Schlagwort-Archiv: Psychothriller

Das startet am 23. Februar 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 23. Februars, an dem wieder jede Menge Neues in den Kinos startet. Obwohl eher im Genre anzusiedeln, dürfte Gore Verbinskis Psychothriller „A Cure for Wellness“ im Anbetracht der üppigen Werbemaßnahmen ziemlich weit oben in den Kinocharts mitmischen, auch wenn der stärkste Start mit Sicherheit auf den vierten und letzten Teil der „Bibi & Tina“-Reihe fällt. Ebenfalls eher für ein jüngeres Publikum eignet sich „Bailey“, während in den Programmkinos der Oscar-Kandidat „Lion“ den Ton angeben dürfte. Trotz Starbesetzung ist es um das Thrillerdrama „Boston“ derzeit noch überraschend ruhig. Was von „Fist Fight“ erwartet werden darf, können wir in Ermangelung eines Pressescreenings leider (noch) nicht sagen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

A CURE FOR WELLNESS | Regie: Gore Verbinski | DE/USA 2017

A Cure for Wellness

Der junge, ehrgeizige Manager Mister Lockhart (Dane DeHaan) wird beauftragt, den Vorstandsvorsitzenden seiner im Aufwind befindlichen Firma (Harry Groener) von einem idyllischen aber mysteriösen ‚Wellness-Center‘ zurückzuholen, das sich an einem abgelegenen Ort in den Schweizer Alpen befindet. Wenn er das nicht tut, wird er gefeuert. Also macht er sich auf den Weg, doch schon bald vermutet er, dass die wundersamen Anwendungen des Spas nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Als Lockhart beginnt, die erschreckenden Geheimnisse aufzudecken, wird sein Verstand auf eine harte Probe gestellt: bei ihm wird die gleiche seltsame Krankheit diagnostiziert, die alle anderen nach Heilung verlangenden Gäste dort festhält…5 von 5

Gore Verbinskis Rückkehr ins Genrekino ist ein Horrorgemälde von morbider Schönheit, das einen so lange in seinen Bann zieht, bis man selbst nicht mehr weiß, ob das Gezeigte echt, oder nur Einbildung ist. Für Horrorfans ist „A Cure for Wellness“ das erste große Must-See 2017!


BIBI & TINA – TOHUWABOHU TOTAL |  Regie: Detlev Buck | DE 2017

Bibi & Tina - Tohuwabohu total

Das Tohuwabohu ist perfekt: Bibi (Lina-Larissa Strahl) und Tina (Lisa-Marie Koroll) begegnen einem ruppigen Ausreißer (Lea van Acken), der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur, den kann man nicht überzeugen und selbst Bibi kommt mit Hexerei nicht weiter. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under contruction“ und der Graf (Michael Maertens) völlig überfordert, während Alex (Louis Held) ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt. Und als wäre das nicht genug, wird Tina schließlich auch noch entführt. Bei all dem Chaos wird am Ende eines ganz klar: Wirkliche Veränderungen entstehen durch gemeinsame Aktionen und Anstrengungen, nicht durch Hexerei.
4 von 5

Wer nach „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“ immer noch die Meinung vertritt, das ursprünglich mal als Familienfilmreihe angefangene Franchise sei doch nur etwas für kleine Mädchen, der glaubt auch, dass Donald Trumps Idee mit der Mauer eine gute ist. Bibi und Tina machen es vor: Die beiden weltoffenen Mädels bekommen mit diesem weltoffenen, komplexen und ungemein kreativen Film genau den Abschlussfilm, den sie verdienen.


