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15. Juli 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Die Fußball-Europameisterschaft ist vorbei (Herzlichen Glückwunsch an Italien an dieser Stelle!) und mit „Fast & Furious 9“ kommt einer der meistersehnten Riesen-Popcornproduktionen auch in den deutschen Kinos, nachdem in den USA schon Rekord um Rekord fiel. Trotzdem – oder gerade deswegen – dominiert diese Woche eine einzige Durchschnittlichkeit in den Lichtspielhäusern – was vielleicht auch schon ein erster Ausblick darauf ist, was von „Space Jam 2“ zu erwarten steht, denn hierzu besteht noch ein Embargo bis wenige Stunden vor Kinostart. Mit den anderen Kritiken und Trailern wünsche ich euch allerdings schon mal viel Freude!

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

FAST & FURIOUS 9 | Regie: Justin Lin | USA/THA/CAN 2021

Egal wie schnell du bist, die Vergangenheit wird dich immer einholen. Dominic Toretto (Vin Diesel) hat sich in eine entlegene Gegend zurückgezogen, um sich gemeinsam mit seiner Frau Letty (Michelle Rodriguez) um seinen Sohn zu kümmern. Er hat immer noch Kontakt zu den anderen Crewmitgliedern, doch mit dem adrenalingeladenen Leben auf der Straße hat er aus Angst um sich und seine Familie abgeschlossen. Doch es dauert nicht lange, bis diese Idylle Risse bekommt. Denn als sie mit einem extrem gefährlichen Auftragskiller aus Doms Vergangenheit (John Cena) konfrontiert werden, muss er noch einmal seine Crew zusammenbringen, um die Menschen, die er am meisten liebt, vor allem aber sich selbst, zu schützen. Und so gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit den engsten Freunden, sondern auch Feinden wie etwa die gemeingefährliche Terroristen Cipher (Charlize Theron)…

Die Stunts in „Fast & Furious 9“ sind erwartungsgemäß erste Klasse. Doch so langsam wirkt selbst so eine absurde Idee wie ein Abstecher ins Weltall routiniert und die betonte Ernsthaftigkeit der Reihe beißt sich zunehmend mit dem hier ja eigentlich zelebrierten Wahnwitz.


MINARI – WO WIR WURZELN SCHLAGEN | Regie: Lee Isaac Chung | USA 2020

Jacob (Steven Yeun) beschließt, mit seiner koreanisch-amerikanischen Familie aus Los Angeles auf eine kleine Farm in Arkansas zu ziehen. Während er die wilden Ozarks als das gelobte Land ansieht, fühlen sich seine Frau Monica (Ye-Ri Han) und die Kinder David (Alan Kim) und Anne (Noel Kate Cho) fremd in der neuen Heimat. Das Zusammenleben der Familie wird urplötzlich auf den Kopf gestellt, als die schlaue, schlagfertige und unglaublich liebevolle Großmutter Soon-Ja (Yuh-Jung Youn) ihre Heimat Korea verlässt und zu ihnen in die USA zieht. In ihrem neugierigen, aufmüpfigen Enkelsohn David findet Soon-Ja mit der Zeit einen Verbündeten. Zusammen gelingt es ihnen, das magische Band zwischen den Familienmitgliedern trotz aller Rückschläge und Schwierigkeiten immer wieder neu zu knüpfen und ihnen dadurch den Weg in eine hoffnungsvolle gemeinsame Zukunft zu ebnen.

„Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ ist im Großen und Ganzen eine stark beobachtete, behutsame Auseinandersetzung mit dem Leben südkoreanischer Einwandererfamilien in den USA. Doch gerade weil Regisseur und Autor Lee Isaac Chung in vielen seiner Beobachtungen so subtil und genau ist, irritieren einige künstlerischere Entscheidungen umso mehr, die den Film plakativer und konstruierter wirken lassen als er es zumeist ist.


