Tag Archives: Tragikomödie

Das startet am 26. Januar 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 26. Januar, an dem derart viele Filme starten, dass man sich nicht wundern braucht, wenn sich die Produktionen ihre Zuschauer wegnehmen. Für Award-Verfolger gibt’s „Jackie“ und „Hacksaw Ridge“, Liebhaber des schaurigen Kinos haben die Wahl zwischen „Split“ und „Resident Evil“, als Familie geht man am besten in „Monster Trucks“ oder „Wendy – Der Film“ und der Rest ist mit „Mein Blind Date mit dem Leben“ ganz gut bedient. Was die einzelnen Filme genau können, lest Ihr hier. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JACKIE | Regie: Pablo Lorraín | CHL/FR/USA 2016

Jackie

Sie ist eine First Lady wie aus dem Märchen: elegant, kultiviert, populär. Und schon zu Lebzeiten eine Legende. Als Präsidentengattin verwandelt sie das Weiße Haus in einen glamourösen Ort, an dem sich die High Society trifft. Das ist schlagartig vorbei, als Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas erschossen wird. Es ist eines der prägendsten Ereignisse der US-amerikanischen Politgeschichte. Seine liebende Ehefrau und nun Witwe Jackie Kennedy (Natalie Portman) verliert alles – ihre Liebe, ihre Aufgabe, ihr glitzerndes Leben. Geschockt und traumatisiert durchlebt sie die folgenden Tage, ergreift aber bald die Initiative und kümmert sich gegen alle Widerstände um das Vermächtnis ihres Mannes. Koste es, was es wolle… 5 von 5

„Jackie“ ist der Film, den die ambivalente Person Jacqueline Kennedys verdient hat. Ein düster-elegantes Meisterwerk, das ganz tief in die Seele eines Menschen blickt, der gerade seine dunkelsten Stunden durchlebt. Damit präsentiert Pablo Larraín ein Biopic-Drama im Gewand eines Horrorfilms. Überragend!


SPLIT | Regie: M. Night Shyamalan | USA 2016
Split

Das Leben von drei Mädchen wird zum grauenvollen Alptraum, als sie von einem unheimlichen Mann brutal gekidnappt und verschleppt werden. Der Entführer (James McAvoy) entpuppt sich als gefährlicher Psychotiker mit multipler Persönlichkeitsstörung. 23 verschiedene Wesen lauern im Innern des Wahnsinnigen, bestimmen wechselweise sein Verhalten und sorgen mit Psychoterror für blankes Entsetzen unter den geschockten Teenagern. Während die hilflosen Mädchen verzweifelt nach einer Möglichkeit zur Flucht aus ihrem düsteren Verlies suchen, ringt der schaurige Besessene mit seinen inneren Dämonen – bis eine Grauen erregende Inkarnation des Bösen vollständig Besitz von ihm ergreift, die sich „die Bestie“ nennt…
4 von 5

Auch wenn sich M. Night Shyamalan mit der ein wenig zu eindeutigen Auflösung selbst den Wind aus den Segeln nimmt, ist „Split“ ein über weite Strecken hochspannendes, gewitztes Spiel mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, das mit einem spektakulär guten James McAvoy und einer nicht weniger ausdrucksstarken Anya Taylor-Joy zwei brillante Kino-Duellanten gefunden hat.


MONSTER TRUCKS |  Regie: Chris Wedge | USA 2016
Monster Trucks

Tripp kann es kaum erwarten, sein langweiliges Kleinstadtleben nach seinem Highschool-Abschluss endlich hinter sich zu lassen. Um diesem Ziel schnellstmöglich näher zu kommen, baut er sich aus lauter Einzelteilen schrottreifer Autos einen coolen Truck zusammen. Doch so richtig in Fahrt kommt die alte Kiste erst, als sich dort eine merkwürdige Kreatur einnistet, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Und genau wie Tripp hat das freche Monster ein Faible für große und schnelle Autos! Nach einem zögerlichen Kennenlernen drehen die beiden so richtig auf und machen ihrem Lieblings-Truck ordentlich Feuer unter der Haube! Doch die Existenz von Tripps neuem, einzigartigem Freund bleibt nicht lange geheim und nicht jeder meint es gut mit ihm. Kann Tripp seinen neuen Buddy mit Unterstützung seiner Freunde Meredith und Sam beschützen? 3 von 5

Ja, „Monster Trucks“ ist absolut hanebüchen. Aber „Monster Trucks“ ist auch absolut liebenswert, witzig, charmant und leidet nur hier und da unter einer der technischen Ausführung inne wohnenden Schludrigkeit. Dem Spaß am schleimigen Schabernack tut das allerdings überhaupt keinen Abbruch.


MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN | Regie: Marc Rothemund | DE 2017
Mein Blind Date mit dem Leben

Eine aufregende Karriere im Luxus-Hotel – das ist der langgehegte Traum von Saliya! Doch für jemanden, der fast blind ist, könnte nichts unwahrscheinlicher sein: Aber seinen Traum aufzugeben, kommt nicht in Frage, und so schickt Saliya eine Bewerbung an ein 5-Sterne-Hotel – ohne sein Handicap zu erwähnen. Überraschenderweise funktioniert der Bluff aber tatsächlich und er bekommt eine Stelle in einem Luxus-Hotel in München. Niemand ahnt etwas von seinem Geheimnis, nur sein Freund Max erkennt bald, was es mit Saliya auf sich hat und hilft ihm, jede noch so schwierige Lage zu bewältigen. Wenn alle anderen Feierabend machen, übt Saliya bis in die Nacht die für seine Kollegen einfachsten Handgriffe, bis er sie „blind“ beherrscht. Doch als er sich in Laura verliebt scheint alles aus den Fugen zu geraten.
3 von 5

Zugunsten eines leichtfüßigen Filmerlebnisses spart „Mein Blind Date mit dem Leben“ die dunkelsten Momente im Leben von Saliya Kahawatte aus. Wem das einer Verwässerung gleichkommt, der mag vielleicht gar nicht so falsch liegen, doch das alles in allem wirklich positiv verlaufene Schicksal eines ohnehin lebensfrohen Menschen als Feel-Good-Film zu inszenieren, ist wahrlich kein Verbrechen. Marc Rothemunds Film wirklich fein geworden.


RESIDENT EVIL: THE FINAL CHAPTER |  Regie: Paul W. S. Anderson | DE/AUS/KAN/FR 2016

Resident Evil: The Final Chapter

Zum vielleicht letzten Mal begibt sich Kampfamazone Alice (Milla Jovovich) zurück zu den Ursprüngen des T-Virus nach Raccoon City, um die Infektion ein für allemal zu stoppen. Nach einer vernichtenden Niederlage in Washington D.C. und dem Untergang ihrer persönlichen Armee bekommt sie eine letzte Chance, die Menschheit vor der letzten Phase im Plan der Umbrella Corporation zu bewahren. In Raccoon City angekommen, tut Alice sich mit einer neuen Gruppe Überlebender zusammen – einigen der letzten Widerständler gegen die Zombieapokalypse. Unter diesen Rebellen befindet sich neben Anführer Doc (Eoin Macken) und dessen rechter Hand Michael (Fraser James) auch Claire Redfield (Ali Larter). Claire klammert sich an die Hoffnung, gemeinsam mit ihren Weggefährten endlich Frieden zu finden. 3 von 5

„Resident Evil: The Final Chapter“ bietet als (vielleicht) letzter Teil der beliebten Actionhorror-Reihe grundsolides Genrekino, das mit visuellem Bombast und kurzweiligen Konflikten sein Soll erfüllt. Schade. Denn gerade für einen Franchise-Abschluss dürfte die Filmqualität gern über „business as usual“ hinaus gehen.


HACKSAW RIDGE – DIE ENTSCHEIDUNG | Regie: Mel Gibson | AUS/USA 2016

Hacksaw Ridge

Der Zweite Weltkrieg im Frühling 1945: Während des Kampfes um die japanische Insel Okinawa sticht ein einziger Mann aus der Masse der US-Soldaten heraus. Der Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss (Andrew Garfield) riskiert alles und kämpft unbewaffnet bis zur völligen Erschöpfung für das Leben seiner verwundeten Kameraden. Was später als Heldentat belohnt werden soll, beschert Desmond Doss zunächst großes Misstrauen und Verachtung in den eigenen Reihen. Dennoch setzt er sich unerschrocken für seine Prinzipien ein, erarbeitet sich nach und nach den Respekt seiner Kumpanen und rettet in der entscheidenden Schlacht unzähligen Männern das Leben. Auch wenn das bedeuten könnte, dass er sein eigenes für die Kameraden lassen muss…  2 von 5

Mel Gibsons Intention hinter „Hacksaw Ridge“ ist eine ehrenwerte – die übermenschlichen Leistungen Desmond Doss‘ verdienen gewiss einen Film. Doch diesen nicht. Gibsons kruder Mix aus Kriegs-Splatter und Kitsch-Romanze geht angesichts des provozierten Emotionen-Overkills und der befremdlichen Message vollkommen baden.


