Schlagwort-Archiv: James Bobin

Das startet am 20. Februar 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 20. Februar, der darunter leidet, dass wir über kaum etwas bereits berichten dürfen. „Fantasy Island“ wurde der Presse gar nicht erst gezeigt und „Ruf der Wildnis“ sowie“The Boy II“ haben noch ein Embargo bis kurz vor ihrem Kinostart. Also müsst ihr euch mit dem Folgenden zufrieden geben: Einer euphorischen Besprechung von „Lassie“ sowie dem Geheimtipp „Bliss“. Hoffentlich reicht euch das vorerst… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

LASSIE | Regie: Hanno Olderdissen  | DE 2020

Der zwölfjährige Flo (Nico Marischka) hat es nicht leicht. Gerade erst ist seine Fmilie mit ihm umgezogen, nachdem sein Vater seinen Job verlor. An der Schule gewöhnt er sich nur schwer ein, wird gehänselt und findet schlecht Anschluss. Als er dann auch noch seine geliebte Hündin Lassie abgeben muss, weil die Vermieterin keinen Hund in der Wohnung duldet bricht für Flo eine Welt zusammen. Auch seine Eltern (Sebastian Bezzel und Anna Maria Mühe) können ihn nicht trösten. Der kluge Vierbeiner kommt in die Obhut des mit Flos Vater befreundeten Grafen von Sprengel (Matthias Habich) und dessen Enkelin Priscilla (Bella Bading). Beide nehmen Lassie mit an die Nordsee, wo sie jedoch schon bald die Flucht ergreift. Für die Hundedame beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland. Eine Reise zurück zu Flo.

Gut gemacht, groß gedacht und mit Freude vorgetragen: Hanno Olderdissens Neuverfilmung des Hunde-Klassikers, „Lassie – Eine abenteuerliche Reise“, ist eine Abenteuerkomödie für die ganze Familie, an der es absolut nichts auszusetzen gibt.


BLISS | Regie: Joe Begos | USA 2019

Dezzy ist freischaffende Künstlerin  – und sie befindet sich in einer Schaffenskrise. Schon seit Monaten hat sie kein Bild mehr zu Ende gemalt, weshalb ihr ihr Manager schon im Nacken sitzt. Allein im Rausch kommt sie mit ihrer Arbeit wenigstens vorwärts – also beschließt sie, es nun allen zu zeigen und in einem Endspurt ihr neustes Werk zu vollenden. Was für ein Glück, dass ihr Dealer-Kumpel Hadrian gerade einen neuen Koksverschnitt anbietet, der eine Mischung aus allen Effekten jeder bekannten Droge verspricht. Dezzy kennt aber keine Zurückhaltung, und so dauert es nicht lange, bis sie Hadrians gut gemeinte Ratschläge, wie Diabolo zu dosieren ist, völlig über Bord wirft. Ebenso schnell verpufft ihre Erinnerung an die letzte Nacht. Aber das ist ihr völlig egal: Das Bild kommt vorwärts, Dezzy fühlt sich wie ein anderer Mensch; irgendetwas in ihr bringt sie zu einer bislang fremden Form der Ekstase…

Laut, siffig, dunstig, bunt, hart und böse: Joe Begos‘ Fantasy-Filmfest-Highlight und Genre-Bastard „Bliss“ ist je nach Sichtweise kunstvoller Schund. Oder sündige Kunst. Aber auf jeden Fall sehenswert für alle, die im Genre auch für abseitige Kunst zu haben sind.


RUF DER WILDNIS | Regie: Chris Sanders  | USA 2020

Bucks glückliches Hundeleben wird vollkommen auf den Kopf gestellt, als er seinem liebevollen Zuhause in Kaliforniern entrissen wird und sich plötzlich in der fremden Wildnis Alaskas zu Zeiten des Goldrauschs wiederfindet. Er wird in ein Rudel von Post-Schlittenhunden unter der Führung eines strengen, aber immer um seine Schützlinge besorgten Postboten gesteckt und muss sich hier erst einmal behaupten. Doch die Zeit im Rudel ist schnell vorbei und er landet in den Händen eines brutalen Hundeführers, unter dessen Obhut er es nicht gut hat. Nachdem Buck einen gefährlichen Befehl verweigert, wird er lebensgefährlich verletzt. Zum Glück findet ihn John Thornton, der Buck wieder aufpäppelt und gesundpflegt. Die beiden werden unzertrennliche Freunde und für Buck beginnt das Abenteuer seines Lebens, bis er schließlich seinen wahren Platz in der Welt findet.

Viel besser als erwartet aber noch immer zu unentschlossen, um richtig gut zu sein: „Ruf der Wildnis“ ist zu kindlich für ein erwachsenes Jack-London-Publikum und zu düster für Kinder. Das bedeutet jedoch nicht, dass einem die Freundschaft zwischen dem vollanimierten Vierbeiner und dem Vollbart tragenden Harrison Ford nicht doch immer wieder zu Herzen geht.


