Das Gesetz der Familie
In Adam Smiths Familiendrama DAS GESETZ DER FAMILIE spielen Michael Fassbender und Brandon Gleeson ein dysfunktionales Vater-Sohn-Gespann, das nicht mit, aber auch nicht ohneeinander kann. Mehr dazu in meiner Kritik.
In Adam Smiths Familiendrama DAS GESETZ DER FAMILIE spielen Michael Fassbender und Brandon Gleeson ein dysfunktionales Vater-Sohn-Gespann, das nicht mit, aber auch nicht ohneeinander kann. Mehr dazu in meiner Kritik.
Am 10. August bringt STUDIOCANAL die melancholische Familiengeschichte DER WEIN UND DER WIND in die deutschen Kinos. Zu diesem Anlass veranstaltet die Filmlounge am 3. August ab 18:30 Uhr (Einlass inklusive Weinverkostung, der Film beginnt um ca. 20 Uhr) im Kölner Filmpalast eine Communitypreview, zu der ihr an dieser Stelle 2×2 Plätze gewinnen könnt. Was genau Ihr tun müsst, um einen der Preise abzustauben, verrate ich weiter unten in diesem Posting.
Es ist Spätsommer im Burgund und die Weinernte steht bevor. Der dreißigjährige Jean (Pio Marmaï) kehrt nach vielen Jahren der Funkstille auf das idyllische Familienweingut zurück. Sein Vater liegt im Sterben und seine Geschwister Juliette (Ana Girardot) und Jérémie (François Civil), die das Gut in der Zwischenzeit aufrechterhalten haben, können jede Unterstützung gebrauchen. So wie sich jedes Erntejahr nach den Jahreszeiten richtet, erkennen die Geschwister, dass manch offene Wunden auch über die Jahre hinweg nicht heilen. Gemeinsam müssen sie entscheiden, ob die Familientradition weitergeführt werden soll oder jeder seinen eigenen Weg geht…
Vor der traumhaften Kulisse des französischen Burgund erzählt „Der Wein und der Wind“ besonnen eine Geschichte über Familie, die Schweres nicht allzu schwer nimmt und trotzdem einen erstaunlichen Realismus an den Tag legt. Als Sinnbild für menschliche Kommunikation findet Regisseur Cédric Klapisch den Weinanbau und trifft damit voll ins Schwarze!
Oh, lá, lá – das ist Französisch und bedeutet: Die nächste Communitypreview steht in den Startlöchern! Dominik präsentiert euch die Dramakomödie „Der Wein und Der Wind“ aus dem wunderschönen Frankreich. Auch dieses Mal handelt es sich wieder um einen „Herzensfilm“ von Dominik.
Der Film wird am 03. August 2017 um 20:00 Uhr im Filmpalast in Köln gezeigt, offiziell startet der Film in den deutschen Kinos am 10. August 2017. Und um „la vie douce“ so richtig genießen zu können, könnt ihr an diesem Abend mit Einlassbeginn um 18:30 Uhr an einer Weinprobe, die wir in Kooperation mit Weinfreunde.de für euch organisiert haben, teilnehmen. Natürlich sind auch bei dieser Veranstaltung wieder ein Softdrink und ein Popcorn pro Person enthalten!
Die Teilnahme erfolgt über dieses Formular (*klick*) ist bis zum 30. Juli 2017 um 12: 00 Uhr möglich. Die Gewinner werden per Email benachrichtigt. Bitte auch immer den SPAM-Ordner überprüfen. Viel Glück!
Eine Website stellt fremdgehenden Männern das passende Alibi aus. Was passiert, wenn dieses clevere, aber auch ganz schön geschmacklose Konzept fehlschlägt, verrät die französische Komödie ALIBI.COM mithilfe eines heiteren Gag-Reigens ohne allzu viel Sinn und Verstand. Mehr dazu erfahrt ihr in meiner Kritik.
Nachdem sich die „Planet der Affen“-Reihe schon von Film eins zu zwei steigern konnte, setzt Regisseur Matt Reeves dem Franchise mit seinem erschütternden Finale PLANET DER AFFEN: SURVIVAL die Krone auf, indem er mit ihm den besten Blockbuster des Sommers abliefert. Mehr dazu in meiner Kritik.
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 27. Juli, der zu den besten des bisherigen Jahres gehört. Mit „The Party“ und „Baby Driver“ gibt es direkt zwei Kandidaten, die zu den Must-Sees 2017 gehören – mit letztgenanntem könnte es, nach überragendem Kritikerfeedback, vielleicht sogar mal einen Überraschungshit an den Kinokassen geben. Der dritte Teil der „Ostwind“-Reihe hat dank seiner treuen Fanbase mindestens eine Million Zuschauer sicher, wie man hierzulande hingegen auf den sehr amerikanischen „Dunkirk“ reagieren wird, kann ich nicht abschätzen. Der Rest läuft unter dem Radar. In Ermangelung an Genre-Konkurrenz könnte höchstens „Wish Upon“ noch ein wenig was reißen. Warten wir es mal ab…
Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

