Zehn Filme, die mich im 1. Quartal 2018 genervt haben

Zum Ende eines jeden Monats veröffentliche ich in den sozialen Netzwerken meine fünf ganz persönlichen Lieblingsfilme sowie meine Flops der vergangenen Wochen. Um diese Filme in Zukunft ein wenig mehr zu würdigen, oder zu erklären, weshalb mir Film XY eben so gar nicht gefallen hat, präsentiere ich in meiner ZEHN FILME-Rubrik nun nochmal meine zehn Lieblings- und Hassfilme des vergangenen Quartals inklusive Trailer, in der Hoffnung, Ahnungslosen einen kleine Orientierung zu geben, was man im Kino auf keinen Fall verpassen sollte und was man getrost links liegen lassen darf. Gern seid Ihr unterhalb des Postings dazu aufgefordert, Eure Lieblings- und Hassfilme der vergangenen drei Monate zu veröffentlichen. Viel Spaß!

Platz 10: DIE SCH’TIS IN PARIS by Dany Boon

Ich mache das nicht mit Absicht! Aber langsam glaube ich, es muss irgendwas zu bedeuten haben, dass Dany Boon mit jedem seiner Filme kontinuierlich in meinen Flops landet. Ich habe nichts gegen den Franzosen, ich finde ihn auch in Interviews und Behind-the-Scenes-Ausschnitten sympathisch, aber wenn er nun mal ausschließlich irgendwelche albernen Blödelkomödien macht, dann kann ich da nichts für. Mir reicht nicht, was er auch in der Quasi-Fortsetzung der beliebten Mundart-Komödie „Willkommen bei den Sch’tis“ abliefert, denn letztlich ist DIE SCH’TIS IN PARIS einfach nur eine x-beliebige Geschichte über einen Mann, der sein Gedächtnis verliert. Der einzige Bezug zum erfolgreichen Vorgänger ist der Dialekt, den die Figuren hier sprechen. Und auch der ist im zweiten Anlauf nur noch mäßig komisch.

Platz 9: LUNA by Khaled Kaissar

Weiter geht’s in meinen Flop 10 des ersten Quartals mit einem Film, zu dem man erst einmal sagen muss, dass es gut ist, dass es ihn gibt. Immerhin ist LUNA ein deutscher Actionthriller und aus diesem Genre schaffen es nicht viele Beiträge in die Kinos. Leider ist „Luna“ aber auch ein gutes Beispiel dafür, warum das so ist, denn Regisseur Khaled Kaissar erzählt einfach nur einen x-beliebigen, alles andere als glaubwürdigen Böse-jagt-Gut-Plot fernab jedweder Originalität. Das ist keine Vollkatastrophe, aber weshalb sollte man sich etwas im Kino anschauen, was man so schon dutzendfach besser zu sehen bekam?

Platz 8: INSIDIOUS – THE LAST KEY by Adam Robitel

Sie gibt einfach keine Ruhe! Die „Insidious“-Reihe ist nicht totzukriegen und suchte die deutschen Kinos dieses Jahr bereits zum vierten Mal heim. Das Ergebnis: INSIDIOUS – THE LAST KEY brachte mit seinen vorhersehbaren Jumpscares und seiner langweiligen Geschichte nicht einmal mein Blut in Wallung, obwohl ich für Horrorfilme und Schockeffekte eigentlich sehr empfänglich bin. Und die besten Szenen schafften es noch nicht einmal vom Trailer in den fertigen Film. Hier darf dann gut und gerne Schluss sein!

Platz 7: LUX – KRIEGER DES LICHTS by Daniel Wild

Mit der deutschen Mediensatire LUX – KRIEGER DES LICHTS ist das so eine Sache: Ich erkenne die Intention der Macher hinter dem Film, finde den Ansatz gut, entdecke viele treffsichere Beobachtungen der Gesellschaft, auch die Darsteller machen allesamt einen mehr als soliden Job. Aber da es hier ja um meine ganz subjektive Meinung geht, muss ich auch sagen: Mich persönlich hat der Film nicht bekommen. Ich empfand ihn als zäh, dröge und letztlich doch ein wenig zu zahm, zumal er im Schlussakt ein paar Wege geht, die ich so nicht ganz nachvollziehen kann. In die Jahresflops sollte der Film es nicht schaffen, ihn für die ersten drei Monate wegzulassen, wäre aber auch nicht richtig gewesen.