BRAHMS: THE BOY II | Regie: William Brent Bell  | USA 2020

Liza (Katie Holmes) und Sean (Owain Yeoman) bilden gemeinsam mit ihrem Sohn Jude (Christopher Convery) eine glückliche Familie. Bis diese Harmonie eines Tages in ihren Grundfesten erschüttert wird: Mutter und Sohn werden Opfer eines Überfalls, in dessen Folge der Junge von heute auf morgen aufhört, mit seiner Umgebung zu kommunizieren. Ums ich von diesem Trauma zu erholen, zieht die Familie weit weg vom Ort des Grauens und zieht in das Gästehaut des Heelshire Anwesens. Doch keiner von ihnen ahnt, welche Schreckliche Vergangenheit diesen Ort überschattet. Als Jude zur Überraschung seiner Eltern vor Ort einen neuen Freund findet, scheint zunächst alles in Ordnung. Doch bei diesem neuen Freund handelt es sich nicht etwa um einen gleichaltigen Jungen, sondern um Brahms, eine Porzellanpuppe, deren Einfluss auf das jüngste Familienmitglied zunehmend beängstigende Züge annimmt…

Vom Gruselfaktor her steht „Brahms: The Boy II“ seinem mauen Vorgänger in Nichts nach und eignet sich damit hervorragend für Horror-Einsteiger. Wer den ersten Teil allerdings gerade aufgrund seiner durchaus überraschenden Auflösung mochte, wird vom Sequel mehr als enttäuscht. Denn das, was „The Boy“ ausmachte, scheint in „The Boy II“ vergessen.


FANTASY ISLAND | Regie: Jeff Wadlow  | USA 2020

In der Blumhouse-Neuinterpretation „Fantasy Island“ lässt der mysteriöse Mr. Roarke (Michael Peña) die geheimsten Wünsche seiner glücklichen Gäste in einem luxuriösen, aber abgelegenen tropischen Resort wahr werden. Doch als sich ihre Fantasien in Alpträume verwandeln, müssen die Gäste das Geheimnis der Insel lüften, um ihr zu entkommen und das eigene Leben zu retten.

Die Hauptrollen in „Fantasy Island“ spielen Michael Peña („Ant-Man“), Maggie Q („Die Bestimmung“-Reihe), Lucy Hale („Wahrheit oder Pflicht“), Austin Stowell („Battle of the Sexes – Gegen jede Regel“), Jimmy O. Yang („The Happytime Murders“), Portia Doubleday („Her“), Ryan Hansen („Central Intelligence“) und Michael Rooker („Guardians of the Galaxy“-Reihe). Regie führte Jeff Wadlow („Wahrheit oder Pflicht“), der auch mit Chris Roach und Jillian Jacobs das Drehbuch nach der Vorlage von Gene Levitt verfasste.


CRONOFOBIA | Regie: Francesco Rizzi | CH 2018

Suter (Vinicio Marchioni) ist ein mysteriöser, eigenbrötlerischer Mann, permanent in Bewegung und auf der Flucht vor sich selbst. Den Tag über reist er durch die Schweiz, in seinem anonymen weißen Transporter. In der Nacht beobachtet er heimlich das Leben von Anna (Sabine Timoteo), einer rebellischen Frau, die ein großes Trauma zu überwinden versucht. Und die letztlich genau so allein ist wie Suter.

Als die Frau seine Obsession für sie entdeckt, ist sie zunächst unsicher. Doch schon bald entspinnt sich eine eigenwillige Form von Intimität zwischen den beiden, die bald in eine zärtlich-verstörende Beziehung mündet. Aber das zerbrechliche Gleichgewicht ist bedroht von einem dunklen Geheimnis. Denn beide haben einander nicht von Anfang an die Wahrheit über sich erzählt…


Heimkinotipp: DORA UND DIE GOLDENE STADT | Regie: James Bobin  | USA/MEX/AUS 2019

Wohlbehütet wächst die kleine Dora bei ihren Entdecker-Eltern Cole und Elena im Dschungel auf. Als Teenagerin treibt es Dora schließlich in die Großstadt. An der Seite ihres Cousins Diego lernt sie die Gepflogenheiten an einer ganz normalen High School kennen, stößt ihrer Mitschüler mit ihrer offenen und herzlichen Art aber auch immer wieder vor den Kopf. Schon bald fühlt sich Dora gar nicht mehr so wohl in ihrer Haut und möchte am liebsten in den Dschungel zurück. Ein Ausflug in ein Museum soll die gewünschte Abwechslung bringen, doch vor Ort werden Dora, Diego und zwei weitere Mitschüler entführt. In den Dschungel. In die Nähe des Entdeckercamps ihrer Eltern. Zwar können sich die Teenager befreien und auch ihren geliebten Affen Boots findet Dora schnell wieder. Doch die Ganoven scheinen mit den Kids etwas Besonderes vorzuhaben.

Die Zeichentrickserienverfilmung „Dora und die goldene Stadt“ ist ein rundum gelungenes Dschungel-Abenteuer, das für die Kleinen Slapstick und wohldosiertes „Jumanji“-Flair bereithält und die Erwachsenen mit viel, viel Meta-Humor verzückt, da Regisseur James Bobin ganz genau weiß, was für einen Film er hier inszeniert hat.

