Schlagwort-Archiv: Serie

Verlosung: The Five

Hierzulande gehört die britische Crime-Serie THE FIVE nicht unbedingt zu den bekanntesten TV-Formaten der letzten Zeit. Sehr fatal, angesichts der Qualität! Um die Geschichte rund um einen vermissten Jungen, dessen DNA 20 Jahre nach dem Verschwinden an einem Mordtatort auftaucht, einem breiteren Publikum bekannt zu machen, verlosen wir in Kooperation mit STUDIOCANAL Home Entertainment je ein Exemplar der DVD und Blu-ray. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Als Kinder sind Mark (Tom Cullen), Pru (Sarah Solemani), Danny (O-T Fagbenle) und Slade (Lee Ingleby) unzertrennlich. Die vier Freunde sind 12 Jahre, als sie im Park spielen und Marks kleiner Bruder Jesse ihnen folgt. Genervt von dem 5-jährigen schicken sie ihn weg, ohne zu ahnen, dass sie ihn nie wieder sehen werden. Jesse rennt weg und taucht nie wieder auf. 20 Jahre später ermittelt Danny, mittlerweile Polizist, in einem Mordfall und bekommt eine schockierende Nachricht: Jesses DNA wurde am Tatort gefunden. Bedeutet das, dass Jesse lebt? Oder treibt da Jemand ein gemeines Spiel mit den Freunden, die sich anlässlich der Nachricht erstmals nach zwei Jahrzehnten wieder treffen?

Es ist der Geheimtipp aus Großbritannien, dessen erste Staffel nun endlich auch fürs Heimkino erschienen ist: „The Five“ erzählt die Geschichte einer Gruppe von Freunden und einem gefährlichen Fehler, aber es geht auch um Mord, um blutige Verbrechen und darum, dass all das irgendwie zusammenhängen könnte. Voller Twists und aufregender Wendungen, ausgestattet mit komplexen Figuren und einer gehörigen Prise bissigem Humor, sind die zehn in sich abgeschlossenen Folgen von „The Five“ ein Muss für jeden Fan anspruchsvoller Crime-Kost abseits lahmer Standardware.

Ihr wollt Euch „The Five“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 25. Februar 2018 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht und ihr habt bei der nächsten Verlosung wieder eine neue Chance, zu gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Videoabend Serienspecial: A Young Doctor’s Notebook

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich der britischen Miniserie „A Young Doctor’s Notebook“, die in zwei Staffeln auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

A Young Doctor's NotebookRussland im Jahr 1917, kurz vor der russischen Revolution: Der junge, engagierte Arzt Dr. Vladimir Bomgard (Daniel Radcliffe) kommt direkt aus seinem Studium an ein Krankenhaus in die Provinz, um seine erste Stelle als Allgemeinmediziner anzutreten. Die Medizin kannte der frische Universitätsabsolvent aus Moskau bislang nur von seiner theoretischen Seite, doch nun muss er sich der harten Realität stellen. Obwohl er der einzige Arzt im Umkreis von vielen Kilometern ist, bleibt Dr. Bomgard jedoch nicht ganz allein. Denn Rat erhält er von seinem Alter Ego aus der Zukunft (Jon Hamm), der sich allerdings nicht mit sarkastischen Bemerkungen über seine Unsicherheiten und Neurosen zurückhält. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Machtspiel, denn wann immer Vladimir in Aussicht gestellt bekommt, was Entscheidungen für Konsequenzen haben, wirken diese auf ihn umso attraktiver…

Kritik

Daniel Radcliffe wurde als jugendlicher Zauberlehrling weltberühmt. Nach seiner Performance im Gruselthriller „Die Frau in Schwarz“, die gleichzeitig auch die erste Rolle nach seiner Harry-Potter-Ära darstellte, begab sich der 24-jährige Schauspieler vermehrt in die Hände kleinerer Filmproduktionen. So verkörpert er demnächst unter anderem den Dichter Allen Ginsberg in John Krokidas‘ „Kill Your Darlings – Junge Wilde“, versucht sich in „Horns“ allerdings auch in kantigem Genrekino, in welchem er 2015 ebenfalls Igor Frankenstein in einer gleichnamigen Neuauflage des Schauerroman-Klassikers spielen wird. Direkt zwischen diesen beiden Extremen lässt sich wohl die britische, auf einem Roman von Michail Bulgakov basierende Mini-Serie „A Young Doctor’s Notebook“ einordnen, die mit ihrem tiefschwarzen Humor und der stellenweisen sehr ernsten Prämisse von recht ambivalentem Tonfall ist, diese beiden jedoch hervorragend kombiniert, sodass die Serie den Zuschauer mit ihrem bittersüßen Charme schnell um den Finger wickelt.

