Category Archives: Wessels‘ Weekly

Das startet am 21. April 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 21. April, dessen größter Start mit „The Boss“ ein Film ist, der der Presse bislang nicht gezeigt wurde. Entsprechend müssen sich meine Leser noch eine Weile gedulden, eh ich hierzu etwas sagen kann. Derweil lege ich Euch stattdessen „Visions“ und „Die Kommune“ ans Herz. Beide Filme sind nicht makellos, haben aber ihren ganz eigenen Unterhaltungswert. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE KOMMUNE | Regie: Thomas Vinterberg | DK 2015

Die Kommune

Für Erik (Erik Thomsen) und Anna (Trine Dyrholm) beginnt alles wie ein Traum. Als Erik eine großzügige Villa in einem Kopenhagener Nobelviertel erbt, beschließt das Paar, sein konventionelles Familienleben hinter sich zu lassen, und gründet mit Freunden und Bekannten eine Kommune. Der Alltag der kunterbunten Hausgemeinschaft aus Paaren, Singles und Kindern ist geprägt von Freundschaft, Liebe und fröhlich-entspanntem Laissez-faire. Regelmäßige Partys, gemeinsame Essen und Hausversammlungen an der großen Tafel stärken das Gemeinschaftsgefühl und bis auf kleinere Fehlbeträge in der Bierkasse scheint alles zu stimmen. Doch als Erik sich in die hübsche Studentin Emma (Helene Reingaard Neumann) verliebt und sie ins Haus aufnimmt, droht die von lässigem Miteinander geprägte Stimmung zu kippen. 4 von 5

Der anfangs zunächst etwas unter seinen Möglichkeiten zurückbleibende Film „Die Kommune“ ist kein Film, in dem auf der Leinwand viel passiert. Stattdessen wird das Publikum Zeuge einer für alle Beteiligten unvorhersehbaren Situation, die hier und da ein wenig mit den Erwartungen des Zuschauers spielt und zum Ende hin mit voller emotionaler Wucht auf den Zuschauer niederprasselt.


VISIONS | Regie: Kevin Greutert | USA 2015

Visions

Nach einem schweren Autounfall zieht es das Pärchen Eveleigh und David Maddox auf ein einsam gelegenes Weingut. Hier wollen die beiden Ruhe finden, Kraft tanken und ihr Leben neu ordnen. Wenig später wird Eve schwanger. Ein Wunschkind, das das junge Glück endlich komplett machen soll. Doch der Schein trügt. Schon bald wird Eve von schlimmen Visionen geplagt, die sie vor einer dunklen Bedrohung zu warnen scheinen. Für ihren Mann steht fest, dass Eve von der Situation überfordert ist. Er und ihr Frauenarzt Dr. Mathison raten ihr zu der Einnahme von Psychopharmaka. Doch die werdende Mutter und ihre neue Freundin Sadie zweifeln stark daran, dass das die Ursache der Visionen bekämpft. Immer tiefer wird Eve in einen Strudel aus übernatürlichen Phänomenen, Tagträumen und der Angst um das ungeborene Kind hineingezogen. 3 von 5

Trotz anklingender Jump-Scare-Effekthascherei, die es bei der interessanten Geschichte und der wendungsreichen Entwicklung gar nicht gebraucht hätte, ist „Visions“ ein ebenso feines wie knackig-kurzweiliges Spukstück auf den Spuren von „The Others“ und Co. geworden.


GODS OF EGYPT  |  Regie: Alex Proyas |  USA 2016

Gods of Egypt

Der sterbliche Meisterdieb Bek (Brenton Thwaites) tritt eine gefährliche Reise an, um seine wahre Liebe Zaya (Courtney Eaton) wieder zum Leben zu erwecken. Dafür muss er sich mit dem ebenso mächtigen wie rachsüchtigen Gott Horus (Nikolaj Coster-Waldau) verbünden, um sich Set (Gerard Butler), dem gnadenlosen Gott der Finsternis, entgegen zu stellen. Dieser hat den Thron Ägyptens mit Gewalt an sich gerissen, das einst blühende Land in Chaos und Verderben gestürzt und dessen Volk versklavt. Beks und Horus’ atemberaubender Kampf gegen Set und seine Schergen führt sie sowohl in das Leben nach dem Tod als auch hinein in das Himmelreich der Götter. Beide, sowohl Mensch als auch Gott, müssen Mutproben bestehen und Opfer bringen für ein Überleben im epischen Kampf der Welten.

2 von 5

„Gods of Egypt“ ist bei allem Pomp und durchaus gelungenen Elementen kein Filmerlebnis von Dauer. Anstrengende, sich viel zu ernst nehmende Filmmomente und ein dauerhaft grimmig dreinblickender Gerard Butler wechseln sich mit einem leichtfüßig abenteuerlichen Roadtrip ab, der gerade aufgrund der in sich gegensätzlichen Besetzung von Thwaites und Coster-Waldau kurzweilig und spaßig ist. Doch geht erst einmal etwas schief, dann richtig.


THE BOSS | Regie: Ben Falcone | USA 2016
The Boss

Vom Büro mit Panoramablick direkt hinter schwedische Gardinen: Nachdem die extrem erfolgreiche Unternehmerin Michelle Darnell (Melissa McCarthy) beim Handeln mit Insiderinformationen erwischt wird, wandert sie direkt ins Gefängnis. Das wiederum ist so gar nicht nach ihrem Geschmack. Wieder auf freiem Fuß, will sie sich der Welt nun als ehrbar und rechtschaffen präsentieren – als die Sünderin, die aus ihren Fehlern gelernt hat… Doch die Chefin steckt noch in ihr und alte Angewohnheiten schwinden nicht einfach. Außerdem ist nicht jeder, der von Michelle damals aufs Kreuz gelegt wurde, bereit, einfach so zu vergeben und zu vergessen.

In den USA warf „The Boss“ als erster Film den Überblockbuster „Batman v Superman: Dawn of Justice“ vom Thron. Die professionellen Kritiken fallen indes mau aus.


DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE | Regie: Ciro Guerra | COL/VEN/ARG 2015

Der Schamane und die Schlange

Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der Yakruna. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf den Weg auf dem Amazonas, ins Herz der Finsternis …

In grandiosen Bildern erzählt „Der Schamane und die Schlange“ von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung. Beruhend auf wahren Begebenheiten, als faszinierendes Abenteuer erzählt. Auf dem Cannes Filmfestival wurde er mit dem C.I.C.A.E.-Award ausgezeichnet.

CHEVALIER |  Regie: Athina Rachel Tsangari |  GRC 2015

Chevalier

Sechs Männer sitzen mitten im Ägäischen Meer auf ihrer Yacht. Um die Zeit totzuschlagen, spielen sie ein Spiel. Es ist mit einem harten und immer irrwitzigeren Wettbewerb verbunden. Körperteile werden verglichen und vermessen, gefolgt von Disziplinen wie Fensterputzen, Silberpolieren oder Seeigelsalat zubereiten. Aus Freunden werden Feinde – hungrige Feinde. Aber keiner der Männer denkt daran, von Bord zu gehen, ehe er nicht zum Gewinner gekrönt wurde. Dieser wird am kleinen Finger den Ring des Sieges tragen: den Chevalier.

