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Das startet am 27. Oktober 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 27. Oktober 2016, der eine fast schon unübersichtlich hohe Zahl an neuen Filmen in die Lichtspielhäuser entlässt. Der größte von ihnen dürfte der neue Marvel-Film „Doctor Strange“ sein, der einen neuen Helden ins MCU entlässt. Von den Kritikern (und von mir) am höchsten gehandelt wird allerdings „Kubo: Der tapfere Samurai“, der neueste Film der Laika-Studios. Mit „Girl on the Train“ kommt endlich mal wieder ein ganz klassischer Thriller in die Kinos. Nur leider kann dieser lediglich mit Emily Blunt, nicht aber mit dem ganzen Rest überzeugen. Des Weiteren gibt es in den Programmkinos schöne Perlen wie die Theaterstückadaption „Die Wildente“ oder das deutsche Coming-of-Age-Drama „Nirgendwo“ zu sehen. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

KUBO: DER TAPFERE SAMURAI | Regie: Travis Knight | USA 2016
Kubo - Der tapfere Samurai

DOCTOR STRANGE | Regie: Scott Derrickson | USA 2016

Doctor Strange

Das Leben des weltberühmten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ändert sich unwiederbringlich, als er nach einem schweren Autounfall seine Hände nicht mehr benutzen kann. Da die klassische Medizin ihm nicht helfen kann, sucht er Heilung an einem ungewöhnlichen Ort – dem geheimnisvollen Kamar-Taj. Schnell merkt er, dass es sich dabei nicht nur um ein Heilungszentrum handelt, sondern von hier der Kampf gegen unsichtbare dunkle Mächte gefochten wird, die unsere Realität zerstören möchten. Ausgestattet mit neuerworbenen magischen Fähigkeiten, muss Dr. Strange sich entscheiden: Kehrt er in sein altes Leben als angesehener reicher Arzt zurück, oder gibt er dieses auf, um als mächtigster Magier aller Zeiten die Welt zu retten…
4 von 5

Mit dem ersten reinen Fantasiefilm im Marvel Cinematic Universe ergänzt Horror-Regisseur Scott Derrickson die Welt der Avengers – im wahrsten Sinne des Wortes – um völlig neue Dimensionen. „Doctor Strange“ ist spannend, witzig und profitiert klar von seinem herrlich trocken aufspielenden Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch, während Tilda Swinton Film und Franchise eine beachtliche, neue Grandezza verleiht.


DIE WILDENTE | Regie: Simon Stone | AUS 2016

Die Wildente

Christian (Paul Schneider) kehrt für die Hochzeit seines Vaters Henry (Geoffrey Rush) mit der sehr viel jüngeren Anna (Anna Tory) in seine Heimatstadt zurück, die durch die Schließung der Holzwerkes, der einzigen Einnahmequelle, bedroht ist. Er trifft seinen alten Freund Oliver (Ewen Leslie) wieder, der in der kleinen Stadt geblieben ist und im Sägewerk, das Henry gehört, arbeitete.  Als Christian Olivers Familie, seine Frau Charlotte (Miranda Otto), seine Tochter Hedvig (Odessa Young) und seinen Vater Walter (Sam Neill) kennenlernt, entdeckt er ein Geheimnis, das Olivers Familie bedroht. Als er versucht, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, erschüttert er damit die Leben deren, die er vor Jahren zurückgelassen hat.
4 von 5

Das auf Henrik Ibsens gleichnamigem Theaterstück basierende Familiendrama „Die Wildente“ ist eine atmosphärisch sehr dichte, herbe und durchgehend starke Auseinandersetzung mit dem Thema Verdrängung, das aufgrund seiner Erzählweise durch die Augen der jugendlichen Hedvig besonders mitreißend geraten ist.


NIRGENDWO | Regie: Matthias Starte | DE 2016

Nirgendwo

In seinem eigenen Leben fremd, kehrt der junge BWL-Student Danny (Ludwig Trepte) nach dem plötzlichen Tod seines Vaters widerwillig in seine kleine Heimatstadt mitten im Nirgendwo zurück. Nach ständigen Streitereien mit seinen Eltern, verbindet er mit dem kleinen Ort nicht unbedingt die beste Zeit seines Lebens. Doch ganz zu seiner Überraschung findet er dort das sommerliche Paradies seiner unbeschwerten Jugend wieder. Statt sich seiner Vergangenheit zu stellen, verliert er sich in der erneut aufflammenden Liebe zu seiner Jugendfreundin Susu (Saskia Rosendahl). Auf der Suche nach seinem Platz im Leben muss er jedoch den Mut aufbringen, seine Jugend hinter sich zu lassen und endlich seine Träume zu leben.
4 von 5

Mit „Nirgendwo“ gelingt es Regisseur Matthias Starte, nicht nur das Gefühl seiner Protagonisten auf die Zuschauer zu übertragen, sondern direkt greifbar zu machen, weshalb sich eine ganze Generation bisweilen so verloren fühlt. Darüber hinaus sorgen die exzellent gecasteten Schauspieler für ein Gefühl fernab vom Film, direkt heraus aus dem Leben.


STÖRCHE – ABENTEUER IM ANFLUG |  Regie: Nicholas Stoller, Doug Sweetland | USA 2016
Störche - Abenteuer im Anflug

Störche bringen die Babys … zumindest war das früher so. Heute sind sie Paketzusteller eines weltweit operierenden Mega-Online-Versands. Storch Junior zeigt in der Versandabteilung die besten Leistungen und hofft bereits auf eine Beförderung, als er aus Versehen die Babymaschine in Gang setzt, was zur Produktion eines völlig unautorisierten, wenn auch entzückenden Mädchens führt. Junior und Tulip, der einzige Mensch auf dem Storchenberg, müssen das Säuglingsbündel nun so schnell wie möglich loswerden, damit der Chef nichts mitbekommt. Hektisch bemühen sie sich also, ihr erstes Baby überhaupt zuzustellen – was in einen wilden und aufschlussreichen Trip mündet, der mehr als eine Familienkrise kitten könnte. Und vielleicht finden die Störche dadurch sogar wieder zurück zu ihrer ursprünglich Mission!?
3 von 5

„Störche – Abenteuer im Anflug“ lebt weniger von seiner komplexen Story als von den vielen kreativen Ideen, die Regisseur und Autor Nicholas Stoller erdacht hat. In der deutschen Version sorgen darüber hinaus auch die Synchronsprecher um eine herrlich aufgedrehte Nora Tschirner für ein absolut kurzweiliges Familienabenteuer.


