Das startet am 3. März 2016

Herzlich Willkommen zu meiner neuen Blogreihe WESSELS‘ WEEKLY, die Euch jeden Sonntag regelmäßig über die wichtigsten Filmstarts der kommenden Woche informieren wird. Dazu werde ich erstmalig in der Geschichte dieser Seite und auf vielfachen Wunsch meiner Leserschaft auf eine Punktebewertung zurückgreifen sowie mithilfe von Symbolen eine Genreeinordnung vornehmen. Das soll es gerade Gelegenheitskinogängern einfacher machen, einen Film ganz nach Ihrem Geschmack auszuwählen. Wen nicht bloß das Fazit interessiert, der findet die Verlinkung zur ausführlichen Kritik in den meisten Fällen innerhalb der Kurzzusammenfassung. Klickt dazu einfach auf das Plakat zum jeweiligen Filmtitel. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch eine Zusammenfassung der Handlung, sowie den Trailer mit Klick auf’s Plakat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Rubrik und natürlich viel Spaß im Kino!

ZOOMANIA | Regie: Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush | USA 2016

Zoomania

Zoomania ist eine Metropole wie keine andere, eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten und Schmelztiegel der unterschiedlichsten Tierarten aus aller Welt. In Zoomania scheint für jeden alles möglich. Doch als Polizistin Judy Hopps – jung, ehrgeizig, Häsin – nach Zoomania versetzt wird, stellt sie schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich als einziges Nagetier in einer Truppe aus knallharten und vor allem großen Tieren durchzubeißen. Eben noch dazu verdonnert, Knöllchen zu schreiben, erhält die aufgeweckte Hasendame vom Polizeichef ihren ersten großen Auftrag: Sie soll eine zwielichtige Verschwörung aufdecken, die ganz Zoomania in Atem hält. Ihr erster richtiger Fall erweist sich bald als eine Nummer größer als gedacht, doch Hopps ist fest entschlossen, allen zu zeigen, was sie drauf hat! 

„Zoomania“ kommt wie zu erwarten auf dem höchsten, technischen Niveau daher, das man sich im Animationsfilmsegment derzeit vorstellen kann, doch die Geschichte besitzt zu wenig eigene Akzente, um auch zwischen vereinzelt herausstechenden Gagszenarien zu bestehen. So ist der Film solide – aber für Disney ist solide eben noch lange nicht gut.


DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK | Regie: Hans Steinbichler | D 2016

Das Tagebuch der Anne Frank

Nach der Emigration aus Frankfurt am Main ist Amsterdam die neue Heimat der Familie Frank geworden. Anne, ihr Vater Otto, Mutter Edith und Schwester Margot versuchen hier, wieder ein ganz normales Leben zu führen – bis die Deutschen die Niederlande besetzen und sich auch in Amsterdam die Situation für Juden von Tag zu Tag dramatisch verschlechtert. Als Margot einen Aufruf zur Deportation ins Arbeitslager erhält, beschließt Otto Frank, mit der Familie unterzutauchen. Mit Hilfe seiner Sekretärin Miep Gies und anderen Mitarbeitern hat er hierfür schon seit Wochen das Hinterhaus seines Firmensitzes in der Prinsengracht 263 als Versteck vorbereitet. Etwas mehr als 50m² sind von nun an das Zuhause der Familie Frank und, kurze Zeit später, auch der Unterschlupf von Hans, Petronella und Peter van Daan sowie Albert Dussel.3 von 5

„Das Tagebuch der Anne Frank“ ist eine solide Verfilmung des Stoffes mit einem interessanten Fokus, der nicht immer ganz zu Ende gedacht wirkt, jedoch mit einer Szene beendet wird, die umso länger nachhallt.


