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Videoabend: Martyrs U.S.

Kino ist teuer, mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden und wer generell nicht gern unter Leute geht, der muss die Stoßzeiten meiden, um einen Film in Ruhe und ohne Störungen genießen zu können. Wenngleich die Videotheken nach und nach vom Online-Streaming verdrängt werden, geht doch nichts über einen gemütlichen Filmeabend auf dem heimischen Sofa. Obwohl die Auswahl riesig ist und Kinofilme immer schneller nach ihrem Start auch auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sind, lohnt sich sich ab und zu, einen Blick auf den Direct-to-Video-Markt zu werfen. Manchmal finden sich hier nämlich echte Perlen, ebenso sehr wie solche, die sich erst im Nachhinein als Rohrkrepierer erweisen. In meiner Rubrik VIDEOABEND möchte ich Euch jede Woche einen Film vorstellen, der es hierzulande nicht oder nur sehr limitiert ins Kino geschafft hat.

Diese Woche widme ich mich dem US-Remake des französischen Terrorfilms „Martyrs“, das seit dem 3. November 2016 auf DVD und Blu-ray Disc im Handel erhältlich ist.

Martyrs U.S.

Die 10-jährige Lucie kann aus einem einsam gelegenen Schuppen entkommen, in dem sie gefangen gehalten wurde. Tief traumatisiert kommt sie in ein Waisenhaus, wird aber permanent von schlimmen Alpträumen heimgesucht. Nur Anna, ein Mädchen in ihrem Alter, kann ihr dort Sicherheit bieten. Fast ein Jahrzehnt später kann Lucie (Troian Bellisario), noch immer von Dämonen verfolgt, die Familie aufspüren, die sie so gequält hat. Mit Annas (Bailey Noble) Hilfe kommt sie der qualvollen Wahrheit näher – und ihre Alpträume werden plötzlich ganz real. Lucies Pein von einst ist nämlich nur ein winziger Teil eines Experiments, anhand dessen eine Gruppe aus fanatischen Forschern versucht, hinter die Frage zu kommen, was auf der Schwelle zwischen Leben und Tod auf uns wartet. Und Lucie war den Qualen damals schon so nah, dass es sich die Täter nicht nehmen lassen können, dort anzusetzen, wo so einst aufgehört haben…

Tiberius Film bewirbt ihn wie folgt:

The Ultimate Horror Movie!

Kritik

Der französische Horrorfilm „Martyrs“ von Pascal Laugier gehört erwiesenermaßen zu den härtesten Produktionen, die es jemals auch nur in irgendein Kino geschafft haben. In Deutschland landete der Film direkt auf dem Index; frei erhältlich ist mit dem Erscheinen des US-Remakes allenfalls eine um sechs Minuten gekürzte Fassung ohne Jugendfreigabe. Wer allerdings das zweifelhafte Glück hatte, einmal in den noch viel zweifelhafteren „Genuss“ des von Verächtern irrtümlich dem Torture Porn zugeordneten Film gekommen zu sein, der wird so schnell nicht das Bedürfnis gehabt haben, ihn noch einmal zu sehen. Stellvertretend sei dafür gar nicht die Szene aller Szenen genannt, in der eine am ganzen Leib gehäutete (!) Frau an einem Kreuz aufgehangen wird; würde man diesen Moment nehmen, um das französische Original zu beschreiben, würde man den Kern des Projekts nämlich gar nicht erfassen. Viel schlimmer und deshalb eben absolut nicht erträglich, sind vor allem die dem voran gehenden Folterungen, die anders als in „Saw“ und Co. nicht mit irgendwelchen abstrusen Maschinen vorgenommen werden (woraus sich ja dann auch ein nicht zu leugnender Spaß beim Zuschauer ergibt), sondern durch Schläge, Essensentzug und Einzelhaft. Damit ist der europäische „Martyrs“ in der Aussage so etwas wie eine moderne Version von Michael Hanekes „Funny Games“, die da lautet: „Gewalt ist nicht konsumierbar“. Und da das US-Remake genau diese Botschaft mit Füßen tritt, die gezeigte Gewalt sehr wohl konsumierbar macht und das dann noch nicht einmal zeigt, um den Schwerpunkt dadurch woanders zu setzen, schlägt „Martyrs U.S.“ von den Gebrüdern Kevin und Michael Goetz auf ganzer Linie fehlt.