BOSTON |  Regie: Peter Berg | USA 2016
Boston

Boston, 15. April 2013 – Wie jedes Jahr zieht es tausende Läufer und Zuschauer aus aller Welt an die Strecke des beliebten Bostoner Marathons. Doch die Feierlichkeiten verstummen schlagartig, als zwei Sprengsätze an der Zielgeraden detonieren. Noch ist unklar, ob den Explosionen weitere folgen werden. Aber Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) versucht einen klaren Kopf zu bewahren und die ersten Rettungseinsätze zu koordinieren – obwohl seine Frau Carol (Michelle Monaghan) beinahe selbst den Detonationen zum Opfer gefallen wäre. Für die Ermittler beginnt ein packender Wettlauf gegen die Zeit und eine der nervenaufreibendsten Großfahndungen in der Geschichte Amerikas nimmt seinen Lauf…
4 von 5

„Boston“ ist vor allem deshalb der bislang beste Film von Peter Berg, weil er sich echt anfühlt. Über weite Teile seiner sich äußerst kurzweilig anfühlenden 133 Minuten ist der Crime-Thriller ein hochspannendes Puzzle-Spiel, das viele verschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse des Bostoner Terrorakts berücksichtigt. Erst in der letzten halben Stunde verfällt Berg leider in alte „Amerika ist geil!“-Muster.


BAILEY – EIN FREUND FÜRS LEBEN | Regie: Lasse Hallström | USA 2017

Bailey - Ein Freund fürs Leben

Ethan (Bryce Gheisar) ist acht Jahre alt, als der verspielte Golden Retriever Bailey (deutsche Stimme: Florian David Fitz) sein bester Freund wird. Er und seine Mutter retten den jungen Welpen aus der Hitze eines abgeschlossenen Autos und nehme sich der kleinen Seele an, die einen schweren Start ins Leben hatte. Hund und Herrchen sind unzertrennlich und überstehen sogar Ethans (als Teenie: K.J. Apa) ersten Liebeskummer zusammen. Auch als ihre gemeinsame Zeit zu Ende ist, verlässt Bailey seinen „Seelenmenschen“ niemals: Im Lauf der Jahrzehnte kehrt der treue Hund in verschiedenen Reinkarnationen zurück – sogar als Polizeihündin – und lernt mit jedem neuen Leben etwas dazu, bis er den längst erwachsenen Ethan (Dennis Quaid) endlich wiederfindet…
3 von 5

„Bailey – Ein Freund fürs Leben“ ist kein Kritiker-, sondern ein Publikumsfilm. Oberflächlichkeit und gefällige Gefühlsduselei lassen sich nicht leugnen, doch irgendwie schafft es Lasse Hallström, dass man ihm trotzdem nie böse sein kann. Als Hundeliebhaber und ohne die aller größten Ansprüche an einen charmant-harmlose Filmabend kann dieser Tierfilm dann sogar ohne schlechtes Gewissen zu Herzen gehen.


LION – DER LANGE WEG NACH HAUSE | Regie: Garth Davis | AUS/USA/UK 2016
Lion - Der lange Weg nach Hause

Ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo: Auf dem Bahnhof der indischen Kleinstadt, in der sein Bruder ihn für einige Stunden zurückgelassen hat, sucht er nach Münzen und Essensresten. Vor Erschöpfung schläft er schließlich in einem haltenden Zug ein und findet sich nach einer traumatischen Zugfahrt am anderen Ende des Kontinents in Kalkutta wieder. Auf sich allein gestellt irrt er wochenlang durch die gefährlichen Straßen der Stadt, bis er in einem Waisenhaus landet, wo er von Sue und John Brierley adoptiert wird, die ihm ein liebevolles Zuhause in Australien schenken. Viele Jahre später lebt Saroo in Melbourne, ist beruflich erfolgreich und wohnt mit seiner Freundin Lucy zusammen. Er könnte rundum glücklich sein, doch die Frage nach seiner Herkunft lässt ihn nicht los.
3 von 5

Der visuell bestechend aufregende „Lion – Der lange Weg nach Hause“ ist standardisiertes Dramakino, dem es durch die allseits bekannte Grundgeschichte an Spannung und Faszination mangelt. Inszenatorisch generiert Garth Davis tatsächlich Emotionen, doch auch, wenn das im Moment des Zuschauens wirken mag, verpufft die Rührung spätestens dann, wenn die dramatischen Streicher verstummt sind.


