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Das startet am 5. Januar 2017

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den ersten Startdonnerstag im neuen Jahr. Nämlich um den 5. Januar. Mit „Passengers“ bringt er dem zahlenden Publikum eine Science-Fiction-Romanze mit Starbesetzung ins Kino, die in den Medien bereits kräftig beworben wird. Es wird interessant sein, zu sehen, wie sehr die Namen Jennifer Lawrence und Chris Pratt hierzulande ziehen werden. Auch für die französische Tragikomödie „Plötzlich Papa“ wird schon kräftig die Werbetrommel gerührt. Und mit Omar Sy in der Hauptrolle hat der Film einen echten Trumpf im Ärmel. Ganz großes Kino kommt indes aus Südkorea. Das erotische Drama „Die Taschendiebin“ ist Augenschmaus und erzählerisches Wohlgefühl in einem.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE TASCHENDIEBIN | Regie: Chan-wook Park | KOR 2016

Die Taschendiebin

Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee, ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt.
4 von 5

Chan-wook Parks „Die Taschendiebin“ ist ein komplex-verschachtelt erzähltes, hochspannendes und ebenso erotisches Verwirrspiel um Liebe, Begehren und das Entkommen aus gesellschaftlichen Zwängen. Trotz einiger Längen ist das betörend schön gefilmte Drama schon jetzt ein Highlight des Kinojahres 2017.


PLÖTZLICH PAPA | Regie: Hugo Gélin | FR 2016
Plötzlich Papa

Samuel (Omar Sy) lebt in Südfrankreich und genießt sein Single-Leben in vollen Zügen. Jeden Tag Sonne, Strand und Spaß – und bloß keine Verpflichtungen, bitte! Eines Tages jedoch taucht Kristin (Clémence Poésy) bei ihm auf, eine verflossene Liebschaft, mit einer süßen Überraschung im Arm: Gloria, seine Tochter, von deren Existenz er bislang nichts wusste. Ehe Samuel sich versieht, ist Kristin auch schon wieder verschwunden, hat Gloria allerdings bei ihm zurückgelassen. Er soll sich allein um dieses Kind kümmern? No way! Panisch reist Samuel Kristin nach London hinterher, um sie zu suchen – aber ohne Erfolg. Acht Jahre später: Samuel und Gloria (Gloria Colston) leben in London und sind längst unzertrennlich. Dank seiner Tochter ist Samuel erwachsen geworden und macht als Stuntman Karriere. Doch da taucht Kristin erneut auf und fordert ihr Kind zurück… 3 von 5

„Plötzlich Papa“ beginnt als heitere Komödie und mündet in ein herbes Drama. Zusammen gehalten wird diese inszenatorische Gratwanderung von Omar Sy und dem Rest des Ensembles, wenngleich manche erzählerischen Verwicklungen ein wenig zu bemüht wirken, um ehrlich zu Herzen zu gehen.


PASSENGERS |  Regie: Morten Tyldum | USA 2016
Passengers

Aurora (Jennifer Lawrence) und Jim (Chris Pratt) sind zwei Passagiere an Bord eines Raumschiffs namens Avalon, das sie zu einem neuen Leben auf einem anderen Planeten bringen soll. Doch ihre Reise nimmt plötzlich eine lebensbedrohliche Wendung. Denn die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie ihr Ziel erreicht haben werden. Während Jim und Aurora versuchen, hinter das Geheimnis dieser Fehlfunktion zu kommen, fühlen sie sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Doch dann werden sie von dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Raumschiffs bedroht und entdecken den wahren Grund, warum sie aufgewacht sind. Können sie unter diesen schwierigen Bedingungen überleben?
3 von 5

„Passengers“ beginnt als klassische Liebesgeschichte, schlägt allerdings irgendwann den Weg durchschnittlicher Blockbuster-Action ein und bleibt bis zuletzt konsequent inkonsequent. Trotz starker Schauspielleistungen und einem pompösen Set-Design ist es aber vor allem die fragwürdige Moral hinter der Geschichte, dank derer der Film nicht über das Prädikat „Durchschnitt“ hinaus kommt.


FEUERWEHRMANN SAM – ACHTUNG AUßERIRDISCHE! |  Regie: Gary Andrews | UK 2016

Feuerwehrmann Sam - Achtung Außerirdische!

Die Bewohner von Pontypandy sind in Aufruhr: Nachdem Norman Price von der Sichtung einer fliegenden Untertasse erzählt, taucht Buck Douglas, der berühmte Alienforscher, in der Stadt auf und gibt Tipps, wie sich die Außerirdischen am besten entdecken lassen. Plötzlich begeben sich alle auf die Suche nach den Außerirdischen. Die Unvorsichtigkeit der Abenteurer sorgt für so manches Unglück. Doch Feuerwehrmann Sam ist natürlich zur Stelle: Mit der Hilfe des neuen Bergrettungszentrums und dem neuen Einsatzhubschrauber „Wallaby 2“ kann er den Verunglückten helfen. Am liebsten würde Sam dem Spuk sofort ein Ende bereiten und so weitere Unfälle verhindern. Doch Norman und seine Detektivfreunde finden schließlich eine Spur der Besucher aus dem Weltraum. Aber ihr Fund bringt sie in große Gefahr. 1 von 5

Das zweite, auf der gleichnamigen, walisischen Kinderserie basierende Kinoabenteuer rund um „Feuerwehrmann Sam“ ist im Anbetracht seines rudimentären Nintendo-64-Designs und der spannungsarmen Story wohl nur noch ein Fall für Hardcore-Fans.