OSTFRIESISCH FÜR ANFÄNGER |  Regie: Gregory Kirchhoff | DE 2016
Ostfriesisch für Anfänger

Uwe Hinrichs (Dieter Hallervorden) ist ein einsamer Eigenbrötler, der konsequent Plattdeutsch spricht und sich als den letzten „echten Ostfriesen“ bezeichnet. Mit Globalisierung und der modernen Welt hat er nichts am Hut. Als plötzlich in sein gepfändetes Haus eine Gruppe ausländischer Fachkräfte einquartiert wird, dreht er durch und baut im wahrsten Sinne des Wortes Mist. Wider Willen muss er nun den Integrationsunterricht für diese „Utländer“ übernehmen. Kulturen, Konflikte und Erwartungen prallen aufeinander. Doch wo Reibung ist, entsteht auch Wärme und so überwindet Uwe sich und bringt, gut gemeint, den Fremden Plattdeutsch anstatt Hochdeutsch bei. Den Fehler bemerkt nur keiner. Als alles verloren scheint, wächst Uwe über sich hinaus, rettet die Zukunft der Ausländer und damit seine eigene… 3 von 5

Das Gesamtkonzept sowie die technische Aufmachung von „Ostfriesisch für Anfänger“ bleiben weitestgehend spannungs- und überraschungsarm, doch die mit dramatischen Einschüben versehene Flüchtlingskomödie punktet mit cleveren Ideen innerhalb der Inszenierung und einem starken Hauptdarsteller.


GIRL ON THE TRAIN | Regie: Tate Taylor | USA 2016

Girl on the Train

Rachel Watson hat ihre Scheidung noch nicht annähernd verkraftet. Jeden Tag fährt sie an dem Haus vorbei, in dem sie mit ihrem Ex-Mann Tom gewohnt hat. Tom lebt immer noch hier – mit seiner neuen Frau Anna. Um sich von ihren finsteren Gedanken abzulenken, widmet sich Rachel lieber den Bewohnern der Beckett Road Nummer 15, nur wenige Häuser weiter. Megan und Scott sind attraktiv und wirken glücklich. In Rachels Fantasie sind sie das perfekte Paar. Eines Tages sieht Rachel durchs Zugfenster etwas Schockierendes: Megan küsst einen Mann, der definitiv nicht Scott ist. Als Megan wenig später vermisst wird und von einem Verbrechen ausgegangen werden muss, erzählt Rachel der Polizei, was sie gesehen zu haben glaubt. Doch schon bald ist sich Rachel selbst nicht mehr sicher, was sie eigentlich beobachtet oder womöglich selbst getan hat…2 von 5

Die sehr starke Performance von Emily Blunt kann nicht darüber hinweg täuschen, dass „Girl on the Train“ als Thrillerdrama nur mäßig spannend ist. Die unnötig komplizierte Erzählweise und die daraus resultierenden (Pseudo-)Twists vermögen es nicht, die mangelnde Spannung des eigentlichen Kriminalfalles auszugleichen.


ALLEIN GEGEN DIE ZEIT |  Regie: Christian Theede | DE 2016

Allein gegen die Zeit

Als die Berliner Schüler Ben (Timon Wloka), Jonas (Timmi Trinks), Leo (Janina Fautz), Özzi (Uğur Ekeroğlu) und Sophie (Stephanie Amarell) zu einer Klassenfahrt nach Hildesheim aufbrechen, ahnt keiner von ihnen, dass der scheinbar ganz normale Schultrip sich schon bald zu einem gefährlichen und actionreichen Kampf gegen eine okkulte Sekte entwickeln wird, die nach nichts weniger als der Weltherrschaft strebt. Sie bringt nicht nur Jonas in ihre Gewalt, sondern macht obendrein Jagd auf die Schulklasse, die dem wahnwitzigen Plan der machtbesessenen Irren einen Strich durch die Rechnung machen will. Doch dazu müssen schneller sein, als sich der Mond vor die Sonne schiebt…
2 von 5

Der Spielfilm zur beliebten Kinder- und Jugendserie „Allein gegen die Zeit“ kommt nicht über den Charme eines unfreiwillig komischen Trashfestes hinaus, besticht aber immerhin mit talentierten Jungdarstellern und einer derart absurden Grundidee, dass man das fast schon wieder gesehen haben muss, um es zu glauben.


31 – A ROB ZOMBIE FILM |  Regie: Rob Zombie | UK/USA 2016
31 - A Rob Zombie Film

Wir schreiben das JAhr 1976: In der Nacht vor Halloween werden fünf abgebrannte Jahrmarkts-Mitarbeiter und beste Freunde von einer Bande sadistischer und spielsüchtiger Hinterwäldler entführt und zu einem mysteriösen, schrecklichen Ort gebracht: der „Murder World“. Ein im Stile des zweiten Weltkrieges designtes Labyrinth, aus dem es kein Entkommen gibt. Dort haben sie 12 Stunden Zeit, ein mörderisches Spiel namens „31“ zu überleben. Eine Gruppe von Psychopathen – alle als Clowns maskiert – wird auf sie gehetzt und hat nur eine Aufgabe: die fünf Gefangenen zu töten. Das Spiel kennt keine Regeln, was zählt, ist der pure tierische Überlebensinstinkt. Wer bis um Punkt Mitternacht überlebt, ist frei. Das ist 31. Lasset das Spiel beginnen! 1 von 5

„31 – A Rob Zombie Film“ folgt dem dreckigen inszenatorischen Stil von Zombies früheren Filmen, bleibt in letzter Konsequenz aber überraschend brav. Stattdessen versucht der Regisseur, mit kalkulierter Provokation zu schockieren – und scheitert. Es bleiben unausstehliche Figuren, viel zu viele Vulgaritäten und ein halbwegs geglücktes Szenenbild.


