Schlagwort-Archiv: Jeff Wadlow

Das startet am 20. Februar 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 20. Februar, der darunter leidet, dass wir über kaum etwas bereits berichten dürfen. „Fantasy Island“ wurde der Presse gar nicht erst gezeigt und „Ruf der Wildnis“ sowie“The Boy II“ haben noch ein Embargo bis kurz vor ihrem Kinostart. Also müsst ihr euch mit dem Folgenden zufrieden geben: Einer euphorischen Besprechung von „Lassie“ sowie dem Geheimtipp „Bliss“. Hoffentlich reicht euch das vorerst… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

LASSIE | Regie: Hanno Olderdissen  | DE 2020

Der zwölfjährige Flo (Nico Marischka) hat es nicht leicht. Gerade erst ist seine Fmilie mit ihm umgezogen, nachdem sein Vater seinen Job verlor. An der Schule gewöhnt er sich nur schwer ein, wird gehänselt und findet schlecht Anschluss. Als er dann auch noch seine geliebte Hündin Lassie abgeben muss, weil die Vermieterin keinen Hund in der Wohnung duldet bricht für Flo eine Welt zusammen. Auch seine Eltern (Sebastian Bezzel und Anna Maria Mühe) können ihn nicht trösten. Der kluge Vierbeiner kommt in die Obhut des mit Flos Vater befreundeten Grafen von Sprengel (Matthias Habich) und dessen Enkelin Priscilla (Bella Bading). Beide nehmen Lassie mit an die Nordsee, wo sie jedoch schon bald die Flucht ergreift. Für die Hundedame beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland. Eine Reise zurück zu Flo.

Gut gemacht, groß gedacht und mit Freude vorgetragen: Hanno Olderdissens Neuverfilmung des Hunde-Klassikers, „Lassie – Eine abenteuerliche Reise“, ist eine Abenteuerkomödie für die ganze Familie, an der es absolut nichts auszusetzen gibt.


BLISS | Regie: Joe Begos | USA 2019

Dezzy ist freischaffende Künstlerin  – und sie befindet sich in einer Schaffenskrise. Schon seit Monaten hat sie kein Bild mehr zu Ende gemalt, weshalb ihr ihr Manager schon im Nacken sitzt. Allein im Rausch kommt sie mit ihrer Arbeit wenigstens vorwärts – also beschließt sie, es nun allen zu zeigen und in einem Endspurt ihr neustes Werk zu vollenden. Was für ein Glück, dass ihr Dealer-Kumpel Hadrian gerade einen neuen Koksverschnitt anbietet, der eine Mischung aus allen Effekten jeder bekannten Droge verspricht. Dezzy kennt aber keine Zurückhaltung, und so dauert es nicht lange, bis sie Hadrians gut gemeinte Ratschläge, wie Diabolo zu dosieren ist, völlig über Bord wirft. Ebenso schnell verpufft ihre Erinnerung an die letzte Nacht. Aber das ist ihr völlig egal: Das Bild kommt vorwärts, Dezzy fühlt sich wie ein anderer Mensch; irgendetwas in ihr bringt sie zu einer bislang fremden Form der Ekstase…

Laut, siffig, dunstig, bunt, hart und böse: Joe Begos‘ Fantasy-Filmfest-Highlight und Genre-Bastard „Bliss“ ist je nach Sichtweise kunstvoller Schund. Oder sündige Kunst. Aber auf jeden Fall sehenswert für alle, die im Genre auch für abseitige Kunst zu haben sind.


RUF DER WILDNIS | Regie: Chris Sanders  | USA 2020

Bucks glückliches Hundeleben wird vollkommen auf den Kopf gestellt, als er seinem liebevollen Zuhause in Kaliforniern entrissen wird und sich plötzlich in der fremden Wildnis Alaskas zu Zeiten des Goldrauschs wiederfindet. Er wird in ein Rudel von Post-Schlittenhunden unter der Führung eines strengen, aber immer um seine Schützlinge besorgten Postboten gesteckt und muss sich hier erst einmal behaupten. Doch die Zeit im Rudel ist schnell vorbei und er landet in den Händen eines brutalen Hundeführers, unter dessen Obhut er es nicht gut hat. Nachdem Buck einen gefährlichen Befehl verweigert, wird er lebensgefährlich verletzt. Zum Glück findet ihn John Thornton, der Buck wieder aufpäppelt und gesundpflegt. Die beiden werden unzertrennliche Freunde und für Buck beginnt das Abenteuer seines Lebens, bis er schließlich seinen wahren Platz in der Welt findet.

