Monatsarchive: April 2012

Spy Kids 4D

Der normalerweise für blutigere Kost bekannte, texanische Regisseur Robert Rodriguez, entschied sich nach den durchschlagenden Erfolgen der ersten drei „Spy Kids“-Filme dafür, einen vierten zu drehen. Vermutlich, da es so schön in den Titel passt, kam er auf die Idee, neben den mittlerweile Standard gewordenen 3D-Effekten, einfach noch einen weiteren Sinn herauszufordern. Das Zauberwort heißt: „Aromascope“. Und damit erhält der Geruch Einzug in den Kinosaal. Doch ob das so eine gute Idee war, lest Ihr in meiner neusten Kritik. Weiterlesen

Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe

Neuerdings versuchen sich immer mehr Regisseure am sogenannten Episodenfilm – einer Produktion, die verschiedene, voneinander weitestgehend unabhängige Handlungsstränge parallel erzählt, die im weitesten Sinne ineinander verwoben sind, allerdings nur indirekt miteinander zu tun haben. Beispiele der jüngsten Zeit sind die Romantikkomödie „Tatsächlich… Liebe“ von Richard Curtis und der erst kürzlich auf DVD erschiene „Happy New Year“, mit Halle Berry, Jessica Biel und Jon Bon Jovi in den Hauptrollen. Nun kann man Simon Verhoeven beim besten Willen nicht vorwerfen, ebenfalls auf den Zug aufzuspringen, da er mit MÄNNERHERZEN UND DIE GANZ, GANZ GROßE LIEBE nun bereits den zweiten Teil seiner 2009 erschienenen Liebeskomödie liefert, jedoch kann man ihm vorwerfen, in dieser herzerfrischenden Produktion alles richtig zu machen. Warum die Liebeserklärung an Berlin ein Paradebeispiel in Sachen „Episodenfilm“ ist, lest Ihr in meiner folgenden Kritik.   

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Einmal ist keinmal

Auch wenn wir kalendarisch immer näher in Richtung der Sommerblockbuster rücken, so ist das aktuelle Kinoprogramm davon noch weit entfernt. Auch eine neue Komödie mit der sich bereits hervorragend in Komödien präsentierenden Katherine Heigl („Beim ersten Mal“, „Die nackte Wahrheit“) ist erschreckend seicht, substanzlos und bleibt vor allem wegen ihrer Langeweile im Gedächtnis. Es wird Zeit, dass Die „Avengers“ die deutsche Kinolandschaft aufmischen – bis es soweit ist, bekommen meine Leser hier mal eine ausdrückliche Warnung präsentiert, ihr wohlverdientes Geld in alles andere zu investieren, aber nicht in diese sich selbst als „Actionkomödie“ bezeichnende Belanglosigkeit. Weiterlesen

Die Haut, in der ich wohne

Üblicherweise gelten die Filme des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar als melodramatische Meisterwerke, die mit kuriosen, unerwarteten Wendungen auftrumpfen und gleichzeitig ein Gefühl der beunruhigenden Unbekümmertheit ausstrahlen. Oftmals fällt die Wahl der Protagonisten auf Randfiguren der Gesellschaft, mit denen sich zu beschäftigen sonst kaum ein Filmemacher für angebracht hält. Vielleicht sogar deshalb, weil sich kaum einer traut. Somit sind Almodóvars Filme, zu denen unter anderem auf Zelluloid gebannte Absurditäten-Kabinette wie „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (1988) und „Zerrissene Umarmungen“ (2009) gehören, mehr Liebhaberstücke denn massentaugliche Publikumsmagneten. Sie zielen weniger auf das Gefallen der Allgemeinheit ab, sondern versuchen vielmehr, Nischenbedürfnisse zufriedenzustellen. So ist auch sein neuster Film eine Ansammlung an obskuren Thematiken, die – alle in einem Film verpackt – ein hohes Maß an Konzentration erfordern und voraussetzen, dass der Zuschauer sich allem öffnet, was ihn erwarten mag.

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Iron Sky

2009 entstand mit „Inglourious Basterds“ fernab der typischen Holocaust-Kost ein Nazi-Film, nah an der Grenze zur Comedy. Tiefschwarzer Humor und blanke Satire machten aus dem Film von Quentin Tarentino ein Meisterwerk und ließen den Zuschauer einen Blick auf die Nationalsozialisten erhaschen, den sie so schnell nicht vergessen würden. 2012 schlug das Nazi-Trashspektakel „Iron Sky“ auf der Berlinale ein wie ein Meteor im Meteorblitzkrieg und der finnische Regisseur Timo Vuorensola lieferte mit dem 7,5 Millionen Euro teuren Low-Budget-Streifen ein Machwerk ab, das an Absurditäten kaum zu übertreffen ist. Lest in meiner ersten Kino-Kritik, weswegen sich IRON SKY lohnt und warum ich diesem Film die Nummer eins der Kinocharts von Herzen gönne. Weiterlesen

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