Die Krux an „Martyrs U.S.“ ist nämlich vor allem die, dass die beiden Regisseure zwar versuchen, ihren Film mit mehr inhaltlicher Substanz zu unterfüttern, als einen „normalen Torture Porn“, an Intensität gewinnt das Projekt dadurch aber nicht. Dafür sind die Dialoge und der Versuch, die Hintergründe des Grauens nachzuzeichnen, viel zu banal und eintönig. Zudem schaffen es die beiden Hauptdarstellerinnen in Ermangelung an Erfahrung nicht, das körperliche, vor allem aber das psychische Leid ihrer Figuren glaubhaft an den Zuschauer heranzutragen. Wenn Lucie vor Schmerzen schreit, weil man ihr bei lebendigem Leib ein Stück Haut aus dem Körper schneidet, erkennen wir in dem Zusammenhang natürlich die dahinter steckenden Qualen. Doch die das Geschehen ja erst so abgründig machende Zeit, die für das Brechen der Seele aufgewendet wird, wird in „Martyrs U.S.“ nicht aufgebracht. Auf eine lange Rückblende folgt das Aufeinandertreffen mit den Peinigern; erst in den letzten zwanzig Minuten wird das, wofür Pascal Laugier in seinem Film satte 100 Minuten aufgebracht hat, im Eilverfahren abgehandelt. Natürlich tun die Gewaltspitzen auch in diesem US-Remake beim Hinschauen weh. So einprägsam wie das französische Original kann er aber durch diese Form der Inszenierung nicht geraten. Da hilft es auch nicht, dass man hier erneut dazu übergeht, den dreckigen Look des europäischen Terrorkinos auf Hochglanz zu polieren.

MARTYRS U.S. stammt von Kevin Goetz und Michael Goetz, das Drehbuch schrieb Mark L. Smith. Der Cast besteht unter anderem aus Kate Burton, Troian Bellisario, Bailey Noble und Elyse Cole. Bei dem Film handelt es sich um einen Horrorfilm, produziert in den USA aus dem Jahr 2015. Der Film ist hierzulande ungekürzt auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich und ab 18 Jahren freigegeben. Die Länge beträgt 86 Minuten.

Fazit

Das Original war in seiner Drastik, der anklingenden Perversion und der dahinter steckenden Entmystifizierung des Torture Porn ein Meilenstein des knallharten Terrorkinos. Das US-Remake ist nun weder ein auf die breite Masse abgestimmter Horrorfilm – dafür passiert innerhalb der knapp 90 Minuten einfach viel zu wenig. Noch trägt der hohe Dialoganteil etwas dazu bei, dass „Martyrs U.S.“ so etwas wie Substanz hätte. Somit ist „der ultimative Horrorfilm“ weder für Gewaltfetischisten einen Blick wert, noch für die Leute, die hoffen, dass die Macher den Kern des Originals auch nur im Ansatz irgendwie erfasst hätten. Finger weg!

Mein Tipp: muss man wirklich nicht sehen!

Das startet am 10. November 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 10. November 2016. Das große, auf die breite Masse zugeschnittene Kino kann lediglich mit einem soliden, aber nicht wirklich besonderen „Jack Reacher“-Sequel aufwarten. Feinster Durchschnitt, den auch das Horrordrama „Before I Wake“ liefert, der allerdings mit einer wirklich hervorragend durchdachten Grundidee punktet, aus der nur leider nicht viel herausholen kann. Auch Woody Allen meldet sich zurück. „Café Society“ ist schwungvolle, tragikomische Unterhaltung, das weniger Substanz zutage fördert, als es Allen sonst zu tun vermag. Absolut sehenswert ist einzig und allein das deutsche Coming-of-Age-Drama „Die Mitte der Welt“, basierend auf einem Roman von Andreas Steinhöfel. Hoffentlich bekommen davon entsprechend viele Leute etwas mit… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

