Kategorie-Archiv: Wessels‘ Weekly

Das startet am 16. August 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 16. August, der mit Neustarts nur so vollgestopft ist. Ganze zehn relevante Kinofilme bahnen sich den Weg in Richtung Leinwand. Darunter auch die Perle „Christopher Robin“. Doch auch das Action-Sequel „The Equalizer 2“ überzeugt als Charakterstudie eines schweigsamen Rächers, genauso wie das Meta-Gequirle „Teen Titans Go! To the Movies“ aus dem Hause DC nicht nur was für Fans der dem zugrunde liegenden Fernsehformat sind. Von der rührigen Romanze bis hin zum neuesten Angriff auf das Teenie-Fantasypublikum ist für jeden Geschmack etwas dabei, auch wenn nicht jeder das bekommt, was er verdient, denn manches ist alles andere als gelungen. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

CHRISTOPHER ROBIN | Regie: Marc Forster | USA 2018

Obwohl Christopher Robin seinem besorgten Freund Winnie Puuh bei seinem Abschied verspricht, ihn niemals zu vergessen, holt den Jungen schon bald die Realität ein. Wie im Fluge vergehen die Jahre; mehrere Ereignisse, manche davon traurig, einige wenige von ihnen schön, zwingen Christopher Robin dazu, eilig erwachsen zu werden. Ehe er es sich versieht, ist Christopher Robin ein verheirateter Mann, der gemeinsam mit seiner Frau eine Tochter namens Madeline hat. Gegen Evelyns Einschätzung will Christopher Robin das eifrig lernende Kind aufs Internat schicken – und dann fällt auch noch aufgrund dringender beruflicher Verpflichtungen ein gemeinsames Wochenende auf dem Land flach. Aber kaum ist Christopher Robin allein zu Hause, kämpfen sich seine Erinnerungen an eine ruhigere, verspieltere Zeit hoch und Winnie Puuh steht vor ihm…

„Christopher Robin“ ist ein bezaubernder, melancholisch-froher Familienfilm für Erwachsene, die behutsam von ihren Sorgen abgelenkt werden wollen, und für Kinder, die ihre Freunde aus dem Hundert-Morgen-Wald mal in einer realen Umgebung erleben möchten.


THE EQUALIZER 2 | Regie: Antoine Fuqua | USA 2018

Der sich ursprünglich längst zur Ruhe gesetzte Regierungsagent Robert McCall hat sich von seinem Rentnerdasein losgesagt, um weiterhin für Gerechtigkeit zu kämpfen. In sein Visier geraten die Ausgebeuteten und Unterdrückten, die sich nicht alleine zu helfen wissen. Dafür reist der in seiner Freizeit als Uber-Fahrer tätige Robert auch schon mal in die Türkei, um ein entführtes Mädchen aus den Händen mieser Verbrecher zu befreien. Zurück in den USA wird ein Fall dann plötzlich sehr persönlich: Roberts beste Freundin und ehemalige Kollegin Susan wird brutal ermordet. Offenbar war sie einer großen, internen Verschwörung auf der Spur. Während sich Robert gemeinsam mit dem Agenten Dave York an die Aufklärung des Falles macht, hat er ganz nebenbei ein Auge auf den Nachbarsjungen Miles geworfen, den er um alles in der Welt davon abhalten möchte, auf die schiefe Bahn zu geraten… 

Der insgesamt sehr solide inszenierte „The Equalizer 2“ ist weniger Actionkracher denn vielmehr melancholische Charakterstudie über einen Mann, der gegen seinen Willen zum Killer mutiert. Denzel Washington als nachdenklicher Rächer bleibt dafür weiterhin die Idealbesetzung.


TEEN TITANS GO! TO THE MOVIES | Regie: Aaron Horvath, Peter Rida Michail | USA 2018

Die Teen Titans stellen fest, dass all die großen Superhelden ihre eigenen Kinofilmauftritte bekommen. Alle außer sie! Aber ihr heimlicher Anführer Robin hat sich bereits vorgenommen, das zu ändern: Er will nicht mehr als Sidekick, sondern als Star akzeptiert werden. Doch wie soll er das Interesse der angesagtesten Hollywoodregisseure für die Teen Titans wecken? Im Handumdrehen entwickeln die Helden ein paar ausgeflippte Ideen, und mit einem Lied auf den Lippen starten sie in Richtung Traumfabrik – in der felsenfesten Gewissheit, dass sie ihren persönlichen Traum wahr machen werden. Aber schon bald läuft alles katastrophal aus dem Ruder, denn ein verruchter Superschurke verfolgt seinen eigenen Wahnsinnsplan, will die Herrschaft über die Erde an sich reißen und schickt die Teen Titans deswegen in eine völlig falsche Richtung… 

An den hyperaktiven Animationsstil muss man sich gewöhnen. Doch davon einmal abgesehen, bietet „Teen Titans Go! To the Movies“ herrlich kurzweiliges Meta-Gequirle, bei dem DC, Marvel und die ganze Superheldenfilmwelt auf harmlos-charmante Art und Weise ihr Fett weg bekommen.


FOREVER MY GIRL | Regie: Bethany Ashton Wolf | USA 2018

Vor vielen Jahren ließ Liam (Alex Roe) seine Jugendliebe Josie (Jessica Rothe) in letzter Sekunde vor dem Traualtar sitzen. Inzwischen ist er ein gefeierter Countrymusiker und Frauenheld, den es eher durch Zufall zurück in sein Heimatstädtchen verschlägt. Hier trifft er seine Verflossene wieder, die mittlerweile ein Kind hat und von ihrem ehemaligen Verlobten nichts mehr wissen will. Doch nicht zuletzt durch Josies smartes Töchterchen Billy (Abby Ryder Fortson) kommt sich das Ex-Paar wieder näher, denn als Liam erfährt, dass das kleine Mädchen seine Tochter ist, setzt er alles daran, ein guter Vater zu sein und Josie wieder zurückzugewinnen. Doch zwischen dem ehemaligen Paar ist zu viel vorgefallen, als dass die beiden einfach wieder von vorn anfangen könnten. Doch hat Liam wirklich schon all seine Karten ausgespielt? 

In „Forever My Girl“ passiert nichts Anderes als in diversen anderen Romanzen auch. Aber dank Alex Roe, Jessica Rothe und vor allem der umwerfenden Newcomerin Abby Ryder Fortson ist der ungenierte Kitsch durchgehend sympathisch und somit gut zu ertragen.


