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Das startet am 24. März 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. Heute geht’s um den Startdonnerstag des 24 März, der ganz klar von dem Mega-Blockbuster „Batman vs. Superman – Dawn of Justice“ dominiert wird. Dagegen anzutreten traut sich unter den größeren Produktionen lediglich die Familienkomödie „My Big Fat Greek Wedding 2“. Dafür bietet das Arthouse-Kino einige sehr interessante Filme, die es sich näher zu betrachten lohnt. 

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den dazugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

MY BIG FAT GREEK WEDDING 2 | Regie: Kirk Jones | USA 2016

My Big Fat Greek Wedding 2

Es ist bereits einige Jahre her, seit die smarte Griechin Toula ihren Mann, den Nicht-Griechen Ian, geheiratet hat. Die gemeinsame Tochter Paris macht das Glück des Paares komplett. Doch mit Paris‘ nahendem High-School-Abschluss könnte eine entscheidende Wende in das Leben der Familie eintreten. Die Teenagerin spielt mit dem Gedanken, die Stadt zu verlassen, um aufs College zu gehen. Und damit nicht genug: In den Augen von Paris‘ unzähligen Verwandten braucht die hübsche Schülerin dringend einen Freund und bekommt einen potenziellen Heiratsanwärter nach dem anderen vorgestellt. Aber nicht nur in Toulas vier Wänden herrscht Stress, auch ihre Eltern stehen einander auf Kriegsfuß. Durch Zufall findet Großmutter Maria heraus, dass sie und ihr Mann Gus gar nicht miteinander verheiratet sind. Eine Hochzeit muss her und alle Nerven liegen blank. 3 von 5

Die Geschichte in „My Big Fat Greek Wedding 2“ gewinnt mit Sicherheit keinen Originalitätsbonus, doch durch die Liebe zu den Figuren und der genauen Beobachtungsgabe eines amerikanisch-griechischen Familienalltags ist Regisseur Kirk Jones ein ebenso warmherziger wie inhaltlich glaubhafter Nachfolger des Kultfilms von 2002 gelungen, der es so aussehen lässt, als wären Teil eins und zwei in einem Rutsch gedreht worden.


BATMAN V. SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE | Regie: Zack Snyder | USA 2016

Batman v. Superman: Dawn of Justice

Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck), jener überragende Streiter für Recht und Ordnung in Gotham City fürchtet, dass die Aktionen eines gottähnlichen Superhelden namens Superman (Henry Cavill) außer Kontrolle geraten könnten, wenn er nicht ständig beaufsichtigt wird. Deshalb legt er sich jetzt mit dem meistverehrten modernen Retter in Metropolis an, während die Welt darüber streitet, welche Art Helden sie eigentlich braucht. Und da Batman und Superman nun einander bekämpfen, taucht unversehens eine neue Bedrohung auf, durch die die Menschheit in brisante Gefahren von ungeahnten Ausmaßen gerät. 2 von 5

„Batman v Superman: Dawn of Justice“ scheitert mit einem unkoordinierten Skript, lieblosen Figuren, furchtbaren Computereffekten und mutlosen Twists auf nahezu allen Ebenen. Als einzige Pluspunkte erweisen sich Jesse Eisenberg als Lex Luthor sowie die Musik von Hans Zimmer und Junkie XL.


ROCK THE KASBAH | Regie: Barry Levinson | USA 2016

Rock the Kasbah

Rock-Manager Richie Lanz (Bill Murray) hat schon bessere Tage gesehen. Eine Afghanistan-Tournee mit seiner neusten Entdeckung Ronnie (Zooey Deschanel) soll ihn jetzt endlich wieder nach vorne bringen. Doch kaum sind die beiden im chaotischen Kabul eingetroffen, steht Richie plötzlich ohne seine Sängerin, Geld und Papiere da. Mit tatkräftiger Unterstützung des Söldners Bombay-Brian (Bruce Willis), der verführerischen Hure Merci (Kate Hudson) und zwei windigen Waffenhändlern (Scott Caan, Danny McBride) lässt sich Richie wohl oder übel auf ein riskantes Geschäft ein, um Geld für seine Rückreise aufzutreiben. Dabei entdeckt er im tiefsten afghanischen Hinterland eine junge Einheimische mit phänomenaler Stimme. Richie weiß nun,  was zu tun ist: Er muss dieses Mädchen zum Star machen!


