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Das startet am 19. Mai 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 19. Mai. Der größte Neustart dieser Woche dürfte ganz klar „X-Men: Apocalypse“ sein, der sich ganz ordentlich schlägt, qualitativ allerdings nicht an den französischen Geheimtipp „Monsieur Chocolat“ heranreicht, das in seiner ehrlichen Tragik sehr berührt. Des Weiteren erscheint hierzulande auch endlich der international gefeierte Genrehit „The Witch“, der jedoch an den hohen hoch gesteckten Zielen des Regisseurs zerbricht. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MONSIEUR CHOCOLAT | Regie: Roschdy Zem | FR 2015

Monsieur Chocolat

Frankreich, kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts: Auf der Suche nach neuem Talent entdeckt der Clown George Footit (James Thiérrée) den aus der Sklaverei entflohenen Chocolat (Omar Sy), der mit einem kleinen Wanderzirkus durchs Land reist. Die beiden Außenseiter freunden sich an und entwickeln eine gemeinsame Bühnenshow, die schnell zu einem großen Zuschauermagneten wird. Auftritte in den größten Zirkushäusern von Paris machen Footit und Chocolat schließlich landesweit bekannt. Doch der große Ruhm treibt nicht nur einen Keil in die Freundschaft der beiden, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Chocolat muss feststellen, dass er viele Feinde hat, die den Erfolg eines schwarzen Künstlers nicht dulden werden…
4 von 5

Vorhang auf für den vielleicht besten französischen Film des Jahres! Roschdy Zem inszeniert mit „Monsieur Chocolat“ ein tieftrauriges und doch optimistisches Drama über ein Thema, das aktueller ist, als es sein sollte. Die Performance von Omar Sy ist Oscar-würdig. Ein Muss!


X-MEN: APOCALYPSE | Regie: Bryan Singer | USA 2016

X-Men: Apocalypse

1983 wird der unbesiegbare, unsterbliche Apocalypse (Oscar Isaac), seines Zeichens mächtigster Mutant aller Zeiten, nach fünftausendjähriger Gefangenschaft befreit. Wütend, dass er und seine Artgenossen nicht länger als Götter verehrt werden, schart er mächtige Mutanten um sich – unter ihnen der durch den tragischen Tod seiner Tochter entmutigte Magneto (Michael Fassbender) –, um der Welt unter seiner Führung eine neue Ordnung zu geben. Um Apocalypses Pläne weltweiter Zerstörung zu durchkreuzen, führen Raven (Jennifer Lawrence) und Professor X (James McAvoy) ein junges X-Men-Team in eine epische Schlacht, um dem scheinbar unbezwingbaren Feind Einhalt zu gebieten.
3 von 5

„X-Men: Apocalypse“ beginnt auf dem erzählerisch komplexen Niveau von „The First Avenger: Civil War“ und verliert sich schließlich in einer lieblosen Materialschlacht der Marke „Batman v Superman“. Wenngleich der erzählerisch angenehme Teil den Großteil des Films ausmacht, ist es doch ausgerechnet die Schlussphase, die den bleibenden Eindruck des Zuschauers prägt.


 THE WITCH |  Regie: Robert Eggers |  USA/UK/CAN/BRA 2015
The Witch

Neuengland, 1630. Farmer William (Ralph Ineson) findet, gemeinsam mit Frau Katherine (Kate Dickie) und den fünf Kindern, ein neues Zuhause auf einem abgelegenen Stück Land, nahe eines düsteren Waldes.  Bald kommt es zu beunruhigenden Vorfällen: Tiere verhalten sich aggressiv, eines der Kinder verschwindet, während ein anderes von einer dunklen Macht besessen zu sein scheint. Misstrauen und Paranoia wachsen und die älteste Tochter Thomasin (Anya Taylor-Joy) wird der Hexerei beschuldigt. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt, werden Glaube, Loyalität und Liebe jedes einzelnen Familienmitgliedes auf eine schreckliche Probe gestellt…
2 von 5

„The Witch“ beginnt atmosphärisch, doch als Regisseur Robert Eggers merkt, dass die Stimmung allein seinen Film nicht besonders macht, verliert sich seine Produktion in handelsüblichem Genre-Gewäsch, dem Figuren zum Opfer fallen, die ohne jedes Profil auskommen. Potenzial verschenkt!