NEBENAN | Regie: Daniel Brühl  | USA/DE 2021

Filmstar Daniel führt offenbar ein perfektes Leben: Der fließend Deutsch, Englisch und Spanisch sprechende Ex-Kölner, der in einer großen Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg lebt, hat eine beruflich erfolgreiche Ehefrau, Kinder, die er liebt und um die sich eine fähige Nanny kümmert, sowie einen Draht zu Hollywood. Dort will man ihn für einen kommenden Superheldenfilm haben – allerdings ist man nicht gewillt, ihm mehr als nur eine einzelne Drehbuchseite zu geben. Vor dem Vorsprechen macht Daniel einen Abstecher in seine Stammkneipe. Dort will er in Ruhe seine Dialoge durchgehen. Allerdings hat Daniel nicht die Rechnung mit Bruno gemacht. Der Fremde kritisiert Daniel für einen seiner ersten Filme dafür, wie sehr man ihn in all seinen Rollen durchschimmern sieht, und dafür, dass er ein nerviger Nachbar sei. Daniel bemüht sich um freundliche, aber bestimmte Antworten. Aber Bruno lässt erkennen, dass er noch viel mehr über Daniel weiß…


SPACE JAM 2 | Regie: Malcolm D. Lee  | USA 2021

Eine bösartige Künstliche Intelligenz (Don Cheadle) hält den Weltklasse-Basketballer LeBron James und seinen kleinen Sohn Dom (Cedric Joe) in seiner digitalen Welt gefangen. Um zurück nach Hause zu kommen, muss LeBron aus Bugs und Lola Bunny sowie der gesamten Bande notorisch undisziplinierter Looney Tunes ein Basketball-Team formen, das es mit den digitalen Champions der Künstlichen Intelligenz aufnehmen kann. Auf dem Spielfeld bekommen es die Helden dabei mit einer nie zuvor gesehenen und scheinbar übermächtigen Truppe von professionellen Basketball-Stars zu tun. Das epische Match „Tunes“ gegen „Goons“ beginnt – und mit ihm die größte Herausforderung in LeBrons Leben. Wird es ihm gelingen, die Beziehung zu seinem Sohn neu zu definieren und zu erkennen, wie wichtig es ist, man selbst zu sein? Die Tunes scheren sich nicht viel um Konventionen, sondern lassen ihren einzigartigen Talenten im Spiel einfach freien Lauf…

Army of the Dead

17 (!) Jahre nachdem Zack Snyder erstmals seine Pläne für ARMY OF THE DEAD offenlegte, erreicht das Zombie-Action-Spektakel dieser Tage den Streamingdienst Netflix. Und das Warten hat sich gelohnt. Auch ohne allzu viele bekannte Untoten-Tropes zu bedienen, überzeugt die 90-Millionen-Dollar-Produktion auf ganzer Linie. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Army of the Dead (USA 2021)

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Das startet am 16. November 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 16. November, dessen größter Release „Justice League“ der deutschen Presse bislang vorenthalten wurde. Mehr zum neuesten DC-Abenteuer gibt es ab kommenden Mittwoch an dieser Stelle zu lesen. Das Highlight bildet aber ohnehin eine Indieperle, die sich in den USA bereits als Festivalliebling entpuppt hat: „The Big Sick“, eine unkonventionelle romantische Komödie. Darüber hinaus dürfte auch die Horrorkomödie „Happy Deathday“ aufgrund ihres cleveren Konzepts gute Chancen auf ein ordentlichen Startergebnis haben, während die mit „Fikkefuchs“ einhergehenden Skandale auf einen Überraschungshit hindeuten könnten.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

THE BIG SICK  | Regie: Michael Showalter | USA 2017

Kumail (Kumail Nanjiani) verdient sein Geld damit, andere zum Lachen zu bringen. Und in der Tat hat er viel Stoff zum Witze reißen: Zum Beispiel über seine Familie, die in Amerika lebt, als wäre sie noch in Pakistan, oder über die vielen potenziellen Ehefrauen, die ihm seine Mutter sorgfältig ausgewählt präsentiert. Nach einem seiner Auftritte lernt er die quirlige Frohnatur Emily (Zoe Kazan) kennen, die den gleichen Humor hat wie er. Obwohl beide anfangs auf ihrem Single-Dasein beharren, verfallen sie einander schließlich hoffnungslos. Doch Emily erfüllt nicht das wichtigste Kriterium, das Kumails Familie an seine Zukünftige stellt: Sie ist keine Pakistanerin. So steht Kumail bald vor der Frage, ob er auf seine Familie oder auf sein Herz hören soll. 

