Schlagwort-Archiv: Tragikomödie

Das startet am 17. Oktober 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die .anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 17. Oktober, an dem mit „Parasite“ ein Film startet, der Deutschland mit vielen Vorschusslorbeeren erreicht. Und ja: Er wird seinem Ruf zu großen Teilen gerecht. Mehr zum Film erfahrt ihr an dieser Stelle morgen. Etwas mehr auf den Mainstream zielt die Musicalverfilmung „Ich war noch niemals in New York“ ab. Über sechs Millionen Zuschauer haben die Bühnenfassung gesehen. Ob der Film dazu mithalten kann? Ebenfalls von vielen erwartet wird der zweite Teil von „Maleficent“. Aufgrund der Sperrfrist dürfen wir dazu aber erst ab dem 15. Oktober mehr verraten. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

PARASITE | Regie: Joon-ho Bong | KOR 2019

Familie Kim lebt in einer heruntergekommen Tiefparterre-Wohnung ohne direktes Sonnenlicht. Vater Ki-taek und Mutter Chung-sook sind seit Jahren arbeitslos. Die erwachsenen Kinder hausen ebenfalls hier. Ihr aller Abendessen besteht meist aus einer Tüte Instantnudeln und einer durch vier geteilten Dose Bier. Die einzigen Einkommensquellen der Kims sind kleine Gaunereien und das Zusammenfalten von Pizza-Kartons. Durch einen ehemaligen Schulfreund kommt Ki-woo eines Tages an die Stelle als Nachhilfelehrer für die Tochter eines wohlsituierten Geschäftsmannes. Dort erschleicht er sich das Vertrauen der Gattin seines neuen Chefs. Es gelingt ihm, seiner Schwester eine Anstellung als Kunst-Pädagogin für den komplett untalentierten Sohn zu beschaffen. Schließlich intrigieren die Geschwister so lange, bis die restlichen Angestellten der Parks, die Haushälterin und der Chauffeur, durch ihre Eltern ersetzt werden…

Glaubhafte, relevante Gesellschaftskritik im Gewand ausgesprochen cleverer Popcorn-Unterhaltung – Joon-ho Bong gelingt mit „Parasite“ ein bravouröser Spagat zwischen den Genres.


ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK | Regie: Philipp Stölzl | DE 2019

Für Lisa Wartberg, erfolgsverwöhnte Fernsehmoderatorin und Single, steht ihre Show an erster Stelle. Doch dann verliert ihre Mutter Maria nach einem Unfall ihr Gedächtnis, kommt ins Krankenhaus und kann sich nur noch an eines erinnern: Sie war noch niemals in New York! Kurzentschlossen flieht Maria und schmuggelt sich als blinder Passagier an Bord eines luxuriösen Kreuzfahrtschiffes. Gemeinsam mit ihrem Maskenbildner Fred macht sich Lisa auf die Suche nach ihrer Mutter und spürt sie tatsächlich auf der „MS Maximiliane“ auf. Doch bevor die beiden Maria wieder von Bord bringen können, legt der Ozeandampfer auch schon ab und die drei finden sich auf einer unfreiwilligen Reise über den Atlantik wieder. Lisa lernt an Bord Axel Staudach und dessen Sohn Florian kennen. Axel ist so gar nicht Lisas Typ, doch durch eine Reihe unglücklicher Missgeschicke kommen sich die beiden schließlich näher… 

Das Bühnen-Musical „Ich war noch niemals in New York“ nach den Songs von Udo Jürgens kongenial auf die Leinwand übertragen – wer sich auf diese quietschbunte Gute-Laune-Wundertüte einlassen kann, bekommt den Feelgood-Film des Herbstes spendiert.


AFTER THE WEDDING | Regie: Bart Freundlich  | USA 2019

Die Entwicklungshelferin Isabel kämpft Tag und Nacht für die Ärmsten der Armen. Trotzdem steht das von ihr beaufsichtigte Waisenhaus in Kalkutta kurz vor der Schließung. In der reichen Theresa findet Isabel überraschend eine großzügige Spenderin. Einzige Bedingung: Die beiden Frauen sollen sich in Theresas Heimatstadt New York persönlich kennenlernen. Für Isabel ist das ein großes Opfer, das sie für ihr Lebenswerk jedoch zu bringen gewillt ist. Doch in der US-Metropole kommt schließlich alles anders. Dort platzt sie nämlich mitten in die Hochzeitsvorbereitungen der 21-jährigen Grace, Theresas Tochter. Insbesondere Theresa selbst besteht darauf, dass Isabel bleibt und den Feierlichkeiten beiwohnt. Doch je länger sie über die Situation nachdenkt und ihr eigenes Leben rekapituliert, desto mehr wird Isabel bewusst, dass sie nicht durch Zufall an diesen Ort gekommen ist…