WENDY – DER FILM | Regie: Dagmar Seume | DE 2017

Wendy - Der Film

Die zwölfjährige Wendy ist gar nicht begeistert. Sie soll mit ihren Eltern Gunnar und Heike die kompletten Sommerferien auf Rosenborg verbringen. Der runtergekommene Reiterhof, den Wendys Oma Herta nach dem Tod ihres Mannes allein betreibt, steht in direkter Konkurrenz zum modernen Reitstall St. Georg. Dieser gehört der geschäftstüchtigen Ulrike, deren Tochter Vanessa erst bei Turnieren gewinnen kann, seit Wendy mit dem Reiten aufgehört hat. Denn Wendy ist seit einem Reitunfall nie wieder auf ein Pferd gestiegen. Doch kaum am Ferienort angekommen, läuft ihr das verwundete Pferd Dixie über den Weg. Es ist dem Metzger Röttgers ausgebüxt und scheint nun Wendys Nähe zu suchen. Zwischen den beiden Einzelgängern entwickelt sich eine Freundschaft, die nicht nur Wendys Leben für immer verändern wird…2 von 5

„Wendy – Der Film“ kommt an den zeitlosen Charme der vielen Vorlagen nicht heran und ist daher nur ein x-beliebiger Pferde-Mädchen-Film, der dann auch nicht mit überraschend wenig Pferden und weitestgehend farblosen Figuren bestückt ist.


KUNDSCHAFTER DES FRIEDENS | Regie: Robert Thalheim | DE/ESP 2017

Kundschafter des Friedens

Jochen Falk (Henry Hübchen) lässt sich seine Überraschung nicht anmerken, als ihn der BND zu einem Gespräch bittet. Als ehemaliger DDR-Spion hat er nur Verachtung für die „Amateurtruppe“ übrig, vor allem, nachdem er vor über 30 Jahren vom West-Agenten Frank Kern (Jürgen Prochnow) enttarnt wurde. Doch der BND braucht seine Hilfe, um den designierten Präsidenten einer ehemaligen Sowjetrepublik aufzuspüren, der zusammen mit einem BND-Agenten entführt worden ist – und dieser Agent ist ausgerechnet Kern!  Falk sieht seine große Chance gekommen, sich zu rehabilitieren und seine offene Rechnung mit Kern zu begleichen. Er stimmt zu, für den BND nach Katschekistan zu fliegen, allerdings nur unter der Bedingung, den Einsatz mit seinem alten Team durchzuführen – einer Gruppe rüstiger Rentner, die ihren Job aber noch genauso beherrscht wie früher.


SUBURRA | Regie: Stefano Sollima | IT/FR 2015

Suburra

Eine minderjährige Prostituierte stirbt nach einer ausschweifenden Partynacht mit dem Parlaments-Abgeordneten Filippo Malgradi. Als der Plan des Familienvaters, den Vorfall zu vertuschen, durch eine Verkettung tragischer Umstände misslingt, gerät er ins Visier der Mafia. Eine gefährliche Spirale aus Erpressung, Korruption, Gewalt und Mord beginnt sich immer schneller zu drehen, um sich unaufhaltsam tief in das dunkle Herz von Rom zu bohren… Regisseur Stefano Sollima beleuchtet virtuos die Verflechtungen der italienischen Gesellschaft im Schatten von organisiertem Verbrechen, marodem Staat und rücksichtslosen Politikern. „Suburra“ führt als majestätisches Epos zwischen kompromisslosem Thriller und scharfer Gesellschaftskritik die Tradition des italienischen Mafia-Kinos der Siebzigerjahre fort.


DIE FEINE GESELLSCHAFT | Regie: Bruno Dumont | DE/FR 2016

Die feine Gesellschaft

Im Sommer 1910 geht Seltsames vor sich an der französischen Normandieküste. Alljährlich findet sich hier der Landadel ein, denn die Luft ist heilsam und die armen Fischer und verlumpten Muschelsammler sind herrlich pittoresk. Doch dieses Jahr ist etwas anders: zahlreiche Sommerfrischler sind spurlos verschwunden und haben das bizarre Polizistenduo Böswald und Blading auf den Plan gerufen. Schnell deuten die Zeichen auf den Fischer Rohbrecht. Mit seinem kantigen Sohn Lümmel verdient er sich ein Zubrot, indem er wohlhabende Touristen über die ewigen Gewässer befördert. So auch die Töchter der Familie van Peteghem, deren herrschaftliches Anwesen über der Bucht thront. Dabei verlieben sich Lümmel und die schöne Billie van Peteghem und zwingen Distinguierte und Depravierte in einen allzu plötzlichen Familien-Kontakt.


