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Das startet am 13. September 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 13., dessen größter Start „Predator – Upgrade“ uns bislang nicht gezeigt wurde. Mehr zum Film erfahrt Ihr kommende Woche an dieser Stelle. So wird eine exzentrische deutsche Produktion zum gar nicht so heimlichen Star dieser Woche. „Brechts Dreigroschenfilm“ verwurstet auf metafiktionale Weise eine uralte Vorlage und macht Lars Eidinger darin zum gebührenden Star. Doch auch die sich eigentlich eher an ein älteres Publikum richtende Komödie „Book Club“ ist einen Blick wert. Action-Liebhaber kommen dagegen bei „Mile 22“ halbwegs auf ihre Kosten. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM | Regie: Joachim A. Lang | DE 2018

Nach dem Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen … Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben! 

Die Art, wie hier mit Berthold Brechts „Dreigroschenoper“ umgesprungen wird, dürfte nicht jedem gefallen. Doch wer will die x-te Neuauflage sehen, wenn man auch etwas völlig Neues draus machen kann? Joachim A. Lang gelingt modernes Remake und Mediensatire in einem, die vor allem eines aufzeigt: Der Stoff ist aktueller als jemals zuvor.


STYX | Regie: Wolfgang Fischer | DE 2018

Rike (Susanne Wolff) bestreitet routiniert in der Domstadt Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren wohlverdienten Urlaub im sonnigen Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ihrer Reise soll die Atlantikinsel Ascension Island sein. Ihr Urlaub wird abrupt beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, wird Rike gezwungen zu handeln. 

Geschickt wirft Wolfgang Fischer anhand eines fiktiven Einzelschicksals mehr Fragen zur Flüchtlingspolitik auf, als in den vergangenen zwei Jahren in allen Talkshows dieses Landes ausdiskutiert wurden. Technisch brillant ist „Styx“ außerdem.


BOOK CLUB – DAS BESTE KOMMT NOCH | Regie: Bill Holderman | USA 2018

Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) sind seit der Schulzeit die besten Freundinnen. Seit vielen Jahren treffen sie sich regelmäßig im Rahmen eines Buchclubs, um einander Bücher vorzustellen und gemeinsam über allerlei geschriebene Werke zu diskutieren. Nun ist „Fifty Shades of Grey“ dran – er skandalumwitterte Erotikroman von E.L. James. Bis zum nächsten Treffen sollen die Frauen den ersten Roman gelesen haben, um sich anschließend darüber auszutauschen. Doch obwohl sich vor allem Diane an der miserablen Qualität des Buches stört, erwecken die darin geschilderten Sexfantasien erotische Gelüste bei den Frauen. Sie alle fangen an, ihre Beziehungen und Lebensentwürfe zu überdenken, daten Männer oder melden sich in Online-Partnerbörsen an… 

Der Episodenfilm „Book Club – Das Beste kommt noch“ gehört unter den vielen, vielen Komödien für ein älteres Publikum eindeutig zu den Besseren und spricht mit ihrer zeitlosen Liebesthematik nicht bloß eine Zuschauerschaft jenseits der Sechzig an.


MILE 22 | Regie: Peter Berg | USA 2018

Sie arbeiten außerhalb staatlicher Grenzen, in einer Welt ohne greifbare Gegner. Für die Regierung sind sie „Geister“ – unsichtbar erledigen sie alle Jobs, bei denen Diplomatie und militärische Lösungen versagen. Elite-Agent James Silva wird in die Botschaft eines südostasiatischen Landes einberufen, um eine gefährlich hohe Menge an verschwundenem radioaktiven Material wiederzubeschaffen, das mehrere Großstädte weltweit auslöschen könnte. Als plötzlich der Spion Li Noor James Silva und seiner Spezialeinheit einen Deal vorschlägt, beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit. Denn es gibt eine Bedingung für den Geheimnisaustausch: Li Noor will schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Diese Mission entpuppt sich als hochgradig brisant und ruft zahlreiche Gegner auf den Plan, welche den Weg zum Flughafen zur Kampfzone machen. 

„Mile 22“ ist smarter, als man es ihm ansehen dürfte. Dass der raue Action-Tumult trotz kurzer Laufzeit etwas Leerlauf mitbringt, ist dagegen bedauerlich.