FIST FIGHT | Regie: Richie Keen | USA 2017

Fist Fight

Am letzten Schultag hält der liebenswürdige Englischlehrer Andy Campbell den Kopf nur mit Mühe über Wasser, denn nicht nur die enthemmten Schulabgänger schlagen über die Stränge – auch die Verwaltung bekommt nichts gebacken, und aufgrund von Budget-Kürzungen droht ihm die Entlassung gerade in dem Moment, als seine Frau ihr zweites Kind erwartet. Richtig ans Eingemachte geht es aber erst, als Campbell aus Versehen seinem knallharten Kollegen Ron Strickland in die Quere kommt, was zu Stricklands Entlassung führt. Für den schockierten Campbell beginnt ein Albtraum, denn Strickland fordert ihn zu einem altmodischen Entscheidungskampf heraus. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, während Campbell verzweifelt nach einem Ausweg sucht, bevor er windelweich geprügelt wird. 3 von 5

„Fist Fight“ ist Keinesfalls ein Kino-Muss, für Fans aufgekratzter Komödien wie „21 Jump Street“, „Nicht noch ein Teeniefilm“ oder eben „Fack ju Göhte“ aber sehr wohl einen Blick wert.


NERUDA | Regie: Pablo Larraín | CHL/ARG/FR/ESP/USA 2016

Neruda

1948. In einer flammenden Rede vor dem Kongress bezichtigt Senator Pablo Neruda, Dichter und Kommunist, die Regierung Präsident Videlas des Verrats – und wird umgehend seines Amtes enthoben. Der Kalte Krieg ist in Chile angekommen. Neruda entzieht sich seiner Verhaftung und taucht ab. Mitten in der Arbeit an seiner epochalen Gedichtsammlung „Canto General“ versucht er, mit seiner Frau Delia del Carril das Land auf geheimen Wegen zu verlassen. Verfolgt vom melancholischen Polizisten Peluchoneau, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, dem Neruda zwischen Poesie und Legendenbildung einen ganz eigenen Reiz abgewinnt. Immer wieder legt er selbst Spuren, um seinem hartnäckigen Verfolger im letzten Moment zu entkommen. Bald dringt die Geschichte vom Dichter auf der Flucht nach Europa, Künstler wie Pablo Picasso setzen sich für seine Freiheit ein.


DIE GABE ZU HEILEN | Regie: Andreas Geiger | DE 2016

Die Gabe zu heilen

„Die Gabe zu heilen“ ist eine Geschichte über Menschen mit der Fähigkeit andere Menschen zu heilen. Sie werden Hellseher, Kräuterhexen und Wunderheiler genannt. Ihre Methoden sind oft skurril. Sie beten Warzen bei abnehmendem Mond weg oder klopfen mit geweihten Kräuterbüscheln den Viehstall aus – archaische Rituale gepaart mit Aberglauben und Volksmedizin. Lernt man sie näher kennen, sind viele dieser „Wunderheiler“ ganz normale Menschen, die eng mit der christlichen Tradition und ihrer regionalen Kultur verbunden sind. Man findet sie in Deutschland in Oberschwaben, in den Alpen, entlang der Küste und sogar in Städten. Sie machen das nicht, um damit das große Geld zu verdienen und auch nicht, um sich zu profilieren. Doch was ist dran, an dem, was die Heiler ihren Patienten versprechen?