Das startet am 10. Oktober 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 10. Oktober, an dem sich Augen auf dem „Joker“ konzentrieren. Es wird interessant sein, zu sehen, ob der Film auch die breite Masse abholen kann, oder ob er in den Programmkinos womöglich sogar erfolgreicher abschneidet als in den Multiplexen. Auch die Romanverfilmung „Dem Horizont so nah“ könnte sich aufgrund der erfolgreichen Vorlage und in Ermangelung an Genre-Konkurrenz als erfolgreich erweisen. Das genaue Gegenteil gilt derweil für die beiden „Intrigo“-Filme. Die Teile zwei und drei der 2018 gestarteten Trilogie kommen am kommenden Donnerstag – also am selben Tag – in die Kinos. Da besteht wohl gar kein Vertrauen mehr ins Projekt… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JOKER | Regie: Todd Phillips | USA 2019

Arthur Fleck lebt allein mit seiner kranken Mutter in einer dreckigen Wohnung mitten im brodelnden Gotham. Er nimmt selbst über ein halbes Dutzend Medikamente und leidet an einer neurologischen Störung, die es ihm unmöglich macht, zu lachen. Arthur versucht verzweifelt, in dieser zerrütteten Gesellschaft seinen Weg zu finden. Sehnsüchtig danach, das Glück auf seine Seite zu ziehen, versucht er sich als Stand-Up-Comedian. Doch schnell findet er heraus, dass jeder Scherz stets auf seine Kosten zu gehen scheint. Schon bald sieht sich Arthur gefangen in einer Abwärtsspirale aus Gleichgültigkeit und Grausamkeit und letztlich Verrat – er trifft eine Fehlentscheidung nach der anderen, die zu einer verhängnisvollen Kettenreaktion von eskalierenden Ereignissen führen.

Setzt ein Lächeln auf – „Joker“ ist ein Meisterwerk! Todd Phillips vermischt inszenatorische Akribie mit erzählerischer Anarchie und liefert nicht nur einen begeisternden Joaquin Phoenix in der Rolle des Joker, sondern auch einen Blick auf die Gesellschaft, der traurig, wütend und vor allem sprachlos macht.


DEM HORIZONT SO NAH | Regie: Tim Trachte | DE 2019

Als Jessica (Luna Wedler) das Männermodel Danny (Jannik Schümann) zum ersten Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass dieser um keinen coolen Spruch verlegene Macho einmal die Liebe ihres Lebens sein wird. Als würde das Schicksal die beiden zusammenführen wollen, treffen sie sich schon kurze Zeit später unter wenig romantischen Umständen wieder und verabreden sich prompt. Als Danny Jessica ein paar Tage später mit der Limousine abholt und die junge Frau in ein Luxus-Restaurant einlädt, ahnt sie, dass Danny und sie eigentlich in zwei völlig verschiedenen Welten leben. Doch die beiden verlieben sich ineinander, obwohl Danny Jessica schnell zu verstehen gibt, dass die beiden nie glücklich sein werden. Der Grund: Danny ist schwer krank und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch sein früher Tod Gewissheit sein wird. Für Jessica ist diese Nachricht ein Schock. Aber kein Grund, sich nicht weiterhin mit ihm zu treffen…

Obwohl die dramatisch-romantische Romanverfilmung „Dem Horizont so nah“ im letzten Drittel unnötig gehetzt wirkt, gefällt der überwiegende Teil aufgrund des herzzereißenden Spiels der beiden Protagonisten sowie einer Geschichte, die insbesondere durch den Mut überzeugt, schwere Themen aufzugreifen, mit denen eine angenehme Konsequenz einhergeht.


DORA UND DIE GOLDENE STADT | Regie: James Bobin  | USA/MEX/AUS 2019

Wohlbehütet wächst die kleine Dora bei ihren Entdecker-Eltern Cole und Elena im Dschungel auf. Als Teenagerin treibt es Dora schließlich in die Großstadt. An der Seite ihres Cousins Diego lernt sie die Gepflogenheiten an einer ganz normalen High School kennen, stößt ihrer Mitschüler mit ihrer offenen und herzlichen Art aber auch immer wieder vor den Kopf. Schon bald fühlt sich Dora gar nicht mehr so wohl in ihrer Haut und möchte am liebsten in den Dschungel zurück. Ein Ausflug in ein Museum soll die gewünschte Abwechslung bringen, doch vor Ort werden Dora, Diego und zwei weitere Mitschüler entführt. In den Dschungel. In die Nähe des Entdeckercamps ihrer Eltern. Zwar können sich die Teenager schnell befreien und auch ihren geliebten Affen Boots findet Dora schnell wieder. Doch die Ganoven scheinen mit den Kids etwas ganz Besonderes vorzuhaben.

Die Zeichentrickserienverfilmung „Dora und die goldene Stadt“ ist ein rundum gelungenes Dschungel-Abenteuer, das für die Kleinen Slapstick und wohldosiertes „Jumanji“-Flair bereithält und die Erwachsenen mit viel, viel Meta-Humor verzückt, da Regisseur James Bobin ganz genau weiß, was für einen Film er hier inszeniert hat.