DAS VERSPRECHEN | Regie: Karin Steinberger, Marcus Vetter | DE/UK/DK/SWE/NED 2016
Das Versprechen

Der brutale Doppelmord an Nancy und Derek Haysom 1985 war eine weltweite Mediensensation. Die Haysoms waren angesehene Mitglieder der virginianischen Gesellschaft – und der Schuldspruch gegen ihre Tochter Elizabeth und ihren deutschen Freund Jens Söring machte viele sprachlos. Die zwei hatten sich im August 1984 an der University of Virginia getroffen, er war sofort hingerissen von ihr, sie war das Produkt englischer Boarding Schools, er war Sohn eines deutschen Diplomaten. Als die Ermittler dem Paar immer näher kamen, flohen sie aus Amerika, die Flucht war ein Abenteuer: Europa, Asien, als sie am 30. April 1986 in England wegen Scheckbetrugs gefasst wurden, kämpfte Jens Söring jahrelang gegen die Auslieferung in die USA. Erst als die Amerikaner auf die Beantragung der Todesstrafe verzichteten, wurde er in die USA ausgeliefert.


DIE GETRÄUMTEN | Regie: Ruth Beckermann  | AT 2016
Die Geträumten

Um Liebe und Hass, um richtige und falsche Worte, geht es in dem Film „Die Geträumten“. Im Zentrum stehen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die sich im Nachkriegswien kennengelernt haben. Die dramatische, rauschhafte, aber auch unendlich traurige Liebesgeschichte zwischen Bachmann und Celan beginnt 1948, als sie 22 und er 27 Jahre alt ist, und sie endet mit dem Suizid Celans 1971 in Paris. Für Ingeborg Bachmann ist es die große Liebe ihres Lebens, und doch hört sie nie auf, in ihm den Fremden zu sehen und ein bisschen wohl auch zu fürchten: einen Juden aus Czernowitz, dessen Eltern im Holocaust umgekommen sind, während sie selbst nichts dergleichen erlebt hat. Sie liebt ihn und stößt an Grenzen, an ihre eigenen und an seine. Es geht nicht immer nett zu in diesen packenden Briefen. In einem Moment des Zweifels fragt sie: „Sind wir nur die Geträumten?“


LOTTE | Regie: Julius Schultheiß | DE 2016
Lotte

Die orientierungslose Lotte (Karin Hanczewski) stolpert im Berlin der heutigen Zeit von Mann zu Mann, von Wohnung zu Wohnung und von Kneipe zu Kneipe. Nichts kann die junge Frau lange halten. Doch sie genießt ihr freies Leben, auch wenn sie sich hier und da mehr erhofft. Eines Tages heftet sich ein junges Mädchen namens Greta (Zita Aretz) an ihre Fersen und weicht ihr nicht mehr von der Seite. Lotte findet heraus, dass das Mädchen ihr näher steht, als zunächst gedacht und nimmt sie notgedrungen unter ihre Fittiche. Die beiden Frauen ziehen als Partnerinnen wider Willen durch die Straßen Berlins und Lotte entpuppt sich dabei als wenig gutes Vorbild. Kann die sonst so flüchtige Rumtreiberin ihrem Leben eine neue Richtung geben, damit Greta nicht dieselben Fehler macht, wie die junge Frau seit vielen Jahren?


Heimkinotipp: THE NEON DEMON | Regie: Nicolas Winding Refn | FR/USA/DK 2016

The Neon Demon

Los Angeles. Es ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, eine Glamourwelt und Schauplatz zahlloser Träume, aber auch ihrer Abgründe. Als das junge aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) nach hierher kommt, um ihrer Karriere endlich den notwendigen Anstoß zu verpassen, kann sie nicht ahnen, dass ihre Jugend und Lebendigkeit schon bald den Neid einer Gruppe schönheitsfanatischer Frauen auf sich ziehen wird. Sie alle leben die Schönheit. Doch wer zu alt ist, ist schon bald nicht mehr gefragt. Als unverbrauchte Schönheit wird Jesse schon bald der neue Star am Modehimmel, erhält die lukrativsten Jobs, wickelt Fotografen um den Finger und baut sich so nach und nach eine immer größer werdende Gruppe von Feindinnen auf. Und die scheuen keinerlei Mittel, um das zu bekommen, was Jesse hat…
4 von 5

Nicolas Winding Refn erfindet den Begriff „Schönheit“ neu und liefert mit „The Neon Demon“ eine gnadenlose unterhaltsame, für Gelegenheitskinogänger jedoch nicht zwingend zugängliche Satire auf das Leben der Reichen und vor allem Schönen ab, deren diabolisches Grinsen noch lange nach dem Verlassen des Kinosaals nachwirkt. Einer der besten Filme des Jahres!

Das startet am 20. Oktober 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 20. Oktober 2016, der mit „Ouija 2: Ursprung des Bösen“ die Fortsetzung eines absolut miserablen Filmes in petto hat, der – Überraschung – dann doch tatsächlich den stärksten Start der Woche bildet. Ob das die Zuschauer angesichts der schwachen Vorlage aber überhaupt honorieren werden, ist eine andere Frage. Es ist zu vermuten, dass „Trolls“ in seinem Dasein als kinderfreundliches Musicalabenteuer den stärksten Start erwischen dürfte. Je nachdem, wie sehr „Bridget Jones“ noch zieht. Besonders gespannt darf auf die Zuschauerzahlen von „Das kalte Herz“ geblickt werden. Genrekino, das auf einer bekannten Vorlage basiert, hat immer schon gut funktioniert. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

