Schlagwort-Archiv: David F. Sandberg

2016 – Die Plätze 20 bis 11

Vor einigen Tagen eröffnete ich an dieser Stelle meine Jahrescharts 2016. Was sich auf den Plätzen 40 bis 31 sowie 30 bis 21 findet, könnt ihr in den jeweiligen Blog-Beiträgen nachlesen. Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun mit den nächsten zehn Platzierungen weiter. Vorab jedoch ein bisschen Statistik: Ich habe vom 01. Januar bis zum 31. 12. 2016 exakt 255 Kinovorstellungen besucht. Dabei habe ich 226 verschiedene Filme gesehen. 25 mal besuchte ich reguläre Vorführungen, 230 mal waren diese ausschließlich für die Presse. Und 24 Filme habe ich im Kino verpasst und mussten von mir auf DVD oder via Pressestream/-screener nachgeholt werden. Für meine Top 40 zur Auswahl standen insgesamt also 250 verschiedene Kinofilme.

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Das startet am 15. Dezember 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 15. Dezember 2016, an dem nichts an „Rogue One: A Star Wars Story“ vorbei kommt. Entsprechend übersichtlich gestaltet sich der Rest an Neustarts, der dagegen ohnehin keine Chance haben wird.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ROGUE ONE: A STAR WARS STORY | Regie: Gareth Edwards | USA 2016

Rogue One: A Star Wars Story

Die junge Jyn Erso wächst schon in frühen Jahren als Waise auf. Mittlerweile schlägt sie sich mit größeren und kleinen Schandtaten durchs Leben, bis sie eines Tages von einer Gruppe von Rebellen angeheuert wird, um gemeinsam mit ihr dem Imperium entgegen zu treten. Unter der Führung von Widerstandskämpferin Mon Mothma soll sie die Pläne des Todessterns in ihre Gewalt bringen – der gefährlichsten Waffe, des Universums. Da auch Jyns Vater Erso einst an dem Bau des Zerstörers beteiligt war, erhoffen sich die Rebellen Insiderwissen von der toughen Lady und tatsächlich erklärt diese sich bereit, Teil dieses Teams aus ganz unterschiedlichen Widerständlern zu werden, um an der Seite von Captain Cassian Andor und dem ehemaligen Imperiumsdroiden K-2SO die Welt vor dem Todesstern zu beschützen. Dabei haben die drei die Rechnung ohne den imperialen Militärdirektor Krennic gemacht… 4 von 5

Das betont düstere „Star Wars“-Spin-Off „Rogue One: A Star Wars Story“ ist eine Bereicherung für das Sternenkrieger-Universum und punktet zu gleichen Teilen mit virtuosen Effekten und einer spannenden Grundgeschichte. Weniger überzeugend geraten hingegen die eher oberflächlichen, wenn auch charismatischen Figuren sowie eine recht einfältige Dramaturgie.


 SHUT IN | Regie: Farren Blackburn | KAN/FR 2016
Shut In

Zurückgezogen von der Zivilisation, in einem ländlichen Teil von Neuengland, kümmert sich die Kinderpsychologin Mary aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Sohn, der seit einem Autounfall komplett gelähmt ist. Ihr Ehemann Richard ist bei diesem Unfall gestorben, und die Witwe hat ihren Kontakt zur Außenwelt auf gelegentliche Skype-Gespräche mit ihrem Kollegen Dr. Wilson beschränkt. Trotz allem nimmt die Witwe einen neuen Patienten an, den Waisenjungen Tom, und bietet ihm sogar an für eine gewisse Zeit bei ihr einzuziehen. Aus dem Kontakt zu diesem Jungen schöpft sie neuen Lebensmut, doch noch am ersten Abend verschwindet Tom in einem gefährlichen Schneesturm und gilt seitdem als vermisst. Plötzlich geschehen beängstigende Dinge in Marys Haus und sie beginnt zu zweifeln: Ist Tom wirklich tot? 2 von 5

Was wie ein tragisches Familiendrama beginnt, wird in der ersten Hälfte durch standesgemäßen Horror-Mummenschanz verwässert und von einem Twist in der zweiten Hälfte der Lächerlichkeit preisgegeben. Lediglich die Darsteller und das Setting überzeugen.