Platz 6: MEIN FREUND, DIE GIRAFFE by Barbara Bredero

Vom Start der niederländischen Kinderkomödie MEIN FREUND, DIE GIRAFFE hat vermutlich kaum einer Wind bekommen. Und wenn man sich den Trailer so anschaut, ist das auch kein Wunder, denn wenn es etwas an dem Abenteuer über einen kleinen Jungen und eine sprechende Giraffe auszusetzen gibt, dann die unterirdische deutsche Synchro. Vermutlich hätte ich darüber noch hinwegsehen können, denn Kinder dürften sich daran nur wenig stören und auch ich fand den Film letztlich nicht derart nervig, dass ich ihn als Flopkandidat auf dem Zettel hatte. Aber dann musste ich mich dem Verleih gegenüber für meine Kritik rechtfertigen, während man mir im selben Atemzug für das Geschriebene Recht gab. Das hat mir diesen Film dann doch madiger gemacht, als er ist…

Platz 5: INSIDE by Miguel Ángel Vivas

Remakes, die die Welt nicht braucht: Ich bin nicht der größte Fan des französischen Terrorfilms „L’Interieur“, erkenne aber seinen Stellenwert im Genre und würde ihm diesen nie absprechen wollen. Was ich aber überhaupt nicht leiden kann, ist es, wenn derartige Filme der breiten Masse angepasst werden, so geschehen im Fall von INSIDE. Hierbei handelt es sich um ein weichgespültes Horrorfilmchen, das die Vorzüge der Vorlage nicht begriffen hat. Am Ende liefern sich die Gute und die Böse auch noch einen waschechten Bitchfight inklusive „cooler“ One-Liner und einer wilden Verfolgungsjagd. Muss man echt nicht sehen – und bekommt man hierzulande erstmal wohl auch nicht.

Platz 4: FÜHLEN SIE SICH MANCHMAL AUSGEBRANNT UND LEER? by Lola Randl

Bei manchen Filmen habe ich das Gefühl, meine Hände werden schwer. Wie im Falle der Romantikomödie (?) FÜHLEN SIE SICH MANCHMAL AUSGEBRANNT UND LEER?, über die ich eigentlich kein weiteres Wort mehr verlieren will. Der Film ist nicht die absolute Vollkatastrophe, geschweige denn, dass er irgendwie verwerflich oder moralisch grenzwertig wäre. Er ist einfach nur vollkommen unlustig und das Paradebeispiel für das verkopfte deutsche Anspruchskino, über das sich „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ noch im vergangenen Jahr so vortrefflich lustig gemacht hat.

Platz 3: DIE BIENE MAJA: DIE HONIGSPIELE by Noel Cleary & Sergio Delfino 

Ich meckere selten aus Trotz oder Prinzip. Auch der Biene Maja habe ich vor einigen Jahren eine Chance gegeben, als man meinte, sie ganz neu in 3D animieren zu müssen. Doch während ihrem ersten CGI-Kinofilm nur der Charme der Zeichentrickvorlage fehlte, ist DIE BIENE MAJA – DIE HONIGSPIELE mit einer hysterischen Maja und seiner Brechstangen-Botschaft, die im Minutentakt auf die jungen Zuschauer niedersaust, einfach nur nervig und ätzend. Da ist der „supercoole“ Abspannsong, der mal eben das allseits bekannte „Biene Maja“-Titellied ersetzt, nur das geringste Problem.

Platz 2: CRIMINAL SQUAD by Christian Gudegast

Natürlich müssen Filmfiguren nicht sympathisch sein, um sich gern mit ihn zu befassen. Aber so etwas wie Interesse sollten sie schon auslösen. Und wie ich es bereits in meiner Kritik zum Actionthriller CRIMINAL SQUAD geschrieben habe, ist genau das das Problem. Gerard Butler und seine Kumpanen sind allesamt dermaßen in ihren eindimensional-ätzenden Klischeerollen gefangen, dass ich überhaupt keine Lust habe, mich näher mit ihnen und ihrer Gesinnung auseinanderzusetzen. Und inszenatorisch ist Christian Gudegasts Arbeit auch nur die B-Movie-Version solcher Genrebeiträge wie „Sicario“ oder „True Detective“.

Platz 1: HILFE, ICH HAB MEINE ELTERN GESCHRUMPFT! by Tim Trageser

Warum müssen deutsche Kinderfilme immer so entsetzlich bieder sein? Die Antwort darauf kennt offenbar auch Tim Trageser nicht, sonst würde er in seiner Familienkomödie HILFE, ICH HAB MEINE ELTERN GESCHRUMPFT! ja irgendetwas anders machen, als viele seiner Kollegen. Die Story verläuft langweilig geradlinig, die Schauspieler lesen Texte ab, anstatt miteinander zu interagieren und die hippe Jugendsprache ist einfach nur peinlich. Keine der Figuren agiert so, wie man in den verschiedenen Situationen im echten Leben agieren oder sprechen würde. Ist man älter als zehn Jahre, wird das Filmerlebnis ganz schön unangenehm.

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