Die Golden Globes 2014: Prognose

Am Sonntag, den 12. Januar 2014 geht es in der Award-Saison 2014 einen entscheidenen Schritt voran. Dann nämlich werden im kalifornischen Beverly Hills die 71. Golden Globe Awards verliehen. Als Host fungieren in diesem Jahr Tina Fey („Date Night“) und Amy Poehler („Parcs and Recreation“). Ich wage mich an eine Prognose und bin gespannt, wie richtig ich in diesem Jahr liege.

 

BESTER FILM – DRAMA:

  • 12 Years a Slave (Regie: Steve McQueen)
  • Captain Phillips (Regie: Paul Greengrass)
  • Gravity (Regie: Alfonso Cuarón)
  • Philomena (Regie: Stephen Frears)
  • Rush – Alles für den Sieg (Regie: Ron Howard)

Meine Prognose: „12 Years a Slave“ ist zweifelsohne der Frontrunner in dieser Kategorie und angesichts der momentanen Gesinnung sämtlicher Kritiker sowie Jurymitglieder diverser kleinerer Filmfestivals könnte auch der Globe für das Beste Drama an Steve McQueens Sklavengeschichte gehen. Andererseits haben die Mitglieder der HFPA schon öfter bewiesen, dass sie extravagantere Leistungen ebenso honorieren. „Rush“ könnte also eine minimale Chance auf einen Sieg haben.

BESTE HAUPTDARSTELLERIN – DRAMA:

  • Cate Blanchett (Blue Jasmine)
  • Sandra Bullock (Gravity)
  • Judi Dench (Philomena)
  • Emma Thompson (Saving Mr. Banks)
  • Kate Winslet (Labor Day)

Meine Prognose: Wer noch am ehesten für eine Überraschung in dieser Kategorie sorgen könnte, wäre aller Wahrscheinlichkeit nach Sandra Bullock für ihre vielerorts gelobte Darstellung in Alfonso Cuaróns Weltraumthriller „Gravity“. Doch gegen Cate Blanchetts One-Woman-Show in Woody Allens „Blue Jasmine“ wird auch sie kaum eine Chance haben. Sämtliche Hollywoodinsider haben sich in die blonde Aktrice verliebt und ihre Darstellung einer abgestürzten High-Society-Lady ist so großartig, dass es heute unvorstellbar scheint, dass wer anders ihre Rolle spielt. Blanchett ist die Blue Jasmine.

 

BESTER HAUPTDARSTELLER – DRAMA:

  • Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave)
  • Idris Elba (Mandela – Der lange Weg zur Freiheit)
  • Tom Hanks (Captain Phillips)
  • Matthew McConaughey  (Dallas Buyers Club)
  • Robert Redford (All is Lost)

Meine Prognose: Auch in dieser Kategorie liegt es nah, sich auf Chiwetel Ejiofor als Preisträger zu verlassen. Und seine Chancen dürften gewiss nicht schlecht stehen. Doch die Konkurrenz ist stark. Und sollte „12 Years a Slave“ in der Hauptkategorie „Bester Film“ siegreich sein, könnten sich die Mitglieder der HFPA dazu durchringen, ihr Hauptaugenmerk verstärkt auf die anderen schauspielerischen Leistungen zu legen. In der Rolle des gleichnamigen Kapitäns in „Captain Phillips“ knüpft Tom Hanks an seine Hochphasen an, wie er sie beispielsweise in „Forrest Gump“ hatte. Einziges Problem: Seinen Höhepunkt findet die Darstellung erst innerhalb der letzten 15 Minuten. Sollten die Jurymitglieder diese Passagen zu sehen bekommen, dürfte ein Award so gut wie sicher sein.

BESTER FILM – KOMÖDIE/MUSICAL:

  • American Hustle (Regie: Dave O’Russell)
  • Her (Regie: Spike Jonze)
  • Inside Llewyn Davis (Regie: Joel und Ethan Coen)
  • Nebraska  (Regie: Alexander Payne)
  • The Wolf of Wall Street (Regie: Martin Scorsese)

Meine Prognose: Das Feld ist dicht: „Her“ entwickelte sich zu einem wahren Indie-Film-Hit und Publikumsliebling. Letztere Position nimmt auch „Inside Llewyn Davis“ ein. „The Wolf of Wall Street“ spaltet die Gemüter, dürfte sich somit nicht auf eine einheitliche Wahl zum Besten Film verlassen können. Um „Nebraska“ ist es äußerst still – zumal sich die Zugehörigkeit zum Komödien-Genre mir nicht hunderprozentig erschließt. Zuletzt gewann „American Hustle“ diverse Preise und wurde unter anderem für den Writers Guild Award nominiert. Mit seiner melancholisch-beschwingten Mischung, andauernd von Musik untermalt und mit einem kantigen Sympatling besetzt, tendiere ich in dieser Kategorie zu „Inside Llewyn Davis“.

 

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