Das twistreiche Familiendrama „After the Wedding“ ist vor allem aufgrund der starken Hauptdarstellerinnen eine rundum gelungene Neuauflage des dänischen Dramas „Nach der Hochzeit“, die mit ihren vielen eigenen Ansätzen genauso überzeugt wie das Original.


MALEFICENT 2: MÄCHTE DER FINSTERNIS | Regie: Joachim Rønning | USA 2019

Einige Jahre nach den Ereignissen aus „Maleficent – Die dunkle Fee“ haben viele Menschen aus den anliegenden Königreichen bereits wieder vergessen, was in Wirklichkeit passiert ist. Und so gilt die Fee Maleficen gemeinhin als biestige Schurkin, die unentwegt Unschuldige mit dunklen Flüchen belegt. Das ist eine Lüge – oder wenigstens nur eine Teilwahrheit. Doch als Prinz Philipp um die Hand von Aurora anhält, bekommt die Prinzessin trotzdem zu sehen, wie schnell ihre Ziehmutter Maleficent ihre Geduld verliert. Die Beziehung zwischen den beiden Frauen wird auf eine noch härtere Probe gestellt, als die Königin von Ulstead, dem an die magischen Moore Maleficents angrenzenden Königreich, zu einem Essen lädt. Dort kocht der alte Groll zwischen den Menschen und den Feen wieder hoch und Maleficent und Aurora werden unweigerlich auf verschiedenen Seiten eines großen Konflikts gezerrt…

„Maleficent: Mächte der Finsternis“ ist nicht ganz so fahrig wie Teil eins, und Joachim Rønnings Bilderwelten sind nicht derart matschig wie die seines Vorgängers. Aber ein Film, der nicht ununterbrochen nervt, sondern primär langweilt, und nur ab und zu ätzt, ist noch immer ein mieser Film.


Heimkinotipp: X-MEN: DARK PHOENIX | Regie: Simon Kinberg | USA 2019

Im Zuge einer lebensgefährlichen Mission im Weltall verliert Jean Grey (Sophie Turner) beinahe ihr Leben als sie ein kosmisches Wesen absorbiert, das sie mit Kräften ausstattet, die weit über jenen liegen, die sie oder alle anderen Mutanten besitzen. Nach ihrer Rückkehr auf die Erde kämpft sie mit diesen Gott-gleichen Fähigkeiten, aber die Mächte in ihr lassen sich nicht bändigen. Jean verliert die Kontrolle über sich und fügt jenen Schmerzen zu, die sie am meisten liebt. Als die junge Frau sogar für einen Todesfall innerhalb der X-Men sorgt, führen ihre Taten zu einem Streit und später zu einem Zerwürfnis unter den X-Men, denn die Helden sehen sich plötzlich mit ihrem bislang gefährlichsten Feind konfrontiert – einer Mutantin aus den eigenen Reihen, die mit jedem Tag zu größeren Kräften kommt und schließlich unaufhaltsam wird…

Auch wenn „X-Men: Dark Phoenix“ nicht zwingend einen klassischen Bösewicht gebraucht und dem Finale eine Reduktion der Computereffekte gut getan hätte, ist der vorerst letzte Film aus dem Mutantenuniversum eine gelungene emotionale Auseinandersetzung mit inneren Konflikten, die viele neue Diskussionsansätze rund um die bekannten Figuren bietet und noch dazu angenehm kurzweilig ist.

