Schlagwort-Archiv: Yarrow Cheney

Das startet am 29. November 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 29. November, dessen potenziell relevantester Start – wieder einmal – nicht gleichbedeutend mit dem qualitativ besten ist. „Der Grinch“ hat gute Chancen, sich bis nach Weihnachten in den Kinos festzusetzen, ist dabei aber nicht mehr als eine durchschnittliche Weihnachtskomödie. Deutlich spannender (und zwar in jeder Hinsicht) ist da Lars von Triers neuestes Filmexperient „The House That Jack Built“, das hierzulande ungekürzt in die Kinos kommen darf. Neben dem psychopathischen Häuslebauer sticht außerdem eine Dame hervor: Jennifer Garner meldet sich mit „Peppermint“ zurück im Actiongenre! Wer es ruhiger mag, für den gibt es mit „Das krumme Haus“ dagegen eine sehr stilechte Verfilmung des gleichnamigen Agatha-Christie-Romans zu sehen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

THE HOUSE THAT JACK BUILT | Regie: Lars von Trier | DK/FR/DE/SWE 2018

USA in den 1970er Jahren. Wir begleiten den hochintelligenten Jack über einen Zeitraum von zwölf Jahren und werden dabei Zeugen von fünf exemplarischen Morden, die seine Entwicklung zum Serienkiller prägen. Wir erleben die Vorfälle aus Jacks Perspektive. Jeden der Morde betrachtet er als eigenständiges Kunstwerk. Was niemand weiß, ist, dass Jack unter Neurosen leidet, die ihm in der Außenwelt große Schwierigkeiten bereiten. Obwohl der finale und unvermeidliche Polizeieinsatz unweigerlich näher rückt, was Jack einerseits sogar provoziert, ihn andererseits aber auch unter großen psychischen Druck setzt, ist er wild entschlossen, immer größere Risiken einzugehen. Das Ziel ist das ultimative Kunstwerk: Eine Kollektion all seiner Morde, manifestiert in einem von ihm selbst gebauten Haus.

In seiner pechschwarzen Serienkiller-Komödie „The House That Jack Built“ veranschaulicht Lars von Trier, wie Provokation funktioniert – und hat sein Ziel natürlich wieder einmal erreicht. Dabei macht es in erster Linie einen großen Spaß, zuzusehen, wie der Regisseur sein Publikum auflaufen lässt. Und die Eskapaden des titelgebenden Jack sind in ihrem Zynismus obendrein verdammt unterhaltsam.


DAS KRUMME HAUS | Regie: Gilles Paquet-Brenner | UK/USA 2017

Der ehemalige Diplomat Charles Hayward (Max Irons) kehrt von Kairo nach London zurück, wo er eine Karriere als Privatdetektiv beginnt. Als Aristide Leonides, ein reicher und skrupelloser Tycoon, in seinem Bett vergiftet aufgefunden wird, wird Detective Hayward in das Haus der Familie eingeladen, um den Fall aufzuklären. Im Zuge der voranschreitenden Ermittlungen muss er der schockierenden Erkenntnis ins Auge sehen, dass eine der Hauptverdächtigen Aristides hübsche Enkelin ist, seine Auftraggeberin und ehemalige Geliebte, Sophia (Stefanie Martini). Hayward hatte eine leidenschaftliche Affaire mit ihr in Kairo, bevor sie eines Tages, ohne ein Wort zu verlieren, verschwand. Er muss nun seine Gefühle überwinden und einen klaren Kopf behalten, um die temperamentvolle Sophia und den Rest ihrer feindseligen Familie in den Griff zu bekommen, damit das Verbrechen aufgeklärt wird. 

Inszenatorisch geht Regisseur Gilles Paquet-Brenner wenig Risiko ein und trifft damit den Geist der Vorlage. Seine unaufgeregte Agatha-Christie-Adaption „Das krumme Haus“ ist ein klassischer Krimi mit interessanten Figuren und vor prächtiger Kulisse, die der Romanautorin sicher gefallen hätte.