NUR FLIEGEN IST SCHÖNER  |  Regie: Bruno Podalydès  |  FR 2015

Nur Fliegen ist schöner

Michel, in den Fünfzigern, verheiratet, die Kinder aus dem Haus, Nine-to-Five-Job, steckt in seiner täglichen Routine fest. Nach der Arbeit, wenn er auf sein Motorrad steigt, träumt er von einem anderen Leben. Wie gerne würde er wie sein Held, Luftpost-Pionier Jean Mermoz, in einer Propellermaschine durch den Abendhimmel schweben. Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf das Foto eines Kajaks – und ist begeistert von der formvollendeten Schönheit und Eleganz des Objekts. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Ein Klick, und ein Grand Raid 416 zum Selbstzusammenbauen liegt in seinem virtuellen Einkaufskorb. Einige Tage gelingt es Michel, den Kauf vor seiner Frau Rachelle zu verheimlichen. Doch aus der anfänglichen Träumerei erwächst immer stärker der Traum von einer Auszeit, bis er beschließt, endlich zu tun, was er will…


PETTING ZOO | Regie: Mecah Magee | DE/GRC/USA 2015
Petting Zoo

Layla steht kurz vor ihrem Schul­ab­schluss, als sie erfährt, dass sie schwan­ger ist. Ihren Freund hat sie gerade ver­las­sen und weil sich ihre Fami­lie wei­gert, einer Abtrei­bung zuzu­stim­men, fügt sich Layla in ihre Situa­tion und lässt den Plan, auf’s Col­lege zu gehen, fal­len. Weil es zwi­schen ihr und den Eltern nicht funk­tio­niert, zieht sie zur Groß­mut­ter, wo auch der Onkel mit sei­ner Fami­lie lebt. Sie hält sich mit einem Job in einem Call Cen­ter über Was­ser und lernt neben­bei für ihre Abschluss­prü­fun­gen. Auf einem Kon­zert wirft Layla einen Blick auf Aaron, der so ganz anders ist als der Junge, von dem sie schwan­ger ist.

Mit genauem und empa­thi­schem Blick erzählt „Petting Zoo“ davon, wie es sich anfühlt, als Min­der­jäh­rige aus der Bahn gewor­fen zu wer­den.


FÜR IMMER EINS  |  Regie: Maria Sole Tognazzi |  IT 2015

Für immer eins

Alles ist perfekt. Restaurant-Besitzerin Marina, wunderschöner ehemaliger Schauspiel-Star, und die umwerfende Architektin Federica sind ein Traumpaar. Beide stehen erfolgreich mitten im Leben, sind seit fünf Jahren unzertrennlich.. Doch die glatte römische Marmor-Fassade zeigt feine Risse… Federica war verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Noch gibt es Momente, in denen es ihr schwerfällt, zu ihrer lesbischen Beziehung zu stehen, was Marinas Stimmung mitunter verhagelt. Als eine ehemalige Flamme Federicas unvermittelt auftaucht, stehen beiden Frauen stürmische Zeiten bevor. „Für immer eins“ ist Italiens erste romantische Komödie, in der zwei Lesben im Mittelpunkt stehen. Federleicht im Ton, brillant in Szene gesetzt und mit zwei Hauptdarstellerinnen, die uns mit “Grande Bellezza“ in ihr leidenschaftliches Leben und Lieben führen.


PARCHIM INTERNATIONAL  |  Regie: Stefan Eberlein|  DE 2015

Parchim International

2007 kauft der chinesische Investor Jonathan Pang einen alten Militärflughafen in Mecklenburg-Vorpommern. In einer kleinen Stadt namens Parchim will er eine internationale Drehscheibe fur Flugfrachtverkehr zwischen China, Europa und Afrika schaffen. Herr Pang hat sich nicht weniger vorgenommen, als die internationalen Warenströme umzulenken und aus Parchim ein neues Zentrum der Globalisierung zu machen. Aber passt seine Idee auch in die norddeutsche Provinz? Die Arbeitslosenquote ist hoch, der Flughafen liegt seit 17 Jahren brach. Ein Container auf Stelzen dient als provisorischer Tower und die Belegschaft spricht kein Englisch. Während Jonathan Pangs deutscher Berater Werner Knan sich weiter und weiter in den Sumpf deutscher Bürokratie verrennt, reist Herr Pang durch die Welt, um andere von seiner Idee zu begeistern.