MEIN EIN, MEIN ALLES  |  Regie: Maïwenn |  FR 2015

Mein Ein, Mein Alles

Nach einem schweren Skiunfall wird Tony (Emmanuelle Bercot) in ein Reha-Zentrum gebracht. Dort muss die junge Frau nicht nur mühsam das Gehen neu erlernen, sondern auch ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden. Zeit, um auf ihre turbulente Beziehung mit Georgio (Vincent Cassel) zurückzublicken: Warum haben sie sich geliebt? Wer ist dieser Mann, dem sie so verfallen war? Und wie konnte sie es zulassen, sich dieser erstickenden, zerstörerischen Leidenschaft auszuliefern? Vor Tony liegt ein langer Heilungsprozess, aber auch eine Chance, die Stücke ihrer zerbrochenen Persönlichkeit neu zusammenzusetzen und am Ende wieder frei zu sein…

Nach „Poliezei“ präsentiert Regisseurin Maïwenn erneut einen Film, der unter die Haut geht: Die Geschichte einer Frau, die nach einer verhängnisvollen Beziehung zu sich selbst zurück findet.


WE LOVE TO DANCE  |  Regie: Tammy Davis |  NZL 2015

We Love To Dance

Tu (Tia Maipi) träumt von einer Karriere als professioneller Hip-Hop-Tänzer. Als ihn die K-Crew – eine der besten Tanz-Crews des Landes – probeweise aufnimmt, scheint er seinem großen Ziel ein Stück näher zu kommen. Doch dann verliebt sich Tu in Sasha (Kherington Payne), die Freundin von K-Crews Anführer Kane. Dieser merkt bald, dass zwischen den beiden nicht nur beim Tanzen eine besondere Verbindung zu bestehen scheint. Als ein wichtiges Turnier näher rückt, an dem Tu eigentlich mit seiner alten Crew teilnehmen wollte, muss er eine schwere Entscheidung treffen – und seinen eigenen Weg zum Erfolg finden.

Die Tanzromanze „We Love To Dance“ von Regisseur Tammy Davis stammt aus Neuseeland und wir hierzulande lediglich in limitierter Auflage in den Kinos zu sehen sein.


SEX & CRIME  |  Regie: Paul Florian Müller |  D 2016

Sex & Crime

Valentin (Wotan Wilke Möhring) erhält einen alarmierenden Anruf von seinem besten Freund Theo (Fabian Busch), dem er spontan für eine Nacht mit Kellnerin Mörli (Claudia Eisinger) sein gerade bezogenes, eigentlich viel zu teures Haus überlassen hat. Zwischen Theo – Bestsellerautor, Schachspieler und gesundheitlich nicht ganz fit – und dessen Frau Katja (Pheline Roggan) kriselt es seit Längerem. Da kommt Ablenkung durch Mörli wie gerufen – meint Valentin. So weit, so praktisch. Doch als Valentin an seinem Haus eintrifft, ist alles dunkel, Theo verstört, jemand tot und natürlich nichts so, wie es aussieht…

Mit „Sex & Crime“ inszeniert Drehbuchautpr Paul Florian Müller sein Langfilmdebüt: Eine blutige Beziehungskomödie mit schrägen Charakteren und unerwarteten Wendungen!