Viel besser als erwartet aber noch immer zu unentschlossen, um richtig gut zu sein: „Ruf der Wildnis“ ist zu kindlich für ein erwachsenes Jack-London-Publikum und zu düster für Kinder. Das bedeutet jedoch nicht, dass einem die Freundschaft zwischen dem vollanimierten Vierbeiner und dem Vollbart tragenden Harrison Ford nicht doch immer wieder zu Herzen geht.


BRAHMS: THE BOY II | Regie: William Brent Bell  | USA 2020

Liza (Katie Holmes) und Sean (Owain Yeoman) bilden gemeinsam mit ihrem Sohn Jude (Christopher Convery) eine glückliche Familie. Bis diese Harmonie eines Tages in ihren Grundfesten erschüttert wird: Mutter und Sohn werden Opfer eines Überfalls, in dessen Folge der Junge von heute auf morgen aufhört, mit seiner Umgebung zu kommunizieren. Ums ich von diesem Trauma zu erholen, zieht die Familie weit weg vom Ort des Grauens und zieht in das Gästehaut des Heelshire Anwesens. Doch keiner von ihnen ahnt, welche Schreckliche Vergangenheit diesen Ort überschattet. Als Jude zur Überraschung seiner Eltern vor Ort einen neuen Freund findet, scheint zunächst alles in Ordnung. Doch bei diesem neuen Freund handelt es sich nicht etwa um einen gleichaltigen Jungen, sondern um Brahms, eine Porzellanpuppe, deren Einfluss auf das jüngste Familienmitglied zunehmend beängstigende Züge annimmt…

Vom Gruselfaktor her steht „Brahms: The Boy II“ seinem mauen Vorgänger in Nichts nach und eignet sich damit hervorragend für Horror-Einsteiger. Wer den ersten Teil allerdings gerade aufgrund seiner durchaus überraschenden Auflösung mochte, wird vom Sequel mehr als enttäuscht. Denn das, was „The Boy“ ausmachte, scheint in „The Boy II“ vergessen.


FANTASY ISLAND | Regie: Jeff Wadlow  | USA 2020

In der Blumhouse-Neuinterpretation „Fantasy Island“ lässt der mysteriöse Mr. Roarke (Michael Peña) die geheimsten Wünsche seiner glücklichen Gäste in einem luxuriösen, aber abgelegenen tropischen Resort wahr werden. Doch als sich ihre Fantasien in Alpträume verwandeln, müssen die Gäste das Geheimnis der Insel lüften, um ihr zu entkommen und das eigene Leben zu retten.

Die Hauptrollen in „Fantasy Island“ spielen Michael Peña („Ant-Man“), Maggie Q („Die Bestimmung“-Reihe), Lucy Hale („Wahrheit oder Pflicht“), Austin Stowell („Battle of the Sexes – Gegen jede Regel“), Jimmy O. Yang („The Happytime Murders“), Portia Doubleday („Her“), Ryan Hansen („Central Intelligence“) und Michael Rooker („Guardians of the Galaxy“-Reihe). Regie führte Jeff Wadlow („Wahrheit oder Pflicht“), der auch mit Chris Roach und Jillian Jacobs das Drehbuch nach der Vorlage von Gene Levitt verfasste.


CRONOFOBIA | Regie: Francesco Rizzi | CH 2018

Suter (Vinicio Marchioni) ist ein mysteriöser, eigenbrötlerischer Mann, permanent in Bewegung und auf der Flucht vor sich selbst. Den Tag über reist er durch die Schweiz, in seinem anonymen weißen Transporter. In der Nacht beobachtet er heimlich das Leben von Anna (Sabine Timoteo), einer rebellischen Frau, die ein großes Trauma zu überwinden versucht. Und die letztlich genau so allein ist wie Suter.

Als die Frau seine Obsession für sie entdeckt, ist sie zunächst unsicher. Doch schon bald entspinnt sich eine eigenwillige Form von Intimität zwischen den beiden, die bald in eine zärtlich-verstörende Beziehung mündet. Aber das zerbrechliche Gleichgewicht ist bedroht von einem dunklen Geheimnis. Denn beide haben einander nicht von Anfang an die Wahrheit über sich erzählt…


Heimkinotipp: DORA UND DIE GOLDENE STADT | Regie: James Bobin  | USA/MEX/AUS 2019