RONNY & KLAID | Regie: Erkan Acar | DE 2018

Die Berliner Buddys Ronny (Franz Dinda) und Khalid (Sahin Eryilmaz), genannt Klaid, versuchen mit ihrem Kiez-Kiosk über die Runden zu kommen. Während sich Ronny Hals über Kopf in die Tochter des lokalen Mafiabosses verliebt, verliert Klaid ein Vermögen an dessen Roulette-Tisch. Den beiden bleibt nur eine Woche, um das Geld aufzutreiben und die Gangster zu bezahlen. Auf einer Website lesen sie, dass jeder zehnte Deutsche Millionär ist. Klare Sache: Es müssen also nur die nächsten zehn Späti-Kunden entführt werden, irgendein Millionär wird schon dabei sein. Klingt nach einem (fast) perfekten Plan, den die beiden Buddies alsbald in die Tat umsetzen wollen. Doch das willkürliche Entführen vieler verschiedener Leute bringt so seine Tücken mit. Und da ist das Herankommen an den Star-Regisseur Fatih Akin (als er selbst) noch das geringste Problem…

Den vorwiegend aus Slapstick und albernem Wortwitz bestehenden Humor in „Ronny & Klaid“ muss man mögen, denn der Film besteht zu einem Großteil aus genau diesen Komponenten. Doch Regisseur Erkan Acar und sein leidenschaftliches Ensemble präsentieren all diesen Quatsch mit so einer Passion und Spaß an der Freud, dass das Endergebnis einfach restlos sympathisch ist.


47 METERS DOWN: UNCAGED | Regie: Johannes Roberts | UK/USA/DOM 2019

Eigentlich kommen die Teenagerinnen Nicole (Sistine Rose Stallone), Sasha (Corinne Foxx), Alexa (Brianne Tju) und Mia (Sophie Nélisse) gar nicht gut miteinander aus. Doch dann entdecken sie bei einem gemeinsamen Tauchgang eine versunkene Maya-Stadt. Doch ihr Staunen über die unerforschten Ruinen bleibt ihnen im Halse stecken und der Tauchgang wird zum Horror-Trip! Denn die Unterwasser-Stadt entpuppt sich als Jagdgebiet riesiger Weißer Haie mit Killerinstinkt. Ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem größten Schrecken des Ozeans beginnt. Während die Sauerstoffversorgung immer knapper wird, müssen sich Nicole, Sasha, Alexa und Mia aus dem Unterwasserlabyrinth voll enger Höhlen und unheimlicher Tunnel einen Weg aus ihrer Unterwasser-Hölle suchen. Ein Wettlauf mit der Zeit und ein atemloser Überlebenskampf beginnt…

Unter Wasser nichts Neues – „47 Meters Down: Uncaged“ variiert zwar die Prämisse des Vorgängers, geht allerdings sonst keinerlei Risiko ein. Inszenatorisch kann der Hai-Horrorfilm allerdings durchaus überzeugen. Vor allem deshalb, weil das Setting der versunkenen Inka-Stadt hier perfekt zur Geltung kommt.


INTRIGO: SAMARIA | Regie: Daniel Alfredson | SWE/USA/DE 2019

Paula Polanski (Phoebe Fox) ist eine aufstrebende Dokumentarfilmerin, die vom Oscar träumt und deren jüngstes Werk erst kürzlich bei Arte zu sehen war. Eines Tages trifft sie durch Zufall auf ihren ehemaligen Aushilfslehrer Henry (Andrew Buchan) wieder und hat ihm Einiges zu erzählen. Vor zehn Jahren hatte dieser Phoebes Klasse unterrichtet und wurde dabei indirekter Zeuge eines schlimmen Gewaltverbrechens. Die talentierte Schülerin Vera Kall (Millie Brady) war von einem Tag auf den anderen nicht mehr zum Unterricht erschienen. Wenige Wochen später wurde ihr gewalttätiger Vater wegen Mordes verhaftet. Veras Leiche wurde nie gefunden. Paula sieht in dem Fall ein Thema für ihren nächsten Film und bittet Henry, ihr bei der Umsetzung zu helfen. Zunächst ist dieser skeptisch. Doch Paula kann ihn davon überzeugen, dass hinter dem Mordfall Vera Kall mehr steckt als nur eine Familientragödie…

Ins Kino gehen muss man für „Intrigo: Samaria“ nicht unbedingt. Dafür ist der Look zu fernsehesk und die Handlung viel zu vorhersehbar. Doch Liebhaber des betagten Krimikinos werden hieran sicher ihren Spaß haben.