Um ihre Ernennung zur Gesundheitsministerin im Schattenkabinett zu feiern, lädt die ehrgeizige Politikerin Janet (Kristin Scott Thomas) enge Freunde und Mitstreiter in ihr Londoner Stadthaus. Als ihr Ehemann Bill (Timothy Spall) mit einem brisanten Geständnis herausplatzt, nimmt die Party eine überraschende Wendung. Plötzlich offenbaren auch die anderen Gäste lang gehütete Geheimnisse, woraufhin Beziehungen, Freundschaften, politische Überzeugungen und Lebensentwürfe in Frage gestellt werden. Innerhalb kürzester Zeit kippt die kultivierte Atmosphäre in ein emotionales Chaos aus gegenseitigen Anschuldigungen. Während im Ofen die Häppchen verbrennen, fliegen im Wohnzimmer die Fetzen wie die Whiskeygläser und die Party steuert unaufhaltsam auf den großen Knall zu. 
„The Party“ ist zugleich bitterböses wie hochgradig unterhaltsames Schauspielkino vom Feinsten, das die im Kern so unmenschlichen Machenschaften der (britischen) Politbühne mit den finsteren Abgründen der menschlichen Psyche verbindet. Was für ein Spektakel!
Der talentierte junge Fluchtwagenfahrer Baby (Ansel Elgort), verlässt sich seit einem schweren Autounfall, das ihm einen Tinnitus verschaffte, ganz auf den Beat seiner persönlichen Playlist, um der Beste in seinem Job zu werden. Als er in einem Diner das Mädchen seiner Träume trifft (Lily James), sieht Baby endlich eine Chance, seine kriminelle Karriere endgültig an den Nagel zu hängen und einen sauberen Ausstieg zu schaffen. Tatsächlich scheint ihm das auch zu gelingen. Fortan verdient er sein Geld als Pizzabote. Aber nachdem er gezwungen wird, für einen Gangsterboss (Kevin Spacey) zu arbeiten und ein zum Scheitern verurteilter Raubüberfall sein Leben, seine Liebe und seine Freiheit gefährdet, muss er für seine Handlungen geradestehen.
In seinem Actionmusical „Baby Driver“ lässt Edgar Wright Newcomer Ansel Elgort zum Sound cooler Evergreens über die Leinwand jagen und präsentiert perfekt auf den Beat der Musik geschnittene Verfolgungsjagden und Schießereien, die in ihrer Brillanz sogar einem „Mad Max“ Konkurrenz machen. Dass die Story da nur die zweite Geige spielt, ist absolut in Ordnung.
Mika kehrt Gut Kaltenbach den Rücken, um sich mit ihrem Hengst Ostwind in den südlichsten Zipfel von Spanien durchzuschlagen. Dort will sie den sagenumwobenen Ort Ora finden, den sie in ihren Träumen sieht und wo Ostwind seine Wurzeln hat. Auf einer einsamen Hacienda lernt Mika die selbstbewusste Sam kennen. Sie hilft ihrem Vater Pedro dabei, den Pferdehof am Laufen zu halten. Seit Jahren liegt Pedro im erbitterten Streit mit seiner Schwester Tara, die nichts davon hält, Pferde einzuzäunen und in Boxen zu halten, sondern lieber mit ihnen zusammen in Freiheit lebt. Mika ist beeindruckt von Tara, die Pferde noch besser zu verstehen scheint als sie selbst. Als die Stadt droht, die unberührte Naturmit der wichtigsten Wasserquelle für den Lebensraum der Wildpferde platt zu walzen, hat Mika die zündende Idee in der Not

Der erste Teil bleibt immer noch der beste. Doch „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ überragt nicht bloß dank seiner furiosen Bebilderung den zweiten um Längen. Als esoterisch angehauchte Sinnsuche in bester Pferdemärchen-Manier gelingt es Katja von Garnier und ihrem jungen Ensemble, die Faszination Pferd ungefiltert auf die Leinwand zu bringen.