SO WAS VON DA | Regie: Jakob Lass | DE 2018

Es ist Silvester. Für Oskar heißt es noch einmal Partymachen bis zum Morgengrauen. Danach wird sein Club auf der Hamburger Reeperbahn für immer geschlossen. Oskar ist hoch verschuldet und hat sich obendrein die Kiezgröße Kalle Schwensen auf den Hals gehetzt. Dieser droht ihm regelmäßig Gewalt an, wenn er seine zehntausend Euro nicht zurückbekommt. Doch Oskar und seine Freunde Rocky und Nina lassen sich die Laune weder durch Kiezkalle, noch durch einen traurigen Schicksalsschlag oder die steife Innensenatorin vermiesen, die durch Zufall auf der Party auftaucht, um Rockys kranken Vater nach Hause zu holen. Und dann ist da ja auch noch die schöne Mathilda, die nach der schmerzhaften Trennung von Oskar plötzlich wieder in der Tür steht und etwas von einer gemeinsamen Zukunft faselt… 

„So was von da“ ist mehr Rausch als Film. Und ob man nicht nur der Inszenierung Respekt abgewinnen, sondern zu dem Ganzen darüber hinaus auch einen persönlichen Bezug aufbauen kann, hängt wohl ganz im Wesentlichen davon ob, inwiefern einen die Klientel im Film zusagt oder eben gehörig auf den Geist geht.


THE DARKEST MIND – DIE ÜBERLEBENDEN | Regie: Jennifer Yuh Nelson | USA 2018


EIN DORF ZIEHT BLANK | Regie: Philippe Le Guay | FR 2018

Bürgermeister Georges Balbuzard (François Cluzet) ist mit seinem Latein am Ende. Die Landwirtschaftskrise hat auch die Bauern in seinem beschaulichen Dorf Mêle-sur-Sarthe in der Normandie erreicht. Doch ihre zahlreichen Proteste erwecken weder das Interesse der Verantwortlichen in Rouen noch in Paris. Also beschließt Balbuzard die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er weiß nur noch nicht so recht wie. Als zufällig der berühmte Fotokünstler Blake Newman (Toby Jones) nach Mêle-sur-Sarthe kommt, scheinen alle Probleme gelöst und die nötige Aufmerksamkeit garantiert. Denn Newman möchte ausgerechnet hier sein neues spektakuläres Fotoprojekt realisieren und sogar die Bauern miteinbeziehen. Wäre da nicht noch eine Kleinigkeit, von der Bürgermeister Balbuzard noch alle überzeugen muss: Die Bauern sollen sich für das Foto ausziehen… 

Mit „Ein Dorf zieht blank“ versucht Regisseur Philippe Le Guay auf die dramatischen Verhältnisse innerhalb der französischen Landwirtschaft aufmerksam zu machen, verliert diesen löblichen Ansatz mit der Zeit aber immer mehr aus den Augen.


DON’T WORRY, WEGLAUFEN GEHT NICHT | Regie: Gus Van Sant | USA 2018

John Callahan (Joaquin Phoenix) liebt das wilde Leben, schräge Witze und Alkohol. Den Alkohol liebt er allerdings etwas zu sehr. Schon bald hat er sein Trinkverhalten nicht mehr unter Kontrolle. Selbst als sein Leben nach einer nächtlichen Sauftour durch einen schweren Autounfall völlig aus der Bahn geworfen wird, denkt er gar nicht daran, mit seiner Leidenschaft aufzuhören. Nur seiner ihn umsorgenden Freundin (Rooney Mara) und einem freigiebigen Unterstützer (Jonah Hill) ist es zu verdanken, dass er sich widerwillig auf eine Entzugstherapie einlässt. Dabei entdeckt er sein Zeichentalent – und wendet es für bissige, respektlose Cartoons an, die er zunächst in einer Lokal- zeitung veröffentlicht, die ihm bald aber Fans in vielen Ländern einbringen und ihm ein neues Leben schenken. Doch der Kampf gegen das Trinken ist lang und steinig… 

Basierend auf wahren Ereignissen inszeniert Gus Van Sant die Geschichte eines schwer abhängigen Trinkers, die in der ersten Hälfte durch ihre Kompromisslosigkeit überzeugt, in der zweiten allerdings zunehmend in Schönmalerei und Kitsch abdriftet.


IN THE MIDDLE OF THE RIVER | Regie: Damian John Harper | USA/DE 2018

New Mexico in der Gegenwart: Der junge Irakkriegsveteran Gabriel (Eric Hunter), will sich nach einem dramatischen Zwischenfall wieder stärker um seine Familie kümmern. Kürzlich starb seine Schwester unter mysteriösen Umständen, wobei für den Choleriker Gabriel der Schuldige außer Frage steht. Es muss sein gewalttätiger Großavter Laurence (Max Thayer) gewesen sein – unklar ist bloß das Motiv. Dessen ungeachtet will Gabriel Blutrache für seine Schwester verüben, zumal die Indizien ein unaussprechliches Verbrechen andeuten. Als Gabriel für seinen Mordplan einen ganzen Tag mit seinem Opa verbringen muss, erkennt er jedoch, dass sein Großvater zwar ungehalten, aber längst nicht so schlimm wie gedacht ist. Oder ist das alles nur ein Schauspiel eines alten Mannes, der weiß, dass sein Enkel ihm auf die Schliche gekommen ist? 

„In the Middle of the River“ ist eine intensive, aber auch arg bemühte Milieustudie, dessen Gesamteindruck die Wackelkamera und das gegen Ende in Klischees abrutschende Drehbuch schwächen.


BREAKING IN | Regie: James McTeigue | USA 2018

Heimkinotipp: DER SEX PAKT | Regie: Kay Cannon | USA 2018

Das „erste Mal“ am Tag des Abschlussballs – die drei besten Freundinnen Julie (Kathryn Newton), Kayla (Geraldine Viswanathan) und Sam (Gideon Adlon) schließen einen Pakt, denn sie können „es“ nicht mehr erwarten. Ihre Dates wissen noch nichts von ihrem Glück, genauso wenig wie ihre Eltern. Und so soll es auch bleiben. Doch leider haben sie die Rechnung ohne ihre überfürsorglichen Erziehungsberechtigten (Leslie Mann, John Cena und Ike Barinholtz) gemacht, die sich so schon immer ganz besondere Soren um ihre Sprösslinge machen. Die bekommen nämlich zufällig Wind davon und starten umgehend eine unbeholfene, überaus chaotische und absolut bizarre Nacht-und-Nebel-Aktion, um den Plan ihrer Kinder zu vereiteln. 

Zwischen derben Gags unterhalb der Gürtellinie und im Nichts verpuffenden Pointen verbirgt sich in „Der Sex Pakt“ eine durchaus charmante Geschichte über sich ihnen annähernde Eltern und ihre Kinder. Am meisten überzeugt allerdings die Interaktion der Darsteller, die sichtlich Spaß an der Sache hatten.