„Chevalier“ ist eine todernste und hochskurrile Komödie, in der mit viel Ironie althergebrachte Konzepte und Rituale von Männlichkeit ad absurdum geführt werden. Athina Rachel Tsangari wurde auch durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Produzenten Giorgos Lanthimos bekannt. Sie produzierte 2005 dessen Film „Dogtooth“.


OVERGAMES  |  Regie: Lutz Dammbeck  |  DE 2015

Overgames

Was hat Talkmaster Joachim Fuchsberger mit der amerikanischen Psychiatrie zu tun? Inwieweit sind Fernsehshows Abbilder unserer Instinkte und Verhaltensweisen? Was verraten Spiele über die Mechanismen des Kapitalismus? Lutz Dammbeck, Künstler und Filmemacher,  bezeugte bereits mit früheren Werken seine Affinität für ungewöhnliche Denkkombinationen und Verschwörungstheorien. Beim Zappen im Fernsehen erfährt Dammbeck, dass Anfang der 60er Jahre für die Show „Nur nicht nervös werden“ das amerikanische „Beat the Clock“ adaptiert wurde – das wiederum auf Spielen basierte, die man in der Psychiatrie zu therapeutischen Zwecken anwandte. Von hier aus begibt sich der Regisseur auf eine Gedankenreise und erforscht die Verfasstheit Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.


Heimkinotipp: IM RAUSCH DER STERNE | Regie: John Wells | USA 2015

Im Rausch der Sterne

Adam Jones ist wie ein Rockstar: Genial, erfolgreich, leidenschaftlich und mit einem äußerst exzessiven Lebensstil. Dieser kostet ihn den Job als Chefkoch in einem der exklusivsten Sternerestaurants in Paris. Ein tiefer Fall, aber nach über zwei Jahren ist Adam Jones clean und zurück in seiner Wahlheimatstadt London. Er taucht bei seinem alten Freund Tony auf und will dessen Restaurant zur neuen Topadresse machen. Tony ist hin und her gerissen zwischen der Genialität und dem Wahnsinn seines Freundes, willigt aber schließlich ein und Adam legt los. Er will die Besten der Besten im Team für sein bahnbrechendes Restaurant, er will 3 Sterne – und er will Helene , die außergewöhnlich begnadet kocht und zudem noch sehr attraktiv ist. Einziges Problem: Helene kann Adam nicht ausstehen.4 von 5

Auch wenn es John Wells‘ „Im Rausch der Sterne“ dramaturgisch an allzu extremen Ausschlägen mangelt, ist das humoristisch angereicherte Drama ein visueller Gaumenschmaus und schmackhaftes Schauspielerkino zugleich. Cooper spielt sich in Oscar-Höhen und nach dem Kinobesuch empfiehlt sich vor allem der Besuch eines Restaurants. Guten Appetit!

Das startet am 14. April 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 14. April, dessen größter Start wohl das phänomenale „Dschungelbuch“-Remake“The Jungle Book“ ist. Auch Actionfans kommen endlich mal wieder in den Genuss eines innovativen Genrestücks: „Hardcore“ heißt dieses und nimmt den Zuschauer mit auf eine schwindelerregende Gewaltorgie. In den Arthouse-Kinos erscheint derweil der dänische Oscar-Beitrag „A War“ – ein absolutes Must-See dieses Jahres, ebenso wie der deutsche Experimentalfilm „Wild“, den man sich vor allem dann nicht entgehen lassen sollte, wenn man der Meinung ist, man würde immer nur noch das Gleiche im Kino zu sehen bekommen.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

THE JUNGLE BOOK | Regie: Jon Favreau | USA 2016

The Jungle Book

Aufgenommen von einem Wolfsrudel, wächst der Menschenjunge Mogli behütet im Dschungel auf. Doch Mogli fühlt sich nicht länger willkommen, als er von dem Versprechen des mächtigen und furchterregenden Tigers Shir Khan erfährt, der jegliche menschliche Bedrohung vernichten wird, um die Gesetze des Dschungels zu wahren. Nun muss Mogli das einzige Zuhause, das er je kannte, verlassen und sich auf ein gefahrenvolles Abenteuer begeben. In Begleitung seines weisen aber strengen Mentors Baghira und des lebensfrohen Bären Balu macht Mogli sich auf seine schwerste Reise, auf der er auch Dschungelbewohner trifft, die es nicht unbedingt gut mit ihm meinen. So wie Kaa, eine Python, deren verführerische Stimme und hypnotisierender Blick den Menschenjungen in ihren Bann ziehen. Oder der hinterlistige Affe King Louie. 5 von 5

Jon Favreau versteht seine Leinwandinterpretation von „Das Dschungelbuch“ als technisch perfekt in Szene gesetzte Hommage an einen Film, dessen inhaltliche und optische Bandbreite wie geschaffen dafür ist, um in Form eines hier dargebrachten 3D-Meisterwerkes neu zu bestehen.


A WAR | Regie: Tobias Lindholm | DK 2015

A War

Kommandant Claus Pedersen (Pilou Asbæk) und seine dänische Einheit sind fern der Heimat in der afghanischen Provinz stationiert. Als die Kompanie ins Kreuzfeuer der Taliban gerät, fordert Pedersen Luftverstärkung an, um das Leben seiner Männer zu retten. Doch zurück in der Heimat muss sich der dreifache Familienvater vor Gericht verantworten, weil bei dem Einsatz unschuldige Zivilisten getötet wurden. Ein zermürbender Prozess beginnt, der ihn auch immer mehr in ein moralisches Dilemma bringt. Einerseits will er sich seinen Fehlern und den daraus resultierenden Konsequenten stellen. Doch kann er es seiner Frau und seinen Kindern zumuten, nach monatelanger Abwesenheit eine Haftstrafe für sein Verhalten in Kauf zu nehmen und seine Familie damit ein weiteres Mal für lange Zeit zurücklassen?  5 von 5

Ohne auch nur ansatzweise so etwas wie Effekthascherei zu betreiben, schildert Tobias Lindholm in „A War“ den Krieg so wie er ist: grausam. Dafür braucht es keine drastischen Bilder, keine zum Helden hochstilisierten Hauptfiguren und keinen amourösen Konflikt, sondern einzig und allein einen Blick darauf, wie es an der Front und anschließend Zuhause wirklich ist.


WILD | Regie: Nicolette Krebitz | DE 2016

Wild

Auf dem Weg zur Arbeit hat Ania (Lilith Stangenberg) eine seltsame Begegnung: Mitten im Park steht sie einem Wolf gegenüber. Beide sehen sich direkt in die Augen – und es kommt Ania so vor, als wäre ihr ganzes bisheriges Leben ein Witz gewesen. Der Moment lässt sie nicht mehr los, genau wie der Gedanke den Wolf wieder zu finden und nie mehr gehen zu lassen. Ania wird zur Jägerin, legt Fährten und schafft es, das wilde Tier zu fangen. Sie sperrt es in ihrer Hochhauswohnung ein – und sprengt sämtliche Fesseln ihres bisherigen bürgerlichen Lebens. Erstaunlicherweise finden die Menschen um sie herum daran Gefallen, besonders ihr Chef Boris (Georg Friedrich), der ihre Nähe sucht wie nie zuvor. Fast scheint es, als teilten sie alle eine ähnliche, geheime wilde Sehnsucht. Doch das Loslösen von den Fesseln der Konvention fordert auch ihre Opfer.4 von 5

Nicolette Krebitz‘ bisweilen verstörendes Filmprojekt „Wild“ provoziert wirklich und tut nicht nur so. Ein wahrhaftiges, respekteinflößendes Kinoerlebnis formvollendeter Kraft und Schönheit, das die (deutsche) Kinolandschaft so sehr bereichert wie schon lange kein Film zuvor.