OUIJA 2: Ursprung des Bösen | Regie: Mike Flanagan | USA 2016

Ouija 2: Ursprung des Bösen

Es ist inzwischen anderthalb Jahre her, seit Alices Mann umgekommen ist – ihre finanzielle Situation sieht alles andere als rosig aus. Jetzt muss Alice ihre Töchter, die 15-jährige Paulina und die neunjährige Doris, allein großziehen. Auch wenn Alice nur mit Mühe über die Runden kommt – das Okkulte hat sie im Blut. Ihre Mutter war Wahrsagerin und hat ihr die Tricks des Gewerbes beigebracht. So gelingt es Alice, ihren Kunden eine ganz besondere Show zu bieten, wenn es darum geht, Kontakt zu verstorbenen Familienmitgliedern aufzunehmen. Als Alice die vielen unbezahlten Rechnungen nicht mehr in den Griff bekommt, erwirbt sie ein Ouija-Brett, um ihre Charaden noch mehr aufzupeppen und ihre Kunden schier zu überwältigen. Doch sobald sie das Spiel mit nach Hause bringt, geschehen plötzlich seltsame Dinge… 4 von 5

Produzent Jason Blum sollte Recht behalten: Die Fortsetzung von „Ouija: Spiel nicht mit dem Teufel“ ist in sämtlichen Belangen viel besser geraten als der miserable Vorgänger und erhält durch seine bewusst altmodische Inszenierung und die hier und da augenzwinkernde Erzählung ein ganz eigenes, rundes Profil. Wenn das keine Überraschung ist!


BRIDGET JONES‘ BABY | Regie: Sharon Maguire | IE/UK/FR/USA 2016

Bridget Jones' Baby

Erfolgreich, stilsicher und mittlerweile genau im Leben als TV-Produzentin angekommen… Von wegen! Der Alltag von Bridget Jones (Renée Zellweger) ist natürlich alles andere als geregelt. Und obendrein ist die chaotische Londonerin plötzlich schwanger. Ein Baby – das hat gerade noch gefehlt! Oder vielleicht doch nicht? Wenn sie nur wüsste, wer der Vater ist?! Für ungeahnte Hormonstürme sorgt dabei nicht zum ersten Mal in ihrem Leben Mark Darcy (Colin Firth). Doch auch die Begegnung mit dem charismatischen Jack Qwant (Patrick Dempsey) hat sie restlos aus den Gummistiefeln gehauen…
4 von 5

„Bridget Jones‘ Baby“ ist eine im Vergleich zu den Vorgängern deutlich gereifte Fortsetzung eines RomCom-Phänomens, das mit Humor und Herz punktet, das aber auf darstellerischer Ebene nicht ganz das Niveau der ersten beiden Filme hält. Ob wir die Abwesenheit von Hugh Grant beklagen sollen, wissen wir indes nicht.


BURG SCHRECKENSTEIN | Regie: Ralf Huettner | DE 2016

Burg Schreckenstein

Er soll aufs Internat. Nicht nur, dass sich seine getrennt lebenden Eltern dauernd streiten, jetzt eröffnet ihm seine Mutter Melanie (Jana Pallaske) auch noch, dass sie ihn auf ein Internat in die alte Burg Schreckenstein stecken wollen. Sie hoffen, dass sich so Stephans Noten verbessern. Doch die Schreckensteiner Jungs entpuppen sich keinesfalls als Streber. Ottokar (Benedict Glöckle), Mücke (Caspar Krzysch), Strehlau (Eloi Christ) und Dampfwalze (Chieloka Nwokolo) nehmen Stephan nach anfänglichen Differenzen in ihren Rittergeheimbund auf und dann geht der Internatsspaß erst richtig los! Die Jungen von Burg Schreckenstein sind nämlich auf Kriegsfuß mit den Mädchen vom benachbarten Internat Rosenfels….4 von 5

Spannend, witzig und auf eine schöne Weise altmodisch: „Burg Schreckenstein“ trifft auch im Jahre 2016 den Nerv abenteuerlustiger Teens, die sich nach dem Kinobesuch nichts sehnlicher wünschen werden, als selbst auf einem solchen Internat zu wohnen.


TROLLS |  Regie: Mike Mitchell, Walt Dohrn | USA 2016
Trolls

Die knallig-bunten Trolls leben ein zufriedenes Leben. Ihr Tag besteht aus Singen, Tanzen und Kuscheln. 24 Stunden. Rund um die Uhr. Prinzessin Poppy (Lena Meyer-Landruth) ist die Partyqueen unter den Trolls. Mit ihr als Planerin gerät jedes trollige Beisammensein zu einer absoluten Megasause. Einzig und allein der grummelige Branch (Marc Forster) hält so gar nichts von der immerwährenden Heiterkeit. Er kennt die Geschichte der Bergens, den Feinden der Trolls. Dieses Volk aus Riesen und Monstern kann nur wirklich glücklich sein, wenn es in regelmäßigen Abständen Trolls verspeist. Als das Troll-Versteck auffliegt und Poppys Freunde von einem Bergen gekidnapped werden, müssen sich die frohsinnige Poppy und der Griesgram Branch zusammentun um mit geballter Troll-Power gegen die finsteren Bergens vorzugehen. 4 von 5

Knallbunt, musikalisch, erzählerisch nicht ganz ausgereift aber immer liebevoll: „Trolls“ bietet frech-harmlosen Animationsspaß, der im Kern eine feine Message offenbart: Uns sollte Niemand diktieren, was uns glücklich zu machen hat! Wir sind uns sicher: Zumindest dieser Film tut es schon mal ein bisschen.


DAS KALTE HERZ |  Regie: Johannes Naber | DE 2016
Das kalte Herz

Der mittellose Köhlerjunge Peter (Frederick Lau) sucht aus Liebe zu der ebenso charmanten wie schönen Lisbeth (Henriette Confurius), die aus gutem Hause stammt, einen Weg um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem diabolischen Holländer-Michel (Moritz Bleibtreu) ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter in dem skrupellosen Geschäftsmann nicht mehr wieder und stellt sich gegen ihn. Um Lisbeth zurück zu gewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen. Doch der Holländer-Michel wacht über darüber, wie über seinen eigenen Augapfel… 3 von 5

Johannes Naber gelingt mit seiner modernen Interpretation von „Das kalte Herz“ ein grundsolides Fantasyabenteuer, das mit einer hochwertigen Ausstattung und tollen Schauspielern punktet, aufgrund dramaturgischer Holprigkeiten aber auch an Spannung einbüßt.