Das startet am 10. Oktober 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 10. Oktober, an dem sich Augen auf dem „Joker“ konzentrieren. Es wird interessant sein, zu sehen, ob der Film auch die breite Masse abholen kann, oder ob er in den Programmkinos womöglich sogar erfolgreicher abschneidet als in den Multiplexen. Auch die Romanverfilmung „Dem Horizont so nah“ könnte sich aufgrund der erfolgreichen Vorlage und in Ermangelung an Genre-Konkurrenz als erfolgreich erweisen. Das genaue Gegenteil gilt derweil für die beiden „Intrigo“-Filme. Die Teile zwei und drei der 2018 gestarteten Trilogie kommen am kommenden Donnerstag – also am selben Tag – in die Kinos. Da besteht wohl gar kein Vertrauen mehr ins Projekt… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JOKER | Regie: Todd Phillips | USA 2019

Arthur Fleck lebt allein mit seiner kranken Mutter in einer dreckigen Wohnung mitten im brodelnden Gotham. Er nimmt selbst über ein halbes Dutzend Medikamente und leidet an einer neurologischen Störung, die es ihm unmöglich macht, zu lachen. Arthur versucht verzweifelt, in dieser zerrütteten Gesellschaft seinen Weg zu finden. Sehnsüchtig danach, das Glück auf seine Seite zu ziehen, versucht er sich als Stand-Up-Comedian. Doch schnell findet er heraus, dass jeder Scherz stets auf seine Kosten zu gehen scheint. Schon bald sieht sich Arthur gefangen in einer Abwärtsspirale aus Gleichgültigkeit und Grausamkeit und letztlich Verrat – er trifft eine Fehlentscheidung nach der anderen, die zu einer verhängnisvollen Kettenreaktion von eskalierenden Ereignissen führen.

Setzt ein Lächeln auf – „Joker“ ist ein Meisterwerk! Todd Phillips vermischt inszenatorische Akribie mit erzählerischer Anarchie und liefert nicht nur einen begeisternden Joaquin Phoenix in der Rolle des Joker, sondern auch einen Blick auf die Gesellschaft, der traurig, wütend und vor allem sprachlos macht.


DEM HORIZONT SO NAH | Regie: Tim Trachte | DE 2019

Als Jessica (Luna Wedler) das Männermodel Danny (Jannik Schümann) zum ersten Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass dieser um keinen coolen Spruch verlegene Macho einmal die Liebe ihres Lebens sein wird. Als würde das Schicksal die beiden zusammenführen wollen, treffen sie sich schon kurze Zeit später unter wenig romantischen Umständen wieder und verabreden sich prompt. Als Danny Jessica ein paar Tage später mit der Limousine abholt und die junge Frau in ein Luxus-Restaurant einlädt, ahnt sie, dass Danny und sie eigentlich in zwei völlig verschiedenen Welten leben. Doch die beiden verlieben sich ineinander, obwohl Danny Jessica schnell zu verstehen gibt, dass die beiden nie glücklich sein werden. Der Grund: Danny ist schwer krank und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch sein früher Tod Gewissheit sein wird. Für Jessica ist diese Nachricht ein Schock. Aber kein Grund, sich nicht weiterhin mit ihm zu treffen…

Obwohl die dramatisch-romantische Romanverfilmung „Dem Horizont so nah“ im letzten Drittel unnötig gehetzt wirkt, gefällt der überwiegende Teil aufgrund des herzzereißenden Spiels der beiden Protagonisten sowie einer Geschichte, die insbesondere durch den Mut überzeugt, schwere Themen aufzugreifen, mit denen eine angenehme Konsequenz einhergeht.


DORA UND DIE GOLDENE STADT | Regie: James Bobin  | USA/MEX/AUS 2019

Wohlbehütet wächst die kleine Dora bei ihren Entdecker-Eltern Cole und Elena im Dschungel auf. Als Teenagerin treibt es Dora schließlich in die Großstadt. An der Seite ihres Cousins Diego lernt sie die Gepflogenheiten an einer ganz normalen High School kennen, stößt ihrer Mitschüler mit ihrer offenen und herzlichen Art aber auch immer wieder vor den Kopf. Schon bald fühlt sich Dora gar nicht mehr so wohl in ihrer Haut und möchte am liebsten in den Dschungel zurück. Ein Ausflug in ein Museum soll die gewünschte Abwechslung bringen, doch vor Ort werden Dora, Diego und zwei weitere Mitschüler entführt. In den Dschungel. In die Nähe des Entdeckercamps ihrer Eltern. Zwar können sich die Teenager schnell befreien und auch ihren geliebten Affen Boots findet Dora schnell wieder. Doch die Ganoven scheinen mit den Kids etwas ganz Besonderes vorzuhaben.