SCHELLEN URSLI  |  Regie: Xavier Koller |  CH 2015
Schellen-Ursli

Spätsommer im idyllischen schweizerischen Unterengadin: Ursli hilft seinen Eltern bei der harten Arbeit auf der Alp. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft zu der gleichaltrigen Sereina, die mit ihren Eltern ebenfalls im nahe gelegenen Maiensäss übersommert. Als bei der Alpabfahrt ein Teil der Ernte verloren geht, muss sich Urslis  Familie beim wohlhabenden Ladenbesitzer des Dorfes verschulden. Für Ursli bricht eine Welt zusammen, denn er soll sein Zicklein Zila dem reichen Krämersohn Roman abgeben. Als er für den traditionellen Chalandamarz-Umzug auch noch nur die kleinste Glocke erhält und von den anderen Kindern als „Schellen-Ursli“ verspottet wird, stürzt er sich in ein kühnes Abenteuer, um die große Glocke aus dem eisigen Maiensäss zu holen. Basierend auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet


SILENT HEART – MEIN LEBEN GEHÖRT MIR  |  Regie: Bille August |  DK 2014

Silent Heart - Mein Leben gehört mir

Esther (Ghita Nørby) und ihr Mann Poul (Morten Grunwald), beide um die 70, laden ihre Familie in ihr Haus auf dem Land ein, um gemeinsam das Wochenende zu verbringen. Esther leidet unter einer unheilbaren Krankheit und will selbstbestimmt sterben. Die Schwestern Heidi (Paprika Steen) und Sanne (Danica Curcic) haben den Wunsch ihrer kranken Mutter akzeptiert, im Verlauf des Wochenendes können sie jedoch immer schlechter mit ihrer Entscheidung umgehen. Verdrängte Konflikte brechen auf, doch nach anfänglichem Zwist verläuft der erste gemeinsame Abend in einem liebevollen und vorsichtigen Miteinander. Später gesteht Sanne, dass sie die Entscheidung ihrer Mutter nur scheinbar akzeptiert hat und plant, einen Krankenwagen zu rufen, sobald ihre Mutter den tödlichen Tablettencocktail genommen hat.


Heimkinotipp: ICH UND EARL UND DAS MÄDCHEN  | Regie: Alfonso Gomez-Rejon |  USA 2015

Ich und Earl und das Mädchen

Greg (Thomas Mann) will sein letztes Schuljahr möglichst unauffällig durchziehen. Sogar Freundschaften meidet er, nur um das soziale Minenfeld, genannt Teenagerzeit, einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Er geht sogar so weit, seinen besten Freund Earl (RJ Cyler), mit dem er Kurzfilmparodien von Filmklassikern dreht, als Arbeitskollegen vorzustellen. Bis Gregs Mutter (Connie Britton) darauf besteht, dass er Zeit mit Rachel (Olivia Cooke) verbringt – einem Mädchen aus seiner Klasse, bei dem Krebs diagnostiziert wurde – und er feststellen muss, wie wertvoll echte Freundschaft sein kann. Gemeinsam mit Earl macht Greg das, was er am besten kann und beginnt, einen Film für Rachel zu drehen…
4 von 5

Alejandro Gomez-Rejon inszeniert seine Tragikomödie „Ich und Earl und das Mädchen“ als freigeistig-unangepasste Coming-of-Age-Story, die mit verschrobenen Charakteren und einer visuell verspielten Inszenierung überzeugt. Durch die konsequente, bisweilen ein wenig zu bemühte Weigerung vor Stereotypen und Klischees bleibt in Ansätzen jedoch auch die Authentizität auf der Strecke.

Das startet am 17. März 2016

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von WESSELS‘ WEEKLY, meiner wöchentlichen Vorschau auf die anstehenden Filmstarts. In dieser Woche befasse ich mich mit dem Startdonnerstag des 17. März, der einmal mehr eine Handvoll neuer mehr oder weniger interessanter Kinofilme bereithält. Darunter der heiß ersehnte dritte Teil der „Kung Fu Panda“-Reihe, das oscarnominierte Entführungsdrama „Raum“ sowie ein weiterer Young-Adult-Abenteuerfilm aus dem Hause „Die Bestimmung“. Diesmal mit dem Titel „Allegiant“.

