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Verlosung: How To Be Single

Regisseur Christian Ditter ist mit seiner starbesetzten Romantic Comedy HOW TO BE SINGLE endlich in Hollywood angekommen. Doch auf den zweiten Blick ist sein Film gar nicht mehr so romantisch, wie man es sich angesichts der Geschichte vielleicht vorstellt. Und das ist auch gut so! Zum DVD- und Blu-ray-Start am 4. August verlose ich in Kooperation mit Warner Bros. Home Entertainment zweimal die DVD zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen der Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting. 

Wie soll man sich als Single verhalten? Man kann es richtig machen, man kann es falsch machen … und man kann es wie Alice (Dakota Johnson). Und Robin (Rebel Wilson). Lucy (Alison Brie). Meg (Leslie Mann). Tom (Anders Holm). David (Damon Wayans Jr.). In New York City gibt es Tausende einsamer Herzen, die sich nach dem richtigen Partner sehnen – für die große Liebe, für eine Nacht oder irgendwas dazwischen. Was all diese Unverheirateten zwischen den anzüglichen SMS und One-Night-Stands gemeinsam haben: In einer Welt, die von ständig wechselnden Definitionen des Begriffs Liebe geprägt ist, müssen sie lernen, wie man sich als Single verhält. Noch nie hat der Beischlaf in der Stadt, die niemals schläft, derart viel Spaß gemacht.

Ein abwechslungsreicher Cast, eine bodenständige Message und ein visueller Augenschmaus: „How To Be Single“ ist eine überraschend realistische Auseinandersetzung mit dem Leben als Single in der „Generation Beziehungsunfähig“.

How To Be Single

Ihr wollt Euch „How To Be Single“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn!

Nach Teilnahmeschluss am 21. August 2016 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Nach Abschluss der Verlosung werden alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Zehn Filme, deren Start ich kaum erwarten kann

Das Filmjahr 2016 hat schon über die Hälfte seiner Laufzeit hinter sich gebracht, da ist es doch mal an der Zeit, zu schauen, was uns im zweiten Abschnitt (und darüber hinaus) für Filmperlen erwarten. Ich habe mir die Kinostarts der kommenden Wochen und Monate einmal genauer angeschaut und mir die zehn, bislang ungesehenen, Produktionen herausgesucht, deren Veröffentlichung ich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr erwarten kann. Bevor ich Euch „Viel Spaß!“ wünsche, kommen noch schnell ein paar Filme, auf die ich ebenfalls äußerst gespannt bin. Darunter fallen Fatih Akins Romanverfilmung TSCHICK, die im Trailer sehr freiheitsliebend und charmant erscheint, das Regiedebüt von Caroline Herfurth SMS FÜR DICH, das sich in der Vorschau überraschend ehrlich gibt und trotzdem eine sehenswert romantische Ader haben dürfte, ich bin gespannt, was Sony mit meinem Teenie-Idol WENDY anstellt und auch der „The Place Beyond The Pines“-Nachfolger THE LIGHT BETWEEN OCEANS kann einfach nicht schnell genug kommen. In Sachen Marvel blicke ich optimistisch auf DOCTOR STRANGE und zu guter Letzt bin ich interessiert, zu sehen, wie WAR DOGS abschneiden wird. Miles Teller und Jonah Hill gemeinsam in einer Kriegsposse – das kann eigentlich nur cool werden. Jetzt aber wirklich: Viel Spaß!