13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHAZI | Regie: Michael Bay | USA 16

13 Hours: The Secret Soldies of Benghazi

Es ist die Nacht des 11. Septembers 2012, als das US-General-Konsulat in Bengasi, Libyen, überraschend mit schwerem Geschütz angegriffen wird. Als ein eindeutiger militärischer Rettungsbefehl aus Washington ausbleibt, entscheidet sich ein Team privater Sicherheitskräfte für den Alleingang. Sie, die in einem geheimen CIA-Stützpunkt in der Nähe stationiert sind, wollen die Botschaft den Angreifern nicht kampflos überlassen. Dabei riskieren die ehemaligen Soldaten Jack, Rone, Tanto, Boon, Oz und Glen nicht nur ihr Leben, sondern setzen sich auch über einen Befehl hinweg. Denn um die Existenz des geheimen CIA Stützpunkts zu sichern, wird ihnen ein Eingreifen strengstens von oberster Stelle untersagt. Ein 13-stündiger, selbstloser Einsatz gegen Befehl und Gehorsam und für das Leben ihrer Landsleute beginnt…

Laut, rau, unbequem: Mit „13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi“ präsentiert Michael Bay visuell spektakulär in Szene gesetzte Actionmomente, die über die verquere Message des patriotischen Poser-Gehabes nicht hinwegtäuschen können.


EL CLAN  |  Regie: Pablo Trapero  |  ARG/ESP 2015

El Clan

Argentinien in den frühen 80ern: Die Puccios leben in einem gutbürgerlichen Stadtteil in Buenos Aires, nach außen wirken sie wie eine ganz normale Großfamilie. Doch der Schein trügt. Im Verborgenen führt Patriarch Arquímedes Puccio mit harter Hand die Geschäfte der Familie, dunkle Machenschaften mit grausamen Methoden: Kidnapping, Lösegelderpressung, Mord. Hinter der Planung und der Umsetzung sämtlicher Operationen steckt Arquímedes. Dafür braucht er vor allem die bedingungslose Unterstützung seines ältesten Sohnes Alejandro, der für ihn geeignete Opfer ausfindig macht. Als Star-Spieler der Rugby-Nationalmannschaft ist dieser durch seine Berühmtheit über jeden Verdacht erhaben und somit das ideale Werkzeug. Als Alejandro das makabre Familienbusiness in Frage stellt, bröckelt die Fassade.


FRANCOFONIA  |  Regie: Alexander Sokurov |  FR/D/NED 2015

Francofonia

Der Louvre zur Zeit der deutschen Besatzung: Direktor Jacques Jaujard bekommt es mit Franziskus Graf Wolff-Metternich zu tun, Leiter des sogenannten „Kunstschutzes” der Wehrmacht – Kontrahenten, aus denen mehr und mehr Komplizen bei der Rettung der Schätze des Museums vor dem Zugriff der Nazi-Invasoren werden. Mit dem Gravitationszentrum dieser wundersamen Geschichte entfaltet Alexander Sokurov in Bildern von suggestiver Schönheit, mit überraschenden Sequenzen zwischen historischer Verortung und traumhafter Assoziation eine betörende, sich souverän in Raum und Zeit bewegende Meditation über Kunst und Macht, Geschichte und Schönheit. „Francofonia“ lässt uns auf unnachahmliche Weise erleben, dass ein Museum unendlich viel mehr ist als ein Ort zur Aufbewahrung von Kunstexponaten.


 LANDSTÜCK  |  Regie: Volker Koepp |  D 2016
Landstück

Im Nordosten Deutschlands wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben. Die weitgeschwungenen Felder der Uckermark reichen bis zum Horizont. Als die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der DDR abgewickelt wurden, konnten sich die Äcker erholen. Naturschutzgebiete sind entstanden und bäuerliche Familienbetriebe haben sich auf ökologischen Anbau umgestellt. Doch die globale Gier nach Land hat auch den Norden Brandenburgs erreicht. Der Staat verkauft das Land inzwischen an ortsfremde Großinvestoren. Monokulturen, Windräder, Tiermastbetriebe, und Biogasanlagen verändern das Landschaftsbild. Volker Koepps Film handelt vom Leben der Menschen in dieser dünnbesiedelten Gegend. Er besucht seine unmittelbaren Nachbarn, Dorfbewohner, Zugezogene, Landwirte und Umweltschützer.