HARDCORE  |  Regie: Ilya Naishuller |  RUS/USA 2015

Hardcore

Eben noch auf der Schwelle zwischen Leben und Tod, im nächsten Moment als kybernetisch aufgemotzte Kampfmaschine auf der Suche nach der eigenen Identität und den Entführern seiner Frau Estelle (Haley Bennett): Für Henry kommt es im futuristischen Moskau hammerhart. Lediglich unterstützt durch den schrägen Jimmy (Sharlto Copley), muss er es nicht nur mit Heerscharen namenloser Söldner aufnehmen, sondern auch deren psychopathischen Boss Akan (Danila Kozlovsky) in die Schranken weisen, der eine Armee biotechnisch aufgerüsteter Soldaten produzieren will. Getreu dem Motto „Blut schlucken und schlucken lassen“ bleibt Stehaufmännchen Henry nichts anderes übrig, als bis zum finalen „Game Over“ auch den letzten der „Scheißkerle“ endgültig platt zu machen. 3 von 5

„Hardcore“ ist ein einziger, gewagter Stunt, der den Zuschauer auf eine äußerst brutale Reise mitnimmt, die er durch die Augen der Hauptfigur sieht. Wer zusätzlich noch Wert auf nur den Hauch einer Story legt, der ist hier verloren.


THE LADY IN THE VAN | Regie: Nicholas Hytner | UK 2015

The Lady in the Van

Die zweifache Oscar®-Gewinnerin Maggie Smith, bekannt aus der britischen TV-Erfolgsserie „Downton Abbey“, bringt in „The Lady in the Van“ ihre berühmte Bühnenrolle „Miss Shepherd“ auf die große Leinwand. Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Alan Bennett, in dessen Londoner Auffahrt Miss Shepherd „vorübergehend“ ihren Van parkte und für 15 Jahre wohnen blieb. Diese Begegnung, die als widerwillig gewährter Gefallen begann, entwickelte sich zu einer innigen Freundschaft, die die Leben der beiden für immer veränderte.

Alan Bennett adaptierte für diese Komödie sein erfolgreiches Theaterstück, das auf seinen Memoiren beruht.Der Film wurde in der Straße und dem Haus gefilmt, in denenBennett und Miss Shepherd jahrelang lebten.


SONG ONE |  Regie: Kate Barker-Froyland |  USA 2014

Song One

Nachdem ihr Bruder Henry (Ben Rosenfield) bei einem Autounfall schwer verletzt wird und ins Koma fällt, entschließt sich Franny (Anne Hathaway) zu ihrer Familie nach New York zurückzukehren. Sie stellt ihre eigenen Bedürfnisse zurück, um ihren Bruder bei der Genesung zu unterstützen. Vertraute Geräusche aus seinem Alltag sollen ihm helfen, wieder aufzuwachen. Bei der Suche danach findet sie eine Konzertkarte für einen Auftritt von James Forester (Johnny Flynn) – Henrys Lieblingsmusiker. Franny geht zu dem Konzert und erzählt James die ergreifende Geschichte. Der wiederum taucht anschließend plötzlich im Krankenhaus auf und übernimmt nicht nur in Henrys Leben eine wichtige Rolle. Es könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen zwei ganz unterschiedlichen Menschen sein. Doch da ist ja auch noch Frannys Bruder, der der jungen Frau alles abverlangt.


MUCH LOVED  |  Regie: Nabil Ayouch  |  MAR/FR 2015

Much Loved

Marrakesch heute: Noha (Loubna Abidar), Randa (Asmaa Lazrak), Soukaina (Halima Karaouane) und Hlima (Sara Elmhamdi Elalaoui) verkaufen ihre Körper. Sie arbeiten als Prostiuierte, sind Objekte der Begierde: Im Rausch der Nacht fließt das Geld großzügig im Rhythmus des Vergnügens, doch auch Demütigungen gehören dazu. Gemeinsam sind die Frauen Komplizinnen und lassen sich mit all ihrer Lebendigkeit auf dieses Spiel ein: In ihrem ganz eigenen Reich finden sie die Freiheit und Würde, die ihnen in der marokkanischen Gesellschaft entsagt bleiben – einer Gesellschaft, die sie gleichzeitig ausnutzt und verdammt.

Die marokkanisch-französische Koproduktion ist in Deutschland nur in ausgewählten Kinos zu sehen.


NOMADEN DES HIMMELS  |  Regie: Mirlan Abdykalykov|  KGZ 2015
Nomaden des Himmels

Eine Nomadenfamilie lebt zurückgezogen mit ihren Pferden in der berauschenden, von Bergschluchten geprägten Landschaft Kirgistans: ein alter Hirte und seine Frau, ihre Schwiegertochter Shaiyr und ihre kleine Enkelin Umsunai. Shaiyrs Ehemann ist vor vielen Jahren in einem Fluss ertrunken. Umsunai vermisst ihren Papa und glaubt fest daran, dass er – wie es in einer der schönsten Legenden der Nomaden erzählt wird – in einen Steinkauz verwandelt wurde, der seine Kreise über den Gipfeln zieht. Shaiyr entschied sich, bei der Familie ihres Mannes zu bleiben, denn sie liebt das wunderschöne Land. Doch dann taucht der Meteorologe Ermek auf. Die beiden verlieben sich und das alte Hirtenpaar ahnt, dass Shaiyr mit dem Gedanken spielt, ein neues Leben in der Stadt zu beginnen. Als Shaiyrs Sohn, der in der Stadt studiert, die Familie in der Bergschlucht besucht, bestürmt er die Nomaden mit Geschichten aus dem modernen Leben.


FRITZ LANG  | Regie: Gordian Maugg |  DE 2015

Fritz Lang

Auf der Suche nach einem passenden Stoff für seinen ersten Tonfilm reist der Star-Regisseur Fritz Lang (Heino Ferch) 1930 von seinem turbulenten Umfeld in Berlin nach Düsseldorf, um bei den polizeilichen Ermittlungen des bekannten Kriminalrats Gennat (Thomas Thieme) über den brutalen Serienmörder Peter Kürten (Samuel Finzi) dabei zu sein. Doch in der fremden Umgebung wird er im Strudel der Ereignisse von seiner Vergangenheit eingeholt und steht vor unerwarteten Abgründen: seinen eigenen und denen in uns allen.

Ausgehend von realen Personen und Ereignissen ist „Fritz Lang“ ein packender Kinospielfilm in Schwarz-Weiß über einen der größten Regisseure der Filmgeschichte und die Entstehung seines Meisterwerks „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“.