Mit einer Mischung aus unbedarfter Neugier, Aufbegehren gegen die altertümliche Einstellung sämtlicher Patienten und zurückhaltender Nervosität wird seine Interpretation des Vladimir Bomgard zu einer unterhaltsamen Menschenstudie. Teils analytisch, teils probierend packt er die Situation beim Schopf und kommt nicht umher, sie immer wieder sarkastisch zu hinterfragen. Stellvertretend für das Wesen seines Charakters wird eine Szenerie in Folge zwei, in welcher sich Bomgard mit der Beinamputation eines kleinen Mdchens auseinandersetzen muss. Mit dem Wissen, der Patientin vielleicht das Leben zu retten, schickt er sich an, das Bein abzunehmen, vergewissert sich jedoch immer wieder, ob diese nicht bereits tot sei, um diese Operation doch noch umgehen zu können. Diese Szene ist es auch, an welcher der Humor in „A Young Doctor’s Notebook“ am besten zum Tragen kommt. So ist die Serie durch und durch britisch, damit vor allem von bitterbösem, reichlich trockenem Humor geprägt. Das Timing der Darsteller ist auf den Punkt, die Schlagzahl bissiger Kommentare hoch. Vor allem John Hamm, welcher das ältere Alter-Ego Vladimir Bomgards verkörpert, sorgt mit seinem beißenden Sarkasmus immer wieder für grobschlächtige Comedy-Momente. Ihm zur Seite steht ein großartig aufgelegter Cast, der die allesamt verschrobenen Figuren perfekt verkörpert. Adam Godley mimt den sympathischen Fachidioten, den man heutzutage wohl als „Nerd“ bezeichnen würde. Rosie Cavaliero gibt die resolute aber liebenswürdige Hebamme Pelageya ab und Vicki Pepperdine spielt sich als Krankenschwester Anna in die Herzen der Zuschauer. Dabei gelingt „A Young Doctor’s Notebook“ das Kunststück, keiner seiner Rollen besonders in den Vordergrund zu drängen. Auch wenn Daniel Radcliffe den prominentesten Namen innerhalb des Ensembles trägt, kommt ihm nicht gänzlich die Hauptrolle zu. Stattdessen ergänzen sich die einzelnen Castmembers vortrefflich und spielen sich gegenseitig die Bälle zu.

tet

Partner wider Willen…

Einen ernsteren Unterton gewinnt die Serie vor allem aufgrund der Thematik der Morphium-Sucht, mit welcher Bomgard schon von Beginn der Serie zu kämpfen beginnt. Leider bekommt man an dieser Stelle den einzigen, jedoch gravierenden Kritikpunkt des Formats zu spüren: Mit ihren 23 bis 25 Minuten andauernden Episoden – vier pro Staffel – ist die Spielzeit nahezu lachhaft kurz ausgefallen. Die sich zu Beginn noch als überaus angenehm entpuppende Kurzweil stellt der Serie schnell ein Bein. Der Stoff böte genug Themen, um auch über eine 45-minütige Laufzeit zu tragen. So würde auch Jon Hamm weitaus mehr Aufmerksamkeit erhalten. Immerhin muss er sich mit den Konsequenzen seines Tuns lediglich innerhalb der letzten zwei Minuten jeder Episode auseinandersetzen. So liegt der Kern auf der Comedy, doch aus „A Young Doctor’s Notebook“ ließe sich viel, viel mehr rausholen. Von der technischen Ausstattung muss man sich an die etwas andere Ausrichtung der Serie erst gewöhnen. Die russisch anmutenden Instrumentalklänge von Mark Bousie verleihen „A Young Doctor’s Notebook“ gleichzeitig Authentizität und Leichtigkeit. Über die immer wieder schlecht ausgeleuchtete und teilweise viel zu dunkle Kulisse sieht man, dem Realismus zuliebe, gern hinweg.

A YOUNG DOCTOR’S NOTEBOOK stammt von Alex Hardcastle und Robert McKillop, das Drehbuch schrieben Mikhail A. Bulgakov, Mark Chappell, Alan Connor und Shaun Pye. Der Cast besteht unter anderem aus Daniel Radcliffe, Jon Jamm, Rosie Cavaliero, Adam Godley, Vicki Pepperdine und Tim Steed. Bei der Serie handelt es sich um eine Tragikomödie, produziert in den Großbritannien aus den Jahren 2012 und 2013. Die Serie ist hierzulande ungekürzt auf DVD und Blu-ray erhältlich und ab 16 Jahren freigegebenn. Die Länge beträgt pro Folge 23 Minuten, eine Serie umfasst vier Folgen.

Fazit

Wir warten sehnlichst auf neue Folgen! „A Young Doctor’s Notebook“ ist eine Serienperle, die bitterbösen Humor, skurriles Drama und Charakterstudie zu einem feinen Genremix verpackt, der so bislang ziemlich einmalig ist.

Mein Tipp: kann man kaufen!

