Schlagwort-Archiv: Jay Roach

Verlosung: Bombshell

In BOMBSHELL – DAS ENDE DES SCHWEIGENS verhandelt Regisseur Jay Roach den Skandal um sexuelle Belästigung beim Fox News Channel. Im Zentrum stehen drei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit den Anschuldigungen umgehen.  Ab dem 4. Juni ist dieser wichtige Film auch fürs Heimkino erhältlich. Aus diesem Anlass verlosen wir in Kooperation mit Eurovideo Medien einmal die DVD und einmal die Blu-ray zum Film. Was Ihr tun müsst, um einen dieser Preise abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Megyn Kelly (Charlize Theron) ist das Aushängeschild von Fox News: blond, attraktiv, sexy. Schöne Beine sind bei dem konservativen Nachrichtensender gefragter als investigativer Journalismus und unbequeme Fragen. Als sich die Starmoderatorin vor laufenden Kameras mit Präsidentschaftsbewerber Donald Trump anlegt, hat sie keine Rückendeckung von oben zu erwarten: Senderchef Roger Ailes (John Lithgow) ist mit Trump befreundet, außerdem beschert der Krawallkandidat Fox News Topquoten – so auch mit seiner sexistischen Twitter-Kampagne gegen Megyn. Ihre gestandene Kollegin Gretchen Carlson (Nicole Kidman) weigert sich, noch länger die „TV-Barbie“ zu geben. Daraufhin wird ihr Vertrag „wegen enttäuschender Einschaltquoten“ nicht verlängert – während die ehrgeizige Redakteurin Kayla Pospisil (Margot Robbie) nach einem Meeting hinter Roger Ailes‘ verschlossener Bürotür aufsteigt… Als Gretchen ihren langjährigen Boss wegen sexueller Belästigung verklagt, formiert sich bei Fox News sofort „Team Roger“. Nur Megyn bleibt verdächtig neutral, auch Kayla schweigt. Aber wie lange noch?

Adam McKay light: „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ seziert den 2016 stattgefundenen Missbrauchsskandal rund um Fox-News-Channel-Boss Roger Ailes als starkes Porträt dreier den Ereignissen unterschiedlich gegenüber stehenden Moderatorinnen, das einen umfangreichen Einblick in die Senderabläufe und die späteren Ermittlungen bietet. Stark gespielt, kurzweilig inszeniert und mit der notwendigen Portion Boshaftigkeit.

Ihr wollt ihn Euch „Bombshell“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn! Nach Teilnahmeschluss am 9. Juni 2020 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn oder sie über eine Privatnachricht an. Checkt nach Ablauf der Verlosung bitte unbedingt Eure Postfächer, da der Gewinn nach einer Woche ohne Rückmeldung verfällt. Nach Abschluss werden selbstverständlich alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Viel Glück!

Das startet am 13. Februar 2020

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, unserer wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht es um die Startwoche vom 13. Februar, der sich mit drei größeren Filmstarts übersichtlich präsentiert. Über den wohl bekanntesten, „Sonic the Hedgehog“, dürfen wir erst ab dem 10. Februar mehr verraten. Bis dahin weisen wir auf „Bombshell“ als Geheimtipp hin und wagen die Prognose, dass „Nightlife“ zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Zuschauer holen wird.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

BOMBSHELL – DAS ENDE DES SCHWEIGENS | Regie: Jay Roach  | USA/CAN 2019

Megyn Kelly (Charlize Theron) ist das Aushängeschild von Fox News: blond, attraktiv, sexy. Schöne Beine sind bei dem konservativen Nachrichtensender gefragter als investigativer Journalismus und unbequeme Fragen. Als sich die Starmoderatorin vor laufenden Kameras mit Präsidentschaftsbewerber Donald Trump anlegt, hat sie keine Rückendeckung von oben zu erwarten: Senderchef Roger Ailes ist mit Trump befreundet, außerdem beschert der Krawallkandidat Fox News Topquoten – so auch mit seiner sexistischen Twitter-Kampagne gegen Megyn. Ihre gestandene Kollegin Gretchen Carlson (Nicole Kidman) weigert sich, noch länger die „TV-Barbie“ zu geben. Daraufhin wird ihr Vertrag „wegen enttäuschender Einschaltquoten“ nicht verlängert – während die ehrgeizige Redakteurin Kayla Pospisil (Margot Robbie) nach einem Meeting hinter Roger Ailes‘ verschlossener Bürotür aufsteigt…