 Heimkinotipp: DER UNSICHTBARE GAST |  Regie: Oriol Paulo | ESP 2016

Der unsichtbare Gast

Ein verschlossener Raum, eine Leiche und ein dringend Tatverdächtiger: Der erfolgreiche Geschäftsmann Adrián Doria (Mario Casas), gleichzeitig der Liebhaber der Toten. Frau und Tochter hat er in der Folge bereits verloren, ebenfalls den Kampf um die öffentliche Meinung. Bis die Anwältin Virginia Goodman (Ana Wagener) an seine Tür klopft – mit neuem Zeugen und neuen Fragen im Gepäck. Der Beginn eines nervenaufreibenden Katz- und Mausspiels, in dessen Verlauf die Geschichte von Adrián immer neue Löcher, aber auch immer neue, atemberaubende Wendungen erhält. Denn die Anwältin kann sich nie sicher sein, dass sich das Verbrechen tatsächlich so zugetragen hat, wie es ihr Mandant ihr weismachen will…
4 von 5

Auch wenn sich ein Film wie „Der unsichtbare Gast“ zuhause ebenso entfaltet wie im Kino, ist es doch schade, dass Oriol Paulo der Weg in die deutschen Lichtspielhäuser bisher verwehrt blieb. Sein hochspannender Kammerspiel-Thriller ist ein Twistride aller erster Güte, der aus einem simplen Konzept das Optimum an Suspense, Unterhaltung und Wow-Effekt herausholt.

Das startet am 26. Januar 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 26. Januar, an dem derart viele Filme starten, dass man sich nicht wundern braucht, wenn sich die Produktionen ihre Zuschauer wegnehmen. Für Award-Verfolger gibt’s „Jackie“ und „Hacksaw Ridge“, Liebhaber des schaurigen Kinos haben die Wahl zwischen „Split“ und „Resident Evil“, als Familie geht man am besten in „Monster Trucks“ oder „Wendy – Der Film“ und der Rest ist mit „Mein Blind Date mit dem Leben“ ganz gut bedient. Was die einzelnen Filme genau können, lest Ihr hier. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JACKIE | Regie: Pablo Lorraín | CHL/FR/USA 2016

Jackie

Sie ist eine First Lady wie aus dem Märchen: elegant, kultiviert, populär. Und schon zu Lebzeiten eine Legende. Als Präsidentengattin verwandelt sie das Weiße Haus in einen glamourösen Ort, an dem sich die High Society trifft. Das ist schlagartig vorbei, als Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas erschossen wird. Es ist eines der prägendsten Ereignisse der US-amerikanischen Politgeschichte. Seine liebende Ehefrau und nun Witwe Jackie Kennedy (Natalie Portman) verliert alles – ihre Liebe, ihre Aufgabe, ihr glitzerndes Leben. Geschockt und traumatisiert durchlebt sie die folgenden Tage, ergreift aber bald die Initiative und kümmert sich gegen alle Widerstände um das Vermächtnis ihres Mannes. Koste es, was es wolle… 5 von 5

„Jackie“ ist der Film, den die ambivalente Person Jacqueline Kennedys verdient hat. Ein düster-elegantes Meisterwerk, das ganz tief in die Seele eines Menschen blickt, der gerade seine dunkelsten Stunden durchlebt. Damit präsentiert Pablo Larraín ein Biopic-Drama im Gewand eines Horrorfilms. Überragend!


SPLIT | Regie: M. Night Shyamalan | USA 2016
Split

Das Leben von drei Mädchen wird zum grauenvollen Alptraum, als sie von einem unheimlichen Mann brutal gekidnappt und verschleppt werden. Der Entführer (James McAvoy) entpuppt sich als gefährlicher Psychotiker mit multipler Persönlichkeitsstörung. 23 verschiedene Wesen lauern im Innern des Wahnsinnigen, bestimmen wechselweise sein Verhalten und sorgen mit Psychoterror für blankes Entsetzen unter den geschockten Teenagern. Während die hilflosen Mädchen verzweifelt nach einer Möglichkeit zur Flucht aus ihrem düsteren Verlies suchen, ringt der schaurige Besessene mit seinen inneren Dämonen – bis eine Grauen erregende Inkarnation des Bösen vollständig Besitz von ihm ergreift, die sich „die Bestie“ nennt…
4 von 5

Auch wenn sich M. Night Shyamalan mit der ein wenig zu eindeutigen Auflösung selbst den Wind aus den Segeln nimmt, ist „Split“ ein über weite Strecken hochspannendes, gewitztes Spiel mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, das mit einem spektakulär guten James McAvoy und einer nicht weniger ausdrucksstarken Anya Taylor-Joy zwei brillante Kino-Duellanten gefunden hat.


