Schlagwort-Archiv: Joachim Rønning

Tron: Ares

Über vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Original kehrt Disney mit TRON: ARES erneut ins digitale Reich zurück – größer, lauter und glänzender als je zuvor. Doch während die Bildschirme heller leuchten und die Bässe härter wummern, stellt sich schnell die Frage: Reicht Hochglanz allein, um der Kultreihe neues Leben einzuhauchen?

OT: Tron: Ares (USA 2025)

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Meine Filmflops 2019 – Die Plätze 20 bis 11

Es ist soweit: Das Jahr ist fast vorbei und es ist wieder an der Zeit, auf die vielen Filme der vergangenen 12 Monate zurückzublicken, die in mir die größten Emotionen ausgelöst haben. Getreu dem Sprichwort „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ widme ich mich zunächst meinen ganz persönlichen Hassfilmen 2019. Hier ist der Name Programm! Im Folgenden geht es nicht darum, welche Filme von Januar bis Dezember die objektiv schwächste Qualität aufwiesen – nicht selten sind diese Vertreter nämlich einfach nur banal und langweilig. Stattdessen geht es ganz allein darum, welche Filme bei mir persönlich die größte Antipathie hervorgerufen haben – entweder durch den Film selbst, oder aber auch durch die Penetranz in den Medien, in Diskussionen oder in der Werbung. Es ist also gut möglich, dass auf den Plätzen zwanzig bis eins der ein oder andere ordentliche Streifen dabei ist, der mir persönlich aber eben überhaupt nicht zugesagt hat. Und weil ich mich sonst immer darin bemühe, persönliche Meinungen so weit wie möglich zurückzuhalten, ziehe ich in meiner Flopliste auch diesmal ein wenig überspitzter vom Leder als sonst. In diesem Sinne: Viel Spaß auf diesem Streifzug durch das filmische Grauen 2019!

Zur Auswahl standen 276 von mir gesichtete Filme, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 im Kino erschienen sind, die in dieser Zeit auf deutschen Filmfestivals vorgeführt wurden oder einen Direct-to-DVD- respektive Streaming-Start hatten.

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Das startet am 17. Oktober 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die .anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 17. Oktober, an dem mit „Parasite“ ein Film startet, der Deutschland mit vielen Vorschusslorbeeren erreicht. Und ja: Er wird seinem Ruf zu großen Teilen gerecht. Mehr zum Film erfahrt ihr an dieser Stelle morgen. Etwas mehr auf den Mainstream zielt die Musicalverfilmung „Ich war noch niemals in New York“ ab. Über sechs Millionen Zuschauer haben die Bühnenfassung gesehen. Ob der Film dazu mithalten kann? Ebenfalls von vielen erwartet wird der zweite Teil von „Maleficent“. Aufgrund der Sperrfrist dürfen wir dazu aber erst ab dem 15. Oktober mehr verraten. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

PARASITE | Regie: Joon-ho Bong | KOR 2019

Familie Kim lebt in einer heruntergekommen Tiefparterre-Wohnung ohne direktes Sonnenlicht. Vater Ki-taek und Mutter Chung-sook sind seit Jahren arbeitslos. Die erwachsenen Kinder hausen ebenfalls hier. Ihr aller Abendessen besteht meist aus einer Tüte Instantnudeln und einer durch vier geteilten Dose Bier. Die einzigen Einkommensquellen der Kims sind kleine Gaunereien und das Zusammenfalten von Pizza-Kartons. Durch einen ehemaligen Schulfreund kommt Ki-woo eines Tages an die Stelle als Nachhilfelehrer für die Tochter eines wohlsituierten Geschäftsmannes. Dort erschleicht er sich das Vertrauen der Gattin seines neuen Chefs. Es gelingt ihm, seiner Schwester eine Anstellung als Kunst-Pädagogin für den komplett untalentierten Sohn zu beschaffen. Schließlich intrigieren die Geschwister so lange, bis die restlichen Angestellten der Parks, die Haushälterin und der Chauffeur, durch ihre Eltern ersetzt werden…

Glaubhafte, relevante Gesellschaftskritik im Gewand ausgesprochen cleverer Popcorn-Unterhaltung – Joon-ho Bong gelingt mit „Parasite“ ein bravouröser Spagat zwischen den Genres.


ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK | Regie: Philipp Stölzl | DE 2019

Für Lisa Wartberg, erfolgsverwöhnte Fernsehmoderatorin und Single, steht ihre Show an erster Stelle. Doch dann verliert ihre Mutter Maria nach einem Unfall ihr Gedächtnis, kommt ins Krankenhaus und kann sich nur noch an eines erinnern: Sie war noch niemals in New York! Kurzentschlossen flieht Maria und schmuggelt sich als blinder Passagier an Bord eines luxuriösen Kreuzfahrtschiffes. Gemeinsam mit ihrem Maskenbildner Fred macht sich Lisa auf die Suche nach ihrer Mutter und spürt sie tatsächlich auf der „MS Maximiliane“ auf. Doch bevor die beiden Maria wieder von Bord bringen können, legt der Ozeandampfer auch schon ab und die drei finden sich auf einer unfreiwilligen Reise über den Atlantik wieder. Lisa lernt an Bord Axel Staudach und dessen Sohn Florian kennen. Axel ist so gar nicht Lisas Typ, doch durch eine Reihe unglücklicher Missgeschicke kommen sich die beiden schließlich näher… 

Das Bühnen-Musical „Ich war noch niemals in New York“ nach den Songs von Udo Jürgens kongenial auf die Leinwand übertragen – wer sich auf diese quietschbunte Gute-Laune-Wundertüte einlassen kann, bekommt den Feelgood-Film des Herbstes spendiert.