INTRIGO: IN LIEBE, AGNES | Regie: Daniel Alfredson | SWE/USA/DE 2019

Agnes (Carla Juri) ist seit Kurzem verwitwet und lebt noch allein mit ihren beiden Hunden in dem großen Anwesen ihres verstorbenen Gatten. Ihr Stiefsohn und dessen Freundin wollen ihr allerdings zu Leibe rücken und das Haus verkaufen, sofern Agnes ihnen ihren Anteil des Erbes nicht ausbezahlen kann. Agnes benötigt also dringend Geld. Und eventuell kann ihr eine Freundin aus vergangenen Tagen weiterhelfen. Henny (Gemma Chan) realisiert die Not der jungen Frau nämlich und macht Agnes ein Angebot: Sie soll Hennys Ehemann umbringen und würde dafür ausreichend Geld bekommen, um das Haus zu behalten. Agnes ist zunächst verstört von dieser Anfrage, realisiert allerdings nach und nach, dass sie für den unverhofften Geldsegen empfänglicher ist, als gedacht. Henny erklärt ihr ganz genau, wie sie sich den Tod ihres Gatten vorstellt und gemeinsam schmieden die Frauen ein perfides Mordkomplott…

Im dritten Anlauf (und zweiten innerhalb von nur einer Woche) ermüdet das ewig gleiche Schema der „Intrigo“-Filme nun so langsam, doch wer die Filme bisher mochte, den wird auch Teil drei nicht enttäuschen, da sich Daniel Alfredson sehr an seine selbst auferlegten Formeln hält.


FRITZI: EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE | Regie: Ralf Kukula, Matthias Bruhn | DE/LUX/BEL/CZE 2019

Leipzig, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien mit ihrer Mutter nach Ungarn gefahren ist. Doch zum Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert.

Detailgetreu, authentisch und mit sicherem Gespür für Atmosphäre schildert der bewegende Animationsfilm die Revolution im Herbst 1989 aus dem Blickwinkel eines Kindes. Eine spannende und unterhaltsame Wendegeschichte über die Kraft und den Mut, die Geschichte zu verändern, die nicht nur junge Zuschauer berühren wird.


DER GLANZ DER UNSICHTBAREN | Regie: Louis-Julien Petit | FR 2018

Lady Di, Edith Piaf, Salma Hayek, Brigitte Macron: Die meisten der Besucherinnen des Tageszentrums für wohnungslose Frauen L’Envol nennen sich nach prominenten Vorbildern, um möglichst anonym zu bleiben. Doch das L’Envol, einziger Ankerpunkt ihres prekären Alltags, steht vor der Schließung – nicht effektiv genug, hat die Stadtverwaltung beschlossen. Drei Monate bleiben den Sozialarbeiterinnen Manu (Corinne Masiero), Audrey (Audrey Lamy), Hélène (Noémie Lvovsky) und Angélique (Déborah Lukumuena), um ihren Schützlingen wieder auf die Beine zu helfen. Und die ziehen kräftig mit. Nachdem die Stadt auch noch ein Zeltcamp am Sportplatz räumen lässt, wird das L’Envol zur heimlichen Unterkunft, in der Betreuerinnen und Betreute mit ungeahntem Schwung ganz eigene Wege und Methoden zur Reintegration entwickeln. Tricks, Schwindeleien, alte und neue Freunde: Von jetzt an sind alle Mittel erlaubt …


Heimkinotipp: ROCKETMAN | Regie: Dexter Fletcher | UK/USA 2019

Mitte der 1960er-Jahre: Reginald Dwight ist ein ganz normaler Junge in einem Vorort von London, ein bisschen dick, viel zu schüchtern – nur am Klavier fühlt er sich wirklich wohl. Doch als er nach London kommt, kann er endlich seine wahre Leidenschaft ausleben: den Rock ’n’ Roll. Er trifft den Texter Bernie Taupi und erregt schnell Aufmerksamkeit in der Londoner Szene. Nur der Name passt noch nicht: Erst als Reginald sich in Elton John umbenennt, steht seinem raketengleichen Aufstieg nichts mehr im Weg, denn auf der Bühne verwandelt sich der schüchterne Reggie in einen außergewöhnlichen Rocksänger. In kürzester Zeit schießt Elton John ganz nach oben in die Charts, schreibt einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen und trägt immer wildere Kostüme und Brillen. Doch wer steil aufsteigt, kann auch tief fallen…

Regisseur Dexter Fletcher inszeniert den Aufstieg und Fall des Weltmusikers Elton John als gleichermaßen melancholisches wie fetziges Musical-Biopic, für das er die widersprüchlichen Attribute seines ebenso schillernden wie tragischen Helden bemerkenswert stimmig unter einen Hut bekommt.

Dora und die goldene Stadt

Basierend auf der erfolgreichen Kinder-Zeichentrickserie „Dora the Explorer“ kommt von Regisseur James Bobin nun der gleichnamige Realfilm ins Kino. Und der erinnert an eine wilde Mischung aus „Jumanji“, „High School Musical“ und ist dabei durch und durch ein Bobin-Film, der sich stets darüber bewusst ist, ein Film zu sein. Mehr zu DORA UND DIE GOLDENE STADT verraten wir in unserer Kritik.