Heimkinotipp: THE REVENANT | Regie: Alejandro González Iñárritu | USA/HKG/RC/CAN 2015

The Revenant - Der Rückkehrer

Bei einer Expedition tief in der amerikanischen Wildnis wird der legendäre Jäger und Abenteurer Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) von einem Bären attackiert und von seinen Jagdbegleitern, die überzeugt sind, dass er dem Tod geweiht ist, zurückgelassen. Allein und dem Tode nah, denkt Glass aber nicht daran, aufzugeben. Durch die Liebe zu seiner Familie und durch seinen übermenschlichen Willen zu überleben, begibt er sich auf eine Odyssee, durch einen unerbittlichen Winter und eine feindliche Wildnis. Er folgt  dem Mann, der ihn betrogen hat: John Fitzgerald (Tom Hardy). Was als Rachefeldzug beginnt, mündet in einem heroischen Abenteuer, in dessen Verlauf Glass allen Herausforderungen trotzt. Angetrieben von der Hoffnung, dass ihm am Ende Erlösung widerfährt.
5 von 5

„The Revenant – Der Rückkehrer“ zieht seinen Meilensteincharakter nicht aus der bahnbrechenden Geschichte. Um einiges komplexer hätte sie dem Gesamtkunstwerk Film vermutlich nur im Wege gestanden. Hier greifen Momente der Angst, des Triumphes, des Schocks, des Staunens und der Sprachlosigkeit ineinander, denn die Macher schaffen etwas, von dem man glaubte, es wäre Geschichte: Sie kreieren Bilder, die man noch nie gesehen hat.

Das startet am 28. April 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 28. April. Ab diesem Donnerstag duellieren sich endlich Marvels Superhelden in „The First Avenger: Civil War“ – es ist wahrscheinlich, dass das auch die meisten Kinogänger interessieren wird. Und das, obwohl vielleicht im Saal nebenan der bessere Film läuft, denn trotz des enormen Unterhaltungswert des Comicblockbusters ist man dieser Tage mit dem Schachthriller „Bauernopfer“ am besten bedient. Für die jüngeren Zuschauer gibt’s das neueste und vielleicht letzte Abenteuer von Rico und Oscar in den Kinos zu sehen. Und für melancholische Leichtigkeit sorgen Tom Tykwer und Tom Hanks in „Ein Hologramm für den König“. Auf jeden Fall meiden, sollte man derweil die Spieleverfilmung „Ratchet & Clank“, zu der ich leider noch keine detaillierteren Auskünfte geben darf.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

BAUERNOPFER – SPIEL DER KÖNIGE | Regie: Edward Zwick | USA/CAN 2016

Bauernopfer - Spiel der Könige

1972 – Amerika verfällt dem Schachfieber als sein jüngster Schach-Großmeister der Geschichte, Bobby Fischer (Tobey Maguire), in einem spektakulären Spiel um die Weltmeisterschaft auf seinen russischen Rivalen Boris Spassky (Liev Schreiber) trifft. Die amerikanisch-russische Konfrontation auf dem Schachbrett mitten in den Wogen des Kalten Krieges löst einen wahren Medienzirkus aus und Fischer findet sich plötzlich als Spielball der Interessen zweier Weltmächte wieder, während er gleichzeitig mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Es geht nicht nur darum, wer das alles entscheidende Schachspiel bei der Weltmeisterschaft in Reykjavik gewinnt. Das Schachspiel übernimmt nach und nach die Kontrolle über Bobby, für den der Sport schon lange nicht mehr nur ein Sport ist. Boris Spassky geht es auf der Seite der Russen ganz genau so… 5 von 5

„Bauernopfer – Spiel der Könige“ ist ein herausragendes Biopic über eine der streitbarsten Sportlerpersönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte, deren Faszination in der Akribie von Steven Knight und Edward Zwick das perfekte Team gefunden hat, um jene angemessen auf der Leinwand zu würdigen.


THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR | Regie: Anthony Russo, Joe Russo | USA 2016

The First Avenger: Civil War

Unter Führung von Captain Steve Rogers ist das neue Team der Avengers weiterhin für den Erhalt des Friedens im Einsatz, als sie in einen internationalen Vorfall verwickelt werden, der erhebliche Kollateralschäden verursacht. Schnell werden Forderungen nach einem neuen Führungsgremium laut, das entscheidet, wann die Dienste der Avengers wirklich benötigt werden. Der neue politische Druck und das daraus entstehende Kräfteringen treiben das Team langsam auseinander und spalten es in zwei Lager. Das eine wird angeführt von Steve Rogers und seinem Wunsch, die Freiheit der Avengers aufrechtzuerhalten. Das andere Lager folgt Tony Stark und seiner überraschenden Entscheidung, die Avengers unter staatliche Kontrolle und Verantwortung zu stellen.  4 von 5

Marvel weiß, wie anspruchsvolle Comicaction geht und beweist das mit „The First Avenger: Civil War“ einmal mehr. Im Detail finden sich Kleinigkeiten, die den Film davor bewahren, so etwas wie ein Quantensprung der kinematografischen Superheldenunterhaltung zu sein. Trotzdem bleibt am Ende eines stehen: So, und nicht anders, gehört ein derartiger Genrefilm inszeniert!


EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG | Regie: Tom Tykwer | UK/FR/DE/USA 2016

Ein Hologramm für den König

Alan Clay, Alter 54, Opfer der Bankenkrise, hat eine letzte Chance. Er soll innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie an den Mann, besser gesagt den König bringen: König Abdullah von Saudi-Arabien lässt in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht. Nicht am ersten Tag, nicht am zweiten – und auch nicht in den Tagen danach. In diesen wird der junge Fahrer Yousef Alans Gefährte. Durch ihn erlebt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Tradition und Moderne. Und er lernt die schöne Ärztin Zahra kennen. Anhand dieser Begegnungen und der neuen kulturellen Eindrücke entwickelt sich Alan Clay vom zielstrebigen und erfolgsgetriebenen Salesman zu einer Person, die sich selbst Perspektiven sucht und einen neuen Platz im Leben findet.  4 von 5

„Ein Hologramm für den König“ ist das ebenso zurückhaltende wie mitreißende Portrait eines Mannes, der erst weit von Zuhause weg muss, um ganz zu sich selbst zu finden. Dabei begeistert vor allem der respektvolle Umgang mit sämtlichen Figuren, das stete Wechselspiel zwischen tragischen und komischen Elementen sowie die Einzigartigkeit dieser berauschenden Kulisse.


RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN | Regie: Neele Leana Vollmer | DE 2016

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

In der Dieffe 93 hat sich einiges getan: Ricos Mutter Tanja ist mittlerweile mit dem Bühl zusammen und Ricos bester Freund Oskar lebt mit seinem Vater Lars nun auch bei Rico im Haus. Also ist eigentlich alles gut und Ricos Laune ist prima. Doch dann stirbt völlig überraschend der knarzige Fitzke und vererbt Rico seine geliebte Stein-Sammlung. Während Oskar überzeugt ist, dass diese Sammlung absolut wertlos ist und eine echte Fitzke-Marotte war, glaubt Rico nun im Besitz eines wertvollen Schatzes zu sein, den er in Gedenken an Fitzke auch würdig bewahren möchte.  Als die beiden Jungs feststellen, dass Ricos Lieblingsstein, der Kalbstein, gestohlen wurde, ist ihr Detektiv-Spürsinn geweckt! Sie müssen die Diebe stellen und finden heraus, dass die auf dem Weg an die Ostsee sind.4 von 5

Wir wollen einfach nicht glauben, dass mit „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ tatsächlich Schluss sein soll! Erneut liefert Neele Leana Vollmer mit ihrem kurzweilig-geerdeten Kinderabenteuer ganz großes Familienkino ab.


RATCHET & CLANK  |  Regie: Kevin Munroe |  USA 2016

Ratchet & Clank

Der vorlaute, aber liebenswürdige Lombax Ratchet hat schon immer davon geträumt, zu den berühmten Galactic Rangers zu gehören. Als Anführer Qwark Aufnahmeprüfungen für sein Team abhält, sieht Ratchet seine große Chance gekommen – aber Qwark lässt ihn knallhart abblitzen: Ratchet hat seiner Meinung nach nicht das Zeug zum Helden. Unterdessen zerstört Bösewicht Drek am anderen Ende der Galaxie den Planeten Tenemule mit einem einzigen Strahlenstoß seines brandneuen Deplanitosators. In derselben Nacht wird Ratchet vom Lärm einer abstürzenden Rettungskapsel aus dem Schlaf gerissen: Im letzten Augenblick ist es dem etwas zu klein geratenen Roboter Clank gelungen, Dreks Schergen zu entkommen. Er berichtet Ratchet von Dreks Plan, die Galactic Rangers auszulöschen und das gesamte Sonnensystem zu vernichten. 1 von 5

„Ratchet & Clank“ hat nichts, außer zwei halbwegs sympathische Hauptfiguren, von denen der mit dem höheren Wiedererkennungswert – Clank nämlich – kaum etwas zu tun bekommt. Stattdessen rattert das dreidimensionale Weltraumspektakel einmal genau das herunter, was man von jeder standardisierten Geschichte eines solchen Schlages kennt.


