Schlagwort-Archiv: Katastrophenfilm

Das startet am 11. Juli 2019

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 11. Juli. Wahlweise lässt sich ins „Kursk“ abtauchen, in „Yesterday“ eintauchen in eine Welt ohne die Beatles und untertauchen in eine Welt außerhalb der Zivilisation, wenn man es so macht wie die beiden Hauptfiguren in der Dokumentation „Unsere große kleine Farm“. Was Französisches gibt’s auch noch, ansonsten bleibt es eine Woche vor dem „König der Löwen“-Start erwartungsgemäß ruhig. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

KURSK | Regie: Thomas Vinterberg | BEL/LUX 2018

Am 10. August 2000 läuft das russische U-Boot K-141 Kursk zu einem Manöver der russischen Nordflotte in der Barentssee aus. An Bord befinden sich 118 Mann Besatzung. Am zweiten Tag der Übung kommt es durch die Explosion eines Torpedos an Bord zur Katastrophe. Die Kursk erleidet schwere Schäden und sinkt auf den Meeresboden. Lediglich 23 Männer überleben und können sich in einen sicheren Abschnitt des U- Bootes retten, darunter Kapitänleutnant Mikhail Kalekov . Aus Prestigegründen und Angst vor Spionage verweigert die russische Regierung zunächst jede internationale Hilfe. Auch die Angehörigen werden lange im Unklaren über die Ausmaße der Katastrophe gelassen. Die Frauen, allen voran Tanya, die Ehefrau von Offizier Kalekov, fordern verzweifelt Aufklärung, doch vergeblich. Der britische Commodore David Russel persönlich bietet dem russischen Admiral Gruzinsky seine Unterstützung an…

Thomas Vinterberg erzählt das sich im Jahr 2000 tatsächlich ereignete Unglück des Atom-U-Boots „Kursk“ aus gleich drei Perspektiven. Jede einzelne von ihnen rührt an, schockiert und reißt mit. Die dokumentarische Inszenierung verleiht dem Ganzen zusätzlich etwas beklemmend Nahbares. Doch das Gefühl eines stimmigen Ganzen bleibt leider aus.


YESTERDAY | Regie: Danny Boyle | UK/USA 2019

Jack Malik (Himesh Patel) ist ein leidenschaftlicher, doch leider genauso erfolgloser Singer-Songwriter, der es nicht aus seinem verschlafenen Heimatdorf an der Küste Englands herausschafft. Den Traum vom großen Durchbruch hat er längst begraben – nur seine Jugendfreundin Ellie (Lily James) hält unerschütterlich daran fest und unterstützt ihn mit all ihrer Leidenschaft. Eines Tages wird Jack während eines mysteriösen weltweiten Stromausfalls von einem Bus angefahren. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, scheint zunächst alles wie immer. Beim harmlosen Dahinsingen eines eigentlich weltbekannten Songs muss Jack erst feststellen, dass seine Freunde noch nie etwas von den Beatles gehört haben und kommt kurz darauf zu der unglaublichen Erkenntnis, dass die ehemals berühmteste Band der Welt und ihre zeitlos-genialen Klassiker aus dem Gedächtnis der gesamten Menschheit ausradiert wurden – nur nicht aus seinem.

Danny Boyle lässt es in seinem Beatlesfilm „Yesterday“ ungewohnt entspannt angehen. Dabei herausgekommen ist eine seichte, ihr Potenzial nicht völlig ausschöpfende Musikkomödie, die aber vor allem aufgrund ihrer Figuren und einem szenenstibitzenden Ed Sheeren bis in die Haarspitzen sympathisch ist.


