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Das startet am 4. Mai 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 4. Mai – und es ist vermutlich die stärkste Kinowoche, die das Kinojahr 2017 zu bieten hat. Zumindest von der Qualität her. Ein Besuch von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist Pflicht, doch auch Horrorfans kommen mit „Get Out“ voll auf ihre Kosten. Wer Mut hat, auch mal experimenteller Filmkost aus Deutschland eine Chance zu geben, für den ist „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ die Empfehlung der Woche. Der Rest kann da nur schwer mithalten… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT  | Regie: J.A. Bayona | UK/ESP/USA 2016

Das Leben des jungen Conor (Lewis MacDougall) ist alles andere als sorglos: Seine Mutter (Felicity Jones) ist ständig krank, er muss deshalb bei seiner unnahbaren Großmutter (Sigourney Weaver) wohnen, und in der Schule verprügeln ihn die großen Jungs. Kein Wunder, dass er jede Nacht Albträume bekommt. Doch dann wird alles anders: Als er wieder einmal schweißgebadet – um punkt sieben Minuten nach Mitternacht – aufwacht, hat sich der alte Baum vor seinem Fenster in ein riesiges Monster verwandelt und spricht zu ihm. Ist das noch der Traum – oder ist es Realität? Das weise Monster beginnt, ihm Geschichten zu erzählen. Fortan kommt sein ungewöhnlicher Freund jede Nacht und seine Erzählungen führen Conor auf den Weg zu einer überwältigenden Wahrheit…

Ein Fazit zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ zu verfassen, würde bedeuten, all die von diesem Film ausgehende Wucht zusammenfassen zu wollen. Zu zähmen, was nicht gezähmt werden darf, die Kraft zu bündeln, und zum Abschluss zu bringen was auch nach seinem Ende noch fortbestehen muss. Ein Film wie dieser braucht kein Fazit. Er braucht ja noch nicht einmal eine Kritik…


GET OUT  | Regie: Jordan Peele | USA 2017

Ein Landhaus im Grünen, ein Wochenende bei den Schwiegereltern in spe, der Empfang ist herzlich – vielleicht eine Spur „zu herzlich“. Schnell muss Chris (Daniel Kaluuya) feststellen, dass mit der Familie seiner Freundin Rose (Allison Williams) etwas nicht stimmt. Was führen der scheinbar so weltoffene Dean (Bradley Whitford) und seine Gattin Missy (Catherine Keener), einer der Hypnose mächtige Frau, im Schilde? Es kommt zu bizarren Zwischenfälle, die den vermeintlich entspannten Antrittsbesuch unversehens in einen ausgewachsenen Alptraum für den Familien-Neuling machen sollen. Denn hier herrscht ein nie dagewesener Kampf zwischen schwarz und weiß.

Erst brennt sich der paralysierende Song „Run, Rabbit, Run“ in die Köpfe der Zuschauer, später kommt man in den zweifelhaften Genuss einer Bedrohung, die sich partout nicht greifen lässt und irgendwann kommt der Punkt, an dem man merkt, wie penibel durchdacht und brillant das Konzept von „Get Out“ aufgebaut ist. Wir legen es jedem ans Herz, diesen Film für sich zu entdecken.


EINSAMKEIT UND SEX UND MITLEID | Regie: Lars Montag | DE 2017

Irgendwo in Deutschland leben Menschen wie Du und ich. Sie alle sind Gefangene in einem Netz aus Neurosen, Ängsten, aber auch aus Sehnsüchten und Träumen. Da ist zum Beispiel Ecki. Ecki, 55, war mal Lehrer. Und zwar ein guter. Bis dieses Mädchen behauptet hat, er habe sie angegrapscht. Eine dreiste Lüge! Dann wäre da noch Thomas, 43. Thomas ist ein echter Mann. Angst? Fehlanzeige. Er passt auf Carla auf. Mit Leuten mit Migrationshintergrund hat er es nicht so. Carla, 27, will stark sein. Trotz der Sache mit dem Ausländer. Thomas hilft ihr dabei. Aber eigentlich kann das Carla auch ganz alleine. Auch Robert hadert mit sich. Robert, 53, hat keine Struktur mehr (sagt seine Frau), aber Familie: Maschjonka, Swentja und Sonja. Aber die brauchen ihn eigentlich nicht. Deshalb hätte er er gern einen Freund…

Mit seiner unverblümten Romanverfilmung „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ riskiert Regisseur Lars Montag viel – und gewinnt auf ganzer Linie. In mehreren Episoden entblößt die Hardcore-Komödie den Menschen an sich und gibt dabei nicht bloß unsere eigene Erwartung, sondern auch die Mechanismen des deutschen Anspruchskinos der Lächerlichkeit preis. Grandios!