AFTER THE WEDDING | Regie: Bart Freundlich  | USA 2019

Die Entwicklungshelferin Isabel kämpft Tag und Nacht für die Ärmsten der Armen. Trotzdem steht das von ihr beaufsichtigte Waisenhaus in Kalkutta kurz vor der Schließung. In der reichen Theresa findet Isabel überraschend eine großzügige Spenderin. Einzige Bedingung: Die beiden Frauen sollen sich in Theresas Heimatstadt New York persönlich kennenlernen. Für Isabel ist das ein großes Opfer, das sie für ihr Lebenswerk jedoch zu bringen gewillt ist. Doch in der US-Metropole kommt schließlich alles anders. Dort platzt sie nämlich mitten in die Hochzeitsvorbereitungen der 21-jährigen Grace, Theresas Tochter. Insbesondere Theresa selbst besteht darauf, dass Isabel bleibt und den Feierlichkeiten beiwohnt. Doch je länger sie über die Situation nachdenkt und ihr eigenes Leben rekapituliert, desto mehr wird Isabel bewusst, dass sie nicht durch Zufall an diesen Ort gekommen ist…

Das twistreiche Familiendrama „After the Wedding“ ist vor allem aufgrund der starken Hauptdarstellerinnen eine rundum gelungene Neuauflage des dänischen Dramas „Nach der Hochzeit“, die mit ihren vielen eigenen Ansätzen genauso überzeugt wie das Original.


MALEFICENT 2: MÄCHTE DER FINSTERNIS | Regie: Joachim Rønning | USA 2019

Einige Jahre nach den Ereignissen aus „Maleficent – Die dunkle Fee“ haben viele Menschen aus den anliegenden Königreichen bereits wieder vergessen, was in Wirklichkeit passiert ist. Und so gilt die Fee Maleficen gemeinhin als biestige Schurkin, die unentwegt Unschuldige mit dunklen Flüchen belegt. Das ist eine Lüge – oder wenigstens nur eine Teilwahrheit. Doch als Prinz Philipp um die Hand von Aurora anhält, bekommt die Prinzessin trotzdem zu sehen, wie schnell ihre Ziehmutter Maleficent ihre Geduld verliert. Die Beziehung zwischen den beiden Frauen wird auf eine noch härtere Probe gestellt, als die Königin von Ulstead, dem an die magischen Moore Maleficents angrenzenden Königreich, zu einem Essen lädt. Dort kocht der alte Groll zwischen den Menschen und den Feen wieder hoch und Maleficent und Aurora werden unweigerlich auf verschiedenen Seiten eines großen Konflikts gezerrt…

„Maleficent: Mächte der Finsternis“ ist nicht ganz so fahrig wie Teil eins, und Joachim Rønnings Bilderwelten sind nicht derart matschig wie die seines Vorgängers. Aber ein Film, der nicht ununterbrochen nervt, sondern primär langweilt, und nur ab und zu ätzt, ist noch immer ein mieser Film.


Heimkinotipp: X-MEN: DARK PHOENIX | Regie: Simon Kinberg | USA 2019

Im Zuge einer lebensgefährlichen Mission im Weltall verliert Jean Grey (Sophie Turner) beinahe ihr Leben als sie ein kosmisches Wesen absorbiert, das sie mit Kräften ausstattet, die weit über jenen liegen, die sie oder alle anderen Mutanten besitzen. Nach ihrer Rückkehr auf die Erde kämpft sie mit diesen Gott-gleichen Fähigkeiten, aber die Mächte in ihr lassen sich nicht bändigen. Jean verliert die Kontrolle über sich und fügt jenen Schmerzen zu, die sie am meisten liebt. Als die junge Frau sogar für einen Todesfall innerhalb der X-Men sorgt, führen ihre Taten zu einem Streit und später zu einem Zerwürfnis unter den X-Men, denn die Helden sehen sich plötzlich mit ihrem bislang gefährlichsten Feind konfrontiert – einer Mutantin aus den eigenen Reihen, die mit jedem Tag zu größeren Kräften kommt und schließlich unaufhaltsam wird…

Auch wenn „X-Men: Dark Phoenix“ nicht zwingend einen klassischen Bösewicht gebraucht und dem Finale eine Reduktion der Computereffekte gut getan hätte, ist der vorerst letzte Film aus dem Mutantenuniversum eine gelungene emotionale Auseinandersetzung mit inneren Konflikten, die viele neue Diskussionsansätze rund um die bekannten Figuren bietet und noch dazu angenehm kurzweilig ist.

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