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Verlosung: Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln

Sechs Jahre nach dem Megaerfolg „Alice im Wunderland“ ist mit ALICE IM WUNDERLAND: HINTER DEN SPIEGELN in diesem Jahr eine Fortsetzung erschienen, die recht ordentlich mit dem Vorgänger mithalten konnte. Zum Heimkinostart am 20. Oktober verlose ich in Kooperation mit Walt Disney Home Entertainment zwei coole Fanpakete, bestehend aus je der DVD oder Blu-ray plus Poster, Stofftasche, Notizbuch und Schlüsselanhänger im „Alice“-Design. Was ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska) hat drei Jahre damit zugebracht, ihren Traum zu leben und die sieben Weltmeere als Kapitän ihres eigenen Schiffs zu bereisen. Bei ihrer Rückkehr nach London entdeckt sie, dass sich zwar viel geändert hat, die antiquierten Ansichten über die Rolle der Frau in der Gesellschaft aber unverändert sind. Während eines Empfangs bei Lord Ascot wird Alice von ihren Gefühlen übermannt und verlässt fluchtartig die Veranstaltung. Draußen sieht sie Absolem (Alan Rickman). Er ist mittlerweile ein prächtiger Monarchfalter und führt Alice zu einem magischen Spiegel, durch den sie in das fantastische Reich von Unterland zurückkehren kann. Dort trifft sie alle ihre alten Freunde: das Weiße Kaninchen (Michael Sheen), die Grinsekatze (Stephen Fry), die Haselmaus (Barbara Windsor), den Märzhasen (Paul Whitehouse), Diedeldum und Diedeldei (Matt Lucas) und den Verrückten Hutmacher (Johnny Depp), der unglücklicherweise nicht ganz er selbst zu sein scheint. Der Hutmacher hat sein Mehrsein verloren, als er herausfindet, dass seine verloren geglaubte Familie immer noch lebt. Um ihn zu retten, schickt Mirana (Anne Hathaway) Alice los, die Zeit (Sacha Baron Cohen) selbst zu finden – eine eigenartige Kreatur, halb Mensch, halb Uhr, die in einem Nichts an Unendlichkeit lebt und die Chronosphäre besitzt – eine weiße Metallkugel im Inneren der Großen Uhr, von der alle Zeit ausgeht. Mit ihrer Hilfe kann Alice eine Reise in die Vergangenheit antreten, um die Familie des Hutmachers zu retten…

Inhaltlich kann „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ nicht mit der kreativen Umsetzung mithalten. Doch als packendes 3D-Erlebnis steckt die Fortsetzung des 2010er-Kassenschlagers ihren Vorgänger locker in die Tasche. Eine insgesamt recht runde Sache.

Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln

Ihr wollt euch „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn!

Nach Teilnahmeschluss am 6. November 2016 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren die Gewinner aus und schreibe sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Nach Abschluss der Verlosung werden alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Das startet am 26. Mai 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 26. Mai. Der größte Neustart dieser Woche ist gar nicht so genau festzumachen. Vom Staraufgebot nehmen sich Jodie Fosters „Money Monster“ und James Bobins „Alice im Wunderland“-Fortsetzung „Hinter den Spiegeln“ nichts, doch es ist gerade angesichts des tollen Sommerwetters in Deutschland schwer abzusehen, wie stark diese beiden Filme aus den Startlöchern kommen. Da gegen wird es die kleine Musikerkomödie „Sing Street“ erst recht schwer haben, auch wenn wir es beim neuen Film von John Carney mit dem stärksten Film dieser Woche zu tun haben. Und dann wäre da natürlich auch noch „Warcraft: The Beginning“, dem bereits einige Gaming-Fans entgegen fiebern. Ob sich die Community hier am Ende durchsetzen wird, ist eine spannende Frage. Wie gelungen der Film geworden ist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt übrigens noch nicht verraten. „Warcraft: The Beginning“ urde der Presse bislang noch nicht gezeigt. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MONEY MONSTER | Regie: Jodie Foster | USA 2016

Money Monster

Der TV-Moderator Lee Gates hat es durch seine erfolgreiche Finanzshow im Fernsehen zu einiger Berühmtheit gebracht. Er genießt den Ruf, das Geldgenie der Wall Street zu sein. Doch nachdem er seinen Zuschauern eine High-Tech-Aktie der Firma Ibis empfohlen hat, deren Kurs anschließend auf mysteriöse Weise abstürzt, nimmt ein wütender Investor Gates, seine Crew und seine Star-Produzentin Patty Fenn Live on Air als Geisel. Verzweifelt versuchen Gates und Fenn, am Leben zu bleiben und gleichzeitig die Wahrheit hinter einem Netz aus Lügen rund um das „große Geld“ aufzudecken. Doch mit jeder Minute wird der bewaffnete Verbrecher ungeduldiger, der die Sprengstoffweste um Gates Körper mit einem Knopfdruck zum Explodieren bringen könnte. Rund um den Globus verfolgen die Zuschauer an den Fernsehgeräten das Geschehen live im Studio.
4 von 5

Trotz kleiner erzählerischer Schwächen ist „Money Monster“ ein äußerst kurzweiliges Vergnügen, dass adrenalingeladene Thrillerspannung mit dem bissigen Charme einer Finanzsatire zu verbinden weiß. Abgerundet wird dieses Filmerlebnis von den äußerst sehenswerten Darstellerleistungen von George Clooney, Julia Roberts und Jack O’Connell.