REBELLINNEN | Regie: Allan Mauduit | FR 2019

15 Jahre lebte die Provinz-Schönheitskönigin Sandra an der Côte d’Azur, jetzt kehrt sie nach Nordfrankreich zurück und zieht wieder bei ihrer Mutter ein. Arbeit findet die Ex-Miss in der ortsansässigen Fisch-Konservenfabrik und unter den Kolleginnen auch gleich zwei neue Freundinnen – die einsame, aber scharfzüngige Hausfrau Nadine und Marilyn, eine hysterische, alleinerziehende Mutter . Weniger gut kommt sie mit ihrem Chef zurecht, der immer wieder zudringlich wird, bis sie ihn eines Tages,  als sie sich mal wieder zur Wehr setzen muss, ausversehen tötet,. Während die drei Freundinnen noch überlegen, was nun zu tun ist, stoßen sie im Schließfach des Toten auf eine Tasche voller Geld. Spontan beschließen sie, den unerwarteten Reichtum unter sich aufzuteilen. Ein todsicherer Plan? Kann man so sagen. Denn plötzlich ist ihnen nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch ein örtlicher Gangster und die halbe belgische Unterwelt…

Mehr Fingerübung als ausgereiftes Kinoabenteuer: „Rebellinnen“ fühlt sich an wie ein Sammelsurium aller möglicher Tarantino- und Gangsterfilmmotive, vorgetragen von drei nur mäßig interessanten Hauptfiguren. Wenn hier am Ende jeder jeden ankeift, wird’s auch noch ganz schön nervig.


MY DAYS OF MERCY | Regie: Tali Shalom-Ezer | USA/UK 2017

Lucy (Ellen Page) reist mit ihrer älteren Schwester Martha (Amy Seimetz) und ihrem kleinen Bruder Ben (Charlie Shotwell) regelmäßig durchs Land, um vor aller Augen gegen die Todesstrafe zu protestieren. Doch es ist nicht nur Aufopferungsbereitschaft für die Gesellschaft, die sie an antreibt. Die Geschwister haben auch ein persönliches Motiv: Ihr Vater Simon (Elias Koteas) sitzt in der Todeszelle, weil er seine Frau umgebracht haben soll. Er bestreitet die Tat und seine Kinder glauben ihm. Also versuchen sie ihn nach Kräften zu unterstützen. Auf einer Demonstration, bei der sich Befürworter und Gegner der Todesstrafe gegenüberstehen, lernen sich Lucy und Mercy (Kate Mara) kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, aber diese Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn Mercy gehört zu den Befürwortern der Todesstrafe und so steht von Anfang an ein Problem zwischen ihnen. Ob sie es überwinden werden?


UNSERE GROSSE KLEINE FARM | Regie: John Chester | USA 2018

Weil ihr geliebter Hund Todd zu viel bellt, verlieren Molly und John Chester ihr Apartment. Das Paar verlässt daraufhin die Großstadt und stürzt sich Hals über Kopf in die Verwirklichung eines langgehegten, großen Traums: die Gründung einer eigenen Farm. Auf über 80 Hektar in den kalifornischen Hügeln will das Paar mehr Harmonie in sein Leben bringen – und in das Land, das es ernährt. Was folgt, sind acht Jahre Arbeit, die den Idealisten alles an Einsatz abverlangen, aber auch 10.000 Obstbäume sowie alle erdenklichen Haus- und Wildtiere auf einem einst erschöpften, dürren Land hervorbringen. Unter ihnen ein erstaunliches Schwein namens Emma und deren bester Freund, der Hahn „Greasy“. Zwischen fragilen Wasserleitungen, gierigen Schnecken, zu allem entschlossenen Kojoten und einem neuen alten Ökosystem, erkennen die Chesters, dass in der großen Vernetzung des Lebens alle ihren Beitrag leisten können.