Heimkinotipp: THE DIARY OF A TEENAGE GIRL | Regie: Marielle Heller | USA 2015

The Diary of a Teenage Girl

1976. San Francisco, am Scheidepunkt der ausklingenden Hippie- und aufkommenden Punkt-Bewegung. Wie andere Teenager auch sucht Minnie Goetze nach Liebe, Akzeptanz und den Sinn in ihrem Leben. Sie beginnt eine Affäre mit Monroe Rutherford, dem Freund ihrer Mutter. Die junge Frau befindet sich in der drogengeladenen Stadt, in der ihr Wunsch nach Rebellion mit dem erwachsenen Verantwortungsbewusstsein zusammen prallt. Ihre partyfeiernde Mutter und das Fehlen eines Vaters haben Minnie führungslos werden lassen. Findet sie anfangs noch Trost in Monroes verführerischem Lächeln, sind es  später die dunklen Gassen der Stadt, die dem trotzigen Mädchen das Gefühl von Selbstbestimmung geben. 3 von 5

„The Diary of a Teenage Girl“ findet dank einer unkonventionellen Heldin innovative und authentische Ansätze, um dem Publikum das Innenleben einer pubertierenden Jugendlichen näherzubringen. Leider schafft es das freizügige Skript nicht, die Hauptfigur mit genug Tiefgang zu versehen, um zu vermitteln, dass die Entscheidungen der Protagonistin nicht bloß naiv, sondern von weitreichender Bedeutung sind.

Das startet am 7. April 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 7. April, dessen größter Start das „Snow White“-Sequel „The Huntsman & The Ice Queen“ ist. Genaueres zu diesem Film darf ich Euch leider erst ab Montag verraten, doch so viel sei vorweg genommen: Ihr werdet genau so überrascht sein, wie ich es war! Selbiges gilt übrigens auch für die Beziehungskomödie „How To Be Single“, die sich vorab als handelsübliche RomCom ankündigte und doch unerwartet ehrlich auf das Beziehungsleben der heutigen Generation blickt. Dagegen fällt das Lesben-Biopic „Freeheld“ leider ein wenig ab. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

HOW TO BE SINGLE | Regie: Christian Ditter | USA 2016

How To Be Single

Wie soll man sich als Single verhalten? Man kann es richtig machen, man kann es falsch machen … und man kann es wie Alice (Dakota Johnson). Und Robin (Rebel Wilson). Lucy (Alison Brie). Meg (Leslie Mann). Tom (Anders Holm). David (Damon Wayans Jr.). In New York City gibt es Tausende einsamer Herzen, die sich nach dem richtigen Partner sehnen – für die große Liebe, für eine Nacht oder irgendwas dazwischen. Was all diese Unverheirateten zwischen den anzüglichen SMS und One-Night-Stands gemeinsam haben: In einer Welt, die von ständig wechselnden Definitionen des Begriffs Liebe geprägt ist, müssen sie lernen, wie man sich als Single verhält. Noch nie hat der Beischlaf in der Stadt, die niemals schläft, derart viel Spaß gemacht. 4 von 5

Ein abwechslungsreicher Cast, eine bodenständige Message und ein visueller Augenschmaus: „How To Be Single“ ist eine überraschend realistische Auseinandersetzung mit dem Leben als Single in der „Generation Beziehungsunfähig“.


THE HUNTSMAN & THE ICE QUEEN | Regie: Cedric Nicolas-Troyan | USA 2016

The Huntsman & The Ice Queen

Lange bevor die böse Königin Ravenna durch das Schwert von Snow White in die ewige Verdammnis geschickt wurde, herrscht sie gemeinsam mit ihrer Schwester, Ice Queen Freya, über das Königreich. Durch einen bitteren Verrat kehrt sie dem Land den Rücken, um in einem winterlichen Palast ein Heer kampfbereiter Huntsman um sich zu scharen. Darunter befinden sich auch Eric und die Kriegerin Sara, die der Ice Queen treu ergeben sind. Als sie ihre Gefühle für einander entdecken, brechen sie damit das höchste Gesetz in Freyas Königreich: Du darfst dich nicht verlieben! Als Bestrafung werden beide von der Ice Queen verstoßen. Jahre später wird Ravenna von Snow White in den Magischen Spiegel verbannt. Freya schickt ihre Huntsmen los, um diesen in ihren Besitz zu bringen und ihre Schwester zu retten.
4 von 5

„The Huntsman & The Ice Queen“ gehört immer noch in die Kategorie „Style over Substance“-Kino, doch im Gegensatz zum Vorgänger präsentiert sich das zweite Abenteuer aus dem Huntsman-Universum als kurzweiliges, sich mitunter nicht immer ganz ernst nehmendes Vergnügen. Im Finale kann der Film dann sogar noch dramaturgisch punkten, wenn die Ereignisse eine ebenso überraschende wie tragische Wendung nehmen.


FREEHELD: JEDE LIEBE IST GLEICH  |  Regie: Peter Sollett |  USA 2015

Freeheld: Jede Liebe ist gleich

Laurel Hester lebt seit über 20 Jahren für ihren Job als Polizeikommissarin, ein Privatleben findet bei ihr nicht statt. Dies ändert sich schlagartig, als sie die junge Mechanikerin Stacie Andree kennenlernt. Die beiden verlieben sich aller Unterschiede zum Trotz ineinander und bauen sich eine gemeinsame Zukunft auf. Dazu gehören das eigene Haus mit Garten und Hund und schließlich sogar die eingetragene Lebenspartnerschaft. Doch ihr Glück währt nicht lang. Laurel erhält die erschütternde Diagnose, dass sie an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt ist und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Ihr letzter Wunsch ist, dass Stacie in ihrem Haus wohnen bleiben kann. Das kann sie aber nur, wenn ihr Laurels Pensionsansprüche übertragen werden, doch die zuständigen Behörden lehnen ihr Gesuch wiederholt ab. 3 von 5

„Freeheld: Jede Liebe ist gleich“ brilliert mit großartigen Darstellern und einer wichtigen Message, doch das Drehbuch erweist sich als derart voll, dass auch die ausgewogene Balance zwischen Komik und Tragik nicht dafür sorgen kann, dass am Ende der Eindruck entsteht, dass hier jede Station dieses traurigen Schicksals angemessen gewürdigt wurde.


 EIN MANN NAMENS OVE | Regie: Hannes Holm | SWE 2015

Ein Mann namens Ove

So einen kennt jeder! Diese Sorte des schlecht gelaunten, grantigen in die Jahre gekommenen Nachbarn, der jeden Morgen seine Kontrollrunde in der Reihenhaussiedlung macht, Falschparker aufschreibt, Fahrräder an ihren Platz räumt und Mülltonnen auf korrekte Mülltrennung überprüft. Genau so einer ist Ove. Dabei will er eigentlich Schluss mit allem machen. Nachdem er vor einigen Wochen seine geliebte Frau verloren hat, versucht er nun immer wieder, sich auf diverse Arten das Leben zu nehmen. Erfolglos – irgendetwas kommt einfach jedes Mal dazwischen. Auch beim neuesten Versuch wird Ove gestört. Und zwar als die neuen Nachbarn mittendrin seinen Briefkasten über den Haufen fahren. Von diesem Augenblick an steht Oves Leben auf dem Kopf. Denn hinter der grimmigen Fassade verbirgt sich eigentlich ein großes Herz.


UNTER DEM SAND |  Regie: Martin Zandvliet |  DK/DE 2015

Unter dem Sand

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, nicht jedoch für ein knappes Dutzend junger Soldaten aus Deutschland. Kurz zuvor waren sie für Hitlers letztes Aufgebot eingezogen worden, den Volkssturm. Sie sind noch fast Kinder, doch nun Kriegsgefangene in Dänemark und für ein Himmelfahrtskommando eingeteilt: die Säuberung eines Nordseestrandes von 45.000 Nazi-Tretminen. Weder ausgebildet noch ausgerüstet und völlig ohne technische Hilfsgeräte müssen sie sich Stück für Stück durch den Sand quälen. Wo die nächste Mine liegt, wo diese explodieren wird, ist ungewiss. Es beginnt eine schier unlösbare Aufgabe, jeder Schritt im Sand könnte der letzte sein. Das Einzige, was ihren Lebenswillen erhält, ist die Hoffnung auf Freiheit. Diese hat ihnen ihr dänischer Kommandant Carl versprochen. Doch dann passiert ein schreckliches Unglück.


