Schlagwort-Archiv: Tragikomödie

Der Hochstapler – Roofman

Ein Räuber, der im Spielzeugladen untertaucht und sich monatelang von M&Ms ernährt – klingt nach Comedy, wird aber in den Händen von „The Place Beyond the Pines“-Regisseur Derek Cianfrance viel mehr. DER HOCHSTAPLER – ROOFMAN erzählt eine wahre Geschichte, die so absurd ist, dass man sie kaum glauben mag. Und gerade deshalb zieht sie einen sofort in ihren Bann.

OT: Roofman (USA 2025)

Weiterlesen

Jay Kelly

Hollywood meets Selbstreflexion: In JAY KELLY spielt George Clooney einen alternden Star, der zwischen Imagepflege und familiären Verpflichtungen jongliert. Noah Baumbach versucht, das Porträt eines charismatischen, aber flachen Schauspielers zu zeichnen – mit wenig Erfolg. Selbst ein starker Adam Sandler kann die Schwächen nicht aufwiegen.

OT: Jay Kelly (USA 2025)

Weiterlesen

Das Leben der Wünsche

Nach seinem charmant-verspielten Debüt „Cleo“ galt Erik Schmitt als einer der spannendsten neuen Stimmen des deutschen Kinos. Sechs Jahre später knüpft er mit DAS LEBEN DER WÜNSCHE stilistisch genau dort an – fantasievoll, detailverliebt und visuell beeindruckend. Doch wo „Cleo“ noch Leichtigkeit und Magie verströmte, herrscht diesmal bleierne Schwere. Weder die Bilder noch die Geschichte funkeln. Das Ergebnis ist ein Film, der alles hat, um zu verzaubern und einen trotzdem leer zurücklässt.

OT: Das Leben der Wünsche (DE 2025)

Weiterlesen

Good Fortune – Ein ganz spezieller Schutzengel

Manchmal entsteht Kino nicht aus Kalkül, sondern aus Leidenschaft – und genau das spürt man in GOOD FORTUNE – EIN GANZ SPEZIELLER SCHUTZENGEL. Aziz Ansari erfüllt sich mit seinem Regiedebüt nicht nur den Traum, mit Keanu Reeves zu arbeiten, sondern liefert zugleich eine moderne Fabel über Glück, Arbeit und Gerechtigkeit in der Gig-Economy.

OT: Good Fortune (USA 2025)

Weiterlesen

Oslo Stories: Liebe | Träume | Sehnsucht

Im April und Mai erscheint in den deutschen Kinos eine der besten Filmtrilogien aller Zeiten. OSLO STORIES erzählt in seinen drei Teilen LIEBE, TRÄUME und SEHNSUCHT von einer emotional und sexuell offenen Gesellschaft in der Gegenwart. Dabei legt der Regisseur und Autor Dag Johan Haugerud eine solche Klarheit an den Tag, dass sich der eigene Horizont nach dem Filmgenuss um ein Vielfaches erweitert anfühlt. Grandiose Dialoge und die perfekte Nutzung des Drehorts Oslo machen aus diesem filmischen Dreiklang eine einmalige Kinoreise.

Darum geht’s

Im Zentrum von „Liebe“ stehen Marianne (Andrea Bræin Hovig) und Tor (Tayo Cittadella Jacobsen). Beide arbeiten in einem Osloer Krankenhaus und treffen sich eines Abends zufällig auf eine Fähre. An Bord entspinnt sich ein intimer Dialog über ihre Wünsche an das eigene Sex- und Liebesleben, dessen Inhalt sich auch auf die Leben einiger ihrer Weggefährt:innen auswirkt. Mariannes beste Freundin Heidi (Marte Engebrigtsen) gibt sich zwar sexuell offen, sieht Mariannes sehr freigeistiger Herangehensweise an das Thema Dating allerdings sehr kritisch gegenüber. Der sympathische, alleinerziehende Vater Geologe Ole Harald (Thomas Gullestad) hofft derweil, bei Marianne landen zu können, doch weiß die selbst noch nicht so ganz, ob sie sich auf eine Patchwork-Beziehung einlassen möchte.

Johanne (Ella Øverbye) weiß dagegen ganz genau, was sie will: ihre sympathische Lehrerin Johanna (Selome Emnetu), in die sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Doch anstatt in „Träume“ einfach nur aus der Ferne zu schwärmen, sucht Johanne den Kontakt und trifft sich fortan regelmäßig bei ihrer Angebeteten zuhause, um gemeinsam mit ihr zu stricken. Nach einer längeren gemeinsamen Zeit, bricht der Kontakt der beiden Frauen ab – und Johanne macht aus den Geschehnissen einen Roman, den sie anschließend ihrer Mutter (Ane Dahl Torp) und ihrer Großmutter (Anne Marit Jacobsen) zum Lesen gibt. Die beiden sind von den durchaus erotischen Schilderungen ihrer Tochter zunächst irritiert, befinden den Inhalt jedoch für so stark, dass sie Johanne raten, das Buch zu veröffentlichen…

Etwas, was die beiden namenlosen Protagonisten (Jan Gunnar Røise und Thorbjørn Harr) in „Sehnsucht“ vermutlich nicht tun würden. Die zwei als Schornsteinfeger über den Dächern von Oslo arbeitenden Kollegen schildern einander ihre tiefsten Geheimnisse. Doch die Erzählung einer homosexuellen Erfahrung bringt nicht etwa die Freundschaft der beiden ins Wanken, sondern eine eigentlich so perfekt scheinende Ehe…

Weiterlesen

« Ältere Einträge Letzte Einträge »