Heimkinotipp: THE LEGO MOVIE 2 | Regie: Mike Mitchell | USA/DK/NOR/AUS 2019

Im Kampf gegen die Invasoren vom Planeten Duplo und für die Harmonie im LEGO-Universum sind Emmet, Lucy, Batman und ihre Freunde gescheitert. In der einst so belebten Stadt steht kein Stein mehr auf dem anderen. Stattdessen müssen sich die Figuren mittlerweile in Apocalypstadt herumschlagen und tagtäglich um ihr Überleben kämpfen. Als auch hier plötzlich Invasoren auftauchen, begibt sich die Gruppe  in weit entfernte, unerforschte Welten wie die Galaxie, die voller fantastischer Planeten, seltsamer Charaktere und einprägsamer neuer Songs steckt. Dabei müssen die Helden ihren ganzen Mut, ihre Kreativität und ihre Fähigkeiten als Meisterbauer einsetzen, um erneut zu beweisen, was wirklich in ihnen steckt. Doch die Königin Wasimmersiewilli erweist sich als größte Gegnerin in der LEGO-Geschichte…

„The LEGO Movie 2“ schöpft das Potenzial aus, das beim ersten Teil auf der Strecke blieb. Neben unermesslicher kreativer Vielfalt und einer erneut extrem hohen Gagdichte ist es diesmal vor allem die smarte Story, die dafür sorgt, dass hiermit bereits ein erster Anwärter auf den Titel „Bester Animationsfilm 2019“ gefunden ist.

2018 – Die Plätze 20 bis 11

Vor einigen Tagen eröffnete ich an dieser Stelle meine Jahrescharts 20178 Was sich auf den Plätzen 40 bis 31 sowie 30 bis 21 befindet, könnt ihr in den jeweiligen Blog-Beiträgen nachlesen. Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun mit den nächsten zehn Platzierungen weiter. Vorab jedoch ein bisschen Statistik: Ich habe vom 01. Januar bis zum 31. Dezember. 2018 exakt 271 Kinovorstellungen besucht (eigentlich noch mehr, das waren allerdings welche zu Filmen, die erst 2019 erscheinen). 40 mal besuchte ich reguläre Vorführungen, 231 mal waren diese ausschließlich für die Presse. 45 Filme habe ich im Kino verpasst und mussten von mir auf DVD oder via Pressestream/-screener nachgeholt werden. Hinzu kommen 36 Filme, die direkt im Heimkino erschienen sind und keine reguläre Kinoauswertung erhalten haben. Für meine Top 40 zur Auswahl standen insgesamt also 327 verschiedene Filme.

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2018 – Die Plätze 30 bis 21

Herzlich willkommen, Du – lieber Leser – der vielleicht erst jetzt zu meinem kleinen Jahresrückblick vorbeischaut. Oder aber Du, der sich nach den Plätzen 40 bis 31 fragt, wie es in den ganz subjektiven Charts meiner Lieblingsfilme 2017 weitergeht. Zur kurzen Erinnerung: Wie auch schon in den letzten beiden Jahren habe ich mich aufgrund der schieren Masse an starken Kinofilmen erneut für 40 anstatt für nur 30 Tops entschieden. Wer gerne wissen möchte, was die Frau mit dem skurrilen Filmgeschmack in den vergangenen zwölf Monaten so gar nicht mochte, den verweise ich indes auf meine Filmflops.

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Das startet am 11. Oktober 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 11., der mit „The Happytime Murders“ und „Bad Times At The El Royale“ zwei dicke Enttäuschungen in petto hat. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, wie diese beiden Filme performen, und während Drew Goddards Tarantino-Hommage mit einem starken Trailer, einer großen Werbekampagne und einem Starcast aufwarten kann, hält sich die Werbung für die neue McCarthy-Komödie in Grenzen, zumal er auch bei Sneak Previews nicht allzu gut ankam. Der 3D-Animationsfilm „Smallfoot“ erweist sich derweil als kleine Überraschung. Und über die erste große Fitzek-Verfilmung „Abgeschnitten“ dürfen wir leider erst ab Dienstag berichten. Doch so viel: Wenn auch nur ein Bruchteil der Buch-Liebhaber ins Kino geht, könnte der Thriller ein kleiner Hit werden.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