Wohlbehütet wächst die kleine Dora bei ihren Entdecker-Eltern Cole und Elena im Dschungel auf. Als Teenagerin treibt es Dora schließlich in die Großstadt. An der Seite ihres Cousins Diego lernt sie die Gepflogenheiten an einer ganz normalen High School kennen, stößt ihrer Mitschüler mit ihrer offenen und herzlichen Art aber auch immer wieder vor den Kopf. Schon bald fühlt sich Dora gar nicht mehr so wohl in ihrer Haut und möchte am liebsten in den Dschungel zurück. Ein Ausflug in ein Museum soll die gewünschte Abwechslung bringen, doch vor Ort werden Dora, Diego und zwei weitere Mitschüler entführt. In den Dschungel. In die Nähe des Entdeckercamps ihrer Eltern. Zwar können sich die Teenager befreien und auch ihren geliebten Affen Boots findet Dora schnell wieder. Doch die Ganoven scheinen mit den Kids etwas Besonderes vorzuhaben.

Die Zeichentrickserienverfilmung „Dora und die goldene Stadt“ ist ein rundum gelungenes Dschungel-Abenteuer, das für die Kleinen Slapstick und wohldosiertes „Jumanji“-Flair bereithält und die Erwachsenen mit viel, viel Meta-Humor verzückt, da Regisseur James Bobin ganz genau weiß, was für einen Film er hier inszeniert hat.

Das startet am 10. Mai 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 10. Mai, der nach den starken letzten Wochen kein allzu großes Highlight zu bieten hat. In den Programmkinos dürfte Wes Andersons neuestes Werk „Isle of Dogs“ ziehen, in den Cineplex-Lichtspielhäusern dieses Landes könnte „Rampage“ dank Dwayne Johnson die Chance haben, oben mitzumischen. In Ermangelung an Genrekonkurrenz könnte sich außerdem – auch dank der starken Werbung durch Blumhouse – „Wahrheit oder Pflicht“ solide schlagen. Und dank des Themas hat vielleicht auch „I Feel Pretty“ eine Chance auf ein paar Zuschauer. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE | Regie: Wes Anderson | USA/DE 2018

Atari (im Original gesprochen von Koyu Rankin) ist der 12-jährige Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als die Hundepopulation explodiert und sich eine gefährliche Seuche ausbreitet, ergeht der Regierungserlass, alle Hunde der japanischen Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie zu verbannen. Als Atari seinen Bodyguard-Hund Spots (Liev Schreiber) vermisst, macht er sich allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island, in der Hoffnung, ihn dort wiederzufinden. Auf der Insel angekommen, freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an: Boss (Bill Murray), Chief (Bryan Cranston), Duke (Jeff Goldblum), King (Bob Balaban) und Rex (Edward Norton) wollen ihm helfen und gemeinsam brechen sie auf zu einer epischen Reise, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.

Wes Andersons „Isle of Dogs – Ataris Reise“ ist nicht bloß ein exzellent designter, sondern auch smarter Film. Doch mehr als Staunen lässt sich kaum, denn in den hervorragend animierten Figuren steckt wenig Leben. Am Ende hat man das Gefühl, eher einem Hörspiel gelauscht, als einem aufregenden Abenteuer zugesehen zu haben.


RAMPAGE – BIG MEETS BIGGER  | Regie:  Brad Peyton | USA 2018

Primatenforscher Davis Okoye verbindet eine unerschütterliche Freundschaft mit Albino-Silberrückengorilla George, den er als Baby mit der Hand großzog. Doch als ein illegales Genexperiment aus dem Ruder läuft, mutiert dieser sanftmütige Affe zu einem rasenden Monster. Bald stellt sich heraus, dass auch weitere Tiere auf diese Art manipuliert worden sind. Während diese neu geschaffenen Alpha-Raubtiere Nordamerika unsicher machen und alles vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt, tut sich Okoye mit der in Ungnade gefallenen Genetikerin Kate Caldwell zusammen, um ein Gegenmittel zu entwickeln, wobei er auf einem sich ständig wandelnden Schlachtfeld einen schweren Stand hat. Denn es geht nicht nur darum, eine weltweite Katastrophe zu verhindern, sondern auch das fürchterliche Biest zu retten, das einst sein Freund war. 

„Rampage – Big Meets Bigger“ ist ein herrlich hohler No-Brainer mit zum Großteil sehr starken Effekten, der sich in der ersten Hälfte ein wenig zu ernst nimmt, in der zweiten dafür umso mehr aufdreht und Dwayne Johnson einmal mehr in seinem Element zeigt.


DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN  | Regie: Isabel Coixet | ESP/UK/DE 2017

Florence Green hat früh ihren Mann verloren, doch ihre gemeinsame Liebe zu Büchern aller Art lässt sie nicht los. Sie investiert ihr gesamtes Vermögen in die Verwirklichung ihres Traums von einem eigenen Buchladen – ausgerechnet im verträumten englischen Hardborough, Ende der 50er Jahre, wo die Arbeiter dem Bücherlesen skeptisch gegenüberstehen und die Aristokratie energisch vorgibt, was Hochkultur ist und was nicht. Doch trotz der Widerstände hat sie Erfolg und rasch finden auch progressive, polarisierende Werke wie Nabokovs Lolita oder Bradburys Fahrenheit 451 bei den Dorfbewohnern Anklang. Vor allem der seit langem zurückgezogen lebende Mr. Brundish findet Gefallen am neuen Buchladen. Doch Florence Greens sanfte Kulturrevolution bleibt nicht unbemerkt: Die alteingesessene graue Eminenz Violet Gamart befürchtet einen Kontrollverlust in ihrem Heimatdorf und steht den radikalen Veränderungen mit Argwohn gegenüber. 

Die tragikomische Romanverfilmung „Der Buchladen der Florence Green“ ist ein oberflächlicher Film über oberflächliche Menschen, dem es nicht hilft, dass er immerhin ganz nett anzuschauen ist.


I FEEL PRETTY  | Regie: Abby Cohn, Mark Silverstein | CN/USA 2018

Renee (Amy Schumer) weiß sehr wohl wie es ist, gerade so knapper Durchschnitt in der Welt der Schönen zu sein. Doch ihr wenig überzeugendex Selbstbild ändert sich buchstäblich schlagartig mit einem ungebremsten Sturz vom Fitnessrad: plötzlich sieht sie sich wunderschön, auch wenn ihre Umgebung das nicht genauso erkennt und der Kopf dazu noch ganz schön brummt. Auf einmal steht sie zu ihren Kurven und ist völlig mit sich im Reinen Mit ganz neuem Selbstvertrauen klettert sie unerwartet auf der Karriereleiter einer Kosmetikfirma nach oben und gewinnt endlich den Respekt der von ihr so bewunderten Chefin Avery LeClaire (Michelle Williams). Auch in der Liebe läuft es plötzlich wie am Schnürchen. Doch was passiert, wenn sich die anfängliche Wirkung verflüchtigt und die Realität wieder einsetzt?

„I Feel Pretty“ soll vor allem Frauen darin bekräftigen, sich schön zu fühlen, so wie man ist. Doch die Macher denken diesen lobenswerten Ansatz nicht zu Ende. Das oberflächliche Skript und eine weit unter ihren Möglichkeiten aufspielende Amy Schumer lassen die angestrebte „Love Yourself!“-Message im Nichts verpuffen.


LILIANE SUSEWIND – EIN TIERISCHES ABENTEUER | Regie: Joachim Masannek | DE 2018

Liliane Susewind, genannt Lilli, hat eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie kann mit Tieren sprechen! Diese besondere Gabe hat Lilli bis jetzt allerdings immer nur in Schwierigkeiten gebracht. Als ein Stadtfest wegen ihrer Fähigkeiten komplett im Chaos versinkt, muss sie mit ihren Eltern Regina und Ferdinand und ihrem Hund Bonsai umziehen. In der neuen Stadt schwört Lilli, ihr Geheimnis für sich zu behalten. Doch dann macht ein gemeiner Tierdieb den städtischen Zoo, in dem Zoodirektorin „Oberst Essig“ mit dem gutmütigen Tierpfleger Toni arbeitet, unsicher – und Tonis berechnende Freundin, die aufgetakelte Vanessa, spielt ein falsches Spiel. Nur Lilli kann – unterstützt vom Nachbarsjungen Jess – helfen, Babyelefant Ronni und die anderen Tiere zu retten. Das Abenteuer kann beginnen!

Die „Liliane Susewind“-Reihe erzählt eigentlich Geschichten über den respektvollen Umgang zwischen Mensch und Tier. In der tricktechnisch missratenen Verfilmung gibt es außer albernen Slapstick und nervtötenden Figuren nichts, was auch nur ansatzweise an die ehrenwerte Essenz der Vorlage erinnert.