Adam McKay light: „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ seziert den 2016 stattgefundenen Missbrauchsskandal rund um Fox-News-Channel-Boss Roger Ailes als starkes Porträt dreier den Ereignissen unterschiedlich gegenüber stehenden Moderatorinnen, das einen umfangreichen Einblick in die Senderabläufe und die späteren Ermittlungen bietet. Stark gespielt, kurzweilig inszeniert und mit der notwendigen Portion Boshaftigkeit.


NIGHTLIFE | Regie: Simon Verhoeven | DE 2020

Milo und Renzo sind beste Freunde. Ihre gemeinsame Leidenschaft: das Berliner Nachtleben, wo Milo kellnert und Renzo Party macht. Doch mit diesem Lotterleben soll nun Schluss sein: Die beiden Buddys träumen von einer eigenen Bar und versuchen, den dafür notwendigen Geldkredit aufzutreiben. Doch das ist gar nicht so leicht, denn Renzo ist wegen eines „harmlosen“ Drogendelikts vorbestraft. Als ihnen ihr Bankberater den Kredit verwehrt, stürzen sich die zwei einmal mehr ins Nightlife. Hier lernt Milo unverhofft die kurz vor einem längeren Auslandsaufenthalt befindliche Sunny  kennen. Durch einen kuriosen Zufall tragen beide an diesem Abend eine Augenklappe – es muss also Schicksal sein, sodass die beiden beschließen, sich auf ein Date zu treffen. Doch so aufgeregt Milo am nächsten Tag auch ist, so unsicher werden plötzlich die Pläne, denn Renzo hat sich mit den Falschen angelegt…

Deutschlands angesagteste Schauspieler in einem Film, irgendwo zwischen Romantic Comedy, Buddy-Movie und Gangster-Komödie – mit „Nightlife“ trifft Regisseur Simon Verhoeven (fast) jeden Ton.


SONIC THE HEDGEHOG | Regie: Jeff Fowler  | USA/JPN/CAN 2020

Sonic (Ben Schwartz/Julien Bam) ist mit seinen 15 Jahren ein pubertierendes Powerpaket, aber dessen ist er sich selbst noch nicht wirklich bewusst. Zu seiner eigenen Sicherheit soll er sich auf dem Planeten Erde verstecken. Allerdings gibt es hierfür eine Bedingung: Die Welt soll niemals von seiner Existenz erfahren. Doch das erweist sich für den extrovertierten Igel als schier unmöglich, vor allem im Hinblick auf seine Super-Power, die er erst noch entdecken muss. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf ihn aufmerksam wird. Zum Glück gerät Sonic an Tom, einen zynischen Polizisten, der aber das Herz am rechten Fleck hat. Gemeinsam nehmen es die beiden mit Sonics verrücktem Erzfeind Dr. Robotnik auf, der sie schon bald über den ganzen Planeten jagt. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd in Schallgeschwindigkeit beginnt…

Business as usual: „Sonic the Hedgehog“ ist eine gefällige Game-Verfilmung ohne Ecken und Kanten mit soliden Effekten, soliden Schauspielern, einer soliden Story. In Erinnerung wird man wohl nichts davon behalten. Aber immerhin sieht die Hauptfigur nach dem Redesign richtig gut aus.


LA GOMERA – VERPFIFFEN UND VERRATEN | Regie: Corneliu Porumboiu | ROM/FR/DE/SWE 2019

Der Polizist Cristi lässt sich mit der Mafia ein und fliegt auf. Nun folgen ihm verdeckte Ermittler auf Schritt und Tritt und hören seine Wohnung ab. Daher gibt sich die schöne Gilda als seine Geliebte aus und drängt ihn zu einer Reise nach La Gomera. Cristi soll die geheime Pfeifsprache der Inselbewohner lernen, damit er trotz Überwachung mit der Gaunerbande kommunizieren kann. Pfeifend versuchen sie den Matratzenfabrikanten Zsolt aus dem Gefängnis zu befreien, denn der ist der einzige, der weiß, wo die 30 Millionen des letzten Coups versteckt sind. Doch alle Beteiligten spielen ein doppeltes Spiel und bald geraten die Ereignisse außer Kontrolle.