SMALLFOOT | Regie: Karey Kirkpatrick, Jason Reisig | USA 2018

Eines Tages entdeckt der aufgeweckte junge Yeti Migo (in der deutschen Fassung gesprochen von Kostja Ullmann) etwas, das es angeblich gar nicht gibt – einen Menschen. Die Neuigkeit von diesem „Smallfoot“ löst in der einfachen Gemeinschaft der Yeti enorme Unruhe darüber aus, was es denn sonst noch in der großen Welt jenseits ihres verschneiten Dorfes gibt. Immerhin hält sich die Yeti-Gesellschaft seit jeher streng an die Regeln der Ältesten und die behaupten, so etwas wie Menschen gibt es gar nicht. Migos Neugier ist geweckt und lässt ihn zu einem halsbrecherischen Abenteuer aufbrechen, in dessen Verlauf er den sympathischen Menschenjungen Percy entdeckt, der bis vor kurzem dachte, Bigfoots seien nur eine Legende. Gemeinsam setzen sich die beiden dafür ein, dass die Menschen und die Yetis endlich aufeinander zugehen und Freunde werden… 

„Smallfoot“ ist unter den diesjährigen Animationsfilmen eine echte Entdeckung, denn in dem bisweilen ein wenig zu aufgedrehten Animationsabenteuer steckt eine subtile Verständigungsbotschaft, wie sie aktueller kaum sein könnte.


ABGESCHNITTEN | Regie: Christian Alvart | DE 2018

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet bei einer Autopsie im Kopf der Leiche einen kleinen Zettel mit der Handynummer seiner Tochter Hannah. Hannah ist entführt worden, und der Kidnapper schickt Herzfeld auf eine wahnsinnige Schnitzelagd von Hinweis zu Hinweis, von Leiche zu Leiche. Als die Spur auf die vom Festland abgeschnittene Insel Helgoland weist, bittet Herzfeld die junge Comiczeichnerin Linda um Hilfe, denn die Insel ist durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten. In der verlassenen Inselklinik stellt sich Linda, unterstützt von Hausmeister Ender, dem perfiden Spiel des Killers. Dieser scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein – und hält auf dem Festland auch Herzfeld weiter in Atem. Immer tiefer verstricken sich die beiden in das Netz des Entführers. Und im Kampf um Hannahs Leben läuft ihnen die Zeit davon… 

Groß gedachtes Genrekino aus Deutschland – das haben wir dringend gebraucht! Da verzeihen wir „Abgeschnitten“ auch die Tatsache, dass die Story die meiste Zeit über ganz schön hanebüchen ist. Am Ende zählt, dass der Film spannend ist. Und ja, verdammt, das ist er!


BAD TIMES AT THE EL ROYALE | Regie: Drew Goddard | USA 2018

Ende der Sechzigerjahre in einer verregneten Nacht: Sieben Fremde (Jon Hamm, Dakota Johnson, Jeff Bridges, Cynthia Erivo, Lewis Pullman, Cailee Spaeny und Chris Hemsworth), jeder von ihnen mit einem dunklen Geheimnis ausgestattet, treffen am Lake Tahoe im El Royale zusammen. Das heruntergekommene Hotel hat eine mindestens geanauso düstere Vergangenheit wie seine Bewohner, von der so Einige zu wissen scheinen. Und dass es genau auf der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien erbaut wurde, ist nur eines von unzähligen architektonischen Geheimnissen, die das verruchte Etablissement so besonders machen. Im Verlauf einer einzigen verhängnisvollen Nacht bekommt jeder eine letzte Chance auf Erlösung… bevor alles zum Teufel geht und nicht sicher ist, dass alle Gäste heile aus der Sache rauskommen. 

Nicht so richtig lustig, nicht so richtig spannend, dafür ganz schön langatmig und alles andere als überraschend – der immerhin sehr chic aussehende „Bad Times At The El Royale“ ist im Anbetracht der eigentlich so spannenden Ausgangslage eine herbe Enttäuschung.


