Der Vogel

Melissa McCarthy und Chris O’Dowd geben im dieser Tage auf Netflix erschienenen Drama DER VOGEL ein nach dem Tod der eigenen Tochter in Trauer versunkenen Ehepaares. Das funktioniert insgesamt gut, auch wenn aus gerechnet das titelgebende Federvieh diesen Eindruck massiv trübt. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: The Starling (USA 2021)

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23. September 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 23. September 2021, an dem vor wenigen Tagen noch der Kinostart des „Sopranos“-Prequelfilms „The Many Saints of Newark“ angedacht war. Dieser ist nun Geschichte, sodass Philipp Stölzls „Schachnovelle“ in dieser Woche der breiteste Kinostart sein dürfte – und sich noch dazu wirklich lohnt. Darüber hinaus starten zwei Geheimtipps aus fernen Ländern, unter anderem der indische Oscar-Beitrag 2020 sowie ein deutsches Indiedrama mit Nachwuchsschauspielerinnen und -Schauspielern, das definitiv einen Blick wert ist. Superheld:innenfans dagegen können sich darüber freuen, dass es „Black Widow“ ab dieser Woche endlich auch auf DVD und Blu-ray gibt.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Ich wünsche Euch natürlich trotzdem viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

SCHACHNOVELLE | Regie: Philipp Stölzl  | DE/AUT 2021

Wien im Jahre 1938: Österreich wird vom Nazi-Regime besetzt. Kurz bevor der Anwalt Josef Bartok (Oliver Masucci) mit seiner Frau Anna (Birgit Minichmayr) in die USA fliehen kann, wird er verhaftet und in das Nobelhotel Metropol, Hauptquartier der Gestapo, gebracht. Als Vermögensverwalter des Adels soll er dem dortigen Gestapo-Leiter Böhm (Albrecht Schuch) Zugang zu Konten ermöglichen. Doch Bartok weigert sich. Er ist fest entschlossen, den Nationalsozialisten keinen Pfennig zu überlassen. Doch er weiß auch, dass er diese Standfestigkeit mit seiner psychischen und physischen Gesundheit bezahlen wird. Als Böhm realisiert, dass Bartok auch nach Wochen und Monaten nicht kooperiert, kommt er in Isolationshaft. Hier verzweifelt er zusehends. Das Einzige was ihm bleibt, ist ein stibitztes Schachbuch, das er hütet wie seinen Schatz und das ihn durch die Tage der Tortur begleitet… 

Philipp Stölzls Interpretation der „Schachnovelle“ ist eine imposant gefilmte, herausragend gespielte und dank vieler neuer Impulse zeitlose Adaption eines Klassikers, der beklemmt und dank seiner ungewöhnlichen Erzählweise auch ein Stückweit überrascht – selbst wenn man die Vorlage kennt.


Schachnovelle

Siebenfach für den Deutschen Filmpreis nominiert, erscheint mit Philipp Stölzls SCHACHNOVELLE dieser Tage ein Film in den Kinos, der die Zeitlosigkeit des Stoffes mithilfe neu gesetzter, erzählerische Impulse hervorragend zur Geltung bringt. Mit einem am Rande des Wahnsinns agierenden Oliver Masucci in der Hauptrolle. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Schachnovelle (DE/AUT 2021)

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Everybody’s Talking About Jamie

Ursprünglich für’s Kino geplant, erscheint die gleichnamige Filmadaption des Broadway-Musicals EVERYBODY’S TALKING ABOUT JAMIE nun direkt auf Amazon Prime und entpuppt sich als lebensbejahende, schrille Ode daran, das Anderssein als Normalität zu akzeptieren – ein wenig wie Ryan Murphys „The Prom“. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Everybody’s Talking About Jamie (UK/USA 2021)

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16. September 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 16. September 2021, an dem ein Film startet, auf den scheinbar die ganze Welt gewartet hat. Doch außerhalb der filmzentrischen sozialen Filterblase ist von einem „Dune“-Hype relativ wenig zu spüren. Auch die Vorbestellrate für die ersten Kinoaufführungen hielt sich in Grenzen. Gerade deshalb ist es aber so spannend, zu sehen, wie Denis Villeneuves Adaption des Romans bei der breiten Masse ankommen wird. Und wer keine Lust auf Science-Fiction hat, der bekommt mit „Je suis Karl“ einen richtig starken, brandaktuellen Film präsentiert. Oder eben „Saw: Spiral“… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Übrigens: Das erste Mal in „Wessels‘ Weekly“-Zeiten gibt es diese Woche keinen Heimkinotipp. Es startet einfach nichts… Ich wünsche Euch natürlich trotzdem viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JE SUIS KARL | Regie: Christian Schwochow  | DE/CZE 2021

Irgendwo in Berlin. Nicht irgendwann – heute. Ein Paket im Flur. Alex (Milan Peschel) ist Ehemann und Vater dreier Kinder. Er vergisst den Wein im Auto. Und wird anschließend durch eine verheerende Explosion aus der Routine seines Alltags gerissen. Er findet im Taumeln danach seinen Halt nicht wieder. Maxi (Luna Wedler) ist seine Tochter und eine kraftvolle junge Frau, die losgeht, in das, was Leben heißt. Die sich ihr Abnabeln anders vorgestellt hat, wütend wird und Fragen stellt. Der charismatische Karl (Jannis Niewöhner) ist längst losgegangen und scheint die Antworten zu haben, die Maxi noch sucht. Er fängt Maxi ab und auf. Kennt ihre Wut und das Ventil. Ist resolut, blitzgescheit und verführerisch tanzt er mit ihr auf des Messers Schneide. Als Teil einer Bewegung. Heute in Berlin. Morgen in Prag. Bald in Strasbourg – in ganz Europa. Es ist eine Machtergreifung.

Christian Schwochows „Je suis Charlie“ ist in seiner direkten Darstellung der Methoden Neuer Rechter nicht gerade ein subtiler und damit längst kein kontroverser Film. Doch durch die Erzählperspektive der von Luna Wedler herausragend gespielten Maxi gibt er einen umso deutlicheren Einblick in eine neue Form des Radikalen.


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