ICH BIN TOT, MACHT WAS DRAUS! | Regie: Guillaume & Stéphane Malandrin | FR/BE 2014

Ich bin tot, macht was draus!

Die bärtigen Rocker der belgischen Band „Grand Ours“ sind bereits in die Jahre gekommen. Vier Freunde und Lebemänner, die leidenschaftlich zusammen musizieren und sich nun endlich auf ihre erste US-Tournee freuen dürfen, die den späten Durchbruch bedeuten könnte. Das Glück scheint aber nicht auf ihrer Seite zu sein: Einen Tag vor Abflug stirbt Jipé, der Sänger der Band. Der Rest der Truppe trauert und beschließt, frei nach dem Motto „Rock ’n’ Roll will never die“, die Tournee dennoch anzutreten – mit der Asche ihres Frontmannes im Gepäck. Jipés Ableben wird von seinen Freunden auf eine derbe und zugleich lebensbejahende Weise betrauert. Es kommt zu einer Reise, auf der die Freundschaften der Band-Mitglieder auf harte Proben gestellt werden und sie sich auf eine ganz neue Art und Weise kennenlernen.


LENAS KLASSE |  Regie: Ivan I. Twerdowskij |  RUS/DE 2014

Lenas Klasse

Lena ist 16, fast erwachsen, und kann nach Jahren des Heimunterrichts wieder eine Schule besuchen. Endlich kann sie aktiv ihr Wissen einbringen und eine von vielen in einer Klasse sein. Doch der Weg bis in ihre Sonderklasse ist voller Hindernisse, wenn man wie sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Wie kommt sie über die Bahnschienen, wo ist die Rampe in der Schule, schafft sie die vielen Stufen nach oben? Zum Glück gibt es ja Anton, ihren neuen Mitschüler, der sie jetzt morgens von zu Hause abholt, nach der Schule wieder zurück bringt und ihr den Einstieg sehr erleichtert. Lena passt sich nach und nach dem Schulleben und der Klasse für Jugendliche mit physischer oder geistiger Einschränkung an. Das Glück und die Verliebtheit aber, die sie bald mit Anton nach außen hin zeigt, gefällt nicht jedem – und bleibt nicht ohne Konsequenzen.


CHRIEG  |  Regie: Simon Jaquemet |  CH 2014

Chrieg

Die ganze Welt ist gegen Matteo (Benjamin Lutzke). Seine Versuche, sich den Respekt seines Vaters  zu verschaffen, schlagen fehl. Stattdessen lässt dieser ihn eines Nachts abführen und in ein Erziehungslager auf einer abgelegenen Alm bringen. Kaum angekommen, erwartet Matteo die nächste Überraschung: Hier sind die revoltierenden Jugendlichen Anton (Ste), Dion (Sascha Gisler) und Ali (Ella Rumpf) an der Macht. Nach einer tagelangen Initiation gelingt es Matteo in die Gang aufgenommen zu werden. Nachts fahren sie gemeinsam in die Stadt und unternehmen fiebrige Trips voller Aggression und Gewalt. Es ist ihr Krieg. Gegen die Erwachsenen.

Das Schweizer Filmdrama „Chrieg“ wurde 2014 unter anderem mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet und ist in diesem Jahr auch in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen.


WER HAT ANGST VOR SIBYLLE BERG?  |  Regie: Wiltrud Baier, Sigrun Köhler|  DE 2016
Wer hat Angst vor Sibylle Berg?

Sibylle Berg provoziert, irgendwie. Ihre Lebensgeschichte vom DDR-Flüchtling zur Bestsellerautorin klingt fast so, als hätte sie sie selbst erfunden. Früher suchte Sibylle Berg das Glück, heute sucht sie ein Haus. Im Portrait der großen ironischen Dramatikerin erfahren wir, wie die männliche Form von „Schriftsteller“ lautet, warum diese auf Fotos meist ihren Kopf stützen, welche nützlichen Dinge (z.B. Eistauchen) man in der DDR lernen konnte, wie Pilze die Gehirne von Politikern steuern – und dass sich hinter jeder scheuen Schriftstellerin ein scheuer Mensch verbirgt. Seit dem Jahr 2000 arbeiten die Autorinnen und Regisseurinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als Böller und Brot zusammen an Dokumentarfilmen, Kurzfilmen, Videoinstallationen und Daumenkinos. „Wer hat Angst vor Sibylle Berg?“ ist ihre sechste abendfüllender Dokumentation.