An der Küste der französischen Hafenstadt Dünkirchen sind Hunderttausende britischer und alliierter Truppen vom Feind eingeschlossen. Ein Entkommen scheint es aus dieser misslichen Lage nicht mehr zu geben. Am Strand haben sie sich bis ans Meer zurückgezogen – und befinden sich damit in einer ausweglosen Situation. Zu Land, auf dem Wasser und in der Luft spielen sich ergreifende Schicksale ab: Spitfires der Royal Air Force attackieren den Feind im Himmel über dem Ärmelkanal, um die wehrlosen Männer am Strand zu schützen. Gleichzeitig starten Hunderte von Soldaten und Zivilisten mit kleinen Booten eine verzweifelte Rettungsaktion und riskieren bei diesem Wettlauf gegen die Zeit ihr Leben, um zumindest einen Teil der britischen Armee zu retten.

Christopher Nolans Kriegsepos „Dunkirk“ ist ein technischer Meilenstein, das mit gewaltigen Bildern und einem nie da gewesenen Sounddesign besticht. Erzählerisch kommt der Film ohne eine richtige Handlung aus, doch gerade weil dadurch nicht zuletzt auch die schablonenhaft bleibenden Charaktere zu leiden haben, bleibt einem am Ende vor allem das Staunen ob der inszenatorischen, weniger der erzählerischen Brillanz.

Frankreich im Zweiten Weltkrieg: Die adlige Exilrussin Olga engagiert sich heimlich für die französische Widerstandsbewegung. Die gefährliche Tätigkeit wird ihr zum Verhängnis, als deutsche Besatzer bei einer Razzia in ihrer Wohnung zwei jüdische Kinder entdecken, die sie dort versteckt hält. Im Gefängnis fällt die elegante junge Frau dem Nazi-Kollaborateur Jules auf , der für ihren Fall zuständig ist. Der Familienvater stellt ihr eine mildere Bestrafung in Aussicht, sollte sie seinen sexuellen Avancen nachgeben. Olga ist zu allem bereit, um ihre Freiheit wiederzuerlangen und willigt ein. Doch als Jules auf unerklärliche Weise verschwindet, wird sie umgehend in ein Konzentrationslager gebracht. Inmitten dieser Hölle auf Erden trifft sie völlig unverhofft auf ein bekanntes Gesicht: Helmut, der sich während eines weit zurückliegenden Sommers in Friedenszeiten in sie verliebte und immer noch Gefühle für sie hegt.

„Paradies“ ist ein langes, schweres und dadurch äußerst zermürbendes Kriegsdrama, das von drei miteinander verbundenen Schicksalen erzählt, die alle eines gemeinsam haben: Schmerz. Dabei mangelt es dem Regisseur Andrey Konchalovskiy weniger an künstlerischem Gespür, als vielmehr daran, der Geschichte abseits ihrer betonten Ausweglosigkeit ansatzweise dynamische Facetten zu verleihen. Dadurch strapaziert nicht nur die Thematik an sich die Nerven der Zuschauer, sondern auch die schiere Endlosigkeit.

Die 17-jährige Clare Shannon (Joey King) und ihre Freundinnen Meredith (Sydney Park) und June (Shannon Purser) haben es an der Highschool nicht leicht. Clares Vater (Ryan Phillippe) schenkt ihr eines Tages eine alte Spieluhr mit einer Inschrift, die besagt, dass dem Besitzer der Uhr alle Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Clare hat nichts zu verlieren und spricht ihren ersten Wunsch aus. Zu ihrer Überraschung erfüllt er sich! Kurze Zeit später besitzt sie alles, was sie sich jemals erhofft hat: Geld, Ansehen und ihren Traumprinzen. Alles scheint perfekt zu sein. Doch dann sterben die Menschen, die ihr am nächsten stehen, auf grausame Art und Weise. Clare hat Blut an ihren Händen und muss die Spieluhr loswerden, bevor sie selbst und alle, die sie liebt, den ultimativen Preis zahlen müssen.