DIE BAUMHAUSKÖNIGE  |  Regie: Margien Rogaar  |  NED 2014

Die Baumhauskönige

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Ziggy und Bas sind beste Freunde und haben sich etwas ganz Großes vorgenommen: Bevor sie nach den Ferien auf unterschiedliche Schulen gehen, wollen sie noch ein letztes Mal am großartigen Abenteuercamp teilnehmen. Ziel ist es, den höchsten Turm aus altem Holz, Paletten und Türen zu bauen. Sie sind die amtierenden Meister, haben ihre Konkurrenz bisher immer leicht abhängen können. Kein Wunder also, dass sie auch in diesem Jahr wieder auf den begehrten Titel der Baumhauskönige hoffen. Doch dann läuft im Camp alles anders als geplant. Bas fängt an mit den coolen Jungs der Cola-Gang rumzuhängen und Ziggy muss unerwartet mit seinem kleinen Bruder in eine Mannschaft. Ihr gemeinsamer Traum verwandelt sich schnell in eine ungeahnte Rivalität. Droht ihre Freundschaft daran zu zerbrechen?


MEMORIES ON STONE  |  Regie: Shawkat Amin Korki|  IRQ 2014
Memories on Stone

Die beiden Jugendfreunde Hussein und Alan beschließen, einen Film über die Anfal-Operationen zu drehen, den Genozid des irakischen Regimes gegen die kurdische Bevölkerung im Nordirak. So dramatisch sein Thema, so friedlich will der Film sein. Nur ist das Filmemachen im Nachkriegskurdistan kein einfaches Spiel, und die schwierigste Aufgabe scheint das Finden der weiblichen Hauptdarstellerin zu werden. Bis Sinur auftaucht: jung, schön, liebenswürdig und vom Projekt vollkommen begeistert. Sinur wäre mit Begeisterung dabei, sie kann aber nicht alleine entscheiden: ihr Cousin Hiwar und sein Vater, Onkel Hamid, haben das Schicksal der jungen Frau in der Hand. Das Spiel darum, ob und wie Sinur mitspielen kann in dem geplanten Film, bietet uns Einblick in die Gesellschaft und ihr Funktionieren.


EIN LETZTER TANGO  |  Regie: German Kral |  ARG/DE 2015

Ein letzter Tango

German Krals Dokumentarfilm „Ein letzter Tango“ ist eine emotional berührende und visuell beeindruckende Liebeserklärung an den Tango, die Leidenschaft und das Leben. Vor allem aber ist es die Liebesgeschichte der beiden berühmtesten Tangotänzer der Geschichte: María Nieves (78) und Juan Carlos Copes. Nahezu ein halbes Jahrhundert haben sie miteinander getanzt, sich geliebt, gehasst, getrennt und wieder vereint. Kein anderer Mann tanzte wie Juan, keine andere Frau wie María. Bis er sie eines Tages für eine 25 Jahre jüngere Frau für immer verlässt… Erst heute, fast am Ende ihres Lebens, sind María und Juan bereit ihre Geschichte zu erzählen: von ihrer Liebe, ihrem Hass und ihrer Leidenschaft. Ein einprägsames Filmerlebnis der ganz besonderen Art, produziert von Wim Wenders.


GESTRANDET  | Regie: Lisei Caspers |  DE 2016

Gestrandet

Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 km von Aurich sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen Sie, Ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf. „Gestrandet“ schildert nicht nur die Nöte der Asylbewerber und die Sorgen der ehrenamtlichen Betreuer, sondern zeigt auch, wie beide Seiten voneinander lernen und profitieren können.


Heimkinotipp: IM HERZEN DER SEE | Regie: Ron Howard | USA 2015

Im Herzen der See

Der aufstrebende Schriftsteller Herman Melville erfährt von dem greisen Thomas Nickerson, einem ehemaligen Seefahrer, von einem seiner größten Abenteuer: Im Winter 1820 sticht er gemeinsam mit einer Handvoll Walfängern in See. Die Besatzung der Essex soll unter der Leitung des ersten Offiziers Owen Chase und des unerfahrenen Kapitäns George Pollard für die Beschaffung von sogenanntem Walöl sorgen und macht Jagd auf die gigantischen Meeressäuger. Eines Tages kommt es zu einem Angriff, dessen Wucht sämtliches Vorstellungsvermögen der Seeleute übersteigt: Ein gigantischer Wal entwickelt bei seiner Attacke einen menschenähnlichen Drang nach Vergeltung. Es kommt zu einem qualvollen Überlebenskampf der verbliebenen Besatzung, der die verzweifelten Seemänner dazu bringt, Unvorstellbares zu tun. 4 von 5

„Im Herzen der See“ ist ein spannendes, nicht immer ganz feinfühliges Seefahrerdrama mit einem stark aufspielenden Cast und einer bombastischen Optik. Dass Ron Howard zudem auch die Brutalität des Walfangs so unbequem wie möglich in Szene setzt, versteht sich ebenfalls als Pluspunkt: Nach diesen Bildern kommt niemand mehr auf die Idee, die Jagd auf die Meeressäuger gut zu heißen.

Das startet am 31. März 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 31. März, der nach dem Megablockbuster-Start von letzter Woche diesmal wieder ein paar mehr interessante Filme zu bieten hat. Dabei geht die Qualitätsspanne einmal mehr weit auseinander. Als Tipp der Woche geht wohl J.J. Abrams‘ Geheimprojekt „10 Cloverfield Lane“ durch, knapp gefolgt von „Eddie the Eagle: Alles ist möglich“. Doch auch „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“ stellt eine echte Überraschung dar. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

10 CLOVERFIELD LANE | Regie: Dan Trachtenberg | USA 2016

10 Cloverfield Lane

Die junge Frau Michelle (Mary Elizabeth Winstead) erwacht nach einem schweren Unfall in einem unterirdischen Bunker. Alles deutet darauf hin, dass sie entführt wurde. Doch Howard, der Mann, der sie hier unten festhält (John Goodman), behauptet, die Frau vor etwas „da draußen“ beschützen zu wollen. Auch Michelles Mitgefangener Emmett (John Gallagher Jr.) erzählt ihr von so etwas wie einem Blackout, doch nach und nach entwickeln die beiden Zweifel daran, dass an Howards Geschichte tatsächlich etwas dran ist. Schon bald befinden sie sich vor der entscheidenden Frage, auf welcher Seite der Tür sich das wahre Monster befindet. Gelingt es ihnen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden? „10 Cloverfield Lan“ ist sowas wie die inoffizielle Fortsetzung des Überraschungshits „Cloverfield“ von 2008. Erneut ist J.J. Abrams als Produzent mit an Bord. 4 von 5

„10 Cloverfield Lane“ hat nichts mit seinem Vorgänger zu tun und ist doch so viel besser. Regisseur Dan Trachtenberg gelingt ein mit pfiffigen Wendungen und interessanten Figuren gespickter Thriller, der über die leisen Töne funktioniert und aufgrund der unberechenbaren Ausgangslage nie langweilig wird. Lediglich am Finale werden sich die Geister scheiden.