PETTERSSON UND FINDUS – FINDUS ZIEHT UM | Regie: Ali Samadi Ahadi | DE 2017

Findus hüpft Tag und Nacht auf seiner neuen Matratze herum, der genervte Pettersson (Stefan Kurt) aber möchte einfach nur seine Ruhe haben. Wenigstens am frühen Morgen, wenn sowieso noch alle Welt in den Federn liegt Die Lösung: ein eigenes Spiel- und Hüpf-Haus für Findus, das Pettersson ihm gleich nebenan aus einem alten Klohäuschen baut! Der Kater aber findet solchen Gefallen daran, selbständig zu sein und alleine zu wohnen, dass er nicht nur zum Spielen, sondern gleich ganz und gar ins Häuschen umzieht. Schließlich ist Findus ja auch schon groß! So hat Pettersson sich das allerdings nicht vorgestellt und fängt an, ihn zu vermissen! Muss er sein Leben jetzt etwa ohne seinen kleinen fröhlichen Gefährten führen? Findus muss sich etwas einfallen lassen, um den alten Pettersson wieder aufzumuntern… 

Trotz einiger fragwürdiger Gags ist „Findus zieht um“ definitiv der bisher beste Teil der „Pettersson und Findus“-Reihe und punktet vor allem mit dem ernst zu nehmenden Konflikt, seinen schrulligen Figuren und der liebevollen Ausstattung.

PREDATOR – UPGRADE | Regie: Shane Black | USA 2018

Von den Tiefen des Weltraums bis zu den Wäldern Südgeorgiens: In Shane Blacks explosiver Neuerfindung der „Predator“-Serie erreicht die Jagd nach den außerirdischen Monstern neue Dimensionennach.Die tödlichsten Jäger des Universums sind stärker, klüger und tödlicher als je zuvor. Und nur eine bunt zusammengewürfelte Crew von Ex-Soldaten und einem Professor für Evolutionsbiologie kann das Ende der menschlichen Rasse verhindern.

Shane Black inszenierte „Predator – Upgrade“ gemeinsam mit einer außergewöhnlichen Besetzung. Auch das Drehbuch stammt von ihm, das er zusammen mit Fred Dekker geschrieben hat. Boyd Holbrook führt das Ensemble an, dem auch Trevante Rhodes, Jacob Tremblay, Keegan-Michael Key, Olivia Munn, Thomas Jane, Alfie Allen, Augusto Aguilera und Sterling K. Brown angehören.

Verlosung: Death Wish

Mit seinem Remake von „Ein Mann sieht rot“ kämpften sich Anfang des Jahres Regisseur Eli Roth und Schauspieler Bruce Willis zurück auf die große Leinwand. Weshalb das ausgerechnet bei DEATH WISH der Fall war, blieb uns ein Rätsel, irgendwie fühlt sich der Film im Heimkino besser aufgehoben an. Ab sofort ist das auch kein Problem mehr. Und aus diesem Anlass verlosen wir in Kooperation mit Universum Film Home Entertainment einmal die DVD und einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Der Chirurg Dr. Paul Kersey (Bruce Willis) erlebt die Folgen der Gewalt auf den Straßen Chicagos jeden Tag in der Notaufnahme – bis seine Frau (Elisabeth Shue) und seine Tochter (Camila Morrone) in den eigenen vier Wänden brutal attackiert werden. Da die örtliche Polizei die Ermittlungen nicht vorantreibt und generell von der Verbrechensflut in der Stadt überfordert scheint, beschließt Paul das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand zu nehmen. Er begibt sich auf nächtliche Streifzüge und bringt gnadenlos einen Kriminellen nach dem anderen zur Strecke – bis er eines Tages in den Fokus der Medien gerät und sich die Öffentlichkeit zu fragen beginnt, wer eigentlich hinter dem unbekannten Racheengel steckt…

Als ernstgemeinter Kommentar auf die Waffenvernarrtheit der US-Amerikaner scheitert Eli Roths „Ein Mann sieht rot“-Remake erwartungsgemäß grandios. Doch wenn man sich erst einmal durch die zähe erste Stunde gekämpft hat, macht „Death Wish“ dank absurder Gewalteskapaden, viel schwarzem Humor und einem gut aufgelegten Bruce Willis überraschend viel Spaß.

