Die Golden Globes 2014: Prognose

BESTER NEBENDARSTELLER:

  • Barkhad Abdi (Captain Phillips)
  • Daniel Brühl (Rush – Alles für den Sieg)
  • Bradley Cooper (American Hustle)
  • Michael Fassbender (12 Years a Slave)
  • Jared Leto (Dallas Buyers Club)

Meine Prognose: Das Feld in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ ist wohl das engste der diesjährigen Awards. Bis auf Bradley Cooper halte ich sämtliche Schauspieler für auszeichnungswürdig, wenn auch manche mehr und manche weniger. Barkhad Abdi funktionierte in „Captain Phillips“ hervorragend im Zusammenspiel mit Tom Hanks. Sollte man Hanks als Besten Hauptdarsteller auszeichnen, gebührt Abdi der Award als Nebendarsteller. Daniel Brühl scheint in diesem Feld zwar nur Außenseiterchancen zu haben, doch wie schon für „Rush“ gilt auch für Brühl, dass die HFPA extravaganten Schauspielleistungen äußerst zugetan ist. Und mit der heutigen Nominierung Brühls für den BAFTA-Award rückt das Ziel „Golden Globe“ noch näher. Michael Fassbender triumphiert in „12 Years a Slave“ – doch der Globe ist immer mal wieder für Überraschungen gut. Neben Brühl gilt meine Aufmerksamkeit jedoch Jared Leto: Seine Darstellung eines aidskranken Transvestiten ist Schauspielkunst allererster Güte.

BESTE REGIE:

  • Alfonso Cuarón (Gravity)
  • Paul Greengrass (Captain Phillips)
  • Steve McQueen (12 Years a Slave)
  • Alexander Payne (Nebraska)
  • David O’Russell (American Hustle)

Meine Prognose: Erneut ist Steve McQueen Frontrunner. Inszenatorisch ist „Gravity“ nicht auszeichnungswürdig, Paul Greengrass hat mit „Captain Phillips“ ein Meisterwerk abgelegt, wird sich gegen McQueen jedoch schwer tun. Alexander Payne vermag ich überhaupt nicht einzuschätzen und David O’Russell wird sich an McQueens Sklavendrama ebenfalls die Zähne ausbeißen.

BESTES DREHBUCH:

  • Spike Jonze (Her)
  • Bob Nelson (Nebraska)
  • Jeff Pope, Steve Coogan (Philomena)
  • John Ridley (12 Years a Slave)
  • Eric Warren Singer, David O’Russell (American Hustle)

Meine Prognose: Auch wenn „12 Years a Slave“ der haushohe Favorit der Awardseason 2014 ist, könnte der von mir bislang nicht bedachte „American Hustle“ ausgerechnet in der Drehbuchkategorie seinen Triumph finden. Das Autorenduo hat auf perfektionistische Weise eine ausgeklügelte sowie unterhaltsame Geschichte zu Papier gebracht und diese schließlich perfekt umgesetzt. Doch auch beim Besten Drehbuch sollte man sich vor Spike Jonze und seiner etwas anderen Liebegeschichte „Her“ in Acht nehmen.

BESTE FILMMUSIK:

  • Alex Ebert (All is Lost)
  • Alex Heffes (Mandela – Der lange Weg zur Freiheit)
  • Steve Price (Gravity)
  • John Williams (Die Bücherdiebin)
  • Hans Zimmer (12 Years a Slave)

Meine Prognose: Zweimal kommt der Filmmusik in dieser Kategorie eine besondere Rolle zu. In „All is Lost“ trägt sie mehr zum Geschehen bei als alles andere: Der Fast-Stummfilm lebt neben der Aktion von Robert Redford lediglich von Musik und Geräuschen. Eine gute Ausgangslage. Selbiges gilt für Steve Prices Score zu „Gravity“, in welchem die Musik die Geräusche im schallleeren Weltraum imitierte. Somit prognostiziere ich einen Sieg für Steve Price: Seine Arbeit ist Weltklasse.

BESTER FILMSONG:

  • „Atlas“ (Die Tribute von Panem – Catching Fire)
  • „Let it Go“ (Die Eiskönigin)
  • „Ordinary Love“ (Mandela – Der lange Weg zur Freiheit)
  • „Please Mr. Kennedy“ (Inside Llewyn Davis)
  • Sweeter than Fiction (One Chance – Einmal im Leben)

Meine Prognose: „Let it Go“ sowie die dazugehörige Filmsequenz aus „Die Eiskönigin“ gelten als eines der besten Erzeugnisse innerhalb des Disney-Meisterwerke-Kanons. Somit fällt die Wahl auf den Favoriten nicht schwer. Dennoch sei an dieser Stelle erwähnt, dass es „Please Mr. Kennedy“ als humorvoll-amüsante Songimprovisation innerhalb von „Inside Llewyn Davis“ immerhin zum Sieger der Herzen gekürt werden sollte.

 

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