Das startet am 9. August 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 9. August, an dem mit „Meg“ die Verfilmung eines Romans in die Kinos kommt, der das zuletzt vorwiegend im Trash-Sektor angesiedelte Genre des Hai-Horrors zurück in den Mainstream holt. Leider wurde der Film der Presse bislang nicht gezeigt. Mehr zu „Meg“ erfahrt ihr am Starttag an dieser Stelle. Auf jeden Fall einen Blick wert ist das Regiedebüt von Corey Finley und gleichzeitig die letzte Arbeit von Anton Yelchin. „Vollblüter“ ist gleichermaßen lustig wie bitterböse und wirft einen radikalen Blick hinter die Kulissen der Reichen und Schönen. Auch „Deine Juliet“ ist für Liebhaber des gediegenen Romantikkinos einen Blick wert, kombiniert der Film doch gleichermaßen Liebesgeschichte mit Kriegsdrama. Für die ganz Kleinen gibt es mit „Gans im Glück“ derweil einen sehr amüsanten Animationsfilm zu sehen. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

VOLLBLÜTER | Regie: Corey Finley | USA 2017

Zu Schulzeiten waren Lily und Amanda beste Freundinnen, eh sie sich durch den frühen Tod von Lilys Vater aus den Augen verloren. Umso überraschter ist Amanda, als ihre ehemalige Seelenverwandte eines Tages unvermittelt auf ihrer Matte steht und behauptet, ihr Nachhilfe geben zu wollen. Tatsächlich entwickelt sich aus diesem unfreiwilligen Treffen eine emotionale Beziehung. Eines Nachmittags verrät Amanda ihrer Freundin schließlich ein großes Geheimnis: Das Mädchen ist nicht in der Lage, Emotionen zu empfinden. Lily ist das genaue Gegenteil: Sie reagiert schon auf kleinste Veränderungen mit emotionalen Schwankungen und nimmt das Verhalten ihrer Mitmenschen ganz genau wahr. Als ihr Stiefvater Mark eines Tages droht, Lily ins Internat zu schicken, wird aus der spontanen Idee, ihn umzubringen, nach und nach ein genauer Plan… 

Corey Finley legt in seinem bitterbösen Debüt „Vollblüter“ einen bemerkenswerten Stilwillen an den Tag und treibt seinen herausragenden Cast zu Höchstleistungen an. Hier hat selbst manch zähe Minute ihre absolute Daseinsberechtigung.


DEINE JULIET | Regie: Mike Newell | UK/USA 2018

London, Ende der Vierzigerjahre: Juliet Ashton steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere als Schriftstellerin, doch ihr bester Freund und Verleger Sidney sagt ihr bereits eine glorreiche Zukunft voraus. Sie ist gefragt und reist von Lesung zu Lesung, bis sie eines Tages einen Brief von der abgelegenen Kanalinsel Guernsey erhält. Darin schreibt ihr der literaturbegeisterte Farmer Dawsey Adams, der sich auf der Suche nach einem Buch befindet. Hilfe erhofft er sich dabei von der von ihm hochgeschätzten Schriftstellerin, der diese Anfrage gerade Recht kommt. Juliet, von dem Trubel um ihre Person ohnehin überfordert, gewährt sich Auszeit und bricht zu dem ihr unbekannten Briefschreiber nach Guernsey auf. Dort angekommen, macht sie Bekanntschaft mit dem Literaturverein, dem auch Dawsey angehört. Er nimmt die Fremde freudestrahlend auf und für die junge Frau steht fest: Sie hat das Thema für ihr nächstes Buch gefunden! 

Mit Ausnahme des überhasteten Finals ist Mike Newell mit „Deine Juliet“ die geschmackvolle Inszenierung eines gleichermaßen vielschichtigen wie emotional mitreißenden Romans gelungen, zu dessen Gelingen auch die hervorragend gecasteten Darstellerinnen und Darsteller beitragen.


GANS IM GLÜCK | Regie: Christopher Jenkins | CN/USA 2018

Als eingefleischter Junggeselle tendiert Gänserich Peng dazu sich permanent selbst zu überschätzen. Mit seinen waghalsigen Flugkunststücken sabotiert er immer wieder das Formationsflugtraining seiner Artgenossen, welche sich bald auf den langen Weg in den Süden aufmachen wollen. Doch dieses Mal hat es Peng etwas übertrieben und landet unsanft auf dem Boden der Realität: die Gänse haben den Abflug gemacht und Bruchpilot Peng bleibt mit lahmem Flügel zurück. Aber er ist nicht der einzige, der den Anschluss verloren hat: Zwei Entenküken wurden ebenfalls von den Ihren getrennt und bitten ausgerechnet Peng um Hilfe. Für die Winzlinge hat er nicht allzu viel übrig, doch Peng erkennt auch einen Vorteil in der unfreiwilligen Allianz: Die zwei Küken bieten einen hervorragenden Schutzschild auf der gefährlichen Reise, die die drei nun im Gänsemarsch antreten.

Das hervorragende animierte Vogel-Roadmovie „Gans im Glück“ erzählt sehr liebevoll von einem Vater wider Willen, der mit zwei tollpatschigen Entenküken sein größtes Abenteuer erlebt. Negativ ins Gewicht fallen nur manch fehlplatzierte Gags und ein Finale, das für die ganz kleinen Zuschauer einen Tick zu spannend sein dürfte.


SAUERKRAUTKOMA | Regie: Ed Herzog | DE 2018

Provinzpolizist Franz Eberhofer wird neuen, nervenzerfetzenden Belastungen ausgesetzt: Er wird nach München „strafversetzt“. Das bedeutet für ihn Wohngemeinschaft mit seinem eigenwilligen Kumpel Rudi und seine Widersacherin Thin Lizzy als strenge Chefin. Kein Wunder, dass Franz zurück will nach Niederkaltenkirchen. Dort wartet die größte Herausforderung auf ihn: Karl-Heinz Fleischmann, früher der pickelige „Fleischi“ und nun erfolgreicher Geschäftsmann, ist wieder aufgetaucht und macht sich an seine Susi ran. Diesmal gibt es keinen Ausweg: Franz ist seiner ewigen On-Off-Freundin den längst überfälligen Heiratsantrag schuldig. Zum Glück findet sich bald eine Frauenleiche im Kofferraum vom Papa, die den Eberhofer zurück in die Heimat und an Omas Kochtöpfe führt. Die Aufklärung erledigt der Franz so lässig wie immer, die abführende Wirkung von Sauerkraut lässt er besser Rudi ausprobieren… 

Außenstehende dürfte auch „Sauerkrautkoma“ nicht davon überzeugen, dass die Eberhofer-Krimis mehr sind, als bayerische Leinwand-„Tatorte“. Doch einmal mehr gelingt es Ed Herzog, die Gepflogenheiten rund um den Weißwurstäquator auf trockenhumorige Weise einzufangen und mit einem soliden Mordfall zu kombinieren.