MONSTER TRUCKS |  Regie: Chris Wedge | USA 2016
Monster Trucks

Tripp kann es kaum erwarten, sein langweiliges Kleinstadtleben nach seinem Highschool-Abschluss endlich hinter sich zu lassen. Um diesem Ziel schnellstmöglich näher zu kommen, baut er sich aus lauter Einzelteilen schrottreifer Autos einen coolen Truck zusammen. Doch so richtig in Fahrt kommt die alte Kiste erst, als sich dort eine merkwürdige Kreatur einnistet, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Und genau wie Tripp hat das freche Monster ein Faible für große und schnelle Autos! Nach einem zögerlichen Kennenlernen drehen die beiden so richtig auf und machen ihrem Lieblings-Truck ordentlich Feuer unter der Haube! Doch die Existenz von Tripps neuem, einzigartigem Freund bleibt nicht lange geheim und nicht jeder meint es gut mit ihm. Kann Tripp seinen neuen Buddy mit Unterstützung seiner Freunde Meredith und Sam beschützen? 3 von 5

Ja, „Monster Trucks“ ist absolut hanebüchen. Aber „Monster Trucks“ ist auch absolut liebenswert, witzig, charmant und leidet nur hier und da unter einer der technischen Ausführung inne wohnenden Schludrigkeit. Dem Spaß am schleimigen Schabernack tut das allerdings überhaupt keinen Abbruch.


MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN | Regie: Marc Rothemund | DE 2017
Mein Blind Date mit dem Leben

Eine aufregende Karriere im Luxus-Hotel – das ist der langgehegte Traum von Saliya! Doch für jemanden, der fast blind ist, könnte nichts unwahrscheinlicher sein: Aber seinen Traum aufzugeben, kommt nicht in Frage, und so schickt Saliya eine Bewerbung an ein 5-Sterne-Hotel – ohne sein Handicap zu erwähnen. Überraschenderweise funktioniert der Bluff aber tatsächlich und er bekommt eine Stelle in einem Luxus-Hotel in München. Niemand ahnt etwas von seinem Geheimnis, nur sein Freund Max erkennt bald, was es mit Saliya auf sich hat und hilft ihm, jede noch so schwierige Lage zu bewältigen. Wenn alle anderen Feierabend machen, übt Saliya bis in die Nacht die für seine Kollegen einfachsten Handgriffe, bis er sie „blind“ beherrscht. Doch als er sich in Laura verliebt scheint alles aus den Fugen zu geraten.
3 von 5

Zugunsten eines leichtfüßigen Filmerlebnisses spart „Mein Blind Date mit dem Leben“ die dunkelsten Momente im Leben von Saliya Kahawatte aus. Wem das einer Verwässerung gleichkommt, der mag vielleicht gar nicht so falsch liegen, doch das alles in allem wirklich positiv verlaufene Schicksal eines ohnehin lebensfrohen Menschen als Feel-Good-Film zu inszenieren, ist wahrlich kein Verbrechen. Marc Rothemunds Film wirklich fein geworden.