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Das startet am 11. August 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 11. August, dessen größter Start ein Teil der deutschen Presse (und damit unter anderem mir) noch nicht gezeigt wurde: „Jason Bourne“. Der insgesamt fünfte Teil der Spy-Reihe trumpft damit auf, dass nach dem Gastspiel von Jeremy Renner nun Matt Damon wieder mit an Bord des von Paul Greengrass inszenierten Franchises ist. Erste Kritiken sind weitestgehend wohlwollend, die Trailer können bislang nur wenig Aufschluss darüber geben, was uns hier erwartet. Man darf gespannt sein. Des Weiteren startet der zweite Teil der auf Kids und Teens mit ADHS zugeschnittenen „Teenage Mutant Ninja Turtles“-Reihe, eine sympathisches aber doch weitestgehend seichtes Schriftsteller-Biopic, der dritte Eberhofer-Krimi und ein weiterer Teilnehmer am inoffiziellen Kinokampf um die Krone für den „besten französischen Film des Jahres“. Der hier wird es wohl eher nicht werden… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

GENIUS | Regie: Michael Grandage | UK/USA 2016

Genius

Für Lektor Maxwell Perkins ist klar, was einen grandiosen Roman ausmacht: Im New York der 1920er Jahre nimmt er gegen alle Widerstände seines Verlagshauses „Scribner’s Sons“ noch unbekannte aber höchst talentierte Autoren wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald erstmals unter Vertrag. Als der junge Thomas Wolfe mit einer losen, tausendseitigen Blättersammlung in Perkins‘ Büro auftaucht, sagt ihm sein Instinkt sofort: Hinter diesem Chaos verbirgt sich ein literarisches Genie! Perkins versucht, die überschäumenden Texte des exzentrischen Künstlers zu bändigen, Lektor und Autor kämpfen um jede Formulierung. Es entsteht eine Freundschaft, die sowohl Wolfes Geliebte, als auch Perkins‘ Ehefrau eifersüchtig macht und ihre Geduld strapaziert. 3 von 5

„Genius“ entwickelt sich von einem spritzigen Gefecht zwischen Autor und Lektor zu einem weitestgehend standardisierten Künstlerporträt, das technisch gefällt, mit guten Darstellern überzeugen kann, dem aber das Besondere fehlt.


TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES 2 | Regie: Dave Green | USA/HKG/CHN/CAN 2016

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows

Die coole Heldentruppe um Leonardo und seine Brüder Raphael , Michelangelo und Donatello muss sich erneut dem Kampf gegen das Böse stellen: Erzfeind Shredder (Brian Tee) hetzt den Kult-Schildkröten seine Kampfmutanten Bebop (Gary Anthony Williams) und Rocksteady (Stephen Farrelly) auf den Panzer. Während sich die Turtles in Topform bringen, um es mit Shredder und seiner neuen Gang aufnehmen zu können, stehen sie plötzlich und ohne Vorwarnung einem viel bösartigeren Gegner gegenüber: dem berühmt-berüchtigten Krang. Doch die vier grünen Helden bekommen Unterstützung von Casey Jones (Stephen Amell), den nur ein Lächeln von April O’Neil (Megan Fox) in die Knie zwingen kann. Mit vereinter Turtles-Power schicken sich die sechs an, ihre Gegner mächtig aufzumischen. 2 von 5

Regisseur Dave Green hat gut daran getan, die Kritik zum Vorgänger aufzugreifen und „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ selbstironischer zu gestalten. Trotzdem ist seine neueste Regiearbeit ein weitestgehend liebloser Popcorn-Blockbuster von der Stange, bei dem die Effekte überzeugen, alles andere dagegen nicht.


WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA | Regie: Eric Lavaine | FR 2016

Willkommen+im+Hotel+Mama

Die temperamentvolle Jacqueline Mazerin genießt ihr komfortables Leben als Witwe im Ruhestand. Seit Jahren führt die dreifache Mutter eine glückliche Liebesbeziehung mit ihrem Nachbarn Jean, die sie bisher jedoch vor ihren Kindern geheim gehalten hat. Als ihre 40-jährige Tochter Stéphanie von heute auf morgen Job und Wohnung verliert, nimmt sie Stéphanie wieder bei sich auf. Allerdings wirbelt das liebe Töchterlein nicht nur gehörig ihren sonst so ruhigen Alltag durcheinander, sondern sie macht es Jacqueline auch noch extrem schwierig, sich weiterhin unbemerkt mit ihrem Liebhaber zu treffen. Da ist reichlich Einfallsreichtum gefragt, um den unangenehmen Fragen ihrer Tochter aus dem Weg zu gehen, aber dennoch kann sie nicht verhindern, dass es durch ihre nächtlichen Eskapaden für wilde Spekulationen sorgen. 2 von 5

„Willkommen im Hotel Mama“ ist eine Aneinanderreihung von albernen Einzelszenen, die im Kontext – eine anstrengende Familie ist zu blöd, sich an einen Tisch zu setzen und einfach mal miteinander zu reden – nicht etwa amüsant, sondern anstrengend wirken.


