Schlagwort-Archiv: Ari Aster

2018 – Die Plätze 10 bis 1

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde ich mit den Top 10 meiner Lieblingsfilme 2018 nun endgültig mit dem vergangenen Jahr abschließen. Ein kurzes Abschlussfazit: Erneut habe ich – vor allem berufsbedingt – die Anzahl der von mir in einem Jahr gesehenen Filme noch einmal gesteigert. Dabei hatte ich im Großen und Ganzen das Gefühl, dass das Jahr eher durchschnittlich war. Meine Lieblingsfilme habe ich daher lieber einmal mehr geschaut (mit „Mission: Impossible – Fallout“ einen sogar ganze sechsmal im Kino), als mich ein zweites Mal durch Filme zu quälen, die (wie die meisten) noch eine zweite Chance bekommen, wenn ich unsicher bin. Ich war dieses Jahr mit Herzblut beim Fantasy Filmfest anwesend – dafür, dass ich Filmfestivals eigentlich nicht ausstehen kann, hat es mir auch bemerkenswert gut gefallen. Und mein anfänglicher Missmut gegenüber des deutschen Kinos hat sich spätestens in der zweiten Jahreshälfte wieder in Luft aufgelöst.

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Verlosung: Hereditary

Ari Asters Regiedebüt HEREDITARY – DAS VERMÄCHTNIS kam im Sommer mit Unmengen von Vorschusslorbeeren nach Deutschland – und jede einzelne davon war gerechtfertigt.  Seit dem 26. Oktober einer der besten Horrorfilme aller Zeiten auch fürs Heimkino erhältlich. Und aus diesem Anlass verlosen wir in Kooperation mit WVG Medien GmbH einmal DVD und einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Familie Graham führt ein beschauliches Leben: Annie Graham (Toni Collette) ist eine liebevolle Mutter und lebt zusammen mit ihrem Mann Steve (Gabriel Byrne) und den beiden Kindern Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro) etwas abgelegen am Waldrand. Als Annies Mutter Ellen, das Oberhaupt der Familie, stirbt, muss sich die Familie mit mysteriösen und grauenhaften Ereignissen auseinandersetzen. Nach und nach kommen die furchterregenden Geheimnisse ihrer Vorfahren ans Licht. Für Annie, Steve, Peter und Charlie beginnt plötzlich ein Wettlauf gegen ihr dunkles und unheilvolles Schicksal, welches ihre Ahnen ihnen hinterlassen haben…

Man könnte lange drumherum reden, relativieren und sich an Kleinigkeiten der Haarspalterei hingeben. Doch je länger man das versucht, desto mehr wird einem bewusst, dass Ari Aster mit „Hereditary – Das Vermächtnis“ einen Film abgeliefert hat, der sich im Großen und Ganzen mit keinem anderen vergleichen lässt. Im Jahr 2018, in dem man eigentlich schon alles gesehen haben dürfte, lässt das nur einen Schluss zu: „Hereditary“ ist einer der besten Horrorfilme aller Zeiten!

Ihr wollt ihn Euch „Hereditary“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 11. November 2018 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht und ihr habt bei der nächsten Verlosung wieder eine neue Chance, zu gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Zehn Filme, die 2018 verdammt gruselig waren

Wie schon in den vergangenen Jahren stelle ich anlässlich Halloween auch diesmal meine (bisher) zehn liebsten Horrorfilme 2018 vor. Ein Großteil davon ist bereits auf DVD, Blu-ray oder bei Netflix erschienen. Bei einigen habt ihr noch die Gelegenheit, sie im Kino zu sehen und wieder andere laufen erst in ein paar Wochen in den Lichtspielhäusern an. Dabei war es mir wichtig, das Genre des Horrorfilms möglichst großflächig abzudecken. Nicht jeder Film in diesem ZEHN FILME-Ranking lässt sich ausschließlich dem Gruselfilm zuordnen. Dafür sind hoffentlich auch einige Geheimtipps für Euch dabei. Gern seid Ihr unterhalb des Postings dazu aufgefordert, Eure besten Horror-Geheimtipps zu posten. Und nun viel Spaß!

