Schlagwort-Archiv: Ridley Scott

Verlosung: Alles Geld der Welt

Der Start von Ridley Scotts Thrillerdrama ALLES GELD DER WELT stand unter keinem guten Stern. Nach dem kurzfristigen Austausch Kevin Spaceys gegen Christopher Plummer sorgte die ungerechte Bezahlung von Michelle Williams für neuen Zündstoff. Doch all dieser schlechten Vorzeichen zum Trotz, haben wir es hier mit einem richtig spannenden Thriller zu tun, der ab dem 13. Juli endlich auch fürs Heimkino erhältlich ist. Aus diesem Anlass verlosen wir in Kooperation mit Universum Film Home Entertainment zwei Fanpakete, bestehend aus Blu-ray Disc und der Romanvorlage. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Es ist einer der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wird der 16-jährige Paul (Charlie Plummer), Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty (Christopher Plummer), in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch der reichste Mann der Welt denkt gar nicht ans Bezahlen. Der alte Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail (Michelle Williams) kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dessen Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase (Mark Wahlberg). Den beiden bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft…

Ridley Scotts auf wahren Ereignissen basierender Entführungsthriller „Alles Geld der Welt“ hätte den ganzen Trubel um seine Entstehung gar nicht nötig gehabt. Der Film besticht mit seiner stilsicheren Inszenierung, einem spannenden Erzählstil und einem herausragenden Christopher Plummer.

Ihr wollt ihn Euch „Alles Geld der Welt“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 22. Juli 2018 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht und ihr habt bei der nächsten Verlosung wieder eine neue Chance, zu gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Das startet am 12. Juli 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 12. Juli, dessen größten Start „Skyscraper“ wir noch noch nicht gesehen haben. Mehr zum Film können wir daher erst am kommenden Dienstag verraten. Dafür könnte sich im Anbetracht mangelnder Konkurrenz das Survival-Drama „Die Farbe des Horizonts“ als kleiner Überraschungshit erweisen, denn an klassischem Romantikkino mangelt es derzeit an allen Ecken und Enden. Davon einmal abgesehen, bleibt es auch in dieser Woche – sicherlich nicht zuletzt aufgrund der WM – unspektakulär. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE FARBE DES HORIZONTS | Regie: Baltasar Kormákur | USA 2018

Die lebenslustige Tami möchte am liebsten die ganze Welt erkunden. Kaum hat die junge Kalifornierin ihren Abschluss in der Tasche, lässt sie sich frei von allen Regeln von einem Traumziel zum nächsten treiben. Als sie ihr Weg schließlich nach Tahiti führt, lernt sie den attraktiven Segler Richard kennen. Bis über beide Ohren verliebt entschließen sich Tami und Richard gemeinsam in See zu stechen und sich in das Abenteuer ihres Lebens zu stürzen. Doch mitten auf dem Pazifik, 2000 Seemeilen vom nächsten Festland entfernt, geraten sie plötzlich in einen gewaltigen Hurrikan. Als Tami aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist ihr Boot nur noch ein Wrack und Richard schwer verletzt. Ohne eine Möglichkeit, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, beginnt für Tami ein Wettlauf gegen die Zeit: Kann sie sich und ihre große Liebe retten?

„Die Farbe des Horizonts“ ist romantisches Drama und Survival-Thriller in einem – und Baltasar Kormákur bringt beide Ebenen hervorragend unter einen Hut.


LOVE, CECIL | Regie: Lisa Immordino Vreeland | USA 2017

Faszinierender Dandy und Jahrhundertfotograf: Cecil Beaton (1904 – 1980) ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, der seiner Zeit weit voraus war. Ob als Fotograf für die VOGUE oder den britischen Hof, Kostümdesigner an Set von Hollywoodfilmen oder als Innenarchitekt: Beaton war ein absolutes Multitalent und faszinierte diesseits und jenseits des Atlantiks die oberen Zehntausend. Er kleidete Audrey Hepburn ein, porträtierte Marilyn Monroe, Greta Garbo gehörte mit zu seinem engsten Umfeld. Sein künstlerisches Schaffen prägte Generationen und inspiriert noch heute. Die Regisseurin Lisa Immordino Vreeland hat ihm mit „Love, Cecil“ ein filmisches Denkmal gesetzt.