JASON BOURNE |  Regie: Paul Greengrass |  USA 2016

Jason Bourne

Jason Bourne lebt verborgen im Untergrund. Als seine alte Verbündete Nicky Parsons (Julia Stiles) ins Visier der CIA gerät, taucht Bourne wieder auf, um ihr zu helfen. Mit neuen Informationen zu seiner Vergangenheit konfrontiert, wird dem ehemaligen Top-Spion der CIA bald klar, dass er sich in akuter Lebensgefahr befindet. Denn die CIA hat nicht nur ihre beste Cyber-Spezialistin Heather Lee (Alicia Vikander) auf ihn angesetzt, sondern auch einen Spezialagenten (Vincent Cassel), der vor nichts zurückzuschrecken scheint. Die halsbrecherische Flucht vor seinen Gegnern und die Suche nach Vergeltung verschlagen ihn durch ganz Europa und die halbe Welt. Meist mit nicht mehr als seinen bloßen Händen bewaffnet, sieht er einer globalen Verschwörung entgegen. Wem kann Bourne trauen – außer sich selbst? 2 von 5

„Jason Bourne“ hat handwerklich toll in Szene gesetzte Actionszenen zu bieten, die von Kamera und Schnitt jedoch ruiniert werden. Erzählerisch hat dieser fünfte Teil der „Bourne“-Reihe nicht bloß keinerlei Auswirkungen auf die titelgebende Hauptfigur, am Ende ist auch der Zuschauer genau so schlau wie vorher. Und die einzigen interessanten Charaktere werden verheizt.


SCHWEINSKOPF AL DENTE  |  Regie: Ed Herzog | DE 2016

Schweinskopf al dente

Dorfpolizist Franz Eberhofer kommt nicht zur Ruhe. Irgendwas ist ja immer los, selbst in der tiefsten bayerischen Provinz Niederkaltenkirchens, wo Eberhofer seinen Beruf als Gesetzeshüter mit der ihm eigenen bajuwarischen Entspanntheit ausübt. Damit ist es aber schlagartig vorbei: Franz’ On-Off-Freundin Susi hat ihn kurzerhand verlassen, um mit ihrem italienischen Verehrer in seiner Pizzeria am Gardasee neu durchzustarten. Denn der Franz ist ja nicht bereit zu einem Bekenntnis. Zudem ist da noch die unangenehme Sache mit dem Küstner, einem entflohenen Psychopathen, der auf Rache sinnt. Ganz oben auf seiner Liste: Franz’ Vorgesetzter Moratschek, der die Panik kriegt, als er nachts einen blutigen Schweinskopf in seinem Bett vorfindet. Schon befindet sich Franz mittendrin in neuen Ermittlungen… 2 von 5

„Schweinskopf al dente“ liefert wie gewohnt bayerischen Lokalkolorit im Krimi-Gewand, der außer einem schillernden Schurken nichts Neues bietet und obendrein darunter leidet, dass die Hauptplot von zu vielen Nebenhandlungssträngen ausgebremst wird. Die Eskapaden aus Niederkaltenkirchen wären in einer halbstündigen Vorabendserie besser aufgehoben.