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Das startet am 25. Oktober 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 25. Oktober, an dem passend zu Halloween direkt zwei Filme starten, die vom allseits bekannten Gruselfest handeln. Beide sind auf ihre Art sehenswert. Während Detlef Buck mit seiner Hunde-RomCom „Wuff“ den Massengeschmack treffen dürfte und Daniel Alfredson im Falle von „Intrigo“ hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt, gibt es für Zuhause endlich den besten Horrorfilm des Jahres zu kaufen. Dieser ist ein unbedingtes Muss – genauso wie es ein Muss ist, den neuen Film mit Gerard Butler links liegen zu lassen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

HALLOWEEN | Regie: David Gordon Green | USA 2018

Seit er vor vierzig Jahren mit einer brutalen Mordserie die amerikanische Kleinstadt Haddonfield terrorisierte und fünf Menschen auf bestialische Weise mit seinem Messer tötete, sitzt der Gewalttäter Michael Myers (Nick Castle), abgeschottet von der Außenwelt, in einer psychiatrischen Anstalt in Haft. Als er zusammen mit anderen hochgefährlichen Insassen verlegt werden soll, passiert die Katastrophe: Der Gefangenentransport verunglückt nachts auf offener Straße und er kann fliehen. Angetrieben von seinem bestialischen Drang zu morden, macht sich Myers auf nach Haddonfield, und der entsetzliche Albtraum beginnt für die Bewohner aufs Neue. Nur Laurie (Jamie Lee Curtis), die dem maskierten Killer seinerzeit nur knapp entkommen konnte, ist vorbereitet, sich dem personifizierten Bösen entgegenzustellen…

Der neue „Halloween“ ist in erster Linie eine Hommage an den Originalfilm von John Carpenter, der vor allem die Liebhaber des Siebzigerjahre-Klassikers zufriedenstellen dürfte. Das ganz große Horrorfilm-Highlight ist er nicht, doch gerade als Genrebeitrag für’s Halloween-Wochenende ist er als  ruhiger Nostalgiehorror mit modernen Elementen einen Blick wert.


GÄNSEHAUT 2: GRUSELIGES HALLOWEEN | Regie: Ari Sandel | USA 2018

Sarah Quinn (Madison Iseman) lebt im beschaulichen Wardenclyffe, New York und träumt davon, bald zur angesehenen Columbia University zu gehen – jedoch hat sie keinerlei Eingebung, wie sie ihr Bewerbungsessay zum Thema Angst aufziehen soll.  Ihr jüngerer Bruder Sonny (Jeremy Ray Taylor) wiederum startet gemeinsam mit seinem besten Freund Sam Carter (Caleel Harris) einen Müllentsorgungsdienst. Einer ihrer ersten Aufträge führt die Jungs in ein leerstehendes, verfallenes Haus, wo sie eine Truhe finden, in der sich ein verschlossenes Buch sowie ein Schlüssel befinden. Die zwei Freunde öffnen das Buch – und kurz darauf erscheint eine Bauchrednerpuppe neben ihnen. Wie sich bald zeigt, nennt sich diese Slappy und ist ein magisches, lebendiges Wesen, das seine Fähigkeiten benutzt, um sich einen sehnlichen Wunsch zu erfüllen: Er will endlich eine richtige Familie haben. Ein Wunsch, der übernatürliches, gefährliches Chaos nach sich zieht…

„Gänsehaut – Gruseliges Halloween“ erzählt nichts Neues und führt nicht einmal den offenen Handlungsstrang des Vorgängers fort. Doch mit einer feinen Prise Selbstironie, familienfreundlichem Gruselchaos und lockerer Situationskomik ist es eine durch und durch niedliche Halloween-Produktion für alle, die sich „richtigen“ Grusel noch nicht zutrauen oder zwischen drei Psychoterrorfilmen und vier blutigen Slashern mal was thematisch passendes, aber locker-fluffiges sehen wollen.


