DEN REGEN ZU BESCHREIBEN | Regie: Isa Prahl | DE 2017

Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike (Béla Gabor Lenz), gerade 18 geworden, hat sich von dem einen auf den anderen Tag in seinem Zimmer eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich einfach nur bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Die Eltern Susanne (Bibiana Beglau) und Thomas (Bjarne Mädel) sowie Schwester Miriam (Emma Bading) stehen buchstäblich vor seiner Tür ˗ warten, fragen, fordern, flehen, rasten aus, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür zwischen ihnen und Mike mehr und mehr zum Spiegel ihrer eigenen Geschichten. Je mehr sie nach Mikes Gründen forschen oder vor ihrer eigenen Ohnmacht fliehen, desto deutlicher werden ihnen ihre eigenen Verkettungen mit einem Leben, das sie nie wirklich hinterfragt haben, und das sie dem entsprechend nie wirklich bewusst angenommen haben.


VOR DEM FRÜHLING | Regie: George Ovashvili | GEO/DE/FR 2017

Der Präsident, einst Volksheld und Befreier seines Landes, wird entmachtet und muss in die wilde Gebirgsregion seiner Heimat flüchten, begleitet nur von einer Handvoll treuer Anhänger. In der Hoffnung auf loyale Unterstützer zu stoßen und die Macht wiederzuergreifen, ziehen sie über schneebedeckte Berge und unwegsame Pässe, durch tiefe Wälder und reißende Ströme – voll Schönheit und Gefahren. Durch den ständigen Wechsel der Verstecke versucht die Gruppe, ihren Gegnern zu entkommen, doch ein unsichtbarer Verfolger setzt sie unter unerschütterlichen psychologischen Druck. Die all umschließende Natur, ihr Zufluchtsort, stellt sich als unberechenbare Gewalt heraus, die sich jederzeit gegen sie wenden kann. Und auch nicht jedes abgelegene Heim ist von verbündeten Seelen bewohnt. Die Reise wird zu einer rastlosen – zwischen Vertrauen und Misstrauen, zwischen Hoffnung und Zweifel. Wem kann der Präsident noch trauen?


 Heimkinotipp: PADDINGTON 2  | Regie: Paul King | UK/FR/USA 2017

Der liebenswerte Bär Paddington mit Schlapphut und Dufflecoat hat nicht nur bei Familie Brown ein Zuhause gefunden, er ist auch in der Nachbarschaft ein geschätztes Mitglied: Höflich, zuvorkommend und immer fröhlich – außerdem lieben alle seine Marmeladenbrote, ohne die er nie das Haus verlässt. Als der 100. Geburtstag von Tante Lucy ansteht, sucht Paddington nach einem geeigneten Geschenk. Fündig wird er im Antiquitäten-Laden des liebenswerten Mr. Gruber, das allerlei Schätze birgt: Ein einzigartiges Pop-up-Bilderbuch hat es Paddington angetan. Allerdings muss der kleine, tollpatschige Bär dafür ein paar Nebenjobs antreten – das Chaos ist vorprogrammiert. Und dann wird das Buch auch noch gestohlen! Paddington und die Browns folgen den Spuren des Diebs, der ein Meister der Verkleidung zu sein scheint… 

Paul King gelingt erneut ein Film, der dem Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und um sich im Hinblick auf unser Urteil zu Teil eins noch einmal zu steigern, genügt nur eine Erkenntnis: „Paddington 2“ ist in jeder Hinsicht makellos!

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