„Love, Cecil“ ist aus produktionstechnischer Sicht allenfalls Mittelmaß, doch das worum es geht – Faszination für den Jahrhundertfotografen Cecil Beaton zu schüren – gelingt Regisseurin Lisa Immordino Vreeland trotzdem mit Bravour.


LOMO – THE LANGUAGE OF MANY OTHERS  | Regie: Julia Langhof | DE 2017

Familie Schalckwyck lebt in einem wohlhabenden Bezirk Berlins, Mutter Krista und Vater Michael wollen ihren Kindern Karl und Anna alle Möglichkeiten bieten. Die Zwillinge stehen kurz vor dem Abitur. Während Anna schon ziemlich genau weiß, wie ihr Leben verlaufen soll, widmet Karl lieber seine ganze Aufmerksamkeit seinem Blog „The language of many others“. Dort postet er persönliche Aufnahmen seiner eigenen Familie, was Karls Verhältnis zu seinem Vater vor eine Zerreißprobe stellt. Als Karl sich in seine neue Mitschülerin Doro verliebt, glaubt er endlich zu wissen, was er will. Auch Doro findet Gefallen an ihrem eigensinnigen Mitschüler, lässt ihn jedoch nach einer kurzen Affäre wieder fallen. Für Karl ist jetzt klar: Nichts ist wahrhaftig, alles ist Willkür. Desillusioniert beginnt er ein gefährliches Spiel. Er veröffentlicht ein intimes Video von sich und Doro, und lässt mehr und mehr seine Follower die Macht über sein Leben übernehmen…

Das zähe Erzähltempo und die klischeebehaftete Handlung drücken das positive Erscheinungsbild der ansonsten durch und durch modernen Inszenierung weit unters Mittelmaß. „Lomo – The Language of Many Others“ bestätigt den Eindruck, dass das Internet für Filmemacher immer noch Neuland ist.


SUPER TROOPERS 2 | Regie: Jay Chandrasekhar | USA 2018

Bisher ging es an der nördlichen amerikanisch-kanadischen Grenze verhältnismäßig ruhig zu. Doch dann stellt sich heraus, dass einst eine Grenzmarkierung falsch gesetzt wurde – und das Grenzgebiet zwischen den beiden nordamerikanischen Ländern wird zum Mittelpunkt eines internationalen Konflikts: Eine ehemals franko-kanadische Stadt befindet sich plötzlich auf US-amerikanischem Staatsgebiet. So erhalten die in Ungnade gefallenen Vermont Highway Patrol Officers Thorny (Jay Chandrasekhar), Farva (Kevin Heffernan), Rabbit (Erik Stolhanske), Foster (Paul Soter) und Mac (Steve Lemme) von ihrem Vorgesetzten Captain O’Hagan und von Gouverneurin Jessman die Chance, ihre Verfehlungen ungeschehen zu machen: Sie sollen die Polizeiwache in der Stadt übernehmen und für Recht und Ordnung sorgen… 

Aus dem Film selbst erschließt sich nicht, weshalb es „Super Troopers 2“ in die Kinos geschafft hat. Die Komödie kann außer einem stimmigen Cast lediglich Peinlichkeiten und zum Großteil nicht funktionierende Gags vorweisen. Und da haben wir mit der Story noch nicht einmal angefangen…


SKYSCRAPER | Regie: Rawson Marshall Thurber | USA 2018

Eine neue berufliche Herausforderung in Hongkong wird zum Albtraum für den Kriegsveteranen und ehemaligen FBI-Einsatzchef Will Sawyer (Dwayne Johnson), der im The Pearl, dem mit 240 Stockwerken höchsten Wolkenkratzer der Welt, für Sicherheit sorgen soll. Kaum hat Will sein Amt angetreten, kommt es zur Katastrophe: Die 96. Etage steht plötzlich in Flammen. In den Stockwerken darüber ist seine Familie eingeschlossen, ohne eine realistische Chance auf Rettung. Zu seinem Entsetzen wird er auch noch beschuldigt, die Feuersbrunst selbst entfacht zu haben! Verzweifelt versucht Sawyer, die Brandstifter zu finden, seine Familie aus dem flammenden Inferno zu retten und seine Unschuld zu beweisen.