DER GLÜCKLICHSTE TAG IM LEBEN DES OLLI MÄKI|Regie: Juho Kuosmanen|FIN/SWE/DE 2016
Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki

Finnland 1962: Olli Mäki hat die einmalige Chance, Boxweltmeister zu werden. Als erster Finne überhaupt kämpft er im Federgewicht um den Titel. Helsinki und ganz Finnland warten auf Ollis großen Sieg, aber der hat was ganz anderes im Kopf: Er hat gerade die Liebe seines Lebens getroffen…

„Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“ ist ein romantischer Film gespickt mit feinem Humor über eine wahre, in Finnland sehr bekannte Geschichte, herzerwärmend, voll schöner Melancholie und Menschlichkeit. Juho Kuosmanen erzählt in der Tradition der großen finnischen Melancholiker wie Aki Kaurismäki und ergänzt in seinem Spielfilmdebüt die typisch lakonische Schrulligkeit um einen erfrischenden, zutiefst menschlichen Optimismus.


Heimkinotipp: GENIUS |  Regie: Michael Grandage | UK/USA 2016

Genius

Für Lektor Maxwell Perkins ist klar, was einen grandiosen Roman ausmacht: Im New York der 1920er Jahre nimmt er gegen alle Widerstände seines Verlagshauses „Scribner’s Sons“ noch unbekannte aber höchst talentierte Autoren wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald erstmals unter Vertrag. Als der junge Thomas Wolfe mit einer losen, tausendseitigen Blättersammlung in Perkins‘ Büro auftaucht, sagt ihm sein Instinkt sofort: Hinter diesem Chaos verbirgt sich ein literarisches Genie! Perkins versucht, die überschäumenden Texte des exzentrischen Künstlers zu bändigen, Lektor und Autor kämpfen um jede Formulierung. Es entsteht eine Freundschaft, die sowohl Wolfes Geliebte, als auch Perkins‘ Ehefrau eifersüchtig macht und ihre Geduld strapaziert. 3 von 5

„Genius“ entwickelt sich von einem spritzigen Gefecht zwischen Autor und Lektor zu einem weitestgehend standardisierten Künstlerporträt, das technisch gefällt, mit guten Darstellern überzeugen kann, dem aber das Besondere fehlt.

2016 – Die Plätze 10 bis 1

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde ich mit den Top 10 meiner Lieblingsfilme 2016 nun endgültig mit dem vergangenen Jahr abschließen. Ein kurzes Abschlussfazit: Ich bin mit den vergangenen zwölf Monaten sehr zufrieden. Es gab wenig Filme, die mich wirklich richtig genervt, angekotzt oder angewidert haben. Stattdessen konnte ich einem Großteil der gestarteten Produktionen tatsächlich wenigstens Kleinigkeiten abgewinnen. Leider geht der Trend zur Verallgemeinerung: Entweder ist etwas supertoll oder ganz, ganz mies. Darüber vergisst manch einer gern das Mittelfeld, dem sich gerade in diesem Jahr ein Großteil der Filme zuordnen lässt. Einen Großteil der Hypes habe ich nicht verstanden – weder positiv, noch negativ. Von den diesjährigen Oscars ist mir nicht der große Gewinner „Spotlight“, sondern in erster Linie „The Revenant“ in Erinnerung geblieben. Es war das Jahr der Alicia Vikander, der Maren Ade und des Animationsfilms. Und der Sequels, die erst Jahre bis Jahrzehnte nach dem letzten Teil auf den Markt gekommen sind. Nun aber genug in der Vergangenheit geschwelgt – Zeit, für die letzten ehrenwerten Nennungen:

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2016 – Die Plätze 20 bis 11

Vor einigen Tagen eröffnete ich an dieser Stelle meine Jahrescharts 2016. Was sich auf den Plätzen 40 bis 31 sowie 30 bis 21 findet, könnt ihr in den jeweiligen Blog-Beiträgen nachlesen. Um Euch nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun mit den nächsten zehn Platzierungen weiter. Vorab jedoch ein bisschen Statistik: Ich habe vom 01. Januar bis zum 31. 12. 2016 exakt 255 Kinovorstellungen besucht. Dabei habe ich 226 verschiedene Filme gesehen. 25 mal besuchte ich reguläre Vorführungen, 230 mal waren diese ausschließlich für die Presse. Und 24 Filme habe ich im Kino verpasst und mussten von mir auf DVD oder via Pressestream/-screener nachgeholt werden. Für meine Top 40 zur Auswahl standen insgesamt also 250 verschiedene Kinofilme.

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