Im Jahr 2009 erschien das legendäre „Wolfsrudel“ das erste mal auf den Kinoleinwänden und nahm uns mit auf eine Reise durch das wilde Las Vegas. Der Film um einen missglückten Junggesellen-Abschied wurde schnell zum Kult, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis eine Fortsetzung erscheinen musste. Dieses Jahr war es so weit und seit einigen Wochen gibt es die Lachnummer nun endlich auch für Zuhause. Lest im Folgenden, wie ich den zweiten Teil bewerte und ob es sich lohnt, sich das Steelbook zuzulegen.
Der Plot
Die vier Freunde Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms), Alan (Zach Galifianakis) und Doug (Justin Bartha) machen sich wie beim letzten mal auf, einen Junggesellenabschied zu feiern. Diesmal steht Stu als Bräutigam im Mittelpunkt, der in Thailand den Bund für’s Leben schließen möchte. Am Flughafen, auf dem Weg nach Thailand, trifft das Quartett auf Teddy (Mason Lee), den Bruder der Braut und damit Stus zukünftigen Schwager, der von dort an, zum Leidwesen von Alan, ebenfalls zum „Wolfsrudel“ gehört.
Nach einem wenig geglückten Abendmahl mit der Hochzeitsgesellschaft ziehen sich die Freunde zwei Abende vor der Hochzeit an den Strand zurück, um dort einen heiteren Abend zu verbringen. Doch es kommt alles anders.
Von nun an gilt es, zu rekonstruieren, was dem Wolfsrudel in der vergangenen Nacht passiert ist, ganz im Stil des erstes Teils, denn den Protagonisten dabei zuzuschauen ist erneut ein irrsinniger Spaß.
„Er sagte, er kriegt oft ’nen Harten wegen der Medikation…!“
Kritik
Wer Teil 1 mochte, wird auch Teil 2 mögen, so einfach ist das. Doch es gibt ein paar Kleinigkeiten, die mich dann doch dazu bringen, die Kritik ein wenig ausführlicher zu gestalten. Der Film erzählt die Geschichte aus dem ersten Teil erneut, doch diesmal wird die Handlung einfach von Las Vegas nach Bangkok verlegt, wodurch alleine schon der ganze Film eine Spur düsterer wirkt.
Die Film spielt zu großen Teilen in den Straßen Bangkoks. Die Farben hier spiegeln den Flair dieser Stadt sehr gut wider. Dunkle Grün- und Gelbtöne dominieren das Geschehen. Teilweise sehr rasante Kamerafahrten runden die Verkörperung dieses regen Stadttreibens ab. Die Musik wirkt zum Teil ein wenig unpassend. Zwar überlädt sie den Film nicht und untermalt einige Szenen teilweise sehr schön, trotzdem wirkt der Soundtrack an manchen Stellen „zusammengeklaut“ und verfolgt keinen roten Faden. Daher hier ein Punkt Abzug für die Musik. Im Übrigen hat mich die Musikuntermalung allerdings auch schon beim ersten Teil der „Hangover“-Trilogie (Ja, es kommt ein dritter Teil!) gestört, womit dieser Kritikpunkt für beide Teile gilt, in meinen Augen.
Insgesamt ist der Film einfach wesentlich dreckiger als sein Vorgänger. Das war jedoch sicherlich, bei der Entscheidung, Bangkok als Stadt auszuwählen, gewollt. Der Humor ist gewagter (für mich FSK 16!), doch die Schauspieler bzw. die Rollen haben ihren Charme aus dem ersten Teil beibehalten und das ist ein großer Pluspunkt. Die Figur des dicklichen, kindlichen Alan ist so liebevoll gespielt, dass der Film allein wegen Zach Galifianakis sehenswert ist. Doch auch Bradley Cooper, seines Zeichens „Sexiest Man Alive“ (und ja, ich kann es verstehen – sorry Til Schweiger!) macht seine Sache hervorragend. Ed Helms und Justin Bartha runden das bekannte Quartett hervorragend ab. Die Figur des „Teddy“ bleibt ein wenig im Hintergrund und meiner Meinung nach ist das auch richtig so, um die Interaktion zwischen den wirklichen Protagonisten nicht zu stören.
BluRay oder DVD?
Auch wenn ich den Film selbst sehr empfehle, so sehe ich jedoch davon ab, hier auf die BluRay zu verweisen. Sicher ist der Film lustig und wirklich gut, doch was ausbleibt, ist die Farben- und Bildgewalt, weswegen man den Film unbedingt auf BluRay haben muss. Die DVD-Edition reicht völlig aus und ist schon kurz nach Veröffentlichung für wenig Geld (unter 10 € – Stand 16.12.11) zu haben – sogar im Einzelhandel! Bild und Ton sind gut. Sicherlich legt die BluRay noch einiges an Qualität drauf aber für diesen Film reicht es, meiner Meinung nach, aus. Es gibt eine Steelbook-Edition, von der ich allerdings nicht sehr angetan war. Für mich hat der Film zwar wirklich das Potential, auch noch in einigen Jahren als „Kultfilm“ bezeichnet zu werden, doch momentan fehlt mir der Kultfaktor noch zu sehr, als dass ich den Film als Steelbook haben wollen würde. Immerhin muss man sagen, gab es auch von Teil 1 eine Steelbook-Edition. So haben die Leute, die sich die damals gesichert haben hier die Möglichkeit, ihr Werk zu vervollständigen.