Wenn Ihr mehr zu den einzelnen Filmen wissen wollt, klickt einfach auf’s Plakat und entdeckt dort entweder die Kritik oder den zugehörigen Trailer. Bei Produktionen, die ich vorab nicht sichten konnte, liefere ich Euch auch diesmal wieder eine Zusammenfassung der Handlung. Und wer lieber daheim bleibt, für den habe ich natürlich auch einen hübschen Heimkinotipp parat. Ich wünsche Euch viel Freude mit dieser neuen Ausgabe und natürlich viel Spaß im Kino!

RAUM | Regie: Lenny Abrahamson | USA 2015

Raum

Ein Leben zu zweit auf 9m2. „Raum“ ist die außergewöhnliche Geschichte von Jack, einem lebhaften Fünfjährigen, um den sich seine liebende Mutter Ma kümmert. Wie jede Mutter will sie, dass Jack glücklich und sicher ist. Sie zieht ihn liebevoll auf, spielt mit ihm, erzählt ihm Geschichten – doch ihr beider Leben ist alles andere als normal. Sie sind gefangen in diesem Raum. Ma hat daher ein ganzes Universum innerhalb des Raums für Jack erschaffen und wird vor nichts Halt machen, um sicherzugehen, dass Jack auch in dieser tückischen Umgebung in der Lage ist, ein vollkommenes und erfülltes Leben zu führen. Aber als Jack immer mehr Fragen über ihre Situation stellt und Ma an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stößt, beschließen sie eine riskante Flucht. Erfolg oder Misserfolg hängen nun von Jack ab…
4 von 5

„Trumbo“ reißt viele Themen an und verzettelt sich dabei nur minimal. Bryan Cranston glänzt als kauziger Schriftsteller und Helen Mirren liebt ihre Rolle der gehässigen Journalistin. Trotz Längen im Mittelteil empfiehlt sich dieser Film all jenen, die sich auch mit der gehässigen Seite Hollywoods einmal auseinandersetzen wollen. Ein echter Geheimtipp!


KUNG FU PANDA 3 | Regie: Jennifer Yuh, Alessandro Carloni | USA 2016

Kung Fu Panda 3

Nach der überraschenden Rückkehr von Pos (Hape Kerkeling) verloren geglaubtem Vater macht sich das wiedervereinte Duo auf den Weg in ein geheimes Panda-Paradies, wo sie jede Menge lustige neue Pandas kennenlernen. Der Spaß hat jedoch ein Ende, als der übermächtige Bösewicht Kai in China einen Kung Fu Meister nach dem anderen bezwingt und Po vor eine schier unlösbare Aufgabe stellt: Er muss aus einem Dorf voller lebenslustiger, schwerfälliger Pandas ultimative Kung Fu Panda-Kämpfer machen! 3 von 5

Besonders für die kleinen Zuschauer ist „Kung Fu Panda 3“ ein gelungenes Sequel der bisherigen Abenteuer. Doch wer mit dem Franchise bislang nichts anfangen konnte, dem macht es auch der dritte Teil schwer, diese Einstellung zu ändern.


DIE BESTIMMUNG – ALLEGIANT | Regie: Robert Schwentke | USA 2016

Die Bestimmung - Allegiant

Nach den erschütternden Ereignissen in „Die Bestimmung – Insurgent“ sind Tris und Four gezwungen zu fliehen und die Mauern, die Chicago umschließen, hinter sich zu lassen. Damit wagen sie den ersten Schritt aus der einzigen ihnen bislang bekannten Stadt und der vertrauten Umgebung ihrer Familie und Freunde. Doch bereits kurz nach ihrer Flucht werden alle bisher gewonnenen Erkenntnisse durch die Entdeckung einer neuen, schockierenden Wahrheit zunichte gemacht. Tris und Four müssen entscheiden, wem sie in einer erbarmungslosen Schlacht, die die Existenz der gesamten Menschheit bedroht, vertrauen können. Um zu überleben, sind sie gezwungen, schier unmögliche Entscheidungen über Mut, Treue, Opfer und Liebe zu treffen.