EVA HESSE  | Regie: Marcie Begleiter |  USA/DE 2016

Eva Hesse

Der Film erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen, schönen und talentierten Frau – ein jüdisches Flüchtlingskind aus Hamburg, das sich an die Spitze der US-Kunstszene kämpfte und bis zu ihrem frühen Tod 1970 mit 34 Jahren die Kunstgeschichte verändert hat. Anlässlich der Ausstellung „Eva Hesse – One More than One“ in der 2013 entstand der Dokumentarfilm über Leben, Werk und Wirkung von Eva Hesse. Die Ausstellung bot einen passenden Rahmen, um erstmals viele ihrer komplexen Werke filmisch dokumentieren zu können. Eva Hesse ist eine Künstlerin, der auch in der Kunstwelt in Europa erst in den letzten Jahren größere Aufmerksamkeit und Begeisterung für ihr Werk zu Teil wurde. Der Dokumentarfilm „Eva Hesse“ ist eine außergewöhnliche Künstlerbiographie, eine wirkliche Entdeckung für  Kunstinteressierte.


Heimkinotipp: KRAMPUS | Regie: Michael Dougherty | USA 2015

Krampus

Weihnachten mit der Familie – für den kleinen Max ist das der pure Horror. Harmonie und Freude? Nicht bei seiner Verwandtschaft – die ewig grantige Tante Dorothy, die Mutter, die darüber die Geduld verliert, die fiesen Cousinen und ein Onkel, der alle Probleme mit der Schrotflinte lösen will – darüber kann man nur verzweifeln. In diesem Jahr stellt sich Max allen trotzig entgegen und verliert darüber seinen Glauben an Weihnachten. Unwissend, dass er damit den unbändigen Zorn des Krampus‘ heraufbeschwört. Er und seine düsteren Helfer kommen nicht, um zu geben, sondern um zu nehmen. Was für eine furchteinflößende Bescherung für Max und seine Familie! Statt um Geschenke und Gezänk geht es für sie plötzlich um viel mehr: ums Überleben!
3 von 5

„Krampus“ schreit in Thematik und Ausführung danach, einmal im Jahr am 23. Dezember bei viel Glückwein und im engsten Freundeskreis in ritueller Ausführung geschaut zu werden. Doch die Macher schöpfen das anarchische Potenzial der Vorlage nicht aus und inszenieren in den entscheidenden Momenten mit angezogener Handbremse. So taugt die Horrorkomödie lediglich als einmaliger Spaß. Solche Filme dürfen sich eben einfach zu keinem Zeitpunkt ernst nehmen…

The First Avenger: Civil War

Nach „Batman v Superman“ steht mit THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR der zweite Superheldenclash des Jahres ins Haus und es ist müßig zu erwähnen, dass Marvel weiß, wie man einen solchen zu inszenieren hat. Weshalb der Kampf zwischen Captain America und Iron Man zwar nicht den besten, wohl aber den emotional komplexesten Marvel-Film bisher bedeutet, verrate ich in meiner Kritik.The First Avenger: Civil War Read more

Das startet am 21. April 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 21. April, dessen größter Start mit „The Boss“ ein Film ist, der der Presse bislang nicht gezeigt wurde. Entsprechend müssen sich meine Leser noch eine Weile gedulden, eh ich hierzu etwas sagen kann. Derweil lege ich Euch stattdessen „Visions“ und „Die Kommune“ ans Herz. Beide Filme sind nicht makellos, haben aber ihren ganz eigenen Unterhaltungswert. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE KOMMUNE | Regie: Thomas Vinterberg | DK 2015

Die Kommune

Für Erik (Erik Thomsen) und Anna (Trine Dyrholm) beginnt alles wie ein Traum. Als Erik eine großzügige Villa in einem Kopenhagener Nobelviertel erbt, beschließt das Paar, sein konventionelles Familienleben hinter sich zu lassen, und gründet mit Freunden und Bekannten eine Kommune. Der Alltag der kunterbunten Hausgemeinschaft aus Paaren, Singles und Kindern ist geprägt von Freundschaft, Liebe und fröhlich-entspanntem Laissez-faire. Regelmäßige Partys, gemeinsame Essen und Hausversammlungen an der großen Tafel stärken das Gemeinschaftsgefühl und bis auf kleinere Fehlbeträge in der Bierkasse scheint alles zu stimmen. Doch als Erik sich in die hübsche Studentin Emma (Helene Reingaard Neumann) verliebt und sie ins Haus aufnimmt, droht die von lässigem Miteinander geprägte Stimmung zu kippen. 4 von 5