Die Zeichentrickserienverfilmung „Dora und die goldene Stadt“ ist ein rundum gelungenes Dschungel-Abenteuer, das für die Kleinen Slapstick und wohldosiertes „Jumanji“-Flair bereithält und die Erwachsenen mit viel, viel Meta-Humor verzückt, da Regisseur James Bobin ganz genau weiß, was für einen Film er hier inszeniert hat.


RONNY & KLAID | Regie: Erkan Acar | DE 2018

Die Berliner Buddys Ronny (Franz Dinda) und Khalid (Sahin Eryilmaz), genannt Klaid, versuchen mit ihrem Kiez-Kiosk über die Runden zu kommen. Während sich Ronny Hals über Kopf in die Tochter des lokalen Mafiabosses verliebt, verliert Klaid ein Vermögen an dessen Roulette-Tisch. Den beiden bleibt nur eine Woche, um das Geld aufzutreiben und die Gangster zu bezahlen. Auf einer Website lesen sie, dass jeder zehnte Deutsche Millionär ist. Klare Sache: Es müssen also nur die nächsten zehn Späti-Kunden entführt werden, irgendein Millionär wird schon dabei sein. Klingt nach einem (fast) perfekten Plan, den die beiden Buddies alsbald in die Tat umsetzen wollen. Doch das willkürliche Entführen vieler verschiedener Leute bringt so seine Tücken mit. Und da ist das Herankommen an den Star-Regisseur Fatih Akin (als er selbst) noch das geringste Problem…

Den vorwiegend aus Slapstick und albernem Wortwitz bestehenden Humor in „Ronny & Klaid“ muss man mögen, denn der Film besteht zu einem Großteil aus genau diesen Komponenten. Doch Regisseur Erkan Acar und sein leidenschaftliches Ensemble präsentieren all diesen Quatsch mit so einer Passion und Spaß an der Freud, dass das Endergebnis einfach restlos sympathisch ist.


47 METERS DOWN: UNCAGED | Regie: Johannes Roberts | UK/USA/DOM 2019

Eigentlich kommen die Teenagerinnen Nicole (Sistine Rose Stallone), Sasha (Corinne Foxx), Alexa (Brianne Tju) und Mia (Sophie Nélisse) gar nicht gut miteinander aus. Doch dann entdecken sie bei einem gemeinsamen Tauchgang eine versunkene Maya-Stadt. Doch ihr Staunen über die unerforschten Ruinen bleibt ihnen im Halse stecken und der Tauchgang wird zum Horror-Trip! Denn die Unterwasser-Stadt entpuppt sich als Jagdgebiet riesiger Weißer Haie mit Killerinstinkt. Ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem größten Schrecken des Ozeans beginnt. Während die Sauerstoffversorgung immer knapper wird, müssen sich Nicole, Sasha, Alexa und Mia aus dem Unterwasserlabyrinth voll enger Höhlen und unheimlicher Tunnel einen Weg aus ihrer Unterwasser-Hölle suchen. Ein Wettlauf mit der Zeit und ein atemloser Überlebenskampf beginnt…

Unter Wasser nichts Neues – „47 Meters Down: Uncaged“ variiert zwar die Prämisse des Vorgängers, geht allerdings sonst keinerlei Risiko ein. Inszenatorisch kann der Hai-Horrorfilm allerdings durchaus überzeugen. Vor allem deshalb, weil das Setting der versunkenen Inka-Stadt hier perfekt zur Geltung kommt.


INTRIGO: SAMARIA | Regie: Daniel Alfredson | SWE/USA/DE 2019

Paula Polanski (Phoebe Fox) ist eine aufstrebende Dokumentarfilmerin, die vom Oscar träumt und deren jüngstes Werk erst kürzlich bei Arte zu sehen war. Eines Tages trifft sie durch Zufall auf ihren ehemaligen Aushilfslehrer Henry (Andrew Buchan) wieder und hat ihm Einiges zu erzählen. Vor zehn Jahren hatte dieser Phoebes Klasse unterrichtet und wurde dabei indirekter Zeuge eines schlimmen Gewaltverbrechens. Die talentierte Schülerin Vera Kall (Millie Brady) war von einem Tag auf den anderen nicht mehr zum Unterricht erschienen. Wenige Wochen später wurde ihr gewalttätiger Vater wegen Mordes verhaftet. Veras Leiche wurde nie gefunden. Paula sieht in dem Fall ein Thema für ihren nächsten Film und bittet Henry, ihr bei der Umsetzung zu helfen. Zunächst ist dieser skeptisch. Doch Paula kann ihn davon überzeugen, dass hinter dem Mordfall Vera Kall mehr steckt als nur eine Familientragödie…

Ins Kino gehen muss man für „Intrigo: Samaria“ nicht unbedingt. Dafür ist der Look zu fernsehesk und die Handlung viel zu vorhersehbar. Doch Liebhaber des betagten Krimikinos werden hieran sicher ihren Spaß haben.