INTRIGO – TOD EINES AUTORS | Regie: Daniel Alfredson | SWE/USA/DE 2018

Ein Husten. Unverkennbar unter Tausenden, Millionen. Er ist sich sicher, sie zu hören – am Ende einer Radio-Konzertaufzeichnung, obwohl Eva schon vor drei Jahren verschwunden ist und für tot erklärt wurde. Doch was, wenn Eva noch lebt? Während David die rätselhaften Erlebnisse in einem Roman verarbeitet und sich Beistand bei dem Autor Henderson in seinem Haus am Meer sucht, stößt er im Manuskript eines berühmten Schriftstellers auf versteckte Hinweise. David wurde beauftragt, das neueste Werk von Rein zu übersetzen. Beigelegt ein Brief, der besagt, dass das Manuskript unter keinen Umständen in der Originalsprache veröffentlicht werden dürfe. Manuskript und Brief sind ein Vermächtnis. Doch welcher Zusammenhang besteht zwischen Evas Verschwinden und dem mysteriösen Tod von Rein?

 „Intrigo – Tod eines Autors“ legt einen soliden Grundstein für eine Krimitrilogie, bei der vor allem inszenatorisch noch Luft nach oben ist. Der Kriminalfall ist mit seinen Wendungen und der für einige sicherlich überraschenden Auflösung durchaus spannend. Doch optisch passt der Film eher ins Fernsehen und Ben Kingsley wirkte auch schon mal engagierter.


WUFF | Regie: Detlef Buck | DE 2018

Die vier besten Freundinnen Ella, Cecile, Lulu und Silke treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Mädelsabend um sich gegenseitig darüber auf dem Laufenden zu halten, was ihr Leben für Kapriolen schlägt. Dabei mischen die Hunde entscheidend mit: Ella wird von ihrem Freund verlassen und adoptiert den Mischling Bozer. Dieser bringt zwar ihren Alltag ordentlich durcheinander, führt sie aber auch gegen alle Widerstände in ein neues Glück. Cecile schlittert gerade in eine Ehekrise – doch dem sanftmütigen Hund Simpson gelingt es mit seiner Spürnase nicht nur für die Kinder da zu sein, sondern am Ende sogar den Familienfrieden zu retten. Und Katzenfreundin Lulu datet einen schrägen Hundeliebhaber – ein ziemlich heikles Unterfangen. Silke hingegen versteht sich als professionelle Hundetrainerin blendend mit Vierbeinern, nur mit den Menschen hapert es… 

Wie viele andere Episodenfilme auch ist die Qualität von „Wuff“ je nach Episode äußerst schwankend. Dafür überzeugen sowohl die Hunde, als auch ein Großteil des Casts. Am Ende ergibt sich daraus ein Film, der mit dem Wort „sympathisch“ ausreichend beschrieben ist.


CAREER DAY MIT HINDERNISSEN | Regie: Judy Greer | USA 2017

An einer ganz normalen Schule im ganz normalen Amerika kreuzen sich die Wege verschiedener Menschen, die an diesem Tag alle etwas ganz Besonderes vor sich haben. Daniel zum Beispiel ist ein Account Manager und in seinem langweiligen Job todunglücklich. Beim Karrieretag seiner Tochter möchte er dennoch alles geben, doch vor allem die Büroromanze mit seiner charmanten, aber auch ein wenig überspannten Kollegin sowie ein Streit mit seinem fiesen neuen Chef bringen ihn immer wieder auf andere Gedanken. Ausgerechnet der Sohn seines Bosses verliebt sich in Daniels Tochter. Um sie rumzukriegen, holt er sich Hilfe von ihrem hippen Lehrer und ihrem depressiven Musiklehrer Mr. McRow – leider erfolglos. Hinter den Kulissen der Schule versuchen derweil die Direktorin und ihr Kollege Mr. Pendlehorn, den toten Gärtner vor dem Personal, den Schülern und deren Eltern zu verstecken. 