DIE SCHÖNEN TAGE VON ARANJUEZ | Regie: Wim Wenders | FR/DE/PRT 2016

Die schönen Tage von Aranjuez

Ein traumhafter Sommertag. Ein Garten. Eine grün umrankte Veranda. An einem Gartentisch sitzen eine Frau und ein Mann, von Bäumen umgeben, durch die hin und wieder ein sanfter Wind weht. In der weiten Ebene in der Ferne liegt Paris. Ein Zwiegespräch zwischen der Frau und dem Mann, ein Fragen und Antworten. Es geht um Erfahrungen in der Liebe, um die Kindheit, um Erinnerungen, um das Wesen des Sommers und darum, was Männer und Frauen unterscheidet, um weibliche Sicht und männliche Wahrnehmung. Mit Blick auf die Terrasse, die Frau und den Mann sehen wir im Haus dahinter den Schriftsteller, der sich diesen Dialog gerade ausdenkt und ihn auf seiner Schreibmaschine tippt. Oder ist es umgekehrt? Erzählen ihm die beiden, was er dann nur noch zu Papier bringen muss: Einen letzten langen Dialog zwischen Mann und Frau?


Heimkinotipp: DIE GLORREICHEN SIEBEN |  Regie: Antoine Fuqua | USA 16

Die glorreichen Sieben

Das kleine Städtchen Rose Creek steht unter der tödlichen Kontrolle des Geschäftsmanns Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard), der die dortigen Anwohner unterjocht und erpresst. Die verzweifelten Einwohner engagieren daher zu ihrem Schutz sieben Outlaws, Kopfgeldjäger, Spieler und Revolverhelden – Sam Chisolm (Denzel Washington), Josh Farraday (Chris Pratt), Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), Jack Horne (Vincent D’Onofrio), Billy Rocks (Byung-Hun Lee), Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo) und Red Harvest (Martin Sensmeier). Während sie die Stadt mit viel Elan und Hoffnung auf den gewalttätigen Showdown vorbereiten, finden diese sieben Söldner heraus, dass es bei ihrem Kampf nicht nur um Geld geht.
4 von 5

Die glorreichen Sieben“ punktet mit Tempo, Style und tollen Darstellern. In Sachen Brutalität schaltet Antoine Fuqua überraschend auf Sparflamme. Dadurch büßt die Neuauflage des Klassikers jedoch nur bedingt an Sehvergnügen ein. Der energiegeladene Action-Western bietet einen äußerst unterhaltsamen Spagat zwischen traditionellem Genrekino und modernem Blockbuster-Entertainment.

Das startet am 12. Januar 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den ersten Startdonnerstag des 12. Januar 2017, zu dem die Oscars ihre Schatten voraus werfen. Das Must-See der Woche ist das spektakuläre Musical „La La Land“, das angesichts der guten Mundpropaganda durchaus schöne Zahlen schreiben dürfte. Ebenfalls mehrfach für Filmpreise nominiert ist das Westerndrama „Hell or High Water“, das für die breite Masse allerdings zu nieschig sein dürfte. Schwer tun könnte sich auch „Bob, der Streuner“, da dieser eher als Familienfilm vermarktet wird, jedoch erst ab 12 Jahren freigegeben ist. Darüber hinaus dürfte in Ermangelung von Genrekonkurrenz auch die derbe Familienkomödie „Why Him?“ recht leichtes Spiel haben. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

LA LA LAND | Regie: Damien Chazelle | USA 2016

La La Land

Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der charismatische Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) suchen das große Glück in Los Angeles. Sie halten sich mehr schlecht als recht und wenig zufriedend mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich nach anfänglicher Skepsis Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in „La La Land“ – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen um ihren Träumen näher zu kommen. Kann ihre Beziehung diesem Druck standhalten, oder wird sie an der schillernden Hollywoodwelt zerbrechen?5 von 5

„La La Land“ ist pure Kinomagie, ein leidenschaftlicher Ritt durch unzählige Jahrzehnte des kinematografischen Zeitgeschehens und eine Hommage an das Genre der Musical-Romanze. So wunderschön, mitreißend, passioniert und gefühlvoll ist Kino nur in den seltensten Fällen. Nie war ein Must-See verpflichtender!


BOB, DER STREUNER | Regie: Roger Spottiswoode | UK 2016
Bob, der Streuner

Das Letzte, was James (Luke Treadaway) gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich von Tag zu Tag als Straßenmusiker durch, und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Und jetzt auch noch das: Als es eines Abends in seiner Wohnung scheppert, steht da nicht wie vermutet ein Einbrecher in der Küche, sondern ein roter ausgehungerter Kater. Obwohl knapp bei Kasse beschließt James, den aufgeweckten Kater aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, sein neues Herrchen zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Für James ist nichts mehr, wie es war. Bob und er werden unzertrennliche Freunde, und James findet dank Bob nach und nach den Weg zurück ins Leben … 4 von 5

„Plötzlich Papa“ beginnt als heitere Komödie und mündet in ein herbes Drama. Zusammen gehalten wird diese inszenatorische Gratwanderung von Omar Sy und dem Rest des Ensembles, wenngleich manche erzählerischen Verwicklungen ein wenig zu bemüht wirken, um ehrlich zu Herzen zu gehen.