BARBERSHOP: THE NEXT CUT | Regie: Malcolm D. Lee | USA 2016
Barbershop: The Next Cut

Über zehn Jahre sind vergangen seit unserem letzten Besuch in Calvin’s Barbershop. Calvin (Ice Cube) gibt es immer noch – ebenso wie Eddie (Cedric the Entertainer) und die übrigen langjährigen Mitarbeiter. Doch im Frisörsalon verändert sich einiges. Vor allem hat sich in der einstigen Männerdomäne die Frauenquote durchgesetzt: Die Damen bringen ihre eigene Duftnote mit – von ihrem Hang zu Klatsch und Dramatik ganz zu schweigen. Jedenfalls werden die Jungs immer wieder kräftig aufgemischt. Die Stimmung und die Kameradschaft im Barbershop sind zwar vorbildlich, aber draußen vor der Tür geht es mit dem Viertel rapide bergab. Calvin und sein Team können bald gar nicht mehr anders: Sie müssen alle an einem Strang ziehen, um nicht nur den Salon, sondern den gesamten Stadtteil zu retten.


 Heimkinotipp: 10 CLOVERFIELD LANE | Regie: Dan Trachtenberg | USA 2016

10 Cloverfield Lane

Die junge Frau Michelle (Mary Elizabeth Winstead) erwacht nach einem schweren Unfall in einem unterirdischen Bunker. Alles deutet darauf hin, dass sie entführt wurde. Doch Howard, der Mann, der sie hier unten festhält (John Goodman), behauptet, die Frau vor etwas „da draußen“ beschützen zu wollen. Auch Michelles Mitgefangener Emmett (John Gallagher Jr.) erzählt ihr von so etwas wie einem Blackout, doch nach und nach entwickeln die beiden Zweifel daran, dass an Howards Geschichte tatsächlich etwas dran ist. Schon bald befinden sie sich vor der entscheidenden Frage, auf welcher Seite der Tür sich das wahre Monster befindet. Gelingt es ihnen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden? 4 von 5

„10 Cloverfield Lane“ hat nichts mit seinem Vorgänger zu tun und ist doch so viel besser. Regisseur Dan Trachtenberg gelingt ein mit pfiffigen Wendungen und interessanten Figuren gespickter Thriller, der über die leisen Töne funktioniert und aufgrund der unberechenbaren Ausgangslage nie langweilig wird. Am Finale werden sich die Geister scheiden.

Videoabend: Two Night Stand

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich der US-amerikanischen Romantikkomödie „Two Night Stand“, die seit dem 27. August 2015 auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

Two Night Stand

Megan (Analeigh Tipton) ist mehr als unzufrieden mit ihrem derzeitigen (Liebes-)Leben. Ihr Verlobter hat sie für eine Andere sitzen lassen, trotz eines abgeschlossenen Studiums will ihr einfach kein Job vor die Füße fallen und auch ihr Platz in der WG scheint auf lange Sicht gefährdet. Ihre beste Freundin Faiza (Jessica Szohr), selbst glücklich liiert, überredet sie daraufhin dazu, sich auf einen One-Night-Stand einzulassen und meldet sie auch prompt bei einer entsprechenden Dating-Seite an. Das Experiment läuft auf ein kurzweiliges Techtelmechtel mit Alec (Miles Teller) hinaus, doch dieses verläuft aus Megans Sicht sehr bedauernswert. Als sie schließlich die Wohnung fluchtartig verlassen will, ist über Nacht ganz Manhattan von einem Schneesturm eingedeckt worden. So beschließt Megan, Alec eine zweite Chance zu geben und die beiden lernen sich richtig kennen…

Concorde Home bewirbt ihn so: 

Die Jungstars Miles Teller („The Spectacular Now“, „Project X“) und Analeigh Tipton („Crazy, Stupid, Love“) landen in dieser ungewöhnlichen Liebeskomödie voller amüsanter Dialoge, Witz und entwaffnender Ehrlichkeit gleich zweimal miteinander im Bett.

