Schlagwort-Archiv: Philip Gröning

Meine Filmflops 2018 – Die Plätze 10 bis 1

Nachdem ich vor Kurzem die Flop 20 meiner in diesem Jahr gesichteten Filme veröffentlichte, folgen nun die Plätze 10 bis 1 der von mir am meisten verabscheuten Filme 2018. Noch einmal möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die objektive Qualität des Films nicht zwingend etwas mit der Platzierung in dieser Liste zu tun haben muss. Es geht hier einzig und allein darum, wie sich mein Empfinden bein Anschauen dieser Filme veränderte. Es kann also sein, dass ich hier ein wenig schärfer in meiner Wortwahl vorgehe, als ich es in meinen Kritiken handhabe. Für eine möglichst objektive Sicht der Dinge verweise ich gern auf die Filmkritiken, die ich in den jeweiligen Platzierungen verlinkt habe. 

An dieser Stelle ist auch noch kurz einmal Platz für einige wenig ehrenwerte Nennungen von Filmen, die es nur ganz knapp nicht in meine Flop 20 des Jahres geschafft haben. Vollkommen unnötig war die Animationsverfilmung des Kultdrachen TABALUGA, genauso wie ein vierter Teil der mittlerweile nur noch lahmen INSIDIOUS-Reihe. Auch die Fortsetzung DIE SCH’TIS IN PARIS hätte es nicht gebraucht, ganz zu schweigen von der absolut unlustigen Krimikomödie HOT DOG, die allein von Matthias Schweighöfer vor den Flops bewahrt wurde. Als absolut hanebüchen, aber trotz Starbesetzung ohnehin für die breite Masse uninteressant, erwies sich auch die zweifelhafte RomCom KRYSTAL. Und weshalb sich WIR SIND CHAMPIONS in Spanien zu einem Publikumsliebling entwickelt hat, wird mir für immer ein Rätsel bleiben…

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Das startet am 22. November 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 22. November, dessen größter Start „Verschwörung“ am meisten enttäuscht. Der neueste Film aus der Stieg-Larsson-Reihe wird zugleich zum bisher schwächsten, trotz einer starken Claire Foy. Einen ersten Vorgeschmack auf Weihnachten gibt es dafür mit einer Geschichte über den Autor der Weihnachtsgeschichte. Das biographische Drama ist allerdings eher ein Erwachsenen-Weihnachtsmärchen. Darüber hinaus geht’s mit „So viel Zeit“ in den Ruhrpott, mit „Der Dolmetscher“ nach Bratislava und mit dem Berlinale-Zankapfel „Mein Bruder heißt Robert uns ist ein Idiot“ ins unerträgliche Nichts… Dafür gibt’s als Heimkinotipp diesmal etwas ganz Besonderes!

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

CHARLES DICKENS: DER MANN, DER WEIHNACHTEN ERFAND | Regie: Bharat Nalluri | IE/CAN 2017

Mit 31 Jahren hat der Autor Charles Dickens im Jahr 1843 alles erreicht. Das Feuilleton und die Leser lieben ihn für seinen bahnbrechenden Roman „Oliver Twist“, er wird durch die ganze Welt kutschiert und für sein Werk gefeiert. Drei Flops später sieht sich Dickens am gesellschaftlichen Abgrund. Er ist pleite und eine Schreibblockade verhindert, dass sich daran so schnell etwas ändert. Als er eines Tages durch Zufall einer Beerdigung beiwohnt, an dem kein einzelner Freund oder Verwandter des Verstorbenen anwesend ist, kommt er auf die Idee, ein Buch über Weihnachten als die Zeit des Miteinanders und des Zusammenrückens zu schreiben. Einen Protagonisten hat er in dem griesgrämigen Greis Ebenezer Scrootch schnell gefunden. Doch auf dem Weg zum Bestseller suchen ihn nicht bloß seineGeldsorgen und Streitereien mit seinem Vater heim… 

„Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand“ ist ein ebenso liebevoller wie ernsthafter Einblick in eine spannende Lebens- und Arbeitsphase von Charles Dickens, das durch seine technische Aufmachung einen ähnlichen Charme erreicht wie das Werk, das hier überhaupt erst entsteht.


SO VIEL ZEIT | Regie: Philipp Kadelbach | DE 2017

Sex & Drugs & Rock ’n‘ Roll? Nein, Rainers Leben läuft ganz und gar nicht so, wie er sich das als junger Mann erträumt hat. Sein Job langweilt ihn, seine Frau hat ihn verlassen und sein Sohn hätte sich einen tolleren Papa gewünscht. Außerdem gibt es eine Sache, die Rainer in seinem Leben richtig verbockt hat: Damals vor 30 Jahren hat er den Durchbruch seiner Band „Bochums Steine“ auf offener Bühne ruiniert. Seine Bandkollegen Bulle, Konni, Thomas und besonders Ole haben ihm das nie verziehen. Das verfolgt ihn bis heute. Als wäre das alles nicht genug, eröffnet ihm seine Ärztin, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Ende der Durchsage? Im Gegenteil. Rainer beschließt, noch einmal alles zu geben und startet durch. Eine Sache will er in seinem Leben richtig machen: Das Comeback von „Bochums Steine“! 

„So viel Zeit“ ist eine sympathische Tragikomödie über ein paar Freunde, die sich nach langer Zeit noch einmal zum Musikmachen zusammenfinden. Das verläuft hin und wieder in formelhaften Bahnen, doch die toll aufgelegten und unkonventionell zusammengecasteten Hauptdarsteller können das die meiste Zeit über ausgleichen.


VERSCHWÖRUNG | Regie: Fede Alvarez | UK/DE/SWE/CAN/USA 2018

Es ist schon lange her, seit sich die unkonventionelle Hackerin Lisbeth Salander und der von ihr heimlich angehimmelte Journalist Mikael Blomkvist gesehen haben. Erst ein neuer Fall führt die beiden zusammen, als es die NSA auf Lisbeth abgesehen hat. Sie hat Beweise für eine Verschwörung des Auslandsgeheimdienstes aufgedeckt, die auf gar keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Und um das zu verhindern, ist Lisbeths Gegnern jedes Mittel recht! Nachdem ihr Haus in Flammen aufgegangen ist und der Wissenschaftler Frans Balder ermordet wird, tickt für die vom Schicksal gebeutelte Hackerin langsam die Zeit herunter. Zum Glück kann sie sich auf Mikael verlassen, der längst die Fäden zusammengeführt hat, die alle zu Lisbeth führen. Und zu Balders hochintelligentem Sohn August, der der Schlüssel zu allem zu sein scheint… 

Wenig Thrill, kaum Gewalt und eine Lisbeth Salander, über die man nur erfährt, dass sie auch von Claire Foy toll gespielt werden kann – „Verschwörung“ ist eine der größten Enttäuschungen des Kinojahres.