PAULA |  Regie: Christian Schwochow | USA 2016
Paula

Worpswede rund um 1900: Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren die junge Künstlerin Paula Becker (Carla Juri) und Otto Modersohn (Albrecht Abraham Schuch) eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heiraten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit und stoßen damit auch Teile ihres näheren Umfelds vor den Kopf. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. So wie die Gemälde der jungen Frau, die mutig nach dem Leben greift und die als Paula Modersohn-Becker in die Kunstgeschichte eingehen wird. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und ihre romantische Vorstellung von Ehe und Liebe, doch nicht jeder gönnt ihr dieses Glück…


DAS UNBEKANNTE MÄDCHEN |  Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne | BEL/FR 2016

Das unbekannte Mädchen

Der 10. Spielfilm der preisgekrönten und von Kritikern gefeierten Brüder Dardenne (ihr Drama „Zwei Tage, eine Nacht“ wurde für diverse Filmpreise nominiert) erzählt die Geschichte der jungen, aufstrebenden Ärztin Jenny (Shooting-Star Adèle Haenel). Als es eines Abends nach Sprechstundenende an der Tür ihrer Praxis klingelt und eine junge Frau, die sich nicht näher vorstellt, um Hilfe bittet, antwortet Jenny nicht, weil sie zur gleichen Zeit den neuen Kollegen vorgestellt wird. Am nächsten Tag erfährt sie von der Polizei, dass eine unidentifizierte, junge Frau tot aufgefunden wurde. Von Schuldgefühlen geplagt, stellt Jenny private Nachforschungen an, um mehr über die Identität der Verstorbenen herauszufinden. Doch vielleicht hatte es einen ganz bestimmten Grund, dass alles genau so kam, wie es letztendlich gekommen ist!?


Heimkinotipp: LIGHTS OUT | Regie: David F. Sandberg | USA 2016

Lights Out

Als Rebecca (Teresa Palmer) ihr Elternhaus verlässt, glaubt sie noch, ihre Kindheitsängste endgültig überwinden zu können. Als Jugendliche konnte sie Realität und Einbildung nie recht unterscheiden, sobald nachts das Licht erlosch. Und jetzt durchleidet ihr kleiner Bruder Martin (Gabriel Bateman) dieselben unerklärlichen, entsetzlichen Vorgänge, die Rebecca einst den Boden unter den Füßen wegzogen und sie an den Rand des Wahnsinns trieben: Wieder taucht das grässliche Wesen namens Diana auf, das auf geheimnisvolle Weise mit ihrer Mutter Sophie (Maria Bello) verbunden scheint und sich in der Dunkelheit den Weg zu seinen Opfern bahnt.  Rebecca versucht, der Wahrheit hinter dem Phänomen auf den Grund zu gehen, doch schnell wird deutlich: die Familie schwebt in Lebensgefahr… sobald das Licht erlischt.
4 von 5

„Lights Out“ funktioniert nach einem simplen Grundkonzept. Was der Regisseur und sein Berater James Wan aus diesem machen, ist in Spannung, Atmosphäre und Psychoterror allerdings kaum zu überbieten. Dazu trägt nicht zuletzt auch das clevere Skript bei. Dieses ist nicht bloß auf den schnellen Schock ausgelegt, sondern stellt Figuren und zwischenmenschliche Dramen in den Mittelpunkt, die das auf der Leinwand Gezeigte noch schlimmer machen.