Mit einem stimmigeren Drehbuch wäre hier aus einem gerade noch soliden womöglich sogar ein richtig guter Film geworden. Immerhin qualifiziert sich Judy Greer allein durch ihre Kontakte dafür, sich mit einem stärkeren Skript noch einmal im Regiefach zu probieren. Schließlich hat jeder einmal klein angefangen.


HUNTER KILLER | Regie: Donovan Marsh | CHN/UK/USA 2018

Der längst aus dem Dienst getretene, egomane Captain Joe Glass (Gerard Butler) wird auf eine gefährliche Rettungsmission für ein in Not geratenes amerikanisches U-Boot in den Arktischen Ozean entsandt, das seit einigen Tagen vom Radar verschunden ist. Dabei findet er heraus, dass ein russischer General einen Putsch weltweiten Ausmaßes plant und dafür den russischen Präsidenten in seine Gewalt gebracht hat. Mit einer Elite-Einheit von zum Teil unerfahrenen Navy SEALs macht sich Captain Joe Glass auf, den entführten Präsidenten zu retten und während der waghalsigen Fahrt durch feindliche Gewässer zu verhindern, dass ein neuer Weltkrieg ausbricht. Doch in den Gewässern, in denen diese Mission unternommen wird, hat sich bislang kaum ein U-Boot verirrt. Das macht die ganze Aktion noch viel gefährlicher, als sie es ohnehin schon ist. 

Im Roman ergeben sich aus den hitzigen Gesprächen in „Hunter Killer“ hochdramatische Momente. In der gleichnamigen Verfilmung entsteht daraus lediglich gähnende Langeweile. Darüber hinaus sieht die Action an vielen Stellen miserabel aus und Gerard Butler nimmt man den smarten Captain einfach nicht ab.


WILDHEXE | Regie: Kaspar Munk | DK/NOR/HUN/CZE 2018

Die 12-jährige Clara ist wie jedes andere Mädchen. Aber alles ändert sich, als sie eines Tages von einem schwarzen Kater angefallen und gekratzt wird. Clara entdeckt, dass sie plötzlich eine einzigartige Begabung hat: Sie kann mit Tieren sprechen. Schnell findet sie heraus, dass sie eine Wildhexe ist. Noch dazu eine ganz besondere, denn sie ist die neue Wächterin der Wilden Welt. Zusammen mit ihrer Tante Isa, ihren Freunden Oscar und Kahla stellt sie sich ihrem Schicksal: Die Natur und sich selbst retten – doch dafür muss sie gegen die mysteriöse Chimära kämpfen…

Lene Kaaberbøls Bestseller „Wildhexe“ wurde in Deutschland über 300.000 Mal verkauft und begeistert junge Leser weltweit. Nach langem Warten kommt jetzt endlich der spannende Film zum ersten Band der „Wildhexe“-Buchreihe in die Kinos!

Zehn Filme, die mir das 2. Quartal 2018 versüßt haben

Zum Ende eines jeden Monats veröffentliche ich in den sozialen Netzwerken meine fünf ganz persönlichen Lieblingsfilme sowie meine Flops der vergangenen Wochen. Um diese Filme in Zukunft ein wenig mehr zu würdigen, oder zu erklären, weshalb mir Film XY eben so gar nicht gefallen hat, präsentiere ich in meiner ZEHN FILME-Rubrik nun nochmal meine zehn Lieblings- und Hassfilme des vergangenen Quartals inklusive Trailer, in der Hoffnung, Ahnungslosen einen kleine Orientierung zu geben, was man im Kino auf keinen Fall verpassen sollte und was man getrost links liegen lassen darf. Gern seid Ihr unterhalb des Postings dazu aufgefordert, Eure Lieblings- und Hassfilme der vergangenen drei Monate zu veröffentlichen. Viel Spaß!

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