Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Zum Blogjubiläum meines geschätzten Kollegen Sidney Schering habe ich mich für ihn an einer Kritik zum neuen Disney-Meisterwerk DIE EISKÖNIGIN versucht. Einen Auszug davon lest Ihr hier, für die ganze Kritik sucht Ihr am besten Sidneys Blog auf. Viel Spaß!

Der Plot

Elsa und ihre Schwester Anna sind zwei glückliche Prinzessinnen-Schwestern. Was Anna, die jüngere der beiden, nicht ahnt: Elsa ist seit ihrer Geburt mit einer gefährlichen Gabe gesegnet. Mit Kraft ihrer Gedanken kann sie ihre Umgebung in Eis verwandeln und diese Kräfte werden mit jedem Tag stärker. Zu Beginn nutzen die beiden Schwestern diese Gabe noch für ihr gemeinsames Spiel, doch nach einem Unfall sorgen die Eltern der Mädchen dafür, dass Anna ihre Erinnerungen an das Geschehene verliert. Elsa verschließt sich vor allem, bis zum Tag ihrer Krönung als Königin. Die Wiedervereinigung der beiden Schwestern an diesem ganz besonderen Tag währt jedoch nicht lange. Im Streit hat Elsa ihre Kräfte schließlich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle und verwandelt das Königreich Arendelle in eine riesige Eiswüste. Im Glaube an das Gute in ihrer Schwester macht Anna sich gemeinsam mit dem raubeinigen Kristoff, dessen verspieltem Rentier Sven und dem tollpatschigen Schneemann Olaf auf, ihre Schwester zu finden. Eine abenteuerliche Reise beginnt.

„Manche Menschen sind es wert, dass man für sie schmilzt!“

Kritik

Selten bekam ein Disneyfilm der letzten Dekaden ein derart positives Feedback wie es dieser Tage „Die Schneekönigin – Völlig unverfroren“ ereilt. Das auf einer Geschichte von Hans Christian Andersen basierende Musicalmärchen, das zu adaptieren sich der Disneykonzern bereits über Jahrzehnte immer wieder vornahm, wird mit Klassikern des Disneykanons wie „Der König der Löwen“ verglichen – und braucht sich dabei keine Sorgen zu machen, dass derartige Entsprechungen einzig und allein einer ausgeklügelten Marketingmasche entstammen. Von Seiten des Storyaufbaus, der Animationsqualität und sämtlicher Figurenzeichnungen kann sich „Frozen“ – so der schlichte Originaltitel – ohne Zweifel an der zeitlosen Geschichte des Löwenkönigs messen. Mehr noch: Gehört der für den Disneykonzern verhältnismäßig komplexe Stoff des „Lion King“ hauptsächlich zu den gefühlvollsten seiner Art, kann „Die Eiskönigin“ gleichsam auf Seiten tiefgehender Emotionen als auch im Humorbereich auftrumpfen. Kurzum: Disneys „Hamlet“-Variation „Der König der Löwen“ bleibt auch weiterhin der zeitlose Klassiker, der er vor Disneys 53. Meisterwerk war. Gleichwohl schafft es mit „Die Eiskönigin“ zum ersten Mal ein Disneybeitrag, am perfekten Image des Films zu kratzen. „Frozen“ bietet optisch heute das, was „Der König der Löwen“ zu Beginn der Neunziger tat. Mit seiner ausgeklügelten, zwischen melancholischer Emotionalität und spritzigem Optimismus balancierenden Geschichte liefert die Story (tief)sinnige Unterhaltung mit Köpfchen, die viele oberflächliche Disneyfilme der letzten Jahre meilenweit in den Schatten stellt. Gleichzeitig bewiesen die Macher eine gehörige Portion Mut – nahmen sich praktisch das Leitmotto ihres eigenen Films zu Herzen und vertrauen darauf, dass das Publikum positiv auf ihre vielschichtig und irgendwie „anders“ gezeichneten Charaktere reagieren wird.

Die komplette Kritik lest ihr hier: Sir Donnerbolds Bagatellen

Und wer lieber hört statt liest, findet hier den Podcast zum Thema: Die Eiskönigin