Ihr wollt ihn Euch „Death Wish“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 16. September 2018 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht und ihr habt bei der nächsten Verlosung wieder eine neue Chance, zu gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Kin

Zwei Brüder, ein Road Trip und dazwischen eine futuristische Waffe – dieses Szenario des Sci-Fi-Abenteuers KIN bringen die beiden australischen Regisseure Josh und Jonathan Baker leider nur mäßig stimmig unter einen Hut. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

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Das startet am 30. August 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um den Starttag des 30. August, an dem vor allem das deutsche Kino einen, oder sogar mehrere Blicke wert ist. Detlev Bucks experimentelle Milieustudie „Asphaltgorillas“ bringt frischen Wind ins heimische Genrekino und die vermeintlich einfältige Tragikomödie „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ erweist sich als überraschend vielschichtiges Charakterporträt. Die einzig große Produktion dieser Woche scheitert dagegen vor allem an seinen technischen Ambitionen – „Bad Spies“ ist dadurch einfach nicht lustig, dafür ganz schön brutal. Das trifft übrigens auch auf „Safari“ zu, nur dass hier einfach gar nichts stimmt. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

ASPHALTGORILLAS | Regie: Detlev Buck | DE 2018

Atris und Franky haben sich schon als Kinder mit allerhand krummen Dingern durchs Leben geschlagen. Die beiden sind immer noch Freunde, haben sich durch ihre verschiedenen Lebenswege allerdings aus den Augen verloren. Also Franky eines Tages im fetten Lamborghini vor Atris‘ Tür auftaucht, könnte den beiden viel Geld winken. Franky will einen Falschgelddeal durchziehen und braucht dafür die Hilfe seines alten Kumpels. Der ist allerdings nicht nur gerade schwer in die Teilzeitgaunerin Bettina verknallt, sondern hat obendrein kaum Erfahrung mit größeren Deals. Noch dazu sitzt ihm sein Boss El Keitar im Nacken, bei dem Atris hohe Schulden hat. Als der Deal über die Bühne geht, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und nicht nur die Freundschaft der beiden Männer steht auf dem Spiel, sondern auch das Leben aller Beteiligter…

Detlev Buck bedient sich für seine Interpretation von Ferdinand von Schirachs „Der Schlüssel“ zwar an diversen Motiven des aktuellen Filmgeschehens, doch gleichzeitig verpasst er ihnen immer auch seine eigene Note und macht daraus eine hochunterhaltsame Milieustudie, irgendwo zwischen „John Wick“, „The Wolf of Wall Street“ und „Nur Gott kann mich richten“.


GRÜNER WIRD’S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON | Regie: Florian Gallenberger | DE 2018

Schorsch ist Gärtner in einer bayerischen Kleinstadt und schuftet täglich in seinem Betrieb, der kurz vor der Pleite steht. Die Ehe mit seiner Frau ist längst entzaubert und zu allem Überfluss möchte seine Tochter jetzt auch noch an die Kunstakademie. Nur über den Wolken, in seinem klapprigen Propeller-Flugzeug fühlt sich Schorsch wirklich frei. Doch dann missfällt dem Chef des lokalen Golfplatzes, den Schorsch angelegt hat, der Grünton des Rasens und Schorsch bleibt auf seiner Rechnung sitzen. Als der Gerichtsvollzieher sein Flugzeug pfänden will, packt den Steuerknüppel und fliegt einfach davon. Es beginnt eine Reise, die ihn an unbekannte Orte führt, voller skurriler und besonderer Begegnungen – und mit jedem Start und jeder Landung öffnet der Gärtner ganz langsam sein Herz wieder für das, was man eine Ahnung von Glück nennt…

Florian Gallenberger macht es sich mit seiner Feelgood-Selbstfindungskomödie „Grüner wird’s nicht“ nicht einfach und versucht, trotz vieler verschiedener Brandherde ein positives Gefühl zu vermitteln, das echt und nicht konstruiert wirkt. Und was soll man sagen: Ihm ist genau das gelungen. Ein Wohlfühlfilm, dem man all seine positiven wie negativen Entwicklungen jederzeit abnimmt.