EDDIE THE EAGLE: ALLES IST MÖGLICH  |  Regie: Dexter Fletcher |  UK/USA/DE 2016

Eddie the Eagle

Schon als Kind träumt Michael „Eddie“ Edwards davon, einmal bei den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen. Er wird ein erfolgreicher Skiläufer, doch als es ans Eingemachte geht, bleibt ihm die Aufnahme in den Kader verwehrt. Eddie will die Skier schon fast an den Nagel hängen, als er sich in den Kopf setzt, als erster britischer Skispringer seit fast 100 Jahren ins kanadische Calgary zu fahren, wo im Jahr 1988 die Olympischen Winterspiele ausgetragen werden. Mit Hilfe des rebellischen, aber nicht minder charismatischen Trainers Bronson Peary und unter den motivierenden Worten der liebevollen Bar-Inhaberin Petra nimmt er es im Bayerischen Garmisch-Patenkirchen mit dem gesamten (Sport-)Establishment auf, die das olympische Credo „Dabeisein ist alles!“ nicht so sehr verinnerlich zu haben scheinen, wie der über alle Maße motivierte Eddie.  4 von 5

„Eddie the Eagle: Alles ist möglich“ ist das Feel-Good-Movie des Jahres, dessen anfänglich anklingende Albernheit später in pure Euphorie kippen lässt. Früher oder später wird man sich dabei erwischen, wie man die Taten des am meisten motivierten Skispringers der Welt einfach nur bejubeln möchte.


IM HIMMEL TRÄGT MAN HOHE SCHUHE | Regie: Catherine Hardwicke | UK 2015

Im Himmel trägt man hohe Schuhe

Zwischen Jess (Drew Barrymore) und Milly (Toni Collette) passt kein Blatt Papier, so nahe stehen sich die beiden Freundinnen seit Kindesbeinen. Es gibt kaum ein Foto, auf dem sie nicht zusammen zu sehen sind. Die beiden haben Klamotten, Männer und Geheimnisse geteilt und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Milly spaziert auf ihren spektakulären High Heels erfolgreich durchs Leben und hat eigentlich alles erreicht, wovon man träumt: eine steile Karriere, einen wunderbaren Mann und großartige Kinder. Jess ist eher der bodenständigere Typ. Ihr sehnlichster Wunsch ist ein gemeinsames Baby mit ihrem Freund, doch das will irgendwie nicht klappen. Als Milly erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, braucht sie vor allem eines: Jess. 4 von 5

Catherine Hardwicke ist mit „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“ eine über weite Strecken erstaunlich unsentimentale Erzählung über die Themen Leben und Tod entstanden, die schwierige Themen nicht scheut und gleichsam darauf verzichtet, einen allzu niederschmetternden Tonfall zu wählen.


CRIMINAL ACTIVITIES | Regie: Jackie Earle Haley | USA 2015

Criminal Activities

Ausgerechnet die Beerdigung eines gemeinsamen Freundes bietet vier ehemaligen Klassenkameraden die Aussicht auf das Geschäft ihres Lebens: Dank eines Insidertipps wollen Zach, Warren, Bryce und Noah aus 200.000 Dollar an der Börse das große Geld machen. Eine glatte Fehlinvestition, an deren Ende sie tief beim berüchtigten örtlichen Gangster Eddie in der Kreide stehen. Jetzt muss das ungleiche Quartett einen Weg finden, binnen kürzester Zeit die immensen Schulden aufzubringen. Derart unter Druck gesetzt, lassen sich Zach, Warren, Bryce und Noah auf einen möglicherweise lebensgefährlichen Deal mit Eddie ein: Sie sollen zu dessen Handlangern in einem mit allen Mitteln geführten Bandenkrieg werden und den Neffen eines gefürchteten konkurrierenden Mafiabosses kidnappen.  2 von 5

„Criminal Activities“ mangelt es per se nicht an kreativen Ideen. Blöd nur, dass man sich dafür fast ausschließlich an Zitaten bereits existierender Filme bedient, sodass Jackie Earle Haley allenfalls eine nette Hommage, aber zu keinem Zeitpunkt ein eigenständiger (oder gar kultverdächtiger) Crime-Thriller gelungen ist.


THE FINEST HOURS  |  Regie: Craig Gillespie |  USA 2016

The Finest Hours

Am 18. Februar 1952 trifft ein gewaltiger Sturm mit voller Wucht auf New England und lässt die Menschen an der Ostküste um ihr Leben bangen. Noch hilfloser sind die Schiffe auf See, darunter der Öltanker SS Pendleton, der vom Sturm buchstäblich auseinandergerissen wird. Über 30 Seeleute werden im Heck der schnell sinkenden SS Pendleton eingeschlossen. Als ranghöchster Offizier an Bord übernimmt Ray Sybert (Casey Affleck) die Führung der verängstigten Mannschaft. Zur gleichen Zeit gibt der auf dem Festland wachhabende Offizier Daniel Cluff (Eric Bana), kürzlich erst zum Stationschef der Küstenwache ernannt, den Befehl zu einer waghalsigen Rettungsmission. 2 von 5

„The Finest Hours“ ist ein nichtssagender Neunzigerjahre-Gedächtnis-Katastrophenfilm ohne eine eigene Seele. Lediglich die technische Aufmachung und hübsch anzusehende CGI-Effekte erinnern einen daran, dass man es mit einer Produktion im Hier und Jetzt zu tun hat. Mit seiner vorhersagbaren Story ist „The Finest Hours“ obendrein zum Gähnen langweilig.


FAMILIE ZU VERMIETEN  |  Regie: Jean-Pierre Améris |  FR/BEL 2015

Familie zu vermieten

Paul-André (Benoît Poelvoorde) ist ein wohlhabender, schüchterner Single Mitte Vierzig. Und er will endlich eine Familie. Die gleichalte Violette (Virginie Efira) ist voller Leben, hat aber als alleinerziehende Mutter zweier Kinder Geldprobleme. Also bietet ihr Paul-André einen Deal an: Er bezahlt ihre Schulden und mietet dafür ihre Familie – als Test, ob er dem Trubel gewachsen ist…

Jean-Pierre Améris, Mastermind der bezaubernden Liebeskomödie „Die Anonymen Romantiker“, beweist erneut mit leichter Hand sein Faible für die Neurosen der Liebe. Die beiden belgischen Kinostars Benoît Poelvoorde („Das brandneue Testament“, „Mann beißt Hund“) und Virginie Efira („It Boy – Liebe auf französisch“) begeistern als gegensätzliches Paar in dieser charmant-turbulenten Familienkomödie.


ALLE KATZEN SIND GRAU  |  Regie: Savina Dellicour |  BEL 2013
Alle Katzen sind grau

Paul (Bouli Lanners) ist Ende 40 und schlägt sich als Privatdetektiv durchs Leben. Aus der Ferne beobachtet er das Heranwachsen von Dorothy (Manon Capelle). Paul weiß, dass sie seine Tochter ist, mit ihrer Mutter hatte er eine kurze Affäre. Die 15-Jährige durchlebt gerade eine Identitätskrise. Dorothy glaubt, dass der Mann ihrer Mutter nicht ihr Vater ist, aber ihre Mutter ignoriert die Fragen ihrer Tochter. Durch einen Zufall lernt sie Paul kennen. Sie ist von seinem Beruf fasziniert und beauftragt den Detektiv, ihren leiblichen Vater zu suchen. Paul freut sich, auf diese Weise seiner Tochter näher zu kommen. Aber wie soll er ihren Auftrag lösen?