DIE MITTE DER WELT | Regie: Jakob M. Erwa | DE 2016

Die Mitte der Welt

Der siebzehnjährige Phil ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit und vor allem seinen Vater weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart: Mit seiner Mutter Glass, die mal wieder einen neuen Liebhaber hat, der allerdings nicht so schnell aufzugeben scheint wie seine Vorgänger. Mit seiner Zwillingsschwester Dianne, die sich immer mehr in ihre eigene Welt zurückzieht, die sie mit niemandem teilt. Zwischen beiden herrscht eine rätselhafte Eiszeit, die auch Tereza und Pascal, die auch zu Phils Patchworkfamilie gehören, nicht erklären können.  Gut, dass wenigstens auf seine beste Freundin Kat Verlass ist. Und dann passiert es: Ein neuer Schüler betritt nach den Sommerferien die Klasse und Phil verliebt sich in der Sekunde unsterblich. Nicholas scheint seine Gefühle zwar zu erwidern, doch er gibt Phil auch viele Rätsel auf. Das Chaos ist perfekt. 5 von 5

Poetisch und fantasievoll, mystisch und kess, verspielt und philosophisch, melancholisch und wunderschön – um Jakob M. Erwas „Die Mitte der Welt“ ausreichend zu würdigen, gibt es schlicht und ergreifend nicht genug Superlative. Einer der beeindruckendsten Filme des Jahres 2016!


BEFORE I WAKE | Regie: Mike Flanagan | USA 2016

Before I Wake

Nachdem Jessie und Mark bei einem tragischen Unfall ihren Sohn verloren haben, droht ihre Ehe an der tiefen Trauer zu zerbrechen. Sie entscheiden sich, den 8-jährigen Cody zu adoptieren, einen sensiblen, schüchternen Jungen, den die beiden schnell in ihr Herz schließen. Doch Cody ist ängstlich, besonders vor dem Einschlafen fürchtet er sich und schon in der ersten Nacht erleben sie Seltsames: Während er schläft, tauchen mysteriöse Traumgestalten in ihrem Wohnzimmer auf. Schnell wird klar, dass der Junge eine besondere Gabe besitzt – was er träumt, wird Wirklichkeit: Wunderbare Visionen erwachen durch Cody zum Leben, aber auch die Dämonen seiner dunkelsten Albträume bahnen sich ihren Weg in die Realität und bedrohen das Leben der jungen Familie … und sie haben es nicht gern, wenn man sich ihnen in den Weg stellt. 3 von 5

„Before I Wake“ hat eine wunderschöne Grundidee und gefällt generell in seiner Aufmachung als ruhiges Horrordrama. Leider verlaufen viele erzählerische Ansätze im Sande und auch die technischen Effekte sind eher mau, sodass viel des Potenzials auf der Strecke bleibt.


CAFÉ SOCIETY | Regie: Woody Allen | USA 2016

Café Society

Amerika in den 30ern: Bobby Dorfman kommt aus der Bronx, hat sich aber immer schon mehr von seinem Leben erhofft. Sein Weg führt ihn nach Hollywood.  Hier arbeitet sein Onkel Phil als Agent für die Reichen und Schönen. Schnell verliebt er sich in Phils Assistentin Vonnie. Außerdem findet er Freunde in Rad und ihrem Mann Steve. Als Vonnies Freund sich von ihr trennt, springt Bobby in die Lücke und bemüht sich um sie.Er macht ihr einen Antrag und will mir ihr nach New York ziehen. Zu früh gefreut! Mit gebrochenem Herzen kehrt Bobby nach New York zurück und jobbt für Ben, der sich mit brachialen Mitteln einen Nachtclub unter den Nagel gerissen hat. Bobby beweist sein Naturtalent als Impresario und macht den Club unter dem neuen Namen „Les Tropiques“ im Handumdrehen zum angesagtesten Lokal der Stadt…

3 von 5

„Café Society“ weist zu jeder Sekunde das Flair eines typischen Woody-Allen-Films auf. In tragikomischer Eleganz wird über das Leben sinniert – diesmal eben in den Dreißigerjahren und in der Gesellschaft der High Society. Das ist im Großen und Ganzen äußerst amüsant. Vor allem die Darsteller spielen hervorragend auf. Doch gerade im Anbetracht des in der Medienbranche vorherrschenden Zynismus bleibt Allens neuester Film immer einen Tick zu brav.