Zehn Filme, die 2016 verdammt gruselig waren

Heute ist Halloween! Der Tag, an dem gruselige Killerclowns ganz offiziell vor die Tür dürfen. Während das deutsche Fernsehen wieder Altbekanntes auspackt und in den Kinos leider nicht mehr zu sehen ist, als der neueste Rob-Zombie-Film, habe ich mir mal einen Überblick über das Genrekino der vergangenen Monate verschafft und festgestellt, dass sich daraus ganz hervorragend ein Ranking basteln lässt. Im Folgenden stelle ich Euch die zehn besten Horrorfilme 2016 vor. Wen es darüber hinaus interessiert, welche zeitlosen Schockerklassiker zu meinen liebsten gehören, der wirft doch gern einen Blick auf die dazugehörige Hitliste.

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Das startet am 4. August 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 4. August, der mit zwei Krachern aufwartet – an dem einen, werden sich buchstäblich die Geister scheiden, den anderen werden schon deshalb nicht so viele sehen, weil das Horrorgenre nicht die großen Massen anspricht. Trotzdem sei an dieser Stelle besonders deutlich auf das „Ghostbusters“-Remake und „Lights Out“ verwiesen. In den Programmkinos gibt’s mit „Maggies Plan“ derweil den besten Woody-Allen-Film zu sehen, den Woody Allen nie inszeniert hat. „Collide“ macht mehr Spaß, als er dürfte und Pedro Almodóvar liefert mit „Julieta“ nicht gerade sein bestes Werk ab.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

LIGHTS OUT | Regie: David F. Sandberg | USA 2016

Lights Out

Als Rebecca (Teresa Palmer) ihr Elternhaus verlässt, glaubt sie noch, ihre Kindheitsängste endgültig überwinden zu können. Als Jugendliche konnte sie Realität und Einbildung nie recht unterscheiden, sobald nachts das Licht erlosch. Und jetzt durchleidet ihr kleiner Bruder Martin (Gabriel Bateman) dieselben unerklärlichen, entsetzlichen Vorgänge, die Rebecca einst den Boden unter den Füßen wegzogen und sie an den Rand des Wahnsinns trieben: Wieder taucht das grässliche Wesen namens Diana auf, das auf geheimnisvolle Weise mit ihrer Mutter Sophie (Maria Bello) verbunden scheint und sich in der Dunkelheit den Weg zu seinen Opfern bahnt.  Rebecca versucht, der Wahrheit hinter dem Phänomen auf den Grund zu gehen, doch schnell wird deutlich: die Familie schwebt in Lebensgefahr… sobald das Licht erlischt.
4 von 5

„Lights Out“ funktioniert nach einem simplen Grundkonzept. Was der Regisseur und sein Berater James Wan aus diesem machen, ist in Spannung, Atmosphäre und Psychoterror allerdings kaum zu überbieten. Dazu trägt nicht zuletzt auch das clevere Skript bei. Dieses ist nicht bloß auf den schnellen Schock ausgelegt, sondern stellt Figuren und zwischenmenschliche Dramen in den Mittelpunkt, die das auf der Leinwand Gezeigte noch schlimmer machen.


GHOSTBUSTERS | Regie: Paul Feig | USA 2016

Ghostbusters

Erin Gilbert wird eines Tages von ihrer Vergangenheit eingeholt, als sie mit einem Buch über paranormale Phänomene konfrontiert wird. Das Problem: Erins Name taucht unter den Autoren auf und eigentlich wollte sie ihre Jahre als Forscherin für übernatürliche Ereignisse vergessen. Als sie Abby Yates, ihre ehemalige beste Freundin und Co-Autorin mit der Veröffentlichung des Buches konfrontiert, gibt diese sich wenig interessiert an den Bedenken der nach Seriösität strebenden Erin. Für einen handfesten Krach haben die beiden Frauen allerdings keine Zeit, als sie zu einem Haus gerufen werden, in dem es spuken soll. Erin, Abby und Abbys Assistentin Jilian stehen schon bald einem riesigen Geist gegenüber, der nicht der einzige bleiben wird. Mit der U-Bahn-Aufseherin Patty macht sich das Trio auf, dafür zu sorgen, dass die Stadt wieder sicher ist. 4 von 5

„Ghostbusters“ ist eine spaßige, sich nicht an das weibliche wie männliche Publikum  anbiedernde Neuauflage des Achtzigerjahre-Klassikers, der mit charmanten Figuren ebenso besticht, wie mit urkomischen One-Linern und einer virtuosen 3D-Optik. Die Schwachstellen sind indes ein standardisiertes Finale und die Tatsache, dass nicht in alle Figuren gleich viel Herzblut gesteckt wurde.