MEG | Regie: Jon Turteltaub | CN/USA 2018

Die Unterwasser-Forschungsstation „Mana One“ steht vor einem historischen Durchbruch: Eine Forschungsgruppe begibt sich in bislang unentdeckte Unterwassergebiete. Jedoch kommt es bei der ersten Untersuchungsmission zu einem Unglück: Das hochmoderne U-Boot bleibt hängen. Dr. Zhangs eigensinnige Tochter Suyin macht sich auf, ihre Kollegen zu retten, was den Meeresbiologen allerdings nur weiter in Sorge bringt. Daher ruft er den aufgrund eines Jahre zurückliegenden Vorfalls in Ungnade gefallenen U-Boot-Experten Jonas Taylor zu sich. Dieser ahnt nicht, dass das nahende Wiedersehen mit seiner Ex-Frau Celeste noch zu den angenehmeren Dingen an dieser Mission gehören wird. Denn durch hat das Team der „Mana One“ ein prähistorisches Ungeheuer auf die Idee gebracht, sein Jagdgebiet massiv zu vergrößern…

„Meg“ ist handwerklich solide, aber völlig charakterlos inszeniert und holt inhaltlich aus seinem markanten Grundkonzept nichts heraus – weder parodistisch, noch auf alberne Weise.


AUS NÄCHSTER DISTANZ | Regie: Eran Riklis | DE/ISR/FR 2017


Heimkinotipp: GHOSTLAND | Regie: Pascal Laugier | FR/CAN 2018

Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Pauline mit ihren beiden Töchtern Beth (Crystal Reed) und Vera (Anastasia Phillips) das alte, mit Kuriositäten vollgestopfte Haus der Verstorbenen. Gleich in der ersten Nacht im neuen Heim werden sie jedoch von brutalen Einbrechern überfallen, die die drei Frauen übel zurichten. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter. Beth hat ihre persönliche Bewältigungsstrategie im Schreiben gefunden und ist erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit ihrer Mutter in dem alten Haus, leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen und verliert zunehmend den Verstand. 16 Jahre nach dem Vorfall kehrt Beth an den Ort des Geschehens zurück – was sich als schrecklicher Fehler erweist… 

Für ein ähnlich bahnbrechendes Erlebnis wie „Martyrs“ fehlt es Pascal Laugiers neuestem Film „Ghostland“ an Innovation. Doch auch ohne diese ist der äußerst beklemmend inszenierte Terrorthriller ein fieses Vergnügen und eine charmante Verbeugung vor bekannten Horrorikonen.

Das startet am 2. August 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 2. August, an dem nichts an „Mission: Impossible – Fallout“ vorbei führt – einen der besten Actionfilme der vergangenen Jahre. Doch als wäre das nicht genug, gibt es mit „Destination Wedding“ und der italienischen Produktion „Zuhause ist es am schönsten“ noch zwei weitere höchst sehenswerte Filme, die entgegen ihres ersten Eindrucks ganz andere Unterhaltung versprechen, als man erwartet. Auch von Wim Wenders gibt’s Neues. „Grenzenlos“ wartet mit Starbesetzung auf, ist allerdings in erster Linie Chaos.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT | Regie: Christopher McQuarrie | USA 2018

Die Impossible Mission Force (IMF) unter der Leitung von Alan Hunley (Alec Baldwin) erhält den Auftrag, drei auf dem Schwarzmarkt im Umlauf befindliche Kugeln von waffenfähigem Plutonium an sich zu nehmen, um so zu verhindern, dass sie in die Hände der sogenannten „Apostel“ gelangen. Diese wollen mithilfe von drei schweren Atomexplosionen den Untergang der zivilen Gesellschaft hinaufbeschwören. Gemeinsam mit seinen Assistenten Benji (Simon Pegg) und Luther (Ving Rhames) begibt sich Ethan Hunt (Tom Cruise) auf die Suche nach der Beute, wird allerdings schon beim ersten Austausch übers Ohr gehauen. Die CIA-Chefin Erica Sloane (Angela Bassett) macht daraufhin Nägel mit Köpfen und setzt den Agenten August Walker (Henry Cavill) ebenfalls auf die Mission an. Doch damit fangen die Probleme erst an…

In „Mission: Impossible 4“ entlud sich all die aufgestaute Spannung noch darin, dass sich Tom Cruise nur mit eHandschuhen bewaffnet vom höchsten Gebäude der Welt schwang. Für „Mission: Impossible – Fallout“ packt sich Christopher McQuarrie das freigesetzte Adrenalin, nimmt es mal zehn und pumpt es in jede Sekunde eines Films, der mit sämtlichen Actionfilmen der vergangenen Jahre den Boden aufwischt.


DESTINATION WEDDING | Regie: Victor Levin | USA 2018

72 Stunden im Paradies wären wunderbar – wenn diese Hochzeit nicht wäre, auf der zwei grundverschiedene Zeitgenossen eingeladen sind. Dort treffen Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder) erstmals aufeinander. Sie haben vieles gemeinsam: Beide hassen die Braut, auch den Bräutigam, die Hochzeit, sich selber und – was bald klar wird – vor allem den jeweils anderen. Das unerbittlich harmonische Unterhaltungsprogramm des mehrtägigen Festes lässt sie immer wieder aufeinanderprallen. Doch unweigerlich steigt mit jedem Streit die gegenseitige Sympathie, die Anziehung zwischen den beiden ist nur schwer zu ignorieren, denn mit ihrer Antipathie haben die beiden wiederum viel gemeinsam. Und so müssen Frank und Lindsay eine Entscheidung treffen: für die aufkeimende Liebe – oder den gesunden Menschenverstand. 

 In der antiromantischen Komödie „Destination Wedding“ brillieren Winona Ryder und Keanu Reeves als streitsüchtiges Pärchen wider Willen. Die hervorragenden Dialoge und ein herausragendes Gespür für Timing erledigen den Rest – der Geheimtipp des Sommers!


ZUHAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN | Regie: Gabriele Muccino | IT 2018

Alba und Pietro wollen Goldene Hochzeit feiern und laden die komplette Familie in ihr wunderschönes Haus auf Ischia ein. Doch in ihrer Vorfreude haben sie das Temperament ihrer Familie unterschätzt: Ihr Sohn Carlo muss die Eifersucht seiner Frau Ginevra ertragen, die große Szenen macht, weil auch seine Ex zum Fest geladen ist. Schwiegersohn Diego denkt ständig an seine Geliebte in Paris, während seine arglose Frau Sara ihn mit allen Mitteln zu bezirzen versucht. Und Albas bindungsscheuer Lieblingssohn Paolo flüchtet sich in eine romantische Affäre mit seiner reizenden Cousine Isabella. Während Alba die Idylle aufrechtzuerhalten sucht, kann Pietro es kaum erwarten, bis die verrückte Verwandtschaft mit der Fähre wieder verschwindet. Als dann ein Sturm über die Insel fegt und die illustre Gesellschaft an der Abreise hindert, ist das Chaos perfekt. 

Entgegen des seichten Titels ist „Zuhause ist es am schönsten“ ein herausragend gespielter und minimalistisch inszenierter Familienreigen, der innerhalb von noch nicht einmal zwei Stunden die ganz großen Dramen des zwischenmenschliches Beisammenseins abhandelt.