Der preisgekrönte Regisseur Corneliu Porumboiu gilt als einer der Wegbereiter des neuen rumänischen Kinos. Mit „La Gomera“ liefert er einen höchst unterhaltsamen Neo-Noir-Polizeithriller, gespickt mit ironischen Filmzitaten und unerwartet komischen Elementen.


Heimkinotipp: GEMINI MAN | Regie: Ang Lee  | CHN/USA 2019

Henry Brogan (Will Smith) ist ein ausgebuffter Schütze und ehemaliger Elitesoldat, der immer dann gerufen wird, wenn die Situation bereits aussichtslos erscheint. Doch plötzlich gerät Henry selbst ins Visier seiner Feinde, als er eines Tages mitten im Zentrum der Verfolgung durch einen mysteriösen jungen Agenten wiederfindet. Dieser scheint ihm nicht nur stets mehrere Schritte voraus, sondern kämpft auch mit ähnlichen Mitteln wie Henry selbst. Nachdem er sich mit seinem ehemaligen Kollegen Baron (Benedict Wong) und der toughen Agentin Danny (Mary Elizabeth Winstead) verbündet hat, nimmt das Trio die Spur des mysteriösen Killers auf, der sich als eine jüngere Version von Henry selbst entpuppt. Was hat es damit auf sich? Und was hat der Wissenschaftler Clay Verris (Clive Owen) damit zu tun, der in dem jungen Agenten einen Sohn sieht?

Die Story von „Gemini Man“ beschränkt sich auf bewährte Themen im Science-Fiction-Genre. Doch betrachtet man den Actionblockbuster mit einem doppelten Will Smith in der Hauptrolle einmal als Gesamtkonstrukt, dann wünscht man sich, Ang Lee würde mit diesem technisch auf jeder Hinsicht gelungenen Experiment die Begeisterung fürs Kino neu entfachen, so wie einst James Cameron mit „Avatar“.

Das Startet am 21. Juli 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 21. Juli, an dem im Vergleich zur letzten Woche nur wenig los ist. Alle Blicke richten sich auf den neuesten Teil der „Star Trek“-Saga. Angesichts des späten Pressetermins sowie der austauschbaren Trailer ist es wirklich schwer zu glauben, dass sich dahinter ein Meisterwerk verbirgt. Dasselbe gilt überraschenderweise auch für den neuen Film von Steven Spielberg: „BFG – Big Friendly Giant“ ist das schwächste Werk des Altmeisters und muss sich in dieser Woche von der französischen Tragikomödie „Frühstück bei Monsieur Henri“ in die Schranken weisen lassen – eine rührende, angenehm ehrliche Geschichte darüber, dass man einander nicht verbiegen muss, um zueinander zu finden. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI | Regie: Ivan Calbérec | FR 2015

Frühstück bei Monsieur Henri

Monsieur Henri ist ein mürrischer alter Herr und stolz darauf. Er lebt allein mit einer Schildkröte in einer viel zu großen Pariser Altbauwohnung und ärgert sich – über die Ehefrau seines Sohnes, die jungen Leute von heute oder was sonst so anfällt. Doch weil Henris Gesundheit letzthin etwas nachgelassen hat, beschließt sein Sohn Paul, dass es Zeit wird für eine Mitbewohnerin. Mit der chronisch abgebrannten Studentin Constance kommt ihm eine junge Dame ins Haus, die all das hat, was Henri auf den Tod nicht leiden kann, die seine Pantoffeln klaut und unerlaubt das Klavier benutzt. Weil sich Constance die Miete eigentlich nicht leisten kann, bietet Henri ihr ein skurriles Geschäft an: Wenn sie es schafft, seinem Sohn Paul so lange schöne Augen zu machen, bis der seine Ehefrau verlässt, ist die Miete umsonst. Mehr übel als wohl willigt Constance ein…
4 von 5

„Frühstück bei Monsieur Henri“ ist nicht so lustig, wie es die Prämisse verspricht, geht aber vor allem deshalb zu Herzen, weil Regisseur Ivan Calbérec auf allzu seichte Handlungsentwicklungen verzichtet und er seinen Figuren Schwächen zugesteht, für die in anderen Filmen kein Platz ist.


