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Das startet am 8. Februar 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 8. Februar 2018, der, eine Woche vor dem Valentinstag, mit dem dritten und letzten Teil der „Fifty Shades of Grey“-Reihe aufwartet. Dieser dürfte dann auch direkt den stärksten Start dieses Startdonnerstags einfahren. Ob zurecht, kann ich leider erst ab kommende Woche verraten, wenn der Film der Presse gezeigt wurde. Thrillerliebhaber haben dafür mit „Wind River“ endlich mal wieder einen guten Genrebeitrag zum Gucken, doch auch die kleine deutsche Tragikomödie „Dinky Sinky“ sollte nicht unberücksichtigt bleiben.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

WIND RIVER  | Regie: Taylor Sheridan | USA/CAN/UK 2017

Auf der Jagd nach Pumas findet Fährtenleser Cory Lambert (Jeremy Renner) in der schroffen Wildnis des vereisten Indianer-Reservats „Wind River“ die Leiche einer jungen Frau. Sofort fühlt er sich an seine eigene Tochter erinnert, die drei Jahre zuvor unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen ist. Zur Ermittlung schickt die Bundespolizei Jane Banner (Elizabeth Olsen) an den Tatort, eine junge, noch unerfahrene Agentin aus Florida. Weil sie weder mit der unwirtlichen Witterung noch den Regeln des Reservats vertraut ist, engagiert sie Lambert als Führer, um ihr bei den Ermittlungen zu helfen. Je näher Jane und Cory der Auflösung des Falls kommen, desto mehr wird ihnen bewusst, dass sie es mit einem Gegenspieler zu tun haben, der vor nichts zurückschreckt, um seine Haut zu retten…

In ein Gewand aus eiskalten Bildern gehüllt, ist „Wind River“ ein im besten Sinne schnörkelloser Thriller, der nicht bloß das brutale Verbrechen an einem jungen Mädchen in den Fokus rückt, sondern sich auch intensiv mit verschiedenen sozialen Milieus auseinandersetzt. Jeremy Renner und Elizabeth Olsen verhelfen der Geschichte bei all ihrer Tristesse außerdem zu einer guten Portion Menschlichkeit und harmonieren bestens als Ermittlerduo wider Willen.


DINKY SINKY | Regie: Mareille Klein | DE 2016

Frida (Katrin Röver) wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch erst erfüllt sich ihre Sehnsucht nicht und dann läuft auch noch der Mann davon. Vor allem, weil dieser sich nicht als „Zuchthengst“ zur Verfügung stellen wollte. Damit ist Fridas Leben mehr oder weniger ein Scherbenhaufen. Und dann bricht um sie herum auch noch ein regelrechter Babyboom aus. Fridas eigenes Leben läuft also vermeintlich rückwärts. Doch für Kummer bleibt keine Zeit. Sie ist 36 Jahre alt und der festen Überzeugung: jetzt oder nie. Es muss schnell ein neuer Lebenspartner her. Doch bei den vielen Dates findet Frida nicht den Richtigen für ihre Pläne Erst spät merkt Frida, dass die Jagd nach einem perfekten Leben nicht der Weg zum großen Glück ist.

Mareille Kleins Tragikomödie „Dinky Sinky“ über eine Frau, die endlich ein eigenes Kind möchte, ist eine zu einhundert Prozent authentische Studie darüber, wie es ist, sich seine eigenen Wünsche zu erfüllen, selbst wenn man sich dabei nicht auf die Unterstützung Anderer verlassen kann.


FIFTY SHADES OF GREY – BEFREITE LUST  | Regie: James Foley | USA 2018

Nach ihrer Hochzeit schweben Ana (Dakota Johnson) und Christian (Jamie Dornan) zwar im siebten Himmel, doch schon bald legt sich ein bedrohlicher Schatten über das Glück der Frischvermählten: Christian wird von seiner mysteriösen Vergangenheit eingeholt und ein gefährlicher Bekannter bedroht die Ehe und Familie der beiden – verstrickt in kriminelle Intrigen und im Sog dunkler Leidenschaft muss die erstarkte Ana erneut um ihre Liebe kämpfen. Die ersten beiden Verfilmungen der „Fifty Shades of Grey“-Reihe in den Jahren 2015 und 2017 waren ein Phänomen – sowohl in Deutschland als auch weltweit. Auch im dritten Teil der erfolgreichen Bestsellerserie spielen Jamie Dornan und Dakota Johnson ihre bekannten Rollen als Christian Grey und Anastasia Steele, deren wechselvolle Liebesgeschichte zwischen Dominanz und Devotion von den Fans mit Spannung verfolgt wird. 

Teil eins war eine Katastrophe, Teil zwei war okay und der Abschluss der „Fifty Shades of Grey“-Reihe ist nun eine Romanze geworden, die sich trotz ihres Namens nicht mehr zu verstecken braucht. Ein liebloser Thriller-Plot verhindert zwar, dass sich hier von „gut“ sprechen lässt, doch die steigende Qualitätskurve innerhalb des Franchise ist ebenso erstaunlich wie beispiellos.


FREIHEIT | Regie: Jan Speckenbach | AT/SK 2017

Nora bewegt sich wie in fremder Umgebung: Sie lässt sich auf einen Flirt ein, entzieht sich wieder in eine andere Stadt, überschreitet die Sprachbarriere vom Deutschen zum Slowakischen. Wie fremd muss die Fremde sein, um die eigene Fremdheit zu überwinden? Philip geht durch seinen Alltag: Er kümmert sich um seine Kinder, übt seinen Beruf aus, hat eine Affäre mit Monika. Doch sein Leben ist nur eine Choreographie von Vereinbarungen, die seit dem Verschwinden seiner Frau Nora ihren Sinn eingebüßt haben. Ein Abend in der Familie. Nora und Philip essen mit ihren zwei Kindern. Ein befreundetes Paar kommt zu Besuch. Die Kinder gehen ins Bett. Philip sieht fern. Nora will noch vor die Tür. Sie wird nicht zurückkehren. In diesen drei Schritten erzählt der Film seine Geschichte von einer umgesetzten Sehnsucht nach Freiheit und deckt dabei einige Konstruktionsfehler unserer Gesellschaft auf.