Wer in seinem Leben auch nur irgendeinen Horrorfilm gesehen hat, wird „Wish Upon“ nur dann etwas abgewinnen können, wenn er sich an einer Light-Version der deutlich blutigeren „Final Destination“-Reihe erfreut. Genreeinsteiger und (jugendliche) Zuschauer, die ohnehin eher zart besaitet sind, dürfen hier immerhin gern einen Blick riskieren.

Der liebenswerte Belgische Schäferhund Max bekommt eine spannende Aufgabe, als er dem Geheimdienst helfen soll, das weiße Haus zu bewachen. Schnell werden Max und TJ (Zane Austin), der Sohn des Präsidenten (Lochlyn Munro), die besten Freunde. Als ein ausländischer Staatschef (Andrew Kavadas) mit seiner Tochter Alexandra (Francesca Capaldi) das Weiße Haus besucht, freunden sich Max und TJ mit dem Mädchen an. Bald entdecken Max, TJ und Alexandra ein gefährliches Geheimnis. Da ihnen die Erwachsenen nicht glauben wollen, versuchen TJ und Alex das Geheimnis selbst aufzudecken. Und zum Glück haben sie dabei den Belgischen Schäferhund Max an ihrer Seite, der ihnen in manch brenzliger Lage aus der Patsche hilft – ein echter Agent auf vier Pfoten.

„Max – Agent auf vier Pfoten“ könnte ein harmlos-unterhaltsames Kinderabenteuer sein, doch die Macher versuchen auf Krampf, einen politischen Subplot im Film unterzubringen, der nicht nur dem vierbeinigen Protagonisten wertvolle Leinwandzeit raubt, sondern auch die lediglich im Finale zum Tragen kommende Dynamik aus dem Film zieht.

Carlo Pedersoli war der Überzeugung, jeden Beruf ausgeübt zu haben außer Jockey und Balletttänzer. Er war Schriftsteller, elffacher italienischer Schwimmchampion, zweifacher Olympiateilnehmer, Wasserballeuropameister, Rechtswissenschaftler, Sänger, Komponist, Pilot, Flugunternehmer, Modedesigner, Fabrikant, Drehbuchautor, Produzent und nicht zuletzt Erfinder einer Art Einwegzahnbürste. Er beherrschte sechs Sprachen. Seinen Weltruhm jedoch verdankt Carlo Pedersoli knallharten Backpfeifen und schlagfertigen Sprüchen – als Schauspieler unter dem Pseudonym Bud Spencer. An der Seite von Terence Hill wurde ein Bösewicht nach dem anderen zur Schnecke gemacht, niemand ließ die Fäuste so fliegen wie Bud Spencer. Ihre Westernkomödien avancierten zu Kulthits und begeisterten ein Millionenpublikum. Zwei seiner Fans wollen nicht nur Anekdoten sammeln, sie machen sich auf die Reise zu ihrem ewigen Idol.

Ein schiffbrüchiger Mann strandet eines Tages auf einer einsamen Insel. Zum Überleben gibt es dort genug. Er findet eine Wasserquelle, genug Essen und bringt sich selbst bei, Tiere zu erlegen. Gefahren lauern jedoch überall. Nach einer gewissen Zeit auf der Insel beginnt er, sich ein Floss zu bauen, um mit dessen Hilfe von der Insel fortzukommen. Daran wird er allerdings jedes Mal von einer roten Schildkröte, die sein Holzgefährt zerstört, gehindert. Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, versucht der Mann, sie zu überwältigen, so dass seine Flucht endlich gelingen möge. Doch nach der tatsächlich geglückten Attacke auf das Tier entpuppt es sich als eine magische Kreatur, die das Leben des Mannes von Jetzt auf Gleich grundlegend verändert.

„Die rote Schildkröte“ ist die sanfte, feinfühlige Erzählung über einen Schiffbrüchigen, der sich mit dem Leben auf einer einsamen Insel arrangieren muss. Ohne ein gesprochenes Wort lässt diese Studio-Ghibli-Produktion die lebensecht gezeichneten Bilder ganz für sich allein sprechen und lässt aus ihnen etwas Märchenhaftes emporsteigen. Ein minimalistisch, aber absolut atemberaubendes Konzept.