JACK REACHER: KEIN WEG ZURÜCK |  Regie: Edward Zwick | CN/USA 2016
Jack Reacher: Kein Weg zurück

Jahre nachdem er sich aus dem Kommando einer Eliteeinheit der Militärpolizei zurückgezogen hat, wird der umherziehende Rächer Jack Reacher von seinem alten Leben eingeholt. Als seine geschätzte Nachfolgerin im Amt, Major Susan Turner, zu Unrecht der Spionage bezichtigt wird, setzt Reacher setzt alles aufs Spiel, um ihre Unschuld zu beweisen und die wahren Verantwortlichen hinter dem Mordan mehreren Soldaten zu entlarven. Dabei muss sich der top trainierte Hüne nicht bloß mit zwielichtigen Gestalten herumschlagen und das Gesetz wieder einmal zu seinen Gunsten ganz neu auslegen, sondern auch mit der Frage, ob die ins Visier der Schurken geratene Teenagerin Samantha seine leibliche Tochter ist. Zu dritt begeben sich Reacher, Susan und Samantha auf die Spur der Schurken und versuchen, herauszufinden, was hinter den Angriffen steckt.
3 von 5

Regisseur Edward Zwick bietet solide Blockbusterkost für den Hausgebrauch. Der stark von der Präsenz seines Hauptdarstellers Tom Cruise profitierende Actionthriller „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ punktet nicht über Originalität und Überraschung, sondern mittels seiner handwerklich starken, erzählerisch schnörkellosen Inszenierung.


SOY NERO |  Regie: Rafi Pitts | FR/MEX/DE/ESP 2016
Soy Nero

Nero ist Mexikaner. Aufgewachsen ist er in L.A., irgendwann musste er wieder gehen. Doch Nero hat sich sein Zuhause selbst ausgesucht und dorthin will er wieder zurück. Es gelingt ihm, an den Grenzkontrollen vorbei, sich durchzuschlagen bis nach Los Angeles. Hier lebt sein Bruder in Beverly Hills, in einem prachtvollen Möglichkeitsraum, der eindrücklich vermittelt, was es bedeuten kann, echter U.S. Bürger zu sein. Doch wie begrenzt auch dieser Raum ist, wird Nero schneller klar als ihm lieb ist. Nur noch eine Möglichkeit bleibt ihm, auch rechtlich zu denen gehören, mit denen er im selben Land leben will: Nero wird zum Green-Card-Soldaten und zieht in die Kriegsgebiete der USA, wird zum Kämpfer für diese seltsame Freiheit, die der Westen einst versprochen hat. Kehrt er lebendig zurück, gewinnt er die Staatsbürgerschaft der USA.


MANCHE HATTEN KROKODILE | Regie: Christian Hornung | DE 2016

Manche hatten Krokodile

Vor Jahrzehnten sind sie auf St. Pauli gestrandet, auf der Flucht vor kleinbürgerlicher Enge, auf der Suche nach Arbeit und einem anderen, unkonventionelleren Leben: Als Tänzerin oder Stripperin, Wirt oder Bardame, Seemann oder Zuhälter haben sie sich durchgeschlagen. Sie treffen sich tagsüber in ihrer Stammkneipe, dem „Hong Kong“, dem „Utspann“ oder der „Kaffeepause“, um sich an frühere Zeiten zu erinnern. Sie erzählen von der Suche nach Gold und von sinkenden Schiffen, vom Kiezalltag und von Krokodilen. Und natürlich von den Sparclubs, in denen sie bis heute Mitglied sind. Sparer wollen sie dabei gar nicht sein, sie sehen sich als Lebemenschen. War Geld da, wurde es mit vollen Händen ausgegeben, ohne an die Zukunft zu denken. Aber in dem Sparschrank an der Kneipenwand sind zumindest ein paar Euro sicher.