RESIDENT EVIL: THE FINAL CHAPTER |  Regie: Paul W. S. Anderson | DE/AUS/KAN/FR 2016

Resident Evil: The Final Chapter

Zum vielleicht letzten Mal begibt sich Kampfamazone Alice (Milla Jovovich) zurück zu den Ursprüngen des T-Virus nach Raccoon City, um die Infektion ein für allemal zu stoppen. Nach einer vernichtenden Niederlage in Washington D.C. und dem Untergang ihrer persönlichen Armee bekommt sie eine letzte Chance, die Menschheit vor der letzten Phase im Plan der Umbrella Corporation zu bewahren. In Raccoon City angekommen, tut Alice sich mit einer neuen Gruppe Überlebender zusammen – einigen der letzten Widerständler gegen die Zombieapokalypse. Unter diesen Rebellen befindet sich neben Anführer Doc (Eoin Macken) und dessen rechter Hand Michael (Fraser James) auch Claire Redfield (Ali Larter). Claire klammert sich an die Hoffnung, gemeinsam mit ihren Weggefährten endlich Frieden zu finden. 3 von 5

„Resident Evil: The Final Chapter“ bietet als (vielleicht) letzter Teil der beliebten Actionhorror-Reihe grundsolides Genrekino, das mit visuellem Bombast und kurzweiligen Konflikten sein Soll erfüllt. Schade. Denn gerade für einen Franchise-Abschluss dürfte die Filmqualität gern über „business as usual“ hinaus gehen.


HACKSAW RIDGE – DIE ENTSCHEIDUNG | Regie: Mel Gibson | AUS/USA 2016

Hacksaw Ridge

Der Zweite Weltkrieg im Frühling 1945: Während des Kampfes um die japanische Insel Okinawa sticht ein einziger Mann aus der Masse der US-Soldaten heraus. Der Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss (Andrew Garfield) riskiert alles und kämpft unbewaffnet bis zur völligen Erschöpfung für das Leben seiner verwundeten Kameraden. Was später als Heldentat belohnt werden soll, beschert Desmond Doss zunächst großes Misstrauen und Verachtung in den eigenen Reihen. Dennoch setzt er sich unerschrocken für seine Prinzipien ein, erarbeitet sich nach und nach den Respekt seiner Kumpanen und rettet in der entscheidenden Schlacht unzähligen Männern das Leben. Auch wenn das bedeuten könnte, dass er sein eigenes für die Kameraden lassen muss…  2 von 5

Mel Gibsons Intention hinter „Hacksaw Ridge“ ist eine ehrenwerte – die übermenschlichen Leistungen Desmond Doss‘ verdienen gewiss einen Film. Doch diesen nicht. Gibsons kruder Mix aus Kriegs-Splatter und Kitsch-Romanze geht angesichts des provozierten Emotionen-Overkills und der befremdlichen Message vollkommen baden.


WENDY – DER FILM | Regie: Dagmar Seume | DE 2017

Wendy - Der Film

Die zwölfjährige Wendy ist gar nicht begeistert. Sie soll mit ihren Eltern Gunnar und Heike die kompletten Sommerferien auf Rosenborg verbringen. Der runtergekommene Reiterhof, den Wendys Oma Herta nach dem Tod ihres Mannes allein betreibt, steht in direkter Konkurrenz zum modernen Reitstall St. Georg. Dieser gehört der geschäftstüchtigen Ulrike, deren Tochter Vanessa erst bei Turnieren gewinnen kann, seit Wendy mit dem Reiten aufgehört hat. Denn Wendy ist seit einem Reitunfall nie wieder auf ein Pferd gestiegen. Doch kaum am Ferienort angekommen, läuft ihr das verwundete Pferd Dixie über den Weg. Es ist dem Metzger Röttgers ausgebüxt und scheint nun Wendys Nähe zu suchen. Zwischen den beiden Einzelgängern entwickelt sich eine Freundschaft, die nicht nur Wendys Leben für immer verändern wird…2 von 5

„Wendy – Der Film“ kommt an den zeitlosen Charme der vielen Vorlagen nicht heran und ist daher nur ein x-beliebiger Pferde-Mädchen-Film, der dann auch nicht mit überraschend wenig Pferden und weitestgehend farblosen Figuren bestückt ist.