ALEXANDER MCQUEEN | Regie: Ian Bonhôte, Peter Ettedgui  | UK 2018

„My shows are about Sex, Drugs and Rock‘n’Roll“: Lee Alexander McQueen brachte den Punk zurück in die Modewelt. Ein exzentrischer Designer, der 1993 sein eigenes Label „Alexander McQueen“ gründete und mit seinen opulenten Modeschauen immer für Skandale sorgte. Doch das 2010 verfrüht verstorbene Ausnahmetalent war weit mehr als ein Enfant terrible, das die Öffentlichkeit mit seinen kreativen Ideen provozierte und schockierte. Dem außergewöhnlichen Designer und Menschen gelang es, sein Publikum weit über die Grenzen der Modewelt hinaus mit seiner Arbeit zu berühren. Das zeigt unter anderem der überwältigende Erfolg der Ausstellung „Savage Beauty“: 2011 sorgte die Hommage an das Spätwerk des Künstlers Alexander McQueen im New Yorker Metropolitan Museum of Art für sehr großes Aufsehen, bevor sie 2015 mit fast 500.000 Besuchern zur erfolgreichsten Ausstellung aller Zeiten im Londoner Victoria&Albert Museum wurde.

Die Dokumentation „Alexander McQueen“ gibt einen intimen Einblick in das Leben des visionären Modeschöpfers und spart dabei kein noch so schmerzhaftes Detail aus. Die Antwort auf die Frage, ob McQueen nun ein exzentrischer Visionär oder ein kalkulierender Provokateur war, überlassen die Regisseure Ian Bonhôte und Peter Ettedgui dabei dem Zuschauer und werden der spannenden Persönlichkeit der unter tragischen Umständen verstorbenen Hauptfigur dadurch besonders gerecht.


PEPPERMINT – ANGEL OF VENGEANCE | Regie: Pierre Morel |USA/HKG 2018

Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North (Jennifer Garner) im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie feststellen, dass von Polizei und Justiz keinerlei Hilfe zu erwarten ist, sondern die Mörder stattdessen sogar gedeckt werden. Voller Wut, Schmerz und Verzweiflung beschließt Riley, die Gerechtigkeit in die eigene Hand zu nehmen. Fünf Jahre lang verschwindet sie von der Bildfläche und bereitet sich auf einen unaufhaltsamen Rachefeldzug vor – die einst gesetzestreue Bürgerin wird zur urbanen Guerillakämpferin, die im von Korruption und Kartell-Kriminalität zersetzten L.A. unerbittlich aufräumt. Unterwelt, Polizei und FBI ist sie immer einen Schritt voraus und serviert dabei ihre ganz persönliche Art der Vergeltung… 

„Peppermint – Angel of Vengeance“ ist ein knackiger Selbstjustiz-Reißer, von dem man genauso wenig erzählerische wie inszenatorische Finesse erwarten sollte, wie von jedem anderen Film seines Genres. Doch Jennifer Garner steht die Rolle der brutalen Rächerin verdammt gut und auch viele der Action-Choreographien können sich sehen lassen.