GRENZENLOS | Regie: Wim Wenders | DE/USA/FR/ESP 2017

Die Biomathematikerin Danny Flinders und der britische Geheimdienstmitarbeiter James More treffen sich durch Zufall in einem abgelegenen Hotel in der Normandie, wo sich jeder für sich auf eine gefährliche Mission vorbereitet. Sie verlieben sich fast schon gegen ihren Willen, aber erkennen schnell, dass sie füreinander die Liebe ihres Lebens sind. Kurz nach dem Abschied führt es James nach Somalia. Dort hat er den Auftrag, eine Organisation aufzuspüren, die Selbstmordattentäter nach Europa entsendet. Danny dagegen arbeitet an einem Tiefsee-Tauchprojekt mit, um ihre Theorie über den Ursprung des Lebens auf unserem Planeten zu belegen. Bald schon trennen sie Welten voneinander. James wird von Dschihadisten gefangen genommen und hat keine Möglichkeit, mit Danny Kontakt aufzunehmen, während sie in einem Tauchboot den Meeresgrund erforschen will…

Erzählerisch ist „Grenzenlos“ ganz großes Chaos, das der komplexen Romanvorlage zu keinem Zeitpunkt gerecht wird. Aber nicht nur Alicia Vikander und James McAvoy füllen dieses Chaos mit Leidenschaft, auch der Inszenierung selbst ist anzumerken, dass Wim Wenders aller Kritik zum Trotz noch lange nicht zum alten Eisen gehört.


EGAL WAS KOMMT | Regie: Christian Vogel | DE 2018

Christian Vogel ist 34 Jahre alt, als er sich seinen Herzenswunsch erfüllt: Einmal die Erde auf dem Motorrad umrunden. Er kündigt die Wohnung und hängt seinen Job als Fernsehjournalist an den Nagel. Gerade erst frisch verliebt, fällt der Abschied dann besonders schwer. Wie lange er seine Freundin und seine Familie nicht sehen wird, ist ungewiss. Am 19. Mai 2015 beginnt der Aufbruch ins Unbekannte. Vor ihm liegt eine Route, die unter anderem durch die USA, Kanada und Russland führt. Auch China, die Mongolei, Pakistan, Indien und der Iran werden von ihm durchquert. Die Reise birgt nicht nur spektakuläre Momente und unvergessliche Erlebnisse, sondern auch immense Gefahren. Immer wieder sind es hilfsbereite Menschen, die Christian Vogel in vermeintlich ausweglosen Situationen zur Seite stehen und ihn seinem Ziel näherbringen. 

„Egal was kommt“ haftet zu sehr an seinem Regisseur und Protagonisten, der zugleich zu sehr davor zurückscheut, sich vor der Kamera seelisch zu entblößen, um emotional zu fesseln oder mit seiner Informativität zu bestechen. Einzelne Passagen sind aber aussagekräftig genug, als dass die etwas mehr als zwei Stunden Filmzeit völlige Verschwendung wären.


PRINZ CHARMING | Regie: Ross Venokur | USA/CAN 2018

Prinz Charming wurde als Baby verflucht: Jede Frau, die in seine Augen blickt, soll sich auf der Stelle unsterblich in ihn verlieben! Somit hinterlässt der Prinz schon in jungen Jahren eine Schneise aus liebeskranken Frauen und ihren verschmähten Liebhabern, die verärgert schwören, Chaos über das ganze Königreich zu bringen. Prinz Charmings erzürnter Vater, König Charming, stellt seinem Sohn daraufhin ein Ultimatum: Entweder findet er vor seinem 21. Geburtstag die einzig wahre Liebe und hebt damit den Fluch auf, oder er verliert seinen Anspruch auf den Thron! Dass der Prinz sich gerade gleichzeitig mit Aschenputtel, Dornröschen und Schneewittchen verlobt hat, macht die Sache nicht gerade leichter…

Der Produzent von SHREK präsentiert mit „Prinz Charming“ einen respektlos-witzigen Animationsfilm über einen jungen Prinzen mit unwiderstehlicher Anziehungskraft.


Heimkinotipp: THE FLORIDA PROJECT | Regie: Sean Baker | USA 2017

Orlando, Florida, in der Nähe des Freizeitparks Disney World: Moonee (Brooklynn Prince) ist erst sechs Jahre alt und hat bereits ein höllisches Temperament. Nur wenige Meilen entfernt vom Eingang zu Disneyworld wächst sie in „The Magic Castle Motel“ an einem vielbefahrenen Highway auf. Ihre frühreifen Streiche scheinen Halley (Bria Vinaite), ihre sehr junge Mutter, kaum zu beunruhigen. Da, wie bei allen Bewohnern des Motels “Magic Castle“, ihre finanzielle Lage nicht gerade rosig ist, ist sie gezwungen, auf mehr oder weniger anständige Weise ihre wilde Tochter und sich selbst durchs Leben zu hieven. Moonee und ihre gleichaltrigen Freunde erklären derweil unter den wachsamen Augen des Motelmanagers Bobby (Willem Dafoe) die Welt um sich herum zu einem großen Abenteuerspielplatz…

„The Florida Project“ ist nach „Tangerine LA“ die zweite authentische Milieustudie von Sean Baker über eine vergessene Community am Rande der Gesellschaft, die vor allem durch die eingenommene Erzählperspektive der jungen Hauptdarstellerin an Brisanz und Emotionalität gewinnt.

Das startet am 26. Juli 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 26. Juli. Die WM ist vorbei und mit „Ant-Man and the Wasp“ läutet Marvel die zweite Hälfte des Blockbustersommers 2018 ein. Der Gute-Laune-Actioner dürfte mühelos die Pole-Position der Kinocharts erklimmen. Doch auch „Catch Me!“ ist einiges zuzutrauen. Die Komödie über ein paar Freunde, die seit Kindertagen Fangen spielen (!), kam bei Sneak-Previews hervorragend an und erhielt eine große Werbekampagne. Gemessen am Original hat auch „Papillon“ die Chance, ein Hit zu werden, ganz im Gegensatz zu „Hotel Artemis“, dessen Vorzeichen – ein sehr geringes Einspiel im Produktionsland USA – leider schlecht stehen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ANT-MAN AND THE WASP | Regie: Peyton Reed | USA 2018

In Folge seiner nicht ganz unumstrittenen Heldentaten an der Seite von Steve Rogers in steht der gutmütige Ex-Knacki und „Ant-Man“ Scott Lang unter Hausarrest. Sein Alltag besteht vorwiegend daraus, seine smarte Tochter Cassie zu bespaßen, für die er sogar extra so etwas wie eine Ameisen-Achterbahn gebaut hat. Doch als er sich dazu entschließt, erneut in seinen Superhelden-Anzug zu schlüpfen, gerät Scott in einen Konflikt zwischen seinem Heldendasein und dem Versuch, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen – und seiner Cassie ein möglichst guter Vater zu sein. Doch Dr. Hank Pym und dessen Tochter Hope, die mittlerweile als „Wasp“ auftritt, brauchen seine dringende Hilfe, als ein Schurke namens Ghost auftritt, um sich etwas unter den Nagel zu reißen, das nicht in ihre Hände gehört. 