KINDESWOHL | Regie: Richard Eyre | UK 2017

Fiona Maye (Emma Thompson) ist eine erfahrene Familienrichterin in London, die in ihrer langjährigen Karriere schon mit allerlei schwierigen Fällen konfrontiert wurde. Erst kürzlich musste sie entscheiden, ob sie zwei siamesische Zwillinge trennen lässt, oder nicht. Ausgerechnet in einer Phase, in der ihre Ehe mit Jack (Stanley Tucci) in einer tiefen Krise steckt, wird ihr ein eiliger Fall übertragen, bei dem es um Leben und Tod geht: Der 17-jährige Adam (Fionn Whitehead) hat Leukämie, doch als Zeugen Jehovas lehnen er und seine Eltern die lebensrettende Bluttransfusion ab. Fiona muss entscheiden, ob das Krankenhaus den Minderjährigen gegen seinen Willen und den seiner Eltern behandeln darf. Die Auseinandersetzung mit dem intelligenten Jungen führt Fiona zu einer Entscheidung, die auch ihr eigenes Leben verändern wird.

„Kindeswohl“ beginnt als klassischer Gerichtsfilm und rückt im weiteren Verlauf immer mehr das Innenleben seiner Protagonistin in den Fokus. Durch die zweigespaltene Inszenierung als mal kühler Gerichtsfilm und mal hochemotionales Charakterdrama bleibt Richard Eyres Werk allerdings weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, obwohl sich Emma Thompson und Stanley Tucci alle Mühe geben, „Kindeswohl“ mit brillanten Darstellungen zu veredeln.


KÄPT’N SHARKY | Regie: Jan Stolz, Hubert Weiland | DE 2017

Er ist der Schrecken der sieben Weltmeere – denkt er zumindest! Doch von den anderen Seefahrern wird Käpt’n Sharky alles andere als ernst genommen. Vor allem der Alte Bill und seine Crew haben es auf den kleinen Piraten abgesehen und liefern sich so manches Duell mit ihm. Als Sharky mal wieder auf der Flucht vor seinen Widersachern ist, landen durch Zufall zwei blinde Passagiere auf seinem Boot: Während der zehnjährige Michi Schutz sucht, weil er dank Sharky versehentlich für einen Straßendieb gehalten wird, versteckt sich Admiralstochter Bonnie an Bord, um nicht aufs Internat zu müssen. Der kleine Pirat ist gar nicht begeistert von den ungebetenen Gästen, schließlich hat er schon eine Crew – PiRatte, den Affen Fips und den Papagei Coco. Doch für die nächste Mission fehlt Sharky noch ein Kompass – und den hat Bonnie im Gepäck! 

Das erste Kinoabenteuer der beliebten Kinderbuchfigur „Käpt’n Sharky“ ist perfekt auf die Bedürfnisse ganz kleiner Zuschauer zugeschnitten und dürfte auch die erwachsenen Begleitpersonen nicht allzu sehr langweilen. Lediglich die minimalistische Animation ist gewöhnungsbedürftig.


BAD SPIES | Regie: Susanna Fogel | USA/CAN 2018

Audrey (Mila Kunis) hat Geburtstag – und ihre Überraschungsfeier muss ohne ihren Freund Drew Thayer (Justin Theroux) auskommen. Der ist nämlich von der Bildfläche verschwunden. Nur ihre beste Freundin Morgan (Kate McKinnon) schafft es, die geknickte Audrey aufzumuntern. Als das Frauengespann Drew via Textnachricht androht, all seine Sachen zu verbrennen, steht er auf einmal wieder vor der Matte. Aufgeregt erklärt er, Spion zu sein und dass er abhauen musste, um Audrey zu beschützen. Nun ist es aber zu spät: Ungewollt zieht er Audrey und Morgan in seinen Berufsalltag hinein. Schon bald werden sie von ein paar Profikillern verfolgt, die es auf einen USB-Stick abgesehen haben, den sie im Besitz der Freundinnen vermuten. Es beginnt eine Hatz, einmal über den großen Teich und dann quer durch Europa… 

Eine Actionkomödie, in der die Action stärker (und härter) zündet als der Humor: „Bad Spies“ verdient sich durch das Zusammenspiel von Kate McKinnon und Mila Kunis ein paar Sympathiepunkte, schlussendlich gehen aber zu viele Gags den Bach runter.


SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN | Regie: Rudi Gaul | DE 2018


DIE 1000 GLOTZBÖBBEL VOM DR. MABUSE | Regie: Dominik Kuhn aka. Dodokay | DE 2018

Wir schreiben das Jahr 1960. Deutschland. Die Stuttgarter Polizei ist einem mysteriösen Gangster-Mastermind auf der Spur, dessen Vorgehen sehr stark an das des in den 30er Jahren verstorbenen Dr. Mabuse erinnert. Jetzt scheint es dieser Verbrecher auf die neueste schwäbische Erfindung abgesehen zu haben: Das bahnbrechende Internet, dessen geheime Schaltzentrale im Hotel ‚Zum güldenen Grasdackel’ in einem kleinen Ort auf der schwäbischen Alb untergebracht ist. Kommissar Krass wird mit den Ermittlungen beauftragt. Im Hotel trifft er unter anderem den Millionär Helmut Wurster, die suizidale Sabine Hirrlinger, den Vertreter Hans-Martin B. Lamparter, der den Verdacht zu hegen scheint, dass im Hotel die geheime technische Internet-Zentrale eingebaut ist. Und dann taucht auch noch der schmierige Internet-Betreiber Mark Sackerberg auf, der zweifelsohne auch nicht alles sagt, was er weiß…


BREAKDOWN IN TOKYO | Regie: Zoltan Paul | DE/JPN 2018

Der eitle Künstler Lászlo, der sich in einer Lebens- und Schaffenskrise befindet, fühlt sich wie beflügelt durch die Liebe von Nahoko – und die tolerante Emma würde ihm das kleine Abenteuer sogar gönnen, wenn er sie nicht bloßstellt und den Film und seine Gesundheit nicht gefährdet. Aber natürlich schlägt er über alle Stränge. Schließlich hat Emma die Nase voll von seiner Rücksichtslosigkeit und verlangt das sofortige Ende der Affäre. Schweren Herzens bricht Lászlo seine aufkeimende Beziehung mit Nahoko ab. Er hat aber nicht mit ihren Rachegefühlen gerechnet. Sie sabotiert von nun an die Produktion und provoziert, wo sie nur kann. Als Laszlo sie schließlich zur Rede stellt, rastet sie aus und verschwindet ausgerechnet mit dem Laptop von Emma, auf dem alle Produktionsdaten, Hotelbuchungen, Flüge und Züge gespeichert sind. Lászlo muss Nahoko also um jeden Preis finden und zurückholen…

 

Heimkinotipp: NUR GOTT KANN MICH RICHTEN | Regie: Regie: Özgür Yildirim | DE 2017

Vor fünf Jahren hat Ricky nach einem Überfall für seinen Bruder Rafael und seinen Kumpel Latif den Kopf hingehalten. Jetzt ist er raus aus dem Knast, und Latif möchte sich erkenntlich zeigen: er hat ein scheinbar sicheres Ding in Aussicht. Ricky könnte sich mit dem Geld, das dabei herausspringt, eine neue Existenz aufbauen. Nach anfänglichem Zögern stimmt Ricky zu, aber sobald die Vorbereitungen stehen, beginnen auch schon die Komplikationen. Ricky ist gezwungen, Rafael an Bord zu holen, den er eigentlich nie mehr in Schwierigkeiten bringen wollte, und auch sonst scheint sich die Welt gegen ihn zu verschwören. Vor allem in Form von Diana, einer Polizistin in Geldnot, die plötzlich kriminelle Energie entwickelt, um die Pläne der Jungs auf ganz unvorhergesehene Weise zu durchkreuzen. 

„Nur Gott kann mich richten“ ist trotz seiner Brachialität ein eleganter Clash aus harter Milieustudie, intensivem Charakterdrama und spannendem Crimethriller, in dem Özgür Yildirim seine Darsteller brillieren lässt.

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