HELL OR HIGH WATER |  Regie: David Mackenzie | USA 2016
Hell or High Water

Zwei Brüder – der rechtschaffene, geschiedene Toby (Chris Pine), Vater zweier Kinder, und der jähzornige Tanner (Ben Foster), frisch entlassener Häftling – begehen gemeinsam mehrere Banküberfälle, um zu verhindern, dass die hochverschuldete Farm ihrer Familie an die Bank zurückfällt. Dies ist ihr letzter, verzweifelter Kampf um eine Zukunft, die ihnen unter den Füßen weggezogen wurde. Ihr Plan scheint aufzugehen, bis sie ins Visier des unerbittlichen Texas Rangers Marcus Hamilton (Jeff Bridges) geraten, der kurz vor seinem Ruhestand noch einen großen Triumph feiern will. Als die beiden Brüder einen letzten Bankraub planen, kommt es zum alles entscheidenden Showdown zwischen einem wahrhaft aufrichtigen Gesetzeshüter und einem Brüderpaar, das nichts zu verlieren hat – außer der Familie! 4 von 5

Man könnte kaum pessimistischer ins neue (Kino-)Jahr starten! David Mackenzies „Hell or High Water“ dekonstruiert den American Dream vom sorglosen Leben und sorgt mit aller Konsequenz und viel pechschwarzem Humor für ein, trotz allem Pessimismus, doch überraschend vielschichtiges Abbild der modernen Gesellschaft – die darin innewohnenden, menschlichen Abgründe inklusive.


WHY HIM? |  Regie: John Hamburg | USA 2016

Why Him?

Als Ned (Bryan Cranston), ein überfürsorglicher aber liebender Vater, zusammen mit seiner Familie seine Tochter Stephanie (Zoey Deutch) in Stanford besucht, trifft er auf seinen größten Alptraum: ihren Freund, den gutmeinenden aber nicht gesellschaftsfähigen Silicon-Valley-Millionär Laird (James Franco), der es mit allem immer ein wenig zu gut meint. Der zugeknöpfte Ned findet den peinlichen Laird absolut unangebracht für seine Tochter. Die einseitige Rivalität und Neds panische Reaktionen eskalieren als er feststellt, dass er keinen Einfluss in der glamourösen High-Tech Welt hat und Laird kurz davor ist, seiner Tochter einen Heiratsantrag zu machen. 3 von 5

„Why Him?“ täten ein paar ruhigere Momente ganz gut, denn wann immer die Darsteller so richtig aufdrehen, wird es schnell (zu) vulgär. Trotzdem ist es ausgerechnet James Franco, der dazu beiträgt, dass die Geschichte die richtige Portion Herz hat – und an Bryan Cranston kann man sich ohnehin nicht satt sehen.


BALLERINA | Regie: Eric Summer, Eric Warin | FIN/SWE/DE 2016
Ballerina

Félicies Füße wollen einfach nicht still stehen: Das 12-jährige Mädchen träumt davon, Tänzerin zu werden. Doch in dem Waisenhaus, in dem sie aufwächst, hält man ihren tollpatschigen Bewegungsdrang für Unfug. Einzig der gleichaltrige Victor, dessen Traum ein berühmter Erfinder zu werden ebenfalls belächelt wird, glaubt an die zukünftige Ballerina. Natürlich hat Victor auch schon einen genialen Fluchtplan entwickelt, der die beiden auf turbulente Weise direkt in die Stadt katapultiert, in der ihren Träumen nichts mehr im Weg stehen soll: Paris – die Stadt der Lichter und Entstehungsort einer futuristischen Stahlkonstruktion namens Eiffelturm. Hier werden die beiden schon bald getrennt und Félicie macht sich auf die Suche nach dem Pariser Opernhaus. Was sie dort sieht, verschlägt ihr glatt den Atem… 3 von 5

Optisch wie erzählerisch kann der 3D-Animationsfilm „Ballerina“ längst nicht mit den Produktionen der großen Frontrunner-Studios mithalten. Doch obwohl die Geschichte über ein Waisenmädchen, das gern eine Ballerina wäre, in weitestgehend schematischen Bahnen verläuft, verhelfen ihr die soliden Sprecherleistungen, die schnörkellose Botschaft und der poppige Soundtrack zu einer immer noch durchschnittlichen Wertung.