STAR TREK BEYOND  |  Regie: Justin Lin  |  USA 2016

Star Trek Beyond

Gen Ende einer fünfjährigen Forschungsmission gerät die Enterprise in einen gnadenlosen Hinterhalt. Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk (Chris Pine) nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Doch statt in Sicherheit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten eines scheinbar ausweglosen Konflikts. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf gegen einen mysteriösen und übermächtigen Feind. Worauf dieser es abgesehen hat, findet die Raumschiff-Besatzung nur langsam heraus. Doch als Kirk und Co. endlich wissen, womit – vor allem aber mit wem sie es hier zu tun haben, scheint es schon zu spät und einen Ausweg aus dieser Misere scheint es nicht zu geben. Wie gut, dass das Team bestens auf einander eingespielt ist, denn nur so kann es ihm gelingen, sich selbst und einmal mehr das Universum zu retten. 3 von 5

„Star Trek Beyond“ liefert genau das, was Justin Lin mit seiner Regiearbeit riskiert: wenig. Der Blockbuster punktet mit einer Grundsympathie der Figuren und einer spektakulären Optik. Inhaltlich sind Konflikte und Dramaturgie hingegen so austauschbar, dass ein während der Vorstellung stattfindender Gang auf die Örtlichkeiten nicht für das Gefühl sorgt, irgendetwas Relevantes verpasst zu haben.


BFG – BIG FRIENDLY GIANT | Regie: Steven Spielberg | USA 2016

BFG - Big Friendly Giant

Das junge Londoner Waisenmädchen Sophie (Ruby Barnhill) lernt eines Tages einen geheimnisvollen Riesen (Mark Rylance) kennen, als dieser sie zur Geisterstunde aus ihrem Bett entführt. Aus anfänglicher Angst und Skepsis erwächst schon bald eine enge Freundschaft zwischen den beiden Außenseitern. Doch das Idyll des Riesen, den Sophie BFG tauft, ist keines. Er lebt mit einer Horde menschenfressender Wüstlinge zusammen, zu denen der freundliche Gigant nicht so recht passen will. Gemeinsam mit Sophie könnte es ihm jedoch gelingen, endlich in Frieden zu leben und die Welt wieder mit Träumen zu versorgen. Fortan gehen er und Sophie durch dick und dünn, erleben Seite an Seite aufregende Abenteuer, tauchen ein in fabelhafte Welten und finden am Ende ihrer fantastischen Reise schließlich zu sich selbst. 2 von 5

„BFG – Big Friendly Giant“ ist in seiner visuellen Verspieltheit verzaubernd und beeindruckend zugleich. Inhaltlich missfallen hingegen die anstrengende Fantasiesprache, die oberflächliche Figurenzeichnung sowie die kuriose Dramaturgie, durch die sich „BFG“ in zwei vollkommen unabhängig voneinander existierende Teile aufteilen lässt.


THE GIRL KING |  Regie: Mika Kaurismäki |  FIN/DE/CAN/SWE/FR 2015

The Girl King

Herbst 1632. Inmitten des Dreißigjährigen Kriegs kämpfen Protestanten gegen Katholiken, Schwedens König Gustav II. Adolf fällt auf der Seite der Protestanten. Nach seinem Tod wird seine Tochter Kristina Wasa zur nominellen Regentin von Schweden, obwohl sie erst sechs Jahre alt ist. Sie wird wie ein Junge erzogen, so bekommt sie mehr Bildung mit auf den Weg, als es für Frauen im 17. Jahrhundert üblich war. Sie liebt die Jagd, die Kunst und die Wissenschaften. Mit achtzehn weigert sie sich zu heiraten und verfällt stattdessen sexuell wie emotional ihrer schönen Kammerzofe Ebba Sparre. Nicht genug mit diesem Skandal konfrontiert sie den konservativen Königshof weiterhin mit der modernen Welt: Nach ihrer Krönung will sie vor allem den immer noch andauernden Krieg beenden und Schweden zu einem kultivierten Land machen.