VICTORIA – MÄNNER & ANDERE MISSGESCHICKE | Regie: Justine Triet | FR 2016

Victoria (Virginie Efira) ist Anwältin in Paris, Ende 30, alleinerziehend, hat ein lockeres Sex-Leben und ist charmant-egozentrisch. Bei einer Hochzeit trifft sie ihren guten Freund Vincent (Melvil Poupaud) sowie Samuel (Vincent Lacoste), einen Klein-Dealer, den sie vor einiger Zeit verteidigt hat. Tags darauf steht Vincent unter Anklage wegen versuchtem Mord an seiner Freundin. Einziger Zeuge ist der Dalmatiner des Opfers. Widerwillig übernimmt Vitoria seine Verteidigung. Als sie dann auch noch Sam als Au Pair Boy einstellt, nimmt das Chaos in Victorias Leben seinen Lauf. Dabei sieht sie sich plötzlich vor Herausforderungen gestellt, für die sie vielleicht auch mal die Hilfe ihres Umfelds entgegen nehmen muss. Doch dafür müsste sie über ihren eigenen Schatten springen…

Bei „Victoria – Männer & andere Missgeschicke“ sollte man sich auf gar keinen Fall von dem konventionellen Untertitel abschrecken lassen. Gemeinsam mit der umwerfenden Virginie Efira gelingt Regisseurin Justine Triet das überraschend tiefgründige Charakterporträt einer widersprüchlichen, jedoch nicht minder aufregenden Frau, das in den entscheidenden Momenten zwischen Komik und Tragik wechselt.


5 FRAUEN | Regie: Olaf Kraemer | DE 2016

Marie (Anna König), Anna (Korinna Krauss), Ginette (Odine Johne), Nora (Kaya Marie Möller) und Stephanie (Julia Dietze) sind Freundinnen seit Kindertagen. Wie jeden Sommer treffen sich die fünf Frauen auf dem südfranzösischen Landgut von Maries Eltern, um ein ganzes Wochenende nur unter sich zu sein. Doch ihr Wiedersehen wird gleich in der ersten Nacht gestört von einem Unbekannten, der ins Haus einbricht. In einem Moment des Überschwangs geschieht ein Unglück und so stehen die Freundinnen am nächsten Morgen vor einer Leiche, die sie möglichst unauffällig verschwinden lassen müssen. Als ein attraktiver Fremder auftaucht, der behauptet seinen Bruder zu suchen, wird die Freundschaft der Frauen auf eine harte Probe gestellt.

Man möchte Olaf Kraemer das fertige Werk mit den Worten zurück geben, dass dieser erste Entwurf ja immerhin einigermaßen vielversprechend sei, es allerdings noch reichlich Zeit und Arbeit in Anspruch nehme, bis hieraus ein guter Film wird. Große Namen im Cast und die Besinnung darauf, dass all das hier ja reine Fiktion ist, können nichts daran ändern, dass „5 Frauen“ darstellerisch, technisch und erzählerisch an allen Ecken und Enden gescheitert ist.


REGELN SPIELEN KEINE ROLLE |  Regie: Warren Beatty | USA 2016

Hollywood, 1958. Eine junge Amerikanerin, die von einer großen Karriere als Schauspielerin träumt, und ihr ehrgeiziger junger Fahrer verfolgen ihre Ziele voller Hoffnungen. Doch sie haben mit den absurden Regeln und dem exzentrischen Wesen des völlig unberechenbaren Milliardärs Howard Hughes zu kämpfen, für den beide arbeiten. Marla Mabrey, Kleinstadt-Schönheitskönigin, Songwriterin, fromme Baptistin und noch Jungfrau, steht seit Kurzem bei dem berühmt-berüchtigten Milliardär Howard Hughes unter Vertrag. Als sie in Los Angeles landet, lernt sie am Flughafen ihren Fahrer Frank Forbes kennen. Der tiefreligiöse Methodist ist seit der siebten Klasse mit einem Mädchen zusammen, das er nach der bereits erfolgten Verlobung demnächst auch heiraten will. Doch vom ersten Moment an fühlen sich Marla und Frank zueinander hingezogen, doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern…


