Monatsarchive: Juni 2020

Das startet am 11. Juni 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 11. Juni. Und es ist die vermutlich kürzester Kinovorschau aller Zeiten, denn außer der tschechisch-deutschen Koproduktion „Nationalstraße“ startet dieser Tage nichts in den deutschen Lichtspielhäusern. Dafür gibt’s im Heimkino einige interessante Neuheiten. Unter anderem der Oscar-Kandidaten „Little Women“. Nächste Woche wird’s dann wieder spannender, versprochen!

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

NATIONALSTRASSE | Regie: Štěpán Altrichter  | CZE/DE 2019

Er ist ein Kind der Vorstadt und die Faust sitzt ihm locker. Seine Klappe ist gigantisch und sein Spitzname ist nicht ironisch gemeint: Vandam. Vandam hat seine Neubau-Siedlung nie verlassen und darauf ist er stolz. Sein Leben scheint ein bisschen aus der Zeit gefallen – doch globale Entwicklungen halten sich nicht an Stadtgrenzen. Immobilien-Haie haben es auf seine Lieblingskneipe abgesehen. Auf sein Revier, seine Heimat, sein Zuhause. Jetzt soll die Kneipe abgerissen und das Grundstück neu bebaut werden. Aber das ist noch nicht alles: Die Kneipe gehört der Frau, die er liebt. Irgendwie. Heimlich. Lucka heißt sie. Lucka und die Kneipe sind wie ein Licht im Dunkeln. Aber ein Krieger ist ein Krieger und kämpft für das, was ihm heilig ist. Also zieht Vandam breitbeinig in die Schlacht. Er bedroht den neuen Besitzer des Grundstücks, pöbelt in dessen Firmenzentrale herum und bittet am Ende sogar seinen neureichen Bruder um Hilfe…

Eine Milieustudie aus der tschechischen Arbeiterschicht – wirklich Neues hat Regisseur und Autor Štěpán Altrichter seiner Geschichte über einen innerlich zerrissenen Straßenrowdy nicht hinzuzufügen. Begeistern tut indes Hynek Cermák. Seine Performance ist preisverdächtig.


Heimkinotipp: LITTLE WOMEN | Regie: Greta Gerwig | USA 2019

Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die hochtalentierte Nachwuchsschriftstellerin Jo March bietet ihr Skript zu einem Roman namens „Little Women“ einem Verlag an. Dort ist man skeptisch. Die Autorin verzichtet darauf, ihre Heldin am Ende der Geschichte zu verheiraten. Doch diese Entscheidung hat einen Grund. Die in dem Roman geschilderten Ereignisse entstammen Jos Erfahrungen in ihrer Familie. Aufgewachsen mit drei Schwestern, Meg, Amy und Beth, versucht March, der für sie vorgeschriebenen Rolle der Frau als Gattin und Mutter zu entfliehen. Auch ihre Geschwister versuchen, ihr Leben selbstbestimmt und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, was bedeutet, das einige von ihnen große gesellschaftliche Hindernisse überwinden müssen. Doch das ist leichter, als gedacht. Erst recht, wenn Männer ins Spiel kommen…

Mit ihrer ganz eigenen Interpretation des Literaturklassikers „Little Women“ gelingt „Lady Bird“-Regisseurin Greta Gerwig eine von vier Hauptdarstellerinnen toll gespielte, smarte sowie gefühlvolle Dramaadaption, die ihre Vorlage voller Bedacht umarrangiert. Ein noch heut hochaktueller, sich nie angestaubt anfühlender und bravourös ausgestatteter Film.

Die schönsten Jahre eines Lebens

Im dritten und nunmehr letzten Teil der „Ein Mann und eine Frau“-Trilogie blickt Regisseur Claude Lelouch noch einmal auf das Leben der unglücklich verliebten Anne und ihrem einstigen Liebhaber Jean-Louis. Doch wer bisher keine Berührungspunkte mit den Filmen hatte, wird auch durch DIE SCHÖNSTEN JAHRE EINES LEBENS kaum Interesse dafür aufbringen. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Les plus belles années d’une vie (FR 2019)

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Verlosung: Bombshell

In BOMBSHELL – DAS ENDE DES SCHWEIGENS verhandelt Regisseur Jay Roach den Skandal um sexuelle Belästigung beim Fox News Channel. Im Zentrum stehen drei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit den Anschuldigungen umgehen.  Ab dem 4. Juni ist dieser wichtige Film auch fürs Heimkino erhältlich. Aus diesem Anlass verlosen wir in Kooperation mit Eurovideo Medien einmal die DVD und einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Megyn Kelly (Charlize Theron) ist das Aushängeschild von Fox News: blond, attraktiv, sexy. Schöne Beine sind bei dem konservativen Nachrichtensender gefragter als investigativer Journalismus und unbequeme Fragen. Als sich die Starmoderatorin vor laufenden Kameras mit Präsidentschaftsbewerber Donald Trump anlegt, hat sie keine Rückendeckung von oben zu erwarten: Senderchef Roger Ailes (John Lithgow) ist mit Trump befreundet, außerdem beschert der Krawallkandidat Fox News Topquoten – so auch mit seiner sexistischen Twitter-Kampagne gegen Megyn. Ihre gestandene Kollegin Gretchen Carlson (Nicole Kidman) weigert sich, noch länger die „TV-Barbie“ zu geben. Daraufhin wird ihr Vertrag „wegen enttäuschender Einschaltquoten“ nicht verlängert – während die ehrgeizige Redakteurin Kayla Pospisil (Margot Robbie) nach einem Meeting hinter Roger Ailes‘ verschlossener Bürotür aufsteigt… Als Gretchen ihren langjährigen Boss wegen sexueller Belästigung verklagt, formiert sich bei Fox News sofort „Team Roger“. Nur Megyn bleibt verdächtig neutral, auch Kayla schweigt. Aber wie lange noch?

Adam McKay light: „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ seziert den 2016 stattgefundenen Missbrauchsskandal rund um Fox-News-Channel-Boss Roger Ailes als starkes Porträt dreier den Ereignissen unterschiedlich gegenüber stehenden Moderatorinnen, das einen umfangreichen Einblick in die Senderabläufe und die späteren Ermittlungen bietet. Stark gespielt, kurzweilig inszeniert und mit der notwendigen Portion Boshaftigkeit.

Ihr wollt ihn Euch „Bombshell“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 9. Juni 2020 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Der Geburtstag

In seinem neuen Film DER GEBURTSTAG erzählt Regisseur und Drehbuchautor Carlos Andés Morelli von einer verhängnisvollen Nacht. Gefilmt in betörend schönen Schwarz-Weiß-Aufnahmen und inszeniert als mysteriösen Streifzug durch die nächtliche Großstadt. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Der Geburtstag (DE 2019)

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