Einen Film wie „The Big Sick“ nicht zu mögen, ist schlichtweg unmöglich! Regisseur Michael Showalter macht bei dieser lebensechten Tragikomödie absolut alles richtig und lässt den Zuschauer gemeinsam mit einem hervorragend aufgelegten Cast Tränen lachen und weinen.


HAPPY DEATHDAY  | Regie: Christopher Landon | USA 2017

Für die junge Studentin Tree (Jessica Rothe) verwandelt sich der eigene Geburtstag in einen schrecklichen, immer wiederkehrenden Alptraum. Zunächst geht alles seinen gewohnten Gang, doch als sie abends auf dem Weg zu einer Party ist, taucht plötzlich ein maskierter Unbekannter auf und metzelt sie eiskalt mit einem Messer nieder. Kurz darauf wacht Tree auf, als wäre nichts passiert, nur um überrascht festzustellen, dass sich ihr Geburtstag haargenau wiederholt – und somit auch ihr Todestag. Wieder und wieder muss Tree nun den Tag ihres Todes durchleben und immer neue Wege finden, der Bedrohung durch den mysteriösen Fremden zu entkommen. Doch nach anfänglicher Hysterie entwickelt Tree einen ausgeklügelten Plan… 

An „Happy Deathday“ ist zwar weder die Zeitschleifen-Prämisse innovativ, noch ist der Film richtig gruselig oder brutal. Doch der erfrischende Mix aus verschiedenen Genres und eine hohe Gag-Trefferquote machen die College-Killer-Story zu einem absoluten Must-See.


FLITZER  | Regie: Peter Luisi | CH 2017

Baltasar Näf ist Deutschlehrer aus Leidenschaft und seit dem Tod seiner Frau alleinerziehender Vater einer schwer pubertierenden Tochter, die er trotz ihrer respektlosen Entgleisungen über alles liebt. Eigentlich läuft sein Leben in geordneten Bahnen bis er durch ein paar unglückliche Umstände „aus Versehen“ das ganze Geld für den neuen Schulsportplatz verzockt hat. In der größten Krise sind die einfachsten Ideen meistens die besten: Sein Friseur Kushtrim hat in seinem Salon ein höchst florierendes, illegales Wettbüro und bringt den braven Schullehrer auf den verwegenen Gedanken, selbst aktiv ins Wettgeschäft einzusteigen! Näf rekrutiert ein Team aus allerlei sympathischen Menschen mit unterschiedlichsten Ängsten und lehrt ihnen in aufwendigen Trainingsmethoden nicht nur die Profession des Flitzens, denn man kann auf alles wetten… 

Regisseur Peter Luisi gelingt mit „Flitzer“ eine ebenso einzigartige wie unkonventionelle Komödie mit Heist-Movie-Touch, die von ihrer absurden Idee lebt, das Flitzerdasein professionell aufzuziehen und dafür eine Menge skurriler Charaktere auffährt.


ANIMALS – STADT LAND TIER  | Regie:  Greg Zglinski | CH/AT/POL 2017

Die Beziehung von Anna (Birgit Minichmayr) und Nick (Philipp Hochmair) hat Risse bekommen, auch weil er mit ihrer Nachbarin Andrea (Mona Petri) schläft, was Anna längst gemerkt hat. Daher beschließen die beiden, sich gemeinsam eine Auszeit in den Schweizer Alpen zu nehmen und ihr Haus in die Hände von Andrea (Mona Petri) zu übergeben. Die Kinderbuchautorin möchte dort endlich einen Roman für Erwachsene schreiben und der Restaurantbetreiber plant ein Kochbuch über vergessene Schweizer Gerichte, wofür er regelmäßig allein auf Tour durch die Schweiz ist.  Auf der Fahrt ins vermeintliche Idyll haben sie einen Unfall – mit einem Schaf. Sie selber erleiden dabei Verletzungen, können aber die Reise fortsetzen. Dennoch ist nach dem Unfall nichts mehr wie vorher…

Manche offene Fragen in „Animals – Stadt Land Tier“ wirken so, als hätte Regisseur Greg Zglinski selbst keine Antwort darauf. Das erhöht zwar den Mindfuck-Faktor dieses atmosphärisch dichten Psychodramas, wirkt im Detail allerdings ein wenig unbeholfen. Der Spannung tut das jedoch keinen Abbruch.