SHIN GODZILLA | Regie: Hideaki Anno | JP 2016

In der Bucht von Tokio kommt es zu unerklärlichen Ereignissen: Eine Yacht treibt auf dem Wasser, der Besitzer ist spurlos verschwunden. Zur gleichen Zeit scheint unweit davon wie aus dem Nichts ein Vulkan auf dem Meeresgrund auszubrechen. Doch schnell wird klar, dass die Geschehnisse von einem lebenden Organismus ausgegangen sein müssen. Erste Videos der unbekannten Kreatur tauchen auf: Es ist riesig und bewegt sich mit rasender Geschwindigkeit auf die Stadt zu. Die Behörden müssen schnell handeln, um die Bevölkerung vor einer Katastrophe zu schützen. Doch in keinem Notfall-Plan der Welt ist geregelt, wie man mit einem unbekannten, gigantischen Monster umgeht. Einem Mitglied der Regierung werden bislang unveröffentlichte Aufsätze eines Forschers zugespielt, die das Geschöpf zu erklären versuchen – und ihm einen Namen geben: Godzilla! Ein Team aus Experten versucht, dem Monster den Garaus zu machen…


Heimkinotipp ROGUE ONE: A STAR WARS STORY  |  Regie: Gareth Edwards | USA 2016

Die junge Jyn Erso wächst schon in frühen Jahren als Waise auf. Mittlerweile schlägt sie sich mit größeren und kleinen Schandtaten durchs Leben, bis sie eines Tages von einer Gruppe von Rebellen angeheuert wird, um gemeinsam mit ihr dem Imperium entgegen zu treten. Unter der Führung von Widerstandskämpferin Mon Mothma soll sie die Pläne des Todessterns in ihre Gewalt bringen – der gefährlichsten Waffe, des Universums. Da auch Jyns Vater Erso einst an dem Bau des Zerstörers beteiligt war, erhoffen sich die Rebellen Insiderwissen von der toughen Lady und tatsächlich erklärt diese sich bereit, Teil dieses Teams aus ganz unterschiedlichen Widerständlern zu werden, um an der Seite von Captain Cassian Andor und dem ehemaligen Imperiumsdroiden K-2SO die Welt vor dem Todesstern zu beschützen. Dabei haben die drei die Rechnung ohne den imperialen Militärdirektor Krennic gemacht… 

Das betont düstere „Star Wars“-Spin-Off „Rogue One: A Star Wars Story“ ist eine Bereicherung für das Sternenkrieger-Universum und punktet zu gleichen Teilen mit virtuosen Effekten und einer spannenden Grundgeschichte. Weniger überzeugend geraten hingegen die eher oberflächlichen, wenn auch charismatischen Figuren sowie eine recht einfältige Dramaturgie.

Das startet am 15. Dezember 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 15. Dezember 2016, an dem nichts an „Rogue One: A Star Wars Story“ vorbei kommt. Entsprechend übersichtlich gestaltet sich der Rest an Neustarts, der dagegen ohnehin keine Chance haben wird.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ROGUE ONE: A STAR WARS STORY | Regie: Gareth Edwards | USA 2016

Rogue One: A Star Wars Story

Die junge Jyn Erso wächst schon in frühen Jahren als Waise auf. Mittlerweile schlägt sie sich mit größeren und kleinen Schandtaten durchs Leben, bis sie eines Tages von einer Gruppe von Rebellen angeheuert wird, um gemeinsam mit ihr dem Imperium entgegen zu treten. Unter der Führung von Widerstandskämpferin Mon Mothma soll sie die Pläne des Todessterns in ihre Gewalt bringen – der gefährlichsten Waffe, des Universums. Da auch Jyns Vater Erso einst an dem Bau des Zerstörers beteiligt war, erhoffen sich die Rebellen Insiderwissen von der toughen Lady und tatsächlich erklärt diese sich bereit, Teil dieses Teams aus ganz unterschiedlichen Widerständlern zu werden, um an der Seite von Captain Cassian Andor und dem ehemaligen Imperiumsdroiden K-2SO die Welt vor dem Todesstern zu beschützen. Dabei haben die drei die Rechnung ohne den imperialen Militärdirektor Krennic gemacht… 4 von 5

Das betont düstere „Star Wars“-Spin-Off „Rogue One: A Star Wars Story“ ist eine Bereicherung für das Sternenkrieger-Universum und punktet zu gleichen Teilen mit virtuosen Effekten und einer spannenden Grundgeschichte. Weniger überzeugend geraten hingegen die eher oberflächlichen, wenn auch charismatischen Figuren sowie eine recht einfältige Dramaturgie.