SING STREET | Regie: John Carney | IRL/UK/USA 2016

Sing Street

Irland in den Achtzigern. Vor dem Hintergrund von Rezession und Arbeitslosigkeit wächst der jugendliche Conor (Ferdia Welsh-Peelo) in Dublin auf. Als Außenseiter in der Schule gebrandmarkt, flieht er in die Welt der Popmusik und träumt nebenbei von der unerreichbaren, schönen Raphina (Lucy Boynton). Seine Idee: Er lädt Raphina ein, im Musikvideo seiner Band aufzutreten. Sein Problem: Er hat gar keine Band, kann noch nicht mal ein Instrument spielen. Aber sein Plan darf auf keinen Fall scheitern. Also gründet er mit ein paar Jungs aus der Nachbarschaft, , allesamt Außenseiter aber voller Passion für die Musik, kurzerhand eine Band und voller Leidenschaft schreiben sie ihre ersten Songs. Es soll ein Sommer werden, den keiner von ihnen vergessen wird. Auch wenn die Liebe zwischen Conor und Raphina unter keinem guten Stern steht… 4 von 5

Eine Feelgood-Komödie in Moll! Regisseur John Carney findet in „Sing Street“ die Schönheit einer musikalischen Melancholie, von der man sich direkt am Ende des Films wünscht, sie sofort noch einmal zu durchleben. Das muss man gefühlt haben!


ALICE IM WUNDERLAND: HINTER DEN SPIEGELN |  Regie: James Bobin |  USA 2016

null

Alice Kingsleigh hat drei Jahre damit zugebracht, ihren Traum zu leben und die sieben Weltmeere als Kapitän ihres eigenen Schiffs zu bereisen. Bei ihrer Rückkehr nach London entdeckt sie, dass sich zwar viel geändert hat, die antiquierten Ansichten über die Rolle der Frau in der Gesellschaft aber unverändert sind. Während eines Empfangs bei Lord Ascot wird Alice von ihren Gefühlen übermannt und verlässt fluchtartig die Veranstaltung. Draußen sieht sie Absolem . Er ist mittlerweile ein prächtiger Monarchfalter und führt Alice zu einem magischen Spiegel, durch den sie in das fantastische Reich von Unterland zurückkehren kann. Dort trifft sie alle ihre alten Freunde: das Weiße Kaninchen, die Grinsekatze, die Haselmaus, den Märzhasen und den Verrückten Hutmacher, der unglücklicherweise nicht ganz er selbst zu sein scheint. 3 von 5

Inhaltlich kann „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ nicht mit der kreativen Umsetzung mithalten. Doch als packendes 3D-Erlebnis steckt die Fortsetzung des 2010er-Kassenschlagers ihren Vorgänger locker in die Tasche. Eine insgesamt recht runde Sache.


WARCRAFT: THE BEGINNING  |  Regie: Duncan Jones  |  USA 2016

Warcraft: The Beginning

In Azeroth, dem Reich der Menschen, herrscht seit vielen Jahren Frieden. Doch urplötzlich sieht sich seine Zivilisation von einer furchteinflößenden Rasse bedroht: Orc-Krieger haben ihre Heimat Draenor verlassen, um sich andernorts eine neue aufzubauen. Als sich ein Portal öffnet, um die beiden Welten miteinander zu verbinden, bricht ein unbarmherziger und erbitterter Krieg um die Vorherrschaft in Azeroth los, der auf beiden Seiten große Opfer fordert. Die vermeintlichen Gegner ahnen jedoch nicht, dass bald schon eine weitere Bedrohung auftaucht, die beide Völker vernichten könnte. Statt sich zu bekämpfen, müssen sie nun zusammenhalten. Ein Bündnis wird geschlossen und zwei Helden, ein Mensch und ein Orc, machen sich gemeinsam auf den Weg, dem Bösen im Kampf entgegenzutreten – für ihre Familien, ihre Völker und ihre Heimat. 2 von 5

„Warcraft: The Beginning“ ist „WoW“-Fanservice durch und durch. Doch abseits dessen überzeugt leider weder die technische Aufbereitung, noch der Funken Story, der hier als eine Handlung dienen soll, auf der mehrere Teile eines Franchises fußen. Es reicht also nicht aus, Fantasyfilmfan zu sein – hieran hat nur Spaß, wer mit „World of Warcraft“ ohnehin schon lange in Berührung ist.