INTRIGO: IN LIEBE, AGNES | Regie: Daniel Alfredson | SWE/USA/DE 2019

Agnes (Carla Juri) ist seit Kurzem verwitwet und lebt noch allein mit ihren beiden Hunden in dem großen Anwesen ihres verstorbenen Gatten. Ihr Stiefsohn und dessen Freundin wollen ihr allerdings zu Leibe rücken und das Haus verkaufen, sofern Agnes ihnen ihren Anteil des Erbes nicht ausbezahlen kann. Agnes benötigt also dringend Geld. Und eventuell kann ihr eine Freundin aus vergangenen Tagen weiterhelfen. Henny (Gemma Chan) realisiert die Not der jungen Frau nämlich und macht Agnes ein Angebot: Sie soll Hennys Ehemann umbringen und würde dafür ausreichend Geld bekommen, um das Haus zu behalten. Agnes ist zunächst verstört von dieser Anfrage, realisiert allerdings nach und nach, dass sie für den unverhofften Geldsegen empfänglicher ist, als gedacht. Henny erklärt ihr ganz genau, wie sie sich den Tod ihres Gatten vorstellt und gemeinsam schmieden die Frauen ein perfides Mordkomplott…

Im dritten Anlauf (und zweiten innerhalb von nur einer Woche) ermüdet das ewig gleiche Schema der „Intrigo“-Filme nun so langsam, doch wer die Filme bisher mochte, den wird auch Teil drei nicht enttäuschen, da sich Daniel Alfredson sehr an seine selbst auferlegten Formeln hält.


FRITZI: EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE | Regie: Ralf Kukula, Matthias Bruhn | DE/LUX/BEL/CZE 2019

Leipzig, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien mit ihrer Mutter nach Ungarn gefahren ist. Doch zum Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert.

Detailgetreu, authentisch und mit sicherem Gespür für Atmosphäre schildert der bewegende Animationsfilm die Revolution im Herbst 1989 aus dem Blickwinkel eines Kindes. Eine spannende und unterhaltsame Wendegeschichte über die Kraft und den Mut, die Geschichte zu verändern, die nicht nur junge Zuschauer berühren wird.


DER GLANZ DER UNSICHTBAREN | Regie: Louis-Julien Petit | FR 2018

Lady Di, Edith Piaf, Salma Hayek, Brigitte Macron: Die meisten der Besucherinnen des Tageszentrums für wohnungslose Frauen L’Envol nennen sich nach prominenten Vorbildern, um möglichst anonym zu bleiben. Doch das L’Envol, einziger Ankerpunkt ihres prekären Alltags, steht vor der Schließung – nicht effektiv genug, hat die Stadtverwaltung beschlossen. Drei Monate bleiben den Sozialarbeiterinnen Manu (Corinne Masiero), Audrey (Audrey Lamy), Hélène (Noémie Lvovsky) und Angélique (Déborah Lukumuena), um ihren Schützlingen wieder auf die Beine zu helfen. Und die ziehen kräftig mit. Nachdem die Stadt auch noch ein Zeltcamp am Sportplatz räumen lässt, wird das L’Envol zur heimlichen Unterkunft, in der Betreuerinnen und Betreute mit ungeahntem Schwung ganz eigene Wege und Methoden zur Reintegration entwickeln. Tricks, Schwindeleien, alte und neue Freunde: Von jetzt an sind alle Mittel erlaubt …


