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Oscars 2015: Shortlist „Bester Song“

Ein weiteres Mal nach der Shortlist zum Besten Score wird es musikalisch in meiner Oscar-Prognose 2015. Orchestrale Musiken, leise Pianotöne und epochale Orgelklänge müssen beschwingten Pop-Rhythmen, melancholischen Balladen und ganz relaxten Westernmelodien weichen. Hier kommt also meine Vorab-Auswahl in der Kategorie „Bester Song“.

Bei den Golden Globes ging die musikalische Tragikomödie CAN A SONG SAVE YOUR LIFE? erstaunlicherweise völlig leer aus. Ich möchte mich allerdings nicht damit abfinden, dass die melancholische Sinnsuche von Keira Knightley und Mark Ruffallo in dieser Award-Saison so völlig frei von jedweden Preisen sein soll. Der Abschlussong „Lost Stars“, der im Film insgesamt in drei unterschiedlichen Fassungen zu hören ist, wird in der hier vorgeschlagenen Version von Maroon-5-Frontmann Adam Levine vorgetragen. Eine emotionale Ballade mit toller Musikuntermalung, eingängigem Rhythmus und dem richtigen Tonfall für das starke Finale eines noch viel stärkeren Films. Nominierungschancen: Okay bis gut!

Im letzten Jahr ging der Titelsong zum zweiten Teil des Hobbit-Epos leer aus. Mit dem Finale DER HOBBIT: DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE dürfte man einen gewissen Finalbonus haben. Des Weiteren stammt die schlichte Ballade von Billy Boyd, einem ehemaligen Darsteller der Reihe. Sie ist eingängig, handgemacht und wird ohne viel Effekthascherei dargeboten. Das könnte der Academy gefallen. Nominierungschancen: Gut!

Mit der spaßigen Trash-Nummer „Everything is Awsome“ erarbeite sich die Musiknummer aus THE LEGO MOVIE einen gewissen Kultstatus. Der Song persifliert die vermeindliche Eingängigkeit belangloser Retortenpopmusik, inwieweit die Academy diese Satirespitze mag, bleibt abzuwarten. Nominierungschancen: Okay bis gut!

Auch wenn es klüger wäre, die beiden Globe-Nominees „Selma“ und „Noah“ vorherzusagen, halte ich an meinem Mut zur Außenseiterprognose fest und rechne nach einer Songnominierung für „Ted“ im Jahr 2012 fast schon sicher mit einer Nominierung für den gechillten Westernsong „A Million Ways to Die“ aus A MILLION WAYS TO DIE IN THE WEST. Per se ist der Song nichts Besonderes, bis auf, dass er durch seine Eingängigkeit recht flott zu gefallen weiß. Darüber hinaus ist den Amerikanern ihre Countrymusik heilig. Vielleicht hat ja auch Seth MacFarlanes zweiter Leinwandausflug Glück. Im Gegensatz zu „Ted“ gefiel mir die spleenige Westerncomedy ja sogar. Nominierungschancen: Okay!

Irgendein „Muppets“-Song wird es doch wohl unter die Nominierten schaffen. Mit der Parodie auf den Sequelwahn Hollywoods trifft MUPPETS MOST WANTED voll ins Schwarze und hält der Traumfabrik ihren Spiegel vor, ohne dabei zu dreist zu sein. Das Ganze verpackt in eine klassische Popnummer und fertig ist ein Song, der in der Form durchaus den Geschmack der Jury treffen könnte. Nominierungschancen: Gut!

Die Wermutstropfen:

Ich vermisse den Abspannsong „All of the Stars“ von Ed Sheeran aus der großartigen Bestsellerverfilmung DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER. Außerdem hätte man durchaus mehr Songs aus CAN A SONG SAVE YOUR LIFE? nominieren können, wie etwa „Coming Up Roses“ oder „A Step That Can’t Take Back“

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