 THE GREAT WALL | Regie: Yimou Zhang | CN/USA 2016

The Great Wall

Nordchina vor vielen hundert Jahren: Der Söldner William Garin führt ein Quintett von kampferprobten Kriegern an, die es nach Reichtum, Macht und Ruhm giert. Einer aus der Gruppe hat von einer neuen Waffe gehört, einem explodierenden Pulver, das ihnen alle Reichtümer einbringen kann. Nachdem sie gerade so ein Aufeinandertreffen mit einem Wüstenstamm überlebt haben, wird die Gruppe nachts von einem unsichtbaren Feind angegriffen. Garin und Tovar verlieren ihre Begleiter, aber sie erbeuten auch einen seltsamen, magnetischen Stein zusammen mit einer weiteren Trophäe – einer abgetrennten Kralle von der Kreatur, welche die Gruppe so brutal angegriffen hat. Als die beiden Überlebenden die Chinesische Mauer erreichen und auf eine unbekannte Armee von Kriegern treffen, ergeben sie sich und erfahren Unglaubliches… 2 von 5

„The Great Wall“ hat trotz imposanter Bilder, eines hohen Produktionswertes und hübschen Kampfchoreographien ein ganz großes Problem: Er besitzt die meiste Zeit über weder ein Herz, noch eine Seele und die oberflächlichen Figuren sind von Anfang an vollständig egal. Dagegen können selbst Namen wie Matt Damon oder Willem Dafoe nichts ausrichten.


DIE HOLLARS – EINE WAHNSINNSFAMILIE | Regie: John Krasinski | USA 2016

Die Hollars - Eine Wahnsinnsfamilie

John Hollar lebt in New York City, wo er sich mehr oder weniger erfolgreich als Künstler durchschlägt. Als er von der Krankheit seiner Mutter erfährt, reist er in seine alte Heimat und muss sich dort den Herausforderungen einer typischen Kleinstadt im Herzen der USA stellen. Zurück im Haus, in dem er einst aufwuchs, wird John postwendend mit den Problemen seiner zerrütteten Familie, einem alten Highschool-Rivalen und einer übereifrigen Ex konfrontiert, während seine Freundin in New York kurz vor der Geburt des gemeinsamen Kindes steht. Nach einem Drehbuch von Jim Strouse inszenierte John Krasinski mit seinem zweiten Spielfilm eine gleichermaßen urkomische wie herzzerreißende Geschichte, die den Blick in berührender Weise auf familiäre und freundschaftliche Bindungen richtet.


MR. CHURCH | Regie: Bruce Beresford | USA 2016

Mr. Church

1965: Die zehnjährige Charlie lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter Marie Brody (Natascha McElhone) in einem kleinen heruntergekommenen Apartment. Eines Morgens klopft es an der Tür: Henry Church (Eddie Murphy) hat von Maries verstorbenem Ex-Freund den Auftrag bekommen, sich sechs Monate lang um Charlie und Marie zu kümmern, weil Marie an Brustkrebs erkrankt ist. Doch aus den sechs Monaten werden sechs Jahre – immer noch unterstützt Mr. Church seine Schutzbefohlenen. Mit der Zeit entwickelt sich eine tiefe Bindung zwischen dem herausragenden Koch und seinen Vorgesetzten, doch nach Außen wirkt die Freundschaft einer weißen Familie mit einem Schwarzen zur damaligen Zeit mehr als befremdlich. Die Zeit dort wird für Henry auch zu einer moralischen Zerreißprobe…


DIE BLUMEN VON GESTERN | Regie: Chris Kraus | DE 2016

Die Blumen von gestern

Eine irgendwie doch sehr romantische Komödie am Rande des Abgrunds: Mitten in der tiefsten Lebenskrise wird dem Holocaust-Forscher Toto eine Assistentin zur Kongress-Vorbereitung zugeteilt – Zazie, jüdischer Herkunft und mit ausgeprägter Teutonen-Phobie. Der Stargast des Kongresses, eine berühmte Schauspielerin, zieht plötzlich die Zusage zurück und zwischen Totos und Zazies Biografien tauchen bizarre Verbindungen auf…

Chris Kraus verbindet in „Die Blume von gestern“ auf seine eigene, leidenschaftliche Art Komödie mit einem zutiefst berührendem Drama. In den Hauptrollen brillieren unter anderem Lars Eidinger, wie man ihn noch nie gesehen hat, und die sensationelle Adèle Haenel, weltweit gefragter französischer Shooting-Star.