FIKKEFUCHS  | Regie: Jan Henrik Stahlberg | DE 2017

Es gab mal eine Zeit, da konnte der gebürtige Wuppertaler Rocky (Jan Henrik Stahlberg) sie alle haben. Das behauptet er zumindest und labt sich an seinen Erinnerungen (oder wilden Fantasien). Er spielte französische Chansons und die Frauen schmolzen reihenweise dahin. Das ist zwar längst vorbei, aber Rocky versucht nach wie vor sein Glück beim weiblichen Geschlecht – den jungen Frauen sei er eben immer treu geblieben. Als der kürzlich aus der „Klappse“ geflohene Thorben (Franz Rogowski) vor seiner Tür steht, wird er noch einmal herausgefordert. Der junge Mann, der behauptet sein Sohn zu sein, weiß nicht, wie man Frauen flachlegt und Rocky soll es ihm beibringen. So gehen sie auf die Jagd: Junge, schöne Frauen sollen es sein, die nur auf sie gewartet haben – sagen sie. 

„Fikkefuchs“ guckt man einmal und nie wieder – und genau das ist gut so! Auch wenn Jan Henrik Stahlberg hier und da über das Ziel hinaus schießt, ist seine tabulose Satire auf ein gestörtes Männer-Frauen-Verhältnis eine treffsichere Analyse über nach wie vor existierende Missstände in unserer Gesellschaft.


TEHERAN TABU  | Regie: Ali Soozandeh | DE/AT 2017

Pari, Babak, Sara und Donya leben in der iranischen Hauptstadt Teheran. Um den Lebensunterhalt für sich und ihren fünfjährigen Sohn Elias zu verdienen, arbeitet Pari als Prostituierte und verkauft ihren Körper an einen einflussreichen Richter, der ihr vermeintlich zu einem besseren Leben verhilft. Von einem schöneren Leben träumt auch ihre Nachbarin Sara, die ein gehorsames Hausfrauendasein unter ihrem Mann und seinen strenggläubigen Eltern fristet, aber viel lieber wieder arbeiten gehen würde. Der jungen Donya steht ein ähnliches Schicksal bevor. In wenigen Tagen wird sie heiraten. Trotzdem lässt sie sich auf eine Nacht mit dem jungen Musiker Babak ein und verlangt hinterher von ihm, für eine Operation zu zahlen, die ihre Jungfräulichkeit wiederherstellt. Nur wo soll der arme Student das Geld hernehmen und wie die staatlichen Kontrollorgane umgehen?

„Teheran Tabu“ wird je nach Zuschauergruppe unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Der Teil des Publikums, der den Film ohnehin eigentlich nicht sehen darf, dürfte sich erstmals verstanden fühlen, während jene Zuschauer, die sich bereits mit derlei Thematiken auseinandersetzen konnten, einfach nur ein (wenn auch sehr emotionales) Klischee an das andere präsentiert bekommen. Außer Frage steht indes die optische Gestaltung, die herausragend und einfallsreich geraten ist.


PLÖTZLICH SANTA  | Regie: Terje Rangnes | NOR 2016

Niemand liebt das Weihnachtsfest mehr als der Tischler Andersen. Verkleidet mit weißem Rauschebart und rotem Mantel, möchte er seine Familie an Heiligabend überraschen. Dabei rutscht der Tollpatsch auf dem Glatteis vor der Tür aus, fällt auf den mit Geschenken voll gepackten Schlitten und saust ungebremst den Berg hinunter – geradewegs gegen einen Baum. Eine schöne Bescherung, denn alle Geschenke sind kaputt. Zu seiner großen Überraschung trifft er dort auf den echten Weihnachtsmann, der Andersens Dilemma erkennt und ihm kurzerhand einen Tausch vorschlägt. Da seine Familie noch nie einen echten Tischler gesehen habe, bittet er ihn, seinen Kindern einen Besuch abzustatten. Im Gegenzug übernimmt er die Bescherung bei der Familie Andersen. Ein unvergesslicher Weihnachtsabend voller Wunder und Magie beginnt. 