MAGGIES PLAN | Regie: Rebecca Miller | USA 2015

Maggies Plan

Das lebenslustige Großstadtmädchen Maggie (Greta Gerwig), fest im Leben stehend, im Job angesehen und in New York lebend, hat einen Plan: Sie wünscht sich ein Kind – einen Vater sieht der Lebensentwurf der Mittdreißigerin dabei jedoch nicht vor. Kein Problem für Maggie, denn ein geeigneter Samenspender ist schnell gefunden. Doch kurz bevor Maggie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, steht der charmante Literaturprofessor John (Ethan Hawke) vor der Tür und bittet sie zunächst nur um fachliche Hilfe bei seiner Arbeit. Gleichzeitig  ist er enttäuscht von seiner eingefahrenen Ehe mit der dominanten Isländerin Georgette (Julianne Moore) und von der smarten Maggie hin und weg. Mit ihr wäre John bereit, einen Neuanfang zu wagen. Doch das wirbelt Maggies Lebenspläne gehörig durcheinander…

4 von 5

Als hätte Woody Allen „Das hält kein Jahr..!“ inszeniert: „Maggies Plan“ ist eine schwarzhumorige Studie darüber, was passiert, wenn man Pläne macht, während das Leben andere Wege vorsieht. Damit startet Rebecca Millers Film eine fein beobachtete Gegenbewegung zu klassischen Nicholas-Sparks-Schmonzetten, die uns durchgehend schmunzeln, jedoch auch immer wieder darüber nachdenken lässt, was wir uns eigentlich vom Leben erhoffen.


COLLIDE |  Regie: Eran Creevy |  USA/DE 2016

Collide

Wie weit würdest Du für die Liebe gehen? Der junge Amerikaner Casey (Nicholas Hoult) riskiert alles, als er erfährt, dass seine Freundin Juliette (Felicity Jones) für eine lebensnotwendige Operation eine große Summe Geld benötigt: Er lässt sich auf einen vermeintlich lukrativen Job für den durchgeknallten Dealer Geran (Ben Kingsley) ein und gerät zwischen die Fronten eines Schmugglerkrieges, den dieser mit dem schwerreichen Geschäftsmann und Drogenboss Hagen Kahl (Anthony Hopkins) austrägt. Mit fünf Millionen Euro Drogengeld sieht er sich plötzlich auf der Flucht vor zahlreichen Verfolgern, die Autobahn wird zum Austragungsort einer atemlosen PS-Jagd. Immer wieder gelingt es Casey zu entkommen, bis Hagen Kahl herausfindet, wie er ihn definitiv zur Umkehr zwingen kann. Ein explosiver Countdown beginnt…
3 von 5

Wenn Nicholas Hoult und seine Verfolger über die deutschen Autobahnen jagen, dann hat das in „Collide“ Hand und Fuß. Die Crashs sind in ihrer Haptik greifbar und die Folgen für die Figuren reich an Konsequenzen. Inhaltlich haben wir es hier trotzdem mit einem Vertreter klassischer Hirn-Aus-Action zu tun. Doch am Ende haben wir Benzin im Blut und Tränen in den Augen – vor Lachen!


