Zehn Filme, die mir das 3. Quartal 2017 versüßt haben

Zum Ende eines jeden Monats veröffentliche ich in den sozialen Netzwerken meine fünf ganz persönlichen Lieblingsfilme sowie meine Flops der vergangenen Wochen. Um diese Filme in Zukunft ein wenig mehr zu würdigen, oder zu erklären, weshalb mir Film XY eben so gar nicht gefallen hat, präsentiere ich in meiner ZEHN FILME-Rubrik nun nochmal meine zehn Lieblings- und Hassfilme inklusive Traile, in der Hoffnung, Ahnungslosen einen kleine Orientierung zu geben, was man im Kino auf keinen Fall verpassen sollte und was man getrost links liegen lassen darf. Gern seid Ihr unterhalb des Postings dazu aufgefordert, Eure Lieblings- und Hassfilme der vergangenen drei Monaten zu veröffentlichen. Viel Spaß!

Platz 10: THE CIRCLE by James Ponsoldt

Ja, ich weiß: Diese Platzierung ergibt keinen Sinn. Wer meine Review zur Bestsellerverfilmung THE CIRCLE gelesen hat, der wird sich daran erinnern, dass ich das Thrillerdrama mit einem ordentlichen Verriss abgestraft habe. Der Grund, weshalb der Film dennoch unter meinen Lieblingsfilmen auftaucht, ist ganz simpel: Trotz der eklatanten Schwächen in Erzählung und Inszenierung hatte ich persönlich erstaunlich viel Spaß an dem Film. Ich habe die so tiefschürfend gedachte Intention dieses Gehirnwäsche-Films einfach ausgeblendet. Und mich so doch überraschend viel amüsiert. Das verstehe, wer will!

Platz 9: DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT by John Madden

Schade, dass es von Filmen des Schlages DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT heutzutage kaum noch welche gibt. Hierbei handelt es sich nämlich um einen schnörkellos-geradlinigen Politthriller rund um eine erfolgreiche Lobbyarbeiterin, der dem Zuschauer vielschichtige Einblicke hinter die Kulissen des Regierungszirkus‘ ermöglicht. Hauptdarstellerin Jessica Chastain war selten besser. Am Ende ergibt das trotz viel Dialog und Theorie einen der spannendsten Filme des Jahres.

Platz 8: EINMAL BITTE ALLES by Helena Hufnagel

Die deutsche Tragikomödie EINMAL BITTE ALLES macht etwas bislang schier Unmögliches möglich: Sie erzählt ganz ohne Hauptstadtkult und der Zelebrierung des Abgefuckten von einer Generation, die nicht weiß, wo ihr der Kopf steht. Hauptfigur Isi leidet an einer Midlifecrisis – nur dass sie erst 27 ist. All ihre Ängste, Befürchtungen und Sehnsüchte fängt Regisseurin Helena Hufnagel mit viel Fingerspitzengefühl ein und liebt dabei ihre sorgengeplagten Figuren über alles. Zu schade, dass von diesem Film kaum einer etwas mitbekommen hat.

Platz 7: BABY DRIVER by Edgar Wright

Das Actionmusical BABY DRIVER mauserte sich in diesem Sommer von einem echten Geheimtipp zu einem soliden Popcornfilm, denn das, was Edgar Wright mit diesem Film auf die Leinwand gebracht hat, ist ein Spektakel sondergleichen. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“-Star Ansel Elgort cruist als musikfixierter Fluchtwagenfahrer von einem spektakulären Stunt zum nächsten und findet ganz nebenbei die Liebe seines Lebens. So geht kreatives Kino, dem man es gern verzeiht, dass es erzählerisch keine allzu mutigen Wege eingeht.

Platz 6: AMELIE RENNT by Tobias Wiemann

Der beste deutsche Film aus diesem Quartal ist das von mir vorab kaum auf dem Schirm gehabte Jugenddrama AMELIE RENNT, worin es sich eine junge, schwer kranke Frau selbst und ihrer Umwelt beweisen will. Gemeinsam mit einem Jungen steigt sie auf den höchsten Gipfel der Tiroler Alpen und findet sich dabei selbst. Das Ganze inszeniert Regisseur Tobias Wiemann derart natürlich und unaufgesetzt, dass man nicht bloß hervorragend in die Gefühlswelt der heranwachsenden Protagonistin versetzen kann, sondern auch zu jeder Sekunde glaubt, dass sich genau diese Reise exakt so abgespielt hat.