Kritik

In der kernigen RomCom „Two Night Stand“ ist alles ein wenig anders. Zwar träumen auch hier die Heranwachsenden von der großen Liebe, doch die Hauptfiguren sind nicht einmal ansatzweise so verstrahlt wie es gerade Hollywood in seinen unzähligen Romanzen viel zu oft andeutet. Megan und Alec sind idealistisch, nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und warten nicht auf die berühmte „Liebe auf den ersten Blick“. Doch da mit der Zeit auch dieses Szenario der selbstbewussten Liebsuchenden ein ums andere Mal ausgereizt wurde, geht Regisseur Max Nichols den nächsten Schritt weiter und befasst sich in seinem hierzulande nur im Heimkino erschienenen Regiedebüt damit, was passiert, wenn das Date nicht einmal mehr zum sukzessiven Kennenlernen reicht. In seinen 85 Minuten befasst sich „Two Night Stand“ mit der Funktionalität der Liebe – und nicht etwa mit der Liebe an sich. Das beinhaltet mitunter leidenschaftliche Debatten über richtige Beischlaftechniken sowie über die Illusion des richtigen Lebenspartners und funktioniert gerade deshalb auf so eine authentische Weise, weil nicht nur die Dialoge aus dem Leben gegriffen sind, sondern sich die Darsteller genau in dem richtigen Maße ernst nehmen, dass die ohne Plattitüden auskommende Diskussion den Zuschauer wie selbstverständlich abholt. So erweckt „Two Night Stand“ den Eindruck, hier würden sich echte Menschen über echte Probleme unterhalten – und nicht solche, die nur vorspielen, echte Menschen zu sein.

Obwohl „Two Night Stand“ angenehm geerdet daher kommt, muss das noch lange nicht bedeuten, dass kein Platz zum Feixen bliebe. Dankenswerterweise verzichtet das kernige Drehbuch auf ausschließlich der Pointe wegen in die Szenerie eingebettete Momente; wenn Megan im Zuge geistiger Umnachtung eine Verstopfung der Toilette verursacht, ist das so gezielt im Kontext verankert, dass selbst ein im Anschluss folgender Einbruch bei den Nachbarn den realistischen Rahmen des Films nicht sprengt. Dass Max Nichols gen Ende hin seine Prinzipien der Bodenständigkeit über Bord wirft und sich lieber den ungeschriebenen Gesetzen einer Standard-RomCom unterwirft, ist schade, bleibt aufgrund der leidenschaftlich aufspielenden Newcomer Miles Teller und Analeigh Tipton aber immer noch weitestgehend authentisch. Trotzdem hätte es „Two Night Stand“ gut getan, auch auf der Zielgeraden den bodenständigen Grundton beizubehalten. Doch vielleicht ist das ja auch nur das kecke Bekenntnis zum Optimismus, denn irgendwie hat das Schlussbild eine verdammt ansteckende Wirkung auf den friedliebenden Zuschauer.

TWO NIGHT STAND stammt von Max Nichols, das Skript zum Film schrieb Mark Hammer. Der Cast besteht unter anderem aus Miles Teller, Analeigh Tipton, Jessica Szohr, Scot Mescudi, Berto Colon und anderen. Bei dem Film handelt es sich um eine Romantikkomödie, produziert in den USA aus dem Jahr 2014. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich und ab 12 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 86 Minuten.

Fazit

„Two Night Stand“ schafft es tatsächlich, der klassischen Junge-liebt-Mädchen-Thematik neue Facetten abzugewinnen, indem Max Nichols in seiner unaufgeregten Inszenierung ganz dicht an die Figuren herangeht, Reibungspunkte nicht scheut und mit Ausnahme des ein wenig zu zuckrig geratenen Schlussakts einen angenehmen Konfrontationskurs fährt. Darüber hinaus nimmt das Skript von Mark Hammer kein Blatt vor den Mund und spricht Thematiken an, an die in anderen Teenie-Romanzen nicht einmal gedacht wird. Für hoffnungslose RomantikerInnen mit Hang zur Verklärung ist der grundehrliche „Two Night Stand“ daher nur bedingt geeignet.

Mein Tipp: unbedingt kaufen!

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