JULIETA | Regie: Pedro Almodóvar | ESP 2016
Julieta

Die junge Witwe Julieta (Adriana Ugarte) lebt mit ihrer Tochter Antía in Madrid. Beide leiden im Stillen über den Verlust von Julietas Mann Xoan (Daniel Grao), Antías Vater. Doch manchmal bringt Trauer Menschen nicht näher zusammen, sondern treibt sie auseinander. Als Antía sie kurz nach ihrem 18. Geburtstag ohne ein Wort der Erklärung verlässt, bricht für Julieta eine Welt zusammen. Die verzweifelte Mutter lässt nichts unversucht, Antía aufzuspüren, aber was sie herausfindet ist nur, wie wenig sie über ihre Tochter weiß. Viele Jahre später trifft Julieta (Emma Suárez) auf der Straße zufällig eine Jugendfreundin ihrer Tochter, die Antía erst kürzlich getroffen hat. Julieta schöpft wieder neue Hoffnung und beginnt ihre Erinnerungen aufzuschreiben, die schönen wie die schmerzhaften… 2 von 5

Irgendwo zwischen Soap und Theaterdrama wäre „Julieta“ vermutlich besser aufgehoben als auf der großen Leinwand. Nach „Fliegende Liebende“ ist die behäbige Studie um Schuld und Sühne der zweite Tiefschlag in der Karriere von Regie-Legende Pedro Almodóvar.


LA ISLA MINIMA  |  Regie: Alberto Rodríguez | ESP 2014

La Isla Minima

1980: Tief im spanischen Süden verzweigt sich der Guadalquivir auf seinem Weg ins Meer in unzählige kleine Flussläufe und schneidet beunruhigend geometrische Muster in die sumpfige Landschaft. Die Menschen dort unten sind eine verschworene Gemeinschaft, bei denen die aus der Hauptstadt entsandten Ermittler Juan (Javier Gutiérrez) und Pedro (Raúl Arévalo) wenig willkommen sind.

Eigentlich sollen die beiden das rätselhafte Verschwinden zweier junger Mädchen klären. Doch als kurze Zeit später deren gemarterte Leichen am Straßenrand auftauchen, beginnen sich die Polizisten unter der heißen Sonne Andalusiens in ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen, Angst und Lüge zu verstricken. Was haben die Bewohner dieses mysteriösen Ortes zu verbergen?


 Heimkinotipp: COLONIA DIGNIDAD | Regie: Florian Gallenberger | DE/LUX/FR 2015

Colonia Dignidad

Chile 1973. Hunderttausende protestieren auf den Straßen Santiagos gegen General Pinochet, der sich gegen den Präsidenten Salvador Allende an die Macht putscht. Unter den Demonstranten sind auch Lena und ihr Freund Daniel. Unzählige werden in den Wirren des Aufruhrs vom Geheimdienst verhaftet, so auch Daniel und Lena. Daniel wird noch in der Nacht an einen unbekannten Ort verschleppt. Nach dem ersten Schock versucht Lena herauszufinden, was mit Daniel passiert ist. Doch die Mitstreiter seiner Studentengruppe tauchen unter und auch die Deutsche Botschaft verweigert ihr jede Hilfe. Bei Amnesty International hört sie das erste Mal von der Colonia Dignidad, einer abgeschotteten Sekte, die enge Verbindungen zum Geheimdienst unterhält…

„Colonia Dignidad“ ist das vielschichtige Portrait eines 4 von 5Ereignisses, das angereichert von fiktiven Elementen nichts von seinem Schrecken einbüßt. Wenngleich Michael Nyqvist als quälender Tyrann den Rest des Casts an die Wand spielt, beeindrucken auch Daniel Brühl und Emma Watson, die diesem beklemmenden Thrillerdrama ein authentisches Gesicht geben.

Lights Out

Das Horrorgenre meint es dieses Jahr gut mit seinen Fans. Nach dem famosen Geisterhaus-Sequel „Conjuring 2“ kommt mit LIGHTS OUT nun der nächste Film in die Kinos, in dem Regievirtuose James Wan seine Finger im Spiel hat. Darin treibt er die Urangst des Menschen vor der Dunkelheit auf die Spitze. Mehr dazu in meiner Kritik.Lights Out

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