Videoabend Serienspecial: Weinberg

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich der ersten Staffel der deutschen Mystery-Serie „Weinberg“, die seit dem 3. November 2016 auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

Weinberg

Als Johannes Fuchs eines Morgens auf einem vernebelten Weinberg erwacht, traut er seinen Augen nicht: Über ihm hängt die Leiche einer blutjungen Blondine; wie sich später herausstellt, ist sie die Weinkönigin des kleinen Ortes Kaltenzell, wohin es den verwirrten Mann kurz darauf verschlägt. Doch als er gemeinsam mit einigen Anwohnern den Fundort der Toten aufsucht, ist diese verschwunden – und steht wenig später quicklebendig vor ihm. Eigentlich müsste nun alles in Ordnung sein, doch Johannes Fuchs begreift schnell, dass in Kaltenzell etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Nicht nur, dass hier jeder irgendein Geheimnis zu bergen scheint, des Nachts schleicht sich eine schöne Frau in sein Schlafgemach und will am Morgen darauf nichts davon gewusst haben. Der Pfarrer der Gemeinde soll andächtige Predigten halten, spricht aber kaum ein Wort Deutsch. Und als dann tatsächlich eine Tote auftaucht, hat Fuchs keine Wahl mehr: Er muss hinter das Geheimnis des Dorfes kommen.

Kritik

Nennen wir das Kind einfach beim Namen: Ja, die TNT-Serie „Weinberg“ ist tatsächlich die deutsche Antwort auf „Twin Peaks. Nun muss man deshalb aber nicht reflexartig aufschreien. Die Schöpfer des sechsteiligen Mini-Formats lassen David Lynchs Kultserie zwar überdeutlich als Reminiszenz durchklingen (und machen auch zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus, dass dem nicht so wäre), dennoch steht „Weinberg“ ganz klar für sich allein. Nun gut, auch in dem kleinen Ort Kaltenzell – dem deutschen Pendant zu Twin Peaks – gibt es eine Tote und innerhalb der sechs Episoden umfassenden Staffel geht es hauptsächlich darum, herauszufinden, wer der Mörder ist. Wirklich? Eigentlich fungiert dieser tragische Todesfall lediglich als dramaturgische Triebfeder, die dem Ganzen eine Chronologie verleiht. Bei näherer Betrachtung geht es nämlich eigentlich um etwas ganz Anderes – und auch da kommt wieder „Twin Peaks“ ins Spiel…

Wie es sich schon bei David Lynchs Serie verhielt, lässt sich auch „Weinberg“ am besten genießen, wenn man so wenig wie möglich darüber weiß. Daher möchten wir zu Handlung, Dramaturgie und Überraschungseffekt an dieser Stelle auch kein Wort mehr verlieren. Nur so viel: „Weinberg“ ist nicht nur aufgrund der Darsteller ein echtes Erlebnis. Der wahre Protagonist ist das Setting. Das undurchsichtige Flair dieses vom Weinanbau lebenden Dorfes ist mit seinen vernebelten Anhöhen, den verwinkelten Gassen und seiner Ansammlung skurriler Gestalten der lebendig gewordene Albtraum eines jeden Ruhe suchenden Bergdorf-Urlaubers. Denn es wird bevölkert von eine Gruppe an Menschen, von der wir zu keinem Zeitpunkt wissen, was es damit überhaupt auf sich hat. Jeder trägt in seinen eigenen vier Wänden ein Geheimnis mit sich herum. Jeder scheint in irgendeiner Form ein Verhältnis zu Johannes Fuchs zu haben, der aufbricht, was viel zu lange verschlossen war. Es geht um die essentiellen Dinge im Leben. Es geht um Liebe, Tod, Verrat, Eifersucht, Vertrauen, Neid, Missgunst und dem Streben nach Glück, angereichert mit Ausflügen ins Übernatürliche. Jede Episode gibt dem Geschehen nicht bloß eine eigene Note, sondern treibt es darüber hinaus in eine ganz neue Richtung. Am Ende wähnt man sich in einem Film von Shyamalan – vielleicht hat man’s kommen sehen…

WEINBERG stammt von Arne Nolting, Jan Martin Scharf und Philipp Steffens, Regie führten Till Franzen und Jan Martin Scharf. Der Cast besteht unter anderem aus Friedrich Mücke, Antje Traue, Gudrun Landgrebe, Jonah Rausch, Arved Birnbaum, Anna Böttcher, Arnd Klawitter, Yung Ngo, David Schütter und Victoria Trauttmannsdorff. Bei dem Format handelt es sich um eine Mischung aus Thriller- und Mysteryserie, produziert in Deutschland aus dem Jahr 2015. Die Serie ist hierzulande ungekürzt auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich und ab 16 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt insgesamt 324 Minuten.

Fazit

Wäre „Weinberg“ von Anfang an auf einem Free-TV-Sender gelaufen und hätte das entsprechende Marketing erhalten, wäre die Serie Kult geworden. So verschafft sie sich hoffentlich übers Heimkino (oder über die Zweitauswertung bei VOX) den Status, den sie verdient.

Mein Tipp: muss man kaufen!

« Ältere Einträge