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Die Oscar-Verleihung 2015: Teil 1

Und wieder einmal steht eine Awardverleihung an und im Falle der Oscars ist dies nicht minder der wichtigste Filmpreis der Welt. Rund 6000 Mitglieder der Academy stimmten in den letzten Tagen über die Highlights der vergangenen Filmsaison ab. Auch ich habe mich vorab mit den Favoriten und Außenseitern des Events befasst und stelle nun meine umfassende Prognose vor. Man darf gespannt sein, mit welcher Trefferquote ich den Oscar in diesem Jahr zu den Akten legen darf.

Bester Film

Unter den drei Frontrunnern „Boyhood“, „Birdman“ und „Grand Budapest Hotel“ gibt Richard Linklaters Mammutprojekt das passionierteste und vollkommenste Werk ab, das auch vom cineastischen Stellenwert am höchsten einzuordnen ist. Darüber hinaus hat es der bereits Anfang 2014 in den Kinos erschienene Film geschafft, sich nicht erst knapp vor der Saison, sondern über die gesamte Saison eine beachtenswerte Lobby aufzubauen.

 

Beste Regie

Eine schwierige Prognose, doch ich könnte mir vorstellen, dass sich die beachtliche organisatorische Leistung von Richard Linklater gegen das genaue Auge eines Alejandro González Iñárritu ebenso durchsetzen wird, wie gegen die Verspieltheit und Kreativität von Wes Anderson.

 

Eddie Redmayne mimt Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“

Bester Hauptdarsteller

Eigentlich wäre alles ein Skandal, was nicht auf Steve Carell hinausläuft, doch die bisherigen Kritikerpreise sprechen für sich, daher dürfte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Keaton und Redmayne geben, was letzterer für sich entscheiden wird.

 

Beste Hauptdarstellerin

Auch wenn ich mich persönlich sehr über Rosamund Pike freuen würde, die in dem viel zu wenig nominierten Thriller „Gone Girl“ nicht weniger als eine hammermäßige Leistung abliefert, so wird doch die nicht minder beeindruckende Julianne Moore das Rennen machen und ihren ersten Goldjungen für ihre Rolle einer Demenzkranken erhalten.

 

Nie war Julianne Moore besser als in dem bewegenden Demenz-Drama „Still Alice“.

Bester Nebendarsteller

J.K. Simmons hat seine für seine grandiose Darbietung eines diabolischen Musiklehrers alles abgeräumt, was es abzuräumen gibt. Wieso sollte das beim Oscar anders sein?

 
Beste Nebendarstellerin

Patricia Arquette ist an dieser Stelle einfach die sicherste Wahl, auch wenn ich mich über jede andere Darstellerin mehr freuen würde, da Arquette zwar toll, nicht jedoch so eindringlich spielt wie ihre Kolleginnen, geschweige denn ihr Filmpartner Ethan Hawke.

 

In den nächsten Tagen widme ich mich den weiteren Kategorien…

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