Savina Dellicours Abschlussfilm an der National Film and Television School in London „Ready“ von 2002 wurde als bester fremdsprachiger Film bei den Student Oscars nominiert.


CAFÉ WALDLUFT  |  Regie: Matthias Kossmehl |  DE 2015

Café Waldluft

Mitten in der bayerischen Bergidylle treffen Einheimische, Touristen und Flüchtlinge an einem einzigartigen Ort zusammen, dem „Café Waldluft”, einem ausgemustertem Ausflugshotel in Berchtesgaden. Wo früher überfüllte Busse Touristen aus aller Welt absetzten, leben heute Flüchtlinge aus aller Herren Länder unter einem Dach. Inmitten des Postkartenpanoramas versuchen sie sich an einem Leben fernab von Krieg und Konflikt.

„Café Waldluft“ gewann bei dem Internationalen Leipziger Dokumentar- und Animationsfilmfestival im vergangenen Jahr den DEFA Förderpreis. Regie führte Matthias Kossmehl. Der Film wird hierzulande vom 31. März bis zum 17. Mai in ausgewählten Städten zu sehen sein.


IM SPINNWEBHAUS  | Regie: Mara Eibl-Eibesfeldt |  DE 2013

Im Spinnwebhaus

Jonas ist 12 Jahre alt und übernimmt zuversichtlich die Verantwortung für seine beiden jüngeren Geschwister, als seine Mutter sie allein zurücklässt. Doch ihre Abwesenheit zu verheimlichen überfordert Jonas. Er isoliert sich und die Geschwister zunehmend und sie gleiten in eine eigene Phantasiewelt ab. Was als Abenteuer beginnt, wird zum Kampf um Leben und Tod. Allein die Freundschaft mit dem geheimnisvollen Felix gibt Jonas Hoffnung und Mut.

Der 2013 für den SWR produzierte Film „Im Spinnwebhaus“ von Regiedebütantin Mara Eibl-Eibesfeldt kommt in dieser Woche in einigen ausgewählten deutschen Städten ins Kino. Um das Dasein des Films als „dunkles Märchen“ zu unterstreichen, wurde die Produktion ausschließlich in Schwarz/Weiß gedreht. Die Kritiken fielen hauptsächlich positiv aus.


Heimkinotipp: ARLO & SPOT | Regie: Peter Sohn | USA 2015

Arlo ist elf Jahre alt und ein ängstlicher Apatosaurus. Anders als seine gleichaltrigen Geschwister Buck und Libby fürchtet er sich vor allem und jedem. Deshalb ist er auch auf der Farm seiner Eltern keine große Hilfe. Als sein Vater ihm eine kleine, aber wichtige Aufgabe stellt, versagt Arlo. Eines Tages fällt er durch ein Missgeschick in einen Fluss, der ihn davontreibt und viele hundert Kilometer von seiner Familie trennt. Nun steht er vor der großen Aufgabe, den weiten Weg nach Hause zu meistern. Zum Glück ist der wilde Menschenjunge Spot an seiner Seite. Die ungleichen Freunde treffen auf ihrer großen Reise verschiedene Zeitgenossen, darunter eine T-Rex-Familie, die Langhorn-Rinder züchtet, eine Gruppe von hinterlistigen Flugsauriern und einen geheimnisvollen Tierchensammler.  3 von 5

„Arlo & Spot“ ist seine holprige Produktionsgeschichte anzumerken. Der Film besticht durch eine phänomenale Optik und überrascht mit einer allgegenwertigen Düsterness. Die Stimmungssequenzen werden gerade den erwachsenen Zuschauern gefallen, doch die Geschichte selbst besitzt kaum Wiedererkennungswert.

Das startet am 24. März 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 24 März, der ganz klar von dem Mega-Blockbuster „Batman vs. Superman – Dawn of Justice“ dominiert wird. Dagegen anzutreten traut sich unter den größeren Produktionen lediglich die Familienkomödie „My Big Fat Greek Wedding 2“. Dafür bietet das Arthouse-Kino einige sehr interessante Filme, die es sich näher zu betrachten lohnt. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MY BIG FAT GREEK WEDDING 2 | Regie: Kirk Jones | USA 2016

My Big Fat Greek Wedding 2

Es ist bereits einige Jahre her, seit die smarte Griechin Toula ihren Mann, den Nicht-Griechen Ian, geheiratet hat. Die gemeinsame Tochter Paris macht das Glück des Paares komplett. Doch mit Paris‘ nahendem High-School-Abschluss könnte eine entscheidende Wende in das Leben der Familie eintreten. Die Teenagerin spielt mit dem Gedanken, die Stadt zu verlassen, um aufs College zu gehen. Und damit nicht genug: In den Augen von Paris‘ unzähligen Verwandten braucht die hübsche Schülerin dringend einen Freund und bekommt einen potenziellen Heiratsanwärter nach dem anderen vorgestellt. Aber nicht nur in Toulas vier Wänden herrscht Stress, auch ihre Eltern stehen einander auf Kriegsfuß. Durch Zufall findet Großmutter Maria heraus, dass sie und ihr Mann Gus gar nicht miteinander verheiratet sind. Eine Hochzeit muss her und alle Nerven liegen blank. 3 von 5

Die Geschichte in „My Big Fat Greek Wedding 2“ gewinnt mit Sicherheit keinen Originalitätsbonus, doch durch die Liebe zu den Figuren und der genauen Beobachtungsgabe eines amerikanisch-griechischen Familienalltags ist Regisseur Kirk Jones ein ebenso warmherziger wie inhaltlich glaubhafter Nachfolger des Kultfilms von 2002 gelungen, der es so aussehen lässt, als wären Teil eins und zwei in einem Rutsch gedreht worden.


BATMAN V. SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE | Regie: Zack Snyder | USA 2016

Batman v. Superman: Dawn of Justice

Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck), jener überragende Streiter für Recht und Ordnung in Gotham City fürchtet, dass die Aktionen eines gottähnlichen Superhelden namens Superman (Henry Cavill) außer Kontrolle geraten könnten, wenn er nicht ständig beaufsichtigt wird. Deshalb legt er sich jetzt mit dem meistverehrten modernen Retter in Metropolis an, während die Welt darüber streitet, welche Art Helden sie eigentlich braucht. Und da Batman und Superman nun einander bekämpfen, taucht unversehens eine neue Bedrohung auf, durch die die Menschheit in brisante Gefahren von ungeahnten Ausmaßen gerät. 2 von 5

„Batman v Superman: Dawn of Justice“ scheitert mit einem unkoordinierten Skript, lieblosen Figuren, furchtbaren Computereffekten und mutlosen Twists auf nahezu allen Ebenen. Als einzige Pluspunkte erweisen sich Jesse Eisenberg als Lex Luthor sowie die Musik von Hans Zimmer und Junkie XL.