KUNDSCHAFTER DES FRIEDENS | Regie: Robert Thalheim | DE/ESP 2017

Kundschafter des Friedens

Jochen Falk (Henry Hübchen) lässt sich seine Überraschung nicht anmerken, als ihn der BND zu einem Gespräch bittet. Als ehemaliger DDR-Spion hat er nur Verachtung für die „Amateurtruppe“ übrig, vor allem, nachdem er vor über 30 Jahren vom West-Agenten Frank Kern (Jürgen Prochnow) enttarnt wurde. Doch der BND braucht seine Hilfe, um den designierten Präsidenten einer ehemaligen Sowjetrepublik aufzuspüren, der zusammen mit einem BND-Agenten entführt worden ist – und dieser Agent ist ausgerechnet Kern!  Falk sieht seine große Chance gekommen, sich zu rehabilitieren und seine offene Rechnung mit Kern zu begleichen. Er stimmt zu, für den BND nach Katschekistan zu fliegen, allerdings nur unter der Bedingung, den Einsatz mit seinem alten Team durchzuführen – einer Gruppe rüstiger Rentner, die ihren Job aber noch genauso beherrscht wie früher.


SUBURRA | Regie: Stefano Sollima | IT/FR 2015

Suburra

Eine minderjährige Prostituierte stirbt nach einer ausschweifenden Partynacht mit dem Parlaments-Abgeordneten Filippo Malgradi. Als der Plan des Familienvaters, den Vorfall zu vertuschen, durch eine Verkettung tragischer Umstände misslingt, gerät er ins Visier der Mafia. Eine gefährliche Spirale aus Erpressung, Korruption, Gewalt und Mord beginnt sich immer schneller zu drehen, um sich unaufhaltsam tief in das dunkle Herz von Rom zu bohren… Regisseur Stefano Sollima beleuchtet virtuos die Verflechtungen der italienischen Gesellschaft im Schatten von organisiertem Verbrechen, marodem Staat und rücksichtslosen Politikern. „Suburra“ führt als majestätisches Epos zwischen kompromisslosem Thriller und scharfer Gesellschaftskritik die Tradition des italienischen Mafia-Kinos der Siebzigerjahre fort.


DIE FEINE GESELLSCHAFT | Regie: Bruno Dumont | DE/FR 2016

Die feine Gesellschaft

Im Sommer 1910 geht Seltsames vor sich an der französischen Normandieküste. Alljährlich findet sich hier der Landadel ein, denn die Luft ist heilsam und die armen Fischer und verlumpten Muschelsammler sind herrlich pittoresk. Doch dieses Jahr ist etwas anders: zahlreiche Sommerfrischler sind spurlos verschwunden und haben das bizarre Polizistenduo Böswald und Blading auf den Plan gerufen. Schnell deuten die Zeichen auf den Fischer Rohbrecht. Mit seinem kantigen Sohn Lümmel verdient er sich ein Zubrot, indem er wohlhabende Touristen über die ewigen Gewässer befördert. So auch die Töchter der Familie van Peteghem, deren herrschaftliches Anwesen über der Bucht thront. Dabei verlieben sich Lümmel und die schöne Billie van Peteghem und zwingen Distinguierte und Depravierte in einen allzu plötzlichen Familien-Kontakt.


DIE SCHÖNEN TAGE VON ARANJUEZ | Regie: Wim Wenders | FR/DE/PRT 2016

Die schönen Tage von Aranjuez

Ein traumhafter Sommertag. Ein Garten. Eine grün umrankte Veranda. An einem Gartentisch sitzen eine Frau und ein Mann, von Bäumen umgeben, durch die hin und wieder ein sanfter Wind weht. In der weiten Ebene in der Ferne liegt Paris. Ein Zwiegespräch zwischen der Frau und dem Mann, ein Fragen und Antworten. Es geht um Erfahrungen in der Liebe, um die Kindheit, um Erinnerungen, um das Wesen des Sommers und darum, was Männer und Frauen unterscheidet, um weibliche Sicht und männliche Wahrnehmung. Mit Blick auf die Terrasse, die Frau und den Mann sehen wir im Haus dahinter den Schriftsteller, der sich diesen Dialog gerade ausdenkt und ihn auf seiner Schreibmaschine tippt. Oder ist es umgekehrt? Erzählen ihm die beiden, was er dann nur noch zu Papier bringen muss: Einen letzten langen Dialog zwischen Mann und Frau?