THE HAPPYTIME MURDERS | Regie: Brian Henson | USA 2018

Willkommen in einer Welt, in der Menschen und Puppen in friedlicher Koexistenz miteinander leben! Bislang zumindest – denn ein Mörder geht um und versetzt die Puppenwelt in Angst und Schrecken. Die Opfer sind die Mitglieder der einst umjubelten Happytime Gang, die mit ihrer TV Show jahrelang für lachende Kinderaugen sorgten. Nun ist die Party over, denn ein mysteriöser Killer räumt ein Ensemble-Mitglied nach dem anderen aus dem Weg. Detective Connie Edwards übernimmt den Fall und muss sich dafür mit ihrem Ex-Partner Phil wieder zusammenraufen. Phil, selbst eine Puppe, sorgte vor Jahren mit einem schlimmen Patzer für den Ausschluss sämtlicher Puppen vom Polizeidienst. Doch in diesem Fall ist sein Know-How gefragt. Und so stürzen sich die beiden ungleichen Cops mitten hinein in die Unterwelt des „Bad Puppets“… 

In den ersten 15 Minuten von „The Happytime Murders“ fährt Brian Henson genau das auf, was man von einer Puppencomedy „nur für Erwachsene“ erwartet. Doch nachdem er sein ganzes komödiantisches Pulver verschossen hat, wird aus dem Film ein generischer Crime-Thriller, dessen Auflösung man über eine Stunde vor Schluss bereits erahnt.


VERLIEBT IN MEINE FRAU | Regie: Daniel Auteuil | FR/BEL 2018

Als Daniel (Daniel Auteuil) seinen alten Freund Patrick (Gérard Depardieu) und dessen neue junge Freundin Emma (Adriana Ugarte) leichtfertig zum Abendessen einlädt, ist seine Frau Sandrine alles andere als begeistert. Patricks Ex-Frau ist ihre beste Freundin und die Einladung der Neuen empfindet sie als Verrat. Als die Gäste eintreffen, scheinen sich ihre Befürchtungen zu bewahrheiten: Emma ist sehr attraktiv und nur halb so alt wie Patrick. Viel schlimmer jedoch ist die Reaktion ihres Mannes: Angesichts der jungen Dame geraten Daniels Fantasien völlig außer Kontrolle. Multitalent Daniel Auteuil übernimmt in dieser ausgelassenen Geschlechterkomödie nicht nur die Regie, sondern spielt an der Seite von Schauspielstar Gérard Depardieu und der wunderbaren Sandrine Kiberlain auch gleich die Hauptrolle. Mit Ironie und Augenzwinkern nimmt der Film die gegensätzlichen Sichtweisen von Mann und Frau unter die Lupe.


UNSER SAATGUT – WIR ERNTEN WAS WIR SÄEN | Regie: Taggart Siegel, Jon Betz | USA 2016

Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt. Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen.

Zehn Filme, die mir das 2. Quartal 2018 versüßt haben

Zum Ende eines jeden Monats veröffentliche ich in den sozialen Netzwerken meine fünf ganz persönlichen Lieblingsfilme sowie meine Flops der vergangenen Wochen. Um diese Filme in Zukunft ein wenig mehr zu würdigen, oder zu erklären, weshalb mir Film XY eben so gar nicht gefallen hat, präsentiere ich in meiner ZEHN FILME-Rubrik nun nochmal meine zehn Lieblings- und Hassfilme des vergangenen Quartals inklusive Trailer, in der Hoffnung, Ahnungslosen einen kleine Orientierung zu geben, was man im Kino auf keinen Fall verpassen sollte und was man getrost links liegen lassen darf. Gern seid Ihr unterhalb des Postings dazu aufgefordert, Eure Lieblings- und Hassfilme der vergangenen drei Monate zu veröffentlichen. Viel Spaß!

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