ROCK THE KASBAH | Regie: Barry Levinson | USA 2016

Rock the Kasbah

Rock-Manager Richie Lanz (Bill Murray) hat schon bessere Tage gesehen. Eine Afghanistan-Tournee mit seiner neusten Entdeckung Ronnie (Zooey Deschanel) soll ihn jetzt endlich wieder nach vorne bringen. Doch kaum sind die beiden im chaotischen Kabul eingetroffen, steht Richie plötzlich ohne seine Sängerin, Geld und Papiere da. Mit tatkräftiger Unterstützung des Söldners Bombay-Brian (Bruce Willis), der verführerischen Hure Merci (Kate Hudson) und zwei windigen Waffenhändlern (Scott Caan, Danny McBride) lässt sich Richie wohl oder übel auf ein riskantes Geschäft ein, um Geld für seine Rückreise aufzutreiben. Dabei entdeckt er im tiefsten afghanischen Hinterland eine junge Einheimische mit phänomenaler Stimme. Richie weiß nun,  was zu tun ist: Er muss dieses Mädchen zum Star machen!


MEIN EIN, MEIN ALLES  |  Regie: Maïwenn |  FR 2015

Mein Ein, Mein Alles

Nach einem schweren Skiunfall wird Tony (Emmanuelle Bercot) in ein Reha-Zentrum gebracht. Dort muss die junge Frau nicht nur mühsam das Gehen neu erlernen, sondern auch ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden. Zeit, um auf ihre turbulente Beziehung mit Georgio (Vincent Cassel) zurückzublicken: Warum haben sie sich geliebt? Wer ist dieser Mann, dem sie so verfallen war? Und wie konnte sie es zulassen, sich dieser erstickenden, zerstörerischen Leidenschaft auszuliefern? Vor Tony liegt ein langer Heilungsprozess, aber auch eine Chance, die Stücke ihrer zerbrochenen Persönlichkeit neu zusammenzusetzen und am Ende wieder frei zu sein…

Nach „Poliezei“ präsentiert Regisseurin Maïwenn erneut einen Film, der unter die Haut geht: Die Geschichte einer Frau, die nach einer verhängnisvollen Beziehung zu sich selbst zurück findet.


WE LOVE TO DANCE  |  Regie: Tammy Davis |  NZL 2015

We Love To Dance

Tu (Tia Maipi) träumt von einer Karriere als professioneller Hip-Hop-Tänzer. Als ihn die K-Crew – eine der besten Tanz-Crews des Landes – probeweise aufnimmt, scheint er seinem großen Ziel ein Stück näher zu kommen. Doch dann verliebt sich Tu in Sasha (Kherington Payne), die Freundin von K-Crews Anführer Kane. Dieser merkt bald, dass zwischen den beiden nicht nur beim Tanzen eine besondere Verbindung zu bestehen scheint. Als ein wichtiges Turnier näher rückt, an dem Tu eigentlich mit seiner alten Crew teilnehmen wollte, muss er eine schwere Entscheidung treffen – und seinen eigenen Weg zum Erfolg finden.

Die Tanzromanze „We Love To Dance“ von Regisseur Tammy Davis stammt aus Neuseeland und wir hierzulande lediglich in limitierter Auflage in den Kinos zu sehen sein.


SEX & CRIME  |  Regie: Paul Florian Müller |  D 2016

Sex & Crime

Valentin (Wotan Wilke Möhring) erhält einen alarmierenden Anruf von seinem besten Freund Theo (Fabian Busch), dem er spontan für eine Nacht mit Kellnerin Mörli (Claudia Eisinger) sein gerade bezogenes, eigentlich viel zu teures Haus überlassen hat. Zwischen Theo – Bestsellerautor, Schachspieler und gesundheitlich nicht ganz fit – und dessen Frau Katja (Pheline Roggan) kriselt es seit Längerem. Da kommt Ablenkung durch Mörli wie gerufen – meint Valentin. So weit, so praktisch. Doch als Valentin an seinem Haus eintrifft, ist alles dunkel, Theo verstört, jemand tot und natürlich nichts so, wie es aussieht…

Mit „Sex & Crime“ inszeniert Drehbuchautpr Paul Florian Müller sein Langfilmdebüt: Eine blutige Beziehungskomödie mit schrägen Charakteren und unerwarteten Wendungen!


SCHELLEN URSLI  |  Regie: Xavier Koller |  CH 2015
Schellen-Ursli

Spätsommer im idyllischen schweizerischen Unterengadin: Ursli hilft seinen Eltern bei der harten Arbeit auf der Alp. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft zu der gleichaltrigen Sereina, die mit ihren Eltern ebenfalls im nahe gelegenen Maiensäss übersommert. Als bei der Alpabfahrt ein Teil der Ernte verloren geht, muss sich Urslis  Familie beim wohlhabenden Ladenbesitzer des Dorfes verschulden. Für Ursli bricht eine Welt zusammen, denn er soll sein Zicklein Zila dem reichen Krämersohn Roman abgeben. Als er für den traditionellen Chalandamarz-Umzug auch noch nur die kleinste Glocke erhält und von den anderen Kindern als „Schellen-Ursli“ verspottet wird, stürzt er sich in ein kühnes Abenteuer, um die große Glocke aus dem eisigen Maiensäss zu holen. Basierend auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet


SILENT HEART – MEIN LEBEN GEHÖRT MIR  |  Regie: Bille August |  DK 2014

Silent Heart - Mein Leben gehört mir

Esther (Ghita Nørby) und ihr Mann Poul (Morten Grunwald), beide um die 70, laden ihre Familie in ihr Haus auf dem Land ein, um gemeinsam das Wochenende zu verbringen. Esther leidet unter einer unheilbaren Krankheit und will selbstbestimmt sterben. Die Schwestern Heidi (Paprika Steen) und Sanne (Danica Curcic) haben den Wunsch ihrer kranken Mutter akzeptiert, im Verlauf des Wochenendes können sie jedoch immer schlechter mit ihrer Entscheidung umgehen. Verdrängte Konflikte brechen auf, doch nach anfänglichem Zwist verläuft der erste gemeinsame Abend in einem liebevollen und vorsichtigen Miteinander. Später gesteht Sanne, dass sie die Entscheidung ihrer Mutter nur scheinbar akzeptiert hat und plant, einen Krankenwagen zu rufen, sobald ihre Mutter den tödlichen Tablettencocktail genommen hat.


Heimkinotipp: ICH UND EARL UND DAS MÄDCHEN  | Regie: Alfonso Gomez-Rejon |  USA 2015

Ich und Earl und das Mädchen

Greg (Thomas Mann) will sein letztes Schuljahr möglichst unauffällig durchziehen. Sogar Freundschaften meidet er, nur um das soziale Minenfeld, genannt Teenagerzeit, einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Er geht sogar so weit, seinen besten Freund Earl (RJ Cyler), mit dem er Kurzfilmparodien von Filmklassikern dreht, als Arbeitskollegen vorzustellen. Bis Gregs Mutter (Connie Britton) darauf besteht, dass er Zeit mit Rachel (Olivia Cooke) verbringt – einem Mädchen aus seiner Klasse, bei dem Krebs diagnostiziert wurde – und er feststellen muss, wie wertvoll echte Freundschaft sein kann. Gemeinsam mit Earl macht Greg das, was er am besten kann und beginnt, einen Film für Rachel zu drehen…
4 von 5

Alejandro Gomez-Rejon inszeniert seine Tragikomödie „Ich und Earl und das Mädchen“ als freigeistig-unangepasste Coming-of-Age-Story, die mit verschrobenen Charakteren und einer visuell verspielten Inszenierung überzeugt. Durch die konsequente, bisweilen ein wenig zu bemühte Weigerung vor Stereotypen und Klischees bleibt in Ansätzen jedoch auch die Authentizität auf der Strecke.

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