GLEISSENDES GLÜCK | Regie: Sven Taddicken | DE 2016

Gleissendes Glück

In jeder ihrer schlaflosen Vorstadtnächte stellt sich Helene Brindel die gleiche Frage nach dem Glück. Gefangen in der scheiternden Ehe mit ihrem Mann Christoph, scheint selbst ihr geheimer Komplize Gott sie verlassen zu haben. Bis sie im Radio den Ratgeberautoren Eduard E. Gluck hört, der Helene mit seiner kurzweiligen Theorie über das Glück fasziniert. Am nächsten Tag liest sie sein Buch, schreibt ihm einen Brief und besucht ihn schließlich bei einem seiner Vorträge. Dem ersten Treffen folgt ein Abendessen und schnell fühlen sich die zwei sehr unterschiedlichen Menschen zueinander hingezogen. Doch hinter seiner humorigen Fassade kämpft Gluck mit seinen eigenen Dämonen – und die Begegnung mit Helene macht ihm das auf drastische Weise bewusst. Trotzdem keimt Hoffnung auf, denn ganz entfernt erblicken beide den Schimmer eines Glücks… 3 von 5

„Gleissendes Glück“ beginnt als Charakterdrama einer misshandelten Ehefrau und wird schließlich zu einer derben Auseinandersetzung mit erotischen Tabus, die das Grundgerüst für eine zart-zurückhaltende Liebesgeschichte bildet, die vollkommen ohne Klischees auskommt.


THE ACCOUNTANT |  Regie: Gavin O’Connor | USA 2016

The Accountant

Christian Wolff (Affleck) ist ein Mathematik-Fachmann, der mit Zahlen deutlich besser zurechtkommt als mit Menschen. Unter der Tarnung einer kleinstädtischen Steuerberatung arbeitet er als Buchhalter für einige der gefährlichsten Unterweltorganisationen der Welt. Die Steuerfahndungsabteilung des Finanzministeriums unter Leitung von Ray King (J.K. Simmons) kommt ihm auf die Spur – deshalb akzeptiert Christian den Auftrag eines legalen Kunden: einer Firma, die Pionierarbeit im Bereich der Robotik leistet: Dort hat nämlich eine Buchhalterin (Anna Kendrick) Unstimmigkeiten in Millionenhöhe entdeckt. Doch während Christian ins Labyrinth der Buchführung einsteigt und der Wahrheit immer näher kommt, steigt die Zahl der Todesfälle in seiner Umgebung.
3 von 5

Nach einem starken Auftakt, der das Portrait einer spannenden Person andeutet, gerät „The Accountant“ zu einem absolut austauschbaren Actionthriller mit wenig Action und noch weniger Thrill. Ben Affleck sorgt als halbherzig agierender Held obendrein für wenig Enthusiasmus und Anna Kendrick gefällt zwar wie eh und je, nur ihre Figur braucht der Film einfach nicht.


AB IN DEN DSCHUNGEL |  Regie: Nicolas Benamou, Philippe Lacheau | FR 2015
Ab in den Dschungel

Weil Sonia ihren Freund Franck gerne ihren Vater vorstellen möchte, reisen die beiden zusammen mit ihren Freunden Ernest , Sam , Alex und Estelle nach Brasilien. In dem südamerikanischen Land betreibt Sonias Vater nämlich ein ökologisches Luxushotel.  Von einem Ausflug, den ein Teil der Clique gemeinsam mit Sonias Großmutter in den Regenwald des Amazonas unternimmt, kommen allerdings nicht alle wieder zurück. Nur eine kleine Kamera, mit der sie aufgebrochen waren, taucht wieder auf. Gemeinsam sehen sich Sonia und ihr Vater die grandios komischen und mit viel Slapstick und rasantem Witz erlebten Abenteuer der Truppe an. Nun ist es an ihnen, die Freunde aus dem Urwald zu retten. Was als romantische Reise inklusive Heiratsantrag von Franck geplant war, wird zu einem chaotischen Katastrophen-Trip der besonderen Art…


HINTER DEN WOLKEN | Regie: Cecilia Verheyden | BEL 2016
Hinter den Wolken

HUMAN – DIE MENSCHHEIT | Regie: Yann Arthus-Bertrand | FR 2015
Human - Die Menschheit

Was macht uns zu Menschen? Was lässt uns lieben, leiden, und was verbindet uns? Zu den bewegenden Fragen unserer Zeit spricht der Film „Human – Die Menschheit“ auf universelle Weise für sich selbst. Mit einem beeindruckenden Spektrum an bewegenden Geschichten konfrontiert uns dieses besondere Projekt mit der Essenz unserer Menschlichkeit. Durch die Begegnung mit Menschen aus über 60 Ländern entsteht ein Kaleidoskop aus Lebensfreude, Glück und Sehnsucht. Von Freiheitskämpfern in der Ukraine über Bauern in Mali bis zu Todeszellen-Insassen in den USA über Menschen, die ihre Familie verloren haben, bis zu Kindern und ihrem unverstellten Blick auf die Welt liefert „Human“ eine packende und emotionale Momentaufnahme dessen, was es heißt, heute auf unserem Planeten zu leben.