PLAYING GOD  | Regie: Karin Jurschik | DE 2017

Kurz nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 verabschiedet der US-Kongress ein ungewöhnliches Gesetz. Die Politiker legen einen milliardenschweren Fonds auf, aus dem alle Opfer entschädigt werden sollen, die freiwillig auf den Gang zum Gericht verzichten. EIN Mann wird dabei von George Bush persönlich zum alleinigen Entscheider über alle Abfindungssummen ernannt: Der Anwalt und Mediator Ken Feinberg, der den „Master of Disaster“ spielen soll. Er allein entscheidet, wer unter welchen Voraussetzungen wie viel Geld bekommt.

„Playing God“ von Regisseurin Karin Jurschik, ist ein Portrait des Mannes, der in den USA in allen großen Entschädigungsfällen der „special master“ ist, angefangen von Agent Orange nach dem Vietnamkrieg bis zur Abgasaffäre von VW. Ein außergewöhnlicher Einblick in eine Welt, die uns sonst verborgen bleibt…


Heimkinotipp: JUGEND OHNE GOTT  | Regie: Alain Gsponer | DE 2017

Zach (Jannis Niewöhner) macht sich widerwillig auf in das Hochleistungs-Camp der Abschlussklasse. Im Gegensatz zu seinen Kommilitonen hat er kein Interesse daran, auf die renommierte Rowald Universität zu kommen. Obwohl sie ihn nicht versteht, ist die ehrgeizige Nadesh (Alicia von Rittberg) von dem Einzelgänger fasziniert und versucht, ihm näherzukommen. Zach wiederum interessiert sich mehr für das geheimnisvolle Mädchen Ewa (Emilia Schüle), das im Wald lebt und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Als Zachs Tagebuch verschwindet und ein Mord geschieht, scheint der fragile Zusammenhalt der jugendlichen Elite an sich selbst zu zerbrechen. Nur der vermeintlich moralisch integre Lehrer (Fahri Yardim) versucht zu helfen, aber dafür ist es schon zu spät. Ein Strudel aus Lügen und Gewalt hat sich längst in Gang gesetzt.

„Jugend ohne Gott“ krankt mitunter an den typischen Krankheiten deutscher Jugendfilme, überzeugt aber immer noch als clever erzählte, mit großen Bildern bestückte Dystopie über eine Welt, in der Liebe und Empathie nicht mehr existieren.

Verlosung: Die Taschendiebin

Nach Filmen wie „Oldboy“ und „Stoker“ geht es auch in Chan-wook Parks neuestem Film DIE TASCHENDIEBIN einmal mehr um Rache sowie die Frage nach Schuld und Unschuld. Dabei herausgekommen ist ein atemberaubendes Stück asiatischer Kinogeschichte, das seit dem 8. Juni endlich auch für Zuhause erhältlich ist. Zu diesem Anlass verlose ich in Kooperation mit Koch Media einmal die DVD und einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko (Min-hee Kim) lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki (Jin-woong Jo) und ihrem ererbten Vermögen in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte und bewachte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss, um so den Preis der Bücher in die Höhe zu treiben. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee (Tae-ri Kim), ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Taschendiebin und Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara (Jung-woo Ha) in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: ein ganz eigenes Begehren, eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt.

Chan-wook Parks „Die Taschendiebin“ ist ein komplex-verschachtelt erzähltes, hochspannendes und ebenso erotisches Verwirrspiel um Liebe, Begehren und das Entkommen aus gesellschaftlichen Zwängen. Trotz einiger Längen ist das betörend schön gefilmte Drama schon jetzt ein Highlight des Kinojahres 2017.

Ihr wollt Euch „Die Taschendiebin“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn!

Nach Teilnahmeschluss am 18. Juni 2017 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbtverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Heimkinotipp: Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Heimkinorubrik stelle ich Euch in unregelmäßigen Abständen ausgewählte DVD- und Blu-ray-Starts vor, denen ein wenig mehr Aufmerksamkeit gebührt. 

Diese Woche widme ich mich dem zweiten Teil der Hollywoodromanze „Fifty Shades of Grey“, die ab dem 8. Juni auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

Nach ihrer schwierigen Beziehung versucht Anastasia (Dakota Johnson), den charmanten Milliardär Christian (Jamie Dornan) zu vergessen und stürzt sich in ihren neuen Job in einem Verlag. Hier hat sie vornehmlich mit ihrem zudringlichen Chef zu tun, doch die Selbstständigkeit tut ihr und ihrem Selbstbewusstsein gut. Auch Christian realisiert Anas emotionale Reifung und versucht infolge dessen, alles in seiner Macht stehende, um die junge Frau zurückzugewinnen und sie davon zu überzeugen, dass er in der Lage ist, sich zu ändern.. Als auch Ana ihr Verlangen nicht länger unterdrücken kann, treffen sich die beiden wieder häufiger und wollen versuchen, eine ganz normale Beziehung zu führen. Doch dann wirft Christians Vergangenheit einen dunklen Schatten, denn in seiner Vergangenheit gibt es Menschen, die ihm sein Glück nicht gönnen wollen. Darunter auch eine alte Bekannte, die Anastasia aufzulauern beginnt und das Leben des Liebespaares immer häufiger in Gefahr bringt.

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