Schwindelerregende Action, atemberaubende Spannung und Superstar Dwayne Johnson in der Hauptrolle – „Skyscraper“ wird mit seiner visuellen Wucht eine neuartige Form der Höhenangst auslösen.


FOXTROT | Regie: Samuel Maoz | ISR/CH/DE/FR 2017

Ein Klopfen an der Tur verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael (Lior Ashkenazi) und seiner Frau Dafna (Sarah Adler). Die Nachricht vom Tod ihres neunzehnjährigen Sohnes Jonathan (Yonathan Shiray), der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn und treibt sie an den Rand der Belastbarkeit. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt. Denn Jonathan ist gar nicht tot und damit war nicht nur der bürokratische Irrsinn rund um seine Beerdigung für die Katz, auch der technische Fehler, der zur falschen Todesmeldung geführt hat, könnte sich für die Eltern positiv auszahlen…


AUF DER SUCHE NACH INGMAR BERGMANN | Regie: Margarethe von Trotta | DE/FR 2018

Ingmar Bergmans „Das siebente Siegel“ war der Film, der Margarethe von Trotta für das Kino begeisterte und den Wunsch in ihr weckte, selbst Regisseurin zu werden. Jahre später schließt sich der Kreis, als Bergman ausgerechnet von Trottas „Die bleierne Zeit“ als einen der Filme benennt, die ihn am meisten geprägt haben. Anlässlich des 100. Geburtstags des schwedischen Regisseurs folgt von Trotta seinen Spuren und offenbart durch ihren sehr persönlichen Blick auf sein Leben völlig überraschende Seiten der genialen Filmikone. Auf der Suche nach Ingmar Bergman ist eine persönliche, emotionale und cineastische Reise durch das faszinierende Universum der Filmlegende. Neben seltenen Archivaufnahmen und Filmausschnitten sind es vor allem Margarethe von Trottas intensive Gespräche mit Bergmans Familie, Schauspielern und Wegbegleitern, die die facettenreiche Persönlichkeit des Meisters beleuchten.


Heimkinotipp: ALLES GELD DER WELT | Regie: Ridley Scott | USA 2017

Es ist einer der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wird der 16-jährige Paul (Charlie Plummer), Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty (Christopher Plummer), in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch der reichste Mann der Welt denkt gar nicht ans Bezahlen. Der alte Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail (Michelle Williams) kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dessen Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase (Mark Wahlberg). Den beiden bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft…

Ridley Scotts auf wahren Ereignissen basierender Entführungsthriller „Alles Geld der Welt“ hätte den ganzen Trubel um seine Entstehung gar nicht nötig. Der Film besticht mit seiner stilsicheren Inszenierung, einem spannenden Erzählstil und einem herausragenden Christopher Plummer.

Das startet am 15. Februar 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 15. Februar 2018, der mit „Shape of Water“ und „Alles Geld der Welt“ wieder eine neue Runde Oscar-Filme entlässt. Spannend wird aber vor allem sein, wie sich der neueste Marvel-Film „Black Panther“ schlägt, der in den USA fantastische Kritiken holt und auch hierzulande insgesamt positiv aufgefasst wird. Auch der französische Programmkinobeitrag „Die Grundschullehrerin“ ist einen Blick wert, den deutschen Actionthriller „Luna“ darf man indes getrost links liegen lassen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS  | Regie: Guillermo del Toro | USA 2017

Wir schreiben das Jahr 1963. Wir befinden uns in Amerika, es herrscht der Kalte Krieg. In einem versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die gleichermaßen einsame wie stumme Reinigungskraft Elisa (Sally Hawkins), eingesperrt in einem Leben der Stille und Isolation. Doch Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken. Der skrupellose Wissenschaftler Richard Strickland (Michael Shannon) und seine Gefolgschaft haben ein Mischwesen gefangen genommen – irgendwo zwischen Mensch und Monster, gleichermaßen isoliert wie Elisa. Fasziniert von dem Wassermann beginnt sie, sich mit ihm anzufreunden, doch das aufkeimende Glück dieser ungewöhnlichen Liebe ist in großer Gefahr, als Strickland das Wesen wieder loswerden will… 

 Der – im wahrsten Sinne des Wortes – fantastische ausgestattete „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte über ein unkonventionelles Liebespaar, der Guillermo del Toro das richtige Maß an Romantik, Melancholie und Dramatik zugesteht.


