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Das startet am 8. November 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 8. November. Und der ist prall gefüllt mit jeder Menge starker Neustarts. Darunter: Oscar-Ware von Damien Chazelle, gewitzte Thrillerunterhaltung mit zwei smarten Ladys, ein Start mit Außenseiterchancen, der uns einen authentischen Einblick ins thailändische Knastleben ermöglicht und Nazi-Zombie-Action, die so ganz anders ist, als der übliche B-Movie-Trash.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

AUFBRUCH ZUM MOND | Regie: Damien Chazelle | USA 2018

Neil Armstrong ist ein ehemalige Navy-Pilot, der sich seit dem tragischen Tod seiner zweijährigen Tochter wie wild in die Arbeit stürzt. Er hat klar ein Ziel vor Augen: Als erster Mensch in der Geschichte will er einen Fuß auf den Mond setzen. Doch um es zu erreichen, muss er einen langen, steinigen Weg bestreiten, auf dem viele seiner Kollegen das Zeitliche segnen. Das bekommt auch seine Frau Janet mit, die sich mit anderen Astronauten-Gattinnen austauscht und dabei feststellt, wie sie nach und nach den Zugang zu ihrem Mann zu verlieren droht. Als sie ihn eines Tages mit ihrer Angst konfrontiert, Neil eines Tages nicht mehr in ihre Arme schließen zu können, steht der junge Mann vor einem innerlichen Zwiespalt. Familie oder Karriere? Doch lange kann er nicht nachdenken, denn schon bald klingelt das Telefon und am anderen Ende der Leitung unterbreitet man ihm das Angebot für einen Flug auf den Mond… 

Mit „Aufbruch zum Mond“ gelingt Damien Chazelle der nächste Eintrag in die Kinogeschichte. Sein Neil-Armstrong-Biopic ist keine Geschichte über einen US-amerikanischen Helden, sondern das Porträt eines sensiblen Mannes, der der Menschheitsgeschichte zu einem ihrer größten Triumphe verhalf.


NUR EIN KLEINER GEFALLEN | Regie: Paul Feig | USA/CAN 2018

Stephanie Smothers ist eine quirlige, naive Single-Mom, die einen eigenen YouTube-Channel betreibt, auf dem sie Rezepte verrät, Erziehungs- sowie Basteltipps gibt und ein wenig aus ihrem Leben plaudert. Zudem ist die junge Witwe völlig übermotiviert, weshalb die Eltern der anderen Kinder aus der Klasse ihres Sohns Miles häufig hinter Stephanies Rücken über sie herziehen. Eines Nachmittags begegnet Stephanie jedoch der stets hochelegant gekleideten, determiniert-schroffen Emily. Die wohlhabende PR-Managerin einer angesehenen Modefirma wird Stephanie „verschlingen“, schwören die restlichen Eltern, als sie erkennen, wie schnell Stephanie der zackige Kommandos verteilenden, weltlichen Emily verfällt. Sie lädt sie zu Martinis ein, entlockt ihr düstere Geheimnisse und lässt die Mom-Vloggerin vom Leben der Reichen kosten. Und dann, eines Tages, bittet Emily ihre neue Bekannte um einen kleinen Gefallen… 

 „Nur ein kleiner Gefallen“ ist so etwas wie die Antithese zu David Finchers „Gone Girl“ – eine gewitzte Thrillersatire, die das Genre einmal rauf- und runterzitiert, während zwei hervorragende (und vor allem hervorragend gekleidete!) Hauptdarstellerinnen die besten Leistungen ihrer Karriere abliefern.


OPERATION: OVERLORD | Regie: Julius Avery | USA 2018

Am Vortag des D-Days landet eine amerikanische Soldatentruppe in einem von deutschen Truppen besetzten Dorf in Nordfrankreich. Hier wollen sie den Funkturm sprengen, um den Deutschen die Kommunikation zu erschweren. Dabei treffen sie auf die resolute Chloe (Mathilde Ollivier), die sich gemeinsam mit ihrem Sohn vor den Nazis versteckt. Bei ihrem Versuch, zum Funkturm zu gelangen, stoßen Boyce (Jovan Adepo), Ford (Wyatt Russell) und der Rest des Teams auf ein geheimes, unterirdisches Labor, in dem sich bis zur Unkenntlichkeit entstellte Menschen befinden. Sie erkennen schnell, was dahintersteckt: Die Besatzer führen hier völlig wahnsinnige Experimente an den Dorfbewohnern durch, um aus ihnen Kampfmaschinen zu züchten – denn das 1000-jährige Reich benötigt 1000-jährige Krieger… Die Folgen sind verheerend! 

Die erste Hälfte von „Operation: Overlord“ ist ein herber Kriegsthriller, der in der zweiten Hälfte schließlich zur infernalen Nazi-Zombie-Sause mutiert, die trotz ihrer abgehobenen Prämisse immer genau so ernst bleibt, dass die grandios aussehenden Monster eine echte Bedrohlichkeit entfalten.

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