WAHRHEIT ODER PFLICHT | Regie: Jeff Wadlow | USA 2018

Die kalifornische College-Studentin Olivia lässt sich nur ungern von ihrer besten Freundin Markie überzeugen, den letzten Spring Break vor ihrem Abschluss in Mexiko zu verbringen. Dort angekommen, sind ihre Bedenken aber schnell vergessen und sie feiert ausgelassen und feuchtfröhlich mit ihrer Freundin Markie. Während einer Partynacht lernt sie den charmanten Carter kennen, der die Gruppe zu einer geheimnisvollen Höhle führt und sie überredet, das Partyspiel „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen. Die erst lustige Stimmung schlägt schnell um, als Carter anfängt, von einem Fluch zu erzählen. Zurück in Kalifornien hat Olivia den Vorfall schon fast vergessen, als sie unheimliche Botschaften erreichen, die sie auffordern, zwischen Wahrheit oder Pflicht zu wählen.  Anfangs hofft sie noch, dass sie sich alles nur einbildet, doch dann erkennt sie, dass sie die Regeln befolgen muss, um zu überleben…


 WAS WERDEN DIE LEUTE SAGEN?  | Regie: Iram Haq | NOR/DE/SWE 2017

Die fünfzehnjährige Nisha (Maria Mozhdah) lebt ein geheimes Doppelleben, von dem ihre Eltern nichts mitbekommen dürfen. Zuhause gehorcht sie strikt den Traditionen und Werten ihrer pakistanischen Familie. Draußen mit ihren Freunden verhält sie sich wie ein ganz normaler norwegischer Teenager und kann die daheim vorherrschenden Zwänge für eine Weile vergessen. Doch als ihr Vater sie mit ihrem Freund erwischt, kollidieren ihre beiden Welten brutal. Nisha wird von ihren Eltern gekidnappt und nach Pakistan gebracht. Sie hat Angst und fühlt sich allein in der Fremde. Aber Stück für Stück entdeckt sie das Land und die Kultur ihrer Familie. ‚Was werden die Leute sagen‘ ist ein emotionaler Film über Liebe und Courage und darüber, seinen eigenen Weg zu finden. Und es ist eine komplexe Geschichte über die Liebe zwischen Eltern und Kindern und wie schwer es manchmal ist, beide Seiten zu verstehen.


 AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? | Regie: Alice Agneskirchner | DE/CAN 2018

„Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ ist wie ein spannender Waldspaziergang, bei dem man unverhofft einer Seite unserer Natur begegnet, die einem sonst verborgen bliebe. Zugleich ist der Film eine Liebeserklärung an unseren Wald und die Natur, die uns mit eindrucksvollen Landschafts- und Tieraufnahmen daran erinnert, welche Verantwortung wir unserer Umwelt und damit letztlich auch uns selbst gegenüber tragen. Denn eines ist klar: Unser menschliches Dasein hat das Leben auf der Erde vor allem in den letzten 200 Jahren unumkehrbar verändert. Natur und Wald können ohne uns überleben – wir aber nicht ohne sie.

Regisseurin Alice Agneskirchner versucht in ihrem Dokumentarfilm eine Antwort auf die Frage zu finden, wie Mensch, Tier und Natur friedlich und im Einklang miteinander leben können.


SYSTEM ERROR | Regie: Florian Opitz | DE 2018

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann?

„System Error“ sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.


 Heimkinotipp: AUS DEM NICHTS  | Regie: Fatih Akin | DE/FR 2017

Aus dem Nichts zerbricht Katjas Leben: Ihr Mann Nuri und ihr Sohn Rocco sterben bei einem Bombenanschlag in der Hamburger City. Die Polizei geht davon aus, dass Nuri die Schatten seiner Vergangenheit als Drogendealer eingeholt haben. Je weniger Vertrauen Katja in die gezielt gegen ihre Familie arbeitenden Ermittler hat, umso mehr zerbricht sie am Leid und Kummer. Als auch Drogen der jungen Frau nicht mehr dabei helfen können, den Schmerz zu betäuben, begeht sie einen Suizidversuch – und rettet sich gerade noch rechtzeitig, um von ihrem Anwalt Danilo Fava zu erfahren, dass die Beamten zwei Verdächtige geschnappt haben. Bei André und Edda Möller handelt es sich um ein Neo-Nazi-Paar. Der Prozess ist trotz erdrückender Beweislage ein zermürbendes Ereignis – und in Katja schwillt der Gedanke an Gerechtigkeit. 

Fatih Akin gelingt mit „Aus dem Nichts“ ein famoses Schlachtengemälde über Schmerz, Wut, Trauer und den bedingungslosen Willen, um das zu kämpfen, was einen am Leben hält – und wenn es das Verlangen nach Vergeltung ist.