Heimkinotipp: ROCKETMAN | Regie: Dexter Fletcher | UK/USA 2019

Mitte der 1960er-Jahre: Reginald Dwight ist ein ganz normaler Junge in einem Vorort von London, ein bisschen dick, viel zu schüchtern – nur am Klavier fühlt er sich wirklich wohl. Doch als er nach London kommt, kann er endlich seine wahre Leidenschaft ausleben: den Rock ’n’ Roll. Er trifft den Texter Bernie Taupi und erregt schnell Aufmerksamkeit in der Londoner Szene. Nur der Name passt noch nicht: Erst als Reginald sich in Elton John umbenennt, steht seinem raketengleichen Aufstieg nichts mehr im Weg, denn auf der Bühne verwandelt sich der schüchterne Reggie in einen außergewöhnlichen Rocksänger. In kürzester Zeit schießt Elton John ganz nach oben in die Charts, schreibt einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen und trägt immer wildere Kostüme und Brillen. Doch wer steil aufsteigt, kann auch tief fallen…

Regisseur Dexter Fletcher inszeniert den Aufstieg und Fall des Weltmusikers Elton John als gleichermaßen melancholisches wie fetziges Musical-Biopic, für das er die widersprüchlichen Attribute seines ebenso schillernden wie tragischen Helden bemerkenswert stimmig unter einen Hut bekommt.

Das startet am 3. Oktober 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 3. Oktober, an dem ein Film ins Kino kommt, den man sich trotz seiner allenfalls soliden Story dennoch unbedingt im Kino anschauen sollte. „Gemini Man“ präsentiert Leinwandbilder nie geahnter Brillanz – ein technisches Meisterwerk! Wer dagegen weniger Lust auf einen doppelten Will Smith hat, hat die Wahl zwischen Hunden, hässlichen Spielzeugen oder einer Rückkehr in Schulzeiten, als man noch Siegfried Lenz‘ „Deutschstunde“ interpretieren musste. Die hat Christian Schwochow nun sehr ansprechend neu interpretiert. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ENZO UND DIE WUNDERSAME WELT DER MENSCHEN | Regie: Simon Curtis | USA 2019

Enzo ist ein gutmütiger, im Stillen vor sich hin philosophierender Hund, den eine tiefe Freundschaft mit seinem Besitzer Denny Swift (Milo Ventimiglia) verbindet. Als aufstrebender Formel-1-Fahrer nimmt Denny seinen vierbeinigen Freund häufig mit an die Rennstrecke, wo Enzo über die Jahre einen tiefen Einblick in das Wesen der Menschen erhält. Er begreift, dass die Techniken, die auf der Rennstrecke angewendet werden, auch von Nutzen sein können, die Stürme des Lebens erfolgreich zu navigieren. Und diese Stürme kommen Schlag auf Schlag, als Enzo sich in die wunderschöne Eve (Amanda Seyfried) verliebt. Die beiden heiraten, bekommen eine gemeinsame Tochter namens Zoe (Ryan Kieran Armstrong) genießen ihr Leben gemeinsam an der Seite ihres besten Freundes Enzo. Doch die Zeiten der Harmonie sollen rasch vorbei sein, als ein tragischer Schicksalsschlag die Familie vor große Herausforderungen stellt…

In „Enzo und die wundersame Welt der Menschen“ geht es eigentlich um Nichts und dann wieder doch um alles. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans ist ein herrlich unkitschiges Familiendrama, erzählt aus den Augen eines Hundes, das durch seinen vierbeinigen Erzähler zwar durchaus an Niedlichkeit gewinnt, über diese aber nicht vergisst, den ernsten, bisweilen tottraurigen Themen genug Aufmerksamkeit zu widmen.


DEUTSCHSTUNDE | Regie: Christian Schwochow | DE 2019

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Jugendliche Siggi Jepsen muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel, und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich…

Die künftigen Generationen von Schulklassen sind zu beneiden, erhalten sie doch mit „Deutschstunde“ die Verfilmung einer Pflichtlektüre, die nicht nur das Thema zeitgemäß aufgreift und weiterdenkt, sondern auch mit einer herausragenden Inszenierung aufwarten kann.


