Der Untertitel „Brüste, Blut und fiese Fische“ ist bei weitem nicht unpassend für den trashigen Slasher PIRANHA 3D des französischen Horror-Regisseurs Alexandre Aja, bekannt durch „The Hills Have Eyes“. Doch wer glaubt, dass in dem Gewirr aus blutrünstigen Piranhas und blanken XXL-Titten kein sehenswerter Film zu finden ist, der irrt. Wer nun neugierig geworden ist, der sollte sich die folgende Kritik genau durchlesen, um festzustellen, dass das Gemetzel absoluten Spaß machen kann, wenn man sich (mit der richtigen Einstellung) darauf einlässt.
Der Plot
Für diesen Film eine Inhaltsangabe zu schreiben ist eigentlich unmöglich, denn eine wirkliche Handlung gibt es auch bei näherem Hinsehen nicht. Natürlich gibt’s da etwas ähnliches, was sich in etwa so anhört:
Ein Erdbeben reißt einen großen Spalt in den Grund des Lake Victoria, wodurch prähistorische und überdimensional große Piranhas freigelassen werden. Ausgerechnet an diesem Wochenende tummeln sich am besagten See tausende feierwütige StudentInnen, um es beim Spring Break ordentlich krachen zu lassen. Während eine Gruppe aus Forschern, zusammen mit Sheriff Julie Forester (Elisabeth Shue) versucht, ein Mittel gegen die bisswütige Fischmeute zu finden, bahnt die sich ihren Weg, einmal quer durch ihre menschliche Speisekarte.
Und das war’s. Es gibt kleinere Nebenstränge, aber im Groben wäre die Filmhandlung mithilfe dieser wenigen Worte erzählt. Wer nun noch nicht abgeschreckt ist, der bekommt hier nun meine Kritik zum Film präsentiert.
„Was zum Teufel macht dieses Ding in meinem See?“
Kritik
Die Fische sind gut animiert und haben teilweise einen deutlicheren Charakter als die Darsteller. Die sind nämlich durch die Bank austauschbar. Niemand von ihnen hinterlässt einen bleibenden Eindruck, aber den brauchen die Schauspieler auch nicht, da sie den Film sowieso nicht überleben, sodass man sich zwingend an sie erinnern müsste. Aber warum finde ich den Film jetzt eigentlich gut, wenn ich die Darsteller austauschbar finde, der Film keine Handlung hat und lediglich die Animation der Fische ganz nett ist? Ganz einfach, weil der Film so platt und so trashig ist, dass es einen ungeheuren Spaß macht, in den knapp 90 Minuten sein Hirn auszuschalten und sich einfach nur anzuschauen, wie fremde, teilweise doofe Leute um ihr Leben schwimmen.
BluRay oder DVD?
Der Film ist in drei verschiedenen Version käuflich zu erwerben. Als normale DVD-Edition, als BluRay-Disc und als 3D-BluRay-Disc. Ich bin mit der DVD-Edition sehr zufrieden, doch ein etwas klareres Bild hätte der DVD gut getan, zudem klingt der Ton teilweise etwas dumpf. Da kann wohl die BluRay-Disc ganz klar gegenhalten, denn in diesem Fall sieht das Bild, im wahrsten Sinne des Wortes ganz anders aus und besticht durch ein gestochen scharfes Bild und uneingeschränkt empfehlenswerten Ton. Auf die 3D-Edition der Disc sollte allerdings verzichtet werden. Da es sich bei „Piranha 3D“ um einen absoluten Party-Film handelt, könnten die Brillen, während des Films stören. Außerdem ist die 3D-Technik für Zuhause zum heutigen Zeitpunkt noch nicht ausgereift genug, als dass es wirklich ein Genuss ist, zuhause 3D zu erleben. Daher hier meine ganz klare BluRay-Empfehlung.