IM NAMEN MEINER TOCHTER – DER FALL KALINKA | Regie: Vincent Garenq  | FR/DE 2016
Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka

„Im Namen meiner Tochter – Der Fall Kalinka“ beruht auf einer wahren Geschichte, die am 10. Juli 1982 ihren Anfang nahm. An diesem Tag erfuhr André Bamberski (Daniel Auteuil), dass seine Tochter Kalinka tot ist. Sie war 14 Jahre alt und verbrachte die Ferien bei ihrer Mutter Dany (Marie- Josée Croze) und ihrem deutschen Stiefvater, dem Arzt Dieter Krombach (Sebastian Koch), in Lindau am Bodensee. Die Begleitumstände ihres Todes erscheinen schon bald suspekt: Sowohl das Verhalten von Krombach, als auch die Autopsie lassen viele Fragen offen. Von der Schuld Krombachs als Mörder Kalinkas überzeugt, kennt André Bamberski nur noch ein Ziel: ihn zu überführen und damit Gerechtigkeit für seine Tochter zu erlangen. Ein Kampf gegen die Justiz beginnt, der 27 Jahre dauern soll und zur Obsession seines Lebens wird.


SCHNEIDER VS. BAX | Regie: Alex van Warmerdam | NED 2015
Schneider vs. Bax

Schneider steht sein Geburtstagsfest bevor, liebe- und planvoll arrangiert von seiner reizenden Gattin und den zwei kleinen Töchtern, als die Arbeit unbarmherzig ruft. Als professioneller Auftragskiller heißt das für Schneider: den mörderischen Schichtdienst pünktlich bis zur Dinnerparty erledigen. Das designierte Opfer, der Schriftsteller Bax, ist angeblich eine ganz einfache Nummer. Denn so bürgerlich es bei Schneider zugeht, so verpeilt ist Bax. Während Schneider mit großer Ordnungsliebe die Tat präpariert, stellt sich in Bax‘ idyllischem Sommerhäuschen im Naturschutzgebiet größte Unordnung her: seine depressive Tochter kommt auf Besuch und bringt ihre Streitlust mit. Erst ein Anruf erinnert ihn daran, dass er heute noch etwas zu erledigen hat: den Profikiller Schneider nämlich, der sich mit raschen Schritten in Schussnähe begibt.


Heimkinotipp: EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG | Regie: Tom Tykwer | UK/FR/DE/USA 2016

Ein Hologramm für den König

Alan Clay, Alter 54, Opfer der Bankenkrise, hat eine letzte Chance. Er soll innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie an den Mann, besser gesagt den König bringen: König Abdullah von Saudi-Arabien lässt in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht. Nicht am ersten Tag, nicht am zweiten – und auch nicht in den Tagen danach. In diesen wird der junge Fahrer Yousef Alans Gefährte. Durch ihn erlebt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Tradition und Moderne. Und er lernt die schöne Ärztin Zahra kennen. Anhand dieser Begegnungen und der neuen kulturellen Eindrücke entwickelt sich Alan Clay vom zielstrebigen und erfolgsgetriebenen Salesman zu einer Person, die sich selbst Perspektiven sucht und einen neuen Platz im Leben findet.
4 von 5

„Ein Hologramm für den König“ ist das ebenso zurückhaltende wie mitreißende Portrait eines Mannes, der erst weit von Zuhause weg muss, um ganz zu sich selbst zu finden. Dabei begeistert vor allem der respektvolle Umgang mit sämtlichen Figuren, das stete Wechselspiel zwischen tragischen und komischen Elementen sowie die Einzigartigkeit dieser berauschenden Kulisse.

Trolls

Die gleichnamigen kleinen Helden aus dem Animationsabenteuer TROLLS haben einer ganzen Generation ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Nun wollen sie die weltweiten Leinwände erobern und könnten das mithilfe einer überraschend klugen Geschichte und einer Rundum-Wohlfühl-Atmosphäre sogar schaffen. Mehr dazu in meiner Kritik. Trolls

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Das startet am 6. Oktober 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 6. Oktober 2016, der massiv darunter zu leiden haben wird, dass vergangene Woche „Findet Dorie“ gestartet ist. Der stärkste Vertreter „Blair Witch“, ein äußerst intensives Sequel zum Found-Footage-Klassiker aus den Neunzigern, dürfte immerhin eine ganz andere Zielgruppe ansprechen. Welche Zielgruppe überhaupt angesprochen werden soll, erschließt sich bei der Presse bislang nicht gezeigten Komödie „Unsere Zeit ist jetzt“, rund um den Rapper CRO. Eher für die Älteren gedacht, ist vermutlich die Romanverfilmung „Die Insel der besonderen Kinder“, gleichzeitig auch der Film, dem ich kommende Woche die meisten Zuschauer zutraue. Die Trailer sind auf eine verspielte Weise unheimlich und dürften ein breites Publikumsfeld abholen. Leider habe ich den Film bislang nicht gesehen. Überhaupt nicht einschätzen, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt den Buzz für „Sausage Party“. Das Konzept ist so kreativ und absurd, dass ich der Animationskomödie ein Ergebnis auf der Höhe des ersten „Ted“-Films zutraue, aber bislang wird nur sehr spärlich Werbung gemacht.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

BLAIR WITCH | Regie: Adam Wingard | USA 2016

Blair Witch

20 Jahre nachdem Heather Donahue und ihre beiden Freunde bei den Dreharbeiten zu ihrem „Blair Witch Project“ in den Black Hills Wäldern verschwanden, macht sich Heathers Bruder James (James Allen McCune) zusammen mit seinen Freunden Peter (Brandon Scott) und Ashley (Corbin Reid) und der Filmstudentin Lisa (Callie Hernandez) auf, die Umstände des Verschwindens zu erforschen. Dass sich der Gruppe zwei Einheimische anschließen, um sie durch die Wälder zu führen, stimmt sie zunächst zuversichtlich. Doch schon bald wird ihnen klar, dass die Legende rund um die Hexe von Blair furchterregender ist, als sie es sich je hätten vorstellen können…
5 von 5

Adam Wingard gelingt mit „Blair Witch“ der Geniestreich, einen Film für die nachwachsende Generation horrorfanatischer Filmfreunde zu inszenieren, indem er neuere Technik verwendet und das Tempo anzieht. Gleichzeitig kreiert er ohne den Bonus der vermeintlichen Videomaterial-Authentizität ein Horrorfest, das genau jene Emotionen provoziert, wie das Original.