Heimkinotipp: MOTHER’S DAY – LIEBE IST KEIN KINDERSPIEL |  Regie: Gary Marshall | USA 16

Mother's Day

Was wären wir ohne die Liebe? Mal verzaubert sie uns, mal lässt sie uns verrückt spielen, mal bringt sie uns zum Lachen und dann wieder zum Weinen. Sie macht uns stark und manchmal ganz schwach, doch eigentlich tun wir alles für sie – denn ohne sie wäre alles nichts. So wie für Sandy (Jennifer Aniston), die seit Jahren von Henry (Timothy Olyphant) geschieden ist, aber irgendwie immer noch hofft, dass er zu ihr zurück findet. Wäre da nicht nur seine ätzende neue Freundin. Oder Jesse (Kate Hudson) und Gabi, die ihren Eltern schon seit Jahren verheimlichen, dass Jesses Mann Russell Inder und Gabis Frau Max gar kein Mann ist. Bradley (Jason Sudeikis) wiederum versucht, seit dem Tod seiner Frau als „Mister Mom“ bei seinen Teenie-Töchtern zu punkten – stolpert aber von einem Fettnapf zum nächsten.
3 von 5

„Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel“ hält genau das, was der Titel verspricht. Schöne Menschen geben sich vor schönen Kulissen den mal berührenden, mal komischen, aber oftmals auch ziemlich belanglosen Liebesproblemen hin, die nur Hollywood so herrlich konstruieren kann. Zwei der fünf Episoden sind aber tatsächlich richtig gelungen – nicht zuletzt, weil die Besetzung einfach stimmt.

Das startet am 5. Januar 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den ersten Startdonnerstag im neuen Jahr. Nämlich um den 5. Januar. Mit „Passengers“ bringt er dem zahlenden Publikum eine Science-Fiction-Romanze mit Starbesetzung ins Kino, die in den Medien bereits kräftig beworben wird. Es wird interessant sein, zu sehen, wie sehr die Namen Jennifer Lawrence und Chris Pratt hierzulande ziehen werden. Auch für die französische Tragikomödie „Plötzlich Papa“ wird schon kräftig die Werbetrommel gerührt. Und mit Omar Sy in der Hauptrolle hat der Film einen echten Trumpf im Ärmel. Ganz großes Kino kommt indes aus Südkorea. Das erotische Drama „Die Taschendiebin“ ist Augenschmaus und erzählerisches Wohlgefühl in einem.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE TASCHENDIEBIN | Regie: Chan-wook Park | KOR 2016

Die Taschendiebin

Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee, ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt.
4 von 5

Chan-wook Parks „Die Taschendiebin“ ist ein komplex-verschachtelt erzähltes, hochspannendes und ebenso erotisches Verwirrspiel um Liebe, Begehren und das Entkommen aus gesellschaftlichen Zwängen. Trotz einiger Längen ist das betörend schön gefilmte Drama schon jetzt ein Highlight des Kinojahres 2017.


PLÖTZLICH PAPA | Regie: Hugo Gélin | FR 2016
Plötzlich Papa

Samuel (Omar Sy) lebt in Südfrankreich und genießt sein Single-Leben in vollen Zügen. Jeden Tag Sonne, Strand und Spaß – und bloß keine Verpflichtungen, bitte! Eines Tages jedoch taucht Kristin (Clémence Poésy) bei ihm auf, eine verflossene Liebschaft, mit einer süßen Überraschung im Arm: Gloria, seine Tochter, von deren Existenz er bislang nichts wusste. Ehe Samuel sich versieht, ist Kristin auch schon wieder verschwunden, hat Gloria allerdings bei ihm zurückgelassen. Er soll sich allein um dieses Kind kümmern? No way! Panisch reist Samuel Kristin nach London hinterher, um sie zu suchen – aber ohne Erfolg. Acht Jahre später: Samuel und Gloria (Gloria Colston) leben in London und sind längst unzertrennlich. Dank seiner Tochter ist Samuel erwachsen geworden und macht als Stuntman Karriere. Doch da taucht Kristin erneut auf und fordert ihr Kind zurück… 3 von 5

„Plötzlich Papa“ beginnt als heitere Komödie und mündet in ein herbes Drama. Zusammen gehalten wird diese inszenatorische Gratwanderung von Omar Sy und dem Rest des Ensembles, wenngleich manche erzählerischen Verwicklungen ein wenig zu bemüht wirken, um ehrlich zu Herzen zu gehen.