Visuell angesiedelt zwischen „Oblivion“ und „Maze Runner“ ist der neueste Teil der „Die Bestimmung“-Reihe allenfalls als Zur-Schau-Stellung futuristischer Gadgets akzeptabel. Mit seinen eindimensionalen Charakteren und der sukzessive immer irrelevanter werdenden Handlung erweist sich „Allegiant“ insgesamt allerdings als mit Abstand schlechtester Teil des Franchises und macht trotz Cliffhanger (!) nicht unbedingt Lust auf mehr.


AUFERSTANDEN  |  Regie: Kevin Reynolds |  USA 2016

Auferstanden

„Auferstanden“ erzählt die epische Geschichte über die biblische Auferstehung durch die Augen eines Nicht-Gläubigen. Der mächtige römische Militärtribun Clavius und sein Berater Lucius werden damit beauftragt, das Rätsel um die Geschehnisse nach der Kreuzigung Jesu Christi zu lösen. Sie sollen die Gerüchte um den auferstandenen Messias widerlegen und damit einen Aufstand in Jerusalem verhindern.

Regie führt Kevin Reynolds („Waterworld“), der basierend auf einer Story von Paul Aiello, mit diesem das Drehbuch schrieb. Als Produzenten  fungieren u.a. Mickey Liddell, Patrick Aiello. Neben Joseph Fiennes („American Horror Story“) und „Harry Potter“-Star Tom Felton sind Peter Firth und Cliff Curtis in weiteren Rollen zu sehen.


HERBERT  |  Regie: Thomas Stuber |  D 2015

Herbert

Herbert ist ein Berg von einem Mann. Obwohl in die Jahre gekommen, sind seine Muskeln und Fäuste immer noch sein ganzes Kapital. Früher war er „Der Stolz von Leipzig“. Heute verdient er seinen Lebensunterhalt als zuverlässiger Geldeintreiber oder Türsteher, abends bereitet er den jungen aufstrebenden Boxer Eddy auf dessen ersten Titelkampf vor.

Aber bald wird Herbert erkennen müssen, dass er vor den Trümmern seines Lebens steht. Seine längst erwachsene Tochter hat ihn nicht mehr gesehen, seitdem sie sechs Jahre alt war. Seine Freundin Marlene hält er auf Abstand. Und dann stellt die Diagnose ALS sein bisheriges Leben völlig auf den Kopf. Herbert weiß, dass jetzt die Zeit für seinen letzten Kampf gekommen ist, dass er jetzt richten muss, was er falsch gemacht hat. Bevor es zu spät ist…


LOLO – DREI IST EINER ZU VIEL  |  Regie: Julie Delpy |  FR 2015
Lolo

Eigentlich wollte Violette nur ein paar Tage Auszeit mit ihren besten Freundinnen in Südfrankreich nehmen. Dort aber läuft ihr Jean-René über den Weg – und sie verliebt sich. Hals über Kopf. Und das, obwohl er so gar nicht zu ihr passt. Violette liebt ihr Leben in Paris und ihren Job in der Modebranche, Jean-René dagegen ist ein nerdiger Informatiker und scheint nicht viel mehr von der Welt gesehen zu haben als die Provinz und seinen Computer. Doch sie ist schon so lange ohne Mann, und selbst ihre Freundinnen raten ihr, es mit ihm zu probieren. Überraschenderweise läuft es so gut zwischen den beiden, dass Jean-René noch vor Jahresende nach Paris zieht. Das junge Glück könnte perfekt sein, wäre da nicht: Lolo , Violettes 19-jähriger Sohn. Der denkt gar nicht daran, sie mit einem anderen zu teilen – und greift dafür zu immer drastischeren Maßnahmen.