ALLES GELD DER WELT | Regie: Ridley Scott | USA 2017

Es ist einer der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wird der 16-jährige Paul (Charlie Plummer), Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty (Christopher Plummer), in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch der reichste Mann der Welt denkt gar nicht ans Bezahlen. Der alte Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail (Michelle Williams) kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dessen Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase (Mark Wahlberg). Den beiden bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft…

Ridley Scotts auf wahren Ereignissen basierender Entführungsthriller „Alles Geld der Welt“ hätte den ganzen Trubel um seine Entstehung gar nicht nötig. Der Film besticht mit seiner stilsicheren Inszenierung, einem spannenden Erzählstil und einem herausragenden Christopher Plummer.


DIE GRUNDSCHULLEHRERIN  | Regie: Hélène Angel | FR 2016

Florence (Sara Forestier) ist Grundschullehrerin aus Leidenschaft. Während sie alles gibt, um ihren Schülern den Weg in eine glückliche und erfolgreiche Zukunft zu ebnen, sieht es privat chaotisch aus: Alleinerziehend, fehlt ihr häufig die Zeit für ihren Sohn Denis (Albert Cousi), der daher zu seinem Vater ziehen will. Sie sieht ihn kaum noch – lediglich im Unterricht erlebt sie, wie sich ihr Kind langsam zu einer jungen Persönlichkeit heranreift. Als zudem der kleine Sacha (Ghillas Bendjoudi), ein Kind aus schwierigen Verhältnissen, dessen Mutter ihn seit vielen Jahren immer wieder im Stich lässt, neu in ihre Klasse kommt und ihre volle Aufmerksamkeit fordert, muss Florence einen Weg finden, endlich Ordnung in ihr Leben zu bringen. Doch das ist schwieriger, als gedacht… 

„Die Grundschullehrerin“ ist ein durch und durch sympathischer Film, der den abwechslungsreichen Alltag einer Lehrerin authentisch nachzeichnet, sich nur bei ihrem teilweise arg formelhaften Privatleben jedoch ein klein wenig seines Potenzials beraubt.


BLACK PANTHER | Regie: Ryan Coogler | USA 2018

Im Anschluss an den dramatischen Konflikt zwischen den Mitgliedern der Avengers kehrt T’Challa (Chadwick Boseman) alias Black Panther in seine Heimat Wakanda zurück. Nach dem Tod seines Vaters muss der Thronfolger seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, doch technisch weit fortgeschrittenen afrikanischen Staates einnehmen und sich dafür gegen einen gefährlichen Gegner zur Wehr setzen. Doch als sich ein alter Feind des Landes aufs Neue erhebt, werden nicht nur die Kräfte des legendären Helden Black Panther die Probe gestellt, sondern auch die Fähigkeiten T’Challas sein Volk durch diese Krise hindurch zu führen. Sollte er dem Kampf nicht gewachsen sein, steht nicht nur das Schicksal Wakandas, sondern das der ganzen Welt auf dem Spiel.

An Ryan Cooglers „Black Panther“ passt nichts so richtig zusammen. Beim Versuch, sich gänzlich vom Marvel-Erfolgskonzept loszusagen, bleiben so elementare Dinge wie Spaß, Kurzweil sowie die Zeichnung spannender Charaktere auf der Strecke. Und nicht zuletzt wird man den Eindruck nicht los, anstatt eines 130-minütigen Spielfilms hätte es hierfür auch ein Short Movie getan.


LUNA  | Regie: Khaled Kaissar | DE 2017

Als die komplette Familie der 17-Jährigen Luna bei einem gemeinsamen Urlaub in den Bergen kaltblütig umgebracht wird, entkommt das junge Mädchen selbst den Killern nur knapp. Auf der Flucht findet sie heraus, dass ihr Vater über viele Jahre ein russischer Geheimagent war, dessen Doppelleben nicht nur ihn, sondern auch seine Familie das Leben kostete. Als einzige Zeugin ist Luna jetzt in großer Gefahr und gerät ins Fadenkreuz der Geheimdienste. Der beste Freund ihres Vaters, Ex-Agent Hamid, will sie ins sichere Ausland schmuggeln, doch Luna lehnt ab. Sie will auf eigene Faust herausfinden, warum ihre Familie sterben musste und die Mörder zur Verantwortung ziehen. Das ungleiche Duo macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, in die auch der BND verwickelt ist… 

Trotz solider Produktionswerte und einer starken Hauptdarstellerin ist „Luna“ ein in erster Linie sehr generischer Actionthriller, den man nicht sehen braucht, wenn man in den vergangenen Jahren auch nur irgendeinen artverwandten Genrebeitrag gesehen hat.