CENSORED VOICES | Regie: Mor Loushy | ISR/DE 2015
Censored Voices

1967. Der Sechstagekrieg endet mit einem triumphalen Sieg für Israel. Das kleine Land vergrößert sich um das Dreifache. Jerusalem, Gaza und West Bank sind ab nun in israelischer Hand. Die Nation wird beherrscht von lautem Jubel, rauschenden Siegesfeiern, herrschaftlichen Paraden und taumelnder Freude. Nach einem solchen Sieg werden es die Araber nie wieder wagen, Israel anzugreifen! Aber hinter der Euphorie verbergen sich andere Stimmen. Die Stimmen der Soldaten. Die jungen Krieger kehrten zurück in ihre Häuser. Verwirrt, traumatisiert, voller Angst- und Schuldgefühlen. Der 6-Tage-Krieg endet mit einem Triumph für Israel: Jerusalem, Gaza und West Bank sind ab nun in israelischer Hand. Nur einen Monat danach interviewte der Schriftsteller Amos Oz die beteiligten Soldaten, die berichteten, was wirklich geschah.


MA FOLIE  |  Regie: Andrina Mračnikar | AT/FR 2015

Ma Folie

Hanna liebt Yann und die Lettres filmées. Poetisch-essayistische, mit dem iPhone aufgenommene Kurzfilme, die er ihr schickt. Yann liebt Hanna, aber er vertraut ihr nicht. Er verlässt sie, doch lässt er sie nicht mehr allein. Seine Lettres filmées werden plötzlich zur Bedrohung und Hanna weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. „Ma Folie“ beginnt als romantische Lovestory, als leidenschaftliche Amour Fou, entwickelt sich aber nach und nach zu einem vielschichtigen Psychothriller, bei dem die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung, Vertrauen und Misstrauen, Realität und Illusion, Wahrheit und Lüge verschwimmen. Das Spielfilmdebüt der Michael-Haneke-Schülerin Andrina Mračnikar besticht durch das intensive Spiel von Alice Dwyer und Sabin Tambrea als junge Liebende, die sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben.


Heimkinotipp: TRUMBO | Regie: Jay Roach | USA 2015

Trumbo

In den Vierzigerjahren läuft es grandios für Dalton Trumbo: Er ist einer der bestbezahlten Drehbuchautoren Hollywoods. Seine Bücher werden in den Händen der Hollywood-Studios zu großen Blockbustern. Es ist keine Frage, dass er einen Oscar® bekommen wird, die Frage ist nur: wann? Doch mit dem Kalten Krieg und dem Aufstieg des Kommunistenhassers Senator McCarthy endet Trumbos Triumphzug. Die Kolumnistin Hedda Hopper macht Stimmung gegen die hoch bezahlten Verräter Hollywoods, und die Filmstars John Wayne und Ronald Reagan helfen bei der Hexenjagd. Als sich Trumbo weigert, vor dem berüchtigten Komitee für unamerikanische Umtriebe auszusagen, landet er auf der schwarzen Liste und verliert seinen Studiovertrag mit MGM. Doch Trumbo wäre nicht Trumbo, würde er sich unterkriegen lassen. 4 von 5

Die Oscar-nominierte Tragikomödie „Trumbo“ reißt viele Themen an und verzettelt sich dabei nur minimal. Bryan Cranston glänzt als kauziger Schriftsteller und Helen Mirren liebt ihre Rolle der gehässigen Journalistin. Trotz Längen im Mittelteil empfiehlt sich dieser Film all jenen, die sich auch mit der gehässigen Seite Hollywoods einmal auseinandersetzen wollen.

Trumbo

Drehbuchautoren stehen im Schatten von Schauspielern und Regisseuren. Regisseur Jay Roach zollt diesem Beruf mit seinem Biopic TRUMBO nun seinen Tribut und wirft einen zeitgeschichtlichen Blick auf die gehässige Seite Hollywoods. Mehr dazu in meiner Kritik.Trumbo Weiterlesen