Schlagwort-Archiv: Horror

2021: Die schlechtesten Filme des Jahres

Wozu brauchen wir im Jahr 2021 eigentlich eine Liste, die uns aufzeigt, welche Filme der vergangenen zwölf Monate so richtig mies waren? War das Jahr nicht eigentlich schon ätzend genug? Ja und nein. Das Ergebnis auf das „Ja“ ist, dass es auch diesmal wieder nur eine Flop 10 anstatt meiner sonst üblichen Flop 20 geben wird. „Nein“ dagegen sage ich deshalb, weil man mit einem Blick auf die Graupen das Gute, das uns in diesen Jahren über Leinwand und Streamingdienste erreicht hat, umso mehr zu schätzen weiß. Aus diesem Grund gibt es an dieser Stelle nun MEINE FILMFLOPS 2021 zu lesen und in den nächsten Tagen komme ich dann auch noch mit meinen Tops um die Ecke. Nun aber erst einmal viel Spaß mit der folgenden Aufzählung.

An dieser Stelle ist noch kurz einmal Platz für einige wenig ehrenwerte Nennungen von Filmen, die es nur ganz knapp nicht in meine Flop 10 des Jahres geschafft haben. Als absolute Schlaftablette entpuppte sich das Benedict-Cumberbatch-Vehikel DER SPION, der nicht nur durch seinen austauschbaren Titel nicht im Gedächtnis blieb. Der Humor in DER BOANDLKRAMER UND DIE EWIGE LIEBE ging mir leider nach kurzer Zeit mächtig auf die Nerven. Die beiden Horror-Sequels A QUIET PLACE 2 und HALLOWEEN KILLS machten ebenfalls mehr falsch als richtig und Guy Ritchies CASH TRUCK war alles, aber kein Guy-Ritchie-Film. Immerhin alles noch besser als das, was jetzt kommt… 

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Last Night in Soho

Regisseur Edgar Wright hat sich nach „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“, der Cornetto-Trilogie sowie dem beatgetriebenen Actionspektakel „Baby Driver“ vor allem mit leichtfüßiger Kost hervorgetan. Für LAST NIGHT IN SOHO wagt er sich nun erstmals in reine Horrorfilmgefilde vor – doch das ist in diesem Fall völlig anders gemeint als es der bisweilen etwas reißerische Trailer vermuten lässt…

OT: Last Night in Soho (UK 2021)

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Halloween Kills

Nachdem David Gordon Green 2018 zum vierzigjährigen Jubiläum von John Carpenters Horrorklassiker den Maskenmann Michael Meyers zu neuem Leben erweckte, entkommt er in der direkten Fortsetzung HALLOWEEN KILLS ein weiteres Mal knapp dem Tod und eröffnet eine blutige Jagd auf neue Opfer. Diesmal leider längst nicht so stilsicher wie noch drei Jahre zuvor. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Halloween Kills (USA 2021)

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Titane

Bereits mit ihrem Regiedebüt „Raw“ sorgte die französische Regisseurin Julia Docournau für Furore. Ihr Folgewerk TITANE gewann in diesem Jahr dann sogar die Goldene Palme in Cannes, als wesentlich runderer Film erweist sich allerdings ihr Erstling. Mehr dazu verraten wir in unserer Kritik.

OT: Titane (FR/BEL 2021)

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16. September 2021: Die deutschen Kinostarts

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY. Diese Woche geht es um den 16. September 2021, an dem ein Film startet, auf den scheinbar die ganze Welt gewartet hat. Doch außerhalb der filmzentrischen sozialen Filterblase ist von einem „Dune“-Hype relativ wenig zu spüren. Auch die Vorbestellrate für die ersten Kinoaufführungen hielt sich in Grenzen. Gerade deshalb ist es aber so spannend, zu sehen, wie Denis Villeneuves Adaption des Romans bei der breiten Masse ankommen wird. Und wer keine Lust auf Science-Fiction hat, der bekommt mit „Je suis Karl“ einen richtig starken, brandaktuellen Film präsentiert. Oder eben „Saw: Spiral“… 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Übrigens: Das erste Mal in „Wessels‘ Weekly“-Zeiten gibt es diese Woche keinen Heimkinotipp. Es startet einfach nichts… Ich wünsche Euch natürlich trotzdem viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

JE SUIS KARL | Regie: Christian Schwochow  | DE/CZE 2021

Irgendwo in Berlin. Nicht irgendwann – heute. Ein Paket im Flur. Alex (Milan Peschel) ist Ehemann und Vater dreier Kinder. Er vergisst den Wein im Auto. Und wird anschließend durch eine verheerende Explosion aus der Routine seines Alltags gerissen. Er findet im Taumeln danach seinen Halt nicht wieder. Maxi (Luna Wedler) ist seine Tochter und eine kraftvolle junge Frau, die losgeht, in das, was Leben heißt. Die sich ihr Abnabeln anders vorgestellt hat, wütend wird und Fragen stellt. Der charismatische Karl (Jannis Niewöhner) ist längst losgegangen und scheint die Antworten zu haben, die Maxi noch sucht. Er fängt Maxi ab und auf. Kennt ihre Wut und das Ventil. Ist resolut, blitzgescheit und verführerisch tanzt er mit ihr auf des Messers Schneide. Als Teil einer Bewegung. Heute in Berlin. Morgen in Prag. Bald in Strasbourg – in ganz Europa. Es ist eine Machtergreifung.

Christian Schwochows „Je suis Charlie“ ist in seiner direkten Darstellung der Methoden Neuer Rechter nicht gerade ein subtiler und damit längst kein kontroverser Film. Doch durch die Erzählperspektive der von Luna Wedler herausragend gespielten Maxi gibt er einen umso deutlicheren Einblick in eine neue Form des Radikalen.


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