DER NACHTMAHR | Regie: Akiz | DE 2015
Der Nachtmahr

Tina ist 17 Jahre alt und bildhübsch. Sie hat alles, was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünschen kann. Scheinbar grundlos hat Tina eines Nachts auf einer Party Visionen und bricht zusammen. Nacht für Nacht bekommt sie fortan seltsamen Besuch: Das idyllische Mädchenschlafzimmer wird heimgesucht von einem unheimlichen Wesen, das nur Tina sehen kann. Die sprachlose Kreatur sucht Tinas Nähe und so abstoßend ihr der ungebetene Gast zunächst erscheint, umso deutlicher erkennt Tina, dass dieses Etwas sehr viel mehr mit ihr zu tun hat, als es zu Beginn den Anschein hat. Ihre Eltern halten Tina für verrückt und versuchen, die Visionen der Tochter therapeutisch zu vertreiben. Doch langsam entsteht ein fast zärtliches Verhältnis zwischen Tina und dem Wesen, bis auch Tinas Eltern und Freunde es schließlich mit eigenen Augen sehen müssen…


OUTSIDE THE BOX  |  Regie: Philip Koch |  DE 2015

Outside the Box

Frederick Schopner hat die Nase voll davon, dass seine sogenannten Teamkollegen die Lorbeeren für seine Ideen einheimsen. Beim anstehenden Outdoor Firmenevent kann er endlich den drei abgehobenen Egomanen eine Lektion in Sachen „High Performance“ erteilen. PR-Managerin Vanessa Kramer möchte einen Presse-Coup landen und setzt auf ungewöhnliche Methoden: Sie lässt eine Geiselnahme inszenieren. Für die beiden Spaghetti-Western-Darsteller liegt nichts näher als ihre Gage mit echtem Lösegeld und echten Waffen aufzubessern. Während Vanessa alles daran setzt, die Panne zu vertuschen, haben die unerfahrenen Geiselnehmer mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Wie sollen sie den erfolgshungrigen Managern klar machen, dass sie sich nicht länger in einem ausgeklügelten Rollenspiel befinden?


ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS  |  Regie: Norbert Lechner|  DE 2016

Ente gut! Mädchen allein zu Haus

Die elfjährige Linh (Lynn Dortschack) und ihre kleine Schwester Tien (Linda Anh Dang) sind plötzlich auf sich allein gestellt, als ihre Mutter nach Vietnam muss, um sich um die kranke Oma zu kümmern. Doch das darf niemand erfahren – vor allem nicht das Jugendamt. Linh ist jetzt nicht nur für Tien verantwortlich, sondern muss sich neben der Schule auch um den Haushalt und den vietnamesischen Imbiss ihrer Mutter kümmern. Doch die selbsternannte Spionin Pauline (Lisa Wihschutz) aus dem Wohnblock gegenüber entdeckt das Geheimnis und droht, die beiden Mädchen zu verraten. Aus der anfänglichen Erpressung wächst bald eine Freundschaft, die jedoch immer wieder auf die Probe gestellt wird. Denn auch die Polizei und Frau Trost vom Jugendamt sind nah dran, hinter das Geheimnis zu kommen. Eine turbulente Zeit beginnt.


MEIN PRAKTIKUM IN KANADA | Regie: Philippe Falardeau | CAN 2015

Mein Praktikum in Kanada

Guibord ist ein unabhängiger Abgeordneter, der Prescott-Makadewà-Rapides-aux-Outardes vertritt, einen großen Wahlkreis im Norden Québecs. Zu seinem großen Leidwesen wird der Politiker zum Zünglein an der Waage bei einer Abstimmung von nationaler Tragweite: Soll Kanada sich an einem Kriegseinsatz im Nahen Osten beteiligen? Guibords Stimme ist entscheidend. Das ganze Land schaut auf ihn. In Begleitung seiner Frau, seiner Tochter und eines idealistischen Praktikanten aus Haiti tourt der Parlamentarier durch seinen Bezirk, um sich mit seinen Wählern zu beratschlagen. „Mein Praktikum in Kanada“ ist eine Politsatire, in der sich Politiker, Bürger und Lobbyisten einen Wettlauf darum liefern, wer als erster die Demokratie zur Strecke bringt.


Heimkinotipp: THE HATEFUL 8 | Regie: Quentin Tarantino | USA 2015

The Hateful 8

Wyoming, einige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Eine Kutsche bahnt sich mühsam ihren Weg durch den Schnee in Richtung der Stadt Red Rock. An Bord befinden sich der Kopfgeldjäger John „Der Henker“ Ruth, dessen Gefangene Daisy Domergue sowie der Anhalter Major Marquis Warren, der früher Soldat war und nun ebenfalls als Kopfgeldjäger sein Geld verdient, und Chris Mannix, ein Deserteur aus den Südstaaten, der behauptet, der neue Sheriff der Stadt zu sein. Ein Schneesturm zwingt die Gruppe zu einem Zwischenstopp in Minnies Miederwarenladen. Sie treffen dort zwar nicht auf Minnie aber dafür auf den mysteriösen Mexikaner Bon, auf den verschwiegenen Cowboy Joe Gage , auf den Konföderierten-General Sandford Smithers sowie auf Oswaldo Mobray. Während der Sturm draußen immer heftiger tobt, begreifen die acht Fremden, dass ihr Zusammentreffen vielleicht gar nicht so zufällig ist und sie Red Rock möglicherweise nie erreichen werden… 3 von 5

„The Hateful 8“ ist ein von langatmig bis knackig-brutal reichender Rachewestern, mit dem Quentin Tarantino zwar nicht sein bestes, wohl aber sein bösestes Werk abliefert.

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