WAS MÄNNER SONST NICHT ZEIGEN |  Regie: Joonas Berghäll, Mika Hotakainen | FIN/SWE 2010

Was Männer sonst nicht zeigen

In der wohligen Wärme der Sauna tauschen finnische Männer sowohl humorvolle als auch traurige, tiefgründige und bewegende Lebensgeschichten aus und kehren ihr Innerstes nach außen. Im Mittelpunkt steht immer: die Sauna. Die ist in Finnland wohl aus jedem Raum mit vier Wänden zu machen – auch Telefonzellen, alte Wohnwagen und Erntemaschinen sind bestens geeignet, um Menschen zusammen zu bringen. Mit Laien besetzt und auf analogem Filmmaterial gedreht, besticht der Film durch eine tolle Ästhetik, verstärkt Emotionen durch wundervoll komponierte Musik und hallt lange nach. In Skandinavien wurde der Film zum Publikumsliebling. „Der beste Saunafilm, den es je geben wird.“, schreibt Variety. Das deutsche Filmplakat hat der polnische Plakat-Künstler Marcin Podolec entworfen. Es ist handgemalt!


MAGNUS |  Regie: Benjamin Ree | NOW 2016
Magnus

Im Alter von 13 Jahren trifft ein schüchterner Junge aus Norwegen eine entscheidung: eines tages wird er der beste Schachspieler der Welt sein! Der Dokumentar lm „Magnus“ zeigt den rasanten und einzigartigen Aufstieg des heute 25-jährigen Magnus carlsen, bekannt als der „Mozart des Schachs“. Dabei gewähren dem zuschauer erstmals veröffentlichte Archivbilder und private Aufnahmen einblicke in die Gedankenwelt eines modernen Genies. Angefangen bei seiner Kindheit begleiten wir Magnus carlsen auf seinem ungewöhnlichen Weg an die Spitze der Schachwelt, einem Weg, geprägt von persönlichen opfern, außerordentlichen Freundschaften und einer fürsorglichen Familie. Regisseur Benjamin ree erzählt eine coming-of-Age-Geschichte, die inspiriert und nicht nur Schach- Fans in ihren Bann zieht.


BOX | Regie: Florin Serban | ROU/FR/DE 2016
Box

DIE FLORENCE FOSTER JENKINS STORY | Regie: Ralf Pfleger | DE 2016
Die Florence Foster Jenkins Story

Florence Foster Jenkins gilt als die schlechteste Sängerin aller Zeiten. Dennoch macht die selbsternannte Operndiva im New York der 1920er Jahre unaufhaltsam Karriere: In hemmungsloser Hingabe tritt sie vor einem stetig wachsenden Publikum auf – immer in dem Glauben, eine große Künstlerin zu sein Sie veröffentlicht Schallplatten, wird von Fans verehrt und bricht 1944 mit ihrem legendären Auftritt in der Carnegie Hall alle Verkaufsrekorde. In einer flamboyanten Mischung aus Drama und Dokumentarfilm erzählt „Die Florence Foster Jenkins Story“ die unglaubliche Geschichte der „Königin der Dissonanzen“. Der Film taucht dazu in den skurrilen Kosmos einer Frau ein, die sich unbekümmert über Geschlechterrollen und ihren gesellschaftlichen Rang hinwegsetzte und durch ihre phänomenale Talentlosigkeit zur Kultfigur wurde.