BACH IN BRAZIL  |  Regie: Ansgar Ahlers |  BRA/D 2015

Bach in Brazil

Völlig unerwartet erfährt der ehemalige Musiklehrer Marten Brückling, dass ihm ein einst nach Brasilien ausgewanderter Jugendfreund die Original-Abschrift eines Blattes von Johann Sebastian Bach, angefertigt von dessen jüngstem Sohn, Johann Christian Bach, hinterlassen hat. Der kleine Haken dabei: Marten muss die Erbschaft persönlich antreten. Er fliegt nach Ouro Preto, einer bunten brasilianischen Barockstadt. Kurz vor der Heimreise wird ihm sein Gepäck mit allen Papieren und dem Notenblatt gestohlen. Marten will verzweifeln. Doch er bekommt Hilfe angeboten vom Einzigen weit und breit, der Deutsch spricht, von Candido. Candido arbeitet in der örtlichen Jugendstrafanstalt. Er ist herzlich und zuvorkommend, knüpft jedoch eine Bedingung an sein Hilfsangebot: Marten soll den Kindern der Anstalt Musikunterricht geben.


TOMORROW IS ALWAYS TOO LONG  |  Regie: Phil Collins |  UK 2014

Tomorrow is Always Too Long

Dokumentarisches Musical oder Musikalischer Dokumentarfilm? „Tomorrow is Always Too Long“ ist ein berauschender, psychedelischer Mix der verschiedensten filmischen Genres.

Im Zentrum des Films steht ein Zyklus von sechs Liedern der walisischen Musikerin Cate Le Bon berührend interpretiert von einem 10-jährigen Mädchen bis hin zu einem 83-jährigen Senioren. Die intimen, mitreißenden Pop-Perlen bekommen eine monumentale Ebene durch die kraftvolle Begleitung des Royal Scottish National Orchestra. Late-Night-TV-Schnipsel aus Werbung, Quiz, Talk oder Astro-Shows schaffen ein kaleidoskopisches Potpourri diverser Konsumwelten, durchbrochen von einer Serie von Scherenschnitt-Animationen, die von einer Partynacht in Glasgow erzählen.


POWER TO CHANGE  |  Regie: Visar Morina |  DE/RKS/MKD/FR 2015

The Power to Change

Der zehnjährige Nori und sein Vater Gezim verkaufen zusammen Zigaretten auf den Straßen des Vorkriegskosovo der 90er Jahre. Auf Noris Mutter möchte Gezim nicht angesprochen werden. Der Vergangenheit zu entfliehen gehört zur Stärke des Vaters. Nun will er dem Kosovo entfliehen, ohne Nori. Doch der Sohn stellt sich quer und versucht mit allen Mitteln, ihn davon abzuhalten. Es kommt zu einem Unfall. 4 Voller Wut und Entschlossenheit folgt er ihm auf diese gefährliche Reise und findet tatsächlich seinen Vater in Deutschland wieder. Mit kindlicher Konsequenz konfrontiert er ihn mit seiner Tat, die er ihm nicht verzeihen kann. Der entsetzte Vater bringt seinen Sohn ins Krankenhaus. Als Nori entlassen wird, ist sein Vater heimlich gegangen. „Babai“ wurde auf dem Filmfest München vierfach ausgezeichnet und erhielt den Förderpreis Neues Deutsches Kino.


Heimkinotipp: IRRATIONAL MAN  | Regie: Woody Allen  |  USA 2015

Irrational Man

Der Philosophieprofessor Abe Lucas ist emotional auf einem Tiefpunkt angekommen: Absolut nichts scheint ihm mehr sinnvoll zu sein – von der Lebensfreude ganz zu schweigen. Als Abe seine Dozententätigkeit an einem Kleinstadt-College aufnimmt, lässt er sich bald darauf mit zwei Frauen ein: Die einsame Professorin Rita Richards erwartet von Abe, dass er sie aus ihrer unglücklichen Ehe rettet, und seine beste Studentin Jill Pollard wird bald zu seiner engsten Vertrauten. Durch einen reinen Zufall verändert sich für Abe und Jill alles, als sie das Gespräch eines Fremden belauschen, das sie nicht mehr loslässt. Sobald Abe einen wichtigen Entschluss gefasst hat, gelingt es ihm auch, sein Dasein erneut in vollen Zügen zu genießen. Doch seine Entscheidung löst eine Kettenreaktion aus, die auf sein Leben ebenso wie auf Jill und Rita weitreichende Auswirkungen haben wird. 4 von 5