UNSERE ZEIT IST JETZT | Regie: Martin Schreier | DE 2016
Unsere Zeit ist jetzt

Der erfolgreiche deutsche Rapper CRO fordert Fans und Profis auf, in einem offenen Wettbewerb Ideen zum geplanten CRO-Kinofilm vorzustellen. Drei völlig gegensätzliche Konzepte überzeugen das Filmteam, und bei den Vorbereitungen lernen die drei jungen Nachwuchsfilmer nicht nur handfeste Lektionen in der Kinopraxis, sondern kommen auch einander näher: Plötzlich wird die scheue Asperger-Patientin Vanessa (Peri Baumeister) von Männern umschwärmt: CRO selbst lernt ihre kreative Professionalität schätzen, während sich der in den Tag hineinlebende Drehbuchautor Dawid (David Schütter) und der in seinem Brotjob frustrierte Comic-Zeichner Ludwig (Marc Benjamin) Hals über Kopf in die unnahbare Vanessa verlieben. So werden die schicksalhaften Begegnungen bei der Arbeit am CRO-Film selbst zum Film. 4 von 5

„Unsere Zeit ist jetzt“ wirkt bisweilen konfus, macht nicht immer Sinn und widerspricht sich tonal so oft selber, dass man es gar nicht recht glauben kann, dass Regisseur Martin Schreier und sein top aufgelegtes Ensemble das Kuddelmuddel letztlich doch noch zu einem absolut stimmig-amüsanten Endergebnis bringen.


AUF EINMAL | Regie: Asli Özge | DE 2016

Auf einmal

Nach der Party in Karstens Wohnung sind alle gegangen, außer Anna. Fasziniert nähert sich Karsten (Sebastian Hülk) dieser geheimnisvollen Frau, als plötzlich ein Unglück passiert. Im Zuge geistiger Umnachtung verlässt der junge Mann die Wohnung und sucht im nahegelegenen Krankenhaus nach Hilfe. Als er wenig später in seine Wohnung zurückkehrt, ist die Frau tot und Karsten muss sich die Frage gefallen lassen, weshalb er nicht einfach den Notarzt gerufen hat. Nach und nach beginnt sein Umfeld, ihn zu meiden. Erst recht, als sich wenig später herausstellt, dass irgendwie keiner so recht weiß, wo diese Anna eigentlich herkam. Es kommt zum Prozess. Doch der ist für Karsten no4 von 5ch das geringste Problem, als sich die Ereignisse verselbstständigen…

Asli Özge gelingt mit ihrem schwer zu fassenden Drama „Auf einmal“ ein packender Blick in die Weiten der menschlichen Seele – mit all ihren guten und schlechten Seiten.


DIE INSEL DER BESONDEREN KINDER |  Regie: Tim Burton | USA 2016
Die Insel der besonderen Kinder

Von dem visionären Regisseur Tim Burton („Dark Shadows“), basierend auf dem Bestseller Roman, kommt ein unvergessliches und bildgewaltiges Kinoerlebnis auf uns zu. Als Jake (Asa Butterfield) verschiedene Hinweise findet, die Realität und Zeit auf rätselhafte Weise auf den Kopf zu stellen scheinen, entdeckt er einen geheimen Zufluchtsort,  „Die Insel der besonderen Kinder“, auf der die gutherzige Miss Penegrine (Eva Greene) junge Menschen mit ganz besonderen Fähigkeiten beherbergt. Je mehr Jake über die Bewohner der Insel erfährt, desto mehr wird ihm bewusst, dass Sicherheit nur eine Illusion ist und dass Gefahr in Gestalt von übermächtigen, unsichtbaren  Feinden überall lauert. Jake muss unbedingt herausfinden, was wahr ist, wem er trauen kann und wer er selbst wirklich ist. Kann er die Insel retten? 3 von 5

„Die Insel der besonderen Kinder“ besticht mit visuellem Einfallsreichtum und verspieltem Flair, dem sich die ambitionierte Geschichte ganz klar unterordnet. Erzählerisch kommt Tim Burtons neuester Film ohne nennenswerte Höhen und Tiefen aus, sodass sich die 127 Minuten bis zuletzt immer wieder ziehen.


JONATHAN | Regie: Piotr J. Lewandowski | DE 2016

Jonathan

Jonathan pflegt seit Jahren seinen schwerkranken Vater Burghardt und bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Tante Martha den Bauernhof der Familie. Die Pflege des Vaters, die Organisation des Hofes und die schwere Arbeit auf dem Feld bestimmen seinen Alltag. Das Verhältnis zwischen Martha und Burghardt ist angespannt, jahrelang haben sie kein Wort miteinander gewechselt.  Dass Burghardt keine Nähe zulassen kann und Jonathans Fragen zum frühen Tod seiner Mutter stets unbeantwortet lässt, macht die Situation nicht einfacher. Jonathan spürt, dass etwas zwischen ihnen steht, kann die Mauer zu seinem Vater aber nicht durchdringen. Da sich Burghardts Zustand zusehends verschlechtert, stellt Martha die Pflegerin Anka ein, die Jonathan mit ihrer Offenheit verzaubert.
3 von 5

„Jonathan“ besticht in erster Linie durch seine starken Hauptdarsteller, von denen sich Jannis Niewöhner einmal mehr als einer der stärksten deutschen Nachwuchsmimen seiner Generation beweist. Doch dem unvorhersehbaren, freizügigen und mutigen Drama fehlt es gen Ende an Wiedererkennungswert, durch den sich die Leiden der Figuren noch intensiver an den Zuschauer herantragen ließen.