WER IST DADDY?  | Regie: Lawrence Sher | USA 2017

Owen Wilson („Grand Budapest Hotel“, „Die Hochzeits-Crasher“) und Ed Helms (die „Hangover“-Filme, „Wir sind die Millers“) spielen für Alcon Entertainment in der Komödie „Wer ist Daddy?“ die Zwillinge Kyle und Peter, die durch Zufall erfahren, dass sie von Geburt an mit einer Lüge gelebt haben: Der nette Mann auf dem Foto über dem Kamin ist überhaupt nicht ihr Vater, sondern von ihrer Mutter (Glenn Close) erfunden worden, um die Wahrheit zu verschleiern – sie weiß ganz einfach nicht, wer der Vater der Brüder ist. Versteht ihr, das war in den Siebzigern – total ausgeflippte Zeiten und … na ja, ihr wisst schon.

Die Brüder beschließen, ihren geheimnisvollen Erzeuger zu suchen, obwohl ihnen nur wenige Anhaltspunkte zur Verfügung stehen. Das ist der Beginn einer verrückten Entdeckungsreise, auf der sie nicht nur ihre Mutter, sondern auch sich selbst ganz neu kennenlernen.


Heimkinotipp: BLADE RUNNER 2049  | Regie: Denis Villeneuve | UK/USA/CAN 2017

30 Jahre nach den folgenschweren Ereignissen im Los Angeles des Jahres 2019 fördert ein neuer Blade Runner, der engagierte LAPD-Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hätte, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen des dystopischen Molochs ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach dem untergetauchten, offiziell längst für tot erklörten Rick Deckard (Harrison Ford), der selbst jahrelang als LAPD-Blade-Runner unterwegs war. Gemeinsam könnten sie dafür sorgen, dass die Ordnung im System wiederhergestellt und die Menschheit gerettet wird.

„Blade Runner 2049“ ist ein berauschendes Fest für die Sinne und legt die visuelle Messlatte für das Science-Fiction-Kino der kommenden Jahre hoch. Erzählerisch passt sich Denis Villeneuve der entschleunigten Attitüde seiner Inszenierung an und spielt hier mit weniger offensichtlichen Twists, als noch in seinem letzten Film „Arrival“.

Alles Geld der Welt

Der Start von Ridley Scotts Thrillerdrama ALLES GELD DER WELT stand unter keinem guten Stern. Nach dem kurzfristigen Austausch Kevin Spaceys gegen Christopher Plummer sorgte die ungerechte Bezahlung von Michelle Williams für neuen Zündstoff. Doch ist der Film davon abgesehen überhaupt gelungen? Das und mehr verrate ich in meiner Kritik.

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Das startet am 18. Mai 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 18. Mai, der lediglich zwei (!) Spielfilme auf die Zuschauer loslässt. Darunter der leider nur mäßig gelungene „Alien: Covenant“, der in Ermangelung an Konkurrenz und aufgrund der breiten Fanbase vermutlich trotzdem ziemlich gut starten wird, sowie „Jahrhundertfrauen“, der hoffentlich nicht allzu sehr darunter zu leiden hat, auf der Zielgeraden von „“20th Century Women“ in seinen jetzigen Titel umbenannt worden zu sein.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JAHRHUNDERTFRAUEN  | Regie: Mike Mills | USA 2016

Kalifornien, Ende der 70er Jahre – eine wilde, inspirierende Zeit der kulturellen Umbrüche, Freiheit liegt in der Luft. Dorothea Fields (Annette Bening), eine energische und selbstbewusste Frau Mitte 50, erzieht ihren Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann) ohne den Vater, holt sich aber Unterstützung von zwei jungen Frauen: Abbie (Greta Gerwig), die freigeistige und kreative Mitbewohnerin, und Jamies beste Freundin Julie (Elle Fanning), ein gleichermaßen intelligentes wie provokatives Mädchen. So verschieden sie sind, alle vier stehen für einander ein – und es gelingt ihnen eine Bindung für das ganze Leben zu schaffen. Doch immer häufiger zweifelt Dorothea daran, ob aus ihrem Jamie wirklich ein „richtiger Mann“ werden kann, wenn kein solcher im Haus ist…

