Kategorie-Archiv: Im Gespräch mit…

Im Gespräch mit Markus Goller und David Kross

Zum Kinostart der berührenden Tragikomödie SIMPEL habe ich Regisseur Markus Goller und Hauptdarsteller David Kross im Rahmen der Deutschlandpremiere in Hamburg zum Interview getroffen. Mit mir sprachen die beiden darüber, weshalb sich dazu entschlossen wurde, nicht mit einem tatsächlich Behinderten zu drehen, was Hamburg zu einer telegenen Stadt macht und was die beiden aus den anspruchsvollen Dreharbeiten für sich persönlich haben mitnehmen können.

Seit Ben denken kann, sind er und sein Bruder Barnabas ein Herz und eine Seele. Barnabas, „Simpel“ genannt, ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Kindes. Quasilorten (Erdbeeren) sind sein Lieblingsessen und draußen im Watt entdeckt er mit seinem Stofftier Monsieur Hasehase neue Kontinente. Simpel ist anders und oft anstrengend, aber ein Leben ohne ihn ist für Ben unvorstellbar. Als ihre Mutter unerwartet stirbt, soll Simpel in ein Heim eingewiesen werden. Die einzige Person, die diesen Beschluss rückgängig machen könnte, ist ihr Vater David, zu dem die Brüder seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr hatten. Die Suche nach ihm entwickelt sich zu einer turbulenten Odyssee, bei der Simpel und Ben auf die Medizinstudentin Aria und ihren Kumpel, den Sanitäter Enzo treffen. Keiner der vier ahnt, dass sich hier eine große Freundschaft entwickelt – und vielleicht ein bisschen mehr. Gemeinsam fahren sie in die große Hansestadt, wo Simpel die Bekanntschaft mit Chantal vom Kiez macht und bei einem Koch-Versuch Arias Küche in Flammen setzt, während Ben ihren Vater David aufsucht und eine Entscheidung treffen muss, die ihm keiner abnehmen kann.

Unser Urteil: „Simpel“ ist das wahrhaftige Porträt einer beispielhaften Bruderliebe, das in seiner Dramatik zu Tränen rührt und trotzdem auch immer wieder zum Brüllen komisch ist. Frederick Lau und David Kross erwecken preiswürdig ihre beiden kantigen Figuren zum Leben. So wird aus „Simpel“ eine Feelgood-Tragikomödie, ganz ohne die gängigen Wohlfühlmechanismen, die die Augen nicht vor der Wahrheit verschließt und dabei trotzdem immer optimistisch bleibt.

Vielen Dank für diese ympathischen und aufschlussreichen Gespräche!

Im Gespräch mit der „Bullyparade“

Zum Kinostart der erfolgreichen Sketchcomedy-Verfilmung BULLYPARADE – DER FILM habe ich die gesamte Stammcrew aus Regisseur, Autor und Schauspieler Michael Bully Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz in Berlin zum Interview getroffen. Mit mir sprachen die Drei in entspannter Atmosphäre über den Prozess der Filmentstehung, die angenehme Stimme von Erzähler Andreas Fröhlich und darüber, wie schwierig es war, all die vielen Gastdarsteller zusammenzutrommeln. Um den Redefluss nicht ins Stocken zu bringen, ist das Interview ungeschnitten. Etwaige Unklarkeiten erkläre ich im Video direkt. 

Zwei Zwickauer reisen zurück in die Zone und erleben dort eine faustdicke Überraschung. Häuptling Winnetou wünscht sich sehnlichst einen Stammhalter, ist unter den Single-Ladies im Dorf aber nicht der gefragteste Bachelor. Das Kaiserpaar Sissi und Franz bezieht eine mysteriöse Immobilie, in der Nachts Unheimliches geschieht. Lutz und Löffler mischen ahnungslos die Börse auf. Ein Planet voller schöner Frauen bringt Captain Kirk, Mr. Spuck und Schrotty in große Verlegenheit. Und das alles in einem einzigen Film!