SAUSAGE PARTY |  Regie: Greg Tiernan, Conrad Vernon | USA 2016

Sausage Party

Würstchen Frank und seine Kumpels leben ein zufriedenes Leben in einem ganz gewöhnlichen Supermarkt. All die hier wohnenden Lebensmittel haben nur ein Ziel: von einem Menschen gekauft und im Jenseits mit Glück und Freude überhäuft zu werden. Gemeinsam mit seiner Angebeteten Brenda, einem prallen Hot-Dog-Brötchen, teilt er diesen Traum. Erstmal raus aus der Verpackung, will das Pärchen es im Paradies so richtig sinnlich angehen lassen. Doch als eines Tages der süße Senf davon berichtet, wie es bei den „Göttern“ zuhause tatsächlich zugeht, wollen Frank und seine Kumpanen den ganzen Supermarkt davon in Kenntnis setzen. Von wegen Liebe, Lust und Heiterkeit. Doch um die Lebensmittel aller Regale davon zu überzeugen, dass sie nur überleben können, wenn sie den Kampf mit den Menschen aufnehmen, muss Frank seinen Mann stehen.

2 von 5

Man kann den Machern von „Sausage Party“ nicht vorwerfen, mit ihrem Animationsfilm für Erwachsene kein Wagnis einzugehen. Leider sieht jenes Wagnis so aus, dass eine handelsübliche CGI-Komödie mit möglichst vielen Frivolitäten versehen wird. Am Ende stehen sich das austauschbare Abenteuer und die kreative Ausgangsidee im Weg und es fällt schwer, über all das so richtig zu lachen.


 MEINE ZEIT MIT CÉZANNE | Regie: Danièle Thompson | FR 2016
Meine Zeit mit Cézanne

Sie haben alles geteilt: ihr Aufbegehren, die Neugierde, die Hoffnungen, Zweifel, Mädchen, Ruhmesträume. Paul ist reich, Émile arm. Irgendwann ziehen sie fort aus Aix-en-Provence, hoch nach Paris, freunden sich an mit jenen, die am Montmartre und in Batignolles leben. Man verkehrt an denselben Orten, schläft mit denselben Frauen, verachtet die Spießbürger, geht nackt baden, stirbt vor Hunger, stopft sich den Bauch voll, trinkt Absinth, malt tagsüber jene Modelle, die man nachts streichelt, nimmt 30 Stunden Zugfahrt in Kauf, nur um einen Sonnenuntergang in der Provence zu sehen… Paul Cézanne und Émile Zola – aus dem einen wird ein Maler, aus dem anderen ein Schriftsteller. Der Ruhm geht achtlos an Paul vorbei. Émile hingegen besitzt alles: Ansehen, Geld, eine perfekte Frau, die Paul zuerst geliebt hat.


EINE UNERHÖRTE FRAU | Regie: Hans Steinbichler | DE 2016
Eine unerhörte Frau

Was, wenn einem niemand glauben will. Schon als Kind keiner so richtig glauben wollte. Hanni, Bäuerin und dreifache Mutter, macht sich Sorgen um ihre jüngste Tochter Magdalena. Das Mädchen ist kleiner als die anderen, empfindlicher, bricht oft, sieht immer schlechter. Bestimmt die Psyche, sagen die Ärzte, die Lehrerin und auch die Familie. Eine Brille mit Fensterglas wird sicher helfen. Aber Hanni ist Magdalenas Mutter und sie spürt, dass eine Brille nichts ändern wird, dass es um mehr geht. Selbst geplagt von einer unerhörten Jugenderinnerung beginnt sie, unbeirrt und unaufhaltsam, um das Leben ihrer Tochter zu kämpfen und setzt dabei nicht nur das Familienglück und ihre Existenz aufs Spiel, sondern schreckt am Ende, zum Wohle ihres Kindes, auch vor der bayerischen Justiz nicht zurück.


ANTBOY – SUPERHELDEN HOCH 3 | Regie: Ask Hasselbalch | DK 2016
Antboy - Superhelden hoch 3

Dreikäsehoch und Teilzeit-Weltenretter Pelle (Oscar Dietz), der langsam erwachsen wird, genießt seinen ruhigen Sommer in Middellund und soll bald sogar mit einer großen Statue von sich geehrt werden. Doch das Superhelden-Dasein langweilt ihn mittlerweile und er beschließt, Antboy hinter sich zu lassen und nach den Ferien zusammen mit seiner Freundin Ida auf ein Internat in einer anderen Stadt zu gehen – was seinem besten Freund Wilhelm gar nicht passt. Als dieser sich dann vollkommen zurückzieht, ein neuer, verdächtig wirkender Superheld auftaucht und zu allem Übel auch noch der Floh aus dem Gefängnis entlassen wird, ist klar, dass das mit dem ruhigen Sommer nichts wird und sich Antboy, vielleicht zum letzten Mal, dem Bösen stellen muss. An seiner Seite hat er wieder einmal die mutigste Superheldencrew der Welt versammelt…


Heimkinotipp: MIKRO & SPRIT | Regie: Michael Gondry | FR 2015

Mikro & Sprit

Mitten im laufenden Schuljahr kommt ein Neuer in die Klasse – Théo. Wie Daniel ist auch er schnell ein Außenseiter in der Klasse: Daniel, introvertiert und immer vertieft in seine Zeichnungen, und Théo, der auf alles eine Antwort weiß und leidenschaftlich gerne tüftelt. Doch eins haben beide gemeinsam: Als die Sommerferien beginnen, will keiner die Zeit mit seiner Familie verbringen und zusammen schmieden sie einen Plan. Mit Hilfe eines Rasenmäher-Motors und einigen Brettern zimmern sie sich ein ebenso skurriles wie liebevoll gestaltetes und vor allem fahrbares Haus. Ein abenteuerlicher Roadtrip – mit maximal 20 km/h – über die französischen Landstraßen beginnt. Sie lernen neue Freunde kennen, liefern sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei und machen das, was sie schon immer tun wollten: die Freiheit genießen, einen wundervollen Sommer lang!5 von 5

„Mikro & Sprit“ versinnbildlicht auf melancholisch-optimistische Weise den „Das Leben geht weiter“-Gedanken, ohne dabei zu verschweigen, dass man ja ohnehin keine andere Wahl hat. Dabei nimmt er seine jugendlichen Hauptdarsteller trotz frecher Attitüde genau so ernst, wie es sein muss, sodass trotz der absurden Prämisse außer Frage steht, dass die Geschehnisse im Film so tatsächlich möglich wären.

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