Verlosung: Pets

In den USA hat PETS in den ersten Tagen direkt den Rekord für das erfolgreichste Startwochenende eines Original-Films gebrochen. Auch in Deutschland kam der Illumination-Animationsfilm hervorragend an. Nun kommt das 3D-Abenteuer endlich ins Heimkino. Zum DVD- und Blu-ray-Release am 25. November 2016 verlose ich in Kooperation mit Universal Pictures Home Entertainment zwei hübsche Fanpakete, bestehend aus der Blu-ray oder DVD zum Film sowie je dem zugehörigen Hörspiel und einem Figuren-Mobile. Was Ihr tun müsst, um einen der Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Im Herzen von Manhattan geht es Max (deutsche Stimme: Jan Josef Liefers) bei Frauchen Katie (deutsche Stimme: Stefanie Heinzmann) prächtig. Doch er traut seinen Augen kaum, als diese eines Tages einen weiteren Hund mit nach Hause bringt: einen riesigen, haarigen und unerzogenen Neufundländer namens Duke (deutsche Stimme: Dietmar Bär). Der freut sich tierisch über sein neues Zuhause und scheint davon auszugehen, dass er und sein neuer Bruder fortan ihr Leben bei Katie gemeinsam verbringen werden. Natürlich versucht Max, sein Revier zu verteidigen – und Duke, der eigentlich bloß ein großer, süßer Hund ist, bekommt bald das ungute Gefühl, dass sein Artgenosse ihn nicht mag. Als sicher ist, dass Max ihn wieder vertreiben will, ergreift Duke die Initiative. Beim täglichen Spaziergang in den Park, will er Max in einer Falle locken. Doch der Plan geht mächtig schief und beide landen in den Händen von Hundefängern. Nun sind Max‘ Freunde, die arrogante Katze Chloé (deutsche Stimme: Martina Hill), der hyperaktive Zwergspitz Gidget (deutsche Stimme: Jella Haase) und viele andere Haustiere New Yorks gefragt, um Max und Duke nicht nur aus den Klauen der Hundefänger, sondern auch vor einer gefährlichen Bande weggeworfener Haustiere zu retten, die unter der Führung des jähzornigen Hasen Snowball (deutsche Stimme: Fahri Yardim) Jagd auf die beiden Vierbeiner machen.

Emotionale Berührungspunkte sucht man in „Pets“ so gut wie vergeblich, dafür ist die Geschichte um eine Gruppe von Haustieren, die in den Wirren von New York verloren geht und wieder nach Hause finden muss, so dynamisch, frech und visuell detailreich inszeniert, dass man gar nicht anders kann, als sich in die flauschigen Vierbeiner zu verlieben.

Pets

Ihr wollt Euch „Pets“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn!

Nach Teilnahmeschluss am 4. Dezember 2016 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Nach Abschluss der Verlosung werden alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Das startet am 28. Juli 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 28. Juli, an dem es trotz Konkurrenz vermutlich nur einen relevanten Kinostart gibt: „Pets“! In den USA knackt der neueste Film aus den „Minions“-Studios einen Rekord nach dem anderen, auch hierzulande dürfte der Film Ende des Jahres zu den meistgesehenen gehören. „Legend of Tarzan“ war zwar teuer, doch ob die Fanbase um den halbnackten Dschungelhelden wirklich groß genug ist, um den 3D-Haustieren gefährlich zu werden, darf bezweifelt werden. Auch die Starts „Wiener Dog“ und „Zeit für Legenden“ parallel zu „Pets“ anzusetzen, ist mutig. Beide Filme sind gut, doch gegen das Highlight in dieser Woche wird man es schwer haben.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

PETS | Regie: Yarrow Cheney, Chris Renaud | USA 2016

Pets

Im Herzen von Manhattan geht es Max bei Frauchen Katie prächtig. Doch er traut seinen Augen kaum, als diese eines Tages Duke, einen weiteren Hund mit nach Hause bringt. Der freut sich tierisch über sein neues Zuhause und scheint davon auszugehen, dass er und sein neuer Bruder fortan ihr Leben bei Katie gemeinsam verbringen werden. Doch schon bald überkommt ihn das ungute Gefühl, dass sein Artgenosse ihn nicht mag. Als sicher ist, dass Max ihn wieder vertreiben will, ergreift Duke die Initiative. Beim täglichen Spaziergang in den Park, will er Max in einer Falle locken. Doch der Plan geht mächtig schief und beide landen in den Händen von Hundefängern. Nun sind Max‘ Freunde, die arrogante Katze Chloé, der hyperaktive Zwergspitz Gidget und viele andere Haustiere New Yorks gefragt, um Max und Duke zurückzuholen.
4 von 5

Emotionale Berührungspunkte sucht man in „Pets“ so gut wie vergeblich, dafür ist die Geschichte um eine Gruppe von Haustieren, die in den Wirren von New York verloren geht und wieder nach Hause finden muss, so dynamisch, frech und visuell detailreich inszeniert, dass man gar nicht anders kann, als sich in die flauschigen Vierbeiner zu verlieben.