Das Warten der Fans hat ein Ende! Nach ihren Mega-Blockbustern „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ (zusammen über 21 Millionen Zuschauer allein in Deutschland) kehren Michael Bully Herbig, Rick Kavanian und Christian Tamitz jetzt endlich wieder gemeinsam auf die große Leinwand zurück. Zum 20-jährigen Jubiläum ihrer legendären „bullyparade“ spielen sie in „Bullyparade – Der Film“ gleich 26 vertraute und neue Rollen. Das Drehbuch schrieb Regisseur und Produzent Michael Bully Herbig mit Alfons Biedermann, Rick Kavanian und Christian Tramitz.

Unser Urteil: Nicht-Fans der „Bullyparade“ wird auch der dazugehörige Film nicht bekehren können, doch Michael Bully Herbig und seine Crew haben „Bullyparade – Der Film“ auch gar nicht für diese gemacht, sondern für die Liebhaber der Kultsendung. Und die werden an der von leichten qualitativen Schwankungen durchzogenen Sketch-Comedy und den vielen fantastischen Gastauftritten eine Menge Spaß haben.

Vielen Dank für das ausführliche, sympathische und aufschlussreiche Gespräch!

Im Gespräch mit Oliver Rohrbeck

Zum Kinostart der der 3D-Animationskomödie ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH 3 haben wir Synchronsprecher Oliver Rohrbeck in Berlin zum ausgiebigen Interview getroffen. Mit uns sprach er über seine Doppelrolle im Film, die Synchronbranche in Deutschland und ob es einen Unterschied zwischen der Synchronisation in Realfilmen und Animationsfilmen gibt. 

Mittlerweile führt Gru (deutsche Stimme: Oliver Rohrbeck) ein beschauliches Leben mit seiner Freundin Lucy (deutsche Stimme: Martina Hill), den drei Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes und nicht zu vergessen, den berühmt-berüchtigten Minions. Doch als ihm bei einem Einsatz der gesuchte Bösewicht durch die Lappen geht, drohen ernste Konsequenzen. Gru und Lucy drohen, ihren Job zu verlieren. Sogar die Mädchen beginnen, sich um die Zukunft ihre Familie zu sogen. Doch unverhoffte Rettung naht, als es Gru eines Tages mit seinem bisher unbekannten Zwillingsbruder Dru (ebenfalls Oliver Rohrbeck) zu tun bekommt. Blöd nur, dass der nicht nur besser aussieht und mehr Haare hat, sondern auch um einiges erfolgreicher ist als Gru. Die beiden Zwillingsbrüder könnten unterschiedlicher nicht sein, doch als der Superschurke Balthazar Bratt (deutsche Stimme: Joko Winterscheidt) mit Vokuhila, großen Schulterpolstern und einem teuflischen Plan auftaucht, müssen Gru und Dru sich zusammen raufen. Denn mit diesem Balthazar hat Gru noch eine Rechnung offen…

Unser Urteil: „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ hat neben einer gewohnt starken Optik wieder einmal alles, was ein kurzweilig-amüsantes Kinoerlebnis ausmacht. Kultige Minions, einen exzentrischen Bösewicht, eine liebevolle Familiengeschichte und die drei süßesten Adoptivkinder der Animationsfilmgeschichte. Da sind kleine Längen schnell vergessen.

Vielen Dank für das sympathische Gespräch!

Im Gespräch mit den Jungs und Mädels von „Plan B“

Zum Kinostart der saucoolen Martial-Arts-Komödie PLAN B – SCHEIß AUF PLAN A haben wir die schon international tätige Stunt- und Schauspielcrew rund um Can Aydin, Phong Giang, Cha-Lee Yoon, Eugene Boateng und Julia Dietze in Berlin zum spektakulären Stunt-Interview getroffen. Mit uns sprach das Team über den Mut, einen deutschen Genrefilm zu realisieren, die Rolle der Frau im (Action-)Film und die Leidenschaft, die mit einem solchen Projekt einhergeht. 