RESULTS  |  Regie: Andrew Bujalski |  USA 2015

Results

Danny will Ver­än­de­rung, auch der Kör­per soll anders wer­den und dafür bezahlt er das Fit­ness­stu­dio gleich mal Jahre im Vor­aus. Das Geld dafür hat er, weil die Mut­ter gestor­ben ist und ihm unver­hofft eine grö­ßere Summe ver­erbt hat. Davon kauft er sich noch ein rie­si­ges Haus, eine E-Gitarre und ein paar ver­ein­zelte Möbel­stü­cke. Kate, seine Fit­ness­trai­ne­rin, hat zwar einen per­fek­ten Kör­per, aber noch kei­nen pas­sen­den Mann gefun­den. Und Tre­vor, dem das Fit­ness­stu­dio gehört, will ver­grö­ßern und dafür braucht er Geld. Dass der Erzähl­fluss unge­wöhn­li­che Wege ein­schlägt, macht den Reiz die­ses ent­spann­ten Films aus. Autorenfilmer And­rew Bujal­ski, bekannt gewor­den mit klei­nen, kos­ten­güns­ti­gen Mumblecore-Produktioen, arbei­tete dies­mal mit pro­mi­nen­te­ren Schau­spie­lern und grö­ße­rem Bud­get – und bleibt doch ganz eigen­sin­nig dabei.


SEXARBEITERIN  |  Regie: Sobo Swobodnik  |  D 2016

Sexarbeiterin

Prostitution, Sexarbeit, horizontales Gewerbe sind wie keine andere Berufsbranche von Klischees, Stereotypen und Ressentiments geprägt. In den Medien, vor allem des Boulevards, spielen im Diskurs um Sexarbeit in der Regel ausschließlich Zwangsprostituierte, drogenabhängige oder missbrauchte Sexarbeiterinnen eine Rolle. Dabei werden Sexarbeiterinnen nahezu immer als Opfer dargestellt. Dass es darüber hinaus auch andere Sexarbeiterinnen gibt, die freiwillig und selbständig der Sexarbeit nachgehen, zeigt der Film „Sexarbeiterin“. Er begleitet die studierte Informatikerin und Berliner Sexarbeiterin Lena Morgenroth über mehrere Monate hinweg durch ihr Leben, bei ihrer Arbeit und im „ganz normalen“ Alltag. Dabei entstand ein vielseitiges menschliches Porträt einer Sexarbeiterin, im Kontext von Familie, Freunden und Partnerschaft.


Heimkinotipp der Woche: JAMES BOND 007: SPECTRE  | Regie: Sam Mendes  | USA 2015

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Eine mysteriöse Nachricht aus der Vergangenheit schickt James Bond ohne Befugnis auf eine Mission nach Mexico City und schließlich nach Rom, wo er Lucia Sciarra trifft. Sie ist die schöne und unantastbare Witwe eines berühmt-berüchtigten Kriminellen. Bond unterwandert ein geheimes Treffen und deckt die Existenz der zwielichtigen Organisation auf, die man unter dem Namen SPECTRE kennt. Derweil stellt der neue Chef des Centrefor National Security Max Denbigh in London Bonds Tätigkeit in Frage. Heimlich bittet Bond Moneypenny und Q, ihm dabei zu helfen, Madeleine Swann aufzuspüren. Sie ist die Tochter seiner alten Nemesis Mr. White und wahrscheinlich die einzige Person, die im Besitz eines Hinweises ist, mit dem sich das undurchdringbare Netz um SPECTRE entwirren lässt. 3 von 5

Da hilft auch die spektakuläre Eröffnungssequenz nicht: „James Bond 007: Spectre“ ist unausgegoren, zu lang und angesichts seiner vielen inhaltlichen Defizite keines Daniel-Craig-Abschiedes würdig. Es bleibt zu hoffen, dass es sich der charismatische Brite noch einmal anders überlegt und uns in spätestens drei Jahren wieder einen „Bond“-Film um die Ohren haut, der sich gewaschen hat.

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