 SHUT IN | Regie: Farren Blackburn | KAN/FR 2016
Shut In

Zurückgezogen von der Zivilisation, in einem ländlichen Teil von Neuengland, kümmert sich die Kinderpsychologin Mary aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Sohn, der seit einem Autounfall komplett gelähmt ist. Ihr Ehemann Richard ist bei diesem Unfall gestorben, und die Witwe hat ihren Kontakt zur Außenwelt auf gelegentliche Skype-Gespräche mit ihrem Kollegen Dr. Wilson beschränkt. Trotz allem nimmt die Witwe einen neuen Patienten an, den Waisenjungen Tom, und bietet ihm sogar an für eine gewisse Zeit bei ihr einzuziehen. Aus dem Kontakt zu diesem Jungen schöpft sie neuen Lebensmut, doch noch am ersten Abend verschwindet Tom in einem gefährlichen Schneesturm und gilt seitdem als vermisst. Plötzlich geschehen beängstigende Dinge in Marys Haus und sie beginnt zu zweifeln: Ist Tom wirklich tot? 2 von 5

Was wie ein tragisches Familiendrama beginnt, wird in der ersten Hälfte durch standesgemäßen Horror-Mummenschanz verwässert und von einem Twist in der zweiten Hälfte der Lächerlichkeit preisgegeben. Lediglich die Darsteller und das Setting überzeugen.


PAULA |  Regie: Christian Schwochow | USA 2016
Paula

Worpswede rund um 1900: Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren die junge Künstlerin Paula Becker (Carla Juri) und Otto Modersohn (Albrecht Abraham Schuch) eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heiraten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit und stoßen damit auch Teile ihres näheren Umfelds vor den Kopf. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. So wie die Gemälde der jungen Frau, die mutig nach dem Leben greift und die als Paula Modersohn-Becker in die Kunstgeschichte eingehen wird. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und ihre romantische Vorstellung von Ehe und Liebe, doch nicht jeder gönnt ihr dieses Glück…


DAS UNBEKANNTE MÄDCHEN |  Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne | BEL/FR 2016

Das unbekannte Mädchen

Der 10. Spielfilm der preisgekrönten und von Kritikern gefeierten Brüder Dardenne (ihr Drama „Zwei Tage, eine Nacht“ wurde für diverse Filmpreise nominiert) erzählt die Geschichte der jungen, aufstrebenden Ärztin Jenny (Shooting-Star Adèle Haenel). Als es eines Abends nach Sprechstundenende an der Tür ihrer Praxis klingelt und eine junge Frau, die sich nicht näher vorstellt, um Hilfe bittet, antwortet Jenny nicht, weil sie zur gleichen Zeit den neuen Kollegen vorgestellt wird. Am nächsten Tag erfährt sie von der Polizei, dass eine unidentifizierte, junge Frau tot aufgefunden wurde. Von Schuldgefühlen geplagt, stellt Jenny private Nachforschungen an, um mehr über die Identität der Verstorbenen herauszufinden. Doch vielleicht hatte es einen ganz bestimmten Grund, dass alles genau so kam, wie es letztendlich gekommen ist!?


Heimkinotipp: LIGHTS OUT | Regie: David F. Sandberg | USA 2016

Lights Out

Als Rebecca (Teresa Palmer) ihr Elternhaus verlässt, glaubt sie noch, ihre Kindheitsängste endgültig überwinden zu können. Als Jugendliche konnte sie Realität und Einbildung nie recht unterscheiden, sobald nachts das Licht erlosch. Und jetzt durchleidet ihr kleiner Bruder Martin (Gabriel Bateman) dieselben unerklärlichen, entsetzlichen Vorgänge, die Rebecca einst den Boden unter den Füßen wegzogen und sie an den Rand des Wahnsinns trieben: Wieder taucht das grässliche Wesen namens Diana auf, das auf geheimnisvolle Weise mit ihrer Mutter Sophie (Maria Bello) verbunden scheint und sich in der Dunkelheit den Weg zu seinen Opfern bahnt.  Rebecca versucht, der Wahrheit hinter dem Phänomen auf den Grund zu gehen, doch schnell wird deutlich: die Familie schwebt in Lebensgefahr… sobald das Licht erlischt.
4 von 5

„Lights Out“ funktioniert nach einem simplen Grundkonzept. Was der Regisseur und sein Berater James Wan aus diesem machen, ist in Spannung, Atmosphäre und Psychoterror allerdings kaum zu überbieten. Dazu trägt nicht zuletzt auch das clevere Skript bei. Dieses ist nicht bloß auf den schnellen Schock ausgelegt, sondern stellt Figuren und zwischenmenschliche Dramen in den Mittelpunkt, die das auf der Leinwand Gezeigte noch schlimmer machen.