ZEIT FÜR LEGENDEN | Regie: Stephen Hopkins | CAN/DE 2016

Zeit für Legenden

Ohio, 1934. Der schwarze Ausnahme-Athlet Jesse Owens (Stephan James) trainiert unter seinem Coach Larry Snyder (Jason Sudeikis), der ihn auf die Olympischen Spiele in Berlin vorbereiten will. Sportlich läuft es perfekt für Jesse, der immer wieder Bestzeiten läuft – aber der Trubel um seine Person macht ihm zu schaffen. Zwei Jahre später hat er mit Snyders Hilfe rechtzeitig für Olympia zu innerer Stärke gefunden. Als Jesse jedoch erfährt, dass die Nazis die Olympischen Spiele für Ihre rassistische Propaganda nutzen wollen, erwägt er, sie zu boykottieren. Doch letztlich trifft er die einzig richtige Entscheidung: Er reist nach Berlin – und macht die Spiele nicht nur zu seinem persönlichen sportlichen Triumph, sondern sorgt für eine herbe Niederlage für Hitlers Nazi-Regime. Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen wird in die Geschichte eingehen…
3 von 5

„Zeit für Legenden“ ist ein weitestgehend überraschungsarmes Sportler-Biopic, das trotz der standardisierten Inszenierung über weite Strecken echte Emotionen freisetzt. Besonders die authentischen Kulissen und die eindringlichen Schauspielleistungen des gesamten Ensembles machen aus Stephen Hopkins‘ Film einen solchen, der trotz herkömmlicher Dramazutaten besser ist, als der Durchschnitt.


WIENER DOG | Regie: Todd Solondz | USA 2016

Wiener Dog

Kurz nach ihrer Geburt wird die von ihren Besitzern nur „Wiener Dog“ genannte Dackelhündin von Danny adoptiert. Danny ist der Vater des neunjährigen Remi, und die kleine, noch längst nicht stubenreine Hündin ist als Überraschung für den schwächlichen Jungen gedacht, der gerade erst eine Krebserkrankung überstanden hat. Remis Mutter Dina ist nicht begeistert von dem neuen Familienmitglied. Doch während die beiden Eheleute noch streiten, ist Remi längst bis über beide Ohren verliebt. Die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung, als Wiener Dog Remis fehlendes Wissen um korrekte Hundeernährung zum Verhängnis wird. Die unscheinbare Tierarzthelferin Dawn kann die Hündin knapp vor dem Einschläfern bewahren und nimmt sich ihrer an. Gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Brandon reisen Dawn und die Dackeldame durch die USA…3 von 5

„Wiener Dog“ ist bitterböses Ensemblekino, dessen Episoden mal pfiffig aussagekräftig, ein anderes Mal wiederum aufgesetzt prätentiös wirken. Der Darstellerleistung wegen, ist der Kauf eines Kinotickets jedoch  alles andere als eine Fehlinvestition.


LEGEND OF TARZAN |  Regie: David Yates |  USA 2016

Legend of Tarzan

Vor Jahren hat der als Tarzan bekannte Brite (Alexander Skarsgård) den afrikanischen Dschungel verlassen, um als adliger John Clayton, Lord Greystoke, mit seiner geliebten Frau Jane (Margot Robbie) ein standesgemäßes Leben zu führen. Jetzt wird er vom Parlament als Sonderbotschafter für Handelsfragen zurück in den Kongo geschickt, ohne zu ahnen, dass er nur als Schachfigur in einem tödlichen Komplott aus Rache und Habgier dienen soll – eingefädelt hat es der Belgier Leon Rom (Christoph Waltz), der finstere Ziele verfolgt. Andererseits begreifen auch die Drahtzieher dieses mörderischen Plans nicht im Mindesten, welche Lawine sie damit ins Rollen bringen. Fortan steht nicht nur das Leben von Tarzan und seiner Frau Jane auf dem Spiel, sondern auch das biologische Gleichgewicht des Dschungels. 2 von 5

Die Idee hinter „Legend of Tarzan“ ist gerade aufgrund der sehr erwachsenen Inszenierung gar nicht so schlecht. Visuell besticht der Blockbuster mit fein komponierten Bildern, in die sich jedoch weder die qualitativ wankelmütigen Effekte, noch die Darsteller so richtig einfügen mögen. Inhaltlich sagt David Yates weder etwas Neues aus, noch gestaltet sich sein Dschungeltrip sonderlich unterhaltsam.