Mit „Irrational Man“ beweist Altmeister Woody Allen einmal mehr seine Daseinsberechtigung unter den Regielegenden. Seine Tragikomödie verzichtet auf allzu weit hergeholte Plottwists und funktioniert in Gänze über die Erwartungshaltung seiner Zuschauer. Damit bedient die Geschichte jede Gefühlslage und lässt sich in unterschiedlichen emotionalen Verfassungen aus vollkommen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

Verlosung: Boy 7

Das deutsche Genrekino ist tot. Es lebe das deutsche Genrekino – zumindest in Ansätzen. “Chiko”-Regisseur Özgür Yildirim springt mit dem Science-Fiction-Abenteuer BOY 7 auf den Zug moderner Jugendliteratur-Adaptionen auf und beginnt stark, nur um am Ende in Klischees zu ertrinken. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf den Film, der seit dem 25. Februar auch fürs Heimkino erhältlich ist. In Kooperation Koch Media verlose ich den Film zweimal auf Blu-ray. Alles was Ihr tun müsst, um einen der beiden Gewinner abzustauben, lest Ihr weiter unten in diesem Beitrag.

Ohne Erinnerungen daran, was ihn in diese missliche Lage bringen konnte, wacht ein zunächst namenloser Teenager (David Kross) auf einem stillgelegten U-Bahn-Gleis auf. Der smarte Junge weiß weder, wie er heißt, geschweige denn, wohin er gehört. Ähnlich ergeht es einem Mädchen namens Lara (Emilia Schüle), auf das er wenig später trifft und das immerhin schon ein wenig mehr über sich und ihre Herkunft herausgefunden hat. Der Junge findet ein Tagebuch, das offenbar von ihm selbst geschrieben wurde. Darüber erfährt er, dass er Sam heißt und dass er offenbar aus einem Jugendcamp stammt, wo er gerade dabei war, eine Art Ausbildung zu absolvieren. Nach und nach kommen Lara und Sam ihrem früheren Leben auf die Spur, das etwas offenbart, was sich beide niemals hätten erträumen lassen…

„Boy 7“ ist vor allem deshalb sehenswert, weil Özgür Yildirim beweist, dass Jugendkino von internationalem Format nicht zwingend aus den USA kommen muss. Seine Romanverfilmung überzeugt mit einem cleveren Konzept und einer technisch hervorragenden Umsetzung. Auch die Darsteller beeindrucken mit ihren Leistungen, was es umso bedauerlicher macht, dass dem Film in der letzten halben Stunde die Puste ausgeht. Sonst wäre aus einem guten Film vielleicht sogar ein sehr guter geworden.

Boy 7

Ihr wollt Euch „Boy 7“ auf keinen Fall entgehen lassen? Dann müsst Ihr nichts weiter tun, als den zur Verlosung gehörenden Facebook-Beitrag zu kommentieren, zu teilen oder zu liken. Btw: Wessels-Filmkritik.com freut sich immer über neue Follower!

Nach Teilnahmeschluss am 13. März 2016 um 23:59 Uhr wählte ich via Zufallsverfahren den Gewinner oder die Gewinnerin aus und schreibe ihn/sie über eine Privatnachricht an, damit Ihr den Preis so schnell wie möglich erhaltet. Eure Adresse wird einzig zur Abwicklung des Gewinnspiels verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Nach Abschluss der Verlosung werden alle personenbezogenen Daten gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Deadpool

Vorbei sind die rosigen PG-13-Zeiten aus dem Hause Marvel. Mit DEADPOOL kommt jetzt die Bastard-Antwort auf Iron Man, Captain America und Co. in die Kinos, in denen sich ein entstellter Rächer mit nicht ganz so heldentauglichen Ansichten anschickt, die Welt zu retten – in erster Linie aber seinen knackigen Hintern. Mehr zu diesem frech-blutigen Spektakel lest Ihr in meiner Kritik.Deadpool Read more

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