Peyton Reed bleibt sich treu und inszeniert mit „Ant-Man and The Wasp“ eine verdammt unterhaltsame Actionkomödie mit einem toll harmonierenden Ensemble, spektakulären Actionszenen und zahlreichen Gags, die darüber hinwegtäuschen können, dass erzählerisch gar nicht wahnsinnig viel passiert.


CATCH ME! | Regie: Jeff Tomsic | USA 2018

Eine Gruppe von Freunden spielt seit rund 30 Jahren das Kinderspiel „Fangen“. Was einst ganz normal auf dem Spielplatz anfing, hat sich zu einer bizarren Jagd weiterentwickelt. Obwohl sie mittlerweile sehr weit voneinander entfernt wohnen, scheuen die Kumpels dabei keine Kosten und Mühen. Jede noch so verquere Idee ist erlaubt bei dem Spiel, das sie jedes Jahr jeweils im Mai veranstalten. Wer gerade der Fänger ist, reist auch mal quer durchs Land, damit er bei einem anderen einbrechen oder hinter einem Busch vorzuspringen kann, um ihn mit einer Berührung zum neuen Fänger zu machen. In diesem Jahr steht die Hochzeit des einzigen bislang unbesiegten Mitspielers Jerry an. Seine Kumpels Callahan, Chilli, Hoagie und Sable hoffen, ihn endlich in die Finger zu bekommen. Doch der Champion ist natürlich vorbereitet

Die actionreiche Komödie „Catch Me!“ lebt zu fünfzig Prozent von seiner irrwitzigen Prämisse und zu 50 Prozent davon, dass die Darsteller alles geben, um diese zum Leben zu erwecken. Ein paar visuelle Kabinettstückchen geben außerdem Pluspunkte in der B-Note.


EIN LIED IN GOTTES OHR | Regie: Fabrice Éboué | FR 2017

Dafür wurde es höchste Zeit: ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam gründen eine Band. Der beruflich unter Hochdruck stehende Musikproduzent Nicolas soll diese neue Band ganz nach oben bringen. Gemeinsam mit seiner Assistentin Sabrina gelingt es ihm, aus den drei Himmelsdienern die virtuose Band Koexistenz zu formen, die sogar dem lieben Gott einen deftigen Ohrwurm verpassen könnte. Womit Nicolas und Sabrina nicht gerechnet haben, sind die Abgründe, die die Geistlichen heutzutage so mit sich herumtragen. Und so groß die Nachfrage nach göttlichen Harmonien auch sein mag – die dafür zu zähmenden Unterschiede haben sie sich etwas friedfertiger vorgestellt. Doch die drei Bandkollegen beherrschen den religiösen Beleidigungskanon perfekt und treffen bei der Arie der kulturellen Vorurteile ohne Probleme den fiesesten Ton… 

Fabrice Éboué wagt sich mit seiner musikalischen Komödie „Ein Lied in Gottes Ohr“ an die Vermittlung drei verschiedener Weltreligionen. Die meisten Gags zünden dabei und hätten sich die Macher sogar noch ein klein wenig mehr getraut, dann wäre das hier mit Sicherheit der nächste große Franzosenhit geworden.


PAPILLON | Regie: Michael Noer | USA/ESP/CZE 2017

Der in den Tag hinein lebende Henri „Papillon“ Charrière (Charlie Hunnam) wird im Frankreich der 30er Jahre zu Unrecht wegen Mordes verurteilt und muss seine lebenslange Haftstrafe in der berüchtigten Strafkolonie St. Laurent in Französisch-Guayana verbüßen. Auf dem Weg dorthin begegnet Papillon dem seltsamen Louis Dega (Rami Malek), einem verurteilten Fälscher. Nachdem er ihn vor einem Angriff anderer Häftlinge verteidigen konnte, treffen sie eine Vereinbarung: Dega steht fortan unter Papillons Schutz, im Gegenzug finanziert Dega Papillons Fluchtversuche. Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine tiefe Freundschaft, die ihnen hilft, den schweren Arbeitsdienst und die sadistische Behandlung der Wärter zu überleben und die ihnen immer wieder die Kraft gibt, nicht aufzugeben… 

An der Neuauflage des auf wahren Ereignissen beruhenden Abenteuers „Papillon“ gezielt Dinge schlecht zu finden, ist genauso schwierig, wie gezielt Dinge gut zu finden. Am Ende fehlt es dem zweifelsohne stilsicher inszenierten Film vor allem an Wiedererkennungswert.


HOTEL ARTEMIS | Regie: Drew Pearce | UK/USA 2018

Im Los Angeles des Jahres 2028 versinken die Straßen der Stadt im Chaos eines außer Kontrolle geratenen Bürgeraufstands, als immer mehr Menschen keinen Zugang zu Wasser bekommen. Für den Gangster Waikiki (Sterling K. Brown) und seine Kumpanen die perfekte Gelegenheit eine Bank zu überfallen. Als ihr Raubzug vom Kugelhagel der Polizei unterbrochen wird, bleibt der schwerverletzten Gang nur ein Ort, an den sie sich retten kann: Hotel Artemis – ein längst zum Mythos erklärtes, geheimes Krankenhaus für Schwerverbrecher. Unter der Obhut der Schwester (Jodie Foster) und ihres Assistenten (Dave Bautista) glaubt sich Waikiki zunächst sicher. Doch der wahre Ärger beginnt, als plötzlich weitere Outlaws im Hotel einchecken… 

„Hotel Artemis“ ist Noir-Thriller-Kino mit vereinzelten Actionanleihen, das mehr auf Dialoge und eine angespannte Atmosphäre setzt, als darauf, mit den vielversprechenden Figuren eine ihnen ebenbürtige Geschichte zu erzählen.


FRIDAS SOMMER | Regie: Carla Simón | ESP 2016

Spanien 1993: es ist Sommer in Barcelona, doch für die sechsjährige Frida (Laia Artigas) sind es traurige Tage. Schweigend sieht sie zu, wie die letzten Gegenstände aus der Wohnung ihrer kürzlich verstorbenen Mutter verpackt werden. Zum Abschied laufen Freunde winkend hinter dem Auto her, das sie zu Verwandten aufs Land bringt. Und obgleich sie von der Familie ihres Onkels liebevoll aufgenommen wird, lebt sich Frida fernab ihrer Heimatstadt nur zögerlich in die neue Umgebung ein. Sie tollt mit ihrer Cousine Anna (Paula Robles) durch den Garten und erkundet die Hänge und den nahegelegenen Wald, aber trotz des strahlenden Sommers macht sich immer wieder Traurigkeit bei Frida breit. Das im Grunde lebensfrohe Mädchen verhält sich unvorhersehbar und launisch, was ihre Tante Marga und ihren Onkel Esteve (David Verdaguer) vor echte Herausforderungen stellt. Wird Frida sich an ihr neues Zuhause gewöhnen?