Can (Can Aydin), Phong (Phong Giang), Cha (Cha-Lee Yoon) und U-Gin (Eugene Boateng) sind beste Freunde und zugleich die erfolglosesten Actionstar-Wannabes diesseits von Hollywood. Doch als ihnen überraschend ein Casting-Angebot ins Haus flattert, bietet sich eine aller letzte Chance, endlich zu zeigen, was sie wirklich draufhaben. Dumm nur, dass U-Gin die Adresse vertauscht. So landen die Jungs nicht im erhofften Casting, sondern eindeutig im falschen Film – denn unerwartet kommen sie einer Truppe knallharter Gangster in die Quere, die sich Phong als Geisel schnappen und die anderen auf eine mörderische Mission schicken. Im Tausch gegen Phongs Leben sollen sie den Geheimsafe des gefürchteten Gangsterbosses Gabriel (Henry Meyer) ausfindig machen. In einem Wettlauf gegen die Zeit kämpfensich die Jungs von einem Fettnäpfchen ins nächste quer durch Berlin und müssen bald erkennen, dass sie im Zentrum einer Unterweltverschwörung gelandet sind, aus der es so leicht keinen Ausweg gibt. Es sei denn, man hat so ultracoole Moves drauf, wie diese vier Jungs…

Unser Urteil: „Plan B – Scheiß auf Plan A“ ist eine gelungene Hommage an das Actionkino der Achtziger- und Neunzigerjahre und funktioniert ganz klar über den „Passion over Substance“-Faktor. Die Leidenschaft der Darsteller tröstet über holprige Dialoge und eine zähe Dramaturgie hinweg. Dafür gibt’s fantastische Stunts, fiese Bösewichte und eine eineinhalbstündige Berlin-Hommage zu bestaunen.

Vielen Dank für das sympathische Gespräch!

Im Gespräch mit Luke Mockridge

Zum Kinostart des kunterbunten Animationsabenteuers THE LEGO BATMAN MOVIE haben wir Synchronsprecher und YouTube-Star Gronkh in Berlin zum Interview getroffen. Mit Mitarbeiterin Maike Voß sprach der Stand-Up-Comedian und Late-Night-Show-Host über seine Vorbereitungen auf die Rolle des Robin, über das „LEGO Movie“-Franchise an sich und darüber, von welcher Filmreihe er sich als nächstes eine LEGO-Variante wünscht – und wen er darin spielen würde. 

The LEGO Batman Movie

Seit Jahrzehnten ist Gotham die gefährlichste Stadt der Welt. Doch es stehen weitreichende Veränderungen bevor. Als sich der Joker (deutsche Stimme: Gronkh) und sämtliche Superschurken des DC-Universums freiwillig stellen, sind Bewohner und Polizei zunächst begeistert. Was könnte besser sein, als das Böse von Gotham ein für allemal hinter Schloss und Riegel zu bringen? Doch Batman wird hellhörig. Er vermutet einen weitreichenden Plan – und soll Recht behalten. Doch wenn er verhindern will, dass sich der Joker die Stadt durch eine feindliche Übernahme einverleibt, muss er vielleicht endlich einmal sein Image vom einsamen Rächer revidieren und die Unterstützung anderer annehmen. Außerdem könnte es ihm auch nicht schaden, wenn er alles etwas lockerer sehen würde. So nimmt er notgedrungen seinen aus Versehen adoptierten Sohn Robin (deutsche Stimme: Luke Mockridge) unter seine Fittiche und rettet, was zu retten ist. Vielleicht ist es ja doch gar nicht so schlimm, Freunde zu haben?

Unser Urteil: Der rasant erzählte „The LEGO Batman Movie“ ist ein tricktechnisch spektakuläres Animationsabenteuer mit viel (Meta-)Humor und vielen kreativen Ideen, das sich nicht scheut, die eigene DC-Historie kritisch zu hinterfragen. Zeitweise ruhen sich die Macher zu sehr auf den unzähligen Anspielungen aus, dafür überzeugen die Sprecherleistungen ebenso wie die überraschend emotionale Komponente.

Vielen Dank für das sympathische Gespräch!

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