„Jahrhundertfrauen“ ist so zart inszeniert und zurückhaltend erzählt, dass man es den Figuren zu jedem Zeitpunkt abnimmt, gerade mit den großen und kleinen Dramen des Lebens konfrontiert zu werden. Ein durch und durch authentischer Film, der darüber hinaus spielend mit der allzu dominanten Genderdiskussion umgeht.


ALIEN: COVENANT | Regie: Ridley Scott | USA/AUS/NZL/UK 2017

Absolute Stille herrscht an Bord des Raumschiffs Covenant. Die Besatzung und die rund 2000 Passagiere an Bord befinden sich in künstlichem Tiefschlaf. Das Schiff befindet sich auf dem Weg zum entlegenen Planeten Origae-6. Dort hofft die Menschheit neuen Siedlungsraum zu finden. Dann ist es mit der Ruhe vorbei. Ein Stern, der gerade passiert wird, explodiert.  Es gibt Dutzende Tote zu beklagen und auch der programmierte Kurs kann nicht gehalten werden. Bald darauf stoßen die überlebenden Crewmitglieder auf ein nicht kartografiertes, dicht bewaldetes Paradies, einen vermeintlichen Garten Eden, dessen Berggipfel hinter Wolken verborgen sind. Viel näher an der Erde als Origae-6 liegt dieser Planet, der sich als neue Heimat wohl auch bestens eignet. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass hier nichts ist wie es scheint…

In „Alien: Covenant“ versucht Ridley Scott die philosophischen Ansätze aus „Prometheus“ mit der harten Splatter-Action aus „Alien“ zu verbinden und verpasst es dabei, Film und Figuren zu Persönlichkeit zu verhelfen. Der Sci-Fi-Blockbuster punktet mit viel Blut und starken Bildern, verliert aber beim Skript, den Computereffekten und der alles andere als überraschenden, äußerst zähen Dramaturgie.


ZWISCHEN DEN STÜHLEN  | Regie: Jakob Schmidt | DE 2017

Um in Deutschland Lehrer zu werden, muss nach dem theoriebeladenen Studium ordnungsgemäß das Referendariat absolviert werden. Eine Feuerprobe, welche die angehenden Lehrer in eine widersprüchliche Position bringt: Sie lehren, während sie selbst noch lernen. Sie vergeben Noten, während sie ihrerseits benotet werden. Zwischen Problemschülern, Elternabenden, Intrigen im Lehrerzimmer und Prüfungsängsten werden die Ideale der Anwärter auf eine harte Probe gestellt.

„Zwischen den Stühlen“ begleitet drei von ihnen auf ihrem steinigen Weg zum Examen. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm gibt einen einfühlsamen wie humorvollen Blick hinter die Kulissen des Systems Schule und wirft dabei nicht zuletzt die Frage auf, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.


BEUYS | Regie: Andres Veiel | DE 2017

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.

Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: „Beuys“ ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume.


Heimkinotipp: BOB, DER STREUNER  |  Regie: Roger Spottiswoode | UK 2016

Das Letzte, was James (Luke Treadaway) gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich von Tag zu Tag als Straßenmusiker durch, und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Und jetzt auch noch das: Als es eines Abends in seiner Wohnung scheppert, steht da nicht wie vermutet ein Einbrecher in der Küche, sondern ein roter ausgehungerter Kater. Obwohl knapp bei Kasse beschließt James, den aufgeweckten Kater aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, sein neues Herrchen zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Für James ist nichts mehr, wie es war. Bob und er werden unzertrennliche Freunde, und James findet dank Bob nach und nach den Weg zurück ins Leben … 

„Plötzlich Papa“ beginnt als heitere Komödie und mündet in ein herbes Drama. Zusammen gehalten wird diese inszenatorische Gratwanderung von Omar Sy und dem Rest des Ensembles, wenngleich manche erzählerischen Verwicklungen ein wenig zu bemüht wirken, um ehrlich zu Herzen zu gehen.

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