DIE VERBORGENEN FARBEN DER DINGE | Regie: Silvio Soldini | IT/CH 2017

Der Grafikdesigner Teo verliebt sich bei einem Workshop in die Stimme einer blinden Frau, Emma. Teo ist stets auf der Flucht – vor seiner Familie und vor emotionaler Nähe. Trotz einer Freundin und einer Geliebten, fühlt er sich am wohlsten in seiner Junggesellenwohnung, zusammen mit seinem Staubsaugerroboter. Das Einzige, was er wirklich leidenschaftlich liebt, ist sein Job als kreativer Kopf bei einer Werbeagentur. Emma ist seit dem sechzehnten Lebensjahr blind. Aber sie ist eine Kämpferin, mutig, unabhängig und mit sich selbst im Reinen. Frisch von ihrem Ehemann getrennt, ist sie offen für eine Affäre. Und ehe sich Teo versieht, wird er in Emmas Bann gezogen. Sie zeigt ihm eine Welt, die dem Profi des Sehens verborgen geblieben ist. Teo, der es gewohnt ist, sich und allen anderen erfolgreich etwas vorzumachen, kommt ausgerechnet bei der blinden Emma an einen Punkt, an dem er Farbe bekennen muss.


Heimkinotipp: DIESES BESCHEUERTE HERZ | Regie: Marc Rothemund | DE 2017

Jede Nacht feiern, einen Audi R8 aus Versehen zuhause im Pool versenken, das findet Lenny ziemlich unterhaltsam. Er wohnt in der Villa seines Vaters, verschwendet dessen Geld und hält nicht viel davon, zu arbeiten. In einer Hochhaussiedlung in München liegt der 15-jährige David im Bett und versucht zu atmen. Er ist seit seiner Geburt herzkrank, und ob er seinen 16. Geburtstag feiern wird, kann ihm niemand sagen. Diese zwei Welten prallen aufeinander, als der Vater von Lenny, ein Herzspezialist, seinen Sohn dazu verpflichtet, sich um seinen Patienten David zu kümmern: David kennt hauptsächlich Operationssäle, Lenny kennt jeden Club in der Stadt. Um bequem davonzukommen, hilft er David vorerst bei den simplen Dingen, die der Junge noch erleben möchte: coole Klamotten kaufen, einen Sportwagen klauen, solche Sachen. Dabei merkt er schnell, dass Davids Leben an einem seidenen Faden hängt… 

Mit der Romanverfilmung „Dieses bescheuerte Herz“ ist Regisseur Marc Rothemund ein wahrhaftiger Film über eine unkonventionelle Freundschaft gelungen, der so ziemlich alle Kitsch- und Klischeefallen umgeht, in die seine Kollegen sonst so gern reintreten.

Das startet am 19. Juli 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 19. Juli, aus dem ein Film heraussticht: „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“ nimmt sich die Freiheit eines eigenen Kinostarts und kommt bereits am 16. Juli in die Kinos. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass man ihn sich ansehen sollte. Schon deutlich empfehlenswerter ist das „Sicario“-Sequel, auch wenn es so ganz anders ist, als sein Vorgänger. Den wohl größten Start „Mamma Mia! Here We Go Again“ konnten wir indes noch nicht sehen. Mehr zu dem Film gibt es an dieser Stelle ab dem 18. Juli. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

SICARIO 2 | Regie: Stefano Sollima | USA/IT 2018

An der Grenze zwischen den USA und Mexiko eskaliert nicht nur der brutale Drogenkrieg, immer wieder schleusen Menschenhändler auch Terroristen unbemerkt von einem Land ins andere. Die Agenten Matt Graver (Josh Brolin) und Alejandro Gillick (Benicio Del Toro) stellen sich der Gefahr der mexikanischen Kartelle und holen von der amerikanischen Seite zum Gegenschlag aus: Um einen Krieg der verfeindeten Drogenclans anzuzetteln, soll das Mädchen Isabela (Isabela Moner), Tochter eines mächtigen Kartellbosses, entführt werden. Da Alejandro noch eine ganz persönliche Fehde mit ihm auszutragen hat, setzt er sich besonders dafür ein, dass Isabela dieses Manöver heil übersteht. Doch in dem Milieu treiben bis an die Zähne bewaffnete Kriminelle ihr Unwesen, für die Mord und Totschlag zum Alltag gehört…

Inszenatorisch hat der handwerklich herausragende Drogenthriller „Sicario 2“ mit dem gefeierten ersten Teil nichts mehr zu tun. Regisseur Stefano Sollina setzt diesmal auf Düsternis, absolute Trostlosigkeit und verzichtet auf Identifikationsfiguren. An die beispiellose Spannung des ersten Teils kann der Film zwar nur noch bedingt anknüpfen, beklemmend ist er trotzdem bis zur aller letzten Minute.


303 | Regie: Hans Weingartner | DE 2018

Jan ist überzeugt, dass der Mensch von Natur aus egoistisch ist. Deswegen ist er auch nicht weiter überrascht, als ihn in Berlin seine Mitfahrgelegenheit versetzt. Jule hingegen glaubt, dass der Mensch im Kern empathisch und kooperativ ist, und bietet Jan einen Platz in ihrem „303“ Oldtimer-Wohnmobil an. Beide sind unterwegs Richtung Atlantik. Jan will nach Spanien, um seinen leiblichen Vater kennenzulernen, Jule zu ihrem Freund nach Portugal. Eigentlich soll es gemeinsam nur bis Köln gehen, doch mit jedem Kilometer eröffnet sich etwas mehr von der Welt des Anderen. Macht der Kapitalismus den Menschen zum Neandertaler? Führt Monogamie ins Unglück und kann man sich aussuchen, in wen man sich verliebt? Die beiden durchqueren Frankreich und erreichen Spanien, ihre fesselnden Gespräche werden immer persönlicher. Und es fällt ihnen immer schwerer, sich nicht ineinander zu verlieben…

Die in jahrelanger Kleinstarbeit kreierten Dialoge über Gott und die Welt sind das Herzstück des bildschön fotografierten Roadmovies „303“, doch der Regisseur und Autor scheint mehr an den ausformulierten Weisheiten interessiert zu sein, als an seinen bisweilen anstrengenden Figuren, die er in einem vermurksten Finale schließlich völlig alleine lässt.