GEMINI MAN | Regie: Ang Lee  | CHN/USA 2019

Henry Brogan (Will Smith) ist ein ausgebuffter Schütze und ehemaliger Elitesoldat, der immer dann gerufen wird, wenn die Situation bereits aussichtslos erscheint. Doch plötzlich gerät Henry selbst ins Visier seiner Feinde, als er eines Tages mitten im Zentrum der Verfolgung durch einen mysteriösen jungen Agenten wiederfindet. Dieser scheint ihm nicht nur stets mehrere Schritte voraus, sondern kämpft auch mit ähnlichen Mitteln wie Henry selbst. Nachdem er sich mit seinem ehemaligen Kollegen Baron (Benedict Wong) und der toughen Agentin Danny (Mary Elizabeth Winstead) verbündet hat, nimmt das Trio die Spur des mysteriösen Killers auf, der sich als eine jüngere Version von Henry selbst entpuppt. Was hat es damit auf sich? Und was hat der Wissenschaftler Clay Verris (Clive Owen) damit zu tun, der in dem jungen Agenten einen Sohn sieht?

Die Story von „Gemini Man“ beschränkt sich auf bewährte Themen im Science-Fiction-Genre. Doch betrachtet man den Actionblockbuster mit einem doppelten Will Smith in der Hauptrolle einmal als Gesamtkonstrukt, dann wünscht man sich, Ang Lee würde mit diesem technisch auf jeder Hinsicht gelungenen Experiment die Begeisterung fürs Kino neu entfachen, so wie einst James Cameron mit „Avatar“.


WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE | Regie: Stacie Passon |USA 2018

Merricat (Taissa Farmiga) lebt mit ihrer Schwester Constance (Alexandra Daddario) und ihrem Onkel Julian zusammen. Die Drei sind Überlebende einer Arsenvergiftung, die vor fünf Jahren sämtliche anderen Familienmitglieder dahingerafft hat. Wenn es darum geht, ihr Grundstück mit „Flüchen“ zu beschützen, erweist sich Merricat als besonders kühn und einfallsreich. Und einmal abgesehen davon, dass die Leute aus der Stadt sie hassen, führen die Schwestern ein idyllisches Leben. Bis Cousin Charles (Sebastian Stan) auftaucht. Charles bietet sich an, im Haus mitzuhelfen und interessiert sich auch sehr für die finanzielle Situation der Familie. Während Constance von Charles fasziniert ist, empfindet Merricat ihren Cousin als Eindringling. Als Charles und Merricat sich in Machtkämpfe verstricken, droht der Familie erneut eine Tragödie.

Das auf dem gleichnamigen Roman von Shirley Jackson basierende Gruseldrama „We Have Always Lived in a Castle“ erzählt vor schaurig-schöner Kulisse eine Geschichte von starken Frauen und gelebter Individualität. Das starke Ensemble rund um Taissa Farmiga und Alexandra Daddario rundet den starken Eindruck ab.


SKIN | Regie: Guy Nattiv | USA 2018

Bryon Widner trägt den Hass tief im Herzen und sichtbar auf der Haut. Seine zahlreichen Tätowierungen überziehen Körper, Gesicht und kahlrasierten Schädel – eingebrannte Verbildlichungen seiner Gewalttaten und Zeugnis einer von Hass und Unmenschlichkeit geprägten rechtsradikalen Gruppierung, angeführt von seinen Zieheltern Shareen und Fred Krager. Als er die dreifache Mutter Julie kennenlernt und sie ungeahnte Gefühle der Liebe und Zugehörigkeit in ihm entfacht, beginnt er an seiner Ideologie zu zweifeln. Seinem zunehmenden Verantwortungsgefühl für ihr Wohl und das ihrer Töchter folgend, sucht er Hilfe beim afro-amerikanischen Menschenrechtsaktivisten Daryle, der nicht nur zur entscheidenden Stütze in seinem schwierigen Prozess des Ausstiegs wird, sondern es ihm auch ermöglicht, seine verräterischen Symbole auf der Haut wieder loszuwerden.

Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt „Skin“ vom beschwerlichen Weg raus aus dem rechtsradikalen Milieu. Der Prozess der Tattooentfernung dient dabei nur als erzählerisch recht unbedeutende Klammer. Der restliche Plot präsentiert nichts Neues, aber dank Jamie Bell und einer authentischen Inszenierung geht einem all das dann doch unter die Haut.


