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Das startet am 13. September 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 13., dessen größter Start „Predator – Upgrade“ uns bislang nicht gezeigt wurde. Mehr zum Film erfahrt Ihr kommende Woche an dieser Stelle. So wird eine exzentrische deutsche Produktion zum gar nicht so heimlichen Star dieser Woche. „Brechts Dreigroschenfilm“ verwurstet auf metafiktionale Weise eine uralte Vorlage und macht Lars Eidinger darin zum gebührenden Star. Doch auch die sich eigentlich eher an ein älteres Publikum richtende Komödie „Book Club“ ist einen Blick wert. Action-Liebhaber kommen dagegen bei „Mile 22“ halbwegs auf ihre Kosten. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM | Regie: Joachim A. Lang | DE 2018

Nach dem Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen … Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben! 

Die Art, wie hier mit Berthold Brechts „Dreigroschenoper“ umgesprungen wird, dürfte nicht jedem gefallen. Doch wer will die x-te Neuauflage sehen, wenn man auch etwas völlig Neues draus machen kann? Joachim A. Lang gelingt modernes Remake und Mediensatire in einem, die vor allem eines aufzeigt: Der Stoff ist aktueller als jemals zuvor.


STYX | Regie: Wolfgang Fischer | DE 2018

Rike (Susanne Wolff) bestreitet routiniert in der Domstadt Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren wohlverdienten Urlaub im sonnigen Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ihrer Reise soll die Atlantikinsel Ascension Island sein. Ihr Urlaub wird abrupt beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, wird Rike gezwungen zu handeln. 

Geschickt wirft Wolfgang Fischer anhand eines fiktiven Einzelschicksals mehr Fragen zur Flüchtlingspolitik auf, als in den vergangenen zwei Jahren in allen Talkshows dieses Landes ausdiskutiert wurden. Technisch brillant ist „Styx“ außerdem.


BOOK CLUB – DAS BESTE KOMMT NOCH | Regie: Bill Holderman | USA 2018

Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) sind seit der Schulzeit die besten Freundinnen. Seit vielen Jahren treffen sie sich regelmäßig im Rahmen eines Buchclubs, um einander Bücher vorzustellen und gemeinsam über allerlei geschriebene Werke zu diskutieren. Nun ist „Fifty Shades of Grey“ dran – er skandalumwitterte Erotikroman von E.L. James. Bis zum nächsten Treffen sollen die Frauen den ersten Roman gelesen haben, um sich anschließend darüber auszutauschen. Doch obwohl sich vor allem Diane an der miserablen Qualität des Buches stört, erwecken die darin geschilderten Sexfantasien erotische Gelüste bei den Frauen. Sie alle fangen an, ihre Beziehungen und Lebensentwürfe zu überdenken, daten Männer oder melden sich in Online-Partnerbörsen an… 

Der Episodenfilm „Book Club – Das Beste kommt noch“ gehört unter den vielen, vielen Komödien für ein älteres Publikum eindeutig zu den Besseren und spricht mit ihrer zeitlosen Liebesthematik nicht bloß eine Zuschauerschaft jenseits der Sechzig an.


MILE 22 | Regie: Peter Berg | USA 2018

Sie arbeiten außerhalb staatlicher Grenzen, in einer Welt ohne greifbare Gegner. Für die Regierung sind sie „Geister“ – unsichtbar erledigen sie alle Jobs, bei denen Diplomatie und militärische Lösungen versagen. Elite-Agent James Silva wird in die Botschaft eines südostasiatischen Landes einberufen, um eine gefährlich hohe Menge an verschwundenem radioaktiven Material wiederzubeschaffen, das mehrere Großstädte weltweit auslöschen könnte. Als plötzlich der Spion Li Noor James Silva und seiner Spezialeinheit einen Deal vorschlägt, beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit. Denn es gibt eine Bedingung für den Geheimnisaustausch: Li Noor will schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Diese Mission entpuppt sich als hochgradig brisant und ruft zahlreiche Gegner auf den Plan, welche den Weg zum Flughafen zur Kampfzone machen. 

„Mile 22“ ist smarter, als man es ihm ansehen dürfte. Dass der raue Action-Tumult trotz kurzer Laufzeit etwas Leerlauf mitbringt, ist dagegen bedauerlich.


PETTERSSON UND FINDUS – FINDUS ZIEHT UM | Regie: Ali Samadi Ahadi | DE 2017

Findus hüpft Tag und Nacht auf seiner neuen Matratze herum, der genervte Pettersson (Stefan Kurt) aber möchte einfach nur seine Ruhe haben. Wenigstens am frühen Morgen, wenn sowieso noch alle Welt in den Federn liegt Die Lösung: ein eigenes Spiel- und Hüpf-Haus für Findus, das Pettersson ihm gleich nebenan aus einem alten Klohäuschen baut! Der Kater aber findet solchen Gefallen daran, selbständig zu sein und alleine zu wohnen, dass er nicht nur zum Spielen, sondern gleich ganz und gar ins Häuschen umzieht. Schließlich ist Findus ja auch schon groß! So hat Pettersson sich das allerdings nicht vorgestellt und fängt an, ihn zu vermissen! Muss er sein Leben jetzt etwa ohne seinen kleinen fröhlichen Gefährten führen? Findus muss sich etwas einfallen lassen, um den alten Pettersson wieder aufzumuntern… 

Trotz einiger fragwürdiger Gags ist „Findus zieht um“ definitiv der bisher beste Teil der „Pettersson und Findus“-Reihe und punktet vor allem mit dem ernst zu nehmenden Konflikt, seinen schrulligen Figuren und der liebevollen Ausstattung.

PREDATOR – UPGRADE | Regie: Shane Black | USA 2018

Von den Tiefen des Weltraums bis zu den Wäldern Südgeorgiens: In Shane Blacks explosiver Neuerfindung der „Predator“-Serie erreicht die Jagd nach den außerirdischen Monstern neue Dimensionennach.Die tödlichsten Jäger des Universums sind stärker, klüger und tödlicher als je zuvor. Und nur eine bunt zusammengewürfelte Crew von Ex-Soldaten und einem Professor für Evolutionsbiologie kann das Ende der menschlichen Rasse verhindern.

Shane Black inszenierte „Predator – Upgrade“ gemeinsam mit einer außergewöhnlichen Besetzung. Auch das Drehbuch stammt von ihm, das er zusammen mit Fred Dekker geschrieben hat. Boyd Holbrook führt das Ensemble an, dem auch Trevante Rhodes, Jacob Tremblay, Keegan-Michael Key, Olivia Munn, Thomas Jane, Alfie Allen, Augusto Aguilera und Sterling K. Brown angehören.

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