Heimkinotipp: DAS TALENT DES GENESIS POTINI | Regie: James Napier Robertson | NZL2015

Das Talent des Genesis Potini

Genesis Potini ist manisch-depressiv und seit vielen Jahren Psychiatriepatient. Als er wieder einmal aus der Klinik entlassen wird, sucht er Unterschlupf bei seinem Bruder Ariki. Der ist Mitglied einer kriminellen Biker-Gang, was in Kombination mit Genesis‘ extremen Stimmungsschwankungen jede Menge Zündstoff birgt. Die brüchige familiäre Harmonie ist somit nicht von Dauer, zumal Genesis die Sorge um seinen schüchternen Neffen Mana umtreibt: Gegen seinen Willen soll dieser in die Biker-Gang seines Vaters eingeführt werden. Trost und Ablenkung bietet jedoch bald seine eher ungewöhnliche Leidenschaft: das Schachspiel. Genesis beherrscht das Spiel der Könige wie ein Weltmeister. Als er die jugendlichen Mitglieder eines örtlichen Schachclubs kennenlernt, erhält er die Chance seine Gabe zu nutzen und beschließt die unterprivilegierten Kids zu trainieren…
3 von 5

Das neuseeländische Drama „Das Talent des Genesis Potini“ erzählt vom typischen Werdegang eines Verlierers, der sich durch eine einzigartige Gabe zurück in die Gesellschaft manövriert. Das ist, gerade aufgrund authentischer Schauspielleistungen, äußerst rührend, inszenatorisch zurückhaltend, inhaltlich aber vorhersehbar und wirkt teilweise konstruiert, obwohl man sich an wahre Tatsachen hält.

Verlosung: Conjuring 2

James Wan lieferte mit „The Conjuring – Die Heimsuchung“ einen der meistgelobten Horrorfilme der vergangenen Jahre ab. Nun folgt mit CONJURING 2 die Fortsetzung, mit der der Filmemacher den Vorgänger sogar noch übertrifft. Zum Heimkinostart am 20. Oktober verlose ich in Kooperation mit Warner Bros. Home Entertainment ein cooles Fanpaket, bestehend aus je der Blu-ray zum Film plus ein im Dunkeln leuchtendes Shirt im schaurigen „Conjuring 2“-Design. Was ihr tun müsst, um diesen Preis abzustauben, erfahrt Ihr weiter unten in diesem Posting.

Die Geisterjäger Ed und Lorraine Warren (Patrick Wilson du Vera Farmiga) haben sich in den USA als Berater für übernatürliche Phänomene etabliert. Als ein weiterer Einsatz Lorraine an die Grenzen des Aushaltbaren führt, beschließt das Ehepaar, ihre Arbeit für eine Weile ruhen zu lassen. Doch dieses Vorhaben lässt sich nicht lange in die Tat umsetzen. Sie hören von rätselhaften Vorkommnissen in London, die einer alleinerziehenden Mutter und ihren vier Kindern das Blut in den Adern gefrieren lassen. Ein Dämon in Gestalt eines alten Mannes scheint sie aus dem Haus vertreiben zu wollen, der schon bald von Tochter Janet (Madison Wolfe) Besitz ergreift. Immer wieder wendet er sich mit aller Gewalt gegen die Familie, die in Ed und Lorraine Warren die letzte Möglichkeit sieht, heil aus dieser Sache herauszukommen. Doch nicht nur ortsansässige Skeptiker zweifeln an der Echtheit der Vorfälle, auch die Warrens können nicht leugnen, dass es Beweise gibt, die gegen die Familie sprechen…

Wer dachte, mit „Conjuring“ hätte James Wan den qualitativen Gipfel seiner Vita erreicht, der irrt. Die Fortsetzung liefert mehr Story, mehr Grusel, mehr Emotionen und damit einfach noch mehr Spaß. Eine Neuerfindung des Genres ist das zwar nicht, aber es ist die ultimative Perfektion dessen, was wir sehen wollen, wenn wir ein Kinoticket für einen Horrorfilm lösen.

Conjuring 2

Ihr wollt euch „Conjuring 2“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zu dieser Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Da sich Wessels-Filmkritik.com immer über neue Follower freut, ist diese Verlosung ausschließlich für meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower bestimmt. Einfach Fan werden – schon habt Ihr die Chance auf einen Gewinn!

Nach Teilnahmeschluss am 13. November 2016 um 23:59 Uhr wähle ich via Zufallsverfahren die Gewinner aus und schreibe sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Nach Abschluss der Verlosung werden alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

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