PASSENGERS |  Regie: Morten Tyldum | USA 2016
Passengers

Aurora (Jennifer Lawrence) und Jim (Chris Pratt) sind zwei Passagiere an Bord eines Raumschiffs namens Avalon, das sie zu einem neuen Leben auf einem anderen Planeten bringen soll. Doch ihre Reise nimmt plötzlich eine lebensbedrohliche Wendung. Denn die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie ihr Ziel erreicht haben werden. Während Jim und Aurora versuchen, hinter das Geheimnis dieser Fehlfunktion zu kommen, fühlen sie sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Doch dann werden sie von dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Raumschiffs bedroht und entdecken den wahren Grund, warum sie aufgewacht sind. Können sie unter diesen schwierigen Bedingungen überleben?
3 von 5

„Passengers“ beginnt als klassische Liebesgeschichte, schlägt allerdings irgendwann den Weg durchschnittlicher Blockbuster-Action ein und bleibt bis zuletzt konsequent inkonsequent. Trotz starker Schauspielleistungen und einem pompösen Set-Design ist es aber vor allem die fragwürdige Moral hinter der Geschichte, dank derer der Film nicht über das Prädikat „Durchschnitt“ hinaus kommt.


FEUERWEHRMANN SAM – ACHTUNG AUßERIRDISCHE! |  Regie: Gary Andrews | UK 2016

Feuerwehrmann Sam - Achtung Außerirdische!

Die Bewohner von Pontypandy sind in Aufruhr: Nachdem Norman Price von der Sichtung einer fliegenden Untertasse erzählt, taucht Buck Douglas, der berühmte Alienforscher, in der Stadt auf und gibt Tipps, wie sich die Außerirdischen am besten entdecken lassen. Plötzlich begeben sich alle auf die Suche nach den Außerirdischen. Die Unvorsichtigkeit der Abenteurer sorgt für so manches Unglück. Doch Feuerwehrmann Sam ist natürlich zur Stelle: Mit der Hilfe des neuen Bergrettungszentrums und dem neuen Einsatzhubschrauber „Wallaby 2“ kann er den Verunglückten helfen. Am liebsten würde Sam dem Spuk sofort ein Ende bereiten und so weitere Unfälle verhindern. Doch Norman und seine Detektivfreunde finden schließlich eine Spur der Besucher aus dem Weltraum. Aber ihr Fund bringt sie in große Gefahr. 1 von 5

Das zweite, auf der gleichnamigen, walisischen Kinderserie basierende Kinoabenteuer rund um „Feuerwehrmann Sam“ ist im Anbetracht seines rudimentären Nintendo-64-Designs und der spannungsarmen Story wohl nur noch ein Fall für Hardcore-Fans.


DER GLÜCKLICHSTE TAG IM LEBEN DES OLLI MÄKI|Regie: Juho Kuosmanen|FIN/SWE/DE 2016
Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki

Finnland 1962: Olli Mäki hat die einmalige Chance, Boxweltmeister zu werden. Als erster Finne überhaupt kämpft er im Federgewicht um den Titel. Helsinki und ganz Finnland warten auf Ollis großen Sieg, aber der hat was ganz anderes im Kopf: Er hat gerade die Liebe seines Lebens getroffen…

„Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“ ist ein romantischer Film gespickt mit feinem Humor über eine wahre, in Finnland sehr bekannte Geschichte, herzerwärmend, voll schöner Melancholie und Menschlichkeit. Juho Kuosmanen erzählt in der Tradition der großen finnischen Melancholiker wie Aki Kaurismäki und ergänzt in seinem Spielfilmdebüt die typisch lakonische Schrulligkeit um einen erfrischenden, zutiefst menschlichen Optimismus.


Heimkinotipp: GENIUS |  Regie: Michael Grandage | UK/USA 2016

Genius

Für Lektor Maxwell Perkins ist klar, was einen grandiosen Roman ausmacht: Im New York der 1920er Jahre nimmt er gegen alle Widerstände seines Verlagshauses „Scribner’s Sons“ noch unbekannte aber höchst talentierte Autoren wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald erstmals unter Vertrag. Als der junge Thomas Wolfe mit einer losen, tausendseitigen Blättersammlung in Perkins‘ Büro auftaucht, sagt ihm sein Instinkt sofort: Hinter diesem Chaos verbirgt sich ein literarisches Genie! Perkins versucht, die überschäumenden Texte des exzentrischen Künstlers zu bändigen, Lektor und Autor kämpfen um jede Formulierung. Es entsteht eine Freundschaft, die sowohl Wolfes Geliebte, als auch Perkins‘ Ehefrau eifersüchtig macht und ihre Geduld strapaziert. 3 von 5

„Genius“ entwickelt sich von einem spritzigen Gefecht zwischen Autor und Lektor zu einem weitestgehend standardisierten Künstlerporträt, das technisch gefällt, mit guten Darstellern überzeugen kann, dem aber das Besondere fehlt.

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