MAMMA MIA! HERE WE GO AGAIN | Regie: Ol Parker | UK/USA 2018

Die Sonne geht auf über Kalokairi, der zauberhaftesten aller griechischen Inseln. Seit den Ereignissen von Mamma Mia! sind einige Jahre vergangen, als Sophie (Amanda Seyfried) feststellt, dass sie ein Baby erwartet. Sie vertraut sich den besten Freundinnen ihrer Mutter, Rosie (Julie Walters) und Tanya (Christine Baranski), an. Die beiden erzählen Sophie, wie ihre Mutter Donna (Oscar®-Gewinnerin Meryl Streep) damals Sam (Pierce Brosnan), Harry (Oscar®-Gewinner Colin Firth) und Bill (Stellan Skarsgård) unter der Sonne Griechenlands kennen und lieben lernte – und wie sie, schwanger und mutig, ihr Leben selbst in die Hand nahm. 

„Mamma Mia 2“ rackert sich ab, um zu ihren Gesangseinlagen zu gelangen. Das drosselt den Spaßfaktor, aber wer die Musik von ABBA mag sollte sich für einen Großteil der Laufzeit beim Lächeln ertappen.


Start: 16. Juli: HOTEL TRANSSILVANIEN 3 – EIN MONSTER URLAUB | Regie: Genndy Tartakovsky | USA 2018

Damit der vielbeschäftigte Drak (in der deutschen Fassung: Rick Kavanian) endlich einmal Urlaub von seiner Arbeit im Hotel nehmen kann, organisiert seine engagierte und ihn über alles liebende Tochter Mavis (Janina Uhse) eine Kreuzfahrt für die gesamte Monster-Familie und alle Freunde und Bekannte. Zunächst läuft alles wunderbar: Sie alle genießen sämtlichen Spaß, den der riesige Luxus-Dampfer zu bieten hat – von Monster-Volleyball bis hin zu exotischen Ausflügen – und frischen nebenbei ihren fahlen Teint im Mondlicht etwas auf. Doch die Traumreise entwickelt sich zu einem unvorhergesehenen Albtraum, als Mavis herausfindet, dass sich Drak in die mysteriöse aber attraktive Kapitänin Ericka (Anke Engelke) verliebt hat. Denn die hütet ein gefährliches Geheimnis, das die ganze Monsterheit zerstören könnte… 

„Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“ ist trotz visueller Brillanz ein lärmender, hektischer und über weite Teile einfach liebloser Animationsfilm, der den Charme der beiden sympathischen Vorgänger nahezu vollständig vermissen lässt.


LANDRAUSCHEN | Regie: Lisa Miller | DE 2018

Nach Jahren des wilden Lebens befindet sich Toni mit Ende 20 in einer Sinnkrise. Eine Erbschaftsangelegenheit dient als willkommener Grund, ihr kosmopolitisches Leben zu verlassen und wieder in ihr Heimatdorf zu fliehen, dessen Enge sie ursprünglich hinter sich lassen wollte. Doch dieser Neuanfang geht gründlich schief. Als Praktikantin für den Heimatteil einer Lokalzeitung fühlt sie sich weit unter Wert verkauft und zu Hause nehmen ihr die übergriffigen Eltern jede Luft zu atmen. Zum Glück trifft sie auf die lebenslustige Rosa. Mit ihr sieht die Welt der Heimat auf einmal anders aus. Bei Mopedfahrten und Streifzügen fühlt sich Toni wieder lebendig. Doch die Beziehung wird immer explosiver, je mehr Rosa sich zu der schönen Toni hingezogen fühlt, die sich nur um sich selbst zu drehen scheint. 

In dem authentisch inszenierten Drama „Landrauschen“ muss sich eine Städterin auf dem Land zurechtfinden, was leider keine neuen Erkenntnisse hervorbringt. Das von wahren Ereignissen inspirierte Schicksal der lesbischen Nebenfigur Nora hingegen ist ungleich einprägsamer und hätte es verdient, dass der Film nur von ihr handelt.


NICO, 1988 | Regie: Susanna Nicchiarelli | IT/BEL 2017

„Nico, 1988“ ist ein Roadmovie über die letzten Lebensjahre von Christa Päffgen – bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico, erstes deutsches Supermodel, einstige Muse von Andy Warhol und Sängerin der Gruppe „The Velvet Underground“. Der Film erzählt von ihren letzten Auftritten in den Achtzigerjahren und spielt in Paris, Prag, Nürnberg, Manchester, auf dem polnischen Land und an der römischen Küste. Die „Priesterin der Finsternis“, wie man sie auch nannte, fand nach ihren allseits bekannten Exzessen mit ihrer Solokarriere wieder zu sich und baute eine neue Beziehung zu ihrem einzigen, fast vergessenen Sohn, den sie mit Schauspieler Alain Delon hatte, auf.

„Nico, 1988“ ist die von der glühenden Verehrerin Susanna Nichhiarelli inszenierte Geschichte der Wiedergeburt einer Künstlerin, Mutter und Frau, die einst eine Ikone war.


B12 – GESTORBEN WIRD IM NÄCHSTEN LEBEN | Regie: Christian Lerch | DE 2018

Die Dokumentation „B12 – Gestorben wird im nächsten Leben“ ist der ganz andere Heimatfilm: Christian Lerch (Regisseur und Drehbuchautor von „Was weg ist ist weg“, Drehbuchautor von „Wer früher stirbt ist länger tot“) porträtiert in seinem neuen Film eine etwas heruntergekommene Raststätte an der B12 und bietet Einblicke in ein Bayern, das man sonst nicht kennenlernen würde: Die Stammgäste sind rau, derb, anarchisch und haben einen ureigenen Blick auf die Welt, allen voran der 88-jährige Altwirt Lenz. Aus einem Herzensthema des Drehbuchautors, Schauspielers und Regisseurs Christian Lerch ist eine liebevolle Langzeitstudie für die große Leinwand geworden!

Bei seiner Premiere auf dem DOK.fest München wurde „B12 – Gestorben wird im nächsten Leben“ zu einem bejubelten Festival-Liebling.


Heimkinotipp: SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS | Regie: Guillermo del Toro | USA 2017

Wir schreiben das Jahr 1963. Wir befinden uns in Amerika, es herrscht der Kalte Krieg. In einem versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die gleichermaßen einsame wie stumme Reinigungskraft Elisa (Sally Hawkins), eingesperrt in einem Leben der Stille und Isolation. Doch Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken. Der skrupellose Wissenschaftler Richard Strickland (Michael Shannon) und seine Gefolgschaft haben ein Mischwesen gefangen genommen – irgendwo zwischen Mensch und Monster, gleichermaßen isoliert wie Elisa. Fasziniert von dem Wassermann beginnt sie, sich mit ihm anzufreunden, doch das aufkeimende Glück dieser ungewöhnlichen Liebe ist in großer Gefahr, als Strickland das Wesen wieder loswerden will… 

Der – im wahrsten Sinne des Wortes – fantastische ausgestattete „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte über ein unkonventionelles Liebespaar, der Guillermo del Toro das richtige Maß an Romantik, Melancholie und Dramatik zugesteht.

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