UGLYDOLLS | Regie: Kelly Asbury | CHN/CAN/USA 2019

Die UglyDolls sind Kuscheltiere, bei denen in der Spielzeugfabrik ganz schön was schiefgelaufen ist: Manch einem fehlt ein Auge, manch anderer hat dafür eins zu viel oder für ein strahlendes Lächeln einfach ein paar Zähne zu wenig abbekommen. Doch egal wie unperfekt die Uglys auch aussehen, an Spaß und Lebensfreude fehlt es ihnen in Uglyville wahrlich nicht. Nur die vorwitzige Moxy glaubt fest daran, dass irgendwo da draußen noch viel mehr auf sie wartet. Darum überredet sie ihre bunten Freunde Lucky Bat, Wage, Babo und Ugly Dog, das vertraute Tal zu verlassen und eine Entdeckungsreise auf die andere Seite des Berges zu wagen. Ihr Weg führt sie zum „Institut für Perfektion“, wo makellose Puppen für den Einsatz in den Kinderzimmern der „Großen Welt“ trainiert werden. Moxy will sofort mitmachen, aber der strenge Ausbilder Lou setzt alles daran, die UglyDolls schnell wieder loszuwerden…

Optisch kann „UglyDolls“ nicht annähernd mit den ganz Großen im Animationsfilmsegment mithalten. Auch die Story hätte hier und da Feinschliff und kreative Akzente vertragen. Doch die Botschaft, dass nicht das Äußere, sondern die inneren Werte zählen, stimmt, wenngleich sie sich in ihrer Einfachheit vorwiegend an ein sehr junges Publikum richtet.


EINE GANZ HEISSE NUMMER 2.0 | Regie: Rainer Kaufmann | DE 2019

Marienzell wird beherrscht von der Landflucht. Niemand interessiert sich mehr für das Dorf, denn ohne Highspeed Internet ist man heutzutage abgeschrieben, quasi ein Niemand. Eine schnelle Leitung ist aber nicht in Sicht: Zu wenige Einwohner und zu hohe Kosten. Während die Männer sich erfolglos durch die Landschaft graben, um die Kabel selbst zu verlegen, haben die Freundinnen Waltraud (Gisela Schneeberger), Lena (Rosalie Thomass) und Maria (Bettina Mittendorfer) eine ganz andere Idee: Das große Preisgeld beim Tanzwettbewerb im benachbarten Josefskirchen! Während sich die drei Damen eifrig auf ihren großen Tanzauftritt vorbereiten und dabei Unterstützung von niemand Geringerem als dem Jurymitglied Jorge González persönlich bekommen, haben sie zugleich mit harter Konkurrenz zu kämpfen: Moni, die Frau des Bürgermeisters, will das Preisgeld ebenfalls mit ihrem hochanständigen Trachtenverein abräumen…


Heimkinotipp: JOHN WICK: KAPITEL 3 | Regie: Chad Stahelski | USA 2019

Unmittelbar nach dem explosiven Hochstart tickt für John Wick (Keanu Reeves) die Uhr. Der aus dem vorzeitigen Ruhestand geholte Super-Auftragskiller befindet sich kurz davor, excommunicado erklärt zu werden – die Hohe Kammer, die geheime weltweite Vereinigung von Verbrecherorganisationen, die den Code der Auftragskiller durchsetzt, entzieht ihm sämtliche Schutzdienste. 14 Millionen Dollar sind auf seinen Kopf ausgesetzt: Nicht einmal ein Mann wie Wick war jemals mit so vielen parallelen Bedrohungen konfrontiert, die es allesamt darauf angelegt haben, ihm das Licht auszuknipsen, ein und für alle Mal. Die Feinde lauern überall – und sie sind bis an die Zähne bewaffnet. Für John Wick bedeutet das, dass er bis ans Ende der Welt reisen muss, um seinen ganz persönlichen Tag der Abrechnung zu haben…

„John Wick: Kapitel 3“ ist der beste Teil der Reihe. Dafür sorgen der bemerkenswerte Gewaltgrad, die spektakulären Kampfchoreographien, der Ideenreichtum und die Optik, auch wenn sich die 130 Minuten abseits der Actionszenen schon mal ein wenig lang anfühlen können.

Enzo und die wundersame Welt der Menschen

Basierend auf dem internationalen Bestseller „The Art of Racing in the Rain“ erzählt Simon Curtis‘ Tragikomödie ENZO UND DIE WUNDERSAME WELT DER MENSCHEN ein Leben aus Hundesicht nach und umschifft dabei gekonnt den Kitsch, der bei solch einer Prämisse ja häufig automatisch zum Tragen kommt. Mehr zum Film verraten wir in unserer Kritik. Weiterlesen

« Ältere Einträge