DIBBUK – EINE HOCHZEIT IN POLEN | Regie: Marcin Wrona | PL/ISR 2015
Dibbuk - Eine Hochzeit in Polen

Eine vodkagetränkte Hochzeitsfeier auf dem Lubliner Lande gerät aus den Fugen, als der in England aufgewachsene Bräutigam Piotr zu ahnen beginnt, dass das ihm als Brautgeschenk angebotene Anwesen ein dunkles Geheimnis birgt.

Basierend auf einem Theaterstück inszeniert Regisseur Marcin Wrona die jüdische Legende um den Dibbuk als stimmungsvollen Hochzeitstaumel und politische Parabel, mit reichlich heiteren, surrealen und unheimlichen Elementen. Ein Par-Force-Ritt durch die polnische Befindlichkeit und ein Genremix aus so unterschiedlichen Elementen wie Horror, Drama, Thriller, Romanze aber auch einem Funken schwarze Komödie. In Deutschland kommt „Dibbuk – Eine Hochzeit in Polen“ nur als limitierter Start in die Kinos.


HEIMATLAND  |  Regie: Andrina Mračnikar | AT/FR 2015

Heimatland

Es ist Herbst und wird kalt in der Schweiz. Plötzlich steht eine unerklärbare und furchteinflößende Wolke über dem Land. Ihre Herkunft ist den Experten ein großes Rätsel und sie können lediglich feststellen, dass sie kontinuierlich wächst und ihre Entladung nur eine Frage der Zeit ist. Noch ist es windstill draußen, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz.

„Heimatland“ nutzt diesen Zustand der allgemeinen Verunsicherung für eine aktuelle Bestandsaufnahme der Schweiz: Zehn junge AutorenfilmerInnen aus der West- und Deutschschweiz beleuchten Menschen, Mentalitäten und Milieus des Landes und verweben diese persönlichen Episoden zu einer großen, gemeinsamen Geschichte.


SEEFEUER  |  Regie: Gianfranco Rosi | IT/FR 2016

Seefeuer

Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen. Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde. Der bewegende Dokumentarfilm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Der italienische Originaltitel „Fuocoammare“ kann sowohl als „brennendes Meer“ als auch „Leuchtturm“ übersetzt werden.


Heimkinotipp: RAUM | Regie: Lenny Abrahamson | USA 2015

Raum

Ein Leben zu zweit auf neun Quadratmetern: „Raum“ erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Jack (Jacob Tremblay), einem lebhaften Fünfjährigen, um den sich seine liebende Mutter Ma (Brie Larson) kümmert. Wie jede Mutter will sie, dass Jack glücklich und sicher ist. Sie zieht ihn liebevoll auf, spielt mit ihm, erzählt ihm Geschichten – doch ihr beider Leben ist alles andere als normal. Sie sind gefangen in diesem Raum. Ma hat daher ein ganzes Universum innerhalb des Raums für Jack erschaffen und wird vor nichts Halt machen, um sicherzugehen, dass Jack auch in dieser tückischen Umgebung in der Lage ist, ein vollkommenes und erfülltes Leben zu führen. Aber als Jack immer mehr Fragen über ihre Situation stellt, beschließen sie eine riskante Flucht. 4 von 5

Regisseur Lenny Abrahamson gelingt mit seinem Entführungsdrama „Raum“ eine intime Auseinandersetzung mit einer bedingungslosen Liebe zwischen Mutter und Sohn, die vollkommen ohne die Betrachtung von Täter und Opfer auskommt und den Fokus ganz auf die Emotionen legt. Brillant!

Pets

In den USA hat PETS in den ersten Tagen direkt den Rekord für das erfolgreichste Startwochenende eines Original-Films gebrochen. Nun kommt das neueste Werk aus den Illumination-Studios auch in unsere Kinos und ein Endergebnis in mehrstelliger Millionenhöhe dürfte ziemlich sicher sein. Warum, das verrate ich in meiner Kritik.Pets Weiterlesen