Die charmante und liebevoll ausgestattete Komödie „Plötzlich Santa“ funktioniert als kurzweiliger Weihnachtsfilm vor allem für die jüngeren Zuschauer. Für die Erwachsenen offenbaren sich allerdings einige Ungereimtheiten, die das Seherlebnis durchaus beeinträchtigen können.


JUSTICE LEAGUE  | Regie: Zack Snyder | USA 2017

Bruce Wayne (Ben Affleck) hat seinen Glauben an die Menschheit endlich wiedergefunden – Supermans selbstlose Aktion hat ihn inspiriert. Jetzt bittet er  auch seine neue Mitstreiterin Diana Prince (Gal Gadot) um Hilfe, denn es gilt, einem noch gewaltigeren Feind entgegenzutreten. Gemeinsam stellen Batman und Wonder Woman umgehend ein Team von Metamenschen zusammen, um sich gegen die neue Bedrohung zu verteidigen. Doch obwohl auf diese Weise eine beispiellose Heldenliga zusammenkommt – Batman, Superman, Wonder Woman, Aquaman (Jason Mamoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) –, könnte es möglicherweise bereits zu spät sein: Ist unsere Erde überhaupt noch zu retten? Um diese Frage zu beantworten, schmiedet die Justice League den Plan, auf Jemanden zurückzukommen, der eigentlich längst tot ist… 

Die CGI-Orgie „Justice League“ funktioniert als spaßiges nur bedingt. Wenngleich ein übermütiger The Flash und Superman als einzige interessante Figur alles geben, um die austauschbare Hero-gegen-Bösewicht-Prügelei aufzupeppen, bleibt am Ende ein Film übrig, der immer nur dann unterhält, wenn er sehr dreist und offensichtlich beim Erfolgskonzept der „Avengers“ abkupfert.


HUMAN FLOW  | Regie:  Ai Weiwei | DE 2017

Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. „Human Flow“ ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt. Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen. Im Verlauf eines ereignisreichen Jahres folgt „Human Flow“ einer Reihe von bewegenden Geschichten von Menschen rund um die Welt durch 23 Länder, u.a. Afghanistan, Bangladesch, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Irak, Israel, Italien, Kenia, Mexiko und Türkei. „Human Flow“ begleitet die Menschen auf ihrer verzweifelten Suche nach Sicherheit, Schutz und Gerechtigkeit.


 Heimkinotipp: IHRE BESTE STUNDE  | Regie: Lone Scherfig | UK/SWE 2016

London 1940. Catrin Cole braucht einen Job, um sich und ihren Mann, der Künstler Ellis Cole, über Wasser zu halten. Sie heuert beim Informationsministerium an. Dessen Filme sollen der Nation in Kriegszeiten wieder Mut und Hoffnung geben. Catrins Aufgabe als Drehbuchautorin ist es, einem der Skripte eine ‚weiblichere Note‘ zu verleihen. Dabei trifft sie auf den ebenso brillanten wie zynischen Drehbuchautor Tom Buckley. Und während in London die Bomben fallen, machen sich Catrin und ihr wild zusammengewürfeltes Team rund um die inzwischen ein wenig in die Jahre gekommene Schauspielerlegende Ambrose Hilliard daran, einen herzerwärmenden und zugleich ermutigenden Film zu drehen. Allerdings wird sie bald herausfinden, dass sich hinter der Kamera mindestens genauso viel an Komödie, Drama und Leidenschaft abspielt wie davor…

Lone Scherfig legt mit „Ihre beste Stunde“  den nächsten herausragenden Film ihrer bislang astreinen Vita vor, in dem sie ein ruhiges Kriegsdrama mit jeder Menge Romantik und erstaunlich viel Witz kombiniert. Dem Charme dieses toll ausgestatteten Films sind nicht nur die feinen Darsteller erlegen, sondern auch die Zuschauer. Von solchen Filmen dürfte es gern mehr geben!

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