Der anfangs zunächst etwas unter seinen Möglichkeiten zurückbleibende Film „Die Kommune“ ist kein Film, in dem auf der Leinwand viel passiert. Stattdessen wird das Publikum Zeuge einer für alle Beteiligten unvorhersehbaren Situation, die hier und da ein wenig mit den Erwartungen des Zuschauers spielt und zum Ende hin mit voller emotionaler Wucht auf den Zuschauer niederprasselt.


VISIONS | Regie: Kevin Greutert | USA 2015

Visions

Nach einem schweren Autounfall zieht es das Pärchen Eveleigh und David Maddox auf ein einsam gelegenes Weingut. Hier wollen die beiden Ruhe finden, Kraft tanken und ihr Leben neu ordnen. Wenig später wird Eve schwanger. Ein Wunschkind, das das junge Glück endlich komplett machen soll. Doch der Schein trügt. Schon bald wird Eve von schlimmen Visionen geplagt, die sie vor einer dunklen Bedrohung zu warnen scheinen. Für ihren Mann steht fest, dass Eve von der Situation überfordert ist. Er und ihr Frauenarzt Dr. Mathison raten ihr zu der Einnahme von Psychopharmaka. Doch die werdende Mutter und ihre neue Freundin Sadie zweifeln stark daran, dass das die Ursache der Visionen bekämpft. Immer tiefer wird Eve in einen Strudel aus übernatürlichen Phänomenen, Tagträumen und der Angst um das ungeborene Kind hineingezogen. 3 von 5

Trotz anklingender Jump-Scare-Effekthascherei, die es bei der interessanten Geschichte und der wendungsreichen Entwicklung gar nicht gebraucht hätte, ist „Visions“ ein ebenso feines wie knackig-kurzweiliges Spukstück auf den Spuren von „The Others“ und Co. geworden.


GODS OF EGYPT  |  Regie: Alex Proyas |  USA 2016

Gods of Egypt

Der sterbliche Meisterdieb Bek (Brenton Thwaites) tritt eine gefährliche Reise an, um seine wahre Liebe Zaya (Courtney Eaton) wieder zum Leben zu erwecken. Dafür muss er sich mit dem ebenso mächtigen wie rachsüchtigen Gott Horus (Nikolaj Coster-Waldau) verbünden, um sich Set (Gerard Butler), dem gnadenlosen Gott der Finsternis, entgegen zu stellen. Dieser hat den Thron Ägyptens mit Gewalt an sich gerissen, das einst blühende Land in Chaos und Verderben gestürzt und dessen Volk versklavt. Beks und Horus’ atemberaubender Kampf gegen Set und seine Schergen führt sie sowohl in das Leben nach dem Tod als auch hinein in das Himmelreich der Götter. Beide, sowohl Mensch als auch Gott, müssen Mutproben bestehen und Opfer bringen für ein Überleben im epischen Kampf der Welten.

2 von 5

„Gods of Egypt“ ist bei allem Pomp und durchaus gelungenen Elementen kein Filmerlebnis von Dauer. Anstrengende, sich viel zu ernst nehmende Filmmomente und ein dauerhaft grimmig dreinblickender Gerard Butler wechseln sich mit einem leichtfüßig abenteuerlichen Roadtrip ab, der gerade aufgrund der in sich gegensätzlichen Besetzung von Thwaites und Coster-Waldau kurzweilig und spaßig ist. Doch geht erst einmal etwas schief, dann richtig.


THE BOSS | Regie: Ben Falcone | USA 2016
The Boss

Vom Büro mit Panoramablick direkt hinter schwedische Gardinen: Nachdem die extrem erfolgreiche Unternehmerin Michelle Darnell (Melissa McCarthy) beim Handeln mit Insiderinformationen erwischt wird, wandert sie direkt ins Gefängnis. Das wiederum ist so gar nicht nach ihrem Geschmack. Wieder auf freiem Fuß, will sie sich der Welt nun als ehrbar und rechtschaffen präsentieren – als die Sünderin, die aus ihren Fehlern gelernt hat… Doch die Chefin steckt noch in ihr und alte Angewohnheiten schwinden nicht einfach. Außerdem ist nicht jeder, der von Michelle damals aufs Kreuz gelegt wurde, bereit, einfach so zu vergeben und zu vergessen.