Heimkinotipp: DIE GLORREICHEN SIEBEN |  Regie: Antoine Fuqua | USA 16

Die glorreichen Sieben

Das kleine Städtchen Rose Creek steht unter der tödlichen Kontrolle des Geschäftsmanns Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard), der die dortigen Anwohner unterjocht und erpresst. Die verzweifelten Einwohner engagieren daher zu ihrem Schutz sieben Outlaws, Kopfgeldjäger, Spieler und Revolverhelden – Sam Chisolm (Denzel Washington), Josh Farraday (Chris Pratt), Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), Jack Horne (Vincent D’Onofrio), Billy Rocks (Byung-Hun Lee), Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo) und Red Harvest (Martin Sensmeier). Während sie die Stadt mit viel Elan und Hoffnung auf den gewalttätigen Showdown vorbereiten, finden diese sieben Söldner heraus, dass es bei ihrem Kampf nicht nur um Geld geht.
4 von 5

Die glorreichen Sieben“ punktet mit Tempo, Style und tollen Darstellern. In Sachen Brutalität schaltet Antoine Fuqua überraschend auf Sparflamme. Dadurch büßt die Neuauflage des Klassikers jedoch nur bedingt an Sehvergnügen ein. Der energiegeladene Action-Western bietet einen äußerst unterhaltsamen Spagat zwischen traditionellem Genrekino und modernem Blockbuster-Entertainment.

Split

„The Sixth Sense“-Regisseur M. Night Shyamalan meldet sich schon zwei Jahre nach seinem fulminanten Comeback „The Visit“ erneut zurück und bleibt mit SPLIT dem Horrorgenre treu. Sein Psychoschocker erzählt von einem Mann mit 23 verschiedenen Persönlichkeiten. Verstörend oder brillant? Das verrate ich in meiner Kritik.Split

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2015 – Die Plätze 20 bis 11

Vor einigen Tagen eröffnete ich an dieser Stelle meine Jahrescharts 2015. Was sich auf den Plätzen 40 bis 31 sowie 30 bis 21 findet, könnt ihr in den jeweiligen Blog-Beiträgen nachlesen. Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun mit den nächsten zehn Platzierungen weiter. Vorab jedoch ein bisschen Statistik: Ich habe vom 01. Januar bis zum 31. 12. 2015 exakt 231 Kinovorstellungen besucht. Dabei habe ich 204 verschiedene Filme gesehen. 27 mal besuchte ich reguläre Vorführungen, 204 mal waren diese ausschließlich für die Presse. Und 11 Filme habe ich im Kino verpasst und mussten von mir auf DVD oder via Pressestream/-screener nachgeholt werden. Für meine Top 40 zur Auswahl standen insgesamt also 215 verschiedene Kinofilme. Bevor Ihr Euch nun meinen nächsten zehn Platzierungen widmet, kommen an dieser Stelle weitere fünf Filme, denen eine Nennung in dieser Hitliste gebührt, die es jedoch nicht zu einer Platzierung gebracht haben! Knapp ab den Top 40 vorbeigeschrammt sind die 3D-Heistkomödie THE WALK, Woody Allens IRRATIONAL MAN, Steven Spielbergs BRIDGE OF SPIES – DER UNTERHÄNDLER, der irre Actioner FAST & FURIOUS 7 sowie das Horror-Remake POLTERGEIST. Weiterlesen

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