Platz 5: TULPENFIEBER by Justin Chadwick

Für seine Verhältnisse ist das Romantikdrama TULPENFIEBER hierzulande dann doch überraschend gut an den Kinokassen weggekommen, auch wenn es der Film nicht bloß aufgrund der namhaften Besetzung gern zu einem deutlich größeren Zuschauerkreis hätte bringen dürfen. Vor dem Hintergrund des blühenden Tulpenhandels in Amsterdam erzählt Justin Chadwick eine prächtig ausgestattete Liebesgeschichte, die trotz einiger amüsanter Einschübe eine ungeheure Tragik entfaltet. „Tulpenfieber“ ist ein emotionaler Rausch voller Widerhaken, der große Gefühle zelebriert. Ein beeindruckendes Fest für die Sinne!

Platz 4: ES by Andy Muschietti

In den USA hat die Neuverfilmung von Stephen Kings ES alle Rekorde gebrochen. Hierzulande steht der Kinostart noch aus, was mich aber nicht davon abhält, den Coming-of-Age-Horrorschocker zu meinen Lieblingsfilmen des dritten Quartals 2017 hinzuzuzählen. Andy Muschietti erzählt eine tragische Geschichte über die Dämonen des Erwachsenwerdens und reichert sie mithilfe des fiesen Clowns Pennywise mit diversen Horrorelementen an. Am Ende ergibt das 135 Minuten packende Genreunterhaltung, die ein möglichst großes Publikum verdient.

Platz 3: SPIDER-MAN: HOMECOMING by Jon Watts

Ich persönlich mochte die humorvollen Vertreter aus dem Marvel Cinematic Universe immer am meisten, weshalb „Ant-Man“ bislang mein liebster Superhelden-Film war. Seit diesem Jahr hat sich das mit SPIDER-MAN: HOMECOMING allerdings geändert, denn ich hatte einen Heidenspaß an der Teeniekomödie rund um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Noch nie steckte in einem Marvel-Film so viel Menschlichkeit und Tom Holland ist als Spider-Man einfach eine ganz vortreffliche Wahl. Auch nach mehrmaligem Sehen gehört dieser Blockbuster zu meinen absoluten Lieblingen aus dem Jahr 2017. Und ein Wiedersehen mit alten Bekannten gibt es obendrein.

Platz 2: MOTHER! by Darren Aronofsky

Darren Aronofsky spaltet das Publikum. Auch mit MOTHER!, was angesichts dieses provokanten Terrorfilms nicht gerade verwunderlich ist. Für zartbesaitete Zuschauer ist diese Tour-de-Force nichts, denn was uns der „Black Swan“-Regisseur hier zumutet, ist ein grotesker Fiebertraum mit einer beeindruckend aufspielenden Jennifer Lawrence. Um sich auszumalen, was sich Aronofsky hier ausgedacht hat, muss man es gesehen haben. Ganz nach dem Werbemotto „Seeing is Believing!“.

Platz 1: KINGSMAN: THE GOLDEN CIRCLE by Matthew Vaughn

Das war zu erwarten: Mein Lieblingsfilm der vergangenen drei Monate ist natürlich KINGSMAN: THE GOLDEN CIRCLE, denn mit der Fortsetzung zur beliebten Agentenaction „The Secret Service“ hat Matthew Vaughn den Fans einen großen Gefallen getan. Das Sequel hat exakt denselben Charme, Wahnwitz und die ekstatische Absurdidät wie der Vorgänger und trumpft mit einer schier unüberschaubaren Menge an Hollywoodstars auf. Man sitzt im Kino und hat das Gefühl, nach Hause zu kommen. Das macht unendlich viel Spaß, ist bis zuletzt konsequent und wieder einmal so richtig schön brutal. Da möchte man am liebsten sofort den dritten Teil gucken.

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