In den USA warf „The Boss“ als erster Film den Überblockbuster „Batman v Superman: Dawn of Justice“ vom Thron. Die professionellen Kritiken fallen indes mau aus.


DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE | Regie: Ciro Guerra | COL/VEN/ARG 2015

Der Schamane und die Schlange

Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der Yakruna. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf den Weg auf dem Amazonas, ins Herz der Finsternis …

In grandiosen Bildern erzählt „Der Schamane und die Schlange“ von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung. Beruhend auf wahren Begebenheiten, als faszinierendes Abenteuer erzählt. Auf dem Cannes Filmfestival wurde er mit dem C.I.C.A.E.-Award ausgezeichnet.

CHEVALIER |  Regie: Athina Rachel Tsangari |  GRC 2015

Chevalier

Sechs Männer sitzen mitten im Ägäischen Meer auf ihrer Yacht. Um die Zeit totzuschlagen, spielen sie ein Spiel. Es ist mit einem harten und immer irrwitzigeren Wettbewerb verbunden. Körperteile werden verglichen und vermessen, gefolgt von Disziplinen wie Fensterputzen, Silberpolieren oder Seeigelsalat zubereiten. Aus Freunden werden Feinde – hungrige Feinde. Aber keiner der Männer denkt daran, von Bord zu gehen, ehe er nicht zum Gewinner gekrönt wurde. Dieser wird am kleinen Finger den Ring des Sieges tragen: den Chevalier.

„Chevalier“ ist eine todernste und hochskurrile Komödie, in der mit viel Ironie althergebrachte Konzepte und Rituale von Männlichkeit ad absurdum geführt werden. Athina Rachel Tsangari wurde auch durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Produzenten Giorgos Lanthimos bekannt. Sie produzierte 2005 dessen Film „Dogtooth“.


OVERGAMES  |  Regie: Lutz Dammbeck  |  DE 2015

Overgames

Was hat Talkmaster Joachim Fuchsberger mit der amerikanischen Psychiatrie zu tun? Inwieweit sind Fernsehshows Abbilder unserer Instinkte und Verhaltensweisen? Was verraten Spiele über die Mechanismen des Kapitalismus? Lutz Dammbeck, Künstler und Filmemacher,  bezeugte bereits mit früheren Werken seine Affinität für ungewöhnliche Denkkombinationen und Verschwörungstheorien. Beim Zappen im Fernsehen erfährt Dammbeck, dass Anfang der 60er Jahre für die Show „Nur nicht nervös werden“ das amerikanische „Beat the Clock“ adaptiert wurde – das wiederum auf Spielen basierte, die man in der Psychiatrie zu therapeutischen Zwecken anwandte. Von hier aus begibt sich der Regisseur auf eine Gedankenreise und erforscht die Verfasstheit Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.


Heimkinotipp: IM RAUSCH DER STERNE | Regie: John Wells | USA 2015

Im Rausch der Sterne

Adam Jones ist wie ein Rockstar: Genial, erfolgreich, leidenschaftlich und mit einem äußerst exzessiven Lebensstil. Dieser kostet ihn den Job als Chefkoch in einem der exklusivsten Sternerestaurants in Paris. Ein tiefer Fall, aber nach über zwei Jahren ist Adam Jones clean und zurück in seiner Wahlheimatstadt London. Er taucht bei seinem alten Freund Tony auf und will dessen Restaurant zur neuen Topadresse machen. Tony ist hin und her gerissen zwischen der Genialität und dem Wahnsinn seines Freundes, willigt aber schließlich ein und Adam legt los. Er will die Besten der Besten im Team für sein bahnbrechendes Restaurant, er will 3 Sterne – und er will Helene , die außergewöhnlich begnadet kocht und zudem noch sehr attraktiv ist. Einziges Problem: Helene kann Adam nicht ausstehen.4 von 5

Auch wenn es John Wells‘ „Im Rausch der Sterne“ dramaturgisch an allzu extremen Ausschlägen mangelt, ist das humoristisch angereicherte Drama ein visueller Gaumenschmaus und schmackhaftes Schauspielerkino zugleich. Cooper spielt sich in Oscar-Höhen und nach dem Kinobesuch empfiehlt sich vor allem der Besuch eines Restaurants. Guten Appetit!

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